[0001] Die Erfindung betrifft eine Luftwebmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffes des
Patentanspruches.
[0002] Eine derartige Luftwebmaschine beschreibt die DE-A-3 115 213. Zwischen der vorderen
Kante des Vorsprunges und dem Webblattzahn besteht dort ein fühlbarer Abstand.
[0003] Damit ist aber der Nachteil verbunden, daß, insbesondere bei Geweben mit unterschiedlicher
Bindungszahl, z. B. 1/4 oder 4/1, der Bindepunkt im Schußeintragskanal nach oben oder
unten wandert und mit der Kante des Webblattzahnes kollidiert, wobei der Schußfaden
beschädigt werden kann.
[0004] Bei anderen bekannten Luftwebmaschinen ragen die Stafettendüsen in den Schußfadeneintragskanal
hinein, damit das Schußfadentransportmedium Luft möglichst nahe der Flugbahn des Schußfadens
wirksam wird.
[0005] Dabei besteht aber der Nachteil, daß das Gewebe die in den Schußeintragskanal hineinreichenden
Stafettendüsen streift. Das Gewebe kann dabei beschädigt werden oder aber zumindest
qualitätsmindernde Beeinträchtigungen erfahren.
[0006] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Luftwebmaschine mit Webblatt
und Breithaltertisch so weiterzubilden, daß unabhängig von der Art des Gewebes der
Bindepunkt immer relativ in der Mitte des Schußeintragskanals gebildet wird.
[0007] Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht bei einer Luftwebmaschine mit den Merkmalen
des Oberbegriffes des Patentanspruches erfindungsgemäß in dessen kennzeichnenden Merkmalen.
[0008] Damit wird eine verbreiterte Auflage des Gewebes geschaffen, so daß das Gewebe bereits
schon zur Auflage im Schußeintragskanal auf den Breithaltertisch kommt. Hierdurch
wird ein wesentlicher Fortschritt erzielt, denn beim Stand der Technik gelangte das
Gewebe erst zur Auflage auf den Breithaltertisch, der außerhalb des Schußeintragskanals
angeordnet war, womit der Nachteil bestand, daß der Bindepunkt des Gewebes im Schußeintragskanal
nicht zentriert war.
[0009] Bei der Erfindung wird der wesentliche Vorteil erzielt, daß der Bindepunkt des Gewebes
im Schußeintragskanal zentriert ist und daß daher nicht mehr die Gefahr besteht, daß
beispielsweise bei der 1/4 Bindung der Bindepunkt nach vorne unten in den Schußeintragskanal
gerät.
[0010] In bevorzugter Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, daß die
vorderste Kante des Vorsprungs des Breithaltertisches etwa in der Mitte des Schußeintragskanals,
und zwar sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung angeordnet ist.
[0011] Hierdurch ragt der Vorsprung des Breithaltertisches auf den Grund des Webblattzahnes
in dessen Mitte, wobei in Annäherung an den Idealfall ein Bindepunkt geschaffen wird,
der nun innerhalb des Webblattzahnes liegt und nicht mehr von dessen Kanten beschädigt
werden kann.
[0012] Weiterhin ist nun der Geweberand außerhalb der Staffettendüsen angeordnet und kann
leicht über den Vorsprung des Breithaltertisches abgezogen werden.
[0013] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander. Alle in den Unterlagen - einschließlich der Zusammenfassung
- offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte
räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln
oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
[0014] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich einen Ausführungsweg darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Hierbei gehen aus der Zeichnung und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0015] Die Abbildung zeigt schematisiert die Seitenansicht eines Webblattzahnes mit Schußeintragskanal
und Breithaltertisch im Schnitt.
- Figur 1
- zeigt eine Ausführungsform der Erfindung mit einem normalen Nadelbreithalter, wobei
die Breithalterwalze nicht dargestellt ist.
[0016] Gemäss der Figur 1 besteht das nicht näher dargestellte Webblatt aus parallelen,
einen gegenseitig voneinander aufweisenden Webblattzähnen, von denen ein Webblattzahn
in der Seitenansicht in der Abbidlung dargestellt ist. Der Webblattzahn 1 bildet einen
Schußeintragskanal 2 aus, in den in nicht näher dargestellter Weise in senkrechter
Richtung zur Zeichenebene der Schußfaden eingetragen wird und wobei die Kette in Pfeilrichtung
13 abgezogen wird.
[0017] Als Idealfall ist ein Bindepunkt 3 dargestellt, der sich beispielsweise bildet, wenn
Kettfäden 5' und 6' im Bindepunkt zusammenlaufen und dann nach vorne in Form des Gewebes
9 abgezogen werden.
[0018] Erfindungsgemäss ist nun der Breithaltertisch 7 mit einem Vorsprung 8 versehen, wobei
der Vorsprung 8 in den Schußeintragskanal 2 hineingreift und die Vorderkante des Vorsprungs
8 etwa in der Mitte des Schußeintragskanals 2 liegt, d.h. die Mitte ist hierbei durch
die vertikale Linie 11 und durch die horizontale Linie 12 gegeben.
[0019] Es ist erkennbar, daß durch die Auflage des Gewebes 9 auf dem Vorsprung 8 des Breithaltertisches
7 das Gewebe stets etwa in der Mitte des Schußeintragskanals 2 zentriert wird, so
daß der Bindepunkt 3 in der Mitte des Schußeintragskanals 2 gehalten wird.
[0020] Bei ungünstigen Gewebebildungen kommt es jedoch vor, daß gemäss dem Kettfaden 5 bzw.
6 der Bindepunkt 4 sich an der Unterseite des Schußeintragskanals 2 bildet.
[0021] Hier sorgt dann der Breithaltertisch 7, daß der Bindepunkt 4 nicht nach vorne in
Pfeilrichtung 13 in Richtung zur Kante 10 des Webblattzahnes 1 wandert, wodurch dann
wiederum die Gefahr bestünde, daß der Bindepunkt 4 und damit das Gewebe 9 mit den
in den Schußeintragskanal 2 hineingreifenden Staffettendüsen kollidiert.
[0022] Der Breithaltertisch 7 mit dem erfindungsgemässen Vorsprung 8 sorgt also dafür, daß
der Bindepunkt 4 am Grund des Schußeintragskanals 2 (hinten) verbleibt und damit nicht
die Gefahr besteht, daß das Gewebe mit der Kante des Webblattzahnes oder den Staffettendüsen
kollidiert.
ZEICHNUNGS-LEGENDE
[0023]
- 1
- Webblattzahn
- 2
- Schußeintragskanal
- 3
- Bindepunkt
- 4
- Bindepunkt
- 5
- Kettfaden 5'
- 6
- Kettfaden 6'
- 7
- Breithaltertisch
- 8
- Vorsprung
- 9
- Gewebe
- 10
- Kante
- 11
- Linie
- 12
- Linie
1. Luftwebmaschine mit einem Webblatt und im Webblatt angeordnetem Schußeintragskanal
(2), wobei vor dem Webblatt ein Breithaltertisch (7) angeordnet ist, der einen in
Richtung auf die Mitte des Webblattzahnes (1) weisenden Vorsprung (8) aufweist, wobei
die Oberseite des Vorsprungs (8) eine Verlängerung der Auflagefläche des Breithaltertisches
(7) bildet, dadurch gekennzeichnet, daß die vorderste Kante der Oberseite des Vorsprungs (8) des Breithaltertisches (7)
in der Mitte des Schußeintragskanals (2), und zwar sowohl in horizontaler als auch
in vertikaler Richtung, liegt.
1. Air jet loom with a web plate and a weft shooting channel (2) arranged in the web
plate, in which an expander table (7) is arranged in front of the web plate, which
table (7) has a projection (8) pointing in the direction of the middle of the web
plate tooth (1), in which the upper side of the projection (8) forms an extension
of the bearing surface of the expander table (7), characterised in that the foremost
edge of the upper side of the projection (8) of the expander table (7) lies in the
middle of the weft shooting channel (2), that is, both in the horizontal and in the
vertical direction.
1. Métier à tisser à jet d'air comportant un peigne et un canal d'insertion de trame
(2) disposé dans le peigne, une table de maintient en largeur (7) étant disposée devant
le peigne, ladite table de maintien en largeur présentant une saillie (8) orientée
en direction du milieu de la dent de peigne (1), la face supérieure de la saillie
(8) constituant un prolongement de la surface d'appui de la table de maintien en largeur
(7), caractérisé en ce que l'arête la plus en avant de la face supérieure de la saillie
(8) de la table de maintien en largeur (7) se trouve au milieu du canal d'insertion
de trame (2), et cela aussi bien dans la direction horizontale que dans la direction
verticale.