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(11) |
EP 0 335 301 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.07.1994 Patentblatt 1994/27 |
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Anmeldetag: 25.03.1989 |
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Verfahren zum Herstellen von Dosenzargen und Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens
Method and apparatus for making can bodies
Procédé et dispositif de fabrication de corps de boîtes
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH LI |
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Priorität: |
29.03.1988 DE 3810611
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.10.1989 Patentblatt 1989/40 |
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Patentinhaber: Fried. Krupp AG Hoesch-Krupp |
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45143 Essen (DE) |
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Erfinder: |
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- Lentz, Norbert, Dr.-Ing.
D-4300 Essen 15 (DE)
- Schmidt, Harald, Dipl.-Ing.
D-4300 Essen 1 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 215 404 GB-A- 1 143 161 US-A- 2 864 933 US-A- 3 139 012
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DE-A- 3 330 171 US-A- 2 432 490 US-A- 2 923 304
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Dosenzargen mit einer Längsnaht
aus einzelnen ebenen Zuschnitten,
bestehend aus folgenden Schritten:
- Entnahme eines Zuschnitts aus einem Magazin,
- mittiges Erfassen des Zuschnitts an seiner Hinterkante und Transportieren des Zuschnitts
in eine Formstation,
- kontinuierliches Biegen des Zuschnitts und
- Ausbilden der Nahtverbindung (siehe z.B. US-A-2 864 933),
und eine Vorrichtung mit einem Unterarm, einem äußeren Formwerkzeug, einer Einrichtung
zur Führung der Kanten der Dosenzarge vor dem Nahtverbinden, zwei Transporteinrichtungen
und einer Nahtverbindungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens (siehe z.B. DE-A-
3 330 171).
[0002] Zum Herstellen von mit einer Längsnaht versehenen i. allg. runden Dosenzargen gibt
es zwei Wege: Das Herstellen aus einzelnen Zuschnitten und das Herstellen eines entsprechenden
Rohres aus einem langen Band, von dem die Dosenzargen anschließend durch Abtrennen
vereinzelt werden.
[0003] Beim Herstellen aus Zuschnitten werden diese einzeln aus einem Magazin entnommen
und mit großer Geschwindigkeit durch einen sog. Rundapparat (vgl. z.B. DE-A-33 30
171 oder EP-A-0 215 404) geschickt, in dem der ebene Zuschnitt in eine runde Vorform
überführt wird. Am Ende des Biegevorgangs fällt der gebogene Zuschnitt in eine sog.
Fangschale, wo er bis zu einem vorübergehenden Stillstand abgebremst wird. Der gerundete
Zuschnitt wird dann in seiner eigenen Achsrichtung, d.h. um 90° zur Bewegungsrichtung
des ebenen Zuschnitts bis in den Rundapparat wieder aus dem Rundapparat beschleunigt
und mit i. allg. deutlich höherer Geschwindigkeit als der Fügegeschwindigkeit aus
der Fangschale in eine von einer äußeren Führungseinrichtung umgebenden Führungsschiene
und weiter in eine Fügestation transportiert. Eine dazu geeignete Transporteinrichtung
ist aus der DE-A-33 30 171 bekannt, die zwei hintereinander angeordnete Transporteinrichtungen
mit je zwei seitlichen Förderketten mit Mitnehmern aufweist.
[0004] Die Betriebsart zwischen dem Einrunden der Zargen und dem Herausführen aus der Fangschale
bzw. dem Übergabebereich der Rundmaschine ist alternierend. Mit dieser Betriebsart
mit ständigem Abbremsen durch hartes Anschlagen und schlagartigem Mitnehmen ist ein
hoher Geräuschpegel verbunden. Außerdem ist die Leistung durch das ständige Wechseln
von Einrunden und Herausführen des Zuschnitts aus der Fangschale prinzipiell begrenzt.
[0005] Das Herstellen von Rohren mit verschweißter Längsnaht, das anschließend in einer
Abtrennstation zu einzelnen Dosenzargen zerteilt wird, ist beispielsweise in der DE-A-29
47 445 beschrieben. Zum Formen wird das Band durch ein äußeres geschlossenes Formwerkzeug
gezogen, das von einer weiteren Anfangsöffnung zu einer Ausgangsöffnung mit einem
dem Dosendurchmesser entsprechenden Durchmesser trichterförmig konvergiert. Obwohl
das kontinuierliche Formen eines Bandes sowohl hinsichtlich der Geräuschentwicklung
als auch in bezug auf die Ausbringung an und für sich große Vorteile bietet, macht
es Probleme, die zum Durchziehen des Blechs erforderlichen Kräfte außen an dem Blech
angreifen zu lassen. Dabei kann das Band vor dem Formen und der Nahtbildung auch in
Abständen, die der Zargenlänge entsprechen, mit Ritzlinien versehen werden, wobei
das Vereinzeln in einzelne Zargen in einer sog. Trennstation erfolgt (vgl. z.B. US-A-3
430 410).
[0006] Eine weitere Vorrichtung zum Herstellen von gebogenen Dosenzargen aus einem Endlosband
ist aus der GB-A-1 143 161 bekannt. In einer Stanzstation wird das Endlosband in solchen
Abständen mit quer ausgerichteten Ritzlinien versehen, die der Höhe der gebogenen
Dosenzargen entsprechen. Außerdem werden in der Mitte des Bandes Ausnehmungen ausgestanzt,
in die Mitnehmer einer zentrisch angeordneten, durch die gesamte Formstation reichenden
Mitnehmerkette eingreifen. Zum Durchlaufen der Mitnehmer ist der im übrigen zylindrisch
ausgebildete Formdorn der Formstation mit einer entsprechenden Längsnut versehen.
Um den Formdorn ist ein Außenwerkzeug mit einer koaxialen, hohlzylindrischen Gleitfläche
für das Endlosband angeordnet. Das Außenwerkzeug umschließt mit seiner Innen- bzw.
Gleitfläche den Formdorn anfänglich mit einem kleinen Umfangswinkel. In Bewegungsrichtung
des Endlosbandes gesehen, umschließt das Außenwerkzeug den Formdorn zunehmend, bis
es ihn am Ende bis auf eine Ausnehmung für die Verbindungsnaht des Endlosbandes und
ein Gegenwerkzeug für die Verbindungsnaht vollständig umschließt.
[0007] Dem Formen von einzelnen Zuschnitten in einem äußeren trichterförmigen Werkzeug steht
nicht nur entgegen, daß sich die Zuschnitte bei dem durch das Formwerkzeug bedingten
Widerstand sehr leicht verkanten und damit eine genaue Führung unmöglich machen. Zudem
stößt auch das Durchziehen der im Verhältnis zum äußeren Formwerkzeug kurzen Zuschnitte
auf erhebliche Schwierigkeiten.
[0008] Aus der US-A-3 139 012 ist noch eine Vorrichtung zum Herstellen von gebogenen Zargen
aus einem ebenen Zuschnitt bekannt. Bei dieser Vorrichtung werden die einzelnen Zuschnitte
nicht in ein feststehendes Trichterwerkzeug eingeschoben, sondern ein umlaufendes,
breites elastisches Band, auf dem die Zuschnitte anfänglich eben aufliegen, wird in
ein hohles Führungswerkzeug eingezogen. Zum Erfassen der hinteren Kanten der Zuschnitte
weist das elastische Band in zwei seitlichen Reihen Mitnehmer auf, die während der
Mitnahme der Zuschnitte an der zylindrischen Außenfläche des Formdorns anliegen. Das
elastische Band mit den daran befestigten Mitnehmern stellt ein teures Verschleißteil
dar.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Herstellen von Dosenzargen mit einer Längsnaht aus einzelnen, ebenen Zuschnitten anzugeben,
bei dem bzw. mit der die Geräuschentwicklung gemindert und/oder die Ausbringung gesteigert
werden kann.
[0010] Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst,
- daß zunächst nur der mittlere Bereich des Zuschnitts um einen Formdorn in die endgültige
Form der Dosenzarge gebogen und gleichzeitig ein zum Erfassen des Zuschnitts durch
Transportmittel geeigneter mittiger Kraft bzw. Reibschluß ausgebildet wird, wobei
der so weit fertig gebogene Bereich einen Umfangswinkel von 120...190° aufweist und
die über den gebogenen Bereich hinausgehenden seitlichen Endbereiche unverformt belassen
werden,
- daß der so weit gebogene Zuschnitt in einem weiteren Schritt symmetrisch an beiden
Seiten erfaßt wird und die noch unverformten Seitenbereiche des Zuschnitts unter weiterem
kontinuierlichen Transportieren und genauem Führen der Kanten des Zuschnitts in die
endgültige Form gebogen zu werden.
[0011] Durch das kontinuierliche, überwiegend gleichzeitige Transportieren in einer Richtung
und Biegen der Zarge entfällt das geräuschträchtige Abbremsen und Beschleunigen. Da
ein Zuschnitt im wesentlichen nur im ebenen Zustand durch seitliche Führungen sicher
zu zentrieren ist, ist nach der Erfindung vorgesehen, mit dem Beginn des Biegens einen
mittigen Kraft- bzw. Reibschluß zwischen dem Transportmittel und dem Zuschnitt herzustellen,
durch den eine Weiterführung des vorzentrierten Zuschnitts sichergestellt wird. Die
weitere, seitliche Mitnahme des Zuschnitts ist - bezogen auf den Umfang der zu formenden
Zarge - an einer Stelle des Zuschnitts vorgesehen, die bereits fertig gebogen ist.
Dadurch ergeben sich keinerlei Relativbewegungen zwischen dem Zuschnitt und den Mitnehmerklinken.
Außerdem kann der fertig gebogene Teil des Zuschnitts gleichzeitig mit der Mitnahme
auch seitlich abgestützt und geführt werden.
[0012] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
So beschreibt der Anspruch 2 mit 180° einen vorteilhaften Umfangswinkel für den fertig
gebogenen mittleren Bereich des Zuschnitts vor dem seitlichen Erfassen. Durch die
im Anspruch 3 vorgeschlagene Maßnahme, den Zuschnitt an seiner hinteren Kante über
eine Breite zu erfassen, die mindestens 1/10 der Bereite des Zuschnitts entspricht,
wird das Führen des Zuschnitts in der Ebene stabilisiert.
[0013] Die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung mit einem Unterarm, einem äußeren
Formwerkzeug, einer Einrichtung zur Führung der Kanten der Dosenzarge vor dem Nahtverbinden,
zwei hintereinander angeordneten, umlaufenden Transporteinrichtungen mit Mitnehmern,
wobei die zweite Transporteinrichtung zwei seitliche Transportmittel aufweist, und
eine Nahtverbindungseinrichtung zur Durchführung des Vefahrens ist dadurch gekennzeichnet,
daß der Unterarm bereits im Bereich des anfänglichen Biegens des Zuschnitts als Formdorn
ausgebildet ist, dessen Umfang dem lichten Querschnitt der fertigen Dosenzarge entspricht
und daß der Formdorn an seiner Unterseite in Längsrichtung eine mittige Ausnehmung
aufweist,
daß die erste Transporteinrichtung als ein Transportmittel ausgebildet ist, das sich
unter dem Formdorn über eine Teillänge desselben in dessen Längsmittelebene befindet,
daß die Mitnehmer des Transportmittels in die Ausnehmung des Formdorns reichen,
daß das Transportmittel von unten bis an den Formdorn heranreichende elastische Auflagen
aufweist,
daß die beiden Innenseiten eines ersten Teils des äußeren Formwerkzeugs aus einer
Ebene, die über mindestens eine Zuschnittlänge reicht, allmählich so weit gegen die
Längsmittelebene geführt sind, daß sie dem unteren Teil einer fertigen Dosenzarge
entsprechen, wobei das äußere Formwerkzeug eine mittige Ausnehmung zum Durchgang des
in der Längsmittelebene verlaufenden Transportmittels aufweist,
daß der Führungsebene, aus der das äußere Formwerkzeug hervorgeht, äußere Führungsschienen
im Abstand der Zuschnittbreite zugeordnet sind,
daß die Transportmittel der zweiten Transporteinrichtung außer den als Klinken ausgebildeten
Mitnehmern bis an den fertiggebogenen Teil der Dosenzarge heranreichende nichtelastische
Auflagen aufweisen
und daß sich an den ersten Teil des äußeren Formwerkzeugs ein zweiter, die Dosenzargen
bis zur endgültigen Form weiterbildender Teil des äußeren Führungswerkzeugs anschließt,
wobei das äußere Führungswerkzeug seitliche Ausnehmungen zum Durchlaß der seitlichen
Transportmittel aufweist und beide Transportmittel spiegelbildlich gleich ausgebildet
sind.
[0014] In die an der Unterseite des Formdorns angeordnete mittige Ausnehmung kann eine Mitnehmerklinke
eines Transportmittels eingreifen, wodurch eine sichere Mitnahme des Zuschnitts durch
das Formwerkzeug gewährleistet ist. Beim Biegen des Zuschnitts um den Formdorn wird
der mittige Bereich des Zuschnitts etwas nach unten in die elastischen Auflagen des
Transportmittels gedrückt. Dadurch wird ein Reibschluß erzeugt, der eine gute seitliche
Stabilität beim Führen des Zuschnitts durch das Formwerkzeug erreicht. Um den Zuschnitt
in einem exakt ausgerichteten Zustand in das Formwerkzeug zu führen ist eine Ebene
vorgesehen, auf der die Zuschnitte durch äußere Führungsschienen zentriert werden.
Da sich die Reibung beim weiteren Transportieren durch das Formwerkzeug erhöht, ist
weiter vorgesehen, die Vorrichtung mit zwei seitlichen umlaufenden Transportmitteln
auszurüsten, die Mitnehmerklinken und nicht elastische Auflagen aufweisen, mit denen
der bereits fertig gebogene Bereich des Zuschnitts seitlich geführt und abgestützt
wird.
[0015] Der einen mittigen Ausnehmung des Formdorns an seiner Unterseite können weitere symmetrisch
angeordnete Ausnehmungen zugeordnet werden, in denen ebenfalls Teile der Mitnehmerklinke
eingreifen können.
[0016] Die Mitnehmer des in der Mittellängsebene angeordneten Transportmittels weisen vorzugsweise
eine Breite von mindestens 1/10 der Zuschnittbreite auf.
[0017] Nach Anspruch 6 sind die seitlichen Transportmittel vorzugsweise in einer durch die
Achse der soweit fertig gebogenen Dosenzarge verlaufenden Ebene angeordnet.
[0018] Anspruch 7 beschreibt eine vorteilhafte Ausbildung des Formdorns. Der Formdorn besteht
aus einzelnen achsparallelen Führungsstäben, deren Außenlinien dem lichten Querschnitt
der fertigen Dosenzarge entsprechen, wobei insbesondere die mittige Ausnehmung des
Formdorns durch den Zwischenraum zweier eine gleich hohe untere Lage einnehmender
Führungsstäbe gebildet wird und die Führungsstäbe an mittelbar mit einem Gestell verbundenen
inneren Tragelementen befestigt sind. Etwaige weitere untere Ausnehmungen können dann
durch den Zwischenraum entsprechend benachbarter Führungsstäbe gebildet sein.
[0019] Die oberen Führungsstäbe des Formdorns können - in Transportrichtung gesehen - später
beginnen als die unteren Führungsstäbe.
[0020] Um den Formdorn der herzustellenden Dosenzarge genau anpassen zu können, wird nach
Anspruch 9 vorgeschlagen, die unteren und oberen Führungsstäbe in der Höhe relativ
zueinander einstellbar auszubilden.
[0021] Das äußere Formwerkzeug besteht nach Anspruch 10 vorteilhafterweise zumindest in
seinem ersten Teil ebenfalls aus Führungsstäben, die über mindestens eine Zuschnittlänge
in einer Ebene angeordnet sind und danach allmählich soweit gegen die Längsmittelebene
nach oben geführt sind, daß die von ihren Innenlinien eingeschlossene gedachte Kurvenlinie
dem unteren Teil der fertigen Dosenzarge entspricht, wobei die Führungsstäbe an mit
dem Gestell verbundenen Tragelementen befestigt sind.
[0022] Der zweite, die Dosenzargen bis zur endgültigen Form weiter bildende Teil des äußeren
Formwerkzeugs kann aus Führungsstäben und/oder Rollen bestehen. Zur Anpassung an konkrete
Gegebenheiten sind die Führungsstäbe und die Rollen des äußeren Formwerkzeugs je einem
rechten und linken oberen und einem unteren Rollenführungswerkzeug zugeordnet, die
jeweils einzeln einstellbar sind. Zum besseren Erfassen der Dosenzargen weisen die
Rollen des äußeren Formwerkzeugs vorzugsweise eine der Außenkontur der gebogenen Zarge
angepaßte konkave Kontur auf.
[0023] Um möglichst breite elastische Auflagen anzuordnen, ist vorgesehen, das unter dem
Formdorn in seiner Längsmittelebene angeordnete Transportmittel als Zweifachrollenkette
auszubilden.
[0024] Zur Einstellung der unter dem Formdorn in seiner Längsmittelebene angeordneten Transporteinrichtung
auf verschiedene Dosendurchmesser sowie zur Einstellung des Abstandes zwischen den
Kettenauflagen und dem Formdorn ist die Transporteinrichtung über Hubelemente in der
Höhe verstellbar. Die seitlichen Transportmittel sind in einer bevorzugten Ausführungsform
als Einfachrollenketten ausgebildet und über Hubmittel in der Höhe und über Schiebeelemente
radial einstellbar. Um die Zuschnittkanten in der Höhe genau fluchtend auszurichten,
ist am auslaufseitigen Ende der Nutenschiene je eine untere und obere Gleitkufe angeordnet.
[0025] Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- die Transport- und Führungseinrichtung in einer Seitenansicht,
- Fig. 2
- die Transport- und Führungseinrichtung in der Draufsicht und die
- Fig. 3 bis 7
- die Transport- und Führungseinrichtung jeweils in einem Schnitt gemäß den Linien III-III
bis VII-VII in Fig. 1.
[0026] Die Vorrichtung zum Transportieren und Führen von Dosenzuschnitten Z und zum Formen
derselben zu Dosenzargen erstreckt sich über eine Formstrecke F sowie über eine davor-
und dahinterliegende Führungsstrecke. Die Formstrecke weist eine erste und zweite
Transporteinrichtung 1 und 2, einen Formdorn 6, stabförmige und rollenförmige Außenform-
und -führungswerkzeuge 24, 25, 31 bis 33 und 42 bis 44 sowie eine Nutenschiene 38
auf. Dabei übernimmt die erste Transporteinrichtung 1 den Vorschub der Dosenzuschnitte
(im folgenden auch nur kurz: Zuschnitte) Z von einem an sich bekannten (hier nicht
dargestellten) Magazinabstapler und übergibt sie etwa in der Mitte der Formstrecke
F an die zweite Transporteinrichtung 2.
[0027] Die erste Transporteinrichtung 1 besteht im wesentlichen aus einer in der Mittellängsebene
M der Formwerkzeuge verlaufenden Zweifachrollenkette 3 mit Mitnehmerklinken 4 und
zwischen den Mitnehmerklinken angeordneten elastischen Kettenauflagen 5. Zur Einstellung
dieser Transporteinrichtung 1 auf verschiedene Dosendurchmesser D sowie zur Einstellung
des Abstandes zwischen den Kettenauflagen 5 und dem (vom Dosendurchmesser abhängigen)
Formdorn 6 ist die Transporteinrichtung 1 mittels Hubelementen 7 höhenverstellbar.
[0028] Die zweite Transporteinrichtung 2 besteht aus spiegelbildlich gleichen Vorschubkettentrieben
8 und 9, die seitlich vom Formdorn 6 in einer Ebene gegenüberliegend angeordnet sind.
An den Einfachrollenketten 10 der Vorschubkettentriebe 8, 9 sind Mitnehmer 11 und
nicht elastische Auflagen 12 befestigt, die zum Vorschub bzw. zur Abstützung und Führung
der im unteren bzw. mittleren Bereich bereits vollständig geformten Zuschnitten Z
dienen. Die Ketten 10 und ihre Mitnehmer 11 sind zum Ausgleich von Teilungsfehlern
und sonstigen Fertigungstoleranzen auf gegenseitige Fluchtung einstellbar. Die Vorschubkettentriebe
8, 9 sind zur Anpassung an den jeweiligen Dosendurchmesser D mittels Hubelementen
13 in der Höhe und mittels Schiebeelementen 49 radial bzw. horizontal einstellbar.
[0029] Der Formdorn 6 besteht aus einer Vielzahl von Rundstäben 14, 15, die kreisförmig,
d.h. einen (gedachten) Umkreis bildend, an unteren und oberen Tragelementen 16, 17
befestigt sind. Die Rundstäbe 14, 15 haben unterschiedliche Längen. Die untersten
Rundstäbe 15 sind am längsten und sind bereits am Anfang der Formstrecke F vorhanden.
Mit fortschreitender Umformung der Zuschnitte Z kommen die anderen Rundstäbe 14 bzw.
15 - in Vorschubrichtung gesehen - dazu. Die obersten Rundstäbe 15 sind am kürzesten
und beginnen kurz vor der zweiten Transporteinrichtung 2. Die untere Hälfte des Formdorns
6, bestehend aus den an den Tragelementen 17 befestigten Rundstäben 15, ist gegenüber
der oberen, aus den an den Tragelementen 16 befestigten Stäben 14 bestehenden Hälfte
des Formdorns 6 in der Höhe in geringem Maße veränderbar und so auf einen vorgebbaren
Dosendurchmesser D genau einstellbar.
[0030] Die Tragelemente 16, 17 sind in einem Unterarmprofil 18 mit integriertem Kabel- und
Schlauchkanal 19 befestigt. Das Unterarmprofil 18 ist über ein Zwischenstück 20 am
Gestell 21 angeschraubt.
[0031] In Fig. 3 ist ein Schnitt am Anfang der Formstrecke F dargesellt. Der Zuschnitt Z
liegt auf an Tragelementen 22, 23 befestigten Stäben 24, 25 eines rechten bzw. linken
Führungskorbes sowie auf den elastischen Kettenauflagen 5 der ersten Transporteinrichtung
1 auf. Dabei sind die Stäbe 24, 25 noch waagerecht angeordnet. Die Tragelemente 22,
23 sind über rechte und linke Auflagen 22′, 23′ verbunden und über diese am Gestell
21 befestigt.
[0032] Die Zentrierung und Ausrichtung des Zuschnitts Z geschieht durch seitliche Führungen
26, 27, die im Abstand und in ihrer Richtung feinfühlig eingestellt werden können.
Zum Vorschub wird der Zuschnitt Z von einer Klinke 4 erfaßt. Zur Stabilisierung des
Vorschubs ist die Klinke 4 (wie in den Fig. 3 und 4 dargestellt) mit drei Vorsprüngen
ausgebildet, so daß der Zuschnitt Z über eine gewisse Breite erfaßt wird. Dabei greifen
die Vorsprünge der Klinke 4 teilweise zwischen die
[0033] Stäbe 15 des Formdorns 6. Am Anfang der Formstrecke F kommen nur die beiden unteren
Stäbe 15 des Formdorns 6 mit dem Zuschnitt Z in Berührung.
[0034] Fig. 4 zeigt einen Schnitt etwa in der Mitte der Führungskörbe 22/24 bzw. 23/25.
Während sich die Seitenteile des Zuschnitts Z noch unverformt, eben erstrecken, ist
der Zuschnitt Z in seinem mittleren Bereich bereits gebogen und wird durch die dadurch
bedingte Verformung fest zwischen den beiden unteren Stäben 15 des Formdorns 6 und
den mit einer gut haftenden Oberfläche versehenen elastischen Kettenauflagen 5 eingeklemmt.
Die beiden noch unverformten Seitenteile des Zuschnitts Z schließen sich tangential
an den mittleren kreisbogenförmigen Bereich des Zuschnitts Z mit dem Radius R = D/2
an.
[0035] Die beiden seitlichen Führungskörbe 22/24 und 23/25 enden im wesentlichen mit der
ersten Transporteinrichtung 1. An ihrem Ende (vgl. Fig. 5) ist der Zuschnitt Z in
seinem mittleren Bereich über einen Umfang von etwa 180° fertig gebogen. Der Zuschnitt
liegt nun an der aus den Stäben 15 bestehenden kompletten unteren Hälfte des Formdorns
6 an. Die beiden einer Umfangslänge von noch etwa je 90° bzw. (π/4) D entsprechenden
unverformten Seitenteile des Zuschnitts Z schließen sich - in sich eben - tangential
an den mittleren kreisbogenförmigen Bereich des Zuschnitts mit dem Radius D/2 an.
An dieser Stelle wird der Vorschub des Zuschnitts Z von der zweiten Transporteinrichtung
2 mit den beiden Vorschubkettentrieben 8, 9 übernommen, wobei deren starre Auflagen
12 die seitliche Führung des Zuschnitts Z in waagerechter Ausrichtung anstelle eines
der Führungsstäbe übernehmen.
[0036] Fig. 6 zeigt in einem - in Vorschubrichtung weiter weg liegenden - Schnitt längs
der Linie VI-VI in Fig. 1 ein unteres Stabführungswerkzeug mit an Tragelementen 28
befestigten Führungsstäbe 31 und zwei seitlichen oberen Stabführungswerkzeugen mit
an Tragelementen 29, 30 befestigten Führungsstäben 32 bzw. 33 eines zweiten Teils
des äußeren Formwerkzeugs. Die Führungsstäbe 31 des unteren Stabführungswerkzeugs
verlaufen parallel zum Formdorn 6 und sind radial so eingestellt, daß der Zuschnitt
Z an den Stäben 15 des unteren Teils des Formdorns 6 anliegt. Dabei sind die Führungsstäbe
31 - in Umfangsrichtung gesehen - zu den Stäben 15 des Formdorns 6 versetzt angeordnet.
Die Stäbe 32, 33 der oberen seitlichen Stabführungswerkzeuge sind konvergierend so
ausgerichtet, daß die Endbereiche des Zuschnitts Z beim weiteren Vorschub in den oberen
Bereich des Formdorns 6 mit den Stäben 14 gebogen werden. Die Kanten 34, 35 der Seitenteile
des Zuschnitts Z tauchen dabei in gegenüberliegend angeordnete Nuten 36, 37 einer
Nutenschiene 38 ein, die zwischen dem Unterarmprofil 18 und dem Zwischenstück 20 angeordnet
ist. In Vorschubrichtung verringert sich der Abstand zwischen den beiden Nuten 36,
37 kontinuierlich, bis der Zuschnitt Z vollständig um den Formdorn 6 gebogen ist und
einen geschlossenen kreisförmigen Querschnitt mit dem Durchmesser D eingenommen hat.
Der vollständig rundgebogene Zuschnitt Z ist außen von Rollenführungswerkzeuge 39,
40, 41, den starren Auflagen 12 der Ketten 10 der Vorschubkettentriebe 8, 9 und den
Führungsnuten 36, 37 der Nutenschiene 38 voll umschlossen (vgl. den in Fig. 7 dargestellten
Schnitt kurz vor dem Schweißpunkt S).
[0037] Die Rollen 42...44 der Rollenführungswerkzeuge 39...41 sind als sog. Diabolorollen
ausgebildet und dem kreisförmigen Querschnitt des auch als Zarge bezeichneten gebogenen
Zuschnitts Z genau angepaßt. Die Rollen 42...44 sind in radialer Richtung individuell
einstellbar, so daß die Kanten 34, 35 des gerundeten Zuschnitts Z an der Stoßstelle
45 mit Druck an- bzw. gegeneinanderliegen. Am Ende der Nutenschiene 38 ist unter-
und oberhalb der Nutebene je eine in der Höhe einstellbare Gleitkufe 46 bzw. 47 angeordnet,
um die Zuschnittkanten 34, 35 in der Höhe genau fuchtend auszurichten.
[0038] Förderstromabwärts gesehen befindet sich unmittelbar hinter den Gleitkufen 46, 47
die Schweißstelle S, wobei die Schweißung beispielsweise durch einen fokussierten
Laserstrahl 48 erfolgen kann.
1. Verfahren zum Herstellen von Dosenzargen mit einer Längsnaht aus einzelnen ebenen
Zuschnitten (Z),
bestehend aus folgenden Schritten:
- Entnahme eines Zuschnitts (Z) aus einem Magazin,
- mittiges Erfassen des Zuschnitts (Z) an seiner Hinterkante und Transportieren des
Zuschnitts (Z) in eine Formstation,
- kontinuierliches Biegen des Zuschnitts (Z) und
- Ausbilden der Nahtverbindung,
dadurch gekennzeichnet,
- daß zunächst nur der mittlere Bereich des Zuschnitts (Z) um einen Formdorn (6) in
die endgültige Form der Dosenzarge gebogen und gleichzeitig ein zum Erfassen des Zuschnitts
(Z) durch Transportmittel (3) geeigneter mittiger Kraft bzw. Reibschluß ausgebildet
wird, wobei der so weit fertig gebogene Bereich einen Umfangswinkel von 120...190°
aufweist und die über den gebogenen Bereich hinausgehenden seitlichen Endbereiche
unverformt belassen werden,
- daß der so weit gebogene Zuschnitt (Z) in einem weiteren Schritt symmetrisch an
beiden Seiten erfaßt wird und die noch unverformten Seitenbereiche des Zuschnitts
(Z) unter weiterem kontinuierlichen Transportieren und genauem Führen der Kanten des
Zuschnitts (Z) in die endgültige Form gebogen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfangswinkel des fertig
gebogenen mittleren Bereichs 180° beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Erfassen des Zuschnitts
(Z) an seiner hinteren Kante über eine Breite erfolgt, die mindestens 1/10 der Breite
des Zuschnitts (Z) entspricht.
4. Vorrichtung mit einem Unterarm (18), einem äußeren Formwerkzeug (24, 25), einer Einrichtung
zur Führung der Kanten der Dosenzarge vor dem Nahtverbinden, zwei hintereinander angeordneten,
umlaufenden Transporteinrichtungen (1, 2) mit Mitnehmern (4, 11), wobei die zweite
Transporteinrichtung (2) zwei seitliche Transportmittel (8, 9) aufweist, und einer
Nahtverbindungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis
3,
dadurch gekennzeichnet,
- daß der Unterarm (18) bereits im Bereich des anfänglichen Biegens des Zuschnitts
(Z) als Formdorn (6) ausgebildet ist, dessen Umfang dem lichten Querschnitt der fertigen
Dosenzarge entspricht und daß der Formdorn (6) an seiner Unterseite in Längsrichtung
eine mittige Ausnehmung aufweist,
- daß die erste Transporteinrichtung (1) als ein Transportmittel (3) ausgebildet ist,
des sich unter dem Formdorn (6) über eine Teillänge desselben in dessen Längsmittelebene
(M) befindet,
- daß die Mitnehmer (4) des Transportmittels (3) in die Ausnehmung des Formdorns (6)
reichen,
- daß das Transportmittel (3) von unten bis an den Formdorn (6) heranreichende elastische
Auflagen (5) aufweist,
- daß die beiden Innenseiten eines ersten Teils des äußeren Formwerkzeugs (24, 25)
aus einer Ebene, die über mindestens eine Zuschnittlänge reicht, allmählich soweit
gegen die Längsmittelebene (M) nach oben geführt sind, daß sie dem unteren Teil einer
fertigen Dosenzarge entsprechen, wobei das äußere Formwerkzeug (24, 25) eine mittige
Ausnehmung zum Durchgang des in der Längsmittelebene verlaufenden Transportmittels
(3) aufweist,
- daß der Führungsebene, aus der das äußere Formwerkzeug (24, 25) hervorgeht, äußere
Führungsschienen (26, 27) im Abstand der Zuschnittbreite zugeordnet sind,
- daß die Transportmittel (8, 9) der zweiten Transporteinrichtung (2) außer den als
Klinken ausgebildeten Mitnehmern (11) bis an den fertig gebogenen Teil der Dosenzarge
heranreichende nichtelastische Auflagen (12) aufweisen
- und daß sich an den ersten Teil des äußeren Formwerkzeugs (24, 25) ein zweiter,
die Dosenzargen bis zur endgültigen Form weiterbildender Teil des äußeren Führungswerkzeugs
(31...33; 42...44) anschließt, wobei das äußere Führungswerkzeug (31-33; 42-44) seitliche
Ausnehmungen zum Durchlaß der seitlichen Transportmittel (8, 9) aufweist und beide
Transportmittel (8, 9) spiegelbildlich gleich ausgebildet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (4) des in
der Mittellängsebene (M) angeordneten Transportmittels (3) eine Breite von mindestens
1/10 der Zuschnittbreite (Z) aufweisen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Transportmittel
(8, 9) in einer durch die Achse der soweit fertig gebogenen Dosenzarge verlaufenden
Ebene angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Formdorn
(6) aus einzelnen achsparallelen Führungsstäben (14, 15) besteht, deren Außenlinien
dem lichten Querschnitt der fertigen Dosenzarge entsprechen und daß die mittige Ausnehmung
des Formdorns (6) durch den Zwischenraum zweier eine gleich hohe untere Lage einnehmender
Führungsstäbe (15) gebildet wird und daß die Führungsstäbe (14, 15) an mittelbar mit
einem Gestell (21) verbundenen inneren Tragelementen (16, 17) befestigt sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Führungsstäbe
(14) des Formdorns (6) - in Transportrichtung gesehen - später beginnen als die unteren
Führungsstäbe (15).
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die die Führungsstäbe
(14, 15) tragenden oberen und unteren Tragelementen (16, 17) in der Höhe relativ zueinander
einstellbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der erste
Teil des äußeren Formwerkzeugs aus Führungsstäben (24, 25) gebildet ist, die über
mindestens eine Zuschnittlänge in einer Ebene angeordnet sind und danach allmählich
soweit gegen die Längsmittelebene (M) nach oben geführt sind, daß die von ihren Innenlinien
eingeschlossene gedachte Kurvenlinie dem unteren Teil der fertigen Dosenzarge entspricht,
wobei die Führungsstäbe (24, 25) an mit dem Gestell (21) verbundenen Tragelementen
(22, 23) befestigt sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite,
die Dosenzargen bis zur endgültigen Form weiter bildende Teil des äußeren Formwerkzeugs
aus Führungsstäben (31...33) und/oder Rollen (42...44) gebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsstäbe (31...33)
des äußeren Formwerkzeugs je einem rechten und linken oberen und einem unteren Tragelement
(28...30) zugeordnet sind, die jeweils einzeln einstellbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (42...44) des
äußeren Formwerkzeugs je einem rechten und linken oberen und einem unteren Rollenführungswerkzeug
(39...41) zugeordnet sind, die jeweils einzeln einstellbar sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (42...44) des
äußeren Formwerkzeugs eine der Außenkontur der gebogenen Zarge angepaßte konkave Kontur
aufweisen.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das unter
dem Formdorn (6) in seiner Längsmittelebene (M) angeordnete Transportmittel als Zweifachrollenkette
(3) ausgebildet ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das unter
dem Formdorn (6) in seiner Längsmittelebene (M) angeordnete Transportmittel (3) über
Hubelemente (7) in der Höhe einstellbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen
Transportmittel (8, 9) als Einfachrollenketten (10) ausgebildet sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen
Transportmittel (8, 9) über Hubmittel (13) in der Höhe und über Schiebeelemente (49)
radial einstellbar sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß am auslaufseitigen
Ende der Nutenschiene (38) eine untere und eine obere Gleitkufe (46, 47) angeordnet
ist.
1. A process for the manufacture of can bodies with side seam from individual flat cut
blanks (Z), comprising the following steps:
- removal of a cut blank (Z) from a magazine,
- gripping of the cut blank (Z) at the centre of its rear edge and transportation
of the cut blank (Z) to a shaping station,
- continuous bending of the cut blank (Z) and
- forming of the seam,
characterized in that
- initially only the central area of the cut blank (Z) is bent around an inner shaping
mandrel (6) into the final shape of the can body and at the same time a central non-positive
or frictional connection is formed which is suitable for the gripping of the cut blank
(Z) by transporting devices (3), the area finish-bent to this extent having an inscribed
angle of 120...190° and the side end areas extending beyond the bent area remaining
unshaped,
- in a further step the cut blank (Z) bent to this extent is gripped symmetrically
at both sides and the still unshaped side areas of the cut blank (Z) are bent into
the final shape with further continual transportation and precise guidance of the
cut blank's (Z) edges.
2. A process according to claim 1, characterized in that the inscribed angle of the finish-bent
central area is 180°.
3. A process according to claim 1 or 2, characterized in that the cut blank (Z) is gripped
at its rear edge over a width corresponding to at least 1/10 of the width of the cut
blank (Z).
4. A device with a lower arm member (18), an outer shaping tool (24,25), a facility for
guiding the edges of the can body prior to seam joining, two rotating transporting
devices arranged in series (1,2) with pawls (4,11), the second transporting device
(2) featuring two lateral transporting means (8,9), and a seam-joining facility for
carrying out the process according to claims 1 to 3,
characterized in that
- already in the area of the initial bending of the cut blank (Z), the lower arm member
(18) is configured as an inner shaping mandrel (6), the circumference of which corresponds
to the inside cross-section of the finished can body, and that the inner shaping mandrel
(6) exhibits a central recess on its underside in longitudinal direction,
- the first transporting device (1) is configured as a transporting means (3) located
under the inner shaping mandrel (6) over a partial length of the same in its longitudinal
centre plane (M),
- the pawls (4) of the transporting means (3) extend into the recess of the inner
shaping mandrel (6),
- the transporting means (3) features elastic chain supports (5) extending from the
bottom up to the inner shaping mandrel (6),
- the two inner sides of a first part of the outer shaping tool (24,25) are gradually
guided upwards from a plane extending over at least one cut blank length so far towards
the longitudinal centre plane (M) that they correspond to the lower part of a finished
can body, the outer shaping tool (24,25) featuring a central recess for the passage
of the transporting means (3) travelling in the longitudinal centre plane
- outer guide rails (26,27) with a spacing corresponding to the width of the cut blank
are assigned to the guidance plane from which the outer shaping tool (24,25) emerges,
- in addition to the dogs configured as pawls (11), the transporting means (8,9) of
the second transporting device (2) feature non-elastic supports (12) extending to
the finish-bent part of the can body,
- the first part of the outer shaping tool (24,25) is followed by a second part of
the outer guide tool (31...33; 42...44) which further forms the can bodies up to their
final shape, the outer guide tool (31-33; 42-44) featuring lateral recesses for the
passage of the lateral transporting means (8,9), the two transporting means (8,9)
being of identical configuration mirror-image-wise.
5. A device according to claim 4, characterized in that the pawls (4) of the transporting
means (3) arranged in the longitudinal centre plane (M) exhibit a width of at least
1/10 of the cut blank width (Z).
6. A device according to claim 4 or 5, characterized in that the lateral transporting
means (8,9) are arranged in a plane running through the axis of the can body finish-bent
to this extent.
7. A device according to any of claims 4 to 6, characterized in that the inner shaping
mandrel (6) consists of individual axially parallel guide rods (14,15) whose outer
generatrices correspond to the inside cross-section of the finished can body and that
the central recess of the inner shaping mandrel (6) is formed by the space between
two lower guide rods (15) disposed at the same level and that the guide rods (14,15)
are fixed to inner supporting elements (16,17) connected indirectly to a frame (21).
8. A device according to claim 7, characterized in that the upper guide rods (14) of
the inner shaping mandrel (6) - viewed in the direction of transportation - commence
later than the lower guide rods (15).
9. A device according to claim 7 or 8, characterized in that the upper and lower supporting
elements (16,17) which support the guide rods (14,15) are height-adjustable relative
to each other.
10. A device according to any of claims 4 to 9, characterized in that the first part of
the outer shaping tool is formed from guide rods (24,25) which are arranged in one
plane over at least one cut blank length and thereafter are gradually guided upwards
so far towards the longitudinal centre plane (M) that the imaginary curve formed by
their inner generatrices corresponds to the lower part of the finished can body, the
guide rods (24,25) being fixed to support elements (22,23) connected to the frame
(21).
11. A device according to any of claims 4 to 10, characterized in that the second part
of the outer shaping tool, which further forms the can bodies up to their final shape,
consists of guide rods (31 ... 33) and/or rollers (42...44).
12. A device according to claim 11, characterized in that the guide rods (31...33) of
the outer shaping tool are assigned to a right-hand and a left-hand upper and a lower
supporting element (28...30) which are each individually adjustable.
13. A device according to claim 11, characterized in that the rollers (42...44) of the
outer shaping tool are assigned to a right-hand and a left-hand upper and a lower
roller guide tool (39...41) which are each individually adjustable.
14. A device according to claim 11, characterized in that the rollers (42...44) of the
outer shaping tool exhibit a concave contour adapted to the outer contour of the bent
can body.
15. A device according to any of claims 4 to 14, characterized in that the transporting
means arranged under the inner shaping mandrel (6) and in its longitudinal centre
plane (M) is configured as a double roller chain (3).
16. A device according to any of claims 4 to 15, characterized in that the transporting
means (3) arranged under the inner shaping mandrel (6) and in its longitudinal centre
plane (M) is height-adjustable using lifting elements (7).
17. A device according to any of claims 4 to 16, characterized in that the lateral transporting
means (8,9) are configured as single roller chains (10).
18. A device according to any of claims 4 to 17, characterized in that the lateral transporting
means (8,9) are height-adjustable using lifting elements (13) and radially adjustable
using slide elements (49).
19. A device according to any of claims 4 to 18, characterized in that a lower and an
upper slide skid (46,47) are arranged at the exit-side end of the grooved rail.
1. Procédé de fabrication de corps de boîtes à joint longitudinal à partir de flans individuels
plats (Z),
comprenant les opérations suivantes:
- prise d'un flan (Z) dans un magasin,
- préhension centrée du flan (Z) au niveau de son bord arrière et acheminement du
flan (Z) dans une station de formage,
- pliage continu du flan (Z) et
- formage du joint,
caractérisé en ce que
- dans un premier temps seule la partie médiane du flan (Z) est pliée autour d'un
mandrin de formage intérieur (6) jusqu'à obtention de la forme finale du corps de
la boîte et que simultanément une adhérence ou connexion par friction centrale appropriée
est établie en vue de la préhension du flan (Z) par des moyens de transport (3), la
partie ainsi pliée à sa forme finale présentant un angle inscrit de 120 à 190° et
les parties latérales d'extrémité, situées au-delà de la partie pliée, restant indéformées,
- que dans une opération consécutive le flan (Z) ainsi plié est saisi symétriquement
des deux côtés et les parties latérales du flan (Z) qui n'ont pas encore été déformées
sont pliées à leur forme finale sans interruption du transport continu et du guidage
précis des bords du flan (Z).
2. Procédé selon la revendication 1 caractérisé en ce que l'angle inscrit de la partie
médiane pliée à sa forme finale est égal à 180°.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la préhension
du flan (Z) au niveau de son bord arrière s'effectue sur une largeur correspondant
à au moins 1/10 de la largeur du flan (Z).
4. Dispositif destiné à la mise en oeuvre du procédé selon les revendications 1 à 3,
comprenant un bras inférieur (18), un outil de formage extérieur (24, 25), un dispositif
de guidage des bords du corps de la boîte avant l'assemblage du joint, deux dispositifs
rotatifs de transport (1, 2) agencés en série et dotés d'éléments d'entraînement (4,
11), le second dispositif de transport (2) présentant deux moyens de transport latéraux
(8, 9), et un dispositif d'assemblage du joint,
caractérisé en ce que
- le bras inférieur (18) présente déjà au niveau du pliage initial du flan (Z) la
forme d'un mandrin de formage intérieur (6) dont la circonférence correspond à la
dimension intérieure du corps de boîte fini et que le mandrin de formage intérieur
(6) présente dans le sens de la longueur un évidement central sur sa face inférieure,
- que le premier dispositif de transport (1) se présente sous forme d'un moyen de
transport (3) situé sous le mandrin de formage intérieur (6) et s'étendant sur une
longueur partielle de ce dernier dans son plan médian longitudinal (M),
- que les éléments d'entraînement (4) du moyen de transport (3) s'étendent dans l'évidement
du mandrin de formage intérieur (6),
- que le moyen de transport (3) présente des supports élastiques (5) s'étendant depuis
le bas jusqu'au mandrin de formage intérieur (6),
- que les deux faces internes d'une première partie de l'outil de formage extérieur
(24, 25) sont menées graduellement vers le haut, depuis un plan s'étendant au minimum
sur une longueur de flan, vers le plan médian longitudinal (M) jusqu'à ce qu'elles
correspondent à la partie inférieure d'un corps de boîte fini l'outil de formage extérieur
(24, 25) présentant un évidement central pour le passage du moyen de transport (3)
se déplaçant dans le plan médian longitudinal,
- que des rails de guidage extérieurs (26, 27), présentant un écartement correspondant
à la largeur du flan, sont affectés au plan de guidage d'où émerge l'outil de formage
extérieur (24, 25),
- qu'en plus des éléments d'entraînement (11) sous forme de cliquets, les moyens de
transport (8, 9) du second dispositif de transport (2) présentent des supports non-élastiques
(12) s'étendant jusqu'à la partie du corps de boîte pliée à sa forme finale,
- et qu'en amont de la première partie de l'outil de formage extérieur (24, 25) se
trouve une seconde partie de l'outil de guidage extérieur (31 à 33; 42 à 44), poursuivant
et achevant le formage des corps de boîtes, l'outil de guidage extérieur (31 à 33;
42 à 44) présentant des évidements latéraux pour le passage des moyens de transport
latéraux (8, 9) et les deux moyens de transport latéraux (8, 9) présentant en miroir
une configuration identique.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la largeur des éléments
d'entraînement (4) du moyen de transport (3) agencé dans le plan médian longitudinal
(M) est au moins égale à 1/10 de la largeur du flan (Z).
6. Dispositif selon l'une des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que les moyens
de transport latéraux (8, 9) sont disposés dans un plan passant par l'axe du corps
de boîte ayant à ce niveau déjà été plié à sa forme finale.
7. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que le mandrin
de formage intérieur (6) consiste en des barres de guidage individuelles à axes parallèles
(14, 15), dont les génératrices extérieures correspondent à la dimension intérieure
du corps de boîte fini, que l'évidement central du mandrin de formage intérieur (6)
est formé par l'espace compris entre deux barres de guidage inférieures (15) situées
à un même niveau et que les barres de guidage (14, 15) sont fixées à des éléments
supports intérieurs (16, 17) indirectement solidaires d'un châssis (21).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les barres de guidage supérieures
(14) du mandrin de formage intérieur (6) commencent - vues dans le sens du transport
- plus tard que les barres de guidage inférieures (15).
9. Dispositif selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que les éléments
supports supérieurs et inférieurs (16, 17) portant les barres de guidage (14, 15)
sont réglables en hauteur les uns par rapport aux autres.
10. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 9, caractérisé en ce que la première
partie de l'outil de formage extérieur est constitué par des barres de guidage (24,
25), disposées dans un plan s'étendant au minimum sur une longueur de flan et menées
ensuite graduellement vers le haut vers le plan médian longitudinal (M), jusqu'à ce
que la courbe imaginaire formée par leurs génératrices intérieures corresponde à la
partie inférieure du corps de boîte fini, les barres de guidage (24, 25) étant fixées
à des éléments supports (22, 23) solidaires du châssis (21).
11. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 10, caractérisé en ce que la seconde
partie de l'outil de formage extérieur poursuivant et achevant le formage des corps
de boîtes est formé de barres de guidage (31 à 33) et/ou de rouleaux (42 à 44).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que les barres de guidage
(31 à 33) de l'outil de formage extérieur sont affectées à des éléments supports supérieur
gauche, supérieur droit et inférieur (28 à 30), individuellement réglables.
13. Dispositif selon la revendication 11 caractérisé en ce que les rouleaux (42 à 44)
de l'outil de formage extérieur sont affectés à des outils de guidage des rouleaux
supérieur gauche, supérieur droit et inférieur (39 à 41), individuellement réglables.
14. Dispositif selon la revendication 11 caractérisé en ce que les rouleaux (42 à 44)
de l'outil de formage extérieur présentent un contour concave adapté au contour extérieur
du corps de boîte plié.
15. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 14, caractérisé en ce que le moyen de
transport disposé sous le mandrin de formage intérieur (6) dans le plan médian longitudinal
(M) de ce dernier se présente sous forme d'une chaîne à rouleaux double (3).
16. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 15, caractérisé en ce que le moyen de
transport (3) disposé sous le mandrin de formage intérieur (6) dans le plan médian
longitudinal (M) de ce dernier est réglable en hauteur par l'intermédiaire d'éléments
de levage (7).
17. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 16, caractérisé en ce que les moyens
de transport latéraux (8, 9) se présentent sous forme de chaînes à rouleaux simples
(10).
18. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 17, caractérisé en ce que les moyens
de transport latéraux (8, 9) sont réglables en hauteur au moyen d'éléments de levage
(13) et dans le sens radial au moyen d'éléments de décalage (49).
19. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 18, caractérisé en ce qu'un patin supérieur
et un patin inférieur (46, 47) sont disposés à l'extrémité côté sortie du rail rainuré
(38).