[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung zur Erzeugung insbesondere geradliniger
Bewegungen einer Kraftabnahme, z.B. eines Schlittens, mit einem Gehäuse, in dem sich
ein Verschieberaum eines mindestens einerseits druckmittelbeaufschlagbaren abgedichteten
Kolbens befindet und mit einer vom Kolben gebildeten oder insbesondere an diesem angeordneten,
das Gehäuse nach außen hin durchdringenden Kolbenstange, wobei das Gehäuse und die
Kolbenstange unter Mitnahme der Kraftabnahme einander gegenüber druckmittelbetätigt
verschiebbar sind.
[0002] Antriebsvorrichtungen dieser Art finden insbesondere im Maschinenbau und hierbei
vor allem bei Werkzeugmaschinen, Handhabungsgeräten usw. ihren Einsatz. Sie werden
verwendet, um Kraftabnahmen beliebiger Art, z.B. Maschinenschlitten. Greifarme von
Robotern, Transportpartien von Fördereinrichtungen usw. zu bewegen und/oder zu positionieren.
Die Antriebsvorrichtung ist zweckmäßigerweise als Kolben- Zylinder-Aggregat ausgebildet,
das einfach oder doppelt betätigbar sein kann und wobei Kolben und Kolbenstange z.B.
zwei mit einander verbundene Bauteile repräsentieren oder aber in Gestalt eines Plungerkolbens
ausgebildet sein können. Bisherige Bauformen sehen vor, daß das Gehäuse ortsfest festgelegt
ist und die Kolbenstange ein durch Druckmittelbetätigung linear verschiebbares Abtriebsteil
darstellt, das mit der jeweiligen Kraftabnahme in geeigneter Weise verbunden ist.
Hierbei sind Abstützeinrichtungen für das Gehäuse erforderlich, um eine exakte Verschiebebewegung
zu gewährleisten, außerdem sind Führungseinrichtungen an der Antriebsvorrichtung selbst
erforderlich, die zwischen den beiden bewegbaren Bauteilen vermitteln. Dies macht
es notwenidg, daß zum einen das Gehäuse relativ dickwandig ausgestaltet wird, um eine
ausreichende Führung für den Kolben zu erhalten, außerdem benötigt die Kolbenstange
im Durchdringungsbereich des Gehäuses eine weitere exakte Verschiebelagerung, um Störungen
beim Betrieb, z.B. Verkantungen, auszuschließen. Die gesamte Vorrichtung erhält dadurch
ein nachteilig hohes Gewicht in der Folge hoher Trägheit der Bewegungsabläufe. Außerdem
ist der Fertigungsaufwand relativ hoch, was beträchtliche Kosten verursacht. Überdies
bereitet es Probleme, durch geeignete Materialwahl im Bereich der Verschiebekontakte
zwischen KolbeniKolbenstange und Gehäuse sowohl ausreichende Führung als auch genügende
Abdichtungsqualität zu erzielen.
[0003] Der Erfindung liegt daher das Ziel zugrunde, eine Antriebsvorrichtung gemäß der eingangs
genannten Art zu schaffen, die es erlaubt, bei Gewährleistung präziser Bewegung und/oder
Positionierung der Kraftabnahme, den baulichen und finanziellen Aufwand zur Lagerung
und Führung der beiden einander gegenüber bewegbaren Teile zu reduzieren.
[0004] Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß die Kolbenstange mit ihrer außerhalb des Gehäuses
angeordneten Partie an einer Halterung dieser gegenüber ortsfest festlegbar ist, daß
das Gehäuse das Abtriebsteil der Vorrichtung bildet, das druckmittelbetätigt gegenüber
der relativ hierzu feststehenden Kolbenstange verschiebbar ist und an dem die Kraftabnahme
mitbewegbar angeordnet ist, und daß die Kraftabnahme an einer den Verschiebeweg vorgebenden
Führungseinrichtung angeordnet ist und gleichzeitig ein Führungs-und Abstützteil für
das bewegbare Gehäuse bildet.
[0005] Auf diese Weise stehen Kolben und Kolbenstange beim Betrieb der Antriebsvorrichtung
gegenüber der Halterung, die z.B. von einem Maschinengestell gebildet ist,still und
es führt allein das Gehäuse entsprechend der Ansteuerung der vorhandenen Druckmittel-Arbeitsräume
eine hin- und hergehende Verschiebebewegung aus. Die Kraftabnahme, die mit dem Gehäuse
verbunden ist, erfährt dabei eine entsprechende Bewegung, deren Richtung allerdings
allein von der ihr zugeordneten Führungseinrichtung vorgegeben wird. Dadurch bildet
die Kraftabnahme gleichzeitig ein Führungs-und Abstützteil für das Gehäuse, das zweckmäßigerweise
im übrigen führungs-und abstützlos ausgebildet sein kann. Die einerseits vorgenommene
Halterung der Kolbenstange und die andererseits erfolgende Führung des Gehäuses vermittels
der Kraftabnahme führt zu einem in sich stabilen System, das auf aufwendige Führungen
seitens der Antriebsvorrichtung selbst verzichten kann. Es ist daher möglich, im Verschiebekontaktbereich
zwischen Kolben bzw. Kolbenstange und Gehäuse auf Führungen zu verzichten, so daß
der Aufbau sehr vereinfacht ist und insbesondere die Gehäusewanddicken in den genannten
Bereichen auf ein Minimum reduziert werden können. Gleichzeitig eröffnet dies die
Möglichkeit, in den Kontaktbereichen Dichtungsmaterialien zu verwenden, die allen
Dichtanforderungen entsprechend, da keine an Führungsqualitäten ausge richtete Kompromisse
mehr eingegangen werden müssen. Die gleichzeitig erzielte Verringerung der bewegten
Masse wirkt sich positiv auf das Ansprechverhalten der Vorrichtung aus, die hohe Beschleunigungs-
und Verzögerungswerte zuläßt.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
[0007] Die Bewegungsrichtungen des Gehäuses und der Kraftabnahme verlaufen zweckmäßigerweise
parallel zueinander wobei die Kraftabnahme neben der Antriebsvorrichtung angeordnet
sein kann. Die Druckmittelzufuhr in vorhandene, vom Kolben begrenzte Arbeitsräume
des Gehäuses erfolgt vorzugsweise über Druckmittelöffnungen. Diese befinden sich z.B.
in der Gehäusewandung und die Zufuhr und Abfuhr von Druckmittel kann über Druckmittelschläuche
od.dgl. erfolgen. Von Vorteil ist es jedoch, wenn sich die Druckmittelöffnungen am
Kolben und/oder an der Kolbenstange befinden und mit die Kolbenstange durchziehenden,
außerhalb des Gehäuses ausmündenden Kanälen in Verbindung stehen, so daß die Druckmittelzufuhr
und/oder -abfuhr durch die Kolbenstange hindurch erfolgen kann. Man erspart sich hierbei
eine aufwendige Verschlauchung, auch werden eventuell vorhandene Zuleitungen nicht
mitbewegt, was den Verschleiß mindert.
[0008] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung ist es, daß der Verschiebekontaktbereich zwischen
Kolben und Gehäuse und/oder zwischen Kolbenstange und Gehäuse führungslos ausgebildet
werden kann.
[0009] Wenn die Kraftabnahme nachgiebig gegenüber dem Gehäuse angeordnet ist, so erfolgt
im Falle voneinander abweichender Verschiebewege oder Verschieberichtungen, insbesondere
bei nicht exakt parallelem Verlauf, eine selbsttätige verspannungs- . freie Lagekorrektur,
ohne daß der Vorschubkontakt abreisst. Auf diese Weise sind höhere Fertigungs-und
Montagetoleranzen zulässig, was sich kostensenkend auswirkt, denn auch bei auftretenden
Ungenauigkeiten bleiben Kraftabnahme und Antriebsvorrichtung einander gegenüber in
gewissem Maße ausgleichend bewegbar. Als einfaches Mittel zur Bewerkstelligung einer
derartigen Kompensation bietet sich eine Dämpfungseinrichtung an, die zweckmäßigerweise
ein aus nachgiebigem, insbesondere gummielastische Eigenschaften ausweisendem Material
bestehendes Dämpfungsteil besitzt, das in die Verbindung zwischen dem Gehäuse und
der Kraftabnahme eingeschaltet ist. Hierbei ist von Vorteil, wenn die Kraftabnahme
im Bereich der Dämpfungseinrichtung gegenüber dem Gehäuse verschwenkbar und insbesondere
in gewissem Rahmen neigbar ist. Die elastischen Eigenschaften des Dämpfungsteiles
lassen hierbei Schwenkbewegungen jeglichen Freiheitsgrades zu.
[0010] Vorzugsweise greift die Kraftabnahme im Durchdringungsbereich der Kolbenstange am
Gehäuse an. Der Angriffsbereich befindet sich hierbei vorzugsweise an einem gegebenenfalls
vorhandenen Zylinderdeckel des insbesondere als Zylinder ausgebildeten Gehäuses.
[0011] Von Vorteil ist es, wenn das Dämpfungsteil ein Dämpfungsring ist, der die Kolbenstange
koaxial umgibt und einerseits über eine erste Haltereinrichtung am Gehäuse und andererseits
gleichzeitig über eine zweite Halteeinrichtung an der Kraftabnahme festgelegt ist,
so daß eine gleichmäßige Kraftübertragung zwischen Gehäuse und Kraftabnahme erfolgt.
[0012] Die eine Halteeinrichtung kann einen ringförmigen Radialvorsprung aufweisen, auf
dem der Dämpfungsring lösbar aufgeknüpft ist, wozu er eine umlaufende nutartige Vertiefung
im Innenumfangsbereich aufweisen kann. Die Halteeinrichtungen können aber auch alternativ
oder kombinatorisch eine ringförmige, den Dämpfungsring außen umfassende Klammpartie
besitzen, die insbesondere flanschförmig ausgebildet ist und den zwischen ihr und
dem zugehörigen Gehäuse bzw. der Kraftabnahme angeordneten Dämpfungsring hält. Eine
besonders einfache und betriebssichere Konstruktion liegt hierbei vor, wenn die Klemmpartie
als Öffnung gestaltet ist, in die der Dämpfungsring insbesondere austauschbar eingeknüpft
ist. Hierbei lassen sich besonders hohe Vorschubkräfte übertragen, wenn der Dämpfungsring
mit seinem Au- ßenumfangsbereich in einer entsprechend ausgehöhlten Öffnung des Gehäuses
oder der Kraftabnahme einsitzt, wobei der Ring im Bereich des Außenumfanges im Querschnitt
gesehen eine bogenförmige Kontur aufweisen kann.
[0013] Ein einfacheres Ausführungsbeispiel sieht vor, die Kraftabnahme fest und starr gegenüber
dem bewegbaren Gehäuse hierbei insbesondere unmittelbar an diesem festzulegen.
[0014] Zwischen der Kolbenstange und der Halterung für diese kann eine Kupplungseinrichtung
vorgesehen sein, die die Montage und Demontage der Antriebsvorrichtung erleichtert.
Außerdem kann sich am Kolben oder am Gehäuse mindestens ein Sensor befinden, der mit
mindestens einem am anderen Teil angeordneten Geber zusammenarbeitet. Dies ist besonders
vorteilhaft, wenn der Sensor am Kolben sitzt und seine Zuleitungen über die Kolbenstange
nach außen geführt werden, in welchem Falle am Gehäuse einfachst aufgebaute kostengünstige
Geber, z.B. Ringmagnete, angeordnet werden können. In diesem Falle kann ein einziger
Sensor zur Detektion vieler Positionen Verwendung finden.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
In dieser zeigen:
Figur 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Antriebsvorrichtung in schematischer
Darstellung, wobei die Figurenteile (a) und (b) verschiedene Verschiebestellungen
zeigen,
Figur 2 eine weitere Ausführungsform der Antriebsvorrichtung im Längsschnitt,
Figur 3 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Antriebsvorrichtung im Verbindungsbereich
zwischen Kraftabnahme und Gehäuse im Längsschnitt, wobei eine Dämpfungseinrichtung
zu sehen ist,
Figur 4 die Wirkungsweise der Dämpfungseinrichtung anhand einer zur Verdeutlichung
übertrieben abgebildeten Lageänderung zwischen Kraftabnahme und Gehäuse,
Figur 5 eine weitere Ausführungsform der Antriebsvorrichtung mit einer anderen Dämpfungseinrichrung,
ebenfalls im Längsschnitt, im Verbindungsbereich zwischen Kraftabnahme und Gehäuse
und
Figur 6 einen Querschnitt durch die Antriebsvorrichtung aus Fig. 5 gemäß Schnittlinie
VI-VI.
[0016] Anhand der Figur 1 sei zunächst das allgemeine Prinzip der Erfindung beleuchtet.
Man erkennt mit Bezugsziffer 1 eine Ausführungsform der Antriebsvorrichtung, die der
Erzeugung einer geradlinigen Bewegung einer schematisch angedeuteten Kraftabnahme
2 dient. Diese ist hier beispielhaft von einem Transportschlitten 3 gebildet, der
zur Positionierung eines an ihm angeordneten, gestrichelt angedeuteten Werkstückes
4 dient. Die Kraftabnahme 2 kann auch von einem anderen, zu bewegenden Bauteil gebildet
sein.
[0017] Die Antriebsvorrichtung 1 enthält ein Gehäuse 5, in dessen Innern sich ein Verschieberaum
6 von zylindrischer Erstreckung befindet, in dem ein Kolben 7 angeordnet ist. Der
Kolben ist gegenüber der Innenoberfläche des Verschieberaumes 6 bis 8 abgedichtet
und trennt zwei Arbeitsräume 9, 9' druckmitteldicht voneinander ab. An der einen Kolbenstirnseite
ist eine Kolbenstange 10 mit ihrem einen Ende befestigt, die den einen Arbeitsraum
9' koaxial durchzieht und die zugeordnete axiale Gehäusewand 14 durch eine Wandöffnung
15 hindurch nach außen durchstößt. In dem Durchdringungsbereich 15 ist eine Dichtungsanordnung
16 vorgesehen.
[0018] Die außerhalb des Gehäuses 5 befindliche Kolbenstangenpartie 17 ist an einer Halterung
18 festgelegt, die beim Ausführungsbeispiel von einem Maschinenbett bzw. -fundament
gebildet ist. Auf diese Weise sind der Kolben 7, die Kolbenstange 10 und die Halterung
18 fest und einander gegenüber unbewegbar miteinander verbunden. Die Befestigung zwischen
der Kolbenstange 10 und der Halterung 18 kann unlösbar erfolgen, z.B. im Rahmen einer
Schweißverbindung, an der Befestigungsstelle 19 kann sich aber auch eine nicht näher
angedeutete Kupplungseinrichtung befinden, die ein lösbares Befestigen mit Auswechselmöglichkeit
gestattet.
[0019] In jeden der beiden Arbeitsräume 9, 9' mündet eine Anschlußöffnung 20, 20', die jeweils
mit einem angedeuteten Versorgungsschlauch 21 zur wahlweisen Zufuhr oder Abfuhr eines
insbesondere pneumatischen Druckmediums verbunden ist.
[0020] Durch geeignete Befüllung und/oder Belüftung der beiden Arbeitsräume 9, 9 läßt sich
demnach das in Art des Zylinders einer Kolben- ZylinderAnordnung aufgebaute Gehäuse
5 der Antriebsvorrichtung 1 mit Bezug auf die relativ hierzu feststehende Kolbenstange
10 bzw. den Kolben 7 in Axialrichtung 22 wahlweise hin- oder herbewegen. Dabei gleitet
die Innenwandung des Verschieberaumes 6 am Kolbenaußenumfang entlang, während der
Öffnungsbereich der Gehäusewand 14 an der Kolbenstange 10 entlang gleitet. Die vorgesehenen
Abdichtungen 8, 16, verhindern hierbei einen Druckmittelüber- bzw. -austritt.
[0021] Das Gehäuse 5 bildet demnach das Abtriebsteil der Antriebsvorrichtung 1, das druckmittelbetätigt
gegenüber der ortsfest an der Halterung 18 festgelegten Kolbenstange 10 verschiebbar
ist und an dem die Kraftabnahme 2 zu ihrer entsprechenden Bewegung mitbewegbar angeordnet
ist.
[0022] Hierbei ist von Vorteil, daß die Kolbenstange 10 und der Kolben 7 keine Führungsaufgaben
für das bewegte Gehäuse 5 auszuüben hat, da die Kraftabnahme 2 selbst an einer ihren
Verschiebeweg vorgebenden,schematisch angedeuteten Führungseinrichtung 23 angeordnet
ist und somit gleichzeitig ein Führungs- und Abstützteil für das Gehäuse 5 bildet.
[0023] Es ist auf diese Weise möglich, der in Art eines Kolben-Zylinder-Aggregates aufgebauten
Antriebsvorrichtung 1 einen vereinfachten, kostengünstigeren Aufbau zu verleihen,
da in den Bereichen des Gleitkontaktes zwischen Kolben 7 bzw. Kolbenstange 10 und
Gehäuse 5 praktisch nur Abdichtungen vorzunehmen sind, während die eigentliche Abstützung
und Führung des Gehäuses 5 von der Kraftabnahme 2 ausgeführt wird. Führung und Abdichtung
von Kolben 7 bzw. Kolbenstange 10 und Gehäuse 5 sind demnach räumlich voneinander
getrennt und können beide den jeweiligen Anfordernissen entsprechend ohne Eingehung
von Kompromissen ausgelegt werden. Außerdem kann das praktisch einen Zylinder darstellende
Gehäuse 5 mit einer relativ geringen Wandstärke ausgestattet werden, was zu einer
Gewichtsreduzierung führt, die das Beschleunigungs- und Abbremsverhalten der Vorrichtung
positiv beeinflußt. Bei dem abgebildeten bevorzugten Ausführungsbeispiel ist also
das vom Gehäuse gebildete Abtriebsteil abgesehen von der Kraftabnahme 2 praktisch
führungs- und abstützungslos ausgebildet.
[0024] Es ist zwar möglich, die Bewegungsrichtungen des Gehäuses 5 und der Kraftabnahme
2 unterschiedlich verlaufen zu lassen, wobei dann diverse Zwischenteile, z.B. Gelenke
oder Hebel vorgesehen werden, um die unterschiedliche Kinematik verklemmungsfrei aneinander
anzupassen. Besondere Vorteile zeitigt die Antriebsvorrichtung jedoch bei einer Ausgestaltung
wie in Figur 1 abgebildet, bei der die gemäß Doppelpfeil 24 angedeutete Bewegungsrichtung
24 der Kraftabnahme 2 und die mit der Längsrichtung 22 der Kolbenstange 10 zusammenfallende,
mit Doppelpfeil 25 angedeutete Bewegungsrichtung des Gehäuses parallel zueinander
verlaufen.
[0025] Dadurch ist es möglich, bei exakter Einhaltung von Fertigungs- und Montagetoleranzen,
die Kraftabnahme 2 fest und starr am Gehäuse 5 zu befestigen, wie dies gemäß Figur
1 der Fall ist. Hier ist die schlittenartige Kraftabnahme 2 in Längsrichtung 22 gesehen
seitlich neben der Antriebsvorrichtung 1 angeordnet und ein zu ihr gehöriges fest
an ihr angeordnetes auslegerartiges Überbrückungsteil 29 ragt in die Bewegungsbahn
des Gehäuses 5 und ist mit diesem z.B. lösbar fest verschraubt. Die Schraubverbindung
ist bei 30 gestrichelt angedeutet. Auf diese Weise ergibt sich eine starre Einheit.
Die Führungseinrichtung 23 ist z.B. in Gestalt einer Führungsschiene oder Führungssäule
ausgebildet, die beim Ausführungsbeispiel einerseits an der gleichen Halterung 18
wie die Kolbenstange 10 befestigt ist und andererseits im Nachbarbereich des Gehäuses
5, bei 31 eine weitere Abstützung erfährt.
[0026] In der Teilfigur (a) befindet sich das Gehäuse 5 in etwa in einer Zwischenstellung,
in der die beiden Arbeitsräume 9, 9' im wesentlichen das gleiche Volumen aufweisen.
In der in der Teilfigur (b) angedeuteten Stellung ist der kolbenstangenseitige Arbeitsraum
9' praktisch vollständig belüftet, während der andere Arbeitsraum 9 mit Druckmittel
gefüllt ist; diese Stellung stellt die eine Verschiebe-Endstellung der Vorrichtung
dar. In der anderen Extremstellung befindet sich der Kolben 7 im Bereich der gegenüberliegenden
Gehäusewand 14 .
[0027] Von Vorteil ist es, wenn die Verbindung zwischen Kraftabnahme 2 und Gehäuse 5, die
gemäß Figur 1 unmittelbar erfolgt, im Bereich der von der Kolbenstange 10 durchstoßenen
Gehäusewand 14 erfolgt, die wie- auch die andere Gehäuse wand 14', am Gehäuse 5 abnehmbar
ausgebildet sein kann.
[0028] Es versteht sich, daß die Antriebsvorrichtung vor allem zur Erzeugung geradliniger
linearer Bewegungen geeignet ist, da hier auf Zwischenglieder verzichtet werden kann,
die bei kurvenförmiger Verschiebebahn der Kraftabnahme 2 notwendig wären.
[0029] Bei den in den Figuren 2 bis 6 abgebildeten Ausführungsbeispielen sind die bisherigen
verwendeten Bezugsziffern bei identischen Bauteilen in entsprechender Weise verwendet
worden.
[0030] Bei dem in Figur 2 abgebildeten Ausführungsbeispiel ist deutlich zu erkennen, daß
der Verschiebekontaktbereich 32 zwischen Kolben 7 und Gehäuse 5 sowie zwischen Kolbenstange
10 und Gehäuse 5 führungslos im eigentlichen Sinne ausgebildet ist, es sind lediglich
die schon erwähnten Abdichtungen 8, 16 vorhanden. Dies gilt für alle der abgebildeten
Ausführungsbeispiele. In Figur 2 ist sodann zusätzlich eine besonders einfache Ausführungsform
der Kupplungseinrichtung 19 angedeutet, die ein an der Halterungswand 18 fest gelegtes
Innengewindeteil 33 aufweist, in das die Kolbenstange 10 mit einer endseitigen Außengewindepartie
34 lösbar eingeschraubt ist.
[0031] Außerdem zeigt dieses Beispiel eine bevorzugte Anordnung der Anschlußöffnungen 20,
20'. Die eine Anschlußöffnung 20 befindet sich an der dem Arbeitsraum 9 zugewandten
axialen Kolbenfläche, die andere, dem Raum 9' zugeordnete Anschlußöffnung 20 im kolbennahen
Bereich der Kolbenstange 10. Beide Öffnungen 20, 20' stehen jeweils mit einem Kanal
35 in Verbindung, der die Kolbenstange 10 in Längsrichtung durchzieht und axialseitig
im Bereich der Halterung 18 ausmündet. Dort sind Versorgungsschläuche bzw. -leitungen
21 vorgesehen, über die die Druckmittelversorgung erfolgt. Auf diese Weise kann das
Gehäuse 5 mit Ausnahme der Wandöffnung 15 öffnungslos ausgebildet werden, was Dichtprobleme
ausschließt. Außerdem sind keine bewegten Druckmittelschläuche vorhanden, die beschädigt
werden könnten. Auch diese Ausgestaltung ist bei jedem der Ausführungsbeispiele möglich.
[0032] Im Gegensatz zur starren Befestigung gemäß Figur 1 ist bei den Ausführungsbeispielen
der Figuren 3 bis 6 vorteilhafterweise vorgesehen, daß die Kraftabnahme 2 nachgiebig
mit Bezug zum Gehäuse 5 angeordnet ist. Dies ermöglicht einen selbsttätigen Toleranzausgleich
während der Bewegung der Anordnung, so daß für den Fall, daß die beiden Bewegungsrichtungen
24, 25 z.B. nicht exakt parallel zueinander verlaufen, ein selbsttätiger verspannungsfreier
Lageausgleich zwischen Kraftabnahme 2 und Gehäuse 5 erfolgt. Gleichzeitig ist die
Nachgiebigkeit in Axialrichtung 22 vorzugsweise sehr gering, so daß bei der Übertragung
der Bewegungsimpulse Ungenauigkeiten ausgeschlossen sind.
[0033] Um dies alles zu verwirklichen, ist vorzugsweise zwischen der Kraftabnahme 2 und
dem als Abtriebsteil fungierenden Gehäuse 5 eine Dämpfungseinrichtung 36 angeordnet.
Diese enthält zweckmäßigerweise als wesentlichen Bestandteil ein Dämpfungsteil 37,
das aus nachgiebigem Material besteht, das vorzugsweise gummielastische Eigenschaften
besitzt. Auf diese Weise sind gewisse Verformungen und Lageverschiebungen zwischen
der Kraftabnahme 2 und dem Gehäuse 5 quer zur Längsrichtung 22 möglich, auch sind
gewisse Kipp- bzw. Schwenkbewegungen zwischen beiden Teilen realisierbar, wobei die
gedachte Schwenkachse praktisch jegliche Lage einnehmen kann.
[0034] Zur Verdeutlichung der Bewegbarkeit sei auf die Figuren 3 und 4 verwiesen. Während
in Figur 3 die beiden Bewegungsrichtungen 24, 25 völlig parallel zueinander verlaufen,
mit der Folge, daß die Ebene der Gehäusewand 14 im wesentlichen parallel zur Ebene
des dieser vorgelagerten Überbrükkungsteile 29 der Kraftabnahme'2 verläuft, divergieren
die beiden Richtungen 24, 25 in der Momentaufnahme der Figur 4, wie dies dort stark
übertrieben angedeutet ist. Die beiden Richtungen sind hier unter einem Winkel a zueinander
geneigt, mit der Folge, daß nunmehr auch die Wand 14 und das Überbrückungsteil 29
einander gegenüber geneigt sind, allerdings ohne den Antriebskontakt zueinander zu
verlieren. Vielmehr erfolgt hier vorteilhafterweise eine elastische Kompensierung
der Lageverschiebung durch das elastische Dämpfungsteil 37.
-
[0035] Es versteht sich, daß das Überbrückungsteil 29 der Kraftabnahme 2 grundsätzlich beliebig
gestaltet sein kann und je nach Bedarfsfalle an jeder beliebigen Stelle des Gehäuses
5 angreifen kann. In abgebildeten bevorzugten Falle erstreckt sich jedoch das Überbrückungsteil
29 quer vor der Gehäusewand 14, wobei ein gewisser axialer Abstand gewahrt ist,und
das Überbrückungsteil 29 ist mit einer Durchgangsöffnung 38 versehen, die von der
Kolbenstange 10 mit Spiel durchdrungen wird.
[0036] Durch die Elastizität des Dämpfungsteils 37 wird desweiteren vorzugsweise eine Aufpralldämpfung
erhalten, derart, daß bei Abbremsung entweder der Kraftabnahme 2 oder des Gehäuses
5 im Bereich der-Dämpfungseinrichtung 36 eine gewisse axiale Nachgiebigkeit gegeben
ist, die einer Erschütterung des Systemes entgegenwirkt.
[0037] Das Dämpfungsteil 37 dient also einerseits der Dämpfung, andererseits jedoch auch
der Kraftübertragung zwischen Kraftabnahme 2 und Gehäuse 5. Aus diesem Grunde ist
es zu Gunsten einer gleichmäßigen Kraftübertragung von Vorteil, wenn es, wie in den
Figuren 3 bis 6 der Fall, als Dämpfungsring 39 ausgebildet ist, das die Kolbenstange
10 koaxial umgibt. Die Befestigung erfolgt sowohl gegenüber der Kraftabnahme 2 als
auch gegenüber dem Gehäuse 5 jeweils über eine Halteeinrichtung 40, 41. Bei beiden
Ausführungsformen der Figuren 3 bis 6 enthält die eine gehäuseseitige Halteeinrichtung
41 vorzugsweise einen ringförmigen Radialvorsprung 44, der der Gehäusewand 14 in axialer
Richtung ein Stück weit vorgelagert ist und an einem buchsenförmigen, die Kolbenstange
umgebenden Fortsatz 45 angeordnet ist. Der Dämpfungsring 39 ist an seinem Innenumfang
mit einer umlaufenden nutförmigen Vertiefung 46 versehen, die insbesondere komplementär
zur Kontur des Radialvorsprunges 44 gestaltet ist, vermittels derer der Dämpfungsring
39 auf den Radialvorsprung 44 elastisch aufgeknüpft ist. Im Querschnitt gesehen hat
der Ring 39 daher im wesentlichen eine U-Gestalt und sitzt reiterartig auf dem Vorsprung
44, der radial außen sowie an den beiden Axial-Seiten von Ringpartien flankiert ist.
[0038] Die kraftabnahmeseitige Halteeinrichtung 40 hingegen ist vorzugsweise zur Halterung
mit einer ringförmigen Klemmpartie 47 versehen. Beim Ausführungsbeispiel gem. Figur
3 ist die Klemmpartie 47 flanschförmig ausgebildet und hat die Gestalt einer zentral
durchbrochenen Kappenpartie 48 mit am Randbereich angeformtem ringförmigem Radialrand
49. Die Durchmesserdifferenz zwischen der Öffnung der Kappenpartie 48 und deren zentraler
Durchbrechung entspricht in etwa dem zweifachen der radialen Dicke des Dämpfungsringes
39 und die axiale Tiefe der Kappenpartie 48 im wesentlichen der axialen Länge des
Ringes. Die Klemmpartie 47 ist sodann mit ihrem Radialrand an dem Überbrückungsteil
29 angebracht und inbesondere angeschraubt, wobei der Dämpfungsring 39 in dem nunmehr
von der Kappenpartie 48 und dem Überbrückungsteil 29 begrenzten Raum einsitzt, wobei
sie gleichzeitig den Radialvorsprung 44 umfaßt.
[0039] Bei dem in Figuren 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Halterung
des Dämpfungsringes 39 unmittelbar am Überbrückungsteil 29 der Kraftabnahme 2, indem
die Klemmpartie hier von einer das Überbrückungsteil 29 durchdringenden Öffnung 50
gebildet ist, in die der Dämpfungsring 39 eingeknüpft ist. Zur Gewährleistung einer
optimalen Kraftübertragung ist die Öffnung 50 in Radialrichtung ringsum ausgehöhlt,
so daß von beiden axialen Seiten her eine allmähliche Durchmesservergrößerung stattfindet.
Zweckmäßig ist hierbei, wie abgebildet, die Außenumfangskontur der Öffnung bogenförmig
zu gestelten, wobei der im Bereich seines Außenumfanges im Querschnitt gesehen eine
entsprechende bogenförmige Gestalt aufweisende Dämpfungsring 39 in der Aushöhlung
satt einsitzt. Hier ist es zweckmäßig, wenn der Radialvorsprung 44 in der Längsmitte
der Öffnung 50 angeordnet ist und insbesondere in einer mit dem Überbrückungsteil
29 zusammenfallenden Querebene verläuft.
[0040] Es versteht sich, daß beide Halteeinrichtungen auch jeweils identisch ausgebildet
sein können und daß die Zuordnung zur Kraftabnahme 2 bzw. zum Gehäuse 5 auch umgekehrt
erfolgen kann.
[0041] Die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung eignet sich auch besonders für sensorgesteuerten
Einsatz, hierzu sei bei spielhaft nochmals auf Figur 1 verwiesen. Dort erkennt man
am Kolben 7 einen als Dauermagneten ausgebildeten Geber 51, der mit außen am Gehäuse
angeordneten, auf das Magnetfeld ansprechenden Sensoren 52 zusammenarbeiten kann,
um bei gewissen Stellungen Steuersignale zu erzeugen. Von besonderem Vorteil ist auch
eine nicht dargestellte Variante, bei der ein magnetisch erregbarer Sensor am Kolben
sitzt, wobei die elektrischen Zuleitungen durch die z.B. teilweise hohl ausgebildete
Kolbenstange zugeführt werden können. In diesem Falle dient ein einziger Sensor kostenreduzierend
zur Detektion verschiedenster Stellungen, wenn außen am Gehäuse in geeigneter Weise
Magnetteile, insbesondere Dauermagnetringe das Gehäuse umgebend angeordnet werden.
[0042] Durch die stark verringerte Belastung der Antriebsvorrichtung lassen sich bevorzugt
KunststoffMaterialen verwenden, was die Leichtbauweise weiterhin fördert. Außerdem
ist es dadurch möglich, das Gehäuse zumindest teilweise aus durchsichtigem Kunststoffmaterial
zu fertigen, in welchem Falle am Kolben oder an der Kolbenstange eine optische, von
außen leicht erkennbare Anzeige anordenbar ist, die z.B. vom Kolben selbst gebildet
sein kann. Dies erleichtert die Überwachung der jeweiligen Gehäusestellung, vor allem
dann, wenn im durchsichtigen Bereich zusätzlich ein Maßstab angeordnet wird. Von Vorteil
ist desweiteren die hohe Flexibilität der Antriebsvorrichtung, die problemlos gegen
andere Technologien austauschbar ist und ferner busfähig ist. Die Vorrichtung ist
extrem verschieißfrei mit der Folge geringeren Wartungsaufwandes.
[0043] Zuletzt sei noch auf einen weiteren Aspekt der Erfindung verwiesen. So ist es besonders
vorteilhaft, wenn zur Steuerung der Bewegung des Gehäuses 5 eine Steuereinrichtung
verwendet wird, die unmittelbar der Kolbenstange 10 zugeordnet ist. Hierzu sei nochmals
auf Fig. 2 verwiesen, wo die Steuereinrichtung 54 gestrichelt dargestellt und in fester
Verbindung mit der Halterung 18 steht. Bei dem abgebildeten Kompakten Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 2 kann zudem, wie angedeutet die Steuereinrichtung 54 in das Gewindeteil
33 integriert werden, so daß sie unmittelbar neben der Kolbenstange 10 zu liegen kommt.
Es ist aber auch möglich, die Steuereinrichtung lediglich an der Kolbenstange 10 oder
an der Halterung 18 anzuordnen. Jedenfalls kann sie zweckmäßig zur Steuerung der Druckmittelversorgung
für die Arbeitsräume 9, 9' verwendet werden, wobei sie zweckmäßigerweise ein nicht
näher dargestelltes Ventil enthält, mit dem die Kanäle 35 im Innern der Kolbenstange
10 wahlweise geöffnet oder verschlossen werden können. Bei 55 sind durch die Steuereinrichtung
54 betätigbare Verschlußglieder angedeutet, die beispielsweise als bewegbare Verschlußorgane
Verwendung finden können. Zur Erhöhung des Funktionsumfanges der Steuereinrichtung
kann dieselbe mit Elektronik ergänzt werden, was die Betätigung der Steuereinrichtung
vereinfacht. Die Steuereinrichtung kann z.B. ein Servoventil oder ein Proportionalventil
enthalten. Es ist darüberhinaus auch möglich, daß die zu den Arbeitsräumen 9, 9 führenden
Leitungen bzw. Kanäle durch die Steuereinrichtung selbst hindurchlaufen bzw. an diese
angeschlossen sind. Im übrigen läßt sich eine derartige Steuereinrichtung 54 auch
dann verwenden, wenn die Druckluftversorgung von außen her ans Gehäuse gelangt, wie
diese in Fig. 1 gezeichnet ist, do daß die Kolbenstange selbst kanallos ausgebildet
werden kann.
1. Antriebsvorrichtung zur Erzeugung insbesondere geradliniger Bewegungen einer Kraftabnahme,
z.B. eines Schlittens, mit einem Gehäuse, in dem sich ein Verschieberaum eines mindestens
einerseits druckmittelbeaufschlagbaren abgedichteten Kolbens befindet, und mit einer
vom Kolben gebildeten oder insbesondere an diesem angeordneten, das Gehäuse nach außen
hin durchdringenden Kolbenstange, wobei das Gehäuse und die Kolbenstange unter Mitnahme
der Kraftabnahme einander gegenüber druckmittelbetätigt verschiebbar sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (10) mit ihrer außerhalb des Gehäuses (5) angeordneten
Partie (17) an einer Halterung (18) dieser gegenüber ortsfest festlegbar ist, daß
das Gehäuse (5) das Abtriebsteil der Vorrichtung (1) bildet, das druckmittelbetätigt
gegenüber der relativ hierzu feststehenden Kolbenstange (10) verschiebbar ist und
an dem die Kraftabnahme (2) mitbewegbar angeordnet ist, und daß die Kraftabnahme (2)
an einer den Verschiebeweg (24) vorgebenden Führungseinrichtung (23) angeordnet ist
und gleichzeitig ein Führungs- und Abstützteil für das bewegbare Gehäuse (5) bildet.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das das Abtriebsteil
bildende Gehäuse (5) mit Ausnahme des Führungs-und Abstützteiles (2) führungs- und
abstützungslos ausgebildet ist.
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsrichtungen
(24) bzw. (25) des Gehäuses (5) und der Kraftabnahme (2) parallel zueinander verlaufen.
4. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kolben (7) im Verschieberaum (6) mindestens einen Arbeitsraum begrenzt und vorzugsweise
zwei Arbeitsräume (9, 9 ) voneinander abteilt, wobei jeder Arbeitsraum (9, 9') wahlweise
mit Druckmittel beaufschlagbar oder belüftbar ist, zu welchem Zweck in jeden Arbeitsraum
(9, 9') eine Anschlußöffnung (20, 20') für Druckmittel einmündet.
5. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußöffnungen
(20, 20') am Kolben (7) und/oder an der Kolbenstange (10) angeordnet sind und mit
die Kolbenstange (10) durchziehenden, andererseits außerhalb des Gehäuses (5) ausmündenden
Kanälen (35) in Verbindung stehen, derart, daß die Druckmittelzufuhr und/oder -Abfuhr
durch die Kolbenstange (10) hindurch erfolgen kann.
6. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verschiebekontaktbereich zwischen Kolben (7) und Gehäuse (5) und/oder zwischen
Kolbenstange (10) und Gehäuse (5, 14) führungslos ausbildbar ist.
7. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 , dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftabnahme (2) nachgiebig gegenüber dem Gehäuse (5) angeordnet ist, derart,
daß insbesondere im Falle voneinander abweichender Verschiebewege bzw. Verschieberichtungen
(24, 24') ein selbsttätiger verspannungsfreier Lageausgleich zwischen beiden Teilen
erfolgt.
8. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen der Kraftabnahme (2) und dem als Abtriebsteil fungierenden Gehäuse (5) eine
Dämpfungseinrichtung (36) angeordnet ist.
9. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfungseinrichtung
(36) ein aus nachgiebigem, insbesondere gummielastische Eigenschaften aufweisendem
Material bestehendes Dämpfungsteil (37) aufweist, das die Verbindung zwischen dem
Gehäuse (5) und der Kraftabnahme (2) herstellt.
10. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftabnahme
(2) im Bereich der Dämpfungseinrichtung (36) gegenüber dem Gehäuse (5) verschwenkbar
und insbesondere neigbar ist.
11. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftabhnahme (2) im Durchdringungsbereich (15) der Kolbenstange (10) am Gehäuse
(5, 14) angreift.
12. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Dämpfungsteil (37) ein Dämpfungsring (39) ist, der die Kolbenstange (10) koaxial
umgibt und einerseits über eine erste Halteeinrichtung (41) am Gehäuse (5) und andererseits
gleichzeitig über eine zweite Halteeinrichtung (40) an der Kraftabnahme (2) festgelegt
ist.
13. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Halteeinrichtung
(41) einen ringförmigen Radialvorsprung (44) aufweist, auf den der Dämpfungsring (39)
aufgeknüpft ist, zu welchem Zweck dieser eine umlaufende Vertiefung (46) im Bereich
seines Innenumfanges aufweisen kann.
14. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
eine Halteeinrichtung (40) eine ringförmige, den Dämpfungsring (39) außen zumindest
größtenteils umfassende Klemmpartie (47) aufweist.
15. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmpartie
(47) flanschförmig ausgebildet ist und den zwischen ihr und dem zugehörigen Gehäuse
(5) bzw. der Kraftabnahme (2) angeordneten Dämpfungsring (39) hält.
16. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmpartie
(47) von einer Öffnung (50) gebildet ist, in die der Dämpfungsring (39) eingeknüpft
ist.
17. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfungsring
(39) in einer radial ausgehöhlten Öffnung (50) des Gehäuses (5) oder der Kraftabnahme
(2) einsitzt, wobei er im Bereich seines Außenumfanges im Querschnitt gesehen insbesondere
eine bogenförmige, zur Aushöhlung komplementäre Kontur aufweisen kann.
18. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kraftabnahme (2) fest und starr gegenüber dem bewegbaren Gehäuse (5) insbesondere
unmittelbar an diesem festgelegt ist.
19. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Kolbenstange (10) und der Halterung (18) eine Kupplungseinrichtung
(19) angeordnet ist.
20. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
daß am Kolben (7) oder am Gehäuse (5) mindestens ein Sensor (52) angeordnet ist, der
mit mindestens einem am anderen Teil angeordneten Geber (51) zusammenarbeitet, wobei
bei am Kolben angeordnetem Sensor die Signalleitung durch das Innere der Kolbenstange
hindurch erfolgt.
21. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolbenstange (10) eine insbesondere an der Halterung (18) angeordnete, vorzugsweise
ein Ventil enthaltende Steuereinrichtung (54) zur Steuerung der Druckmittelversorgung
für die Arbeitsräume (9, 9') zugeordnet ist, die zweckmäßigerweise elektronisch betätigbar
ist und die mit zu den Arbeits räumen (9, 9') führenden Druckmittelleitungen und/oder
-kanälen in Verbindung stehen kann. Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPU>
1. Antriebsvorrichtung zur Erzeugung insbesondere geradliniger Bewegungen einer Kraftabnahme,
z.B. eines Schlittens, mit einem Gehäuse, in dem sich ein Kolben-verschieberaum befindet,
in dem unter Begrenzung mindestens eines und vorzugsweise zweier voneinander abgeteilter,
jeweils druckmittelbeaufschlagbarer Arbeitsräume ein gegenüber dem Gehäuse abgedichteter
Kolben angeordnet ist, und mit einer vom Kolben gebildeten oder an diesem angeordneten,
das Gehäuse nach außen hin durchdringenden Kolbenstange, die mit ihrer außerhalb des
Gehäuses angeordneten Partie an einer Halterung dieser gegenüber ortsfest festlegbar
ist, wobei das Gehäuse das druckmittelbetätigt gegenüber der Kolbenstange bzw. dem
Kolben verschiebbare Abtriebsteil der Vorrichtung bildet , mit dem die an einer den
Verschiebeweg vorgebender Führungseinrichtung angeordnete und ein Führungs-und Abstützteil
für das bewegbare Gehäuse bildende Kraftabnahme mitbewegbar verbunden ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem das Abtriebsteil der Vorrichtung (1)
bildenden Gehäuse (5) und der geführten Kraftabnahme (2) nachgiebig ausgebildet ist,
so daß bei abweichenden Bewegungsrichtungen von Gehäuse (5) und Kraftabnahme (2) ein
selbsttätiger Lageausgleich zwischen diesen beiden Teilen erfolgt, und daß die Druckmittelzufuhr
und/oder - abfuhr in den bzw. aus dem jeweiligen Arbeitsraum (9, 9') des Gehäuses
(5) über die Kolbenstange (10) durchziehende, in den jeweiligen Arbeitsraum (9, 9')
ausmündende Kanäle (35) erfolgt.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein jeweiliger
Kanal (35) einerseits über eine am Kolben (7) und/oder an der Kolbenstange (10) angeordnete
Anschlußöffnung (20, 20') in den zugeordneten Arbeitsraum (9, 9') und andererseits
außerhalb des Gehäuses ausmündet.
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Kraftabnahme (2) und dem als Abtriebsteil fungierenden Gehäuse (5) eine Dämpfungseinrichtung
(36) angeordnet ist.
4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichent, daß die Dämpfungseinrichtung
(36) ein aus nachgiebigem, insbesondere gummielastische Eigenschaften aufweisendem
Material bestehendes Dämpfungsteil (37) aufweist, das die Verbindung zwischen dem
Gehäuse (5) und der Kraftabnahme (2) herstellt.
5. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 3 oder4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftabnahme
(2) im Bereich der Dämpfungseinrichtung (36) gegenüber dem Gehäuse (5) verschwenkbar
und insbesondere neigbar ist.
6. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kraftabnahme (2) im Durchdringungsbereich (15) der Kolbenstange (10) am Gehäuse
(5, 14) angreift.
7. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Dämpfungsteil (37) ein Dämpfungsring (39) ist, der die Kolbenstange (10) koaxial
umgibt und einerseits über eine erste Halteeinrichtung (41) am Gehäuse (5) und andererseits
gleichzeitig über eine zweite Halteeinrichtung (40) an der Kraftabnahme (2) festgelegt
ist.
8. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Halteeinrichtung
(41) einen ringförmigen Radialvorsprung (44) aufweist, auf den der Dämpfungsring (39)
aufgeknüpft ist, zu welchem Zweck dieser eine umlaufende Vertiefung (46) im Bereich
seines Innenumfanges aufweisen kann.
9. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die eine
Halteeinrichtung (40) eine ringförmige, den Dämpfungsring (39) außen zumindest größenteils
umfassende Klemmpartie (47) aufweist.
10. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmpartie
(47) flanschförmig ausgebildet ist und den zwischen ihr und dem zugehörigen Gehäuse
(5) bzw. der Kraftabnahme (2) angeordneten Dämpfungsring (39) hält.
11. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmpartie
(47) von einer Öffnung (50) gebildet ist, in die der Dämpfungsring (39) eingeknüpft
ist.
12. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfungsring
(39) in einer radial ausgehöhlten Öffnung (50) des Gehäuses (5) oder der Kraftabnahme
(2) einsitzt, wobei er im Bereich seines Außenumfanges im Querschnitt gesehen insbesondere
eine bogenförmige, zur Aushöhlung komplementäre Kontur aufweisen kann.
13. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Kolbenstange (10) und der Halterung (18) eine Kupplungseinrichtung
(19) angeordnet ist.
14. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß am Kolben (7) oder am Gehäuse (5) mindestens ein Sensor (52) angeordnet ist, der
mit mindestens einem am anderen Teil angeordneten Geber (51) zusammenarbeitet, wobei
bei am Kolben angeordnetem Sensor die Signalleitung durch das Innere der Kolbenstange
hindurch erfolgt.
15. Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolbenstange (10) eine insbesondere an der Halterung (18) angeordnete, vorzugsweise
ein Ventil enthaltende Steuereinrichtung (54) zur Steuerung der Druckmittelversorgung
für die Arbeitsräume (9, 9') zugeordnet ist, die zweckmäßigerweise elektronisch betätigtbar
ist und die mit zu den Arbeitsräumen (9, 9') führenden Druckmittelleitungen und/oder
-kanälen in Verbindung stehen kann.