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(11) |
EP 0 337 049 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.1993 Patentblatt 1993/16 |
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Anmeldetag: 05.01.1989 |
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| (54) |
Trägergeschoss mit Übungssubmunitionsgeschossen
Carrier projectile and training submissiles therefor
Projectile porteur et sous-projectiles d'entraînement à cet effet
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
18.03.1988 DE 3809177
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.10.1989 Patentblatt 1989/42 |
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Patentinhaber: Buck Werke GmbH & Co |
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73337 Bad Überkingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Hanser, Walter
D-7812 Bad Krozingen (DE)
- Rayer, Peter
D-7844 Neuenburg/Baden (DE)
- Wardecki, Norbert, Dr.
D-7804 Glottertal (DE)
- Hug, Peter
D-7835 Zehningen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Goddar, Heinz J., Dr. et al |
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FORRESTER & BOEHMERT
Franz-Joseph-Strasse 38 80801 München 80801 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 002 466 DE-C- 3 629 668 US-A- 3 374 741 US-A- 4 173 931
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DE-C- 740 228 DE-C- 3 640 485 US-A- 3 506 505
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- Rheinmetall Waffentechnisches Taschenbuch 5. Auflage, Düsseldorf 1980, Seite 65
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Übungs-Bomblet-Geschoß.
[0002] Bomblet-Geschosse dienen vorzugsweise zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen.
Dabei wird das Bomblet-Geschoß durch Abschuß aus einem Geschütz oder mittels eines
Raketenmotors über das Ziel gebracht, beispielsweise in einer Höhe von 300 bis 400
m, worauf dann eine Ausstoßladung die etwa 50 - 90 Bomblets aus der Geschoßhülle ausstößt
bzw. ausschiebt. Die Bomblets fallen dann einzeln nach unten, wobei sie sich am Boden
über ein Gebiet von etwa 50 bis 300 m verteilen. Die Bomlets enthalten eine Hohlladung
und einen Aufschlagzünder, so daß sie beim Auftreffen auf beispielsweise ein gepanzertes
Fahrzeug zünden und die Panzerungsplatte durchschlagen.
[0003] Fur die Komponentenerprobung geht man heute so vor, daß aus den Bomblets entweder
der Aufschlagzünder oder aber die Hohlladung entfernt wird. Damit können zwar einwandfreie
Komponententests durchgeführt werden, etwa bezüglich der Wirksamkeit der Ausstoßladung,
der Funktionstüchtigkeit der Aufschlagzünder und dergleichen, ein praxisnahes Üben
jedoch ist damit nicht möglich. Weil die Funktionsmerkmale Detonationswolke, Lichtblitz
und Detonationsknall fehlen und zudem im Fall der Sprengstofferprobung dieser die
Handhabungssicherheit erschwert.
[0004] Aus der US-A-4 173 931 ist ein Bomblet-Geschoß mit in der Geschoßhülle um ein zentrales
Innenrohr gestapelten Bomblets bekannt, die über dem Zielgebiet durch eine Ausstoßladung
aus der Hülle ausgestoßen werden, sich vereinzeln und auf das Zielgebiet fallen und
dort aufschlagen, wobei die Bomblets aus einem Gehäuse, einer darin untergebrachten
Wirkladung, einer Anzündeinrichtung und einem Leitwerkband bestehen, bei dem die Wirkladung
der Bomblets eine Hohlladung ist und die einen Verzögerungssatz aufweisende Anzündeinrichtung
über im zentralen Innenrohr angeordnete Zündlöcher durch die Ausstoßladung anzündbar
ist.
[0005] Weiterhin ist es aus der US-A-3 374 741 bekannt, bei Übungsgeschossen zur Schußbeobachtung
als Wirkladung ein Gemisch von Nitrocellulose mit anderen Komponenten zu verwenden.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines Bombletgeschosses für
Übungszwecke, das ein möglichst praxisnahes Üben ermöglicht, dabei jedoch gefahrlos
und möglichst wirtschaftlich ist. Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen
des Patentanspruches 1.
[0007] Durch die Verwendung eines pyrotechnischen Satzes ergibt sich eine mit einem scharfen
Bomblet vergleichbare Simulation von Knall und Blitz, mit der Folge eines vergleichbaren
Bodentreffbildes und einer auf große Entfernung sichtbaren optischen Aufschlagmarkierung.
Darüberhinaus entsteht durch Erdauswurf und Verbrennungsrückstände eine Zerlegerwolke,
die Weitgehend derjenigen der scharfen Munition entspricht und die optische Erkennbarkeit
der Bomblet-Einschläge und damit deren Verteilung im Zielbereich wie bei der scharfen
Munition ermöglicht. Die Zündung dieses pyrotechnischen Satzes erfolgt durch ein Verzögerungsstück,
das beim Ausstoß der Bomblets aus dem Geschoß angezündet wird und eine Über die Fallzeit
der Bomblets hinaus ausreichende Verzögerungszeit besitzt. Damit wird die Sicherheit
bei der Wiederaufnahme von Blindgängern gegenüber der scharfen Munition wesentlich
erhöht, weil ein Verzögerungsstück, das nicht funktioniert hat, durch mechanische
Stöße oder dergleichen -im Gegensatz zu Aufschlagzündern- nicht zur nachträglichen
Funktion gebracht werden kann. Die beim Üben obligatorische Bergung der im Zielgebiet
verteilten Bomblets bzw. Bomblet-Reste ist somit völlig gefahrlos, selbst wenn Blindgänger
existieren. Außerdem ist ein Verzögerungsstück wesentlich kostengünstiger als der
notwendigerweise mit einem komplizierten Zündsicherungssystem verbundene Aufschlagzünder
der scharfen Munition. Die Zündung der Verzögerungsstücke erfolgt beim Ausstoß der
Bomblets - aus dem Geschoß, und zwar durch die vorhandene Ausstoßladung, die also
zugleich als Anzündladung dient. Die Verteilung der Anzündflamme auf die einzelnen
Bomblets wird dabei durch das zentrale Innenrohr bewirkt. Dieses zentrale Innenrohr
dient außerdem zur Fixierung der Bomblets in der Geschoßhülle, so daß -wie später
noch im einzelnen Erläutert werden wird- einfache und kostengünstige Geschoßhüllen
entsprechenden Kalibers verwendet werden können, ohne daß es der wesentlich teureren,
mit Innenrippen versehenen Spezialhüllen der scharfen Munition bedarf.
[0008] In den Unteransprüchen sind besonders zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung gekennzeichnet,
betreffend dem pyrotechnischen Satz, die Ausbildung und Anordnung des Verzögerungssatzes
in den Bomblets und die Anordnung der Bomblets in der Geschoßhülle.
[0009] Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt.
[0010] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch ein Bomblet in Einzeldarstellung,
- Fig.1A
- einen Teilausschnitt aus Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch ein Geschoß mit darin untergebrachten Bomblets (stark verkleinert),
- Fig.2A
- einen Teilausschnitt aus Fig. 2 im vergrößertem Maßstab, und
- Fig.2B
- einen Querschnitt nach der Linie B-B von Fig. 2 im vergrößerten Maßstab.
[0011] Gemäß Fig. 1 weist das im Ganzen mit 10 bezeichnete Bomblet ein becherförmiges Gehäuse
11 auf, das durch einen Deckel 12 verschlossen ist. Der Deckel 12 ist an seiner freien
Oberseite mit einer Ausnehmung 12a versehen, in der sich ein Stift 12b zur Befestigung
eines Leitwerkbandes 13 befindet. Im Deckel verläuft diametral eine beidends offene
Zündbohrung 14. Eine vom Deckel 12 ins Innere des Gehäuses 11 ragende Schulter 12c
dient zur Halterung eines Verzögerungsröhrchens 15. Wie am besten aus Fig. 1A ersichtlich
ist, besteht das Verzögerungsröhrchen 15, wie üblich, aus einem Anfeuerungssatz 15a,
einem Verzögerungssatz 15b und einem Abfeuerungssatz 15c. Die Anfeuerungsseite des
Verzögerungsröhrchens 15 ist zum Zündkanal 14 hin durch eine Folien 16, vorzugsweise
aus Aluminium, abgedeckt, wobei zwischen der freien Endfläche des Anzündsatzes 15a
und der Folie 16 ein kleiner Abstand von beispielsweise 1,75 mm besteht; der Zweck
dieses Abstands wird später noch erläutert werden. Mit 17 ist die Wirkmasse des Bomblets
10 bezeichnet, wobei es sich um einen pyrotechnischen Knallblitzsatz handelt. Der
pyrotechnische Satz 17 besteht aus grobkörniger Nitrocellulose (NC) und Magnesiumpulver.
Ein geeignetes Bindemittel stellt sicher, daß das Magnesiumpulver auf der Oberfläche
der NC-Körner, die beispielsweise die Form kleiner Stäbchen haben können, haftet,
derart, daß jedes NC-Korn mit Magnesiumpulver beschichtet ist, was eine Entmischung
verhindert.
[0012] Die Fig. 2, 2A und 2B zeigen ein im Ganzen mit 20 bezeichnetes Bomblet-Geschoß, in
dessen Hülle 21 ein Stapel von Bomblets 10 untergebracht ist. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel besteht der Bomblet-Stapel aus vier übereinander angeordneten
Lagen von jeweils fünf gleichmäßig um die Geschoß-Längsachse verteilten Bomblets,
also insgesamt aus zwanzig Bomblets 10. Das Geschoß 20 wird von einem zentralen Innenrohr
22, nachfolgend kurz Zündrohr genannt, durchsetzt, dessen der Geschoßspitze 20a zugewandtes
Ende mit einer Ausstoß-Anzündladung 23 in Verbindung steht, während sein hinteres
Ende durch den Geschoß-Boden 20b abgedeckt ist. Das Zündrohr 22 weist im Querschnitt
(Fig. 2B) die Form in etwa eines Zahnrades mit fünf abgerundeten Zähnen auf, wobei
die fünf Teilkreise-Zahngründe einen derartigen Kreisdurchmesser aufweisen, daß die
Bomblets 10 passend in den Zahngründen einliegen. Damit wird offensichtlich verhindert,
daß sich die Bomblets 10 in Umfangsrichtung des Zündrohres 22 bzw. der Geschoßhülle
21 bewegen können. Eine Drehung der Bomblets 10 um ihre Längsachse wird durch am Bomblet-Gehäuse
11 befindliche Nasen 11a verhindert, die an den Zähnen des Zündrohres 22 anliegen,
wobei hartelastische Rippen 24 zwischengeschaltet sind, die in Längsrichtung über
das Zündrohr 22 verlaufen. Damit wird eine schüttel- und rüttelfeste Lagerung der
Bomblets 10 in der Geschoßhülle 21 sichergestellt, darüberhinaus aber auch die Verdrehsicherheit
der Bomblets 10 gewährleistet. Von wesentlicher Bedeutung ist nun, daß durch die Gehäusenasen
11a die Bomblets 10 so gerichtet sind, daß ihre Zündkanäle 14 radial im Geschoß verlaufen,
derart, daß das innere Ende des Zündkanals 14 am Zündrohr 22, das äußere Ende an der
Innenfläche der Geschoßhülle 21 anliegt. Dabei weist das Zündrohr 22 Zündlöcher 22a
auf, die eine offene Verbindung zwischen dem Inneren des Zündrohres 22 und den Zündbohrungen
14 der Bomblets 10 herstellen. Das äußere Ende der Zündbohrungen 14 liegt zwar, wie
bereits erwähnt, an der Innenfläche der Geschoßhülle 21 an, jedoch erfolgt dabei keine
vollständige Abdeckung der Zündbohrungsmündung, weil die Krümmung des Gehäuses 11
der Bomblets 10 stärker ist als die Krümmung der einen größeren Durchmesser aufweisenden
Geschoßhülle. Bei den mit 25 bezeichneten Trapezkörpern handelt es sich um Füllstücke.
Die Füllstücke sind teilweise aus Aluminium (oder Kunststoff) und teilweise aus Stahl.
Über die Anordnung und Stückzahl der schwereren Stahlfüllstücke wird Gewicht und Schwerpunktlage
des Gesamtgeschosses eingestellt. Der mit 26 bezeichnete Ring dient zur Abdeckung
der Deckel 12 der dem Geschoßboden nächsten Bomblets und damit zum zusätzlichen Schutz
deren Leitwerksbänder 13, die ansonsten durch leicht lösbare Papp- oder Kunststoffscheiben
12d abgedeckt sind.
[0013] Nachfolgend soll nun die Wirkungsweise des vorab beschriebenen Geschosses erläutert
werden. Das Geschoß wird, wie die scharfe Munition von einem Abschußrohr abgeschossen,
worauf dann, wenn sich das Geschoß über dem Zielgebiet befindet, ein Verzögerungszünder
die Ausstoß- und Anzündladung 23 zündet. Damit werden zwei Vorgänge ausgelöst. Zum
einen durchsetzt ein Zündstrahl der Ladung 23 das Zündrohr 22, dringt durch die Zündlöcher
in die Zündbohrungen der Bomblets 10, durchschlägt die Abdeckfolien 16 und zündet
die Anzündsätze 15a der Zündröhrchen 15. Zum anderen wird durch die gezündete Ladung
23 ein derartiger Gasdruck im Geschoß aufgebaut, daß eine Absprengung des Geschoßbodens
20b erfolgt und die Bomblets aus der nun hinten offenen Geschoßhülle ausgeschoben
werden. Bezüglich des Entzündens der Verzögerungsröhrchen 15 der Bomblets 10 ist dabei
von besonderer Bedeutung, daß der das Zündrohr 22 von vorne nach hinten durchsetzende
Zündstrahl zweimal um 90°, also insgesamt um 180° umgelenkt wird, bevor er den Anzündsatz
15b der Verzögerungsröhrchen 15 erreicht; damit verliert der Zündstrahl einen Teil
seiner Wucht, so daß keine Gefahr eines Durchschlagens der Verzögerungsröhrchen 15
und/oder einer unmittelbaren Entzündung des Wirksatzes 17 besteht. Die erwähnte teilweise
Abdeckung des Außenendes der Zündbohrungen 14 führt dabei zu einem Stau in der Zündbohrung
14, was eine sichere Umleitung des Zündstrahles in Richtung auf das Verzögerungsröhrchen
15 hin gewährleistet. Der jedenfalls bereits erwähnte geringe Abstand zwischen Aluminiumfolie
16 und Anzündsatz 15a gewährleistet ein sicheres Durchschlagen der Folie 16; ist kein
Abstand vorhanden, würde der Anzündsatz 15a als Widerlager für die Folie 16 wirken,
so daß diese nicht durchschlagen wird, ist der Abstand zu groß, würde die Folie zwar
durchschlagen, aber es wäre nicht mehr die Sicherheit gegeben, daß der Zündstrahl
den Anzündsatz 15a erreicht und zündet. Die Anzündbohrung, die durch die Folie abgeklebt
ist, ist im Durchmesser um 1 bis 2 mm kleiner als die Anzündbohrung des Verzögerungsstückes,
in die der Satz eingepreßt ist. Diese Schulter verhindert ein Ausfließen des brennenden
Satzes. Das beschriebene Zusammenspiel von Umlenkung des Zündstrahles der Ausstoß-und
Anzündladung 23 um 180°, von Herbeiführung eines Staus in der Zündbohrung 14, von
Aufrechterhaltung eines geringen Abstandes zwischen Aluminiumfolie 16 und Oberfläche
des Anzündsatzes 15a des Verzögerungsröhrchens 15 und von anzündseitiger Schulter
gewährleistet eine einwandfreie Zündung und Funktion der Verzögerungsröhrchen 15 ohne
die Gefahr eines Durchschlagens der Verzögerungsröhrchen.
[0014] Die aus der Geschoßhülle 21 ausgeschobenen Bomblets 10 fallen nun durch Schwerkraft
nach unten, wobei sich die in den Deckelhöhlungen 12a verstauten Leitwerksbänder 13
entfalten, womit ein einwandfreier vertikaler Fall der Bomblets 10 unterstützt wird.
Die Bomblets 10 schlagen innerhalb von etwa 1 1/2 sec. nacheinander auf dem Erdboden
auf. Die Verzögerungszeit der Verzögerungsröhrchen 15 ist so bemessen, daß deren Anzündsatz
15c kurz nach dem Aufschlag der Bomblets auf dem Erdboden den pyrotechnischen Satz
17 zünden. Dabei ergeben sich ein Blitz und ein Knall ähnlich wei bei der scharfen
Munition. Außerdem entspricht die durch Erdauswurf und Verbrennungsrückstände entstehende
Zerlegerwolke weitgehend der der scharfen Munition. Dabei ist jedoch wesentlich, daß
die Bomblets mit dem Geschoßboden und nicht mit dem Deckel auf dem Boden aufschlagen,
was, wie bereits angedeutet, durch die Leitwerkbänder 13 sichergestellt wird. Die
Bomblet-Reste können völlig gefahrlos eingesammelt werden, was auch für eventuelle
Blindgänger gilt.
[0015] Das beschriebene Übungsgeschoß erlaubt eine ausgezeichnete Simulierung der scharfen
Munition, ist gefahrlos und wirtschaftlich herzustellen, letzteres insbesondere deshalb,
weil keine aufwendigen Zündsicherungssysteme erforderlich sind und anstelle der komplizierten
Geschoßhüllen der scharfen Munition mit einfachen Geschoßhüllen auszukommen ist. Selbstverständlich
kann die beschriebene Ausführungsform zahlreiche Abwandlungen erfahren, ohne den Bereich
der Erfindung zu verlassen. Dies gilt insbesondere für die Zahl der im Geschoß untergebrachten
Bomblets und die damit zusammenhängende Außengestalt des Zündrohres, die Ausbildung
des Bomblet-Deckels ohne oder mit Leitwerkbändern, die im Stauzustand durch Pappscheiben
oder dergleichen abdeckbar sind, und die Zusammensetzung des pyrotechnischen Satzes.
1. Übungs-Bomblet-Geschoß mit in der Geschoßhülle (21) um ein zentrales Innenrohr (22)
verdrehsicher gestapelten Bomblets (10), die über dem Zielgebiet durch eine Ausstoßladung
(23) aus der Hülle (21) ausgestoßen werden, sich vereinzeln und auf das Zielgebiet
fallen und dort aufschlagen, wobei die Bomblets (10) aus einem Gehäuse (11), einer
darin untergebrachten pyrotechnischen Wirkladung (17) aus Nitrocellulose, Magnesium
und einem Bindemittel, einer Anzündeinrichtung mit Verzögerungsstück (15), das über
im zentralen Innenrohr (22) angeordnete Zündlöcher (22a) durch die Ausstoßladung (23)
anzündbar ist, und einem Leitwerkband (13) bestehen, wobei das zentrale Innenrohr
(22) im Querschnitt in etwa die Form eines Zahnrades hat, wobei die Zahngründe teilkreisförmig
ausgebildet und in etwa eine Krümmung gleich derjenigen der Bomblets (10) besitzen,
derart, daß die Bomblets (10) zwischen den Zahngründen des zentralen Innenrohres (22)
und der Innenfläche der Geschoßhülle (21) gehaltert und gegen eine Bewegung in radialer
sowie in Umfangsrichtung gesichert sind.
2. Übungs-Bomblet-Geschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der pyrotechnische
Satz (17) aus grobkörniger Nitrocellulose besteht, wobei die Oberfläche der Nitrocellulosekörner
mit Magnesiumpulver beschichtet ist, das infolge des Bindemittels an den Körnern haftet.
3. Übungs-Bomblet-Geschoß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bomblets
(10) ein becherförmiges Gehäuse (11) und einen Verschließdeckel (12) aufweisen, daß
an der Innenseite des Deckels (12) das in den pyrotechnischen Satz (17) eintauchende
Verzögerungsstück (15) befestigt ist und daß der Deckel (12) eine ihn quer durchsetzende
Zündbohrung (14) aufweist, die an ihren beiden Enden offen ist und in ihrem Mittelbereich
mit dem Verzögerungsstück (15) in Verbindung steht.
4. Übungs-Bomblet-Geschoß nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündbohrung
(15) des Bomblet-Deckels (12) an der Verbindungsstelle mit dem Verzögerungsstück (15)
durch eine Aluminiumfolie abgedeckt ist, wobei zwischen der Aluminiumfolie (16) und
dem Anzündende des Verzögerungsstückes (15) ein geringer Abstand von etwa 1,75 mm
besteht.
5. Übungs-Bomblet-Geschoß nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Bomblet-Deckel (12) an seiner Außenseite eine Ausnehmung (12a) aufweist, in der
das Leitwerkband (13) zusammengefaltet untergebracht ist.
6. Übungs-Bomblet-Geschoß nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckel-Ausnehmung
(12a) durch eine leicht lösbare Scheibe (12d) abgedeckt ist.
7. Übungs-Bomblet-Geschoß nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der in der Geschoßhülle (21) untergebrachte Bomblet-Stapel aus mehreren Lagen von
um das zentrale Innenrohr (22) herum angeordneten Bomblets (10) besteht, wobei die
Bomblets (10) sowohl gegen eine Drehung um ihre Längsachse als auch gegen Bewegungen
in Axial-, Radial- und Unfangsrichtung der Geschoßhülle (21) arretiert sind.
8. Übungs-Bomblet-Geschoß nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bomblets (10) an ihrem Außenumfang Nasen (11a) aufweisen, die an den Zündrohrzähnen
anliegen und die Bomblets (10) in einer derartigen Drehstellung arretieren, daß ihre
Zündbohrungen (14) bezüglich des zentralen Innenrohres (22) radial verlaufen, und
daß das zentrale Innenrohr (22) mit den Zündbohrungen (14) korrespondierende Zündfenster
(22a) aufweist.
9. Übungs-Bomblet-Geschoß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das zentrale Innenrohr
(22) an seiner Außenseite in Längsrichtung verlaufende Dämpfungsrippen (24) aus hartelastischem
Material aufweist.
10. Übungs-Bomblet-Geschoß nach einem der Ansprüche 7 bis 9, gekennzeichnet durch in der
Geschoßhülle (21) zusätzlich untergebrachte Füllstücke (25) unterschiedlichen Gewichts,
wobei Gewicht und Schwerpunkt des Geschosses durch Anzahl und Verteilung der schweren
Füllstücke einstellbar sind.
1. A training bomblet projectile having in the projectile case (21) bomblets (10) which
are stacked so as to be non-rotatable about a central inner tube (22) and which are
ejected from the case (21) above the target area by an ejection charge (23), separate,
and drop on the target area, where they burst, the bomblets (10) consisting of a housing
(11), a pyrotechnic active charge (17) disposed therein and consisting of nitrocellulose,
magnesium and a binder, an ignition device with a delay member (15) which can be ignited
by the ejection charge (23) by way of ignition holes (22a) disposed in the central
inner tube (22), and a tail unit (13), the central inner tube (22) having substantially
the shape of a gearwheel in cross-section, the teeth base being part-circular and
having substantially a curvature equal to that of the bomblets (10), in such manner
that the bomblets (10) are mounted between the teeth base of the central inner tube
(22) and the inner surface of the projectile case (21) and are secured against movement
both radially and peripherally.
2. A training bomblet projectile according to claim 1, characterised in that the pyrotechnic
charge (17) consists of coarse-grain nitrocellulose, the surface of the nitrocellulose
grains being coated with magnesium powder which adheres to the grains as a result
of the binder.
3. A training bomblet projectile according to claim 1 or 2, characterised in that the
bomblets (10) have a cup-shaped housing (11) and a closure lid (12), in that the delay
member (15) immersed in the pyrotechnic charge (17) is fixed on the inside of the
lid (12) and in that the lid (12) has an ignition bore (14) extending through it transversely,
said bore being open at its two ends while in its middle zone it is connected to the
delay member (15).
4. A training bomblet projectile according to claim 3, characterised in that the ignition
bore (15) of the bomblet lid (12) is covered by an aluminium foil at the point of
connection to the delay member (15), a small distance of about 1.75 mm being provided
between the aluminium foil (16) and the ignition end of the delay member (15).
5. A training bomblet projectile according to any one of claims 2 to 4, characterised
in that the bomblet lid (12) has on its outside a recess (12a) in which the tail unit
(13) is accommodated in the collapsed state.
6. A training bomblet projectile according to claim 5, characterised in that the lid
recess (12a) is covered by a readily releasable disc (12b).
7. A training bomblet projectile according to any one of claims 1 to 6, characterised
in that the bomblet stack accommodated in the projectile case (21) consists of a number
of layers of bomblets (10) disposed around the central inner tube (22), the bomblets
(10) being secured both against rotation about their longitudinal axis and also against
movements in the axial, radial and peripheral direction of the projectile case (21).
8. A training bomblet projectile according to any one of claims 1 to 7, characterised
in that the bomblets (10) have at their outer periphery projections (11a) which bear
against the ignition tube teeth and lock the bomblets (10) in a rotary position such
that their ignitions bores (14) extend radially with respect to the central inner
tube (22) and in that the central inner tube (22) has ignition windows (22a) corresponding
to the ignition bores (14).
9. A training bomblet projectile according to claim 8, characterised in that the central
inner tube (22) has on its outside longitudinally extending damping ribs (24) consisting
of material of hard elasticity.
10. A training bomblet projectile according to any one of claims 7 to 9, characterised
by fillers (25) of different weights additionally accommodated in the projectile case
(21), the projectile weight and centre of gravity being adjustable according to the
number and distribution of the heavy fillers.
1. Projectile d'entraînement à bombettes comportant des bombettes (10) superposées sans
pouvoir tourner dans l'enveloppe (21) du projectile autour d'un tube intérieur central
(22), ces bombettes étant éjectées hors de l'enveloppe (21) dans la zone d'objectif
par une charge d'éjection (23), se séparant les unes des autres, tombant dans la zone
d'objectif et y éclatant, les bombettes (10) étant constituées d'une carcasse (11),
d'une charge active pyrotechnique (17) disposée à l'intérieur et formée de nitrocellulose
ainsi que de magnésium avec un liant, d'un dispositif d'allumage avec élément de retardement
(15), pouvant être allumé par la charge d'éjection (23) par l'intermédiaire de trous
d'allumage (22a) réalisés dans le tube intérieur central (22), et d'une bande d'empennage
(13), le tube intérieur central (22) ayant en section transversale la forme d'une
roue dentée, les fonds des dents étant constitués en forme d'arcs de cercle et présentant
une courbure sensiblement égale à celle des bombettes (10), de sorte que les bombettes
(10) sont maintenues entre les fonds de dents du tube intérieur central (22) et la
surface intérieure de l'enveloppe (21) du projectile, en étant garanties contre un
mouvement en direction radiale ainsi qu'en direction périphérique.
2. Projectile d'entraînement à bombettes selon la revendication 1, caractérisé en ce
que la charge pyrotechnique (17) est constituée de nitrocellulose à gros grains, la
surface des grains de nitrocellulose étant revêtue de poudre de magnésium qui adhère
aux grains sous l'action du liant.
3. Projectile d'entraînement à bombettes selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en
ce que les bombettes (10) comportent une carcasse en forme de boîtier (11) et un couvercle
de fermeture (12), en ce que l'élément de retardement (15) plongeant dans la charge
pyrotechnique (17) est fixé sur la face intérieure du couvercle (12) et en ce que
le couvercle (12) présente un trou d'allumage (14) qui le traverse transversalement,
ce trou étant ouvert à ses deux extrémités et étant en liaison dans sa partie médiane
avec l'élément de retardement (15).
4. Projectile d'entraînement à bombettes selon la revendication 3, caractérisé en ce
que le trou d'allumage (14) du couvercle (12) des bombettes est recouvert par une
feuille d'aluminium dans la zone de liaison avec l'élément de retardement (15), une
faible distance de 1,75 mm environ, existant entre la feuille d'aluminium (16) et
l'extrémité d'allumage de l'élément de retardement (15).
5. Projectile d'entraînement à bombettes selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé
en ce que le couvercle (12) des bombettes présente sur sa face extérieure un évidement
(12a) dans lequel la bande d'empennage (13) est repliée.
6. Projectile d'entraînement à bombettes selon la revendication 5, caractérisé en ce
que l'évidement (12a) du couvercle est recouvert par une plaque (12d) aisément amovible.
7. Projectile d'entraînement à bombettes selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé
en ce que la pile de bombettes disposée dans l'enveloppe (21) du projectile se compose
de plusieurs couches de bombettes (10) disposées autour du tube intérieur central
(22), les bombettes (10) étant bloquées aussi bien contre une rotation autour de leur
axe longitudinal que contre des mouvements dans la direction axiale, la direction
radiale et la direction périphérique de l'enveloppe (21) du projectile.
8. Projectile d'entraînement à bombettes selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé
en ce que les bombettes (10) présentent sur leur surface extérieure des saillies (11a)
qui reposent sur les dents du tube d'allumage et qui bloquent ces bombettes (10) dans
une position angulaire telle que leurs trous d'allumage (14) s'étendent en direction
radiale par rapport au tube intérieur central (22), et en ce que le tube intérieur
central (22) présente des fenêtres d'allumage (22a) venant en face des trous d'allumage
(14).
9. Projectile d'entraînement à bombettes selon la revendication 8, caractérisé en ce
que le tube intérieur central (22) présente sur sa surface extérieure des nervures
d'amortissement (24) en matériau élastique dur qui s'étendent en direction longitudinale.
10. Projectile d'entraînement à bombettes selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé
par des éléments de remplissage (25) de poids différents disposés en plus dans l'enveloppe
(21) du projectile, le poids et le centre de gravité du projectile pouvant être réglés
par le nombre et la répartition des éléments de remplissage lourds.