[0001] Die Erfindung betrifft Schmiermittel für die Warmumformung, insbesondere für das
Gesenkschmieden, sowie für die Kaltumformung, beispielsweise für das Kaltwalzen, Kaltstauchen,
Gewindewalzen, Ziehen von Blechteilen, Kalibrieren von Sinterteilen, Verseilen und
Biegen und insbesondere für das Ziehen von strangförmigem Umformgut, wie Draht, Profilen
und Rohren.
[0002] Beim Gesenkschmieden von metallischem Umformgut werden Schmiermittel verwendet, die
zur Erzielung einer Trennwirkung zwischen Umformgut und Werkzeug dienen, den Werkzeugverschleiß
verringern und zur Kühlung des Werkzeugs beitragen. Als Schmiermittel sind u.a. solche
auf Wassergrundlage bekannt.
[0003] Eines dieser bekannten Schmiermittel enthält in Wasser Adipinsäure, Alkali- oder
Erdalkalihydroxid, herkömmliche Schmiermittel-Additive und für bestimmte Einsatzfälle
Graphit (DE-A-30 13 842). Beim Warmschmieden erfolgt Umsetzung der Adipinsäure mit
dem Alkali- oder Erdalkalihydroxid zu Adipinsäuresalzen, die den hauptsächlichen Schmierstoff
darstellen. Dieses Schmiermittel ist mit dem Mangel behaftet, daß es ohne Graphitzusatz
nicht für schwere Umformbedingungen verwendet werden kann, bei denen die Werkzeuge
besonders hoch beansprucht werden und eine gute Schmierung erforderlich ist, da die
Adipinsäuresalze infolge ihres relativ niedrigen Schmelzpunktes nicht hoch belastbar
sind. Der für solche Bedingungen notwendige Graphitzusatz führt andererseits zu einer
Verteuerung des Schmiermittels, bewirkt eine Verschlechterung der Trennwirkung des
Schmiermittels zwischen Werkzeug und Umformgut und führt zu Umweltproblemen durch
Schadstoffemission und Verschmutzung des Arbeitsplatzes.
[0004] Für das Aufbringen von Schmiermittelschichten fur die Kaltumformung, die entweder
direkt auf das metallische Gut oder auf vorher aufgetragene Schmiermittelträgerschichten
aufgebracht werden, ist eine Vielzahl von Schmiermitteln bekannt, u.a. auch solche,
die in Wasser einen oder mehrere Schmierstoffe enthalten.
[0005] Eines dieser Schmiermittel besteht aus einer wässerigen Suspension, die Calcium-,
Magnesium-, Aluminium- und/oder Bariumstearat als Schmierstoff enthält. Daneben sind
in dieser Suspension noch grenzflächenaktive Mittel als Dispergiermittel, eine Ligninverbindung
als Dispersionsstabilisator sowie Chlorparaffine und/oder sulfuriertes Fettöl enthalten.
Die Anwendung dieses Schmiermittels erfolgt in der Weise, daß das Ziehgut in erwärmtes
Schmiermittel getaucht, danach getrocknet und anschließend umgeformt wird. Diese Schmiermittelüberzüge
besitzen keine sehr große dynamische Viskosität, so daß bei schwer umformbaren Werkstoffen
nur relativ niedrige Umformgeschwindigkeiten und Umformgrade realisiert werden können.
Infolge der außerdem vorhandenen niedrigen Wärmebeständigkeit und des zu geringen
Druckaufnahmevermögens während der Belastung bei der Umformung lassen sich Werkstoffe
mit großer spezifischer Umformwärme nicht oder nur mit erhöhtem technischem Aufwand
mit diesem Schmiermittel umformen. Auch sind mehrere Umformstufen mit nur einem Schmiermittelauftrag
aufgrund der niedrigen dynamischen Viskosität und einer ungenügenden Haftung des Schmiermittels
auf dem Ziehgut kaum erreichbar. Nachteilig ist schließlich, daß eine breite Variation
der dynamischen Viskosität des Schmiermittels nicht möglich ist. Dadurch läßt sich
der Oberflächenzustand des Ziehgutes im Ergebnis der Umformung nicht ausreichend materialspezifisch
einstellen, und es ist nur eine ungenügende Anpassung des Schmiermittels an die Belastung
während der Umformung gegeben.
[0006] Es ist auch bereits ein wässeriges Schmiermittel bekannt, welches wasserlösliche
Alkaliseifen und Pyrophosphat enthält (DE-A-1 594 512; US-A-3 313 729). In Verbindung
mit in Wasser unlöslichen Seifen, z.B. Erdalkaliseifen, ist der Einsatz von Pyrophosphat
nicht möglich, da sich die Erdalkaliseifen mit dem Pyrophosphat umsetzen und ein instabiles,
als Schmiermittel unbrauchbares Produkt, resultiert. So erstarren wässerige Schmiermittel
auf der Basis von Calciumstearat und löslichem Pyrophosphat in Abhängigkeit von der
Konzentration innerhalb von Stunden bis Tagen zu einem festen Gel.
[0007] Aus US-A-3 998 984 ist ein Schmiermittelträger für Schmiermittel zum Drahtziehen
bekannt, der zunächst auf das zu ziehende Drahtmaterial aufgebracht wird, das zum
Ziehen durch ein Bad mit dem eigentlichen Schmiermittel hindurchgezogen wird. Die
Zusammensetzung für die Grundbeschichtung enthält neben Wasser wasserunlösliche Metallseifen,
z. B. Erdalkaliseifen, ferner Natriumtetraborat sowie organische Emulgatoren. Nach
einem Beispiel kann diese Zusammensetzung ferner auch Natriumphosphat, Natriumcarbonat
und Natriumnitrit enthalten. Die daraus erhältliche Grundbeschichtung ist aufgrund
der Anwesenheit der wasserunlöslichen Metallseife weniger empfindlich gegen Erweichen
durch Luftfeuchtigkeit.
[0008] US-A-3 725 274 sind ferner Schmiermittel zur Kaltumformung von Metallen zu entnehmen,
die ein schmelzbares, wasserlösliches anorganisches Pigment, z. B. Borax, eine wasserlösliche
Metallseife, ein hydrophiles Colloid, z. B. aus Polyethylenglycol, Polyvinylalkohol,
Stärke oder Cellulosederivaten, ein feinverteiltes wasserunlösliches thermoplastisches
Polymer, z. B. PVC, Polyacrylnitril oder Polyacrylate, ferner ein organisches Phosphat
sowie eine wasserunlösliche Seife, z. B. eine Erdalkaliseife, enthalten.
[0009] Reaktionsprodukte aus Erdalkaliseifen, Boraten, Phosphaten und organischen Verbindungen
als zusätzliche Komponente zu Schmiermitteln waren aus dem oben erläuterten Stand
der Technik nicht bekannt.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine hochleistungsfähige Warm- und
Kaltumformung geeignete, umweltfreundliche, langzeitstabile und billige Schmiermittel
zu schaffen, welche eine gute Haftfähigkeit und ein hohes Druckaufnahmevermögen bzw.
eine hohe und variierbare dynamische Viskosität besitzen und die damit eine wirtschaftliche
Herstellung qualitativ hochwertiger Erzeugnisse bei geringem Werkzeugverschleiß ermöglichen.
[0011] Die Aufgabe wird gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Die abhängigen Patentansprüche betreffen
bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0012] Die erfindungsgemäßen Schmiermittel für die Umformung metallischer Werkstoffe bestehen
aus Wasser und folgenden darin dispergierten oder gelösten Komponenten:
- 0,01 bis 15
- Masse-% Erdalkaliseifen A,
- 0,05 bis 15
- Masse-% Alkali- oder Ammoniumborat B,
- 0 bis 14
- Masse-% Alkali- oder Ammoniumphosphat C
und
- 0 bis 10
- Masse-% polymere organische Verbindungen D
sowie
- 0,005 bis 10
- Masse-% in wässeriger Lösung bei einem pH-Wert über 6,9 und bei Temperaturen unter
95 °C entstandene Reaktionsprodukte E der Komponenten A bis D,
wobei die Summe der Anteile der Komponenten A bis E kleiner als 35 Masse-% ist.
[0013] Die per se fakultativen Komponenten C und D sind demgemäß für die Reaktionsprodukte
E zwingend erforderliche Ausgangsstoffe.
[0014] Diese Schmiermittel eignen sich insbesondere für die Kaltumformung metallischer Werkstoffe.
[0015] Vorzugsweise sind in den oben definierten erfindungsgemäßen Schmiermitteln, die in
dieser Zusammensetzung besonders für die Kaltumformung geeignet sind, 2 bis 8 Masse-%
Erdalkaliseifen A, 0,2 bis 1,5 Masse-% Alkali- oder Ammoniumborat B, 3 bis 6 Masse-%
Alkali- oder Ammoniumphosphat C und 0,1 bis 0,8 Masse-% polymere organische Verbindungen
enthalten.
[0016] Nach einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung dieser Schmiermittel sind 2 bis 8
Masse-% Erdalkaliseifen A, 1,2 bis 8 Masse-% Alkali- oder Ammoniumborat B, 0 bis 0,5
Masse-% Alkali- oder Ammoniumphosphat C und 0 bis 2,5 Masse-% polymere organische
Verbindungen D enthalten.
[0017] Erfindungsgemäße, speziell für die Warmumformung metallischer Werkstoffe geeignete
Schmiermittel besitzen folgende Zusammensetzung der Schmierstoffkomponenten:
(A) 0,25 bis 10 Masse-% Erdalkaliseifen,
(B) 0,05 bis 3 Masse-% Alkali- oder Ammoniumborat,
(C) 0,05 bis 8 Masse-% Alkali- oder Ammoniumphosphat,
(D) 0,01 bis 2 Masse-% polymere organische Verbindungen und
(E) 0,005 bis 8 Masse-% in wässeriger Lösung bei einem pH-Wert über 6,9 und bei Temperaturen
unter 80 °C entstandene Reaktionsprodukte der Komponenten A bis D,
wobei die Summe der Anteile der Komponenten A bis E kleiner als 20 Masse-% ist.
[0018] Vorzugsweise sind bei diesem Schmiermittel für die Warmumformung 0,5 bis 6 Masse-%
Erdalkaliseifen A, 0,5 bis 3 Masse-% Alkali- oder Ammoniumborat B, 1 bis 7 Masse-%
Alkali- oder Ammoniumphosphat C und 0,15 bis 0,5 Masse-% polymere organische Verbindungen
enthalten.
[0019] Als Erdalkaliseifen A können erfindungsgemäß Kalkseifen mit einem erhöhten Stearat-Gehalt
von bis zu 65 Masse-% und als Alkaliborat B Natriumtetra- oder Natriummetaborat verwendet
werden.
[0020] Als Alkaliphosphat C wird erfindungsgemäß vorzugsweise Natriumpolyphosphat eingesetzt,
insbesondere Grahamsches Salz.
[0021] Geeignete polymere organische Verbindungen D sind insbesondere Polyvinylalkohol,
oxidativ modifizierter Polyvinylalkohol, verkleisterte Stärke und/oder Nonylphenol-Polyethylenoxid-Addukte.
[0022] Bei den enthaltenen Reaktionsprodukten E handelt es sich insbesondere um
a) Produkte von Reaktionen der Erdalkaliseifen A mit dem Alkali- oder Ammoniumborat
B in teilweiser nichtstöchiometrischer Zusammensetzung,
b) Produkte einer teilweisen oder vollständigen Hydrolyse von Natriumpolyphosphat,
c) Produkte von Reaktionen der Erdalkaliseifen A mit den Produkten b),
d) Produkte von Reaktionen der Produkte b) mit dem Alkali- oder Ammoniumborat B,
e) Produkte von Reaktionen der Erdalkaliseifen A mit den Produkten d),
f) Produkte von Reaktionen der Produkte b) mit den polymeren organischen Verbindungen
D,
g) Produkte von Reaktionen des Alkali- oder Ammoniumborats B mit den polymeren organischen
Verbindungen D
und
h) Produkte von Reaktionen der Produkte b) mit den Produkten g).
[0023] Mit den erfindungsgemäßen Schmiermitteln werden bei der Warmumformung gegenüber der
bisher üblichen Verfahrensweise, bei der mit einer Graphitdispersion gearbeitet wird,
erhebliche Vorteile erzielt. So werden infolge des Wegfalls der Graphitverschmutzungen
die Arbeitsbedingungen und der Umweltschutz wesentlich verbessert. Durch die sehr
guten Schmiereigenschaften wird außerdem die Werkzeugstandzeit wesentlich höher. Die
sehr guten umformtechnischen Eigenschaften der Schmiermittel ergeben sich in überraschender
Weise wahrscheinlich durch eine auf dem Werkzeug stattfindende teilweise thermische
Zersetzung der in den Schmiermitteln enthaltenen Bestandteile unter Bildung saurer
reaktiver Zersetzungsprodukte, die offenbar eine günstige Kombination von Schmier-
und Treibwirkung in der Wirkfuge zwischen Werkstück und Werkzeug, verbunden mit einer
günstigen thermischen Isolation, ergeben.
[0024] Die erfindungsgemäßen Schmiermittel sind mit billigen Rohstoffen herstellbar und
wirken sich dadurch günstig auf die Wirtschaftlichkeit der Umformung metallischer
Erzeugnisse aus. Vorteilhaft ist auch, daß die Schmiermittel auch bei längerer Lagerung
weder zum Absetzen noch zur Gelbildung neigen.
[0025] Für die Kaltumformung lassen sich mit den erfindungsgemäßen Schmiermitteln haftfeste
und hochleistungsfähige Schmierstoffschichten erzeugen. Damit wird der Werkzeugverschleiß
gesenkt und die Erzeugnisqualität verbessert, und es können hohe Umformgrade und Umformgeschwindigkeiten
realisiert werden. Ferner können Zwischenbeschichtungen zwischen einzelnen Umformstufen
weitestgehend eingespart werden.
[0026] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Beispiel
[0027] Das Beispiel betrifft ein Schmiermittel für das Gesenkschmieden. Das Schmiermittel
enthält in Wasser
- 1,6
- Masse-% Calciumstearat,
- 0,16
- Masse-% Natriumtetraborat,
- 1,3
- Masse-% Natriumpolyphosphat,
- 0,05
- Masse-% Alkylphenolpolyglycolether
und
- 0,3
- Masse-% in wässeriger Lösung bei einem pH-Wert von 8 und einer Temperatur von 25 °C
entstandene Reaktionsprodukte der vorgenannten Komponenten.
[0028] Mit diesem Schmiermittel werden auf etwa 1250 °C erwärmte St 52-Barren im Gesenk
geschmiedet. Hierbei wird das Schmiermittel auf die Arbeitsflächen des Werkzeuges
aufgetragen. Das Auftragen wird mit Hilfe von Sprühdüsen und in Form eines Luft-Schmiermittel-Strahls
vorgenommen. Dabei kann zur Beeinflussung der Temperatur des Werkzeugs die aufgesprühte
Schmiermittelmenge bzw. das Luft-Schmiermittel-Verhältnis variiert werden. Vorteilhaft
wird der Sprühdruck so hoch gewählt, daß mit dem Sprühstrahl etwaige am Werkzeug befindliche
Zunderteilchen entfernt werden. Vor dem erstmaligen Auftragen des Schmiermittels und
auch nach einer Reihe von Umformvorgängen kann das Werkzeug einer Behandlung mit einem
Schmiermittelträger unterworfen werden, beispielsweise durch Tauchen in eine Borax-
oder Phosphatlösung.
1. Schmiermittel für die Umformung metallischer Werkstoffe, die aus Wasser und folgenden
darin dispergierten oder gelösten Komponenten bestehen:
0,01 bis 15 Masse-% Erdalkaliseifen A,
0,05 bis 15 Masse-% Alkali- oder Ammoniumborat B,
0 bis 14 Masse-% Alkali- oder Ammoniumphosphat C
und
0 bis 10 Masse-% polymere organische Verbindungen D
sowie
0,005 bis 10 Masse-% in wässeriger Lösung bei einem pH-Wert über 6,9 und bei Temperaturen
unter 95 °C entstandene Reaktionsprodukte E der Komponenten A bis D,
wobei die Summe der Anteile der Komponenten A bis E kleiner als 35 Masse-% ist.
2. Schmiermittel nach Anspruch 1 für die Warmumformung metallischer Werkstoffe, dadurch
gekennzeichnet, daß sie
0,25 bis 10 Masse-% Erdalkaliseifen A,
0,05 bis 3 Masse-% Alkali- oder Ammoniumborat B,
0,05 bis 8 Masse-% Alkali- oder Ammoniumphosphat C,
0,01 bis 2 Masse-% polymere organische Verbindungen D
und
0,005 bis 8 Masse-% in wässeriger Lösung bei einem pH-Wert über 6,9 und bei Temperaturen
unter 80 °C entstandene Reaktionsprodukte E der Komponenten A bis D
enthalten, wobei die Summe der Anteile der Komponenten A bis E kleiner als 20 Masse-%
ist.
3. Schmiermittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie 0,5 bis 6 Masse-% Erdalkaliseifen
A, 0,5 bis 3 Masse-% Alkali- oder Ammoniumborat B, 1 bis 7 Masse-% Alkali- oder Ammoniumphosphat
C und 0,15 bis 0,5 Masse-% polymere organische Verbindungen D enthalten.
4. Schmiermittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie 2 bis 8 Masse-% Erdalkaliseifen
A, 0,2 bis 1,5 Masse-% Alkali- oder Ammoniumborat B, 3 bis 6 Masse-% Alkali- oder
Ammoniumphosphat C und 0,1 bis 0,8 Masse-% polymere organische Verbindungen D enthalten.
5. Schmiermittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie 2 bis 8 Masse-% Erdalkaliseifen
A, 1,2 bis 8 Masse-% Alkali- oder Ammoniumborat B, 0 bis 0,5 Masse-% Alkali- oder
Ammoniumphosphat C und 0 bis 2,5 Masse-% polymere organische Verbindungen D enthalten.
6. Schmiermittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie als
Erdalkaliseifen A Kalkseifen mit einem erhöhten Stearat-Gehalt von bis zu 65 Masse-%
enthalten.
7. Schmiermittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie als
Alkaliborat B Natriumtetra- oder Natriummetaborat enthalten.
8. Schmiermittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie als
Alkaliphosphat C Natriumpolyphosphat, vorzugsweise Grahamsches Salz, enthalten.
9. Schmiermittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie als
polymere organische Verbindungen D Polyvinylalkohol, oxidativ modifizierten Polyvinylalkohol,
verkleisterte Stärke und/oder Nonylphenol-Polyethylenoxid-Addukte enthalten.
1. Lubricants that consist of water and the following components dispersed or dissolved
therein:
0.01 to 15 % by weight of alkaline earth soaps A,
0.05 to 15 % by weight of alkali or ammonium borate B,
0 to 14 % by weight of alkali or ammonium phosphate C
and
0 to 10 % by weight of polymeric organic compounds D
as well as
0.005 to 10 % by weight of reaction products E of components A to D produced in aqueous
solution at a pH value above 6.9 and at temperatures below 95 °C,
the sum of the proportions of components A to E being less than 35 % by weight, for
the forming of metallic materials.
2. Lubricants according to Claim 1, characterized in that they contain
0.25 to 10 % by weight of alkaline earth soaps A,
0.05 to 3 % by weight of alkali or ammonium borate B,
0.05 to 8 % by weight of alkali or ammonium phosphate C,
0.01 to 2 % by weight of polymeric organic compounds D
and
0.005 to 8 % by weight of reaction products E of components A to D produced in aqueous
solution at a pH value above 6.9 and at temperatures below 80 °C,
the sum of the proportions of components A to E being less than 20 % by weight, for
the hot forming of metallic materials.
3. Lubricants according to Claim 2, characterized in that they contain 0.5 to 6 % by
weight of alkaline earth soaps A, 0.5 to 3 % by weight of alkali or ammonium borate
B, 1 to 7 % by weight of alkali or ammonium phosphate C and 0.15 to 0.5 % by weight
of polymeric organic compounds D.
4. Lubricants according to Claim 1, characterized in that they contain 2 to 8 % by weight
of alkaline earth soaps A, 0.2 to 1.5 % by weight of alkali or ammonium borate B,
3 to 6 % by weight of alkali or ammonium phosphate C and 0.1 to 0.8 % by weight of
polymeric organic compounds D.
5. Lubricants according to Claim 1, characterized in that they contain 2 to 8 % by weight
of alkaline earth soaps A, 1.2 to 8 % by weight of alkali or ammonium borate B, 0
to 0.5 % by weight of alkali or ammonium phosphate C and 0 to 2.5 % by weight of polymeric
organic compounds D.
6. Lubricants according to one of Claims 1 to 5, characterized in that they contain calcium
soaps with an elevated stearate content of up to 65 % by weight as alkaline earth
soaps A.
7. Lubricants according to one of Claims 1 to 6, characterized in that they contain sodium
tetraborate or sodium metaborate as alkali borate B.
8. Lubricants according to one of Claims 1 to 7, characterized in that they contain sodium
polyphosphate, preferably Graham's salt, as alkali phosphate C.
9. Lubricants according to one of Claims 1 to 8, characterized in that they contain polyvinyl
alcohol, oxidatively modified polyvinyl alcohol, gelatinized starch and/or nonylphenol-poly(ethylene
oxide) adducts as polymeric organic compounds D.
1. Lubrifiants pour le formage des matériaux métalliques, qui se composent d'eau et des
composants suivants, dissous ou dispersés dans celle-ci:
0,01 à 15 % en masse de savons de métaux alcalino-terreux A
0,05 à 15 % en masse de borate de métal alcalin ou d'ammonium B,
0 à 14 % en masse de phosphate de métal alcalin ou d'ammonium C,
et
0 à 10 % en masse de composés organiques polymères D,
ainsi que
0,005 à 10 % en masse de produits de réaction E des composants A à D, formés en
solution aqueuse, à un pH supérieur à 6,9 et à des températures inférieures à 95 °C,
la somme des proportions des composants A à E étant inférieure à 35 % en masse.
2. Lubrifiants selon la revendication 1 pour le formage à chaud des matériaux métalliques,
caractérisés en ce qu'ils renferment
0,25 à 10 % en masse de savons de métaux alcalino-terreux A
0,05 à 3 % en masse de borate de métal alcalin ou d'ammonium B,
0,05 à 8 % en masse de phosphate de métal alcalin ou d'ammonium C,
0,01 à 2 % en masse de composés organiques polymères D
et
0,005 à 8 % en masse de produits de réaction E des composants A à D, formés en solution
aqueuse, à un pH supérieur à 6,9 et à des températures inférieures à 80 °C,
la somme des proportions des composants A à E étant inférieure à 20 % en masse.
3. Lubrifiants selon la revendication 2, caractérisés en ce qu'ils renferment 0,5 à 6
% en masse de savons de métaux alcalino-terreux A, 0,5 à 3 % en masse de borate de
métal alcalin ou d'ammonium B, 1 à 7 % en masse de phosphate de métal alcalin ou d'ammonium
C et 0,15 à 0,5 % en masse de composés organiques polymères D.
4. Lubrifiants selon la revendication 1, caractérisés en ce qu'ils renferment 2 à 8 %
en masse de savons de métaux alcalino-terreux A, 0,2 à 1,5 % en masse de borate de
métal alcalin ou d'ammonium B, 3 à 6 % en masse de phosphate de métal alcalin ou d'ammonium
C et 0,1 à 0,8 % en masse de composés organiques polymères D.
5. Lubrifiants selon la revendication 1, caractérisés en ce qu'ils renferment 2 à 8 %
en masse de savons de métaux alcalino-terreux A, 1,2 à 8 % en masse de borate de métal
alcalin ou d'ammonium B, 0 à 0,5 % en masse de phosphate de métal alcalin ou d'ammonium
C et 0 à 2,5 % en masse de composés organiques polymères D.
6. Lubrifiants selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisés en ce qu'ils renferment
comme savons de métaux alcalino-terreux A, des savons de chaux, avec une teneur élevée
en stéarate allant jusqu'à 65 % en masse.
7. Lubrifiants selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisés en ce qu'ils renferment
comme borate de métal alcalin B, du tétra- ou du métaborate de sodium.
8. Lubrifiants selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisés en ce qu'ils renferment
comme phosphate de métal alcalin C, du polyphosphate de sodium, de préférence du sel
de Graham.
9. Lubrifiants selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisés en ce qu'ils renferment
comme composés organiques polymères D, de l'alcool polyvinylique, de l'alcool polyvinylique
modifié par oxydation, de l'amidon agglutiné et/ou des adduits d'oxyde de polyéthylène
à du nonylphénol.