[0001] Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugkran mit einem an dessen Oberwagen bzw. der
Drehbühne angelenkten Teleskopausleger, der durch einen an diesem und der Drehbühne
angelenkten Wippzylinder wippbar ist, mit einem auf der Rückseite des Teleskopauslegers
im mittleren Bereich seines Grundkastens schwenkbar angelenkten Abspannbock, an dessen
äußerem Ende im Abstand voneinander zwei Seilrollen mit fluchtenden Achsen gelagert
sind, mit einer im Bereich des oberen Endes des Teleskopauslegers angeordneten Umlenk-Seilrolle
und mit einer Winde, deren Seil zur Abspannung des Teleskopauslegers über die eine
Seilrolle des Abspannbocks zu der oberen Umlenk-Seilrolle und zurück über die andere
Seilrolle des Abspannbocks zu ihrem Festpunkt verläuft.
[0002] Bei einem aus der DE-OS 31 13 763 bekannten Fahrzeugkran dieser Art befinden sich
die Winde und der Festpunkt des Seils auf gegenüberliegenden Seiten des Teleskopauslegers
etwa in der den Abspannbock mit dem Teleskopausleger verbindenden Schwenkachse. Der
Abspannbock selbst ist gegenüber dem Teleskopausleger durch in ihrer Länge unveränderbare
Seile abgespannt, die von den äußeren Enden des Abspannbockes zu dem Fußpunkt des
Grundkastens des Teleskopauslegers verlaufen. Um jedoch den Abspannbock zusätzlich
über diese Seile spannen zu können, können diese an der Kolbenstange eines am Fußpunkt
des Grundkastens angelenkten Zugzylinders befestigt sein.
[0003] Die Abspannung des Teleskopauslegers des aus der DE-OS 31 13 763 bekannten Fahrzeugkrans
ist verhältnismäßig aufwendig, da diese nicht nur durch das von der Winde spannbare
Seil, sondern zusätzlich auch durch fest installierte, in ihrer Länge unveränderbare
Seile erfolgt, die zusätzlich noch über einen Hydraulikzylinder gespannt werden können.
Weiterhin ist bei dem bekannten Fahrzeugkran eine Regelung der Windenanordnung in
Abhängigkeit von der Länge des Auslegers und/oder der Belastung und/oder dem Auslegerwinkel
erforderlich, der zusätzlichen Aufwand erfordert.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Fahrzeugkran der eingangs angegeben Art
mit einem einfacher abgespannten Teleskopausleger zu schaffen.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Fahrzeugkran der gattungsgemäßen Art
dadurch gelöst, daß die Winde und der Festpunkt des Seils auf gegenüberliegenden
Seiten des Teleskopauslegers im Bereich von dessen Schwenkachse angeordnet sind und
daß der Abspannbock durch eine hydraulischen Kolben-Zylinder-Einheit gehalten ist,
die einerseits an dem Abspannbock oberhalb von dessen Schwenkachse und andererseits
an dem Grundkasten im mittleren Bereich zwischen den Schwenkachsen des Abspannbocks
und des Teleskopauslegers angelenkt ist.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Fahrzeugkran läßt sich nach oder während des Aufrichtens
und Ausfahrens des Teleskopauslegers der Abspannbock durch die Kolben-Zylinder-Einheit
aufrichten, der somit neben seiner Funktion als Haltezylinder auch als Aufrichtzylinder
dient. Die Abspannung des Teleskopauslegers erfolgt nur über die Winde, so daß die
Beseilung und Seilführung insgesamt vereinfacht ist.
[0007] Die Winde und der Festpunkt des Seils können an der Drehbühne angeordnet sein. Dabei
sind dann der Festpunkt und die Winde so anzuordnen, daß bei einem Wippen des Auslegers
möglichst keine oder nur geringe auszugleichende Seillängen entstehen, die im Bereich
der Elastizität des Seils und der Auslegerkonstruktion liegen.
[0008] Durch ein Wippen entstehende, auszugleichende Seillängen können vermieden werden,
wenn die Winde und der Festpunkt des Seils unmittelbar an dem Grundkasten des Teleskopauslegers
angeordnet werden.
[0009] Der Festpunkt des Seils am Grundkasten des Teleskopauslegers oder an der Drehbühne
ist grundsätzlich so zu wählen, daß das Seil zu diesem in etwa gleicher Richtung verläuft
wie das von der Winde ablaufende Seil. Dadurch wird der wirksame durch den Abspannbock
gebildete Hebelarm in Bezug auf den Anlenkpunkt des Abspannbockes groß, so daß große
nach rückwärts gerichtete Drehmomente erzeugt werden.
[0010] Zweckmäßigerweise wird die Geometrie so gewählt, daß der untere der beiden Winkel
zwischen den Seilen und dem Abspannbock kleiner ist als der obere. Diese Wahl der
Winkel ergibt eine an dem freien Ende des Abspannbockes wirkende Kraftkomponente,
die die diesen haltende Kolben-Zylinder-Einheit auf Zug beansprucht. Diese Winkelverhältnisse
lassen sich allerdings dann nicht immer erreichen, wenn der Teleskopausleger nur auf
eine kürzere Länge ausgefahren ist.
[0011] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist die Winde mit einer einstellbaren
Bremse versehen, die die Windenkraft auf ein vorbestimmtes Drehmoment begrenzt und
unter Aufrechterhaltung dieses Drehmoments durchrutscht, wenn dieses über schritten
wird. Das an der Bremse eingestellte Drehmoment begrenzt somit die höchste auf das
Seil wirkende Kraft. Wird diese Kraft überschritten, wird die über diese hinausgehende
Belastung von dem Teleskopausleger aufgenommen, der zur Aufnahme von Biegemomenten
ausgelegt ist.
[0012] Als eine das Windendrehmoment begrenzende Bremse kann eine federbelastete Bremse
vorgesehen sein.
[0013] Als eine das Windendrehmoment begrenzende Bremse kann eine federbelastete Bremse
vorgesehen sein.
[0014] Nach einer erfinderischen Weiterbildung ist vorgesehen, daß das Abspannseil zwischen
zwei Seilrollen des Abspannbocks unter schlaufenartiger Einscherung über eine Umlenk-Spannrolle
läuft, die am unteren Bereich des Abspannbocks befestigt ist. Dabei erhält die Umlenk-Spannrolle
eine elastische Vorspannung, die in der Weise auf das System abgestimmt ist, daß bei
entsprechend großem Seilzug die Spannrolle in Richtung auf die Seilrollen des Abspannbocks
ausgezogen wird. Sollte sich daher aufgrund der Geometrie der Einscherung des Abspannseils
die Seillänge beispielsweise beim Wippen des Auslegers ändern, weil entsprechend des
Wippwinkels eine kleine Seillänge von der Spannwindentrommel auf- oder abgewickelt
wird, wird die entsprechende Änderung der Seilzugkraft durch die Spannrolle ausgeglichen.
[0015] Grundsätzlich ist die Geometrie so gewählt, daß auch bei einem Wippen des Auslegers
keine größeren Änderungen der Spannung im Abspannseil entstehen, weil der Festpunkt
des Abspannseils so weit hinter dem Drehpunkt angeordnet ist, daß sich eine Seilverkürzung
im wesentlichen ausgleicht. Änderungen der Länge des Abspannseils werden daher aufgrund
der erfindungsgemäßen Einscherung des Abspannseils durch die Wahl des Seilfestpunktes
kompensiert, so daß eine unerwünschte Wickelwirkung der Trommel der Abspannwinde beim
Wippen kompensiert wird.
[0016] Kleine dennoch nicht durch die gewählte Geometrie vermiedene Änderungen der Länge
des Abspannseils können zusätzlich durch die Spannrolle ausgeglichen werden. Eine
Regelung der Spannung des Abspannseils durch die Winde des Abspannseils selbst ist
somit nicht erforderlich.
[0017] Die Lagerung der Umlenkspannrolle kann entgegen Ihrer Auszugsrichtung von einer Feder
beaufschlagt sein.
[0018] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Umlenkspannrolle
an einer Kolbenstange eines Zylinders gelagert ist, deren Zylinderkammer entgegen
der Auszugsrichtung der Umlenkspannrolle von einem Druckgasspeicher beauschlagt ist.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In dieser zeigt
Fig.1 eine Seitenansicht des Fahrzeugkrans im zusammengeschobenen und abgeklappten
Transportzustand,
Fig.2 eine Draufsicht auf den Fahrzeugkran nach Fig. 1,
Fig.3 eine Seitenansicht des Fahrzeugkrans im aufgerichteten Betriebszustand
Fig.4 eine Rückansicht des Fahrzeugkrans nach Fig.3.,
Fig.5 eine der Fig.3 entsprechende Seitenansicht des Fahrzeugkrans mit einer am Abspannbock
gelagerten Umlenk-Spannrolle für das Abspannseil,
Fig.6 eine Draufsicht auf die Einscherung des Abspannseils,
Fig.7 die Einscherung des Abspannseils in schematischer perspektivischer Darstellung
und
Fig.8 ein Kraft-Weg-Diagramm der die Umlenk-Spannrolle beaufschlagenden Feder.
[0020] Der Fahrzeugkran besteht aus einem Unterwagen 1 mit mehreren angetriebenen Achsen,
von denen 6 Achsen in der aus Fig.2 ersichtlichen Weise lenkbar sind. Auf dem Unterwagen
1 ist in bekannter und daher nicht näher beschriebener Weise eine Drehbühne 2 angeordnet.
Auf der Drehbühne 2 ist der Grundkasten 3 des Teleskopauslegers 4 in einer entsprechenden
Haltekonstruktion um die Achse 5 schwenkbar gelagert. Weiterhin befinden sich auf
der Drehbühne 2 die Winde 6 zur Abspannung des Auslegers 4 und die Hubwinde 7. Die
Kabine 8 für den Kranführer ist in der dargestellten Weise an der Drehbühne 2 befestigt,
und zwar in Fig.1 für den Straßentransport nach unten geklappt und in Fig.3 im Betriebszustand.
Der Wippzylinder 9 ist an der Drehbühne 2 angelenkt und deren Kolbenstange ist im
Gelenk 10 mit dem Grundkasten 3 gelenkig verbunden. Mit dem Grundkasten 3 ist der
Abspannbock schwenkbar verbunden, der auf der Querachse 12 des Grundkastens 3 gelagert
ist. An den oberen Enden der seitlichen Holme des Abspannbocks 11 sind Seilrollen
13,14 gelagert. Zum Aufrichten und Halten ist die Kolbenstange eines Hydraulikzylinders
16 im Gelenk 17 gelenkig mit dem Abspannbock 11 verbunden, während der Hydraulikzylinder
16 durch das Gelenk 18 mit dem Grundkasten 3 gelenkig verbunden ist. Aus dem Grundkasten
3 sind die Auslegerschüsse 20,21,23, die ebenfalls aus kastenförmigen Profilen bestehen,
in bekannter Weise austeleskopierbar. Mit dem Auslegerkopf 24 des obersten Auslegerschusses
23 sind Seile 25 verbunden, die an ihrem unteren Ende eine Unterflasche 26 mit zwei
Umlenk-Seilrollen tragen.
[0021] Von der Winde 6 läuft im montierten Zustand in der aus den Fig.3 und 4 ersichtlichen
Weise das Abspannseil 28 über die Seilrolle 13 zu den Seilrollen der Unterflasche
26 und zurück über die Seilrolle 14 zu dem Festpunkt 29 an der Drehbühne 2. Die Winde
6 und der Festpunkt 29 sind im Bereich der Schwenkachse 5 in der aus Fig. 4 ersichtlichen
Weise an dem Oberwagen 2 angeordnet. Der Abstand der Seiltrommel der Winde 6 von dem
Festpunkt 29 entspricht in etwa dem Abstand der Seilrollen 13,14 an den äußeren Enden
der seitlichen Holme des Abspannbocks 11, so daß weitgehend eine Gerad- und Parallelführung
des Abspannseils 28 gewährleistet ist.
[0022] Der Verlauf des Hubseils 30 ist üblicher Art und wird daher nicht erläutert.
[0023] Nach dem Aufrichten und Ausfahren des Teleskopauslegers 4 wird das Abspannseil 28
durch die Winde 6 zunächst auf eine geringe Kraft, beispielsweise 0,5-1 t, vorgespannt.
Anschließend wird die Windenbremse geschlossen, so daß die Vorspannung des Abspannseils
28 erhalten bleibt. Während des Kranbetriebes ergibt sich aufgrund der auf den Teleskopausleger
wirkenden Hubkräfte, die diesen zu verbiegen trachten, eine Erhöhung der Spannung
des Abspannseils 28. Wird die höchste Seilspannung durch die Bremse beispielsweise
auf 20 t eingestellt, rutscht die Bremse durch, wenn die Spannkraft beider Seiltrume
in Höhe von insgesamt 40 t überschritten wird. Wird das eingestellte Drehmoment der
Winde überschritten, wird von dieser die zusätzlich benötigte Seillänge abgezogen.
Der Ausleger biegt sich infolgedessen elastisch durch und nimmt die überschießende
Kraft, die das Abspannseil aufgrund der Drehmomentbegrenzung der Winde nicht mehr
aufnimmt, durch elastische Verformung auf. Im Teleskopausleger bauen sich somit entsprechende
Biegespannungen auf, die der überschießenden Kraft entsprechen.
[0024] Eine erneute Vorspannung des eventuell nach einem Lastfall schlaff gewordenen Abspannseiles
28 ist grundsätzlich nur dann nötig, wenn die Geometrie geändert worden ist, beispielsweise
durch Veränderung der Auslegerlänge.
[0025] Wie aus Fig.1 ersichtlich ist, ist der Abspannbock 11 auf dem Grundkasten 3 des Teleskopauslegers
derart angeordnet und befestigt, daß im abgelegten Zustand die zulässige Durchfahrtshöhe
nicht überschritten wird.
[0026] Beim oder nach dem Aufrichten des Teleskopauslegers wird der Abspannbock 11 durch
den Hydraulikzylinder 16 in seine Betriebsstellung aufgestellt. Hierbei ist die Bremse
der Winde 6 offen und der Antriebsmotor auf Umlauf geschaltet. Zweckmäßigerweise wird
allerdings ein kleiner Innendruck des Antriebsmotors aufrechterhalten, so daß beim
Aufstellen und Aufrichten das Abspannseil nicht schlaff wird.
[0027] Der Abspannbock 11 ist nicht durch feste Abspannseile, sondern nur durch den Hydraulikzylinder
16 gehalten, der dessen Stabilität gewährleistet.
[0028] Der Winkel zwischen dem Abspannbock und Abspannseil nach hinten ist kleiner als der
nach vorne, so daß unter Belastung der Abspannbock nach vorne kippen möchte. Dadurch
wird der Zylinder 16 auf Zug beansprucht. Da der Hydraulikzylinder 16 mit seiner Kolbenstange
auf dem äußeren Anschlag steht, kann der Abspannbock nicht weiterwandern.
[0029] Wird der Teleskopausleger unter Last gewippt, entstehen in der Abspannseilgeometrie
grundsätzlich keine Veränderungen, da unter Berücksichtigung der Umschlingungsveränderung
der Rollen und Winde die Seillängen des Abspannseils grundsätzlich unverändert bleiben.
Etwaige geringe Längenänderungen werden elastisch aufgenommen.
[0030] Die anhand der Zeichnung beschriebene Zweifach-Abspannung des Teleskopauslegers durch
das Abspannseil kann durch eine entsprechende Anordnung der Seilrollen und der Seilführung
auch mehrfach, beispielsweise dreifach oder vierfach, ausgeführt werden.
[0031] Anhand der Fig. 5 bis 7 wird nun eine geänderte Ausführungsform des Fahrzeugkrans
erläutert, die sich von der nach den Fig.1 bis 4 nur dadurch unterscheidet, daß das
Abspannseil 28 zwischen zwei Seilrollen 14,14′ des Abspannbocks 11 dadurch schlaufenartig
eingeschert ist, daß es zwischen diesen Seilrollen über eine Umlenk-Spannrolle 32
läuft. Diese Umlenk-Spannrolle 32 ist in einem gegabelten Lagerbock 33 drehbar gelagert,
der gelenkig mit dem oberen Ende der Kolbenstange 34 des Zylinders 35 verbunden ist.
Der Zylinder 35 ist durch die Druckgasspeicher 36 entgegen der Auszugsrichtung der
Umlenk-Spannrolle 32 vorgespannt. Der Zylinder 35 ist gelenkig mit dem Abspannbock
11 verbunden.
[0032] Aus den Fig .3 und 5 ist ersichtlich, daß der Festpunkt 29 des Abspannseils 28 so
weit hinter der Schwenkachse des Teleskopauslegers angeordnet ist, daß sich eine
Seilverkürzung beim Wippen wieder ausgleicht. Die Winde des Abspannseils ist vor der
Schwenkachse angeordnet und von der Winde 6 läuft das Abspannseil 28 zu der Umlenkseilrolle
13 des Abspannbocks 11. Auf diese Weise ist die Geometrie der Einscherung des Abspannseils
insgesamt so gewählt, daß beim Wippen entstehende Änderungen der Länge des Abspannseils
möglichst genau kompensiert werden, ohne daß Nachregelungseinrichtungen zur Aufrechterhaltung
einer vorbestimmten Seilspannung vorgesehen werden müßten.
[0033] Soweit Spannungsänderungen aufgrund kleiner Längenveränderungen des Abspannseils
entstehen sollten, werden diese durch die Spannrolle 32 kompensiert.
[0034] Das Weg-Kraft-Diagramm der Druckgasfeder, die aus der Kolben-Zylinder-Einheit 34,35
und den Druckgasspeichern 36 besteht, ist aus Fig. 8 ersichtlich.
1. Fahrzeugkran
mit einem an dessen Oberwagen bzw. der Drehbühne angelenkten Teleskopausleger, der
durch einen an diesem und an der Drehbühne angelenkten Wippzylinder wippbar ist,
mit einem auf der Rückseite des Teleskopauslegers im mittleren Bereich seines Grundkastens
schwenkbar angelenkten Abspannbock, an dessen äußerem Ende im Abstand voneinander
zwei oder mehrere Seilrollen mit fluchtenden Achsen gelagert sind,
mit einer oder mehreren im Bereich des oberen Endes des Teleskopauslegers angeordneten
Umlenk-Seilrolle und
mit einer Winde, deren Seil oder Seile zur Abspannung des Teleskopauslegers über die
eine Seilrolle oder die einen Seilrollen des Abspannbocks zu der oberen Umlenk-Seilrollen
oder den oberen Umlenk-Seilrollen und zurück über die andere Seilrolle oder die anderen
Seilrollen des Abspannbocks zu ihrem Festpunkt verläuft oder verlaufen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Winde (6) und der Festpunkt (29) des Abspannseils (28) auf gegenüberliegenden
Seiten des Teleskopauslegers (4) im Bereich von dessen Schwenkachse (5) angeordnet
sind und
daß der Abspannbock (11) durch eine hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit (16) gehalten
ist, die einerseits an dem Abspannbock oberhalb von dessen Schwenkachse (12) und andererseits
an dem Grundkasten (3) im mittleren Bereich zwischen den Schwenkachsen des Abspannbocks
(11) und des Teleskopauslegers (4) angelenkt ist.
2. Fahrzeugkran nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Winde (6) und der
Festpunkt (29) an der Drehbühne (2) angeordnet sind.
3. Fahrzeugkran nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Winde und
der Festpunkt an dem Grundkasten des Teleskopauslegers angeordnet sind.
4. Fahrzeugkran nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Geometrie so gewählt ist, daß der untere der beiden Winkel zwischen dem Abspannseil
(28) und dem Abspannbock (11) kleiner ist als der obere.
5. Fahrzeugkran nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Winde (6) mit einer einstellbaren Bremse versehen ist, die die Windenkraft auf ein
vorbestimmtes Drehmoment begrenzt und unter Aufrechterhaltung dieses Drehmoments
durchrutscht, wenn dieses überschritten wird.
6. Fahrzeugkran nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als
eine das Windendrehmoment begrenzende Bremse eine federbelastete Bremse vorgesehen
ist.
7. Fahrzeugkran nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Abspannseil (28) zwischen zwei Seilrollen (14,14′) des Abspannbocks (11) unter
schlaufenartiger Einscherung über eine Umlenkspannrolle (32) läuft, die am unteren
Bereich des Abspannbocks (11) befestigt ist.
8. Fahrzeugkran nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung (33) der
Umlenkspannrolle (32) entgegen ihrer Auszugsrichtung von einer Feder beaufschlagt
ist.
9. Fahrzeugkran nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenk-Spannrolle
(32) an einer Kolbenstange (34) eines Zylinders (35) gelagert ist, deren Zylinderkammer
entgegen der Auszugsrichtung der Umlenkspannrolle (32) von einem Druckgasspeicher
(36) beaufschlagt ist.