(19)
(11) EP 0 337 016 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
18.10.1989  Patentblatt  1989/42

(21) Anmeldenummer: 88121475.3

(22) Anmeldetag:  22.12.1988
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01R 25/14, F21V 21/14, F21V 21/34, F21P 5/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE ES FR GB

(30) Priorität: 15.03.1988 DE 3808570

(71) Anmelder: ERCO Leuchten GmbH
D-58507 Lüdenscheid (DE)

(72) Erfinder:
  • Fleetwood, Roy St John's Innovation Centre
    Cambridge CB4 4 WS (GB)

(74) Vertreter: Ostriga, Harald et al
Patentanwälte Ostriga & Sonnet Postfach 20 16 53
42216 Wuppertal
42216 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Fachwerkartige Stromschienen-Anordnung für Beleuchtungszwecke


    (57) Eine fachwerkartige Stromschienen-Anordnung vornehmlich für Beleuchtungszwecke weist minde­stens ein Fachwerk-Modul (M₂) auf, das ein Hohl­profilpaar (10, 10), bestehend aus zwei schlitz­rohrartigen Hohlprofilen (10; 10), besitzt. Von diesen Hohlprofilen (10; 10) ist mindestens eines als Stromschiene ausgebildet. Beide Hohlprofile (10; 10) sind mittels mindestens zweier im Axial­abstand voneinander angeordneter Verbindungsele­mente (11, 12) im Parallelabstand voneinander distanziert. Jedes Hohlprofil (10; 10) weist an seiner der axialen Schlitzöffnung diametral gegenüberliegenden Außenseite eine axiale Befesti­gungsnut (20) auf.
    Die axialen Befestigungsnuten (20) der beiden Hohlprofile (10; 10) sind einander zugekehrt. Jeweils zwei Verbindungselemente (11, 12) sind durch ein in sich starr zusammenhängendes, sich im wesentlichen in einer Ebene erstreckendes Ver­bindungsteil (K₂) ersetzt. Dieses weist zumindest an den Ecken eines Vierecks angeordnete Befesti­gungsbereiche (17) auf, von denen je zwei in derselben hohlprofilseitigen Befestigungsnut (20) lösbar befestigt sind.
    Die fachwerkartige Stromschienen-Anordnung ge­stattet bei erweiterten Anwendungsmöglichkeiten zugleich eine wesentlich höhere Tragfähigkeit mit der Möglichkeit, auch große Spannweiten frei zu überbrücken.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine fachwerkartige StromschienenAnordnung, wie sie entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 durch die DE-OS 29 15 502 bekanntgeworden ist.

    [0002] Bei der fachwerkartigen Stromschienen-Anord­nung gemäß DE-OS 29 15 502 sind jeweils zwei Stromschienen in aufrechter Anordnung fuß- und kopfseitig über besondere Fuß- und Kopfverbin­dungsstücke aneinandergehalten. Zwei derartige Stromschienen-Doppelsäulen sind über zwei gleich­lange sich horizontal erstreckende, aus zwei Halb­schalen zusammengesetzte Binder aneinander be­festigt. Dieses geschieht so, daß endstirnseitig eines jeden Binders vorgesehene Einsatzstücke in den Schlitz der Stromschiene, also in den Adapter­aufnahmekanal eingreifen, welcher bekanntlich die Kupfer-Leiterschienen enthaltenden, relativ empfindlichen Isolierstoffträger aufnimmt. Zwischen den binderseitigen Befestigungsstellen sind die Adapter von Strahlerleuchten in den Adapteraufnahmekanal eingesteckt, welche dazu dienen sollen, beispielsweise an den Bindern ge­haltene Exponate zu beleuchten.

    [0003] Die durch die DE-OS 29 15 502 bekannte fach­werkartige Stromschienen-Anordnung ist sowohl hin­ sichtlich ihrer Tragfähigkeit als auch hinsicht­lich ihrer Verwendungsfähigkeit begrenzt. Indes wurde mit dieser bekannten fachwerkartigen Strom­schienen-Anordnung bereits ein grundsätzlicher Weg gewiesen, Stromschienen nicht nur als Trag­element von Leuchten zu benutzen, sondern darüber hinaus in eine fachwerkartige Tragkonstruktion einzugliedern.

    [0004] Ausgehend von der fachwerkartigen Strom­schienen-Anordnung gemäß der DE-OS 29 15 502, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die bekannte fachwerkartige Stromschienen-Anordnung so weiterzuentwickeln, daß diese bei erweiterten Anwendungsmöglichkeiten zugleich eine wesentlich höhere Tragfähigkeit mit der Möglichkeit, auch große Spannweiten frei zu überbrücken, besitzt. Diese Aufgabe ist entsprechend dem Kennzeichen­teil des Patentanspruchs 1 gelöst worden.

    [0005] Dadurch, daß entsprechend der Erfindung die Befestigungsnuten der beiden Hohlprofile einander zugekehrt sind, wobei die beiden Befestigungs­nuten der Anbringung von die beiden Hohlprofile aneinander befestigenden Verbindungsteilen dienen, steht der Adapteraufnahmekanal der Strom­schiene allein elektrischen Einspeisungs- oder Entnahmezwecken zur Verfügung. Die Erfindung schafft daher eine Trennung von Trag- bzw. Befe­stigungsfunktion und elektrischer Versorgungsfunk­ tion, letztere insbesondere von Leuchten. Auf diese Weise können beide Funktionen einander nicht behindern, wie es z.B. beim Gegenstand der DE-OS 29 15 502 der Fall ist. Dort dient nämlich der Adapteraufnahmekanal sowohl der Stromentnahme mittels eines Adapters als auch der Befestigung zweier schlitzrohrartiger Hohlprofile eines Hohl­profilpaars aneinander.

    [0006] Entsprechend der Erfindung können demnach unge­hindert von druckempfindlichen Isolierstoffträ­gern in den hohlprofilseitigen rein metallischen Befestigungsnuten wesentlich größere Kräfte über­tragen werden, als dies beim Gegenstand der DE-OS 29 15 502 möglich ist. Die Stromschiene entspre­chend der DE-OS 29 15 502 weist zwar an ihrer der axialen Schlitzöffnung (Adapteraufnahmekanal) diametral gegenüberliegenden Außenseite eine axiale Befestigungsnut auf, jedoch dient diese Befestigungsnut lediglich der Aufnahme von Befe­stigungsteilen zur deckenseitigen Seil- oder Pen­delrohrhalterung, nicht aber der Befestigung zweier Stromschienen aneinander.

    [0007] Im Unterschied zu dem aus zwei Stromschienen und zwei Querbindern bestehenden, seinerzeit für begrenzte Einsatzzwecke zwar hinreichenden, anson­sten aber relativ labilen Fachwerk-Modul ent­sprechend der DE-OS 29 15 502 ist entsprechend der Erfindung ein Verbindungsteil geschaffen worden, dessen Befestigungsbereiche mindestens an den Ecken eines Vierecks angeordnet sind, also - im Unterschied zum Fachwerk-Modul gemäß der DE-OS 29 15 502 - bezüglich ein- und desselben Hohlpro­fils in statisch günstiger Weise weit auseinander­liegen. Zudem sind die zumindest an den Ecken eines Vierecks angeordneten Befestigungsbereiche bezüglich einer jeden Richtung starr zusammenhän­gend miteinander verbunden. Ein solches Befesti­gungsteil kann entweder plattenförmig oder aber entsprechend anderen Erfindungsmerkmalen kreuz­förmig, insbesondere nach der Art eines Schrägs­treben enthaltenden Andreaskreuzes, ausgebildet sein.

    [0008] Ein erfindungsgemäßes Fachwerk-Modul ist daher so aufgebaut, daß in horizontaler Anordnung eines solches Moduls, bei welchem jedoch die beiden Hohlprofile des Hohlprofilpaars vertikal überein­ander- oder nebeneinanderliegen (vergleichbar einem I-Träger) z.B. das obere Hohlprofil bei Belastung den Druckgurt und das untere Hohlprofil den Zuggurt bildet.

    [0009] Derartige erfindungsgemäße Fachwerk-Module können axial aufeinanderfolgend angeordnet und hierbei an den Stirnseiten ihrer Hohlprofile zug- und druckfest miteinander gekuppelt sein. Durch zug- und druckfest in die Hohlprofile einge­steckte und dort außerdem befestigte Einsatz­stücke ist gewährleistet, daß mit den erfindungs­ gemäßen Fachwerk-Modulen sehr große Spannweiten überbrückt werden können.

    [0010] Die erfindungsgemäßen Fachwerk-Module können insgesamt eine fachwerkartige Rasterstruktur oder aber - in Parallelanordnung gleichartiger Fach­werk-Module nebeneinander - bei entsprechender Querverbindung kastenartige Träger bilden. Mit den erfindungsgemäßen Fachwerk-Modulen können bei­spielsweise Portale bzw. Portalgruppen oder auch fachwerkartige Deckengebilde geschaffen werden. Die erfindungsgemäßen Fachwerk-Module lassen sich mit besonderem Vorteil in Ausstellungshallen an­wenden. Hier können mit den erfindungsgemäßen Fachwerk-Modulen individuelle Raumstrukturen mit zusätzlicher Tragfunktion geschaffen werden, die eine Beleuchtung selbst größerer Exponate von allen Richtungen, insbesondere auch von oben her - und außerdem eine Raumtrennfunktion erlauben.

    [0011] Weitere Erfindungsmerkmale sind den Unteran­sprüchen zu entnehmen.

    [0012] In den Zeichnungen sind bevorzugte Ausführungs­beispiele entsprechend der Erfindung näher darge­stellt, es zeigen:

    Fig. 1 einen Teilbereich einer fachwerkartigen Stromschienen-Anordnung, bei welcher sich Fach­werk-Module zweier unterschiedlicher Querweiten an einer Stoßstelle zwischen zwei Modulen quer durchdringen, und zwar etwa entsprechend einer in Fig. 2 gestrichelt angedeuteten Einkreisung in Blickrichtung des mit I bezeichneten Ansichts­pfeils, wobei

    Fig. 2 in perspektivischer Darstellung einen Teilbereich einer etwa rasterartigen Fachwerk­struktur mit Säulenauflagerung zeigt,

    Fig. 3 einen Teilbereich eines Portals einer etwa kastenartigen Fachwerkstruktur,

    Fig. 4 einen teilweisen Vertikalschnitt etwa entsprechend der in Fig. 3 mit IV bezeichneten Einkreisung, wobei jedoch in Fig. 4 eine um 180° um die Längsachse x eines Fachwerk-Moduls gedreh­te Anordnung gezeigt ist,

    Fig. 5 einen Schnitt etwa entsprechend der in Fig. 4 mit V-V bezeichneten Schnittlinie, und

    Fig. 6 in Anlehnung an die Darstellung gemäß Fig. 1 eine elektrische Einspeisung im Bereich einer Stoßstelle zwischen Stromschienen.



    [0013] In Fig. 1 sind ein Fachwerk-Modul größerer Querweite mit M₁ und ein Fachwerk-Modul gerin­gerer Querweite mit M₂ bezeichnet. Die Fachwerk-­Module M₁, M₂ (s. M₂ stoßen an den mit S be­zeichneten Stoßstellen gegeneinander.

    [0014] Jedes Fachwerk-Modul M₁ und M₂ weist ein Hohl­profilpaar auf, welches aus zwei Stromschienen 10 besteht. Diese Stromschienen 10 werden entspre­chend den unterschiedlichen Querweiten W₁ (größere Querweite) und W₂ (geringere Querweite) mittels unterschiedlicher Verbindungsteilen K₁, K₂ voneinander distanziert befestigt. Die Verbin­dungsteile der Fachwerk-Module M₁ sind mit K₁ und die Verbindungsteile der Fachwerk-Module M₂ mit K₂ bezeichnet.

    [0015] Jedes Verbindungsteil K₁, K₂ besteht aus zwei nach Art eines Andreaskreuzes angeordneten Schräg­streben 11, 12, welche in derselben Ebene angeord­net sind und wegen ihrer im mittigen Knotenbe­reich 13 einstückig-stoffschlüssigen Verbindung ein insgesamt starres Bauteil darstellen.

    [0016] Die demnach als Verbindungskreuze K₁ (großes Verbindungskreuz) und K₂ (kleineres Verbindungs­kreuz) ausgebildeten Verbindungsteile sind ein­stückig-stoffschlüssig zusammenhängende Leicht­metall-Druckgußteile, wobei der Querschnitt der Schrägstreben 11, 12 etwa I-förmig gestaltet ist, wie man z.B. anhand von Fig. 3 erkennen kann, also jeweils zwei Flansche 14 und einen diese miteinander verbindenden Steg 15 aufweist. Zwecks Gewichts- und Werkstoffersparnis sind die Stege 15 mit Durchbrechungen 16 (etwa wie bei einem Vierendeel-Träger) versehen.

    [0017] Obwohl in Fig. 1 die Verbindungskreuze K₁, K₂ nicht zur Gänze dargestellt sind, ist anhand des rechts in Fig. 1 teilweise dargestellten Verbin­dungskreuzes K₂ vorstellbar, daß dieses jeweils beidendig seiner Schrägstreben 11, 12 auf den Ecken eines Vierecks angeordnete Befestigungsbe­reiche, und zwar Befestigungsfüße 17 aufweist. Jeder Befestigungsfuß 17 trägt endseitig eine Fuß­platte 18 mit einer Stützfläche 53, welche sich auf einem Füllstück 19 abstützt, das jeweils ver­hältnismäßig satt in der etwa omega-förmigen Be­festigungsnut 20 der jeweiligen Stromschiene 10 (s.a. Hohlprofil 10a der Fig. 4 und 5) aufgenom­men ist.

    [0018] Der omega-förmigen Befestigungsnut 20 diame­tral gegenüber weist jede schlitzrohrartige Strom­schiene 10 einen Schlitz, d.h. einen Adapterauf­nahmekanal 21, auf. Der Adapteraufnahmekanal 21 enthält sich axial erstreckende und einander gegenüberliegend angeordnete Isolierstoffprofile 22, welche jeweils einen Metalleiter, beispiels­weise einen Kupfer-Flachleiter 23, aufnehmen. So­wohl derartige Stromschienen 10 als auch entspre­chende Adapter sind beispielsweise durch die DE-PS 28 10 681 vorbekannt.

    [0019] Die Befestigungsfüße 17 der Verbindungskreuze K₁ und K₂ enthalten von der Stützfläche 53 her zugängliche Innengewindeaufnahmen 24 für Befesti­gungsschrauben 25 auf. Wie anhand von Fig. 1 zu ersehen, durchsetzen die Befestigungsschrauben 25 den Boden 26 eines länglichen etwa U-förmigen Stahl-Verbindungsstückes 27 und auch den Boden 28 der Stromschiene 10 vom Adapteraufnahmekanal 21 her. Auf diese Weise werden die Stöße S von in Längsrichtung x aufeinanderfolgenden Stromschie­nen 10 zug- und druckfest aneinander befestigt, während zugleich eine feste Verbindung großer Kraftaufnahmefähigkeit zwischen den Befestigungs­füßen 17 und den omega-förmigen Befestigungsnuten 20 der Stromschienen 10 zustandekommt. Um die zug- und druckfeste Verbindung im Stoßbereich S zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stromschienen 10 zusätzlich zu erhöhen, durchsetzen die Stahl­verbindungsstücke 27 mit oberhalb ihres Bodens 26 angeordneten Nocken 29 entsprechend formgleiche Kupplungslöcher 59 innerhalb des Bodens 26. Die Kupplungslöcher 59 sind in Fig. 6 näher bezeich­net.

    [0020] Die Detailanordnung gemäß Fig. 1 führt entspre­chend Fig. 2 zu einem größeren rasterförmigen Zu­sammenhang. Und zwar bilden vertikal stehende Fachwerk-Module M₁ Stützen bzw. Säulen, welche mit Füßen 30 auf einer Aufstellebene ruhen und oberseitig über eine ebene Gelenkverbindung 31 eine rasterartige Fachwerkstruktur abtragen, bei welcher jeweils die Module M₁ größerer Querweite W₁ von Modulen M₂ geringerer Querweite W₂ durch­drungen sind. An den unteren Stromschienen 10 der Module M₁ aber auch an den unteren Stromschienen 10 der Fachwerk-Module M₂ sind Strahlerleuchten 32 angeschlossen.

    [0021] Zur Versteifung der rasterartigen Fachwerk­struktur gemäß Fig. 2 können zudem - im vorliegen­den Falle kreuzförmig verlaufende - Seilverspan­nungen 33 vorgesehen sein.

    [0022] Zwischen den einzelnen portalartigen Gebilden gemäß Fig. 2, die unter anderem jeweils aus senk­recht und horizontal angeordneten Fachwerk-Modu­len M₁ bestehen, können im oberen Eckbereich Distanzrohre 34 vorgesehen sein. Anstelle dieser Distanzrohre 34 ist es auch möglich, beispiels­weise im oberen Drittel der aufgehend stützenar­tig angeordneten Fachwerk-Module M₁, also etwa an den mit 35 bezeichneten Durchdringungsstellen, Fachwerk-Module M₂ durchlaufen zu lassen, deren Verbindungskreuze K₂ sich dann allerding in einer horizontalen Ebene erstrecken würden, während die in Fig. 2 eingezeichneten kleineren Verbindungs­kreuze K₂ sich in einer vertikalen Ebene er­strecken.

    [0023] Gemäß Fig. 2 können jeweils die Fachwerk-Mo­dule M₁ mit je vier Meter axialer Einzellänge in Axialrichtung x aufeinanderfolgen, so daß in die­sem Falle die frei Spannweite (Portalweite) in Richtung x zwischen zwei gegenüberliegenden Ge­lenk-Auflagern 31 zwölf Meter beträgt.

    [0024] Hinzugefügt werden muß noch, daß bei der Dar­stellung gemäß Fig. 2 aus Gründen einer Zeich­nungsvereinfachung nur die rechten Portalseiten dargestellt sind.

    [0025] Analog ist beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 jur eine Portalhälfte dargestellt. Das in Fig. 3 gezeigte Portal gestattet eine größere Tragfähigkeit als die in Fig. 2 dargestellte Struktur. Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 sind nämlich jeweils zwei gleichartige Fachwerk-­Module bzw. eine Aufeinanderfolge von mehreren miteinander verbundenen Fachwerk-Modulen M₁ über kleinere Verbindungskreuze K₂ fest miteinander verbunden. Die Verbindungskreuze K₂ sind hierbei in schrägen Ebenen angeordnet und mit ihren Befe­stigungsfüßen 17 an korrespondierenden Streben 12 zweier größerer benachbarter Verbindungskreuze K₁ der beiden benachbarten Fachwerk-Module M₁ an den Befestigungsstellen 36 verschraubt. Hierzu weisen die Verbindungskreuze K₁ Befestigungsbohrungen auf, wie sie etwa den mit 55 bei K₂ in Fig. 1 bezeichneten entsprechen.

    [0026] Aus den Fig. 4 und 5 geht insbesondere ein plattenförmiges Verbindungsteil 37 hervor, dessen Befestigungsbereiche, von denen nur einer mit 38 gekennzeichnet ist, ebenfalls auf den vier Ecken eines Vierecks angeordnet sind. Analog zu Fig. 1 sind aus Fig. 4 durchgehende Füllstücke 19 zu er­sehen, welche jeweils von Befestigungsschrauben 25 durchsetzt sind, wozu das plattenförmige Ver­bindungsteil 37 Innengewindeaufnahmen 39 auf­weist. Damit zusätzlich noch Schub- und Zugkräfte übertragen werden können, sind in weiteren Innen­ gewindeaufnahmen 40 Schaftschrauben 41 vorge­sehen, deren Kopfbereich jeweils den Profilboden 28 der Stromschiene bzw. einer nicht elektrifi­zierten, also leiterlosen, Hohlprofilschiene 10a durchsetzt.

    [0027] Im Unterschied zur Darstellung gemäß den Fig. 2 und 3 ist bei der Darstellung gemäß Fig. 4 eine hängende Anordnung des Fachwerk-Moduls M₁ vorgesehen, d.h. die Gelenkscheiben bzw. Gelenk­augen 42 der ebenen Gelenkverbindung 31 sind je­weils oben vorgesehen. Komplementär zum Gelenk­auge 42 kann man sich eine Gelenkgabel (mit Ge­lenkbolzen) vorstellen, welche in nicht gezeigter Weise wandseitig eines Baukörpers befestigt ist.

    [0028] Das Gelenkauge 42 weist einen Schraubbolzen­fortsatz 43 auf, welcher im Innengewinde eines insgesamt mit 44 bezeichneten rohrförmigen Ein­satzes gehalten ist. Der rohrförmige Einsatz 44 selbst weist jeweils in seinem oberen und unteren Bereich kulissenartige Schlitze 45, 46 auf, welche von einem Schraubbolzen 47 quer durchgrif­fen sind, dessen Gewindeende in einer Innenge­windeaufnahme 48 des plattenförmigen Verbindungs­teils 37 gehalten ist. Auf diese Weise läßt sich eine sichere Klemmverbindung des rohrförmigen Ein­satzes 44 mit dem Hohlprofil 10a herstellen, wo­bei der Anschlag 49 außenendseitig des unteren Kulissenschlitzes 46 bei axialen Toleranzanpassun­gen eine Auszugssicherung darstellt.

    [0029] In der Mitte des plattenförmigen Verbindungs­teils 37 ist eine kastenförmige Ausnehmung bzw. Durchbrechung 50 vorgesehen, welche der Auf­nahme von elektrischen Verbindungs- bzw. Steuer- und Regelteilen dienen und entsprechend Fig. 5 beidseitig mit je einem Deckel 56 geschlossen sein kann. Das plattenförmige Verbindungsteil 37 weist zudem eine Anzahl von Kabeldurchführun­gen 51 für Versorgungskabel 57 (Fig. 2 und 3) zur Einspeisung der Stromschiene 10 auf. Zur Einspei­sung der Stromschiene 10 sind in deren Adapterauf­nahmekanal 21 (s. Fig. 1) nicht dargestellte Ein­speisstücke vorgesehen, wie sie beispielsweise in der DE-OS 29 15 502 offenbart sind. Derartige Ein­speisstücke befinden sich auch in den Bereichen der Stoßstellen S beiderseits der Stirnflächen der Stahlverbindungsstücke 27. Zur Hintereinander­schaltung zweier aufeinanderfolgender Stromschie­nen 10 unterschiedlicher Module M₁ bzw. M₂ sind in den Befestigungsfüßen 17 der Verbindungskreuze K₁, K₂ ebenfalls Kabeldurchführungen 52 vorge­sehen, über die eine elektrische Leiterverbindung bzw. eine Überbrückung von nicht dargestellten Einspeisstücken gewährleistet ist, welche - wie erwähnt - links und rechts des jeweiligen Stahl­verbindungsstückes 27 innerhalb des Adapterauf­nahmekanals 21 der Stromschiene 10 angeordnet sind. In Fig. 6 ist dargestellt, wie die elektri­sche Hintereinanderschaltung zweier in Längsrich­tung aufeinanderfolgender Stromschienen 10 ge­schieht. Hierbei soll die strichpunktierte und mit i bezeichnete Linie eine bzw. mehrere elek­trische Leitungen symbolisieren. Die beispiels­weise zu einem Kabel i zusammengefaßten elek­trischen Leitungen münden jeweils links und rechts des Stahlverbindungsstückes 27 in einem elektrischen Einspeisstück (s. DE-OS 29 15 502). Das elektrische Kabel wird unterhalb des Stahlver­bindungsstückes 27 durch dieses und den Boden 28 der jeweiligen Stromschiene 10 hindurch innerhalb von Kabeldurchführungen 52 geführt. Außerhalb der Stoßstelle S ist eine Verbindungsklemmen-Anord­nung schematisch dargestellt und mit 60 bezeich­net.

    [0030] Die Verbindungsklemmenanordnung 60 ist von einem etwa doppeltrapezförmigen Schaltgehäuse 61 umgeben, welches aus zwei einander im wesent­lichen identischen Schalenhälften 62, 63 besteht, die mittels zugleich die strebenseitigen Befesti­gungsbohrungen 55 durchsetzender Schrauben 64 fest aneinander gehalten sind. Auf diese Weise dient das zweckmäßig aus Leichtmetalldruckguß her­gestellte zweischalige Schaltgehäuse 61 zugleich einer etwa knotenblechartigen Versteifung des Stoßstellenbereichs S. Über nicht dargestellte Anschlußkabel, die durch Öffnungen 68 des Schalt­gehäuses 61 nach außen und sodann z.B. durch eine Durchführung 51 zum Schaltgehäuse 50 eines Verbindungsteiles 37 verlaufen können, kann die Stromversorgung bewerkstelligt werden. Die erfin­dungsgemäßen Anordnungen gestatten jedenfalls zu­ nächst den strukturellen Aufbau und anschließend mit einem Minimum an Arbeit die elektrische Durch­schaltung des Systems.

    [0031] Aus Fig. 6 ist auch zu ersehen, wie zwei Fach­werk-Module M₂ im Bereich der Stoßstelle S anein­ander und an einem Modul M₁ befestigt sind. Und zwar durchsetzt ein Innensechskant-Schraubbolzen 65 vom Adapteraufnahmekanal 21 her der unteren Stromschiene 10 des größeren Fachwerk-Moduls M₁ nacheinander folgende Bauteile: Eine an die Unter­fläche des Stromschienenbodens 28 formlich ange­paßte Unterlegscheibe 66, den Boden 28 selbst, sodann das Füllstück 19, durchsetzt schließlich den Adapteraufnahme-Kanal 21 der unteren Strom­schiene 10 des kleineren Fachwerkmoduls M₂ und ist sodann in einer Gewindebohrung 67 des Stahlverbindungsstückes 27 gehalten.

    [0032] Anstelle der in den Fig. 1 und 3 dargestellten Flügel-Stromschienen 10 mit etwa rechteckigem Querschnitt können selbstverständlich auch Strom­schienen verwendet werden, die einen im wesent­lichen runden Querschnitt besitzen, wie in der DE-OS 29 15 502 dargestellt. Des weiteren ist es grundsätzlich möglich, daß die Stromschienen 10 selbst oder die Leerprofile 10a bei entsprechen­der Dimensionierung Lichtquellen aufnehmen, also allgemein als Lampenträger bzw. als Leuchten dienen können. Auch ist es möglich, die Schlitze der Hohlprofile 10, 10a, z.B. den Adapteraufnahme­kanal 21, an gewünschten Stellen mittels eines Kunststoff- oder Metallprofils abzudecken bzw. zu kaschieren, falls dieses aus optischen oder aus anderen Gründen zweckmäßig erscheint.

    [0033] Aus Fig. 5 ist zu ersehen, daß der grundsätz­liche Aufbau eines plattenförmigen Verbindungs­teils 37 dem eines großen bzw. kleinen Verbin­dungskreuzes K₁, K₂ ähnelt. Auch das plattenför­mige Verbindungsteil 37 ist ein Leichtmetall­Druckgußteil; analog zu den Verbindungskreuzen K₁, K₂ (s. Fig. 1 und 3) sind der Profilsteg mit 15 und die Profilflansche mit 14 bezeichnet.

    [0034] Ergänzend bleibt noch zu erwähnen, daß auch mehrere portalartig aufeinanderfolgende kastenar­tige Gebilde M₁, M₂, K₂ gemäß Fig. 3 von Fach­werk-Modulen M₂ quer durchdrungen sein können.

    [0035] Auch können zur Sicherung der Querweite W₁ zwischen kastenartigen Gebilden gemäß Fig. 3 Spreizen 58 verschraubt sein, welche die Distanz zwischen gegenüberliegenden Befestigungsfüßen 17 unterschiedlicher Schrägstreben 11, 12 sowohl zug- als auch druckfest stabilisieren.


    Ansprüche

    1. Fachwerkartige Stromschienen-Anordnung vor­nehmlich für Beleuchtungszwecke, mit mindestens einem Fachwerk-Modul, das ein Hohlprofilpaar, be­stehend aus zwei schlitzrohrartigen Hohlprofilen, aufweist, von denen mindestens eines als Strom­schiene ausgebildet ist, wobei die beiden Hohlpro­file mittels mindestens zweier im Axialabstand voneinander angeordneter Verbindungselemente im Parallelabstand voneinander distanziert sind, und wobei jedes Hohlprofil an seiner der axialen Schlitzöffnung diametral gegenüberliegenden Außen­seite eine axiale Befestigungsnut aufweist, da­durch gekennzeichnet, daß die axialen Befesti­gungsnuten (20) der beiden Hohlprofile (10; 10a) einander zugekehrt sind und daß jeweils zwei Ver­bindungselemente durch ein in sich starr zusammen­hängendes, sich im wesentlichen in einer Ebene erstreckendes Verbindungsteil (K₁, K₂, 37) er­setzt sind, welches zumindest an den Ecken eines Vierecks angeordnete Befestigungsbereiche (17; 38) aufweist, von denen je zwei in derselben hohlprofilseitigen Befestigungsnut (20) lösbar be­festigt sind.
     
    2. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ver­bindungsteil (37) etwa plattenartig ausgebildet ist.
     
    3. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das plattenartige Verbindungsteil (37) eine recht­eckige Außenkontur aufweist.
     
    4. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach Anspruch 2 oder nach Anspruch 3, dadurch gekenn­zeichnet, daß das plattenartige Verbindungsteil (37) ein Gußteil, insbesondere ein Leichtmetall-­Druckgußteil, ist.
     
    5. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeich­net, daß das plattenartige Verbindungsteil (37) an seinen beiden je einer hohlprofilseitigen Be­festigungsnut (20) zugewandten Schmalflächen mit Innengewindeaufnahmen (40, 48) versehen ist, welche in die benachbarte hohlprofilseitige Be­festigungsnut (20) eingreifende Kupplungs- oder Zentrierelemente (41) und den Hohlprofil-Boden (28) durchsetzende Befestigungsschrauben (25) auf­nehmen.
     
    6. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeich­net, daß das plattenartige Verbindungsteil (37) eine etwa mittig angeordnete kastenartige Auf­nahme (50) für elektrische Zuleitungen, Abzweig-, Steuer- und Regelelemente od. dgl. aufweist.
     
    7. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß von allen Schmalflächen des plattenartigen Verbindungsteils her insbesondere der Aufnahme von elektrischen Versorgungskabeln dienende Durchführungen (51) in die kastenförmige Aufnahme (50) hineingeführt sind.
     
    8. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeich­net, daß das Verbindungsteil ein Verbindungskreuz (K₁, K₂) darstellt, welches aus zwei sich etwa nach Art eines Andreaskreuzes zueinander er­streckenden in ihrem jeweils mittleren Bereich (13) starr miteinander verbundenen Schrägstreben (11, 12) besteht, deren Endbereiche Befestigungs­füße (17) bilden, die jeweils eine sich der be­nachbarten hohlprofilseitigen Befestigungsnut (20) zugewandte Stützfläche (53) aufweisen.
     
    9. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schrägstreben (11, 12) einstückig (bei 13) mit­einander verbunden sind, insbesondere ein ein­stückiges Leichtmetall-Druckgußteil bilden.
     
    10. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schrägstreben (11, 12) in derselben Ebene angeord­net sind.
     
    11. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeich­net, daß jede Schrägstrebe einen im wesentlichen I-förmigen Profilquerschnitt aufweist, dessen zwischen zwei Flanschen (14) angeordneter Steg (15) sich in der Ebene des Verbindungskreuzes (K₁, K₂) erstreckt.
     
    12. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeich­net, daß die Stützfläche (53) eines jeden Be­festigungsfußes von einer jeweils an diesem end­seitig angeordneten Fußplatte (18) gebildet ist, welche von mindestens zwei in den Befestigungsfuß (17) hineinreichenden Innengewinde-Befestigungs­aufnahmen (24) orthogonal durchsetzt ist.
     
    13. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß benach­bart den InnengewindeBefestigungsbohrungen (24) eine den Befestigungsfuß (17) und die Fußplatte (18) durchsetzende Durchgangsöffnung (52) für eine Kabeleinspeisung vorgesehen ist.
     
    14. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch Verbindungsteile unterschiedlicher - insbe­sondere zweier - Querweiten (W₁, W₂) zwischen den schlitzrohrartigen Hohlprofilen je eines Hohlpro­filpaares (10, 10; 10, 10a).
     
    15. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekenn­zeichnet, daß zur Bildung einer etwa rasterarti­gen Struktur mindestens ein Fachwerk-Modul (M₂) Verbindungsteile (K₂) geringerer unter sich je­doch gleicher Querweite (W₂) aufweist und minde­stens ein anderes Fachwerk-Modul (M₁) quer durch­dringt, welches Verbindungsteile (K₁) größerer unter sich jedoch gleicher Querweite (W₁) auf­weist (Fig. 1 und 2).
     
    16. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Fachwerk-Module (M₁, M₂) unterschiedlicher Quer­weiten rechtwinklig durchdringen.
     
    17. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach Anspruch 15 oder nach Anspruch 16, dadurch gekenn­zeichnet, daß die einander durchdringenden Fach­werk-Module (M₁, M₂) an ihren Durchdringungs­stellen aneinander befestigt sind.
     
    18. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeich­net, daß zur Bildung einer etwa kastenartigen Struktur mindestens zwei im Parallelabstand von­einander befindliche Fachwerk-Module (M₁, M₂) mit­tels unter sich gleichbemessener Verbindungsteile (K₂) insbesondere der geringeren Querweite (W₂) aneinander befestigt sind (Fig. 3).
     
    19. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bil­dung der etwa kastenartigen Struktur jeweils ein Verbindungskreuz (K₂) geringerer Querweite (W₂) mit seinen Befestigungsfüßen (17) an einander parallelen korrespondieren Schrägstreben (12) zweier gegenüberliegender Verbindungskreuze (K₁) größerer Querweite (W₁) zweier benachbarter Fach­werk-Module (M₁) befestigt ist (Fig. 3).
     
    20. Fachwerkartige Stromschienenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeich­net, daß sowohl zur Verbindung von Fachwerk-­Modulen (M₁, M₂) untereinander als auch zur Ver­bindung von Fachwerk-Modulen (M₁, M₂) mit äußeren Auflager- oder Widerlagerstellen Befestigungs­teile (27; 31, 42, 44) vorgesehen sind, welche in die endseitigen Hohlbereiche der Hohlprofile (10, 10a) einsteckbar - und dort gegebenenfalls in Axialrichtung (x) justierbar - befestigbar sind.
     




    Zeichnung






















    Recherchenbericht