| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 335 096 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
13.04.1994 Patentblatt 1994/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 18.02.1989 |
|
|
| (54) |
Vorrichtung zum Mischen und Homogenisieren von fliessfähigen Produkten
Apparatus for mixing and homogenizing fluid products
Dispositif pour le mélange et l'homogénéisation de produits fluides
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
29.03.1988 DE 3810609
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
04.10.1989 Patentblatt 1989/40 |
| (73) |
Patentinhaber: FRYMA Maschinen AG |
|
CH-4310 Rheinfelden (CH) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Bühler, Gerhard
D-7888 Rheinfelden (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Braito, Herbert |
|
Widdersteinstrasse 17 D-88400 Biberach D-88400 Biberach (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CH-A- 228 208 DE-B- 1 507 528
|
DE-A- 2 445 287 US-A- 3 826 435
|
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 6, Nr. 223 (C-133)(1101), 9. November 1982; & JP-A-57127431
(NITSUKUU KOGYO K.K.) 07.08.1982
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Mischen und Homogenisieren von fliessfähigen
Produkten, insbesondere für die pharmazeutische, kosmetische und Lebensmittelindustrie,
mit einem durch einen Deckel verschließbaren Vakuumbehälter, einer unten in diesem
angeordneten Homogenisiereinrichtung und einer am Deckel angeordneten Misch- bzw.
Rühreinrichtung.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist bekannt, durch die DE-A-15 07 528. Dort ist einmal
ein Rührwerk mit dicht an der Behälterwandung hochragenden Rührarmen von einem unter
dem Behälterboden hängenden Antriebsmotor und ein vom Deckel herabgeführtes Mischwerk
von einem eben angeordneten Motor angetrieben. Die als Homogenisiereinrichtung eingesetzte
Zahnkolloidmühle ist exzentrisch hängend am Behälterboden angeordnet und fördert das
Gut konituierlich durch eine Umlaufleitung zur Entgasung auf einen unter den Deckel
angeordneten Schleuderteller, der das Gut durch Fliehkraft ausbreitet und es dann
durch ein Ringsieb hindurchschleudert. Auf diese Weise können neben den schon erwähnten
Behandlungsvorgängen auch Emulgieren, Dispergieren und Benetzen im gleichen Gerät
durchgeführt werden.
[0003] Diese ältere Bauart hat jedoch auch einige Nachteile. Einmal ist die Bauart als solche
zu aufwendig, die Umlaufleitung kann verstopfen oder auch die Gleichförmigkeit der
Strömung behindern, und das Gut wird durch diesen Umlauf in mancherlei Weise beansprucht,
insbesondere erwärmt und erfährt mitunter wenigstens momentan eine Qualitätsveränderung.
[0004] Ferner ist dann durch die DE-PS 24 45 287 eine Vorrichtung zum Mischen und/oder Entgasen
von hochviskosen Medien unter Vakuum bekannt, wobei in einem kegelförmigen oder zylindrischen
Vakuumbehälter ein ebenso geformtes Rohr umläuft, an dessen Außenseite eine Förderwendel
angeformt ist. Dabei wird die verarbeitete Masse zwischen Innenwandung des Behälters
und Außenfläche des umlaufenden Rohres mittels einer Schleppströmung zu einem Überlauf
hochgefördert, von wo sie wieder zurück in den Stoffspiegel fließt. Dort geht es vor
allem um eine möglichst vollständige Entgasung des hochviskosen Gutes und zwar soll
der Rotor mit veränderlicher Drehzahl antreibbar sein. Dafür reicht eine geringe Drehzahl
aus, die dort auch bevorzugt wird. Mit hohen Drehzahlen läßt sich ohnehin der Rotor
kaum betreiben, da die ganze Hochförderung durch die Schneckenwendel bewirkt wird,
was leicht zu einer Überwärmung und daher zu einer unerwünschten Änderung der Gutqualität
führen kann.
[0005] Bekannt ist schließlich durch die japanische Offenlegungsschrift 57-127431 (A) noch
eine Vorrichtung zum Beschleunigen der gleichförmigen Mischung von Pulver und Flüssigkeit,
wobei zunächst das Entschäumen dadurch erreicht wird, daß man einen Vakuummischer
für Flüssigkeit und Pulver in Verbindung mit einer Vorrichtung zum Zerkleinern des
Pulvers in dem rotierenden Gemisch Strömungsmittel einsetzt. Dabei wird eine konstante
Menge Flüssigkeit in einen Vakuumbehälter gebracht, daraufhin werden ein Schnelläuferantrieb
und ein Langsamläuferantrieb in Gang gesetzt, um eine konstante Menge Pulver zuzuführen
und dann den Container abzudichten.
[0006] Eine stehende Schraubenpumpe mit Rührblättern läuft dabei um und mischt die Flüssigkeit,
während sie über die Deckfläche einer regenschirmförmigen Platte läuft, wobei zwei
oder mehr kegelförmige Rollen auf ihren Achsen entlang der Oberfläche der Schirmplatte
laufen und wobei eine Vorrichtung vorgesehen ist, die Aggregate von undispergiertem
und dispergiertem Pulver in der gemischten Flüssigkeit wiederholt zerquetscht und
für eine vorgegebene Zeit einem Vakuum aussetzt. Dabei beschleunigt diese Vorrichtung
die gleichförmige Mischung der Flüssigkeit, wobei eine Schaumbildung auftritt.
[0007] Die dort verwendete Förderschnecke ermöglicht jedoch aufgrund der sehr geringen Einwirkung
von Scherkräften kein Dispergieren von Feinpartikeln in einer Flüssigphase, wozu beim
Erfindungsgegenstand ein Homogenisator dient, der zum Unterschied von der Förderschnecken-Konstruktion
bedeutend höhere Scherkräfte erzeugt und damit ein Dispergieren auch von Feinpartikeln
in einer Flüssigphase ermöglicht.
[0008] Zum andern wird ein optimaler Entlüfungsgrad erst dann erreicht, wenn das Produkt
dem Vakuum als Film eine gewisse Zeit ausgesetzt ist. Diese Filmbildung wird beim
Erfindungsgegenstand durch den Leitkonus erreicht, da durch die auftretende Zentrifugalkraft
die dispergierte Suspension zu einem dünnen Film an der Innenseite des Konus ausgebreitet
wird, welcher nach oben hin in immer dünneren Schichten steiler verläuft, so daß auch
die feinste Luftblase freigelegt und zum Platzen gebracht wird.
[0009] Desweiteren fehlt der Vorrichtung nach der japanischen Offenlegungsschrift die bevorzugte
Funktion der Zweistufenbearbeitung des Produktes, wie sie beim Anmeldungsgegenstand
durch abwechselnden Rechts- und Linkslauf der zentralen Welle erreicht wird.
[0010] Zwar haben beide Ausführungen eine Gemeinsamkeit, daß sie ein rasches Einmischen
von Pulver in ähnlicher Weise durch Mischpropeller mit hoher Durchsatzleistung ermöglichen.
Beim Wechsel der Drehrichtung befördert jedoch der Mischpropeller das Produkt quer
nach unten, so daß zwangsläufig eine Dispergierung über die scherkraftintensive Zahnkolloidmühle
erfolgen muß. Zusätzlich entfällt auch die Möglichkeit einer reversierenden Behandlung
von Dispersionen auf Einheiten von unter 10 mµ Teilchengröße sowie das Entfernen von
Mikroblasen in kürzester Zeit aus einer Suspension durch die Möglichkeit der optimalen
Filmverteilung auf der Innenseite des Leitkonus.
[0011] Der Erfindungsgegenstand ist daher dem Vorschlag aus der japanischen Offenlegungsschrift
deutlich überlegen, was sich in gesteigerten Produktionsleistungen und in signifikanten
Verbesserungen der Produktqualität zeigt, und damit als Anzeichen für höhere Erfindungsqualität
herangezogen werden kann.
[0012] Die Erfindung geht aus von der eingangs definierten Vorrichtung zum Mischen und Homogenisieren
von fliessfähigen Produkten und verfolgt die Aufgabe, die bekannte Misch- und Homogenisiervorrichtung
auf möglichst einfache Weise derart zu verändern, daß das Gut möglichst ohne Stockung
gleichmäßige Beanspruchung erfährt.
[0013] Ausgehend von der eingangs definierten Gattung ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
dadurch gekennzeichnet, daß die Homogenisiereinrichtung mit solchem lotrechten Absaug-Abstand
über dem Behälterboden angeordnet ist, daß sich das fließfähige Produkt zur Durchführung
einer Behandlung absaugen läßt, und daß im unteren Teil des Vakuumbehälters ein in
die homogonisiereinrichtung einmündender rotierbarer hohler Leitkonus vorgesehen ist,
der sich nach oben hin erweitert und mit der Behälterwandung einen Strömungsringspalt
bildet.
[0014] Auf diese Weise kann die Homogenisiereinrichtung das Gut unmittelbar seitlich vom
Behälterboden absaugen und in den sich nach oben erweiternden Leitkonus hineinfördern.
Dabei wird das Gut entlang der konisch erweiterten Innenfläche des Leitkonus nach
oben/aussen bis zu dessen Oberkante in den Strömungsringspalt gefördert, den dieser
mit der Behälterwandung bildet. Das Gut breitet sich dabei unter ständiger Schichtverdünnung
weitgehend gleichmäßig aus und fliesst in dünnem Ringstrom von der Konus-Oberkante
zum Behälterboden.
[0015] Dabei erfolgt zwar auch eine recht weitgehende Entgasung des Gutes; wesentlich ist
aber, daß die Wandung des Leitkonus nicht mit ausgeprägten Förderschaufeln besetzt
sein muß, der Leitkonus also den von der Homogenisiereinrichtung ausgeübten Förderffekt
nur an seiner Wandung zu unterstützen braucht und dabei seine Leitfunktion zur Ausbreitung
des Gutes auf den Behälterquerschnitt entfalten kann. Dadurch sind wesentlich höhere
Drehgeschwindigkeiten zulässig als bei einer auf der ganzen Außenfläche angeordneten
Förderwendel. Das Gut wird auch vom Leitkonus nur geringfügig in Umdrehung versetzt,
so daß sich an der Wandung des Leitkonus große Geschwindigkeitsdifferenzen ergeben,
die hohe Scherkräfte zur Folge haben und damit eine weitergehende Zerkleinerung und
Homogenisierung des Gutes bewirken.
[0016] Da der Vakuumbehälter während der Bearbeitung ständig an einer Vakuumpumpe angeschlossen
bleibt, wird von Umlauf zu Umlauf der Gasanteil des Gutes verringert. Dieser Anteil
kann ebenso wie der Homogenisierungsgrad oder die anderen angestrebten Eigenschaften
des Gutes selbstätig gemessen und gegebenenfalls das Verfahren beendet werden, wenn
im Hinblick auf eine Reihe vorgegebener Meßwerte Mindestqualifikationen erfüllt sind.
[0017] Enge Stömungsquerschnitte ergeben sich dabei höchstens in der als Umlaufpumpe wirkenden
Homogenisiereinrichtung. Es besteht daher weder die Gefahr irgendeiner Verstopfung
noch einer Überbeanspruchung oder Qualitätsänderung des Gutes, das sich sehr weitgehend
und gleichmäßig entspannen kann. Dabei trägt auch der Leitkonus selbst durch die Dünnschichtströmung
auf seiner Oberfläche zum Homogenisieren und ferner zum Dispergieren durch Schwerkraftwirkung
des Gutes bei. Er übernimmt auch eine begrenzte Funktion für die Mischung der Gutbestanteile.
[0018] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden Homogenisier- und Misch-
bzw. Rühreinrichtung durch zwei in der Behälterachse zentrisch angeordnete Antriebswellen
angetrieben, wobei die innere Antriebswelle wenigstens mit der Homogenisiereinrichtung
in Verbindung ist, während die äußere Antriebswelle an einen käfigartigen Rührkorb
angeschlossen ist. Zweckmäßigerweise sind die Antriebe am Behälterdeckel angeordnet.
Das Letztere ermöglicht bessere Übersicht und Abdichtung sowie leichtere Wartung.
Im übrigen wird die Zuordnung der verschiedenen Aggregate vereinfacht. Zudem läßt
sich so der Leitkonus mit dem Rotor der Homogenisiereinrichtung verbinden, indem er
etwa durch einen Speichenstern an der inneren Antriebswelle befestigt wird.
[0019] Die Oberfläche des Leitkonus kann exakt geometrisch glattflächig, aber auch strukturiert,
vorzugsweise in Umfangsrichtung insbesondere unter gleichen Teilungsabständen radial
verändert sein, etwa wellenförmig, kegel- schraubenförmig oder aus der Mantellinie
heraus gewölbt.
[0020] Der Stator der Homogenisiereinrichtung läßt sich an den sich an die Behälterwandung
anschmiegenden Armen des Rührkorbes anbringen. Drehrichtung und Drehgeschwindigkeit
der Homogenisiervorrichtung werden daher durch die Differenz- oder Summe der Geschwindigkeiten
der beiden Antriebswellen vorgegeben. Dies begünstigt den Einsatz einer auf Reversierbetrieb
eingerichteten Zahnkolloidmühle, die sich wegen ihres geringen Gewichtes und ihrer
kleinen Abmessungen auch bei höheren Drehzahlen zuverlässig halten und führen läßt,
ohne daß ihre Feinzerkleinerungs- und Emulgierfunktion beeinträchtigt wird.
[0021] Die Umwälzleistung der Homogenisiervorrichtung bzw. der Zahnkolloidmühle kann wesentlich
gesteigert werden, wenn gemäß einer Weiterbildung der Erfindung der Mühlenrotor ein
insbesondere zu seiner Befestigung an der Innenwelle dienendes Axilalschraubenrad
mit durch Abstandssektoren voneinander getrennten Förderschaufeln in einem ringförmigen
Förderkanal aufweist bzw. bildet. Auf diese Weise lassen sich zwei gleichsinnig rotierende
Strömungen einsetzen, einmal die vom ohnehin vorhandenen Ausgang der Zahnkolloidmühle
ausgehende dicht an der Innenwandung des Leitkonus geführte Aussenströmung und zum
andern eine die Innenwelle im Leitkonus umschliessende Innenströmung.
[0022] Bei bestimmten Betriebszuständen kann es zweckmäßig sein, die Innenströmung zu drosseln
oder abzusperren, was sich durch ein am Axialschaufelrad angeordnetes Abdeckorgan
bewerkstelligen läßt, das zwischen Anschlägen um den Umfangswinkel eines Abstandssektors
verschwenkbar ist. Dies kann willkürlich geschehen, erfolgt aber vorzugsweise selbsttätig
durch das gegenüber dem Rotor zurückbleibende Fördermedium, insbesondere bei Drehzahlumkehr
des Rotors.
[0023] Auf diese Weise läßt sich sicherstellen, daß die Innenströmung nur gleichsinnig zum
normalen Auslaß der Zahnkolloidmühle verläuft, nicht also das Gut nur um den Rand
des Pumpenrotors umgewälzt wird.
[0024] Um die beim Mühlenbetrieb mit ausschließlich um eine gemeinsame Achse drehbaren Teilen
leicht auftretende Wirbelbildung zu brechen und die Strömung zu beruhigen, kann von
oben etwa axial mit radialem Abstand von der Behälterachse freitragend ein Wirbelbrecher
in den Leitkonus vorragen. Dieser am langsam laufenden Rührkorb angebrachte Arm wirkt
dabei vor allem der von der schnell laufenden Homogenisiervorrichtung herrührenden
Verwirbelung entgegen.
[0025] Homogenisiereinrichtung und Rührwerk werden vorzugsweise an unterschiedliche Antriebsmotoren
angeschlossen, von welchen wenigstens einer umkehrbar und mindestens einer, insbesondere
beide, drehzahlregelbar ausgebildet ist, bzw. sind. Auf diese Weise lassen sich praktisch
alle Abweichungen vom vorprogrammierten Ergebnis der Bearbeitung korrigieren.
[0026] Um dies zu erleichtern, wird bzw. werden zweckmäßigerweise wenigstens ein, insbesondere
beide Antriebsmotoren an eine Steuerung zum selbstätigen Steuern der Antriebe nach
vorgegebenen oder selbstätig erfaßbaren Betriebsdaten der Vorrichtung und/oder des
bearbeiteten Gutes angeschlossen.
[0027] Vorzugsweise ist einem Steuergerät der Vorrichtung ein Vergleichsrechner zugeordnet,
der aus allen ihm zugeführten Vorgaben und Funktionswerten Steuerwerte ermittelt und
zur Weitergabe an den oder die Antriebsmotoren vorbereitet.
[0028] Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert
und sollen nun anhand der schematischen Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Mischen und Homogenisieren von fliessfähigen Produkten beschrieben werden.
[0029] Es zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Übersichtsdarstellung dieser Vorrichtung mit Schaltbild,
- Fig. 2
- einen vergrößerten Teilschnitt einer Zahnkolloidmühle der Homogenisiervorrichtung,
- Fig. 3
- eine Ansicht auf ein in der Zahnkolloidmühle fest angebrachtes Schaufelrad in der
Öffnungsstellung einer Abdeckvorrichtung,
- Fig. 4
- die Darstellung aus Fig. 3 mit geschlossener Abdeckvorrichtung und
- Fig. 5
- einen Umfangsschnitt durch das Schaufelrad nach der Linie V-V in Fig. 4.
[0030] In der Zeichnung ist mit (1) ein Vakuumbehälter bezeichnet, dessen obere Öffnung
mittels Flansche (2) durch einen Deckel (3) verschließbar ist. Dieser Deckel kann
in bekannter Weise etwa durch einen oder mehrere Hydraulikzylinder oder andere Antriebsmotoren
in gebotener Weise angehoben werden, um den Innenraum (4) des Behälters etwa für Reinigungszwecke
zugängig zu machen.
[0031] Das zu verarbeitende Gut kann wahlweise in einen am Deckel (3) angeordneten Trichter
(5) eingefüllt werden. Dessen Verbindung mit dem Innenraum (4) ist hermetisch durch
einen Schieber (6) abgeschlossen, der durch eine Kurbel oder dergleichen Bedienungselement
(7) zu verstellen ist.
[0032] Man kann das Gut aber auch über den Trichter (10) und Leitung (11) mit Absperrventil
(12) durch den Behälterboden (13) unter Vakuum einsaugen. Das fertig bearbeitete Gut
wird gegebenenfalls durch Öffnen eines Auslaßventils (14) abgelassen, das zentrisch
in der Behälterachse (19) im Behälterboden (13) sitzt.
[0033] Der Vakuumbehälter (1) ist in nicht weiter gezeigter Weise an eine Vakuumpumpe angeschlossen.
Er kann im unteren becherförmigen Behälterteil oder im Deckel (3) vorgesehen sein.
Der untere Behälterteil besitzt einen Doppelmantel (15), der vom Heiz- und/oder Kühlmedium
durchgeströmt ist. Beispielsweise kann der Behälter fest, verfahrbar auf einem Wagen,
um eine waagerechte Achse kippbar bzw. an einem um eine vorzugsweise lotrechte Achse
drehbaren Revolverkörper und dergleichen angeordnet sein.
[0034] Eine Homogenisiereinrichtung (16), die vorzugsweise eine Zahnkolloidmühle (17) aufweist,
und ein Rührkorb (18) sind in der lotrechten Behälterachse (19) drehbar gelagert.
Die Homogenisiereinrichtung ist von der Innenwelle (20), der Rührkorb (18) mittels
einer rohrförmigen Außenwelle (21) antreibbar. Während die Innenwelle (20) vom oberen
Mischmotor (22) ausgeht, ist die Außenwelle (21) an den unteren Rührmotor (23) angeschlossen
und in einem fest auf dem Deckel (3) aufgeflanschten Lagerrohr (8) gelagert. Beide
Wellen sind durch Ringdichtungen (24, 25) hermetisch abgeschlossen durch den Deckel
(3) hindurchgeführt. Dies erleichtert gegenüber einer Anordnung der Motoren (22, 23)
unterhalb des Behälterbodens (13), die Drehdurchführung und Abdichtung.
[0035] Beide Motoren (22, 23) und ihre Wellen (20) und (21) sind gemäß den Pfeilen (28)
und (29) in beiden Drehrichtungen mit veränderlicher Drehzahl antreibbar, vorzugsweise
unter Einsatz von Frequenzumformern.
[0036] Der Stator (30) der Zahnkolloidmühle (17) ist fest am Rührkorb (18) gehalten, während
der Rotor (31) an die Innenwelle (20) angeschlossen ist. Damit entspricht die effektive
Drehgeschwindigkeit der Zahnkolloidmühle der vektoriellen Differenz der Drehgeschwindigkeiten
der Wellen (20) und (21). Sie laufen zweckmäßigerweise gegensinnig um.
[0037] Auf der Innenwelle (20) sitzt mittels Muffe (32) und Speichenarmen (33) dicht über
der Zahnkolloidmühle ein Leitkonus (34), der die Form eines etwa von der Oberseite
der Zahnkolloidmühle bis zur Behältermitte erweiterten z.B. glattflächigen Kegelstumpfes
mit einem Spitzenwinkel von etwa 60° hat und dicht an die Innenflächen des Rührkorbes
(18) heranreicht. Während die Außenwelle (21) mit dem Rührkorb eine Drehzahl im Bereich
von 20-100 U/min hat, läuft die Innenwelle (20) mit einer Drehgeschwindigkeit von
ca. 500-3000 U/min. Da alle Teile um die Welle der Achse (19) rotieren, stellt sich
normalerweise ein ausgeprägter Zentralwirbel ein. Um dem entgegenzuwirken, ist vom
Rührkorb (18) mit radialem Abstand und parallel zur Behälterachse (19) ein Wirbelbrecher
(35) bis in den Leitkonus (34) herabgeführt. Auf diese Weise wird die örtliche Rotationsachse
unter ständiger Veränderung aus der Behälterachse (19) heraus verlagert, was einen
weiteren Mischeffekt bringt.
[0038] Die Speichenarme (33) sind ebenso wie der Wirbelbrecher (35) und die übrigen Stäbe
(26) des Rührkorbes (18) als zylindrische Rohre ausgebildet, können aber auch andere
geeignete Formen haben. Der Rührkorb (18) trägt zudem am Umfang verteilt, eine Mehrzahl
an der Innenwandung (36) des Vakuumbehälters (1) anliegende Abstreifblätter (37) und
an der Außenwandfläche des Leitkonus anliegende Abstreifer (47) oder dergleichen.
[0039] Aus der Zeichnung ist ohne weiteres erkennbar, daß im Vakuumbehälter eine ständige
Dünnschichtzirkulation des behandelten Gutes erfolgt. Das Gut wird von der Zahnkolloidmühle
(17) beim normalen Betrieb vom Behälterboden (13) aufgenommen, zerkleinert, homogenisiert
und in den Innenraum des Leitkonus (34) hochgefördert, wo es unter Zentrifugalwirkung
an dessen Innenwandung hochläuft und nach schräg oben/außen geschleudert wird. Besonders
große Scherkräfte stellen sich an der Anlagefläche des Gutes am Leitkonus (34) ein.
Dabei bildet sich im unteren Teil ein etwa hyperbolischer Flüssigkeitsspiegel, wobei
zur Oberkante (38) des Leitkonus hin die Dicke der Gutschicht immer kleiner wird,
bis das Gut zur Innenwandung (36) nach außen geschleudert wird bzw. von der Oberkante
(38) auf den Behälterboden (13) herabläuft. Wenn nach einer Reihe von Bearbeitungszyklen
der angestrebte Endzustand erreicht ist, wird das fertige Gut abgelassen.
[0040] Wie am besten aus Fig. 2 zu ersehen, dient zur Befestigung des Rotors (31) der Zahnkolloidmühle
(17) ein Axialschaufelrad (46) mit Innenring (54) und Außenring (55), die durch sternförmig
angeordnete Förderschaufeln (49) in einem ringförmigen Förderkanal (50) verbunden
sind. Auf diese Weise wird zentrisch zur Behälterachse (19) im Leitkonus (34) eine
kräftige Rotationsströmung aufgebaut, die vor allem dem Durchmischen dient, während
die von den Pumpenzähnen (56) zwischen Stator und Rotor hindurchgeführte geringere
Gutmenge vornehmlich der Homogenisation ausgesetzt wird. Beim Rücklauf zum Behälterboden
mischen sich die Gutströme immer wieder, so daß im gesamten Vakuumbehälter stets etwa
gleiche Gutbeschaffenheit erreicht werden kann.
[0041] Während jedoch die Außenströmung von der Drehrichtung des Rotors (31) unabhängig
ist, wird die Strömungsrichtung im Förderkanal (50) bei Änderung der Drehrichtung
umgekehrt. Um gegensinnige Strömungen weitgehend zu vermeiden oder wenigstens zu mindern,
ist daher oberhalb des Förderkanals (50) im Schaufelrad (46) ein Abdeckorgan (51)
in Form einer Abdeckscheibe gelagert. Dieses Abdeckorgan weist drei Sektorenflügel
(57) auf, die zwischen sich gleich große Abstandssektoren (58) mit jeweils einem Spitzenwinkel
von 60° bilden. Auch die Förderschaufeln (49) haben die gleiche Sektorfläche, so daß
das Schaufelrad (46) ebenso wie das Abdeckorgan (51) die angenäherte Form eines Malteserkreuzes
hat. Bei der Öffnungsstellung in Fig. 3 sind daher die Förderschaufeln (49) durch
die Sektorenflügel (57) in deren Stellung (57) aus Fig. 5 überdeckt, so daß durch
die Abstandssektoren (58) hindurch gefördert werden kann. Dagegen fügen sich bei der
Schließstellung nach Fig. 4 die gleich großen Sektoren aneinander an. Dies kann nach
Bedarf so gestaltet werden, daß der Durchfluß ganz oder teilweise gesperrt ist.
[0042] Um eine völlige Sperrung zu erreichen, ist nach Fig. 5 ein Dreieck-Querschnitt für
die Förderschaufeln (49) vorgesehen, der jedoch strömungsungünstig ist, insbesondere,
wenn die Stirnfläche in der Umlaufrichtung vorn liegt. Zur Verbesserung der Stömungsform
läßt sich an dieser Stirnfläche in umgekehrter Lage ein dreieckförmiger Ansatz (49′)
anschliessen.
[0043] Der Abschluß kann einmal mit strömungsgünstigen dünnen Förderschaufeln (49) verbessert
werden, wenn man zwei Abdeckorgane (51) übereinander anordnet, wovon das eine fest
mit dem Pumpenrad bzw. dem Pumpenrotor verbunden ist, während das andere in einer
ersten Drehrichtung unter dem festen Abdeckorgan bleibt, durch Drehzahlumkehr aber
ganz unter diesem herausgeschwenkt wird. Auf diese Weise können auch eine Mehrzahl
sektorförmige Lamellen übereinander angeordnet sein und um die Behälterachse (19)
nacheinander ausgeschwenkt werden. Auch dabei wird jedoch der Durchflußquerschnitt
des Förderkanals (50) eingeschränkt.
[0044] Dieser Querschnitt kann jedoch ganz erhalten werden, wenn man einen Zentralverschluß
einsetzt, wie er bei fotografischen Kameras bekannt ist, oder einer Verschluß nach
Art einer fotografischen Blende. Beispielsweise kann man jeweils zwei Blendenelemente
von entgegengesetzten Seiten zur Mitte hinschwenken, so daß man für vier Abdeckelemente
insgesamt nur zwei Lagen von der Dicke einer Lamelle benötigt. Auf diese Weise kann
etwa bei geöffneter Blende der Förderkanal (50) voll geöffnet werden. Um jedoch mögliche
Vibrationen zu mindern, empfiehlt es sich, im normalen Förderbetrieb mit gegesinniger
Drehrichtung der Wellen (20, 21) und damit größter vektorieller Geschwindigkeitsdifferenz
bzw. Effektivdrehzahl des Rotors (31) gegenüber dem Stator (30) arbeiten zu können.
Dabei sind die Lamellen unter Fliehkraftwirkung fest an äusseren Anschlägen gehalten.
[0045] In der Schließstellung der Blende bzw. des Verschlusses müssen die Lamellen gegen
Fliehkraftwirkung nach innen gedrückt werden. Sie werden dann stärkerer Erschütterung
ausgesetzt, so daß hier die Wellen (21, 22) gleichsinnig laufen sollten, um die kleinere
effektive Drehzahl des Mühlenrotors zu erreichen.
[0046] Dabei kann auch ein Teil des Gutes ständig oder intermittierend als Probe entnommen
und auf seine Beschaffenheit, wie Viskosität, Korngröße, Temperatur und dergleichen
überprüft werden. Es können auch Detektoren in den drehbar gehaltenen Behälter (1)
eingelassen sein.
[0047] Auf diese Weise ist es möglich, bestimmte Betriebswerte, insbesondere die Motorstromaufnahme,
vorzuwählen, wobei sich etwa bei einer Einstellung von 20 Amp. eine Drehzahl von etwa
800 U/min. bei einer Viskosität von 5000 cp einstellt. Fällt die Viskosität durch
Bearbeitung und Benetzung der Trockenprodukte auf etwa 1000 cp herab, so erhöht sich
die Drehzahl auf ca. 1300 U/min., bis wieder die voreingestellten 20 Amp. erreicht
sind. Dabei kann diese Stromaufnahme wahlweise für einen der beiden Einzelmotoren
oder für beide Motoren vorgegeben werden. Es kann auch ein Verhältnis der Stromaufnahmen
wie überhaupt Verhältnisse unterschiedlicher Betriebswerte vorgegeben und im Weiterverlauf
konstant gehalten werden. Vor allem läßt sich exakt vorgeben, welche Energie in der
Zeiteinheit eingesetzt werden soll. Diese Vorgabewerte können auch laufend nebst anderen
Betriebswerten selbsttätig angepaßt werden.
1. Vorrichtung zum Mischen und Homogenisieren von fließfähigen Produkten, insbesondere
für die pharmazeutische, kosmetische und Lebensmittelindustrie, mit einem durch einen
Deckel (3) verschließbaren Vakuumbehälter (1), einer unten in diesem angeordneten
Homogenisiereinrichtung (16) und einer am Deckel (3) angeordneten Misch- bzw Rühreinrichtung
(18,22,23), dadurch gekennzeichnet, daß die Homogenisiereinrichtung (16) mit solchem
lotrechten Abstand über dem Behälterboden (13) angeordnet ist, daß sich das fließfähige
Produkt zur Durchführung einer Behandlung absaugen läßt, und daß im unteren Teil des
Vakuumbehälters (1) ein in die Homogonisiereinrichtung einmündender rotierbarer hohler
Leitkonus (34) unmittelbar über der Homogenisiereinrichtung vorgesehen ist, der sich
nach oben hin erweitert und mit der Behälterwandung (36) einen Strömungs-ringspalt
bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Homogenisiereinrichtung
(16) und die Rühreinrichtung (18) durch zwei in der Behälterachse (19) zentrisch angeordnete
Antriebswellen (20,22), insbesondere vom Behälterdeckel (3) her antreibbar, vorgesehen
sind, wobei die innere Antriebswelle (20) wenigstens mit der Homogenisiereinrichtung
(16) in Verbindung ist, während die äußere Antriebswelle (22) an einen käfigartigen
Rührkorb (18) angeschlossen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitkonus (34) durch
einen Speichenstern (32, 33) an der inneren Antriebswelle (20) befestigt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichen des Speichensterns
aussen einen stömungsgünstigen Querschnitt, insbesondere einen Querschnitt mit Förderwirkung
aufweisen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche
des Leitkonus (34) exakt geometrisch glattflächig ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitkonus
(34) eine strukturierte, vorzugsweise in Umfangsrichtung insbesondere unter gleichen
Teilungsabständen radial veränderte Oberfläche aufweise.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch die wellenförmige Ausbildung der
Oberfläche des Leitkonus (34) nach Art eines Waschbrettes.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellung zur Axialebene
des Leitkonus (34) in Umfangsrichtung insbesondere schraubenförmig geneigt verläuft.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wandung des Leitkonus (34) aus der Mantellinie heraus gewölbt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitkonus
(34) eine verzahnte Oberkante (38) aufweist und/oder mit Wanddurchbrechungen versehen
ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-10, gekennzeichnet durch am Rührkorb (18) innen
gehaltene und an der Außenfläche des Leitkonus (34) anliegende Abstreifer (47).
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß der Stator
(30) der Homogenisiereinrichtung (16, 17) an den sich innen an die Behälterwandung
anschmiegenden Armen des Rührkorbes (18) angebracht ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet daß die Homogenisiereinrichtung
(16) eine insbesondere auf Reversierbetrieb eingerichtete Zahnkolloidmühle (17) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Mühlenrotor (30) ein
insbesondere zu seiner Befestigung an der Innenwelle (20) dienendes Axialschaufelrad
(46) mit durch Abstandssektoren (48) voneinander getrennten Förderschaufeln (49) in
einem ringförmigen Förderkanal (50) aufweist oder bildet.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch ein am Axialschaufelrad (46) angeordnetes
Absperrorgan (51), das zwischen Anschlägen um den Umfangswinkel eines Abstandssektors
(48), insbesondere durch das gegenüber dem Rotor (31) zurückbleibende Fördermedium
selbstätig zwischen Öffnungs- und Schließstellung gegenüber den Förderschaufeln (49)
verschwenkbar ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-15, gekennzeichnet durch einen von oben etwa
axial mit radialem Abstand von der Behälterachse (19) freitragend in den Leitkonus
(34) vorragenden Wirbelbrecher (35).
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Homogenisiereinrichtung (16) und das Rührwerk (18) an unterschiedliche Antriebsmotoren
(22, 23) angeschlossen sind, von welchen wenigstens einer umkehrbar und mindestens
einer, insbesondere beide, drehzahlregelbar ausgebildet ist bzw. sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein, insbesondere
beide Antriebsmotoren (22, (23) an eine Steuerung zum selbstätigen Steuern der Drehgeschwindigkeiten
zwecks Konstanthaltung der Antriebsleistung nach vorgegebenen oder selbstätig erfassbaren
Betriebsdaten der Vorrichtung und/oder des bearbeiteten Gutes angeschlossen ist bzw.
sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß einem Steuergerät (42) ein
Vergleichsrechner (45) zugeordnet ist, der aus allen ihm zugeführten Vorgaben und
Funktionswerten Steuerwerte ermittelt und zur Weitergabe an den oder die Antriebsmotoren
(22, 23) vorbereitet.
1. Apparatus for mixing and homogenising free-flowing products, in particular for the
pharmaceutical, cosmetics and foodstuffs industries, having a vacuum container (1),
which can be closed by a cover (3), a homogenising device (16) which is disposed at
the bottom inside the vacuum container, and a mixing and agitating device (18, 22,
23) disposed on the cover (3), characterised in that the homogenising device (16)
is disposed at such a perpendicular distance above the container base (13), that the
free-flowing product can be drawn off in order for treatment to be performed; and
in that the lower part of the vacuum container (1) is provided, directly above the
homogenising device, with a rotatable, hollow guide cone (34) which opens into the
homogenising device, which widens upwardly, and which defines an annular flow gap
with the container wall (36).
2. Apparatus according to Claim 1, characterised in that the homogenising device (16)
and the agitating device (18) can be driven by two drive shafts (20, 22) which are
disposed centrally in the container axis (19), in particular by the container cover
(3), the inner drive shaft (20) being connected at least to the homogenising device
(16), whilst the outer drive shaft (22) is connected to a cage-like agitator basket
(18).
3. Apparatus according to Claim 2, characterised in that the guide cone (34) is secured
to the inner drive shaft (20) by a star of spokes (32, 33).
4. Apparatus according to Claim 3, characterised in that the spokes of the star of spokes
have externally a cross-section which is favourable to flow, in particular a cross-section
with a conveying effect.
5. Apparatus according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that the surface
of the guide cone (34) is precisely and geometrically smooth.
6. Apparatus according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that the guide cone
(34) has a structured, radially varied surface, preferably in the peripheral direction,
in particular with identical division spaces.
7. Apparatus according to Claim 6, characterised by the undulating structure of the surface
of the guide cone (34) in the manner of a wash board.
8. Apparatus according to Claim 7, characterised in that the undulation extends inclined
relative to the axial plane of the guide cone (34) in the peripheral direction, in
particular helically.
9. Apparatus according to any one of Claims 6, 7 or 8, characterised in that the wall
of the guide cone (34) is curved out of a generated line.
10. Apparatus according to any one of Claims 1 to 9, characterised in that the guide cone
(34) has a toothed upper edge (38) and/or is provided with wall apertures.
11. Apparatus according to any one of Claims 1 to 10, characterised by strippers (47)
which are retained inwardly on the agitator basket (18) and abut the outer surface
of the guide cone (34).
12. Apparatus according to any one of Claims 1 to 11, characterised in that the stator
(30) of the homogenising device (16, 17) is mounted on the arms of the agitator basket
(18) which are adapted internally to the container wall.
13. Apparatus according to Claim 12, characterised in that the homogenising device (16)
comprises a toothed colloid mill (17) which is arranged in particular for reversing
operations.
14. Apparatus according to Claim 13, characterised in that the mill rotor (30) comprises
or forms an axial impeller which is used in particular to secure the latter to the
inner shaft (20) and which has conveyor blades (49) which are separated from one another
by spacer segments (48), in an annular conveying duct (50).
15. Apparatus according to Claim 14, characterised by a locking member (51) which is disposed
on the axial impeller (46) and which can be pivoted between stops about the peripheral
angle of a spacer segment (48), in particular by the conveying medium retained opposite
the rotor (31), automatically between opening and closing positions with respect to
the conveyor blades (49).
16. Apparatus according to any one of Claims 1 to 15, characterised by a vortex breaker
(35) which projects from the top approximately axially at a radial distance from the
container axis (19) in a cantilevered manner into the guide cone 34).
17. Apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the
homogenising device (16) and the agitator (18) are connected to different drive motors
(22, 23) of which at least one is reversible and at least one, in particular both,
is/are formed such that the speed can be regulated.
18. Apparatus according to Claim 17, characterised in that at least one, and preferably
both, drive motors (22, 23) is/are connected to a control device for automatically
controlling the rotational speeds in order to keep the drive output constant according
to predetermined or automatically detectable operating data of the apparatus and/or
of the processed material.
19. Apparatus according to Claim 18, characterised in that a comparator computer (45)
which determines control values from all the requirements and functional values supplied
to it and prepares them for further transmission to the drive motor or motors (22,
23), is associated with a control apparatus (42).
1. Dispositif pour mélanger et homogénéiser des produits fluides, notamment pour l'industrie
pharmaceutique, cosmétique et alimentaire, comprenant un récipient sous vide (1) apte
à être fermé par un couvercle (3), un dispositif d'homogénéisation (16) disposé au
fond de celui-ci, et un dispositif mélangeur et agitateur (18, 22, 23) disposé au
niveau du couvercle (3), caractérisé en ce que le dispositif d'homogénéisation (16)
est disposé au-dessus du fond (13) du récipient à une distance verticale telle que
le produit fluide peut être aspiré en vue du traitement, et en ce qu'il est prévu,
dans la partie inférieure du récipient sous vide (1), juste au-dessus du dispositif
d'homogénéisation, un cône de guidage creux rotatif (34) débouchant dans celui-ci,
qui va en s'élargissant vers le haut et définit avec la paroi (36) du récipient un
interstice annulaire d'écoulement.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'homogénéisation
(16) et le dispositif agitateur (18) sont prévus pour pouvoir être entraînés par deux
arbres d'entraînement (20, 22) disposés de façon centrée dans l'axe (19) du récipient,
notamment à partir du couvercle (3) du récipient, l'arbre d'entraînement intérieur
(20) étant relié au moins au dispositif d'homogénéisation (16), tandis que l'arbre
d'entraînement extérieur (22) est relié à un agitateur en forme de cage (18).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le cône de guidage (34)
est fixé à l'arbre d'entraînement intérieur (20) à l'aide d'une étoile à rayons (32,
33).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les rayons de l'étoile
présentent à l'extérieur une section transversale favorable à l'écoulement, notamment
une section transversale à action de transport.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la surface
du cône de guidage (34) est géométriquement exactement lisse.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le cône de
guidage (34) présente une surface structurée modifiée radialement, de préférence dans
le sens circonférentiel, en particulier suivant des écartements de division égaux.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé par la configuration ondulée de la
surface du cône de guidage (34) à la manière d'une planche à laver.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'ondulation est inclinée
dans le sens circonférentiel par rapport au plan axial du cône de guidage (34), notamment
suivant une forme hélicoïdale.
9. Dispositif selon l'une des revendications 6, 7 ou 8, caractérisé en ce que la paroi
du cône de guidage (34) est bombée à partir de la génératrice.
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le cône de
guidage (34) comporte un bord supérieur dentelé (38) et/ou est pourvu d'ouvertures
dans la paroi.
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par des racleurs (47)
maintenus à l'intérieur, au niveau de l'agitateur (18), et appliqués contre la surface
extérieure du cône de guidage (34).
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le stator
(30) du dispositif d'homogénéisation (16, 17) est monté au niveau des bras de l'agitateur
(18) épousant à l'intérieur la forme de la paroi du récipient.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que le dispositif d'homogénéisation
(16) comporte un broyeur de colloïdes denté (17) prévu notamment pour un fonctionnement
réversible.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que le rotor de broyeur (30)
comporte ou définit une roue à palettes axiale (46) servant notamment à sa fixation
à l'arbre intérieur (20) et comportant des palettes transporteuses (49) séparées les
unes des autres par des secteurs d'écartement (48), dans un canal de transport annulaire
(50).
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé par un organe d'obturation (51)
disposé au niveau de la roue à palettes axiale (46), qui est apte à pivoter automatiquement
entre des butées, suivant l'angle circonférentiel d'un secteur d'écartement (48),
notamment grâce à l'agent restant en arrière du rotor (31), entre les positions ouverte
et fermée par rapport aux palettes transporteuses (49).
16. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisé par un briseur de tourbillon
(35) dépassant dans le cône de guidage (34) et autoporteur, à partir du haut, sensiblement
axialement et suivant un écartement radial par rapport à l'axe (19) du récipient.
17. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif
d'homogénéisation (16) et le mécanisme agitateur (18) sont reliés à des moteurs d'entraînement
différents (22, 23) dont l'un au moins est réversible et l'un au moins, notamment
les deux, sont réglables en matière de vitesse de rotation.
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce qu'au moins un moteur d'entraînement
(22, 23) et notamment les deux sont reliés à une commande pour la commande automatique
des vitesses de rotation, en vue du maintien d'une capacité d'entraînement constante
suivant des données du dispositif et/ou du produit traité prédéfinies ou aptes à être
enregistrées automatiquement.
19. Dispositif selon la revendication 18, caractérisé en ce qu'un calculateur comparateur
(45) est associé à un appareil de commande (42), lequel calculateur calcule des valeurs
de commande à partir de toutes les données et valeurs de fonctionnement qui lui sont
transmises, et les prépare pour les transmettre au(x) moteur(s) d'entraînement (22,
23).

