(19)
(11) EP 0 336 092 A3

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(88) Veröffentlichungstag A3:
05.12.1990  Patentblatt  1990/49

(43) Veröffentlichungstag A2:
11.10.1989  Patentblatt  1989/41

(21) Anmeldenummer: 89103059.5

(22) Anmeldetag:  22.02.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F04D 27/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE GB IT LI NL

(30) Priorität: 02.04.1988 DE 3811230

(71) Anmelder: MAN Gutehoffnungshütte Aktiengesellschaft
46122 Oberhausen (DE)

(72) Erfinder:
  • Blotenberg, Wilfried, Dr.-Ing.
    D-4220 Dinslaken (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren zum Schützen eines Turboverdichters vor Pumpen mittels Abblasens über ein Abblaseventil sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens


    (57) Bei bekannten Verfahren der genannten Art werden eine kontinuierliche Pumpgrenzregelung und eine im Notfall eingreifende Sicherheitssteuerung parallel betrieben. Beim Ansprechen der Sicherheitssteuerung kommt es entweder zu einer vollständigen, in ihrem Verlauf nicht aufzuhaltenden Öffnung des Abblaseven­tils (2) mit der Folge eines Druckeinbruchs im nachge­schalteten Prozeß oder die Öffnungsgeschwindigkeit des Abblaseventils (2) wird durch die Betätigungsein­richtung (21) des Abblaseventils (2) begrenzt, was zu einer langsameren Reaktion im Störungsfall führt. Das neue Verfahren soll diese Nachteile beheben.
    Das neue Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß bei Ansprechen der Sicherheitssteuerung das Druck­medium für Abblaseventilbetätigung unter Umgehung des Stellungsreglers unmittelbar abgeführt wird und daß bei Rücksetzen der Sicherheitssteuerung das Abführen des Druckmediums beendet und die Regelung wieder allein vom Pumpgrenzregler (41) sowie dem nachge­schalteten Stellungsregler übernommen wird. Mit dem neuen Verfahren wird erreicht, daß das Abblaseventil (2) bei einer Schnellöffnung mit seiner technisch maxi­mal möglichen, vom Stellungsregler unabhängigen Ver­stellgeschwindigkeit und nur noch soweit wie erfor­derlich in Öffnungsrichtung verstellt wird, um eine auftretende Störung aufzufangen. Ein verspätetes oder übermäßig starkes oder langes Abblasen mit seinen nachteiligen Folgen wird so vermieden.
    Das neue Verfahren eignet sich für Turboverdichter unterschiedlicher Anwendungsbereiche, insbesondere für Großverdichter.







    Recherchenbericht