[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchte mit einem transparenten Leuchtengehäuse und einem
innerhalb des Leuchtengehäuses angeordneten, einer Lichtquelle zugeordneten Reflektor
aus einem Trägermaterial mit Reflexionsschicht.
[0002] Als Trägermaterial für Reflektoren werden vorzugsweise metallische Werkstoffe, zunehmend
jedoch auch Kunststoffe eingesetzt. Hierbei sind Metalle, beispielsweise eloxiertes
Aluminiumblech normalerweise undurchsichtig, so daß ein solcher, eine Lichtquelle
abdeckender Reflektor auf seiner Außenseite dunkel erscheint. Demgegenüber sind Kunststoffreflektoren
meist mit einer Spiegelschicht bedampft, die im Normalfall ebenfalls undurchsichtig
ist. Solche Reflexionsschichten können für Licht aber auch teildurchlässig, insbesondere
im Infrarotbereich sein. Bekannt sind jedoch nur teildurchlässig bedampfte Reflektoren
aus klar transparentem Material, die einen Teil des von einer Lampe ausgehenden Lichtes
durchscheinen lassen.
[0003] Werden Reflektoren aus einem der vorbeschriebenen Trägermaterialien in Leuchten mit
einem transparenten Gehäuse eingebaut, so haben diese des nachts, d.h. während des
Lampenbetriebes, ein vom Tageseindruck sehr abweichendes Erscheinungsbild, welches
als unbefriedigend angesehen wird. Eine am Tage ästhetisch wirkende Leuchte hat aufgrund
des Reflektors zwar gute lichtlenkende Eigenschaften, verliert dadurch bei Nacht aber
regelmäßig den gewohnten Formeindruck.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Leuchte mit transparentem Leuchtengehäuse
trotz Verwendung eines Reflektors zur Lichtlenkung das visuelle Erscheinungsbild des
Leuchtengehäuses bei eingeschalteter Lichtquelle während der Nacht dem Erscheinungsbild
bei Tag anzugleichen und bei genügend hohem Anteil gerichteten Lichtes auf eine Nutzfläche
eine möglichst gleichmäßige Helligkeitsverteilung auf der Oberfläche des Leuchtengehäuses
zu erhalten.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Leuchte mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs(1)
gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstände der Unteransprüche.
[0006] Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß aufgrund der teildurchlässigen Bedampfung
des Reflektors ein Teil des von der Lichtquelle ausgehenden Lichtes durch die Reflexionsschicht
hindurch in das eingetrübte Trägermaterial gelangt. Die Eintrübung bewirkt eine Streuung
dieses Lichtanteiles, so daß der Formeindruck des Leuchtengehäuses bei eingeschalteter
Lichtquelle während der Nacht erhalten bleibt.
[0007] Anhand der aus einer Fig. bestehenden Zeichnung wird die Erfindung nachstehend näher
erläutert.
[0008] Die gezeigte Außenleuchte hat ein kugelförmiges Leuchtengehäuse (1), welches aus
einem schmalen ringförmigen Mittelteil (1a) und dessen beide offenen Seiten verschließenden
Abdeckungen(1b) gebildet ist. Die beiden etwa schalenförmigen Abdeckungen sind aus
transparentem Material, vorzugsweise versehen mit einem Oberflächendessin nebst leichter
Struktur, und geben durch ihre Form der an einem Mast (2) befestigten Leuchte bei
Tag ein bestimmtes charakteristisches Erscheinungsbild. Innerhalb des Leuchtengehäuses
sind eine Lichtquelle (3), beispielsweise eine ellipsoidkolbenförmige Hochdrucklampe
und lediglich angedeutete Armaturen (4) am Mittelteil(1a) befestigt. Um die Lichtquelle
(3) ist als erfindungswesentliches Element ein haubenförmiger Reflektor (5) angeordnet,
dessen äußere Kontur bei Tag vom Auge eines Betrachters gar nicht oder nur als leichter
Schatten wahrgenommen wird.
[0009] Der Reflektor (5) besteht aus einem eingetrübten, durchscheinenden Kunststoff-Trägermaterial,
vorzugsweise aus Polymethyl-Methacrylat (PMMA) oder aus Polycarbonat (PC). Aus einem
solchen Trägermaterial läßt sich insbesondere durch Warmverformung der Reflektor-Grundkörper
herstellen, der anschließend auf seiner der Lampe zugekehrten Innenseite mit einer
teildurchlässigen Reflexionsschicht bedampft ist. Die Bedampfung erfolgt zumeist im
Vakuum, wobei die verdampfte Menge des Beschichtungsmaterials, beispielsweise Aluminium,
die Dicke der Reflexionsschicht vorgibt. Dadurch lassen sich letztlich auch die Anteile
des reflektierten und des durchgelassenen Lichtes bestimmen.
[0010] Bei eingeschalteter Lichtquelle (3) wird das von ihr ausgehende Licht somit überwiegend
mittels der Reflexionsschicht gerichtet auf eine Nutzfläche reflektiert, so daß ein
guter lichttechnischer Wirkungsgrad der Leuchte garantiert ist. Der Restanteil des
Lichtes gelangt durch die im visuellen Wellenlängenbereich teildurchlässig bedampfte
Reflexionsschicht in das eingetrübte Trägermaterial. Dieses streut das Restlicht innerhalb
des Leuchtengehäuses auf die Abdeckungen, die damit in technisch befriedigender Weise
gleichmäßig erhellt wirken. Da sich der Reflektor zudem nicht als dunkler Schatten
abhebt, wird der Formeindruck der Leuchte auch bei Nacht beibehalten. Je nach der
Eintrübung des verwendeten durchscheinenden Trägermaterials und der Durchlässigkeit
der Reflexionsschicht läßt sich so das visuelle Erscheinungsbild bei Nacht optimieren
und dem Tageseindruck anpassen. In jedem Fall verbleibt ein genügend hoher Anteil
gerichteten Lichtes auf der zu beleuchtenden Nutzfläche.
1. Leuchte mit einem transparenten Leuchtengehäuse und einem innerhalb des Leuchtengehäuses
angeordneten, einer Lichtquelle zugeordneten Reflektor aus einem Trägermaterial mit
Reflexionsschicht, dadurch gekennzeichnet, daß für den Reflektor-Grundkörper ein eingetrübtes,
durchscheinendes Trägermaterial verwendet ist, welches mit einer teildurchlässigen
Reflexionsschicht im visuellen Wellenlängenbereich bedampft ist.
2. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial ein Polymethyl-Methacrylat
(PMMA) ist.
3. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägermaterial ein Polycarbonat
(PC) ist.