| (19) |
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(11) |
EP 0 336 331 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.10.1991 Patentblatt 1991/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.04.1989 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E21D 11/10 |
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| (54) |
Anlage zur Betonverteilung insbesondere für den Tunnel- und Stollenbau
Installation for distributing concrete, in particular for tunneling
Installation pour la distribution de béton, en particulier pour la construction de
tunnels
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
07.04.1988 DE 3811585
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.10.1989 Patentblatt 1989/41 |
| (73) |
Patentinhaber: STETTER GMBH |
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D-87700 Memmingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Riker, Rudolf, Dipl.-Ing. (FH)
D-8940 Memmingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hübner, Hans-Joachim, Dipl.-Ing. |
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Mozartstrasse 31 87435 Kempten 87435 Kempten (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 706 244 US-A- 3 556 116
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DE-A- 3 610 118 US-A- 3 561 223
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage und ein Verfahren zur Verteilung von Beton insbesondere
für den Tunnel-und Stollenbau. Wie sich aus der DE-A-2706244 ergibt ist an eine von
einer Betonpumpe kommenden Förderleitung über eine Verteilleitung eine Anzahl Zweigleitungen
angeschlossen, die stirnseitig in den Schalungsraum führen. Die Zweigleitungen verlaufen
zuerst in radialer Richtung im Tunnel nach außen und sind dann in axialer Richtung
abgewinkelt. Jede Zweigleitung kann mittels eines Absperrventils geöffnet und geschlossen
werden. Nach Füllung eines Schalungsraumes kommt der Beton in der jeweiligen Zweigleitung
zur Ruhe und es besteht die Gefahr des Abbindens, insbesondere wenn keine Abbindeverzögerer
für die Betonmischung eingesetzt werden. Auch im Fall von Betriebsstörungen muß zur
Verhinderung des Abbindens des Betons in der Verteilleitung und in Zweigleitungen
das ganze Leitungssystem auseinandergebaut, der Beton ausgeschüttet und die Rohre
ausgespült werden.
[0002] Aus der US-A-3,556,116 ist eine Verteilanlage für Beton bekannt, bei der sich an
eine Förderleitung eine Verteilleitung anschließt, die in Abständen hintereinanderliegend
eine Anzahl Zweigleitungen aufweist. Im Gegensatz zum vorbeschriebenen Stand der Technik,
bei dem eine sternförmige Verteilung vorgeschlagen wird, wird hier eine Hintereinanderschaltung
der Zweigstellen verwendet.
[0003] Um das Erhärten von Beton in einer in einen Schalungsraum einführenden Leitung zu
vermeiden, ist es aus der DE-A-3610118 bekannt, an der Einspritzstelle ein Umschaltventil
zu verwenden, das eine erste Stellung ausweist, in der die Zufuhrleitung mit einer
Einspritzleitung kommuniziert und eine zweite Stellung aufweist, in der die Zufuhrleitung
durch eine Verschlußeinrichtung ersetzt ist, die es gestattet, die Einspritzleitung
durch Einführen eines Verschlußstopfens zu verstopfen. Auch sind Wasserleitungsanschlüsse
veranschaulicht, um die Zufuhrleitung in Rückwärtsrichtung auszuspülen, jedoch läßt
sich auf diese Weise eine mit Beton gefüllte Zufuhrleitung nicht ausreichend reinigen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anlage zu schaffen, mit der es jederzeit möglich
ist, die Verteilleitung einschließlich der Zweigleitungen von abbindendem Beton freizuhalten
ohne die Verteilleitung und/oder die Zweigleitungen demontieren zu müssen.
[0005] Diese Aufgabe löst eine Anlage gemäß Patentanspruch 1. Die Entleerungsleitung ist
vorzugsweise über ein Absperrventil ständig mit einer ansich bekannten Betonausdrückvorrichtung
verbunden. Tritt nun eine Betriebsstörung auf, die insbesondere im Tunnelbau viele
Ursachen haben kann, so wird die Förderleitung an geeigneter Stelle z.B. mittels eines
Zweiwegeschiebers an den Auffangbehälter angeschlossen und nach Öffnen des Absperrventils
in der Entleerungsleitung ein Reinigungsstopfen oder Reinigungsball mittels Druckwasser
in das Leitungssystem gedrückt, wodurch die Betonsäule aus der Verteilleitung und
dem anschließenden Teil der Förderleitung ausgeschoben wird. Alle Zweigleitungen sind
durch die Verschlußstopfen ausgefüllt, sodaß das Leitungssystem restlos vom Beton
befreit werden kann.
[0006] Anstelle des Ausdrückens der Betonsäule mittels Druckwasser kann durch Umschalten
der Betonpumpe auf Saugbetrieb die Betonsäule auch ausgesaugt werden, jedoch muß immer
der Reinigungsstopfen oder Reinigungsball verwendet werden, um auch Betonreste zu
entfernen.
[0007] Die Erfindung ermöglicht es, herkömmlichen Beton ohne Abbindeverzögerer zu verwenden,
was bisher nicht möglich schien und es können sogar Abbindebeschleuniger eingesetzt
werden, da das Verteilsystem entleert werden kann, wenn ein Betonring fertiggestellt
worden ist, und notwendigerweise eine Betonierpause während des anschließenden Umsetzens
eines Innenschalungsringes auftritt.
[0008] Die Erfindung ermöglicht es, den Verschlußstopfen in jeder Zweigleitung so auszubilden,
daß er in seiner Offenstellung den abgehenden Teil der Verteilleitung sperrt, sodaß
sich stromab der jeweiligen Zweigstelle kein Beton in der Verteilleitung befindet.
Wenn alle Zweigstellen in Hintereinanderanordnung nacheinander bedient werden, kommt
der Betonfluß nirgendwo im System zum Stillstand, was bei schnell abbindendem Beton
sehr vorteilhaft ist.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt die Maßnahmen gemäß Anspruch 14. Je nach den
Eigenschaften des momentan für das Betonieren verwendeten Betons kann es erforderlich
werden, das Leitungssystem nach Fertigstellung jedes Betonringes zu entleeren oder
bei langsam abbindendem Beton diese Entleerung lediglich am Ende der wöchentlichen
Arbeitszeit bzw. bei Betriebsstörungen vorzunehmen. Die Erfindung ermöglicht gemäß
Anspruch 16 einen vollautomatischen Betrieb, der auch den Entleerungsvorgang umfaßt.
So wird die Stillstandszeit der Betonpumpe laufend automatisch gemessen und mit einem
auf die Betonqualität eingestellten zeitlichen Grenzwert verglichen und bei Erreichen
dieses Grenzwertes der Entleerungsvorgang automatisch eingeleitet, während die Betonpumpe
gestoppt bleibt. Wichtig ist dabei, daß in jedem beliebigen Betonierstadium die Entleerung
des Systems bewirkt werden kann, sodaß die Erfindung einen hohen Sicherheitsgrad insbesondere
beim Betonieren von Tunnelröhren schafft.
[0010] Anhand der Zeichnung, die einige Ausführungsbeispiele darstellt, sei die Erfindung
näher beschrieben. Es zeigen
- FIG. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Betonverteilanlage in einem Tunnel,
- FIG. 2-4
- jeweils einen Längsschnitt durch den Tunnel mit den Positionen für die einzelnen Schalungen
und der Verteilleitung entsprechend dem jeweiligen Betonierfortschritt
- FIG. 5, 6
- Schnittansichten im Bereich einer Zweigstelle der Verteilleitung im Detail,
- FIG. 7
- eine perspektivische Ansicht einer Verteilanlage mit abgewandelter Verteilleitung,
- FIG. 8-10
- Schnittansichten des Tunnels ähnlich denjenigen gemäß FIG. 2-4, jedoch unter Verwendung
der Verteilanlage gemäß FIG. 7,
- FIG. 11, 12
- Ansichten der Zweigstellen der Verteilleitung gemäß FIG. 7,
- FIG. 13
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Verteilanlage
- FIG. 14-16
- Schnittansichten des Tunnels zur Erläuterung des Betonierverfahrens unter Verwendung
der Verteilleitung gemäß FIG. 13,
- FIG. 17, 18
- Ansichten einer Zweigstelle bei der Verteilleitung gemäß FIG. 13 im Detail,
- FIG. 19, 20
- Ansichten einer Zweigstelle einer Verteilleitung für radiales Zuführen für Beton durch
eine Innenschalung und
- FIG. 21
- eine perspektivische Ansicht einer Verteilanlage mit einer vereinfachten Ausführungsform
der Verteilleitung.
[0011] Die Verteilanlage gemäß FIG. 1 umfaßt einen Betonmischbehälter 10, eine doppelt wirkende
Betonpumpe 12, das übliche Umschaltventil 14, eine Förderleitung 16 mit schematisch
veranschaulichter Teleskop-Rohrverlängerung 18 und eine ringförmige Verteilleitung
30, die in einer Querebene eines Tunnels und damit im wesentlichen rechtwinklig zur
Längserstreckung der Förderleitung 16 angeordnet ist und eine Anzahl in Umfangsabständen
angeordneter Abzweigstellen 32 aufweist und die über eine Rohrschleife 39, 40 an die
Förderleitung 16 angeschlossen ist. Die Verteilleitung 30 liegt auf einem Durchmesser,
der größer ist, als der Durchmesser einer inneren Ringschalung 22 und verläuft dicht
benachbart einer Stirnschalung 24, die einen Schalungsraum zwischen einer äußeren
Ringschalung 20 und der inneren Ringschalung 22 nach vorn abschließt. Damit liegt
die Verteilleitung 30 im Ringspalt 42 zwischen äußerer und innerer Ringschalung und
dank der engen Nachbarschaft zur Stirnschalung 24 genügen kurze gerade Zweigleitungen
34 an jeder Zweigstelle 32, die die Stirnschalung 24 durchdringen. Die Förderleitung
16 ist im Inneren des Tunnels über die Ebene der Stirnschalung 24 hinaus verlängert.
Ein Rohrbogen 39 erstreckt sich um den Vorderrand eines Druckringes 76 herum und ein
anschließendes Verbindungsrohr 40 überbrückt die Breite eines Innenschalungssegmentes
einschließlich der Breite des Druckringes, wie sich insbesondere aus FIG. 2 ergibt.
Diese Rohrschleife ist notwendig, um den nächsten inneren Schalungsring 22 montieren
zu können. An jeder Zweigstelle 32 ist ein Absperrorgan 36 vorgesehen mit dem die
Zweigleitung 34 absperrbar ist.
[0012] Die Verteilleitung 30 erstreckt sich längs eines Umfangswinkels von mehr als 270°
und an ihr Ende ist über eine Rohrschleife 44, 46, die der Rohrschleife 39, 40 entspricht
und denselben Zweck erfüllt, eine Entleerungsleitung 48 angeschlossen, die sich parallel
zur Förderleitung 16 erstreckt und in den Tunnel zurückläuft. Die Entleerungsleitung
48 ist über ein Ventil 50 mit einer Betonausdrückvorrichtung 52 verbunden, welche
eine Halteeinrichtung 54 für einen Reinigungsstopfen 55 aufweist. Eine Druckwasserpumpe
56 ist an die Haltevorrichtung 54 angeschlossen. Von der Entleerungsleitung 48 zweigt
noch eine Umwälzleitung 58 ab, die durch ein Ventil 51 absperrbar ist und in den Mischbehälter
10 zurückführt.
[0013] Das Absperrventil 36 gemäß FIG. 5 und 6 hat drei Schnellkupplungen 38, mittels deren
es an den ankommenden Teil 30a der Verteilleitung 30, deren abgehenden Teil 30b und
die kurze gerade Zweigleitung 34 angeschlossen ist. In einem rückwärtigen zur kurzen
geraden Zweigleitung 34 koaxialen Verlängerungsrohr 60 ist ein Verschlußstopfen 66
in Form eines Kolbens verschiebbar gelagert, der eine gewölbte Vorderfläche 70 aufweist,
die für einen stetigen Übergang des Betonflusses aus dem ankommenden Teil 30a der
Verteilleitung 30 unter Umlenkung um 90° in die Zweigleitung 34 sorgt. Diese gewölbte
Stirnfläche 70 des Verschlußstopfens 66 sorgt auch dafür, daß der Verschlußstopfen
66 im Bereich des abgehenden Teils 30b der Verteilleitung 30 länger ausgebildet ist
und somit in der in FIG. 5 gezeigten Offenstellung den abgehenden Leitungsteil 30b
absperrt. Die Achse der Zweigleitung 34 und somit auch die Verschiebeachse 62 des
Verschlußstopfens 66 kreuzen die Achse 64 der Verteilleitung 30. Der Verschlußstopfen
66 ist rückseitig mit einem Antriebszylinders 69 verbunden, der ihn nach vorn in eine
Verschlußstellung verschiebt, in welcher der Verschlußstopfen 66 aus der Zweigleitung
34 über deren Mündungsstelle 68 hinaus in den Schalungsraum eindringt und dabei die
Zweigleitung 34 vollständig ausfüllt. Im rückwärtigen Bereich hat der Verschlußstopfen
66 einen Querkanal 74, der in der Schließstellung des Stopfens 66 den ankommenden
Teil 30a mit dem abgehenden Teil 30b der Verteilleitung 30 verbindet. Die Ringleitung
30 ist beidseitig jedes Absperrorgans 36 mittels Haltern 25 an der Stirnschalung 24
befestigt.
[0014] Zu Beginn des Betonierverfahrens befinden sich alle Verschlußstopfen 66 der Absperrorgane
36 mit Ausnahme des links unten veranschaulichten Absperrorgans in Schließstellung.
Beton wird also über die Förderleitung 16 und die Rohrschleife 39, 40 und durch die
Zweigleitung 34 des ersten Absperrorgans in den Schalungsraum eingepumpt. Der abgehende
Teil der Verteilleitung 30 ist gesperrt. Nachdem der untere Bereich des Schalungsraumes
in der linken Hälfte des Tunnels genügend gefüllt ist, wird das Absperrorgan 36 geschlossen,
wodurch der abgehende Teil der Verteilleitung 30 geöffnet wird. Der Beton kann nun
zu jeder beliebigen Zweigstelle 32 geführt werden, beispielsweise zum letzten Absperrorgan
36 am unteren Ende der Verteilleitung 30 in der rechten Tunnelhälfte. Die Verteilleitung
30 ist dann mit Beton gefüllt, da sich alle dazwischen befindlichen Absperrorgane
36 in Offenstellung befinden. In beliebiger Reihenfolge können nunmehr die anderen
Absperrorgane 36 nacheinander geöffnet werden, um einen Betonring 26 zu vervollständigen.
Während der Betonzufuhr in den Schalungsraum verschiebt sich die Stirnschalung 24,
die mit der Außenschalung 20 verbunden ist. Die Stirnschalung 24 wird teilweise durch
den Druck des eingepreßten Betons geschoben und teilweise durch einen Zylinder 28
gezogen, der an einem Rahmen 29 des Vortriebskopfes befestigt ist. Wenn die Stirnschalung
24 am vorderen Ende eines Innenschalungsringes 22 angekommen ist, ist der Betonring
26 fertiggestellt (FIG. 3). Dann wird der Druckring 76 mittels Zylinder 78 nach vorn
gezogen und ein neuer Innenschalungsring 22 montiert (FIG. 4) der dann mittels des
Druckringes 76 gegen die Innenschalung gedrückt wird. Anschließend setzt sich der
Betoniervorgang fort, um einen neuen Betonring im Bereich des Ringspaltes 42 herzustellen.
[0015] Tritt im Bereich des Schneidkopfes oder beim Umsetzen der Innenschalung oder bei
der Betonversorgung vor der Betonpumpe 12 eine Störung ein, so kann erst einmal das
Ventil 51 geöffnet werden, um durch Langsamlauf der Betonpumpe 12 den Beton im ganzen
Leitungssystem in Bewegung zu halten. Dabei befinden sich die Verschlußstopfen 66
sämtlichst in ihren Schließstellungen. Läßt sich die Störung nicht rechtzeitig beheben,
wird die Betonpumpe 12 abgeschaltet, ein Schieber 80 in der Förderleitung geschlossen
und ein Schieber 81 in einer an die Förderleitung angeschlossenen Auslaßleitung geöffnet,
wonach die Druckwasserpumpe 56 gestartet wird, die den in die Haltevorrichtung 54
eingesetzten Reinigungsstopfen 55 durch die Entleerungsleitung 48, die ringförmige
Verteilleitung 30 und den vor dem Schieber 80 liegenden Teil der Förderleitung 16
schiebt, wobei der in diesem Leitungssystem befindliche Beton in einem Auffangbehälter
82 ausgeschoben wird. Da die Querschnitte aller Leitungen 16, 30, 48 einschließlich
der Ventildurchgänge allenfalls unwesentlich voneinander abweichen, sorgt der elastisch
ausgebildete Reinigungsstopfen 55 für eine nahezu restlose Entleerung des Leitungssystems,
wobei das Druckwasser etwaige Betonreste ausspült.
[0016] In den FIG. 7 bis 12 ist eine Abwandlung der Verteilanlage gezeigt, die sich von
der vorbeschriebenen lediglich dadurch unterscheidet, daß die Verteilleitung 130 nicht
unmittelbar angrenzend an die Ebene A der Stirnschalung 24 sondern im Abstand davon
in einer Ebene B verläuft, sodaß die Verteilleitung 130 vor dem Druckring 76 verläuft.
Die Verteilleitung 130 ist für jede Abzweigstelle 32 unterbrochen. Die beiden Unterbrechungsenden
sind mittels einer sich in den Ringspalt 42 zwischen beiden Ringschalungen 20, 22
etwa parallel zur Tunnelachse bis nahe der Stirnschalung 24 hinein erstreckenden Rohrschleifen
84 miteinander verbunden, in deren Scheitel das Absperrorgan 36 angeordnet ist. Dadurch
werden im Ringspalt 42 zwischen je zwei Absperrventilen 36 Räume freigelegt, die für
andere Zwecke beispielsweise einer zusätzlichen Abstützung der Stirnschalung 24 dienen
können.
[0017] Die Verteilleitung 130 kann hier auch auf einem Durchmesser liegen, der kleiner als
derjenige der Innenschalung 22 ist. Wie sich aus FIG. 11 ergibt, besteht jede Rohrschleife
aus zwei parallelen, sich in Tunnellängsrichtung erstreckenden Rohren 84 und zwei
Rohrbögen 86, die mittels der Schnellkupplungen 38 mit dem Gehäuse des Absperrorgans
36 verbunden sind.
[0018] Die Verteilanlage gemäß FIG. 13 bis 18 besteht aus einer Verteilleitung 30, die keine
axialen Rohrschleifen aufweist, weil sie vor dem Druckring 76 angeordnet und an diesem
befestigt ist. Die beiden unteren Enden der Verteilleitung 30 sind durch ein Verbindungsrohr
miteinander verbunden, sodaß sich eine umfangsgeschlossene Ringleitung ergibt, an
deren Enden jeweils ein Absperrorgan 90 bzw. 91 vorgesehen ist. Ein weiteres Absperrorgan
93 schließt das Ende der Entleerungsleitung 48 ab. Die Verschiebeachse 162 (FIG. 18)
des Verschlußstopfens 166 kreuzt hier nicht die Ringachse der Verteilleitung 30, sondern
ist radial nach außen um einen Betrag versetzt, der gleich der Summe der Radien der
Zweigleitung 34 und der Verteilleitung 30 ist. Die Innenumfänge beider Leitungen tangieren
so miteinander. Das Rohrstück 160 zur Aufnahme des Verschlußstopfens 166 hat eine
Öffnung 92, durch die die Zweigleitung 34 mit der Verteilleitung 30 kommuniziert.
Das Verschlußstück 166 hat keinen Durchgangskanal entsprechend dem Kanal 74 bei den
vorbeschriebenen Ausführungsformen. Das Absperrorgan 36 hat einen Flachschieber 88,
der in einem Schlitz 94 des Ventilgehäuses verschiebbar ist und von einem Antriebszylinder
96 betätigt wird. Die Verschiebeebene des Flachschiebers 88 tangiert das Rohrstück
160 nahezu, bildet mit einer die Achse 162 dieses Rohrstückes 160 durchsetzenden Radialebene
der Verteilleitung 30 einen Winkel von etwa 30° und schließt in seiner Verschlußstellung
den abgehenden Teil der Verteilleitung 30 ab. Vorzugsweise liegen die Flachschieber
88 in beiden Ringhälften der Verteilleitung 30 oberhalb der jeweiligen Zweigstellen
32, weil es die Verteilanlage gemäß FIG. 13 bis 18 gestattet, Beton von unten her
in beide Hälften der Verteilleitung 30 einzuspeisen, ohne den übrigen Teil der Verteilleitung
30 mit Beton füllen zu müssen. Nachdem wie bei den vorbeschriebenen Ausführungen zuerst
die links unten befindliche Zweigleitung 34 bedient worden ist, werden die Ventile
90, 91 geöffnet, um die rechts unten liegende Zweigleitung 34 zu bedienen. Die Flachschieber
88 befinden sich in Schließposition. Anschließend kann auf die nächst höhere Zweigleitung
34 umgeschaltet werden, indem die Ventile 90, 91 geschlossen und der Flachschieber
88 des links unten angeordneten Ventils geöffnet wird. Nachdem ein Schalungsraum mit
Beton gefüllt ist (FIG. 14) wird der Druckring 76 mit Verteilleitung 30 und Stirnschalung
24 durch Betätigung des Zylinders 78 um eine Schalungsbreite nach vorn gezogen und
da in diesem Ausführungsbeispiel eine Tübbingschalung verwendet wird, ein neuer Ring
aus Tübbingsegmenten 98 montiert und mittels des Druckringes 76 an der verbleibenden
Tübbingschalung angedrückt (FIG. 15). Dann wird der Zylinder 28 betätigt, der wie
der Zylinder 78 an einem Nachlaufteil 100 der Schneidmaschine abgestützt ist, um die
Außenschalung 20 um eine Tübbingbreite vorzuziehen. Anschließend erfolgt das Einfüllen
des Betons in den Schalungsraum 27, wie beschrieben. Das Ergebnis zeigt FIG. 16.
[0019] Zur Entleerung der Verteilleitung 30 werden die beiden Ventile 90, 91 geschlossen
und das Ventil 93 wird geöffnet, nachdem in der Förderleitung 16 das Ventil 80 geschlossen
und im Auslaßrohr das Ventil 81 geöffnet worden ist. Dann kann der Reinigungsball
55 nach Anlaufen der Druckwasserpumpe 56 in der schon beschriebenen Weise durch das
ganze Leitungssystem gedrückt werden, um die Betonsäule in den Auffangbehälter 82
auszuschieben. Es versteht sich, daß während der Entleerung des Systems die Verschlußstopfen
166 sich in Schließstellung und die Flachschieber 88 sich in Offenstellung befinden.
Die Verbindungsleitung zwischen den beiden Ventilen 90, 91 kann ebenfalls anschließend
gespült werden, wenn die beiden Flachschieber 88 der beiden untersten Absperrorgane
136 geschlossen sind.
[0020] Die Figuren 19 und 20 veranschaulichen eine ringförmige Verteilleitung 30 mit Absperrorgan
36. Die Verteilleitung 30 liegt innerhalb einer inneren Ringschalung 22 und die Zweigleitungen
34 erstrecken sich in derselben Radialebene in der die Verteilleitung 30 liegt radial
auswärts und in die innere Ringschalung 22 hinein. Gegenüber FIG. 1 entfallen die
Rohrschleifen 39, 40. Ansonsten unterscheidet sich die Anlage prinzipiell nicht.
[0021] FIG. 21 zeigt eine Verteilanlage, die hinsichtlich der ringförmigen Verteilleitung
30 und der Absperrorgane 136 der Ausführungsform gemäß FIG. 13 entspricht. Abweichend
ist jedoch, daß die Verbindungsleitung mit den Ventilen zwischen den beiden unteren
Enden der Verteilleitung 30 entfällt. Es schließen sich parallele, in der Längsrichtung
verlauffende Rohre 17, 19 an, die mittels eines Zweiwegeventils 102 an die gemeinsame
Förderleitung 16 angeschlossen sind und wahlweise Beton von der Betonpumpe 12 erhalten.
Auch bei dieser Einfachausführung können beide Hälften der ringförmigen Verteilleitung
30 von unten her beschickt werden. Zur Entleerung werden die beiden Rohre 17, 19 mittels
der Schnellkupplungen 38 von der Verteilleitung 30 gelöst und es werden zwei Schläuche
104, 106 angekuppelt, deren einer in den Auffangbehälter 82 führt und deren anderer
mit der Entleerungsleitung 48 verbunden wird. Diese Ausführungsform ist dank fehlender
Ventile einfacher, erfordert aber manuelle Eingriffe zum Entleeren des Leitungssystems.
1. Anlage zur Betonverteilung insbesondere für den Tunnel- und Stollenbau, mit einer
von einer Betonpumpe (12) kommenden Förderleitung (16), an die sich eine Verteilleitung
(30; 130) anschließt, von der in Hintereinanderschaltung eine Anzahl, je ein Absperrorgan
(36; 136) aufweisender kurzer Zweigleitungen (34) abzweigen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zweigleitungen (34) eine Schalung (22; 24) eines Schalungsraumes (27) durchsetzen
und in diesem münden, daß jedes Absperrorgan (36; 136) einen Verschlußstopfen (66;
166) aufweist, der mittels einer Antriebseinrichtung (69) aus einer Schließstellung,
in der er in die Zweigleitung (34) bis mindestens zur Mündungsstelle (68) eingefahren
ist, um diese vollständig auszufüllen, in eine Offenstellung verstellbar ist, in der
er aus der Zweigleitung (34) soweit herausgezogen ist, daß er diese mit dem ankommenden
Teil der Verteilleitung (30; 130) verbindet und daß an einer Stelle der Verteilleitung
(30; 130), die von deren Einlaßende, längs der Verteilleitung (30; 130) gemessen am
weitesten entfernt ist, eine durch ein Absperrorgan (93) abgesperrte Entleerungsleitung
(48) angeschlossen oder eine Entleerungsleitung (48) anschließbar ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in ein Ende eines die Entleerungsleitung
(48), die Verteilleitung (30; 130) und mindestens einen Teil der Förderleitung (16)
umfassenden Leitungssystems ein Reinigungsstopfen (55) eingesetzt oder einsetzbar
ist und an das andere Ende dieses Leitungssystems eine Auffangvorrichtung (82) angeschlossen
oder anschließbar ist, und daß durch Druckmittelzufuhr an einem Ende des Leitungssystems
oder Unterdruckerzeugung an dessen anderem Ende der Reinigungsstopfen (55) durch das
ganze Leitungssystem bewegbar ist, um die Betonsäule aus dem Leitungssystem in die
Auffangvorrichtung (82) zu entleeren.
3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilleitung (30;
130) in einer Querebene zur Tunnelachse längs einer wenigstens angenähert kreisbogenförmigen
Bahn oder eines entsprechenden Polygonzuges verläuft.
4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilleitung (30; 130)
dicht benachbart einer verschiebbaren Stirnschalung (24) mit dieser verschiebbar im
Ringspalt (42) zwischen einer äußeren (20) und einer inneren Ringschalung (22) angeordnet
ist und daß an zwei Enden der Verteilleitung (30; 130) Verbindungsleitungen (39, 40,
44, 46) angeschlossen sind, die im Ringspalt (42) etwa parallel zur Tunnelachse zum
Vorderende der inneren Ringschalung (22) hin und um das Vorderende einer diese abstützenden
Schalungshalteanordnung (76) herum in den Tunnel zurücklaufen.
5. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Verteilleitung (130)
in einer vor der inneren Ringschalung (22) liegenden Ebene (B) erstreckt und für jedes
Absperrorgan (36; 136) eine Unterbrechung aufweist, deren beide Unterbrechungsenden
mittels einer sich in den Ringspalt (42) zwischen beiden Ringschalungen (20, 22) etwa
parallel zur Tunnelachse bis nahe der Stirnschalung (24) hinein erstreckenden Rohrschleife
(84, 86) miteinander verbunden sind, in deren Scheitel die Zweigleitung (34) mit Absperrorgan
(36; 136) angeordnet ist.
6. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteilleitung (30; 130) aus zwei etwa halbkreisförmig gebogenen oder polygonzugartig
abgewinkelten Leitungshälften besteht, die in derselben jeweils in der linken und
in der rechten Tunnelhälfte angeordnet sind, daß beide Leitungshälften nahe dem Bodenbereich
an die Förderleitung (16) angeschlossen oder anschließbar sind und daß eine Leitungshälfte
an die Entleerungsleitung (48) angeschlossen oder anschließbar ist.
7. Anlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hälften der ringförmigen
Verteilleitung (30; 130) im oberen Tunnelbereich miteinander kommunizieren und im
unteren Tunnelbereich durch ein Absperrorgan (90, 91) miteinander zu einer umfangsgeschlossenen
Ringleitung verbunden sind und daß die Förderleitung (16) auf einer Seite und die
Entleerungsleitung (48) auf der anderen Seite des Absperrorgans (90, 91), diesem jeweils
eng benachbart, in der Verteilleitung (30; 130) münden.
8. Anlage nach einem oder mehreren Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
alle Zweigleitungen (34) als kurze gerade Rohrstücke ausgebildet sind, die entweder
parallel zur Tunnelachse verlaufen und in einer Stirnschalung (24) münden oder in
einer Radialebene verlaufen und in etwa radialer Richtung eine innere Ringschalung
(22) durchsetzen.
9. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Absperrorgan (36; 136) der Verteilleitung (30; 130) als Zweiwegeschieber
ausgebildet ist, der den abgehenden Teil der Verteilleitung (30; 130) mit deren ankommenden
Teil verbindet, wenn sich der Verschlußstopfen (66; 166) in Schließstellung befindet
und den abgehenden Teil der Verteilleitung (30; 130) in seiner Offenstellung absperrt.
10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorderende des Verschlußstopfens
(66) im Bereich des abgehenden Teils der Verteilleitung (30; 130) verlängert ist und
in seiner Offenstellung eine zum abgehenden Teil der Verteilleitung (30; 130) führende
Ventilauslaßöffnung absperrt.
11. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Absperrorgan (136) im abgehenden Teil der Verteilleitung (30; 130) einen
separaten Absperrschieber (88) aufweist.
12. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß an das Ende
der Entleerungsleitung (48) eine Haltevorrichtung (54) für einen Reinigungsstopfen
(55) angeschlossen ist, die ihrerseits an eine Druckluft ― und/oder Druckwasserquelle
anschließbar ist.
13. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Achsen (62) der Zweigleitungen (34) von der Achse der Verteilleitung (30;
130) in deren radialer Richtung um ein Maß nach versetzt sind, das etwa gleich der
Summe der inneren Radien der Verteilleitung (30; 130) und der Zweigleitung (34) ist.
14. Verfahren zum Verteilen von Beton in mehrere Schalungsräume (27) über Zweigleitungen
(34), die an eine gemeinsame Förderleitung (16) angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß der Beton in mindestens einer an die Förderleitung (16) angeschlossenen Verteilleitung
(30; 130) in den Nachbarbereich eines ersten Schalungsraumes (27) und durch eine von
der Verteilleitung (30; 130) abzweigenden kurzen Zweigleitung (34) in diesen eingepumpt
wird, während die von der ersten Zweigstelle (32) weiterführende Verteilleitung (30;
130) unmittelbar hinter der Zweigstelle (32) abgesperrt bleibt, daß nach Füllung des
ersten Schalungsraumes (27) die erste Zweigleitung (34) durch Einfahren eines Verschlußstopfens
(66; 166) vollständig verstopft wird, daß die weiterführende Verteilleitung (30; 130)
geöffent wird und Beton durch die weiterführende Verteilleitung (30; 130) zu einer
weiteren Zweigstelle (32) im Nachbarbereich eines weiteren Schalungsraumes (27) oder
Schalungszone sowie durch eine zweite kurze Zweigleitung (34) in diesen bzw. diese
eingeführt wird, während ein weiterführender Teil der Verteilleitung (30; 130) abgesperrt
bleibt, daß auf gleiche Weise alle Schalungsräume (27) oder Schalungszonen nacheinander
gefüllt und die zugehörigen Zweigleitungen (34) verstopft werden, und daß nach Beendigung
eines Betonierverfahrens oder bei Betriebsstörungen eine in die Verteilleitung (30;
130) mündende Entleerungsleitung (48) geöffnet wird, die zusammen mit der Verteilleitung
(30; 130) und mindestens einem Teil der Förderleitung (16) zu einem Leitungssystem
gehört, von dessen einem Ende her der in ihm enthaltene Beton mittels einer Entleerungsvorrichtung
(52) durch das ganze Leitungssystem hindurch aus dem anderen Ende in eine Auffangvorrichtung
(82) entleert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, bei dem die Schalungsräume (27) in einem Ringbereich
eines Tunnels gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß je eine Verteilleitung (30;
130) in der linken und in der rechten Tunnelhälfte vorgesehen werden und beide Verteilleitungen
(30; 130) in Bodennähe des Tunnels von der gemeinsamen Förderleitung (16) gespeist
werden und daß der Beton von unten beginnend durch beide Verteilleitungen (30; 130)
so in die Schalungsräume (27) beider Tunnelhälften eingebracht wird, daß die momentanen
Betonniveaus in beiden Tunnelhälften sich möglichst wenig unterscheiden.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Stillstandzeit
der Betonpumpe (12) laufend automatisch gemessen und mit einem auf die Betonqualität
eingestellten zeitlichen Grenzwert verglichen wird und daß bei Erreichen des Grenzwertes
der Entleerungsvorgang automatisch eingeleitet wird, während die Betonpumpe (12) gestoppt
bleibt.
17. Anlage nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteilleitung (30; 130) im wesentlichen kreisringförmig oder polygonzugartig
ausgebildet ist und ihr mittlerer Durchmesser größer als der einer kreiszylindrischen
inneren Ringschalung (22) ist.
1. System for concrete distribution, in particular for tunnel and gallery driving,
having a conveying line (16) coming from a concrete pump (12) and adjoined by a distribution
line (30; 130), from which, connected one behind the other, a number of short branch
lines (34) each having a shut-off device (36; 136) branch off, characterized in that
the branch lines (34) pass through a shuttering (22; 24) of a shuttering space (27)
and open into the latter, in that each shut-off device (36; 136) has a closure plug
(66; 166) which may be moved by means of a drive apparatus (69) out of a closed position,
in which it has extended into the branch line (34) at least as far as the opening
point (68) in order completely to fill the latter, into an opened position in which
it is withdrawn from the branch line (34) so far that it connects the latter to the
incoming part of the distribution line (30; 130), and in that an emptying line (48)
shut off by a shut-off device (93) adjoins or an emptying line (48) may adjoin a point
of the distribution line (30; 130), which is the furthest from the inlet end thereof,
measured along the distribution line (30; 130).
2. System according to Claim 1, characterized in that a cleaning plug (55) is inserted
or insertable in an end of the line system comprising the emptying line (48), the
distribution line (30; 130) and at least part of the conveying line (16), and a collection
apparatus (82) adjoins or may adjoin the other end of this line system, and in that
the cleaning plug (55) may be moved through the entire line system by the supply of
pressurized medium at one end of the line system or the production of an underpressure
at the other end thereof, in order to empty the concrete column from the line system
into the collection apparatus (82).
3. System according to Claim 1 or 2, characterized in that the distribution line (30;
130) runs in a transverse plane with respect to the tunnel axis along an at least
approximately arc-shaped path or a corresponding progression.
4. System according to Claim 3, characterized in that the distribution line (30; 130)
is arranged closely adjacent to a displaceable end shuttering (24) with the latter
displaceable in the annular gap (42) between an outer (20) and an inner (22) annular
shuttering, and in that adjoining two ends of the distribution line (30; 130) are
connection lines (39, 40, 44, 46) which run in the annular gap (42) approximately
parallel to the tunnel axis to the front end of the inner annular shuttering (22),
around the front end of a shuttering holding arrangement (76) supporting this annular
shuttering and back into the tunnel.
5. System according to Claim 3, characterized in that the distribution line (130)
extends in a plane (B) lying in front of the inner annular shuttering (22) and, for
each shut-off device (36; 136), has an interruption whereof both interruption ends
are connected to one another by means of a tube loop (84, 86) extending into the annular
gap (42) between both annular shutterings (20, 22) approximately parallel to the tunnel
axis as far as close to the end shuttering (24), the branch line (34) with shut-off
device (36; 136) being arranged in the vertex of the tube loop (84, 86).
6. System according to one or more of Claims 1 to 5, characterized in that the distribution
line (30; 130) comprises two line halves, bent off approximately in a semi-circle
or angled off in the manner of a progression, and arranged in the same tunnel half,
respectively in the left-hand and in the right-hand tunnel half, in that both line
halves adjoin or may adjoin the conveying line (16) close to the base region, and
in that a line half adjoins or may adjoin the emptying line (48).
7. System according to Claim 6, characterized in that the two halves of the annular
distribution line (30; 130) communicate with one another in the upper tunnel region
and are connected to one another in the lower tunnel region by a shut-off device (90,
91) to form an annular line with closed periphery, and in that the conveying line
(16) on one side and the emptying line (48) on the other side of the shut-off device
(90, 91), in each case closely adjacent to the latter, open into the distribution
line (30; 130).
8. System according to one or more of Claims 1 to 7, characterized in that all branch
lines (34) are constructed as short straight tube pieces which either run parallel
to the tunnel axis and open into an end shuttering (24) or run in a radial plane and
pass through an inner annular shuttering (22) in an approximately radial direction.
9. System according to one or more of Claims 1 to 8, characterized in that each shut-off
device (36; 136) of the distribution line (30; 130) is constructed as a two-way slide
valve which connects the outgoing part of the distribution line (30; 130) to the incoming
part thereof when the closure plug (66; 166) is in the closed position, and shuts
off the outgoing part of the distribution line (30; 130) in its opened position.
10. System according to Claim 9, characterized in that the front end of the closure
plug (66) is lengthened in the region of the outgoing part of the distribution line
(30; 130) and in its opened position shuts off a valve outlet opening leading to the
outgoing part of the distribution line (30; 130).
11. System according to one or more of Claims 1 to 10, characterized in that each
shut-off device (136) in the outgoing part of the distribution line (30; 130) has
a separate shut-off slide valve (88).
12. System according to one of Claims 1 to 11, characterized in that adjoining the
end of the emptying line (48) is a holding apparatus (54) for a cleaning plug (55),
and this holding apparatus (54) may in turn adjoin a compressed air and/or pressurized
water source.
13. System according to one or more of Claims 1 to 12, characterized in that the axes
(62) of the branch lines (34) are offset from the axis of the distribution line (30;
130) in the radial direction thereof by an amount which is approximately equal to
the sum of the inner radii of the distribution line (30; 130) and of the branch line
(34).
14. Process for distributing concrete into a plurality of shuttering spaces (27) via
branch lines (34) which adjoin a common conveying line (16), characterized in that
the concrete is pumped in at least one distribution line (30; 130) adjoining the conveying
line (16) into the region adjacent to a first shuttering space (27) and is pumped
through a short branch line (34) branching off from the distribution line (30; 130)
into this shuttering space, while the distribution line (30; 130) leading on from
the first branch point (32) remains shut off directly behind the branch point (32),
in that after filling the first shuttering space (27) the first branch line (34) is
completely plugged by introducing a closure plug (66; 166), in that the distribution
line (30; 130) leading on is opened and concrete is introduced through the distribution
line (30; 130) leading on, at a further branch point (32) in the region adjacent to
a further shuttering space (27) or shuttering zone and through a second short branch
line (34) into this shuttering space or shuttering zone, while a part of the distribution
line (30; 130) leading on remains shut off, in that in the same way all the shuttering
spaces (27) or shuttering zones are filled one after the other and the associated
branch lines (34) are plugged, and in that after completion of a concreting procedure
or in the event of interruptions to operation an emptying line (48) opening into the
distribution line (30; 130) is opened, this emptying line (48) together with the distribution
line (30; 130) and at least part of the conveying line (16) belonging to a line system,
from one end of which the concrete contained therein is emptied by means of an emptying
apparatus (52) through the entire line system out of the other end into a collection
apparatus (82).
15. Process according to Claim 14, in which the shuttering spaces (27) are formed
in an annular region of a tunnel, characterized in that a respective distribution
line (30; 130) is provided in the left and in the right tunnel halves, and both distribution
lines (30; 130) are fed in the vicinity of the base of the tunnel by the common conveying
line (16), and in that the concrete is introduced, starting from the bottom, through
both distribution lines (30; 130) into the shuttering spaces (27) of both tunnel halves
in such a way that the concrete levels in both tunnel halves at a given moment differ
from one another as little as possible.
16. Process according to Claim 14 or 15, characterized in that the standstill time
of the concrete pump (12) is measured continuously and automatically and is compared
with a time-related limit value set for the concrete quality, and in that when the
limit value is reached the emptying procedure is initiated automatically, while the
concrete pump (12) remains stopped.
17. System according to one or more of Claims 1 to 13, characterized in that the distribution
line (30; 130) is constructed to be substantially annular or in the manner of a progression,
and its average diameter is larger than that of a cylindrical inner annular shuttering
(22).
1. Installation de distribution de béton, en particulier pour la construction en tunnels
et galeries, avec une conduite de transport (16) venant d'une pompe à béton (12),
suivie d'une conduite de distribution (30; 130) de laquelle dérivent des conduites
de branchement (14) plus courtes présentant, chacune, un organe d'arrêt (36; 136),
caractérisée en ce que les conduites de branchement (14) traversent un coffrage (22;
24) d'un espace de coffrage (27) et aboutissement dans celui-ci, que chaque organe
d'arrêt (36; 136) présente un bouchon d'obturation (66; 166) pouvant être déplacé,
à l'aide d'un dispositif d'entraînement (69), d'une position de fermeture, dans laquelle
il est introduit dans la conduite de branchement (34), au moins jusqu'au point d'embouchure
(68), afin de le remplir complètement, à une position d'ouverture, dans laquelle il
est sorti de la conduite de branchement jusqu'à un point tel qu'il la communique avec
la partie d'arrivée de la conduite de distribution (30; 130) et qu'une conduite de
vidage (48), obturée par un organe d'arrêt (93), est raccordée ou qu'une conduite
de vidage (48) peut être raccordée à un point de la conduite de distribution (30;
130) le plus éloigné de l'extrémité d'entrée de celle-ci, mesuré le long de la conduite
de distribution (30; 130).
2. Installation suivant la revendication 1, caractérisée en ce que, dans une extrémité
d'un système de conduites comprenant la conduite de vidage (48) la conduite de distribution
(30; 130) et au moins une partie de la conduite de transport (16), est ou peut être
introduit un bouchon de nettoyage (55) et que, à l'autre extrémité de ce système de
conduites, est ou peut être raccordé un dispositif de réception (82) et que, par l'amenée
d'un fluide sous pression à l'une des extrémités du système de conduites ou par la
création d'une dépression à l'autre des extrémités, le bouchon de nettoyage (55) peut
se déplacer dans tout le système de conduites pour vider la colonne de béton du système
de conduites dans le dispositif de réception (82).
3. Installation suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la conduite
de distribution (30; 130) s'étend dans un plan transversal à l'axe du tunnel, suivant
une trajectoire au moins environ en forme d'un arc de cercle ou un tracé polygonal
correspondant.
4. Installation suivant la revendication 3, caractérisée en ce que la conduite de
distribution (30; 130) est disposée très près d'un coffrage frontal (24) déplaçable,
de manière à pouvoir se déplacer avec celui-ci dans l'ouverture annulaire (42) entre
un coffrage annulaire extérieur (20) et un coffrage annulaire intérieur (22) et que,
à deux extrémités de la conduite de distribution (30; 130), sont raccordées des conduites
de raccordement (39, 40, 44, 46) qui s'étendent dans l'ouverture annulaire (42), environ
parallèlement à l'axe du tunnel, vers l'extrémité avant du coffrage annulaire intérieur
(22) et retournent au tunnel en passant par l'extrémité avant d'un dispositif de maintien
du coffrage (76) supportant celui-ci.
5. Installation suivant la revendication 3, caractérisée en ce que la conduite de
distribution (130) s'étend dans un plan (B) situé devant le coffrage annulaire intérieur
(22) et présente, pour chaque organe d'arrêt (36; 136), une interruption dont les
deux extrémités d'interruption sont raccordées l'une à l'autre à l'aide d'une boucle
tubulaire (84, 86) s'étendant dans l'ouverture annulaire entre les deux coffrages
annulaires (20, 22), environ parallèlement à l'axe du tunnel, jusque près du coffrage
frontal (24), dans le haut de laquelle est disposée la conduite de branchement (14)
avec l'organe d'arrêt (36; 136).
6. Installation suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisée
en ce que la conduite de distribution (30; 130) se compose de deux demi-conduites
courbées de forme semi-circulaire ou coudées de forme polygonale qui sont disposées
chacune dans le même demi-tunnel, gauche et droit, que les deux demi-conduites sont
ou peuvent être raccordées à la conduite de transport (16), près de la zone du fond,
et qu'une demi-conduite est ou peut être raccordée à la conduite de vidage (48).
7. Installation suivant la revendication 6, caractérisée en ce que les deux moitiés
de la conduite de distribution annulaire (30; 130) communiquent l'une avec l'autre
dans la zone supérieure du tunnel et sont raccordées l'une à l'autre, dans la zone
inférieure du tunnel, par un organe d'arrêt (90, 91) pour former une conduite annulaire
fermée en pourtour et que la conduite de transport (16), d'un côté de l'organe d'arrêt
(90, 91), et la conduite de vidage, de l'autre côté de l'organe d'arrêt (90, 91),
aboutissent, chaque fois très près de ce dernier, dans la conduite de distribution.
8. Installation suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, caractérisée
en ce que toutes les conduites de branchement (34) se présentent sous forme de courts
segments de tuyau droits qui soit s'étendent parallèlement à l'axe du tunnel et aboutissent
dans un coffrage frontal (24), soit s'étendent dans un plan radial et traversent un
coffrage annulaire intérieur (22) en sens environ radial.
9. Installation suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 8, caractérisée
en ce que chaque organe d'arrêt (36; 136) de la conduite de distribution (30; 130)
se présente sous forme de soupape à tiroir à deux voies qui relie la partie sortante
de la conduite de distribution (30; 130) avec sa partie entrante lorsque le bouchon
d'obturation (66; 166) se trouve en position de fermeture et obture la partie sortante
de la conduite de distribution (30; 130) en sa position ouverte.
10. Installation suivant la revendication 9, caractérisée en ce que l'extrémité avant
du bouchon d'obturation (66) est prolongée, à l'endroit de la partie sortante de la
conduite de distribution (30; 130) et obture, en sa position ouverte, un orifice de
sortie de la soupape conduisant à la partie sortante de la conduite de distribution
(30; 130).
11. Installation suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 10, caractérisée
en ce que chaque organe d'arrêt (136) présente, dans la partie sortante de la conduite
de distribution (30; 130), une soupape d'arrêt (88).
12. Installation suivant l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce qu'à
l'extrémité de la conduite de vidage (48) est raccordé un dispositif de retenue (54)
pour un bouchon de nettoyage (55) qui, à son tour, peut être raccordé à une source
d'air comprimé et/ou sous pression.
13. Installation suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 12, caractérisée
en ce que les axes (62) des conduites de branchement (34) sont décalés par rapport
à l'axe de la conduite de distribution (30; 130), dans le sens radial de celle-ci,
d'une mesure environ égale à la somme des rayons intérieurs de la conduite de distribution
(30; 130) et la conduite de branchement (34).
14. Procédé de distribution de béton vers plusieurs espaces de coffrage (27) par des
conduites de branchement (14) raccordées à une conduite de transport (16) commune,
caractérisé en ce que le béton est pompé au moins dans une conduite de distribution
(30; 130) raccordée à la conduite de transport (16), dans la zone adjacente à un premier
espace de coffrage (27) et dans ce dernier, par une conduite de branchement (34) dérivant
de la conduite de distribution (30; 130), tandis que le prolongement de la conduite
de distribution (30; 130) à partir de la première conduite de branchement (32) reste
obturé immédiatement derrière le point de branchement (32), qu'après le remplissage
du premier espace de coffrage (27), la première conduite de branchement (34) est complètement
obturée par l'introduction d'un bouchon d'obturation, que le prolongement de la conduite
de distribution (30; 130) est ouvert et que du béton est introduit, par le prolongement
de la conduite de distribution (30; 130), vers une autre conduite de branchement (32)
dans la zone adjacente à un autre espace de coffrage (27) ou zone de coffrage, ainsi
qu'introduit dans ce dernier ou cette dernière par une seconde conduite de branchement
courte (34), tandis qu'une partie de prolongement de la conduite de distribution (30;
130) reste obturée, que, de la même manière, tous les espaces de coffrages (27), ou
zones de coffrage, sont remplis l'un après l'autre et les conduites de branchement
(34) correspondantes obturées et que, à la fin d'une opération de bétonnage ou en
cas de pannes de service, une conduite de vidage (48) aboutissant dans la conduite
de distribution (30; 130) est ouverte, laquelle appartient, avec la conduite de distribution
(30; 130) et au moins une partie de la conduite de transport (16), à un système de
conduites, à partir de l'une des extrémités duquel le béton contenu dans celui-ci
est, à l'aide d'un dispositif de vidage, à travers tout le système de vidange, vidé,
par l'autre extrémités, dans un dispositif de réception.
15. Procédé suivant la revendication 14, dans lequel les espaces de coffrage (27)
sont formés dans une zone annulaire d'un tunnel, caractérisé en ce qu'il est prévu
une conduite de distribution (30; 130) dans le demi-tunnel gauche et dans le demi-tunnel
droit et que les deux conduites de distribution (30; 130) sont alimentées, près du
fond du tunnel, par la conduite de transport (16) et que le béton est introduit, depuis
le bas, par les deux conduites de distribution (30; 130), dans les espaces de coffrage
(27) des deux demi-tunnels, de telle manière que les niveaux de béton momentanés diffèrent
le moins possible dans les deux demi-tunnels.
16. Procédé suivant la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce que le temps d'arrêt
de la pompe à béton (12) est mesuré automatiquement en continu et comparé avec une
valeur de temps limite réglée selon la qualités du béton et que, lorsque la valeur
limite est atteinte, l'opération de vidange démarre automatiquement, tandis que la
pompe à béton (12) reste arrêtée.
17. Installation suivant l'une ou plusieurs des revendications 1 à 13, caractérisée
en ce que la conduite de distribution (30; 130) se présente sous forme sensiblement
circulaire ou polygonale et que son diamètre moyen est supérieur à celui d'un coffrage
annulaire intérieure (22) cylindrique.