(57) Bei bekannten Verfahren der genannten Art werden eine kontinuierliche Pumpgrenzregelung
und eine im Notfall eingreifende Sicherheitssteuerung parallel betrieben. Beim Ansprechen
der Sicherheitssteuerung kommt es entweder zu einer vollständigen, in ihrem Verlauf
nicht aufzuhaltenden Öffnung des Abblaseventils (2) mit der Folge eines Druckeinbruchs
im nachgeschalteten Prozeß oder die Öffnungsgeschwindigkeit des Abblaseventils (2)
wird durch die Betätigungseinrichtung (21) des Abblaseventils (2) begrenzt, was zu
einer langsameren Reaktion im Störungsfall führt. Das neue Verfahren soll diese Nachteile
beheben. Das neue Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß bei Ansprechen der Sicherheitssteuerung
das Druckmedium für Abblaseventilbetätigung unter Umgehung des Stellungsreglers unmittelbar
abgeführt wird und daß bei Rücksetzen der Sicherheitssteuerung das Abführen des Druckmediums
beendet und die Regelung wieder allein vom Pumpgrenzregler (41) sowie dem nachgeschalteten
Stellungsregler übernommen wird. Mit dem neuen Verfahren wird erreicht, daß das Abblaseventil
(2) bei einer Schnellöffnung mit seiner technisch maximal möglichen, vom Stellungsregler
unabhängigen Verstellgeschwindigkeit und nur noch soweit wie erforderlich in Öffnungsrichtung
verstellt wird, um eine auftretende Störung aufzufangen. Ein verspätetes oder übermäßig
starkes oder langes Abblasen mit seinen nachteiligen Folgen wird so vermieden. Das neue Verfahren eignet sich für Turboverdichter unterschiedlicher Anwendungsbereiche,
insbesondere für Großverdichter.
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