[0001] Die Erfindung betrifft eine Sportpistole mit einem in eine im wesentlichen prismatische,
eine Unterfläche und eine zu dieser rechtwinkelige Rückfläche aufweisende Ausnehmung
eines Griffstückes eingreifenden und darin durch eine von der Unterseite des Griffstückes
aufwärts führende Befestigungsschraube gegehaltenen Gehäuse.
[0002] Bei sportlichen Wettkämpfen muß meist eine Vielzahl von Schüssen in einer bestimmten
Zeitspanne abgegeben werden, was für den Schützen eine ziemliche körperliche Belastung
mit sich bringt. Es ist daher anzustreben, daß der Schütze die Pistole beim Schießen
ohne Verspannung oder Verkrampfung seinen körperlichen Verhältnissen entsprechend
halten kann. Dabei soll der Pistolenlauf mit dem Unterarm etwa in einer Linie liegen
und es muß, um Verkantungsfehler zu vermeiden, die Hand gegenüber dem Unterarm eine
bestimmte Drehstellung einnehmen. Das Maß des Abwinkelns der Hand gegenüber dem Unterarm
bzw. der durch den Lauf bestimmten Geraden und der Verdrehung der Hand zur Vermeidung
von Verkantungsfehlern ist aber nicht bei allen Schützen gleich, da es von den körperlichen
Gegebenheiten abhängt. Um also beim Schießen eine möglichst natürliche, d.h. bequeme
und wenig ermüdende Handhaltung zu erreichen, sollte für jeden Schützen eine besondere
Relativstellung von Griffstück und Gehäuse vorhanden sein.
[0003] Bei einer aus der Praxis bekannten Sportpistole der eingangs geschilderten Art ist
das Griffstück mit dem Gehäuse starr verbunden, d.h. es läßt sich die gegenseitige
Stellung der beiden Teile nicht verändern und somit auch keine optimale Lagerung der
Pistole in der Hand des Schützen erreichen. Es ist auch schon bekannt, an der rechten
Seite des Griffstückes einer für einen Rechtshänder bestimmten Sportpistole eine leistenförmige
Handkantenauflage vorzusehen und diese am Griffstück in Richtung aufwärts zum Lauf
hin verstellbar zu befestigen, womit aber nur eine Anpassung an verschiedene Breiten
der Schützenhand erzielbar ist, jedoch kein Einfluß auf die Lage der Hand beim Schießen
genommen werden kann.
[0004] Bekannt ist weiters eine Sportpistole (DE-A-2512027), bei der das Griffstück ebenfalls
durch eine von seiner Unterseite aufwärts führende Befestigungsschraube gehalten wird,
wobei aber das Griffstück um eine fiktive Normalachse zur Längsmittelebene schwenkbar
und zusätzlich um die Längsachse dieser Befestigungsschraube auch seitlich verdrehbar
ist. Zur gegenseitigen Festlegung von Griffstück und Gehäuse in den verschiedenen
Relativstellungen dienen jedoch nur Klemmschrauben, die kaum wiederholbare Einstellungen
erlauben, wozu noch kommt, daß ein geringes Kippen des Griffstückes um die Laufachse
überhaupt nicht möglich ist.
[0005] Ferner ist ein um die Normalachse zur Längsmittelebene drehbares Griffstück aus der
DE-A-2237480 bekannt, wobei das Gehäuse zwei Seitenzapfen aufweist, die in Ausnehmungen
des zweiteiligen Griffstückes gelagert sind. Die Feststellung des Griffstückes gegenüber
dem Gehäuse erfolgt wieder mit Hilfe von Klemmschrauben, die das Gehäuse durchsetzen
und die beiden Griffstückteile gegeneinander bzw. gegen das zwischen ihnen befindliche
Gehäuse pressen. Nachteilig ist, daß das Griffstück nur in der Längsmittelebene verschwenkt
werden kann. Eine andere Befestigungsmöglichkeit des schwenkbaren Griffstückes, nämlich
über ein Kugelgelenk, stellt zwar eine Einstellbarkeit des Griffstückes in verschiedenen
Richtungen dar, ist aber ebenfalls ungünstig, weil es kaum möglich ist, bei einem
Kugelgelenk reproduzierbar, z.B. zu einem späteren Zeitpunkt, dieselbe Griffeinstellung
vorzunehmen.
[0006] Aus der EP-A-230528 ist schließlich eine Sportpistole mit einem in eine Ausnehmung
eines Griffstückes eingreifenden und darin durch eine von dem unteren Bereich des
Griffstückes aufwärts führende Befestigungsschraube gehaltenen Gehäuse bekannt, bei
der die Befestigungsschraube schräg bezüglich der Unter- und Rückfläche an einem im
Gehäuse um eine Normalachse zur Längsmittelebene drehbar gelagerten Teil angreift.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Sportpistole der eingangs geschilderten
Art zu schaffen, die eine weitgehende Anpassung an die natürliche Handhaltung des
Schützen gewährleistet und auch wiederholbare Einstellungen ermöglicht.
[0008] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß das Gehäuse in der Ausnehmung
seitlich, unterseitig sowie rückseitig Spiel besitzt und sich an der Unter- und Rückfläche
der Ausnehmung über je zwei beiderseits der Längsmittelebene des Gehäuses angeordnete
Stellschrauben abstützt, wobei die Befestigungsschaube schräg bezüglich der Unter-
und Rückfläche an einem im Gehäuse um eine Normalachse zur Längsmittelebene drehbar
gelagerten Teil angreift und in einem sich zum Gehäuse hin weitenden Durchlaß des
Griffstückes angeordnet ist.
[0009] Mit Hilfe der gegen die Unterfläche der Ausnehmung gerichteten Stellschrauben kann
im Zusammenhang mit der Befestigungsschraube die Höhenlage des Griffstückes gegenüber
dem Gehäuse verändert werden. Die nach hinten gerichteten Stellschrauben ermöglichen
eine Neigung des Gehäuses gegenüber dem Griffstück parallel zur Längsmittelebene,
aber auch zu einer Schrägstellung gegenüber der Laufrichtung. Werden die Stellschrauben
nur an einer Seite verstellt, ergibt sich ein Kippen des Gehäuses in bezug auf das
Griffstück nach der einen oder anderen Seite, um beispielsweise trotz Schräglage der
Hand eine Verkantung zu vermeiden. Es ist also eine Veränderung der Relativstellung
von Gehäuse und Griffstück nach allen Seiten erreichbar, was dadurch ermöglicht wird,
daß das Gehäuse in der Ausnehmung des Griffstückes entsprechendes Spiel besitzt, die
Befestigungsschraube an einem drehbaren Gehäuseteil angreift und selbst einen sich
zum Gehäuse hin weitenden Durchlaß durchsetzt. Die erfindungsgemäße Sportpistole ist
demnach an die besonderen körperlichen Gegebenheiten jedes Schützen optimal anpaßbar,
wobei es durch Abzählen der Schraubenwindungen der Stellschrauben möglich ist, eine
hinreichend genaue reproduzierbare Einstellung des Griffstückes zu erreichen.
[0010] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,
und zwar zeigen
- Fig. 1
- die erfindungswesentlichen Teile einer Sportpistole im Schnitt durch das Griffstück
quer zur Laufrichtung und
- Fig. 2
- einen Längsschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.
[0011] Das Griffstück 1 einer Sportpistole weist eine im wesentlichen prismatische Ausnehmung
2 auf, in die das Gehäuse bzw. ein Gehäuseansatz 3 eingreift. Zur Befestigung des
Gehäuses im Griffstück bzw. des Griffstückes am Gehäuse dient eine von der Unterseite
des Griffstückes 1 aufwärts führende Befestigungsschraube. Das Gehäuse bzw. der Gehäuseansatz
3 hat in der Ausnehmung 2 seitlich, unterseitig und rückseitig Spiel. Zur Abstützung
des Gehäuses bzw. Gehäuseansatzes 3 an der Unter- und Rückfläche 5, 6 der Ausnehmung
2 dienen Stellschrauben 7, 8 die jeweils beiderseits der der Schnittlinie II-II entsprechenden
Längsmittelebene des Gehäuses bzw. Gehäuseansatzes 3 angeordnet sind.
[0012] Das Muttergewinde für die Befestigungsschraube 4 ist in einem zur Längsmittelebene
normalen, im Gehäuse bzw. Gehäuseansatz 3 drehbar gelagerten Bolzen 9 vorgesehen.
Um die allseitige Verstellbarkeit des Gehäuses bzw. des Gehäuseansatzes 3 gegenüber
dem Griffstück 1 zu ermöglichen, ist ferner die Befestigungsschraube 4 in einem sich
zum Gehäuse 3 hin weitenden Durchlaß 10 des Griffstückes 1 angeordnet.
1. Sportpistole mit einem in eine im wesentlichen prismatische, eine Unterfläche (5)
und eine zu dieser rechtwinkelige Rückfläche (6) aufweisende Ausnehmung (2) eines
Griffstückes (1) eingreifenden und darin durch eine von der Unterseite des Griffstückes
(1) aufwärts führende Befestigungsschraube (4) gehaltenen Gehäuse (3), dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (3) in der Ausnehmung (2) seitlich, unterseitig sowie rückseitig
Spiel besitzt und sich an der Unter- und Rückfläche (5, 6) der Ausnehmung (2) über
je zwei beiderseits der Längsmittelebene des Gehäuses (3) angeordnete Stellschrauben
(7, 8) abstützt, wobei die Befestigungsschraube (4) schräg bezüglich der Unter- und
Rückfläche (5, 6) an einem im Gehäuse (3) um eine Normalachse zur Längsmittelebene
drehbar gelagerten Teil (9) angreift und in einem sich zum Gehäuse (3) hin weitenden
Durchlaß (10) des Griffstückes (1) angeordnet ist.
1. A sports pistol comprising a housing (3), which extends into a substantially prismatic
recess (2) that is formed in a grip (1) and has a bottom surface (5) and a rear surface
(6) extending at right angles thereto, and which housing is held in said recess by
means of a fixing screw (4) that extends upwardly from the bottom of the grip (1),
characterised in that the housing (3) defines clearances with the side faces the bottom
surface and the rear surface of the recess (2) and is supported on each of the bottom
and rear surfaces (5, 6) of the recess (2) by two adjusting screws (7, 8), which are
disposed on opposite sides of the longitudinal centre plane of the housing (3), and
the fixing screw (4) is oblique to the bottom and rear surface (5, 6) and engages
a member (9), which is rotatably mounted in the housing (3) on an axis which is normal
to the longitudinal centre plane and is disposed in a passage (10) which is formed
in the grip (1) and flares towards the housing (3).
1. Pistolet de sport avec une carcasse (3) s'engageant dans un évidement (2) d'une
poignée (1), essentiellement prismatique, présentant une face inférieure (5) et une
face arrière (6) perpendiculaire à cette dernière, cette carcasse étant tenue dans
l'évidement par une vis de fixation (4) dirigée vers le haut à partir de la face inférieure
de la poignée (1), caractérisé en ce que la carcasse (3) a dans l'évidement (2) du
jeu en sens latéral, vers le bas, ainsi que vers l'arrière, et prend appui respectivement
sur la face inférieure (5) et sur la face arrière (6) de l'évidement (2) au moyen
de deux vis de réglage (7, 8) disposées de part et d'autre du plan médian longitudinal
de la carcasse (3), la vis de fixation (4) agissant obliquement par rapport à la face
inférieure (5) et à la face arrière (6) sur une pièce (9) montée dans la carcasse
(3) pour pouvoir tourner autour d'un axe perpendiculaire au plan médian longitudinal
et étant disposée dans un passage (10) ménagé de la poignée (1) qui va en s'élargissant
en direction de la carcasse (3).