[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschichten von Abstandhalterrahmen für
Isolierglas, die einstückig gebogene Ecken besitzen, mit Klebe- bzw. Dichtmasse mit
zwei zu beiden Seiten einer Förderbahn für die Abstandhalterrahmen angeordneten Düsen
zum Auftragen der Klebe- bzw. Dichtmasse auf die Seitenflächen der Abstandhalterrahmen,
mit einer oberhalb der Förderbahn vorgesehenen, z.B. durch mehrere Stützwalzen gebildeten,
seitlichen Abstützung für die Abstandhalterrahmen, an der die von der Förderbahn nach
oben ragenden Rahmenabschnitte wenigstens beim Beschichtungsvorgang anliegen, und
mit einer Wendeeinrichtung zum Verdrehen der Abstandhalterrahmen um eine quer zur
Ebene der Abstandhalterrahmen verlaufende Achse, wobei die Lage der Öffnungen der
Düsen zur Achse, um welche die Wendeeinrichtung schwenkbar ist, veränderbar ist.
[0002] Vorrichtungen zum Beschichten von Abstandhalterrahmen für Isolierglas mit Klebe-
bzw. Dichtmittel sind bekannt. Neben Vorrichtungen, bei welchen die Abstandhalterrahmen
mit den Händen gehalten werden müssen, während sie von Transportbändern zwischen den
Beschichtungsdüsen hindurch bewegt werden (AT-B 315404 und 365550), sind auch mit
Wendeeinrichtungen für die Abstandhalterrahmen ausgerüstete Vorrichtungen bekannt
(AT-B 356832 und DE-C 2803132).
[0003] Mit diesen bekannten Vorrichtungen lassen sich Abstandhalterrahmen, die aus Profilleisten
und Eckwinkeln zusammengesetzt sind, beschichten. Aus der AT-B 356832 ist es bekannt,
die Düsen mit dem Zwecke der Anpassung der Lage der Düsenöffnungen an verschiedene
Abstandhalterprofile (unterschiedlicher Abstand der Düsenöffnungen von dem Horizontalförderband,
auf dem die Abstandhalterrahmen während des Beschichtungsvorganges aufliegend geführt
werden), zu verstellen. Dabei wird gemäß der AT-B 356832 in jedem Fall auch die Wendeeinrichtung
mitbewegt, so daß dessen Achse ständig "im wesentlichen" in der Verbindungslinie zwischen
den beiden Düsenöffnungen liegt. Bei der AT-B 356832 wird die Lage der Öffnungen der
Düsen zur Achse, um welche die Wendeeinrichtung schwenkbar ist, nicht geändert.
[0004] Es sind aber auch Abstandhalterrahmen mit einstückig gebogenen Rahmenecken bekannt
(DE-C 3223881).
[0005] Die bekannten Vorrichtungen besitzen, wenn sie zum Beschichten derartiger Abstandhalterrahmen
verwendet werden, Nachteile, da sie den besonders kritischen Eckbereich nicht oder
nur ungenügend mit Klebe- bzw. Dichtmasse beschichten.
[0006] Eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung ist durch offenkundige Vorbenutzung
im September 1981 bekannt geworden. Bei dieser bekannten Vorrichtung wird die Lage
der Düsen zur Schwenkachse der Wendeeinrichtung dadurch geändert, daß jede Düse exzentrisch
auf einem Träger befestigt ist, der um eine Achse, die zur Düsenöffnung versetzt angeordnet
ist, und die zur Achse, um welche die Wendeeinrichtung verschwenkt wird, parallel
verläuft, verschwenkt wird.
[0007] Die bekannte Rahmenbeschichtungsvorrichtung hat den Nachteil, daß diese wegen der
Bewegung der Düsenöffnung nach einer vorgegebenen und nicht veränderbaren, viertelkreisbogenförmigen
Bahn ― im übrigen bei stillstehenden Abstandhalterrahmen ― nur für das Beschichten
entsprechend gebogener Ecken eines Abstandhalterrahmens geeignet ist. Hat die Ecke
des Abstandhalterrahmen eine andere Krümmung, dann wird die Kleb- bzw. Dichtmasse
fehlerhaft aufgetragen bzw. die Kleb- bzw. Dichtmasse gelangt überhaupt nicht auf
die Seitenflächen des Abstandhalterrahmens.
[0008] Aus der GB-A-1418565 (= AT-B-326295) ist eine Vorrichtung zum Verlagern einer Glasplatte
bekannt. Diese bekannte Vorrichtung besitzt als Halteeinrichtung für die Glasplatte
einen Saugnapf, der entweder mit einem im Maschinengestell linear geführten Arm, oder
mit einem im Maschinengestell um eine vorgegebene, nicht verstellbare Achse verschwenkbaren
Arm gekuppelt werden kann. So kann die Glasplatte linear hin- und herbewegt oder um
die Achse des verschwenkbaren Armes gedreht werden. In der GB-A-1418565 ist ohne nähere
Angaben auch ein Hinweis darauf enthalten, daß es möglich sei, falls das Werkzeug
in der auf der Translationsrichtung senkrecht stehenden und durch die Schwenkachse
des Armes gehenden Ebene einen Abstand "I" von der Achse hat, an Stelle eines Umrisses
aus kantig aneinanderstoßenden Geraden auch solche Umrisse auszuführen, die aus von
Kreisbogen mit dem Radius "I" verbundenen Geraden bestehen.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, mit der auch Abstandhalterrahmen mit gebogenen Ecken beschichtet
werden können.
[0010] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß daß die Lagerung der Wendeeinrichtung
im Gestell der Vorrichtung in Förderrichtung horizontal verstellbar ist und daß die
Lagerung der Wendeeinrichtung oder der die Düsen tragende Bauteil im Gestell der Vorrichtung
vertikal (auf- und ab) verstellbar ist.
[0011] Dank der erfindungsgemäßen Ausbildung der Beschichtungsvorrichtung können die Düsen
dem Verlauf der Profilleiste, aus welcher der Abstandhalterrahmen besteht, auch im
Biegebereich, d.h. im Bereich der Ecken dis Abstandhalterrahmens folgen und dies auch
während des Wendevorganges selbst. Es ist daher möglich, Abstandhalterrahmen auch
im Eckbereich durchgehend mit klebe- bzw. Dichtmasse (z.B. Butylkautschuk) zu beschichten.
Die Verstellbarkeit bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung erlaubt das Beschichten
― weitgehend ― beliebig gebogener Ecken im Durchlauf, d.h. ohne daß das Beschichten
unterbrochen werden muß.
[0012] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und werden an Hand des in den Zeichnungen wiedergegebenen Ausführungsbeispieles näher
erläutert. Es zeigt
[0013] Fig. 1 eine Vorrichtung zum Beschichten von Abstandhalterrahmen von vorne,
[0014] Fig. 2 die Vorrichtung aus Fig. 1 in Seitenansicht,
[0015] Fig. 3 teilweise im Schnitt in Seitenansicht einen Greifer der Wendevorrichtung und
die
[0016] Fig. 4 bis 7 verschiedene Phasen während der Beschichtung einer Ecke eines Abstandhalterrahmens.
[0017] Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer Beschichtungsvorrichtung erläutert,
die in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus der AT-PS 356832 bekannt ist. Bei der bekannten
Vorrichtung ist die Wendeeinrichtung zwar zusammen mit den Düsen höhenverstellbar.
Der vertikale Relaltivabstand zwischen der Schwenkachse der Wendeeinrichtung und den
Düsen kann aber nicht geändert werden.
[0018] Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Vorrichtung besitzt einen in Seitenansicht im wesentlichen
L-förmigen Rahmen 1, der über höhenverstellbare Füße 2 am Boden oben etwas nach hinten
geneigt (vgl. Fig. 2) abgestützt ist. Am Grundrahmen 1 ist ein Gehäuse 3 und ein Träger
4, der um eine untere horizontale Querachse 5 mit Hilfe einer Kolben-Zylinder-Einheit
gegenüber dem Basisrahmen verschwenkbar ist, befestigt. Am Träger 4 ist ein Rahmen
7 befestigt, in dem mehrere Stützwalzen 8, deren Achsen in der in Fig. 2 gezeigten
Grundstellung parallel zum langen Abschnitt des Grundrahmens 1, d.h. leicht (etwa
5°) nach hinten geneigt, verlaufen, gelagert sind. Die Stützwalzen 8 werden über Antriebsketten
von einem nicht näher gezeigten Antrieb mit einstellbarer Geschwindigkeit angetrieben.
[0019] Im Gehäuse 3 sind ein Vorratszylinder für Klebe- bzw. Dichtmasse, mit welcher die
Abstandhalterrahmen für Isolierglas beschichtet werden, sowie die hydraulischen und/oder
pneumatischen Pressen zum Fördern der Dichtmasse zu an der Oberseite des Gehäuses
3 vorgesehenen Düsen 10 untergebracht. Weiters befindet sich im Gehäuse eine Heizung,
mit welcher die Dichtmasse auf die notwendige Verarbeitungstemperatur erwärmt werden
kann.
[0020] Die Düsen 10 sind zu beiden Seiten einer von einem endlosen Transportband 11 gebildeten
Förderbahn für die Abstandhalterrahmen angeordnet. Der Antriebsmotor für das Transportband
11 ist ebenfalls innerhalb des Gehäuses 3 untergebracht.
[0021] Weiters trägt das Gehäuse 3 zwei oder mehr verschwenkbare Anpreßrollen 12, die den
zwischen den Düsen 10 hindurchgeführten Abschnitt des Abstandhalterrahmens gegen das
Transportband 11 drücken.
[0022] Auf dem Gehäuse 3 ist weiters ein quer zur Förderbahn vor- und zurückschiebbarer
Anschlag (in der Zeichnung nicht gezeigt) vorgesehen, der in seiner ersten vorgeschobenen
Stellung die durch die Vorrichtung transportierten Abstandhalterrahmen bei weiterlaufendem
Transportband 11 jeweils dann aufhält, wenn sich eine Ecke eines Abstandhalterrahmens
gerade zwischen den Düsen 10 befindet.
[0023] Im Bereich der Düsen 10 ist weiters ein zweiarmiger Greifer 13 einer Wendevorrichtung
vorgesehen, der um eine Achse verschwenkbar ist, die durch die Austrittsöffnungen
der Düsen 10 geht. Dieser Greifer 13 ist ebenso wie die Düsen 10 mit einer Höhenverstellung
ausgerüstet, die auch zur Anpassung an verschiedene Abstandhalterprofilgrößen dient.
[0024] Der Greifer 13 besitzt Arme 14 und 15, die je wenigstens eine Klemme 16 tragen. Die
Klemmen 16 haben in der in Fig. 1 gezeigten Grundstellung des Greifers 13 einen nach
oben ragenden Arm 14. Dieser ist dabei zum Erfassen eines nach oben ragenden Rahmenabschnittes
bestimmt, wogegen die Klemme 16 am Arm 15 den auf dem Transportband 11 aufliegenden
Rahmenabschnitt erfassen kann.
[0025] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist das Transportband 11 zu beiden Seiten der Düsen 10
nach unten umgelenkt, um Raum für die Klemmen 16 des in Richtung des Pfeiles 27 in
Fig. 1 um 90° verschwenkbaren Greifers zu schaffen. Das Transportband 11 kann auch
aus mehreren Abschnitten bestehen.
[0026] Der Greifer 13 kann beispielsweise mit Hilfe eines pneumatisch betätigten Druckmittelmotors
verschwenkt werden, wobei die Verschwenkgeschwindigkeit verschieden groß gewählt werden
kann. Dadurch ist es möglich, größere Abstandhalterrahmen langsamer zu verschwenken
als kleinere, so daß Beschädigungen größerer Abstandhalterrahmen vermieden werden.
[0027] Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, bestehen die Klemmen aus jeweils zwei Klemmbacken
17, die Gummiauflagen 18 tragen. Die Klemmbacken 17 sind um im Abstand voneinander
angeordnete Achsen 19 verschwenkbar. Zur Betätigung der Klemmbacken 17 besitzen diese
zu ihnen senkrecht stehene Schenkel 20, die über Lenker 21 gelenkig mit der Kolbenstange
22 eines Druckmittelmotors 23 gekuppelt sind. Zwischen den Schenkeln 20 ist ein Anschlag
24 vorgesehen, der die Offenstellung der Klemme 16 festlegt. Durch Beaufschlagen des
Druckmittelmotors 23 werden die Klemmbacken 17 aufeinanderzu verschwenkt und gelangen
in Anlage an einen zwischen ihnen liegenden Abschnitt eines Abstandhalterrahmens und
halten diesen fest. Durch Verschwenken des Greifers 13 kann dann der Abstandhalterrahmen
um 90° verdreht werden.
[0028] Das Beschichten von Abstandhalterrahmen geht wie folgt vor sich:
[0029] Ein Abstandhalterrahmen wird händisch oder von einer geeigneten Zuführvorrichtung
auf den in Fig. 1 links liegenden Abschnitt des Transportbandes 11 aufgesetzt und
gegen die Stützrollen 8 angelegt. Das Transportband 11 und die mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit
angetriebenen Stützwalzen 8 fördern den Abstandhalterrahmen nach rechts, bis dessen
in Bewegungsrichtung gesehen vorderes Ende zwischen die Düsen 10 gelangt, wo es vom
vor- und zurückschiebbaren Anschlag 28 zunächst festgehalten wird (Fig. 4). Ganz kurze
Zeit, nachdem das Auspressen von Klebe- bzw. Dichtmasse aus den Düsen 10 beginnt,
wird der Anschlag zurückgezogen und der von den Anpreßrollen 12 gegen das Transportband
11 gedrückte Abstandhalterrahmen weiterbewegt, wobei dessen auf dem Transportband
11 aufliegender Abschnitt beschichtet wird. Sobald nun der in Bewegungsrichtung gesehen
hintere lotrechte Schenkel des Abstandhalterrahmens zu den Düsen 10 gelangt, wird
der Abstandhalterrahmen vom inzwischen wieder vorgeschobenen Anschlag 28 festgehalten
(Fig. 5). Nun werden durch Betätigung der Druckmittelmotore 23 die Klemmbacken 17
der beiden Klemmen 16 des Greifers 13 geschlossen und erfassen sowohl den auf dem
Transportband 11 aufliegenen Abschnitt als auch den oberhalb der Düsen 10 nach oben
ragenden Abschnitt des Abstandhalterrahmens. Sobald dies geschehen ist, wird durch
Betätigung des Druckkmittelmotors 6 der Rahmen 7 mit den Stützwalzen 8 nach hinten
gekippt, bis die Abstandhalterrahmen an den Stützwalzen 8 nicht mehr anliegen, sondern
nur mehr vom Greifer 13 gehalten werden. Nunmehr wird der Greifer 13 und mit ihm die
Abstandhalterrahmen um 90° in Richtung des Pfeils 27 in Fig. 1 verschwenkt, so daß
der nächste zu beschichtende Abschnitt des Abstandhalterrahmens auf dem Transportband
11 aufliegt und nach dem Lösen der Klemmen 16 sowie dem Vorkippen der Stützwalzen
8 beschichtet werden kann (Fig. 6 und 7). Während dieses Beschichtungsvorganges wird
der Greifer 13 wieder in seine in Fig. 1 gezeigte Ausgangslage zurückgeschwenkt.
[0030] Die soeben beschriebenen Vorgänge werden wiederholt, bis alle Abschnitte eines rechteckigen
oder quadratischen Abstandhalterrahmens beschichtet worden sind.
[0031] Es versteht sich, daß alle beschriebenen Tätigkeiten und Bewegungen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung auch automatisch unter Verwendung von der Förderbahn zugeordneten Annäherungsschaltern
gesteuert werden können. Dies gilt auch für die Einstellung der Schwenkgeschwindigkeit
des Greifers 13, die wie erwähnt, in Abhängigkeit von der Größe des Abstandhalterrahmens
gewählt wird.
[0032] Statt die Stützwalzen 8 während des Verdrehens der Abstandhalterrahmen nach hinten
abzukippen, besteht auch die Möglichkeit, die Stützwalzen 8 in entgegengesetzter Richtung
anzutreiben, so daß beim Verdrehen der Abstandhalterrahmen zwischen den Stützwalzen
8 und der auf die Abstandhalterrahmen aufgetragenen Klebe- bzw. Dichtmasse keine die
Beschichtung beschädigenden Scherkräfte auftreten. Bei dieser Ausführung kann die
Mechanik zum Abkippen des Stützwalzenfeldes entfallen.
[0033] Zur seitlichen Abstützung kann auch eine starre Stützwand, in der im Abstand über
dem Förderband 11 ein Transportband vorgesehen ist, verwendet werden. Dieses Transportband
wird beim Beschichten und beim An- und Abtransport der Abstandhalterrahmen vor die
Stützwand bewegt und gleich schnell wie das Förderband 11 angetrieben.
[0034] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist nun entweder die Lagerung der Wendevorrichtung
(Greifer 13) der Seite nach (parallel zur Förderrichtung) und der die Düsen 10 tragende
Düsenblock im Maschinengestell höhenverstellbar angeordnet oder die Lagerung der Wendevorrichtung
ist sowohl der Seite nach als auch der Höhe nach verstellbar. Zur Seiten- bzw. Höhenverstellung
können Stellmotore und/oder Druckmittelzylinder verwendet werden. Durch diese Verstellbarkeit
des Wendegreifers und/oder der Düsen kann die Lage der Schwenkachse des Greifers 13
zur Lage der Verbindungslinie der Düsenöffnungen verändert werden. Diese Relativverstellbarkeit
erlaubt es, die Düsen 10 und/oder die Abstandhalterrahmen so zu bewegen, daß die Düsenöffnungen
stets, d.h. auch im Bereich der gebogenen Ecken und auch während des Wendevorganges
den zu beschichtenden Seitenflächen des Abstandhalterrahmens gegenüberliegen. Dies
ist in den schematischen Fig. 4 bis 7 gezeigt. Somit kann der Abstandhalterrahmen
auch im Eckbereich mit Klebe- bzw. Dichtmasse beschichtet werden.
[0035] Für die Beschichtung im Bereich der gebogenen Rahmenecken genügt es, die die Zufuhr
von Klebe- bzw. Dichtmasse zu den Düsen 10 steuernden Ventile kurzfristig zu öffnen,
so daß im Eckbereich eine geringe Menge an Klebe- bzw. Dichtmasse aufgetragen wird.
[0036] Da die Klebe- bzw. Dichtmasse im Eckbereich u.U. über die Außenfläche des Abstandhalterrahmens
übersteht, können sich nach dem Verpressen der Isolierglasscheibe und dem Versiegeln
der Randfugen mit Versiegelungsmasse (z.B. Thiokol) unerwünschte Lufteinschlüsse ergeben.
Es können daher eine (oder mehrere) den Eckbereichen (oder wenigstens einem Eckbereich)
der Abstandhalterrahmen zugeordnete Rollen vorgesehen sein, welche die Klebe- und
Dichtmasse im Eckbereich radial nach innen drücken. Diese Rollen sind z.B. gewichtsbelastet
und folgen der Kontur des Abstandhalterrahmens im Eckbereich selbsttätig. Falls Abstandhalterrahmen
mit anders als ebenen Außenseiten verwendet werden (z.B. sogenannte Sparprofile),
dann sind entweder je zwei gleichachsige Rollen vorgesehen, die den beidseits des
Abstandhalterrahmens aufgebrachten Beschichtungen zugeordnet sind, oder die Rolle
ist entsprechend der Außenseite der den Abstandhalterrahmen bildenden Profilleiste
profiliert. Um die Form (Krümmung) der gebogenen Ecken zu erfassen, ist ein Sensor,
vorzugsweise ein Lichtleitfasersensor vorgesehen, der mit der Steuerung der Antriebe
für die Seiten- bzw. Höhenverstellung der Wendeeinrichtung und/oder der Düsen wirkverbunden
ist, so daß diese(r) so gesteuert wird, daß die Düsen den Seitenflächen des Abstandhalterrahmens
im Eckbereich auch während des Wendevorganges folgen.
[0037] Der weiter oben erwähnte Anschlag 28 zum Anhalten der Abstandhalterrahmen ist in
eine zweite Stellung vorschiebbar, in der er den Abstandhalterrahmen anhält, wenn
sich das Ende des geraden Abschnittes (das vordere bzw. das hintere Ende) eines Schenkels
des Abstandhalterrahmens zwischen den Düsen 10 befindet.
1. Vorrichtung zum Beschichten von Abstandhalterrahmen für Isolierglas, die einstückig
gebogene Ecken besitzen, mit Klebe- bzw. Dichtmasse mit zwei zu beiden Seiten einer
Förderbahn (11) für die Abstandhalterrahmen angeordneten Düsen (10) zum Auftragen
der Klebe- bzw. Dichtmasse auf die Seitenflächen der Abstandhalterrahmen, mit einer
oberhalb der Förderbahn (11) vorgesehenen, z.B. durch mehrere Stützwalzen (8) gebildeten
seitlichen Abstützung für die Abstandhalterrahmen, an der die von der Förderbahn (11)
nach oben ragenden Rahmenabschnitte wenigstens beim Beschichtungsvorgang anliegen
und mit einer Wendeeinrichtung (13, 14) zum Verdrehen der Abstandhalterrahmen um eine
quer zur Ebene der Abstandhalterrahmen verlaufende Achse, wobei die Lage der Öffnungen
der Düsen (10) zur Achse, um welche die Wendeeinrichtung (13, 14) schwenkbar ist veränderbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung der Wendeeinrichtung (13, 14) im Gestell
der Vorrichtung in Förderrichtung horizontal verstellbar ist und daß die Lagerung
der Wendeeinrichtung (13, 14) oder der die Düsen (10) tragende Bauteil im restell
der Vorrichtung vertikal (auf- und ab) verstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Sensoren, insbesondere
Lichtleitfasersensoren, vorgesehen sind, welche die Form der gebogenen Ecken des Abstandhalterrahmers
erfassen, und daß die Sensoren der Steuerung der Antriebe zum vertikalen Verstellen
der Düsen (10) und/oder der Wendeeinrichtung (13, 14) derart zugeordnet sind, daß
die Düsen (10) auch während des Wendens der Abstandhalterrahmen den Seitenflächen
derselben gegenüberliegend ausgerichtet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den Düsen (10)
zugeordneten Ventile, welche die Zufuhr von Klebe- bzw. Dichtmasse zu den Düsen (10)
regeln, während des Wendevorganges geöffnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
eine Rolle vorgesehen ist, die im Bereich der Rahmenecke(n) allenfalls über die Profilaußenfläche
vorstehende Klebe- bzw. Dichtmasse radial nach innen drückt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle eine der Form
der Außenfläche des Abstandhalterrahmens entsprechende Profilierung aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gleichachsig angeordnete
Rollen vorgesehen sind, von welchen je eine der auf einer Seite des Abstandhalterrahmens
aufgebrachten Klebe- bzw. Dichtmasse zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einem der Förderbahn zugeordneten,
vorzugsweise schräg zu ihr vor- und zurückschiebbaren Anschlag, der den Abstandhalterrahmen
vorübergehend hält, wenn das vordere bzw. hintere Ende eines Rahmenschenkels zwischen
den Düsen (10) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag auch in eine
Stellung vorschiebbar ist, in der er einen Abstandhalterrahmen vorübergehend anhält,
wenn das, bezogen auf die Förderrichtung, vordere bzw. hintere Ende des geraden Abschnittes
eines Schenkels des Abstandhalterrahmens zwischen den Düsen (10) angeordnet ist.
1. Apparatus for coating spacer frames for insulating glass, which have unitary bent
corners, with an adhesive or sealing substance, with two nozzles (10) for applying
the adhesive or sealing substance to the side surfaces of the spacer frames arranged
on the two sides of a conveyor path (11) for the spacer frames, a lateral support
for the spacer frames provided above the conveyor path (11), formed e.g. by a plurality
of support rollers (8), on which support the frame sections projecting upwardly from
the conveyor path (11) rest at least during the coating operation and with a turning
device (13, 14) for rotating the spacer frames about an axis running transverse to
the plane of the spacer frames, wherein the position of the openings of the nozzles
(10) relative to the axis about which the turning device (13, 14) can pivot is adjustable,
characterized in that the bearing of the turning device (13, 14) in the frame of the
apparatus is adjustable horizontally in the conveying direction and in that the bearing
of the turning device (13, 14) or the component carrying the nozzles (10) is adjustable
vertically (up and down) in the frame of the apparatus.
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that sensors, especially light
guide fibre sensors, are provided, which detect the form of the bent corners of the
spacer frame, and in that the sensors are so associated with the control of the drive
for the vertical adjustment of the nozzles (10) and/or of the turning device (13,
14) that the nozzles (10) are aligned even during the turning of the spacer frame
opposite the side surfaces of the same.
3. Apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that the valves associated
with the nozzles (10), which regulate the supply of adhesive or sealing substance
to the nozzles (10), are open during the turning operation.
4. Apparatus according to one of claims 1 to 3, characterized in that at least one
roller is provided, which presses radially inwardly any adhesive or sealing substance
projecting beyond the profile outer surface in the region of the frame corner(s).
5. Apparatus according to claim 4, characterized in that the roller has profiling
in the form of the outer surface of the spacer frame.
6. Apparatus according to claim 4, characterized in that there are provided two rollers
arranged coaxially, of which each is associated with the adhesive or sealing substance
applied to one side of the spacer frame.
7. Apparatus according to one of claims 1 to 6, with a stop associated with the conveyor
path, preferable displaceable forwards and backwards obliquely relative thereto, which
temporarily holds the spacer frame when the front or rear end of a frame arm is arranged
between the nozzles (10), characterized in that the stop is also movable into a position
in which it temporarily holds a spacer frame when the front or rear end, relative
to the conveyor direction, of the straight section of an arm of the spacer frame is
arranged between the nozzles (10).
1. Dispositif pour l'enduction d'intercalaires de vitrages isolants à angles pliés
d'une pièce, au moyen d'une masse d'adhésif et d'étanchéité, comportant deux buses
(10) pour l'application de la masse d'adhésif et d'étanchéité sur les faces latérales
de l'intercalaire, disposées de part et d'autre d'un chemin de transport (11) des
intercalaires, un appui latéral pour les intercalaires prévu au-dessus du chemin de
transport (11) et constitué par exemple de plusieurs galets d'appui (8), sur lequel
s'appuient les parties d'intercalaire s'étendant vers le haut à partir du chemin de
transport (11), au moins pendant le processus d'enduction, et un dispositif (13, 14)
pour tourner les intercalaires autour d'un axe perpendiculaire au plan des intercalaires,
la position des ouvertures des buses (10) par rapport à l'axe autour duquel le dispositif
(13, 14) pour tourner les intercalaires peut pivoter pouvant être modifiée, caractérisé
en ce que le dispositif (13, 14) pour tourner les intercalaires est monté sur le bâti
du dispositif avec possibilité de réglage horizontal dans la direction de transport
et en ce que le dispositif (13, 14) pour tourner les intercalaires ou l'élément supportant
les buses (10) est monté avec possibilité de réglage vertical (vers le haut et vers
le bas) sur le bâti du dispositif.
2. Dispositif selon la revendication 1 caractérisé en ce que des capteurs, notamment
des capteurs à fibres optiques, sont prévus, lesquels capteurs détectent la forme
des angles pliés de l'intercalaire, et en ce que les capteurs sont associés à la commande
des mécanismes pour le réglage vertical des buses (10) et/ou du dispositif (13, 14)
pour tourner les intercalaires de manière telle que les buses (10) soient situées
en regard des faces latérales des intercalaires, également pendant la rotation de
ceux-ci.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 caractérisé en ce que les vannes associées
aux buses (10), qui commandent l'arrivée de la masse d'adhésif et d'étanchéité aux
buses (10), sont ouvertes pendant le processus de rotation.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3 caractérisé en ce qu'il est prévu
au moins un galet qui refoule radialement vers l'intérieur, dans la région de l'angle/des
angles de l'intercalaire, la masse d'adhésif et d'étanchéité faisant éventuellement
saillie par rapport à la surface extérieure du profilé.
5. Dispositif selon la revendication 4 caractérisé en ce que le galet présente un
profil correspondant à la forme de la surface extérieure de l'intercalaire.
6. Dispositif selon la revendication 4 caractérisé en ce que deux galets coaxiaux,
associés chacun à la masse d'adhésif et d'étanchéité appliquée sur une face de l'intercalaire,
sont prévus.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6 comportant une butée associée au
chemin de transport, de préférence pouvant se déplacer vers l'avant et vers l'arrière,
en biais par rapport à celui-ci, qui arrête momentanément l'intercalaire lorsque l'extrémité
avant ou l'extrémité arrière d'un intercalaire est située entre les buses (10), caractérisé
en ce que la butée peut être déplacée vers une position dans laquelle elle arrête
momentanément un intercalaire, lorsque l'extrémité avant ou l'extrémité arrière, par
rapport à la direction de transport, de la partie rectiligne d'un côté de l'intercalaire
est située entre les buses (10).