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EP 0 332 939 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.01.1992 Patentblatt 1992/04 |
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Anmeldetag: 02.03.1989 |
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Bogenstranggiessanlage für Knüppelstränge
Bow-type continuous casting plant for billets
Installation de coulée continue arquée pour billettes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IT SE |
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Priorität: |
18.03.1988 CH 1040/88
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.09.1989 Patentblatt 1989/38 |
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Patentinhaber: CONCAST STANDARD AG |
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CH-8027 Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- Röhrig, Adalbert
CH-8800 Thalwil (CH)
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Vertreter: Zeller, Josef |
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CONCAST STANDARD AG
Tödistrasse 7 CH-8027 Zürich CH-8027 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 099 076 DE-A- 2 629 453 GB-A- 2 070 991
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EP-A- 0 114 309 DE-A- 3 407 391
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Bogenstranggiessanlage nach dem Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Um bei Stahlstranggiessanlagen eine niedrige Bauhöhe zu erreichen, werden Kokillen
mit gebogenem Formhohlraum verwendet. Durch Verkleinerung der Bogenradien solcher
Kokillen konnte die Bauhöhe weiter reduziert werden. Mit kleiner werdenden Kokillenradien
vergrössert sich aber beim Richten des Stranges die Dehnung in der Strangkruste in
der Richtmaschine. Es ist deshalb vorgeschlagen worden, Kreisbogenkokillen mit oval-bogenförmigen
Strangführungen zu kombinieren. Solche Anlagen erfordern zum Angiessen einen flexiblen
Anfahrstrang, der in der Regel aus gelenkig verbundenen Gliedern besteht.
[0003] Für kleinere Formate, insbesondere für Knüppelanlagen, werden bei Kreisbogenstranggiessanlagen
anstelle von flexiblen Anfahrsträngen mit Vorteil sogenannte starre, kreisbogenförmige
Anfahrstränge verwendet. In der DE-OS 2′629′453, die den Oberbegriff des Hauptanspruchs
bildet, wird eine Bogenstranggiessanlage für Knüppel oder Vorblockstränge mit einem
starren Anfahrstrang beschrieben. Die Länge des Anfahrstranges ist so bemessen, dass
gleichzeitig das Kopfende in der Bogenkokille eingeführt ist und das Fussende in der
Treibrichtmaschine im Eingriff steht. Im Tangentpunkt ist ein Treibrollenpaar der
Treibrichtmaschine angeordnet. Eine Richtrolle, die gleichzeitig auch eine Entkupplung
zwischen Anfahrstrang und gegossenem Strang durchführt, richtet den kreisbogenförmigen
Strang im Tangentpunkt nach dem Einpunkt-Richtverfahren. Nach der Entkupplung wird
der starre Anfahrstrang mittels einem Antrieb in eine Parkvorrichtung oberhalb der
horizontalen Ausförderstrecke gebracht. Bei entsprechend grossen Kreisbogen, beispielsweise
zwischen 4 und 8 m Radius, eignen sich solche Anlagen auch für rissempfindliche Stähle
oder grössere Strangformate, weil die Dehnung beim Richten mit zunehmendem Kreisbogenradius
kleiner wird. Wird ein Radius des Kreisbogens von 3 m oder kleiner vorgesehen, so
vergrössert sich die Dehnung beim Richten im Tangentpunkt. Auch die Distanz zwischen
dem Treibrollenpaar im Tangentpunkt und der Entkupplungs- und Richtrolle wird kürzer.
Dies führt zu Gefüge- und/oder Oberflächenfehlern an den gegossenen Strängen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bogenstranggiessanlage mit starrem
Anfahrstrang zu schaffen, die einerseits eine geringe Bauhöhe mit einem Bogenradius
von beispielsweise R ≦ 3 m aufweist und gleichzeitig Gefüge- und/oder Oberflächenfehler,
wie Risse etc. am gegossenen Strang vermeidet.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Bogenstranggiessanlage gemäss
der Summe der Merkmale von Anspruch 1 vor.
[0006] Die erfindungsgemässe Bogenstranggiessanlage erlaubt es, einen starren, kreisbogenförmigen
Anfahrstrang durch einen oval-bogenförmigen Strangführungsteil hindurchzuführen, ohne
dass radiale Biegekräfte auf den Anfahrstrang wirken. Im weiteren ermöglicht das erfindungsgemässe
Grundkonzept, einen Teil der kreisbogenförmigen Strangführungsbahn durch die oval-bogenförmige
Richtstrecke zu ersetzen, wodurch frühzeitig, z.B. vor Erreichen des Tangentpunktes,
der gegossene bogenförmige Strang in zwei oder mehr Teilstufen sanft aufgebogen werden
kann. Die Biegereaktionsrolle(n) stellen sicher, dass der Strang, unabhängig von seiner
eventuell unregelmässigen Temperatur, insbesondere während der Angiessperiode, genau
definierten Dehnungsänderungen entlang der Richtstrecke ausgesetzt ist. Im Gegensatz
zum erfindungsgemässen Richtkonzept wird beim bekannten Einpunktrichten der Strang
unkontrolliert in einer Stufe gerichtet. Dabei wird der Strang nicht entlang einer
Kurve, sondern entsprechend seinem momentanen örtlichen Biegewiderstand gerichtet.
Gemäss der Erfindung können deshalb sperrige Bogenstranggiessanlagen mit starrem Anfahrstrang
erstmals ohne Nachteile für den gegossenen Strang in ihrem Aufbau wesentlich verkleinert
werden, was sich sowohl auf die Bauhöhe der Anlage als auch auf die Länge der Parkeinrichtung
für den starren Anfahrstrang positiv auswirkt.
[0007] Die oval-bogenförmige Richtstrecke kann in Stranglaufrichtung gesehen z.B. beim einen
vertikalen Radienstrahl beginnen und die an die Richtstreecke anschliessende Ausförderstrecke
für gegossene Stränge kann leicht ansteigen oder waagrecht angeordnet sein. Eine vorteilhafte
Ausführungsform ergibt sich, wenn das Treibrollenpaar auf einem Radienstrahl angeordnet
ist, der in Stranglaufrichtung vor dem vertikalen Radienstrahl liegt und zwischen
beiden Radienstrahlen ein Winkel bis 30 Grad, vorzugsweise zwischen 5-20 Grad, vorgesehen
ist. Als weitere Alternativlösung wird vorgeschlagen, auf dem vertikalen Radienstrahl
eine Biegereaktionsrolle der oval-bogenförmigen Richtstrecke anzuordnen.
[0008] Der Beginn des Biegeprozesses entlang der Strangführung kann je nach der Grösse des
vorgesehenen Giessformates, Stahlqualität etc. durch eine Plazierung des Treibrollenpaares
frei gewählt werden. Das Konstruktionsprinzip ermöglicht auch eine freie Gestaltung
der Richtstufenzahl zwischen dem Treibrollenpaar und der Richtrolle. Gemäss einem
weiteren Lösungsvorschlag kann die in Strangförderrichtung nach dem vertikalen Radienstrahl
angeordnete Richtrolle den gegossenen Strang an der Entkupplungsstelle gleichzeitig
vom Anfahrstrang trennen und in mindestens zwei Richtstufen vom Kreisbogen über einen
Ovalbogen in eine Gerade überführen. Zwischen dem Treibrollenpaar und der Richtrolle
kann entlang der Aussenseite der oval-bogenförmigen Richtstrecke eine beliebige Anzahl
von Biegereaktionsrollen angeordnet werden.
[0009] Es liegt im Ermessen des Fachmannes, die format- und stahlqualitätspezifischen Dehnungen
an der Strangoberfläche auf Biegestrecken vor und nach dem vertikalen Radienstrahl
zu verteilen. Im Sinne einer zusätzlichen Alternativlösung wird vorgeschlagen, dass
die auf dem vertikalen Radienstrahl angeordnete Biegereaktionsrolle in ihrer Lage
so festgelegt wird, dass die Richtstrecke in zwei Teilrichtstrecken mit im wesentlichen
gleichen Teildehnungen an der Strangoberfläche unterteilt ist. Die Dehnungsänderung
entlang der Richtstrecke an der Strangoberfläche bei einer Strangdicke von beispielsweise
100 mm kann dabei mit Vorteil auf maximal 0,002%/mm eingestellt werden.
[0010] Der Anfahrkopf mit dem Kupplungsglied für den gegossenen Strang kann direkt am starren
Anfahrstrang befestigt sein. Es sind auch Varianten bekannt, die zwischen dem Anfahrkopf
und dem starren Anfahrstrang ein zusätzliches Kupplungselement vorsehen, das eine
Trennung zwischen dem gegossenen Strang und dem Anfahrstrang bei jedem Giesszyklus
sicherstellt. Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform besitzt der starre
Anfahrstrang ein schwenkbares Anfahrkopfglied mit einer Schwenkachse parallel zur
Verschwenkachse des Anfahrstranges. Die Rolle zum Entkuppeln des Anfahrstranges vom
gegossenen Strang übt dabei eine im wesentlichen radial zur kreisbogenförmigen Strangbahn
gerichtete Kraft auf dieses Anfahrkopfglied aus. Dabei wird eine Entkupplung eingeleitet,
bevor der gegossene Strang die Richt- und Entkupplungsrolle erreicht. Ein solcher
Anfahrstrang kann zusätzlich auch dann störungsfrei in die Kokille eingefahren werden,
wenn der Anfahrstrang bzw. die Strangführung durch Verschleiss gewisse Masstoleranzen
zum Sollmass aufweisen. Der Anfahrkopf kann dabei beim Einfahren durch die Kokille
leicht verschwenkt und dabei zentriert werden. Moderne Dichtungsmethoden, die beim
Einfahren gleichzeitig eine Dichtung einklemmen, wie beispielsweise in EP-PS 0′114′309
beschrieben, sind bei solchen Anlagen ebenfalls anwendbar.
[0011] Die Präzision der Einführung des Anfahrstranges kann weiter erhöht werden, wenn der
Anfahrstrang an seinem dem Anfahrkopf gegenüberliegenden Ende mittels eines im Kreisbogenzentrum
angelenkten Schwenkhebels geführt ist.
[0012] Im nachfolgenden werden anhand von Figuren Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
[0013] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht auf eine schematisch dargestellte Bogenstranggiessanlage und
- Fig. 2
- eine Seitenansicht auf eine oval-bogenförmige Richtstrecke.
[0014] In Fig. 1 ist eine Bogenstranggiessanlage mit einer Bogenkokille 3, einer Oszillationseinrichtung
4 und einer Sekundärkühleinrichtung 5 dargestellt. Das Zentrum des Kreisbogens ist
mit 9 bezeichnet. Eine Treibrichtmaschine ist aus einem Treibrollenpaar 6, 6′, einer
Richtrolle 7 und einer Biegereaktionsrolle 8 aufgebaut. Ein kreisbogenförmiger, starrer
Anfahrstrang 10, der von einem im Kreisbogenzentrum 9 angelenkten Schwenkhebel 11
während der Bewegung gehalten und geführt wird, ist in einer Entkupplungsposition
von einem gegossenen Strang 12 dargestellt. Eine Stutze 13 stellt einen Teil einer
Parkvorrichtung dar. Der Schwenkhebel 11, welcher fest oder kuppelbar mit dem Anfahrstrang
10 verbunden sein kann, besitzt einen nicht dargestellten, an sich bekannten Schwenkantrieb.
[0015] Er kann den Anfahrstrang um das Kreisbogenzentrum 9 verschwenken und in das Treibrollenpaar
6, 6′ einführen bzw. aus diesem herausführen. Ein Pfeil 15 zeigt auf eine Entkupplungsstelle,
an welcher die Richtrolle 7 den gegossenen Strang 12 vom Anfahrstrang 10 trennt bzw.
entkuppelt. Unterhalb der Führungsbahn 17 für den kreisbogenförmigen Anfahrstrang
10 ist zwischen dem Treibrollenpaar 6, 6′ und der Entkupplungsstelle 15 eine oval-bogenförmige
Richtstrecke 18 mit der Biegereaktionsrolle 8 für den gegossenen Strang vorgesehen.
Das Teibrollenpaar 6, 6′ liegt auf dem Kreisbogen, der beispielsweise einen Radius
von 2,5 m aufweist. Die Biegereaktionsrolle 8 ist so positioniert, dass sich ein erster
Aufbiegeradius von z.B. 4,5 m ergibt. Eine nachfolgende Rolle 20 ist bereits in der
horizontalen Ebene eines Kühlbettes angeordnet. Mit 7′ ist strichpunktiert die Rolle
7 in einer Position nach der Entkupplung dargestellt. Sie hat in dieser Position die
Funktion einer Richtrolle.
[0016] Die Rollen 20 gehören zur Ausförderstrecke, die waagrecht oder leicht geneigt angeordnet
sein kann. Das Treibrollenpaar 6, 6′ liegt auf einem Radienstrahl 21, der im Mittelpunkt
9 der Führungsbahn 17 des kreisbogenförmigen Anfahrstranges 10 beginnt. Dieser Radienstrahl
21 liegt in Stranglaufrichtung 22 vor einem vertikalen Radienstrahl 23. Zwischen beiden
Radienstrahlen 21, 23 ist ein Winkel Alpha von beispielsweise bis 30 Grad, vorzugsweise
zwischen 5-20 Grad vorgesehen.
[0017] Auf dem vertikalen Radienstrahl 23 ist auch die Biegereaktionsrolle 8 der oval-bogenförmigen
Richtstrecke 18 angeordnet. Sie liegt unterhalb der Führungsbahn 17 des kreisbogenförmigen
Anfahrstranges 10, etwa in der Mitte der oval-bogenförmigen Richtstrecke 18. Zwischen
den Rollen 6, 6′ und dieser Biegereaktionsrolle 8 wird der Strang in einem ersten
Schritt aufgebogen. In Strangförderrichtung 22 nach dem vertikalen Radienstrahl 23
trennt an der Entkupplungsstelle 15 die Richtrolle 7 den gegossenen Strang vom Anfahrstrang
und biegt den gegossenen Strang in den genannten zwei Richtstufen vom Kreisbogen über
einen Ovalbogen in eine Gerade. Die Lage der Biegereaktionsrolle 8 bzw. der Radius
des ersten Biegeschrittes kann so berechnet werden, dass sich entlang der Richtstrecke
18 zwei Teilrichtstrecken mit im wesentlichen gleichen Dehnungen an der Strangoberfläche
ergeben. Es sind beispielsweise bei einem 100 mm dicken Strang, einem Bogenradius
von 2500 mm, einer Länge der Richtstrecke von mindestens 1000 mm Dehnungsänderungen
Epsilon in %/mm an der Strangoberfläche von maximal 0,002 leicht realisierbar.
[0018] In Fig. 2 werden für gleiche Teile gleiche Bezugsziffern wie in Fig. 1 verwendet.
Der starre Anfahrstrang 10 ist mit einem schwenkbaren Anfahrkopfglied 25 mit einer
Schwenkachse 26 parallel zur Verschwenkachse im Kreisbogenzentrum 9 (Fig. 1) des Anfahrstranges
10 versehen. Die Rolle 7 zum Entkuppeln des Anfahrstranges 10 vom gegossenen Strang
12 übt eine im wesentlichen radial zur kreisbogenförmigen Strangbahn gerichtete Kraft
auf das Anfahrkopfglied 25 aus. Die Entkupplung kann bei diesem Beispiel früher eingeleitet
und das Fussende des Stranges 12 kann dadurch besser gerichtet werden. Das Anfahrkopfglied
25 ist mit Mitteln versehen, die ein Rückkippen des Gliedes 25 in die Bogenform des
Anfahrstranges 10 sicherstellen.
[0019] Neben der Rolle 8 ist in diesem Beispiel eine weitere Biegereaktionsrolle 8′ enthalten,
die eine zusätzliche Richtstufe ergibt. Der gegossene Strang 12 wird in diesem Beispiel
mittels der Rolle 7 gleichzeitig in drei Richtstufen gerichtet. Strichpunktiert ist
die kreisbogenförmige Führungsbahn 17 des Anfahrstranges 10 dargestellt.
1. Bogenstranggiessanlage für Knüppel-, Vorblock- und Platinenstränge mit einer Bogenkokille
(3), einer Sekundärkühleinrichtung (5), einer Treibrichtmaschine mit Treib- (6) und
Richtrollen (7, 8) und einem kreisbogenförmigen, starren Anfahrstrang (10) mit einer
Antriebs- (11) und einer Parkvorrichtung (13), wobei der Anfahrstrang (10) an einer
Entkupplungsstelle (15) mittels der Richtrolle (7) vom gegossenen Strang (12) trennbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Führungsbahn (17) für den kreisbogenförmigen
Anfahrstrang (10) zwischen einem auf einer kreisbogenförmigen Strangbahn angeordneten
Treibrollenpaar (6, 6′) und der Entkupplungsstelle (15) eine oval-bogenförmige Richtstrecke
(18) mit Biegereaktionsrollen (8) für den gegossenen Strang (12) vorgesehen ist.
2. Bogenstranggiessanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die gerichteten
Stränge eine im wesentlichen waagrechte Ausförderstrecke (20, 20′) vorgesehen ist
und dass das Treibrollenpaar (6, 6′) auf einem Radienstrahl (21) angeordnet ist, der
in Stranglaufrichtung vor dem vertikalen Radienstrahl (23) liegt und zwischen beiden
Radienstrahlen (21, 23) ein Winkel (Alpha) bis 30 Grad, vorzugsweise zwischen 5-20
Grad, vorgesehen ist.
3. Bogenstranggiessanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem vertikalen
Radienstrahl (23) eine Biegereaktionsrolle (8) der oval-bogenförmigen Richtstrecke
(18) angeordnet ist.
4. Bogenstranggiessanlage nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
in Strangförderrichtung (22) nach dem vertikalen Radienstrahl (23) angeordnete Richtrolle
(7) den gegossenen Strang (12) an der Entkupplungsstelle (15) gleichzeitig vom Anfahrstrang
(10) trennt und in mindestens zwei Richtstufen vom Kreisbogen über einen Ovalbogen
in eine Gerade überführt.
5. Bogenstranggiessanlage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
auf dem vertikalen Radienstrahl (23) angeordnete Biegereaktionsrolle (8) die Richtstrecke
(18) in zwei Teilrichtstrecken mit im wesentlichen gleichen Teildehnungen an der Strangoberfläche
unterteilt ist.
6. Bogenstranggiessanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnungsänderung
Epsilon entlang der Richtstrecke (18) an der Strangoberfläche bei einer Strangdicke
von 100 mm auf maximal 0,002%/mm gerechnet ist.
7. Bogenstranggiessanlage nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass
der starre Anfahrstrang (10) ein schwenkbares Anfahrkopfglied (25) mit einer Schwenkachse
(26) parallel zur Verschwenkachse (9) des Anfahrstranges (10) aufweist und dass die
Rolle (7) zum Entkuppeln des Anfahrstranges (10) vom gegossenen Strang (12) eine im
wesentlichen radial zur kreisbogenförmigen Strangbahn (17) gerichtete Kraft auf das
Anfahrkopfglied (25) ausübt.
8. Bogenstranggiessanlage nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass
der Anfahrstrang (10) an seinem dem Anfahrkopf (25) gegenüberliegenden Ende mittels
einem im Kreisbogenzentrum (9) angelenkten Schwenkhebel (11) geführt ist.
1. A bow-type continuous casting plant for billets, blooms and sheet bars comprising
a bow-shaped mold (3), a secondary cooling device (5), a driving straightening machine
with driving rollers (6) and straightening rollers (7, 8) and a circular bow-shaped
rigid starting billet (10) with a drive device (11) and a parking device (13), the
starting billet (10) being separable from the cast billet (12) at an uncoupling site
(15) by means of the straightening roller (7), characterised in that an oval bow-shaped
straightening stage (18) with bending reaction rollers (8) for the cast billet (12)
is provided beneath the guide path (17) for the circular bow-shaped starting billet
(10) between a driving roller pair (6, 6′) arranged on a circular bow-shaped billet
path and the uncoupling site (15).
2. A bow-type continuous casting plant according to claim 1, characterised in that
a substantially horizontal extraction stage (20, 20′) is provided for the straightened
billets and the driving roller pair (6, 6′) is arranged on a radius (21) lying upstream
of the vertical radius (23) in the billet running direction and an angle (alpha) of
up to 30 degrees, preferably between 5 and 20 degrees, is provided between the two
radii (21, 23).
3. A bow-type continuous casting plant according to claim 2, characterised in that
a bending reaction roller (8) of the oval bow-shaped straightening stage (18) is arranged
on the vertical radius (23).
4. A bow-type continuous casting plant according to claim 2 or 3, characterised in
that the straightening roller (7) arranged downstream of the vertical radius (23)
in the billet conveying direction (22) simultaneously separates the cast billet (12)
from the starting billet (10) at the uncoupling site (15) and converts the cast billet
(12) in at least two straightening stages from the circular bow shape, through an
oval bow shape into a straight line.
5. A bow-type continuous casting plant according to claim 3 or 4, characterised in
that the bending reaction roller (80 arranged on the vertical radius (23) divides
the straightening stage (18) into two partial straightening stages with essentially
equal partial stretching of the billet surface.
6. A bow-type continuous casting plant according to claim 5, characterised in that
the stretching variation epsilon in the billet surface along the straightening stage
(18) is calculated at a maximum of 0.002%/mm with a billet thickness of 100 mm.
7. A bow-type continuous casting plant according to one of claims 1 to 6, characterised
in that the rigid starting billet (10) comprises a pivotable starting head member
(25) with a pivot axis (26) parallel to the pivot axis (9) of the starting billet
(10) and the roller (7) for uncoupling the starting billet (10) from the cast billet
(12) exerts a force on the starting head member (25) substantially radial to the circular
bow-shaped billet path (17).
8. A bow-type continuous casting plant according to one of claims 1 to 7, characterised
in that, at its opposite end to the starting head (25), the starting billet (10) is
guided by means of a pivot lever (11) articulated at the arc centre (9).
1. Installation de coulée continue en arc pour des billettes, des blooms et des largets
coulés en continu, comportant une lingotière en arc (3), un dispositif secondaire
de refroidissement (5), une machine à dresser et à entraîner avec des rouleaux entraîneurs
(6) et des rouleaux dresseurs (7, 8) et une fausse barre (10) rigide, en forme d'arc
de cercle, comprenant un dispositif d'entrainement (11) et un dispositif de mise au
repos (13), installation dans laquelle la fausse barre (10) peut, à une position de
découplage (15), être séparée d'avec la billette coulée en continu (12) au moyen du
rouleau dresseur (7), installation caractérisée par le fait qu'en dessous du chemin
de guidage (17) pour la fausse barre en forme d'arc de cercle (10) est prévue, entre
une paire de rouleaux entraîneurs (6, 6′), disposés sur un chemin de coulée continu
en forme d'arc de cercle, et la position de découplage (15), une zone de dressage
en forme d'arc ovale (18) présentant des rouleaux (8) de réaction au cintrage.
2. Installation de coulée continue en arc selon la revendication 1, caractérisée par
le fait que, pour les billettes de coulée continue, dressées, est prévue une zone
d'extraction (20, 20′) sensiblement horizontale et par le fait que la paire de rouleaux
entraîneurs (6, 6′) est disposée sur un rayon (21) qui, dans le sens de la coulée
continue, se trouve avant le rayon vertical (23) et qu'entre les deux rayons (21,
23) est prévu un angle (alpha) valant jusqu'à 30 degrés, de préférence entre 5 et
20 degrés.
3. Installation de coulée continue en arc selon la revendication 2, caractérisée par
le fait que sur le rayon vertical (23) est disposé un rouleau de réaction ou cintrage
(8) de la zone dresseuse (18) en forme d'arc ovale.
4. Installation de coulée continue selon la revendication 2 ou 3, caractérisée par
le fait que le rouleau dresseur (7) disposé après le rayon vertical (23) dans le sens
(22) de l'avancement de la billette de coulée continue sépare en même temps la billette
de coulée continue (12) d'avec la fausse barre (10) à la position de découplage (15)
et procède à au moins deux étages de dressage pour passer de l'arc de cercle à une
droite en passant par un arc ovale.
5. Installation de coulée continue en arc selon la revendication 3 ou 4, caractérisée
par le fait que le rouleau de réaction au cintrage (8), disposé sur le rayon vertical
(23), divise la zone de dressage (18) en deux zones de dressage partielles avec des
déformations partielles de la surface de la billette de coulée continue sensiblement
identiques.
6. Installation de coulée continue en arc selon la revendication 5, caractérisée par
le fait que la modification de déformation epsilon le long de la zone de dressage
(18) sur la surface de la billette de coulée continue est calculée, pour une épaisseur
de la billette de 100 mm, pour atteindre au maximum 0,002%/mm.
7. Installation de coulée continue en arc selon l'une des revendications 1-6, caractérisée
par le fait que la fausse barre rigide (10) présente un organe de tête de fausse barre
oscillant (25) avec un axe d'oscillation (26) parallèle à l'axe d'oscillation (9)
de la fausse barre (10) et par le fait que le rouleau (7) prévu pour découpler la
fausse barre (10) d'avec la billette de coulée continue (12) exerce sur l'organe de
tête de la fausse barre (25) une force dirigée sensiblement radialement par rapport
au chemin en forme d'arc de cercle (17) de la billette de coulée continue.
8. Installation de coulée continue en arc de cercle selon l'une des revendications
1-7, caractérisée par le fait que la fausse barre (10) est guidée, à son extrémité
opposée a sa tête (25), au moyen d'un levier oscillant (11) articulé au centre (9)
de l'arc de cercle.
