| (19) |
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(11) |
EP 0 337 079 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.07.1993 Patentblatt 1993/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.02.1989 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln von Materialbahnen, insbesondere von Papier-
oder Kartonbahnen
Process and device for winding webs of material, particularly paper- or cardboard
webs
Procédé et dispositif d'enroulage de bandes de matériau, notamment de bandes de papier
ou de carton
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
09.04.1988 DE 3811871
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.10.1989 Patentblatt 1989/42 |
| (73) |
Patentinhaber: JAGENBERG Aktiengesellschaft |
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D-40476 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Dropczynski, Hartmut
D-4047 Dormagen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Thul, Hermann, Dipl.-Phys. |
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c/o Jagenberg AG,
Postfach 10 11 21 40002 Düsseldorf 40002 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 948 877 DE-A- 3 527 377
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DE-A- 3 151 256 GB-A- 2 183 610
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 7, Nr. 85 (M-206)[1230], 9. April 1983; & JP-A-11
452 (MITSUBISHI JUKOGYO K.K.) 22-01-1983
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufwickeln von Materialbahnen, insbesondere
von Papier- oder Kartonbahnen, auf Hülsen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 und eine Tragwalzen-Wickelmaschine gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 2.
[0002] Bei Tragwalzen-Wickelmaschinen sind Rollenausstoß- und Hülseneinlegeeinrichtungen
bekannt die bei einem Rollenwechsel die vollen Rollen aus dem Walzenbett ausstoßen
und neue Hülsen in das Walzenbett einlegen. Ein gattungsgemäßes Verfahren und eine
Tragwalzen-Wickelmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 2 ist in
der DE-PS 31 51 256 beschrieben. Dort sind die Rollenausstoß- und die Hülseneinlegevorrichtung
baulich getrennt ausgeführt und getrennt jeweils in Richtung des Tragwalzenbetts schwenkbar.
[0003] In der DE-PS 29 48 877 ist eine Tragwalzen-Wickelmaschine mit einer kombinierten
Ausstoß- und Einlegeeinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 5 beschrieben,
die aus einem Ausstoßbalken und einer Spannzange besteht, die an einem gemeinsamen
Hebel befestigt sind und so gemeinsam von außen um eine Tragwalze zum Walzenbett schwenkbar
sind. Die Ausstoßfläche des Ausstoßbalkens erstreckt sich in etwa radial zu der umschwenkten
Tragwalze. Sie endet mit einem Abstand von der Tragwalze, der größer als der Hülsendurchmesser
ist, damit die in den Ausstoßbalken integrierte Spannzange durch den Zwischenraum
die Hülsen aufnehmen und in das Tragwalzenbett einlegen kann.
[0004] Eine weitere gattungsgemäße Tragwalzen-Wickelmaschine ist in der DE-OS 35 27 377
beschrieben. Die Ausstoß- und Einlegeeinrichtung dieser Wickelmaschine weist zusätzlich
zwischen den Spannbacken der Spannzange eine Haltevorrichtung auf, mit der die Wickelhülsen
nach dem Einschwenken über das Walzenbett ohne Verdrehung auf die Tragwalzen abgesenkt
werden können.
[0005] Nachteilig an allen diesen bekannten Tragwalzen-Wickelmaschinen ist, daß die Wickelrollen
einen Mindestdurchmesser aufweisen müssen, damit sie von dem Ausstoßbalken ausgestoßen
werden können, da die Wickelrollen beim Ausstoßen bis an die Scheitellinie der zweiten
Tragwalze hochgedrückt werden müssen. Bei kombinierten Ausstoß- und Einlegeinrichtungen
ist der Mindestdurchmesser mehr als doppelt so groß als der für die Funktion der Einlegeeinrichtung
notwendige Abstand zwischen dem unteren Ende der Ausstoßfläche des Ausstoßbalkens
und der Tragwalze, um die geschwenkt wird. Darüber hinaus besteht dort die Gefahr,
daß bei einem Versuch, Rollen mit zu geringem Durchmesser auszustoßen, die Hülseneinlegeeinrichtung
gegen die Rollen gedrückt und beschädigt wird.
[0006] Es kann aus verschiedenen Gründen in der Praxis vorkommen, daß kurz nach dem Anwickeln
ein kompletter Rollensatz zum Ausschuß erklärt und aus dem Walzenbett entfernt werden
muß. Bei Rollen, die noch nicht den Mindestdurchmesser erreicht haben, müssen diese
dann manuell aus dem Tragwalzenbett gehoben werden. Da die Rollen bereits beträchtliches
Gewicht aufweisen, stellt dies eine erhebliche Belastung des Bedienungspersonals dar.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verfahren bereitzustellen,
mit dem auch angewickelte Rollen mit geringem Durchmesser aus dem Walzenbett entfernt
werden können.
[0008] Eine weitere Aufgabe besteht darin, eine gattungsgemäße Tragwalzen-Wickelmaschine
zu schaffen, die in der Lage ist, auch angewickelte Rollen mit geringem Durchmesser
aus dem Walzenbett zu entfernen.
[0009] Die erste Aufgabe wird mit den Maßnahmen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0010] Die zweite Aufgabe wird sowohl mit den Merkmalen des Anspruchs 2 als auch mit den
Merkmalen des Anspruchs 5 gelöst.
[0011] Die Unteransprüche enthalten bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung.
[0012] Bei der Ausführungsform nach den Ansprüchen 2 und 6 ist es möglich, die aus dem Walzenbett
zu entfernenden Rollen mit geringem Durchmesser zwischen der Ausstoßfläche und der
Tragwalze, über die ausgestoßen wird, einzuklemmen, und durch eine Drehbewegung dieser
Tragwalze die eingeklemmten Rollen bis zu deren Scheitellinie anzuheben, indem sich
die eingeklemmten Rollen an der Ausstoßfläche abrollen.
[0013] Die Ausstoß- und Einlegevorrichtung nach Anspruch 5 kann zum Ausstoßen von Rollen
mit geringem Durchmesser umgestellt werden, wobei gleichzeitig die Hülseneinlegeelemente
gegen eine Beschädigung geschützt werden.
[0014] Die elastisch anlegbare Ausstoßfläche nach den Ansprüchen 3, 4 und 10 sichert einen
ständigen Kontakt bei annähernd gleichem Druck zwischen der Ausstoßfläche, der eingeklemmten
Rolle und der Tragwalze.
[0015] Die Unteransprüche 7 bis 9 enthalten konstruktiv vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung.
[0016] Die Zeichnungen dienen zur Erläuterung der Erfindung anhand vereinfacht dargestellter
Ausführungsbeispiele.
[0017] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine erfindungsgemäße Tragwalzen-Wickelmaschine, bei der
die Ausstoßfläche des Ausstoßbalkens in Richtung zur Tragwalze schwenkbar ist.
[0018] Figur 3 zeigt eine Tragwalzen-Wickelmaschine mit einem Ausstoßbalken, dessen Ausstoßfläche
mit einem Verlängerungsblech verlängerbar ist.
[0019] Die Tragwalzen-Wickelmaschine nach den Ausführungsbeispielen weist zwei Tragwalzen
1, 2 auf, zwischen denen ein Walzenbett 3 ausgebildet ist, in dem die Wickelrollen
4 während des Aufwickelns auf den Tragwalzen 1, 2 aufliegen. Die in Längsrichtung
in Einzelbahnen aufgeteilte Materialbahn, vorzugsweise eine Papier- oder Kartonbahn,
wird von unten - von der Tragwalze 1 umgelenkt - zwischen den Tragwalzen 1, 2 in das
Tragwalzenbett 3 geführt und auf fluchtend aufgereihte Hülsen 5 gewickelt. Derartige
Doppeltragwalzen- Wickelmaschinen sind bekannt, auf konstruktive Einzelheiten wird
daher nicht eingegangen.
[0020] An beiden Stirnseiten der Tragwalze 1 ist jeweils ein Hebel 6 koaxial zur Drehachse
der Tragwalze 1 schwenkbar angelenkt. Die Schwenkbewegung wird mittels einer Verstelleinheit
- im vorliegenden Beispiel einer angelenkten Kolben-Zylindereinheit 7 - durchgeführt.
Die Kolben-Zylinder-Einheit 7 ist in beiden Schwenkrichtungen etwas nachgiebig ausgeführt,
so daß die Hebel 6 in Grenzen elastisch angekoppelt sind. Die freien Ende der Hebel
6 sind in Richtung zum Walzenbett 3 abgewinkelt und tragen eine Rollenausstoß- und
Hülseneinlegeeinrichtung 8, die im folgenden näher beschrieben wird.
[0021] Am abgewinkelten Teil der Hebel 6 ist ein sich quer über die Arbeitsbreite erstreckender
Ausstoßbalken 9 befestigt. In der Ausführungsform nach den Figuren 1 und 2 ist der
Ausstoßbalken 9 an zusätzlichen, an den Hebeln 6 angelenkten Schwenkarmen 10 befestigt,
die mittels einer Kolben-Zylindereinheit 11 relativ zu den Hebeln 6 in Richtung der
Tragwalze 1 schwenkbar sind. In der Ausführungsform nach Figur 3 ist der Ausstoßbalken
9 fest mit den Hebeln 6 verbunden.
[0022] Der Ausstoßbalken 9 dient zum Ausstoßen einer fertigen Wickelrolle 4 über die Tragwalze
2 auf eine Absenkbühne 12. Seine der Tragwalze 2 zugewandte Ausstoßfläche 13 ist in
etwa dem Umfang einer Wickelrolle 4 angepaßt geformt und erstreckt sich in etwa radial
zur Tragwalze 1. In vorgeschwenkter Position (in den Figuren 1-3 strichpunktiert gezeichnet)
erstreckt sich die Ausstoßfläche 13 bis in die Nähe der Scheitellinie der Tragwalze
2.
[0023] Weiterhin enthält die Rollenausstoß- und Hülseneinlegeeinrichtung 8 eine Spannzange
14 zum Einlegen neuer Hülsen 5 in das Walzenbett 3, deren Spannbacken sich im Bereich
zwischen Ausstoßbalken 9 und Tragwalze 1 befinden. Die Spannzange 14 ist an dem abgewinkelten
Teil der Hebel 6 befestigt. Der Aufbau derartiger Spannzangen ist bekannt und z.B.
in der DE-OS 35 27 377 oder in der DE-PS 29 48 877 beschrieben.
[0024] Bei der Ausführungsform nach den Figuren 1 und 2 ist die Ausstoßfläche 13 bis in
den Bereich der Spannzange 14 soweit verlängert, daß bei vorgeschwenkter Position
des Schwenkarms 10 (Figur 2) sie bis kurz vor die Tragwalze 1 reicht. Bei rückgeschwenkter
Position der Schwenkarme 10 - dort decken sich die Schwenkarme 10 mit dem abgewinkelten
Teil der Hebel 6 -, ist der Abstand zwischen dem unteren Ende der Ausstoßfläche 13
und der Tragwalze 1 so groß, daß die Hülsen 5 durch den Zwischenraum problemlos in
das Walzenbett 3 eingelegt werden können.
[0025] Bei der Ausführungsform nach Figur 3 ist an dem der Tragwalze 1 zugewandten Ende
der Ausstoßfläche 13 ein maschinenbreites Verlängerungsblech 15 um eine zu den Tragwalzenachsen
parallele Schwenkachse 16 angelenkt. Das Blech 15 kann soweit zurückgeschwenkt werden,
daß es an der Ausstoßfläche 13 anliegt und so den erforderlichen Zwischenraum zur
Tragwalze 1 zum Einlegen von Hülsen 5 freigibt. Andererseits kann das Blech 15 bis
kurz vor die Tragwalze 1 heruntergeklappt werden, um die Ausstoßfläche 13 bis zur
Tragwalze 1 zu verlängern.
[0026] Anstelle des klappbaren Verlängerungsbleches 15 ist ebenso der Einsatz eines Parallel
zur Ausstoßfläche 13 verschiebbaren Verlängerungsbleches möglich.
[0027] Die vorstehend beschriebene Doppeltragwalzen-Wickelmaschine arbeitet wie folgt:
[0028] Im Normalbetrieb, wenn leere Hülsen 5 in das Walzenbett 5 eingelegt werden und volle
Wickelrollen 4 ausgestoßen werden, ist der Schwenkarm 10 zurückgeschwenkt (Figur 1)
bzw. das Verlängerungsblech 15 ist gegen die Ausstoßfläche 13 zurückgeklappt (Figur
3). Dadurch ist ausreichend Freiraum zwischen der Ausstoßfläche 13 und der Tragwalze
1, um eine störungsfreie Funktion der Spannzange 14 zu gewährleisten.
[0029] Vor einem Rollenwechsel werden in der Wartestellung leere Hülsen 5 in die Spannzange
14 eingelegt und von dieser gehalten. Zum Rollenwechsel wird der Ausstoßbalken 9 in
Richtung des Walzenbetts 3 geschwenkt und stößt dabei die volle Rolle 4 aus dem Walzenbett
3 auf die Absenkbühne 12. Beim Vorschwenken wird die Spannzange 14 mit den leeren
Hülsen 5 gleichzeitig in Richtung Walzenbett 3 bewegt, wo die Zange 14 öffnet und
die Hülsen 5 auf die Tragwalzen 1, 2 ablegt werden. Nach dem Rückschwenken der Ausstoß-
und Einlegevorrichtung 8, sowie nach dem Befestigen der neuen Materialbahn an den
Hülsen 5, werden die Tragwalzen 1, 2 zum Aufwickeln in eine Drehbewegung versetzt.
[0030] Falls Rollen 17 mit einem so geringen Durchmesser aus dem Walzenbett 3 entfernt werden
müssen, bei dem die Ausstoß- und Einlegeeinrichtung 8 in der vorhin beschriebenen
Weise nicht mehr funktionsfähig ist, werden in der Warteposition die Schwenkarme (10)
relativ zu den Hebeln 6 in Richtung des Walzenbetts 3 geschwenkt (Figur 2) bzw. das
Verlängerungsblech 15 wird in Richtung zur Tragwalze 1 heruntergeklappt. So wird jeweils
eine bis an die Tragwalze 1 reichende Fläche geschaffen. Anschließend werden die Hebel
6 mit der Kolben-Zylindereinheit 7 in Richtung des Walzenbetts 3 geschwenkt, bis die
Ausstoßfäche 13 (Figur 2) bzw. das Verlängerungsblech 15 (Figur 3) an den Rollen 17
anliegt und diese gegen die Tragwalze 2 drückt. Die Tragwalze 2 wird nun im Uhrzeigersinn
(Pfeil 18) angetrieben. Durch die Drehbewegung der Tragwalze 2 werden die Rollen 17
zwischen der Tragwalze 2 und der Ausstoßfläche 13 bzw. dem Verlängerungsblech 15 bis
zur Scheitellinie der Tragwalze 2 hochgefördert, von wo sie selbsttätig auf die Absenkbühne
12 rollen. Über die Kolben-Zylinder-Einheit 7 ist die Rollenausstoßeinrichtung 8 und
somit auch die Ausstoßfläche 13 in beiden Schwenkrichtungen nachgiebig ausgeführt,
so daß der Kontakt zwischen der Tragwalze 2, den Rollen 17 und der Ausstoßfläche 13
ständig, mit annähernd gleichem Druck aufrechterhalten wird.
1. Verfahren zum Aufwickeln von Materialbahnen insbesondere von Papier- oder Kartonbahnen,
bei dem die Materialbahnen in einem von zwei Tragwalzen (1, 2) gebildeten Tragwalzenbett
(3) auf Hülsen (5) aufgewickelt und die fertigen Wickelrollen (4) von einem um eine
Tragwalze (1) schwenkbaren Ausstoßbalken (9) über die zweite Tragwalze (2) aus dem
Tragwalzenbett (3) ausgestoßen werden, dadurch gekennzeichnet, daß angewickelte Wickelrollen (17) mit geringem Durchmesser zwischen der sich von
der umschwenkten Tragwalze (1) bis in den Bereich der Scheitellinie der benachbarten
Tragwalze (2) erstreckenden Ausstoßfläche (13) des Ausstoßbalkens (9) und der Tragwalze
(2), über die ausgestoßen wird, eingeklemmt und durch eine Drehbewegung dieser Tragwalze
(2) aus dem Tragwalzenbett (3) gehoben werden.
2. Tragwalzen-Wickelmaschine zum Aufwickeln von Materialbahnen, insbesondere von Papier-
oder Kartonbahnen, auf Hülsen (5), mit einer um eine Tragwalze (1) in Richtung des
Tragwalzenbetts (3) vorschwenkbaren Einrichtung zum Ausstoßen von Wickelrollen (4)
mit einem Ausstoßbalken (9), dessen Ausstoßfläche (13) sich in etwa radial zur umschwenkten
Tragwalze (1) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstoßfläche (13) bis an die umschwenkte Tragwalze (1) reicht und ihre
obere Begrenzung in vorgeschwenkter Position sich bis in den Bereich der Scheitellinie
der benachbarten Tragwalze (2) erstreckt.
3. Tragwalzen-Wickelmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstoßfläche (13) in beide Schwenkrichtungen elastisch nachgiebig an die
im Tragwalzenbett (3) befindlichen Wickelrollen (17) anlegbar ist.
4. Tragwalzen-Wickelmaschine nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine elastisch an ihrem Schwenkantrieb (7) angekoppelte Ausstoßeinrichtung (8).
5. Tragwalzen-Wickelmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 2, mit einer kombinierten
Einrichtung (8) zum Ausstoßen von Wickelrollen (4) und zum Einlegen neuer Wickelhülsen
(5), die einen Ausstoßbalken (9) und ein Hülseneinlegelement (Spannzange 14) aufweist,
wobei die Ausstoßfläche (13) des Ausstoßbalkens (9) mit Abstand von der Tragwalze
(1) endet und das Hülseneinlegeelement (Spannzange 14) die Hülsen (5) durch den Freiraum
zwischen Ausstoßfläche (13) und der Tragwalze (1) freigibt, gekennzeichnet durch einen Ausstoßbalken (9), dessen Ausstoßfläche (13) in Ruhestellung der Ausstoß- und
Einlegeeinrichtung (8) in Richtung zur umschwenkten Tragwalze (1) bewegbar oder verlängerbar
ist.
6. Tragwalzen-Wickelmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausstoßfläche (13) bis an die umschwenkte Tragwalze (1) bewegbar bzw. verlängerbar
ist und ihre obere Begrenzung in vorgeschwenkter Position sich bis in den Bereich
der Scheitellinie der benachbarten Tragwalze (2) erstreckt.
7. Tragwalzen-Wickelmaschine nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch um eine Achse parallel zur Tragwalzenachse (1) schwenkbare Hebel (6), an denen das
Hülseneinlegeelement (Spannzange 14) befestigt ist und an deren freien Ende der Ausstoßbalken
(9) mittels einer Verstelleinheit (11) in Richtung zur Tragwalze (1) schwenkbar angelenkt
ist.
8. Tragwalzen-Wickelmaschine nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch ein an dem der umschwenkten Tragwalze (1) zugewandten Ende der Ausstoßfläche (13)
angelenktes Verlängerungsblech (15).
9. Tragwalzen-Wickelmaschine nach Anspruch 5 oder 6, gekennzeichnet durch ein an der Ausstoßfläche (13) in Richtung zur Tragwalze (1) verschiebbares Verlängerungsblech.
10. Tragwalzen-Wickelmaschine nach einem oder mehren der Ansprüche 6 bis 9, gekennzeichnet durch eine elastisch an ihren Schwenkantrieb (7) angekoppelte Rollenausstoß- und Hülseneinlegeeinrichtung
(8).
1. Process for winding up webs of material, in particular webs of paper or cardboard,
in which the webs of material are wound up on tubes (5) in a carrying roller bed (3),
formed by two carrying rollers (1, 2), and the finished winding reels (4) are ejected
from the carrying roller bed (3) by an ejecting beam (9), which can swivel about one
carrying roller (1), over the second carrying roller (2), characterised in that winding
reels (17) of small diameter on which winding has commenced are clamped in between
the ejecting surface (13) of the ejecting beam (9), extending from the carrying roller
(1) swivelled about into the region of the vertex line of the neighbouring carrying
roller (2), and the carrying roller (2), over which ejecting is performed, and are
lifted out of the carrying roller bed (3) by a turning movement of this carrying roller
(2).
2. Carrying-roller winding machine for winding up webs of material, in particular webs
of paper or cardboard, on tubes (5), having a device which can be swivelled forward
about a carrying roller (1) in the direction of the carrying roller bed (3) for ejecting
winding reels (4) by an ejecting beam (9), the ejecting surface (13) of which extends
approximately radially with respect to the carrying roller (1) swivelled about, characterised
in that the ejecting surface (13) reaches up to the carrying roller (1) swivelled
about and its upper limitation in the swivelled-forward position extends into the
region of the vertex line of the neighbouring carrying roller (2).
3. Carrying-roller winding machine according to Claim 2, characterised in that the ejecting
surface (13) can be brought flexibly compliantly to bear in both swivelling directions
onto the winding reels (17) located in the carrying roller bed (3).
4. Carrying-roller Winding machine according to Claim 3, characterised by an ejecting
device (8) coupled flexibly onto its swivel drive (7).
5. Carrying-roller winding machine according to the precharacterising clause of Patent
Claim 2, having a combined device (8) for ejecting winding reels (4) and for loading
new winding tubes (5), which has an ejecting beam (9) and a tube-loading element (collet
14), the ejecting surface (13) of the ejecting beam (9) ending at a distance from
the carrying roller (1) and the tube-loading element (collet 14) releasing the tubes
(5) through the free space between ejecting surface (13) and the carrying roller (1),
characterised by an ejecting beam (9), the ejecting surface (13) of which can be moved
or extended in the position of rest of the ejecting and loading device (8) in the
direction of the carrying roller (1) swivelled about.
6. Carrying-roller winding machine according to Claim 5, characterised in that the ejecting
surface (13) can be moved or extended up to the carrying roller (1) swivelled about
and its upper limitation in the swivelled-forward position extends into the region
of the vertex line of the neighbouring carrying roller (2).
7. Carrying-roller winding machine according to Claim 5 or 6, characterised by levers
(6) which can swivel about an axis parallel to the carrying roller axis (1), on which
the tube-loading element (collet 14) is fastened and at the free end of which the
ejecting beam (9) is pivoted such that it can swivel by means of an adjusting unit
(11) in the direction of the carrying roller (1).
8. Carrying-roller winding machine according to Claim 5 or 6, characterised by an extension
plate (15) pivoted at the end of the ejecting surface (13) facing the carrying roller
(1) swivelled about.
9. Carrying-roller winding machine according to Claim 5 or 6, characterised by an extension
plate which can be displaced on the ejecting surface (13) in the direction of the
carrying roller (1).
10. Carrying-roller winding machine according to one or more of Claims 6 to 9, characterised
by a reel-ejecting and tube-loading device (8) coupled flexibly onto its swivel drive
(7).
1. Procédé pour enrouler des bandes de matière, en particulier des bandes de papier ou
de carton, dans lequel les bandes de matière sont enroulées sur des mandrins (5) dans
un lit de cylindres (3) formé par deux cylindres d'appui (1, 2) et les bobines terminées
(4) sont éjectées hors du lit de cylindres (3) par une barre d'éjection (9) basculant
autour d'un cylindre d'appui (1) au-delà du second cylindre d'appui (2), caractérisé
en ce que des bobines amorcées (17) de faible diamètre sont serrées entre la face
d'éjection (13) de la barre d'éjection (9) s'étendant depuis le cylindre d'appui contourné
(1) jusque dans la région de la ligne de sommet du cylindre d'appui voisin (2) et
le cylindre d'appui (2), par delà lequel se fait l'éjection, et sont hissées hors
du lit de cylindres (3) par un mouvement de rotation de ce cylindre d'appui (2).
2. Machine de bobinage à cylindres d'appui pour enrouler des bandes de matière, en particulier
de bandes de papier ou de carton, sur des mandrins (5), avec un dispositif basculant
vers l'avant autour d'un cylindre d'appui (1) en direction du lit de cylindres d'appui
(3) pour l'éjection de bobines (4) avec une barre d'éjection (9), dont la face d'éjection
(13) s'étend à peu près radialement par rapport au cylindre d'appui contourné (1),
caractérisée en ce que la face d'éjection (13) s'étend jusqu'au cylindre d'appui contourné
(1) et en ce que, dans la position basculée vers l'avant, sa face supérieure s'étend
jusque dans la région de la ligne de sommet du cylindre d'appui voisin (2).
3. Machine de bobinage à cylindres d'appui suivant la revendication 2, caractérisée en
ce que la face d'éjection (13) peut s'appliquer de façon élastiquement flexible dans
les deux sens de basculement sur les bobines (17) se trouvant dans le lit de cylindres
d'appui (3).
4. Machine de bobinage à cylindres d'appui suivant la revendication 3, caractérisée par
un dispositif d'éjection (8) couplé élastiquement à son mécanisme de basculement (7).
5. Machine de bobinage à cylindres d'appui suivant le préambule de la revendication 2,
avec un dispositif combiné (8) pour l'éjection de bobines (4) et pour le chargement
de nouveaux mandrins de bobines (5), qui présente une barre d'éjection (9) et un organe
de chargement de mandrins (pince de serrage 14), dans laquelle la face d'éjection
(13) de la barre d'éjection (9) se termine à distance du cylindre d'appui (1) et où
l'organe de chargement de mandrins (pince de serrage 14) libère les mandrins (5) dans
l'espace libre entre la face d'éjection (13) et le cylindre d'appui (1), caractérisée
par une barre d'éjection (9) dont la face d'éjection (13) est, en position de repos
du dispositif d'éjection et de chargement (8), mobile ou prolongeable en direction
du cylindre d'appui contourné (1).
6. Machine de bobinage à cylindres d'appui suivant la revendication 5, caractérisée en
ce que la face d'éjection (13) est mobile respectivement prolongeable jusqu'au cylindre
d'appui contourné (1) et en ce qu'en position basculée vers l'avant, sa face supérieure
s'étend jusque dans la région de la ligne de sommet du cylindre d'appui voisin (2).
7. Machine de bobinage à cylindres d'appui suivant la revendication 5 ou 6, caractérisée
par des leviers (6) oscillants autour d'un axe parallèlement à l'axe du cylindre d'appui
(1), auxquels est fixé l'organe de chargement des mandrins (pince de serrage 14) et
à l'extrémité libre desquels la barre d'éjection (9) est articulée au moyen d'une
unité de déplacement (11) en direction du cylindre d'appui (1).
8. Machine de bobinage à cylindres d'appui suivant la revendication 5 ou 6, caractérisée
par une tôle de prolongement (15) articulée à l'extrémité de la face d'éjection (13)
tournée vers le cylindre d'appui contourné (1).
9. Machine de bobinage à cylindres d'appui suivant la revendication 5 ou 6, caractérisée
par une tôle de prolongement déplaçable sur la face d'éjection (13) en direction du
cylindre d'appui (1).
10. Machine de bobinage à cylindres d'appui suivant l'une ou l'autre des revendications
6 à 9, caractérisée par un dispositif (8) d'éjection de bobines et de chargement de
mandrins couplé élastiquement à son mécanisme de basculement (7).