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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
23.03.1988 DE 3809702
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.09.1989 Patentblatt 1989/39 |
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Patentinhaber: INA Wälzlager Schaeffler KG |
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91063 Herzogenaurach (DE) |
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Erfinder: |
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- Geheeb, Norbert, Dipl.-Chem.Dr.
D-8600 Bamberg (DE)
- Mayer, Ernst, Dipl.-Ing.Dr.
D-8521 Grossenseebach (DE)
- Köhler, Uwe, Dipl.-Ing.
D-7042 Aidlingen 2 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 425 653
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GB-A- 1 044 692
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 11, Nr. 330 (M-636)[2777], 28. Oktober 1987; & JP-A-62
111 106 (HITACHI LTD) 22-05-1987
- AUTOMOTIVE ENGINEERING, Band 94, Mai 1986, Seiten 40-45, Society of automotive Engineers,
Inc., Dallas, Texas, US; "Valve gear materials: An overview"
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 9, Nr. 103 (M-377)[1826], 8. Mai 1985, Seite 153 M
377; & JP-A-59 229 009 (TOYOTA JIDOSHA K.K.) 22-12-1984
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Bauteil im Ventilsteuertrieb einer Brennkraftmaschine,
gegen dessen Oberfläche ein Steuernocken anläuft, insbesondere einen Tassenstößel,
wobei auf die Oberfläche, gegen die der Steuernocken anläuft, eine metallische Beschichtung
mit einer Schichtdicke von maximal 5 µm aufgebracht ist.
[0002] Bei derartigen bekannten Bauteilen, insbesondere auch bei den neuerdings häufig verwendeten
Tassenstößeln, stellt man fest, daß an der Fläche, an welcher der Steuernocken anläuft,
auch unter günstigen Schmierbedingungen starker Verschleiß auftritt. Man hat versucht,
dagegen anzugehen, indem man dieser Oberfläche z.B. durch Phosphatieren oder Cadmieren
günstigere Gleiteigenschaften gegeben hat. Man hat auch bereits vorgeschlagen, diese
Oberflächen mit einer weichen Metallschicht, z.B. aus Kupfer, Zinn oder Blei mit einer
Schichtdicke von wenigen µm zu versehen (GB-A-1044692). Alle diese Maßnahmen hatten
jedoch nur geringen, insbesondere zeitlich eingeschränkten Erfolg.
[0003] Es wurde auch vorgeschlagen, die Ventilschäfte von Steuerventilen zur Verschleißminderung
mit einer Chromschicht zu versehen (Automotive Engineering, Band 94, Mai 1986, Seiten
40-45, Society of Automotive Engineers, Inc., Dallas, Texas, US; "Valve gear materials:
An over-view"). Auch an den Oberflächen, gegen die der Steuernocken anläuft, hat man
durch Hartverchromen versucht, den Verschleiß zu verringern, denn es war bekannt,
daß Hartchromschichten sehr günstige Verschleißeigenschaften besitzen. Man hat dazu
die für Hartchrom bewährten Schichtdicken von 10 µm und mehr aufgetragen. Die einschlägige
Literatur nennt für Hartchromschichten Schichtdicken von 10 µm bis zu mehreren mm
("Galvanisierte Produkte" Gütesicherung RAL-RG 660, Teil 1 und Teil 2, Ausgabe November
1986, Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung). Diese sonst erfolgreiche
Oberflächenbeschichtung brachte in der Praxis keinen Erfolg, weil die Chromschicht
nach relativ kurzer Betriebsdauer abplatzte und damit den Verschleiß zusätzlich beschleunigte.
Das Abplatzen der Chromschicht ist darauf zurückzuführen, daß die Oberfläche, auf
die sie aufgebracht wurde, insbesondere der Boden von Tassenstößeln im Betrieb Durchbiegungen
einer Größenordnung erleidet, welche eine bekannte Hartchromschicht nicht unbeschädigt
mitmachen kann. Es kommt deshalb zu Rissen und Abplatzungen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für derartige Bauteile eine Oberflächenbeschichtung
vorzuschlagen, die neben günstigem Verschleißverhalten auch hohe Biegedauerfestigkeit,
Druckfestigkeit und damit lange Lebensdauer des Bauteiles gewährleistet.
[0005] Nach der Erfindung wird dieses Ziel dadurch erreicht, daß die Beschichtung eine Chromschicht
mit einer Schichtdicke von vorzugsweise 2,5 µm ist, die aus mehreren nacheinander
aufgebrachten Lagen besteht, von denen wenigstens die erste unmittelbar auf den Werkstoff
des Bauteils aufgebrachte Lage mikrorißfrei ist, und die letzte Lage Mikrorisse aufweist.
Die Praxis hat gezeigt, daß eine derartige Schicht in der Lage ist, die an dem Bauteil,
insbesondere am Boden eines Tassenstößels, auftretenden Verformungen und Drücke an
den Stellen der Krafteinleitung zu ertragen, ohne daß schädliche Einflüsse auf die
Lebensdauer der Chromschicht wirksam werden. Es wurden vielmehr im Versuch Standzeiten
festgestellt, die weitaus höher lagen, als bei herkömmlichen Tassenstößeln ohne Oberflächenbehandlung.
[0006] Als besonders zweckmäßig hat es sich gezeigt, wenn die zuletzt aufgebrachte Lage
wenigstens 600 Risse/cm aufweist.
[0007] Zweckmäßigerweise läßt sich die mikrorißfreie erste Lage durch elektrolytische Metallbscheidung
(galvanisch) mit einer Stromdichte von ungefähr 15 A/dm² aufbringen, während die äußere,
wenigstens 600 Risse/cm aufweisende Lage galvanisch mit einer Stromdichte von weniger
als 15 A/dm² aufgebracht werden kann.
[0008] Um die Gefahr einer durch Wasserstoff verursachten Schädigung des Grundwerkstoffs
zu vermindern, wird das mit Chrom fertig beschichtete Bauteil nach dem Galvanisieren
zweckmäßigerweise erwärmt und vier Stunden lang auf einer Temperatur von ungefähr
120°C gehalten, bevor man es an der Luft abkühlen läßt.
[0009] In der Zeichnung ist ein Ventiltrieb mit einem Tassenstößel im Längsschnitt dargestellt:
[0010] In einer Bohrung 1 des Zylinderkopfes 2 ist der Tassenstößel 3, der in bekannter
Weise ein hydraulisches Ventilspielausgleichselement enthält, längsverschieblich gelagert.
Auf dem ebenen Boden 4 des Tassenstößels 3 läuft der Steuernocken 5 an, während der
Tassenstößel andererseits gegen den Schaft 6 eines Steuerventiles anliegt. Der Boden
4 des Tassenstößels 3 ist erfindungsgemäß mit einer dünnen Chromschicht 7 versehen.
1. Bauteil im Ventilsteuertrieb einer Brennkraftmaschine, gegen dessen Oberfläche
(4) ein Steuernocken (5) anläuft, insbesondere Tassenstößel (3), wobei auf die Oberfläche
(4), gegen die der Steuernocken (5) anläuft, eine metallische Beschichtung mit einer
Schichtdicke von maximal 5 µm aufgebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung eine Chromschicht (7) mit einer Schichtdicke von vorzugsweise
2,5 µm ist, die aus mehreren nacheinander aufgebrachten Lagen besteht, von denen wenigstens
die erste unmittelbar auf den Werkstoff des Bauteils aufgebrachte Lage mikrorißfrei
ist, und die letzte Lage Mikrorisse aufweist
2. Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zuletzt aufgebrachte Lage wenigstens 600 Risse/cm aufweist.
1. Component in the valve control gear of an internal combustion engine, against the
surface (4) of which component, in particular a cup tappet (3), there runs a control
cam (5), a metallic coating with a maximum coating thickness of 5 µm being applied
to the surface (4) contacted by the control cam (5), characterized in that the coating
is a chromium coating (7) with a coating thickness of preferably 2.5 µm which consists
of several successively applied layers of which at least the first layer applied directly
to the material of the component is free of microcracks, and the last layer contains
microcracks.
2. Component according to claim 1, characterized in that the last layer applied contains
at least 600 craks/cm.
1. Composant dans la commande de soupape d'un moteur à combustion interne, composant,
en particulier un poussoir à cloche (3), dont la surface (4) est contactée par une
came de commande (5), un revêtement métallique d'une épaisseur de revêtement de 5
µm au maximum étant appliqué à cette surface contactée (4) par la came de commande
(5), caractérisé en ce que le revêtement est un revêtement en chrome (7) avec une
épaisseur de 2,5 µm de préférence, qui est constitué de plusieurs couches successivement
appliquées, dont au moins la première couche appliquée directement au matériau du
composant est exempte de microfissures et dont la dernière couche comprend des microfissures.
2. Composant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la dernière couche qu'on
applique comprend au moins 600 fissures/cm.