[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur hydrostatischen Abstützung von
Walzen eines Walzwerkes, insbesondere zur direkten Abstützung der Arbeitswalzen eines
Walzwerkes, bestehend aus im Walzgerüst angeordneten Stützelementen, die an ihrer
der Walze zugekehrten Seite schalenförmige Ausnehmungen aufweisen und die an Druckmittelleitungen
angeschlossen sind.
[0002] Aus der deutschen Patentschrift 26 51 028 ist eine Walzenstützvorrichtung zum Abstützen
von Walzen quer zu ihrer Druckrichtung bekannt, die mehrere, über die Länge der Walze
verteilte Stützelemente aufweist, welche auf ihrer, der Oberfläche der gestützen Walze
zugewandten Fläche mit schalenförmigen Lagertaschen zur hydrostatischen Lagerung versehen
und an eine Druckmittelzuführungsleitung angeschlossen sind. Das über die Druckmittelzuführungsleitung
den Lagertaschen der Stützelemente zugeführte Druckmittel wird hierbei über Steuerventile
mit mechanischen Tastern geführt, die an beiden Enden der jeweils gestützen Walze
angeordnet sind und die die Lage der Enden der Walze abtasten. Sobald sich die Walze
in der einen oder anderen Richtung aus ihrer vorgegebenen Sollage entfernt, wird durch
die Steuerventile der Druck des Druckmittels in der Druckmittelzuführungsleitung vermindert
oder erhöht und dadurch die Walze in ihre Sollage zurückgebracht. Bei dieser bekannten
Walzenstützvorrichtung ist jedoch von Nachteil, daß die mit Abstand nebeneinander
angeordneten Stützelemente nur eine sehr geringe Ausnutzung der zur Verfügung stehenden
Stützfläche ermöglichen. Der Walzenabstützungswirkungsgrad ist daher auch entsprechend
gering und kann nur durch stark überhöhten Pumpendruck den jeweiligen Anforderungen
angepaßt werden. Dies ist wiederum mit einem erhöhten Energie- und Kostenaufwand verbunden.
[0003] Darüber hinaus ist hierbei auch der Förderstrom des Druckmittels abhängig von den
im Betrieb des Walzwerkes von den Arbeitswalzen ausgehenden Druckbelastungen, die
eine besondere variable Pumpenregelung erforderlich machen. Der in Abhängigkeit von
den Arbeitswalzen ausgehenden Druckbelastungen in seiner Höhe stets veränderte Druckmittelförderstrom
wirkt sich im übrigen auch nachteilig auf die Kühlung der Walzen aus. Schließlich
sind bei dieser bekannten Walzenstützvorrichtung besondere, an beiden Enden der Walze
plazierte, die Walzenstützfläche vermindernde Steuerventile mit mechanischen Tastern
erforderlich, um die Walze in ihrer vorgegebenen Sollage zu halten.
[0004] Aus der niederländischen Patentschrift NL-A 6 412 232 ist eine Vorrichtung zur hydrostatischen
Abstützung von Walzen eines Walzwerks bekannt, bestehend aus im Walzgerüst angeordneten
Stützelementen, die an ihrer der Walze zugekehrten Seite schalenförmige Ausnehmungen
aufweisen, die an Druckmittelleitungen angeschlossen sind. Eine Ausführung sieht vor,
daß für jede Walze nur ein Stützelement vorgesehen ist, welches sich über die ganze
Länge der Walze erstreckt, wobei in der schalenförmigen Ausnehmung des Stützelementes
quer dazu verlaufende Sperrstege mit Abstand voneinander angeordnet sind, welche die
Ausnehmung in mehreren Druckkammern unterteilen. An diese sind Druckmittelleitungen
angeschlossen, wobei der Druck in den Kammern unterschiedlich einstellbar ist. Jedes
Stützelement wird von mehreren in Reihe angeordneten hydraulisch beaufschlagten Kolben/Zylinder-Einheiten
unter regelbarem Druck eines Hydrauliksystems in Position gehalten. Zuzüglich dient
die einstellbare Druckmittelbeaufschlagung der Druckkammern zur Feinjustierung der
Walzen.
[0005] Nachteilig ist der sich hierdurch ergebende enorme Aufwand an hydraulischen Einrichtungen.
Jedem Stützelement sind entsprechend den Ausführungsbeispielen 4 x 3 = 12 druckmittelbeaufschlagte
Plunger zugeordnet. Weiterhin weisen die Stützelemente seitliche Anschlüsse an Hydraulikleitungen
zur Zuführung von hydrostatischem Druckmedium auf, wofür die Stützelemente mit einer
weiteren Anordnung mehrerer Plunger gegen eine Führungswand seitlich angepreßt werden,
um einen Übergang zwischen den stationären Zuführungsleitungen und den beweglichen
Stützelementen zu schaffen. Diese gesamte Hydraulikausstattung einschließlich der
Vielzahl unabhängiger Regelungselemente ist außerordentlich kompliziert, erfordert
einen hohen Aufwand an Investitionsmitteln und einen entsprechend hohen Wartungsaufwand.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydrostatische Walzenabstützvorrichtung
anzugeben, die unter Vermeidung der Nachteile bekannter Vorrichtungen eine optimale
Nutzung der zur Verfügung stehenden Stützfläche ermöglicht und mit einem Minimum an
Aufwand herstellbar und in Stützgerüste einbaubar ist. Die Vorrichtung soll an geringfügige
Unterschiede der Walzendurchmesser ohne Nacharbeit anpaßbar, in Ausführung und Wartung
unkompliziert sowie übersichtlich in der Bedienbarkeit sein.
[0007] Die Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der im Oberbegriff von Anspruch 1 genannten
Art mit den im Kennzeichnungsteil genannten Merkmalen gelöst.
[0008] Dadurch, daß für jede Walze nur ein Stützelement vorgesehen ist, welches sich über
deren ganze Länge und Breite erstreckt, kann sehr vorteilhaft nahezu die gesamte Fläche
des Stützelementes genutzt und dadurch mit vergleichsweise geringem Pumpendruck und
Energieaufwand bei konstantem Druckmittelförderstrom ein über die ganze Länge der
Walze ausreichend hoher hydrostatischer Anpreßdruck erzeugt und aufrechterhalten werden.
Dabei ermöglicht die erfindungsgemäß im Querschnitt ellipsenförmige Ausnehmung des
Stützelementes vorteilhaft den Aufbau eines in seiner Ausdehnung maximalen Druckmittelpolsters
zwischen Walzenoberfläche und Stützelement. Weil sich durch Anlage der äußeren Ränder
des Stützelementes an der Walzenoberfläche genügend große Spaltweiten zur Aufrechterhaltung
von günstigen Druckverhältnissen sowie für den Austritt des Druckmittels von selbst
einstellen, kann vorteilhaft auf hydraulische Zentriermaßnahmen verzichtet werden.
Weiterhin ermöglicht die ellipsenförmige Ausnehmung des Stützelementes eine problemlose
Anpassung an Walzen mit geringfügig unterschiedlichen Walzendurchmessern.
[0009] Durch die Unterteilung der ellipsenförmigen Ausnehmung des Stützelementes mit Sperrstegen
in einzelne Kammern, die an Druckmittelleitungen angeschlossen sind, kann jede Druckkammer
für sich mit unterschiedlichem Druck beaufschlagt und dadurch die Abstützvorrichtung
optimal an die im Betrieb des Walzwerkes an den Arbeitswalzen auftretenden unterschiedlichen
Druckbelastungen angepaßt werden. Dabei sind im Gegensatz zur vorgenannten NL-A 6
412 232 weder hydraulische Hilfsstützen noch komplizierte Mehrfach-Regeleinrichtungen
erforderlich. Der Druckmittelförderstrom kann im wesentlichen stets konstant gehalten
werden. Auch wird durch Ausgestaltung und Anordnung des Stützelementes stets eine
intensive, hohe Kühlwirkung der Walzen infolge Wärmetransport durch das Hydraulikmedium
erzielt. Weil die Sperrstege aus elastischem Material bestehen, insbesondere aus Kunststoff,
zeichnen sich diese durch geringen Reibungswiderstand und hervorragende Dichtwirkung
aus. Unter dem Begriff "Kunststoffe" sollen hierbei alle nichtmetallischen, modernen
Werkstoffkombinationen verstanden werden, insbesondere faserverstärkte Kunststoffe.
Diese sind infolge ihrer extrem langen Verfügbarkeit bei optimaler Dichtwirkung metallischen
Werkstoffen weit überlegen.
[0010] Um dabei zusätzlich die Gleitreibung zwischen der Walzenoberfläche und den Sperrstegen
möglichst gering zu halten, sind diese mit Öffnungen für die Zuführung von Schmiermitteln
im Bereich zwischen der Walzenoberfläche und den Sperrstegen versehen. Die Standzeit
der Sperrstege wird auf diese Weise ganz wesentlich erhöht, und das Schmiermittel
kann hierbei auch gleichzeitig sehr vorteilhaft als Drück- und Sperrmedium dienen
[0011] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung steht der Sperrsteg mit einer Druckfeder
in Verbindung. Mit Hilfe dieser Druckfeder wird der Sperrsteg dicht an die Walzenoberfläche
gedrückt und in seiner Lage gehalten, so daß zwischen dem Sperrsteg und der Walzenoberfläche
kein Druckmedium von einer Druckkammer in die benachbarte Druckkammer gelangen kann.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Sperrstege
in der schalenförmigen Ausnehmung des Stützelementes in einem Winkel von etwa 45 Grad
schräg zur Walzenachse verlaufend angeordnet und an die Druckmittelleitungen sind
mehrere, im Stützelement angeordnete Kanäle mit Düsen angeschlossen, die in die Kammern
münden. Diese Schräganordnung der Sperrstege und der Düsen im Stützelement zeichnet
sich vorteilhaft durch eine besonders gute Druckmittelverteilung in den Kammern und
Schonung der Walzenoberfläche aus.
[0013] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind im Stützelement
jeweils drei Kanäle mit Düsen in einer Ebene angeordnet, wobei der mittlere Kanal
senkrecht auf die Walzenoberfläche gerichtet ist, und die beiden äußeren Kanäle schräg
nach außen zur Peripherie auf die Walzenoberfläche gerichtet sind. Hierdurch kann
sehr vorteilhaft ein im Bereich des Stützelementes gleichmäßig auf die Walzenoberfläche
verteilt wirkender, wie auch zentrierender hydraulischer Preßdruck erreicht und aufrechterhalten
werden.
[0014] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
von in den Zeichnungsfiguren schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert.
[0015] Es zeigen :
Fig. 1 ein an einer Walze angeordnetes Stützelement gemäß der Erfindung in perspektivischer
Ansicht,
Fig. 2 ein an einer Walze angeordnetes Stützelement gemäß der Erfindung mit darin
schräg verlaufenden Sperrstegen und Druckmittelkanälen in Draufsicht,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 2 durch die Druckmittelkanäle, in
vergrößertem Maßstab,
Fig. 4 eine Anordnung von in einem Stützelement in einer Ebene schräg verlaufenden
Druckmittelkanälen gemäß der Erfindung, im Querschnitt und in vergrößertem Maßstab,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie C-D in Fig. 2 durch den Sperrsteg, in vergrößertem
Maßstab.
[0016] Wie Figur 1 zeigt, besteht die Vorrichtung zur hydrostatischen Abstützung von Walzen
eines Walzwerkes aus einem Stützelement (1), das sich gemäß der Erfindung über die
ganze Länge der Walze (2) erstreckt. Dieses Stützelement (1) ist in einem, in der
Zeichnung nicht näher dargestellten Walzgerüst fest eingespannt. An der der Walze
(2) zugekehrten Seite ist das Stützelement (1) innen mit einer schalenförmigen Ausnehmung
(3) versehen, die im Querschnitt ellipsenförmig ausgebildet ist. In dieser, in der
Zeichnung gestrichelt angedeuteten schalenförmigen Ausnehmung (3), die sich über die
ganze Länge des Stützelementes (1) erstreckt und die nur durch seitliche, an die Walze
direkt anliegende Stirnwände (4) nach außen zur Seite hin abgeschlossen ist, sind
quer zum Stützelement (1) verlaufende Sperrstege (5) angeordnet, die die schalenförmige
Ausnehmung (3) in mehrere Druckkammern (6) unterteilen. Am Stützelement (1) sind außen
Druckmittelleitungen (7) angeschlossen, durch die über im Stützelement (1) angeordnete
Kanäle (8) und Düsen (9) die hydraulischen Druckmedien in die Kammern (6) unter bestimmten
Druck eingebracht werden. Ferner sind außen am Stützelement (1) Leitungen (10) angeschlossen
und zwar für die Zuführung von Schmiermitteln, wie Öl oder dergleichen, in den Bereich
zwischen der Walzenoberfläche und dem Sperrsteg (5). Zum Zweck einer gleichmäßigen
Verteilung des Schmiermittels erfolgt die Zuführung des Schmiermittels in den Bereich
zwischen der Walzenoberfläche und dem Sperrsteg (5) sehr vorteilhaft über mehrere,
im Sperrsteg (5) mit Abstand voneinander angeordnete Öffnungen (11).
[0017] Durch das in Figur 1 dargestellte, an der Walze (2) angreifende Stützelement (1)
wird sehr vorteilhaft eine nahezu 100 prozentige Nutzung der Stützfläche des Stützelementes
(1) zur Abstützung der Arbeitswalze oder einer beliebigen anderen Walze, die beispielsweise
zur Abstützung der Arbeitswalzen dient, erreicht, so daß hierdurch im Vergleich zu
bekannten Abstützungsvorrichtungen unter sonst gleichen Arbeitsbedingungen des Walzwerkes
mit bis zu etwa 70 % geringerem Druck-und Energieaufwand gearbeitet werden kann. Die
Zuführung des Druckmediums in die Druckkammern (6) erfolgt sehr vorteilhaft über ventilgesteuerte
Druckmedienzuführungsleitungen (7), so daß der Anpreßdruck in den einzelnen Druckkammern
(6) variiert und dadurch der Druck optimal in jedem Bereich der Walze den Erfordernissen
angepaßt werden kann. Dies ist insbesondere bei der Abstützung von verhältnismäßig
lang ausgebildeten Arbeitswalzen mit kleinen Durchmessern (200 mm und weniger) von
ganz besonderer Bedeutung.
[0018] Wie die Figur 2 zeigt, können die Sperrstege (12) in der schalenförmigen Ausnehmung
des Stützelementes (13) auch sehr vorteilhaft in einem Winkel von etwa 45 Grad schräg
zur Walzenachse (14) verlaufend angeordnet werden, und zwar derart, daß sich in Umfangsrichtung
der Walze (15) gesehen, die oberen und unteren Enden der Sperrstege (12) überlappen.
Auf diese Weise wird im Abstützbereich des Stützelementes (13) jeweils die ganze Oberfläche
der Walze (15) mit dem Druckmedium in Berührung gebracht, welches in gleicher Weise
wie in Fig. 1 über Druckmittelzuleitungen, Kanäle (16) und die Düsen (17) in Übereinstimmung
mit den Sperrstegen (12) im Stützelement (13) entsprechend schräg verlaufend angeordnet.
Diese Schräganordnung der Sperrstege (12) und der Düsen (17) im Stützelement (13)
gemäß Figur 2 zeichnet sich durch ein besonders gute Druckmittelverteilung in den
Kammern (18) und Schonung der Walzenoberfläche aus. Im übrigen erfolgt hierbei die
Schmiermittelzufuhr in den Bereich zwischen den Sperrstegen (12) und der Walzenoberfläche
in gleicher Weise wie bei dem in Figur 1 dargestellten Stützelement (1), und zwar
durch entsprechende Öffnungen (19) im Stützelement (13).
[0019] Im Stützelement (13) sind, wie die Figur 3 im Querschnitt und vergrößertem Maßstab
zeigt, drei Kanäle (16) mit ihren Düsen (17) für die Druckmittelzuführung in die Kammer
(18) jeweils in einer Ebene angeordnet, derart, daß die dem Stützelement (13) von
außen in Pfeilrichtung (20) zugeführten Druckmittel über die Düsen (1) sowohl in den
mittleren Bereich als auch in die Randbereiche der mondsichelförmig ausgebildeten
Druckkammer (18) gelangen. Hierdurch wird sehr vorteilhaft ein über die Oberfläche
der Walze (15) gleichmäßig verteilt wirkender Anpreßdruck des Druckmittels erreicht.
Zweckmäßig wird zwischen dem Stützelement (13) und dem Walzenkörper (15) eine Spaltweite
(21) zwischen etwa 0,5 und 1,5 mm aufrechterhalten, wodurch etwaige Ungenauigketen
überdeckt bzw. ausgeglichen werden und auf hydraulische Zentriermaßnahmen verzichtet
werden kann. Im übrigen ist das Stützelement (13) mit dem Rahmen des Walzgerüstes
mit Hilfe von Keilen oder dergleichen fest verspannt, so daß es im Bedarfsfalle jederzeit
sehr leicht ein- und ausgebaut oder ausgewechselt werden kann
[0020] Gemäß Figur 4 können die im Stützelement (13) in einer Ebene befindlichen drei Kanäle
(16) mit den Düsen (17) sehr vorteilhaft und auch so angeordnet werden, daß der mittlere
Kanal (16), wie in Fig. 3, senkrecht auf die Walzenoberfläche gerichtet ist, während
demgegenüber jedoch die äußeren Kanäle (16) mit ihren Düsen (17) schräg nach außen
zur Peripherie auf die Walzenoberfläche gerichtet sind. Hierdurch wird insbesondere
auf Grund der Schrägstellung der Düsen (17), die sehr vorteilhaft als Flachstrahldüsen
ausgebildet sein können, eine hohe dynamische Zentrierfähigkeit erreicht.
[0021] Wie ferner ein Schnitt durch den mondsichelförmigen Sperrsteg (12) gemäß Figur 5
im vergrößerten Maßstab zeigt, wird dieser mit Hilfe einer Schraubenfeder (22), die
über einen Bolzen (23) mit dem Sperrsteg (12) in Verbindung steht, gegen die Oberfläche
der Walze (15) gedrückt und in dieser Lage festgehalten. Das Schmiermittel wird hierbei
über eine in der Zeichnung nicht näher dargestellte Leitung in Pfeilrichtung (24)
in die im Stützelement (13) angeordneten Kanäle (25) unter hohem Druck eingeführt,
von wo es duch die Öffnungen (19) in die der Walzenoberfläche zugekehrte taschenförmige
Ausnehmung (26) im Sperrsteg (12) gelangt. Da die Sperrstege (12) gemäß der Erfindung
aus einem elastischen Material, insbesondere aus Kunststoff bestehen, und das Schmiermittel
unter hohem Druck zwischen der Walzenoberfläche und dem Sperrsteg eingebracht wird,
wird die Gleitreibung im Bereich der Sperrstege auf ein Minimum reduziert. Die Standzeit
der Sperrstege (12), die gegebenenfalls auch jederzeit sehr leicht ausgewechselt und
erneuert werden können, ist daher sehr hoch.
[0022] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen sind nicht auf die in den Zeichnungsfiguren dargestellten
Ausführungsbeispiele beschränkt. So können beispielsweise, ohne den Rahmen der Erfindung
wie in den nachfolgenden Patentansprüchen definiert zu verlassen, die Sperrstege innerhalb
des Stützelementes in einer beliebigen winkligen Anordnung stehen und in beliebiger
Weise geformt sein, insbesondere auch übereinander liegen. Die jeweilige konstruktive
Ausgestaltung ist in Anpassung an die spätere Verwendung der Vorrichtung dem Fachmann
anheimgestellt.
1. Vorrichtung zur direkten hydrostatischen Abstützung von Arbeitswalzen eines Walzgerüstes,
bestehend aus im Walzgerüst angeordneten Stützelementen, die an ihrer der Walze zugekehrten
Seite schalenförmige Ausnehmungen aufweisen und an Druckmittelleitungen angeschlossen
sind, wobei für jede Walze (2, 15) jeweils nur ein Stützelement (1, 13) vorgesehen
ist, das sich über die ganze Länge der Walze (2, 15) erstreckt und in dessen schalenförmiger
Ausnehmung (3) quer dazu verlaufende Sperrstege (5, 12) mit Abstand voneinander angeordnet
sind, die die schalenförmige Ausnehmung (3) in mehrere Druckkammern (6, 18) unterteilen,
an die die Druckmittelleitungen (7) angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß
die schalenförmige Ausnehmung (3) im Querschnitt ellipsenförmig ausgebildet ist, daß
die Sperrstege (5, 12) mondsichelförmig ausgebildet sind und aus elastischem Material,
insbesondere aus Kunststoff bestehen, und daß sie mit Öffnungen (11, 19) für die Zuführung
von Schmiermittel in den Bereich zwischen der Walzenoberfläche und den Sperrstegen
(5, 12) versehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrsteg (5, 12)
mit einer Druckfeder (22) in Verbindung steht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrstege
(5, 12) in der schalenförmigen Ausnehmung (3) des Stützelementes (1, 13) in einem
Winkel von etwa 45 Grad schräg zur Walzenachse (14) verlaufend angeordnet sind, und
daß an die Druckmittelleitungen (7) mehrere, im Stützelement (1, 13) angeordnete Kanäle
(8, 16) mit Düsen (9, 17) angeschlossen sind, die in die Kammern (6, 18) münden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die Druckmittelzuführung
im Stützelement (1, 13) jeweils drei Kanäle (8, 16) mit Düsen (9, 17) in einer Ebene
angeordnet sind, wobei der mittlere Kanal senkrecht auf die Walzenoberfläche gerichtet
ist, und die beiden äußeren Kanäle schräg nach außen zur Peripherie auf die Walzenoberfläche
gerichtet sind.
1. Device for the direct hydrostatic support of work rolls of a roll stand, consisting
of support elements, which are arranged in the roll stand and which have shell-shaped
recesses at their side facing the roll and are connected to ducts for pressure means,
wherein for each roll (2, 15) there is provided only one respective support element
(1, 13), which extends over the entire length of the roll (2, 15) and on the shell-shaped
recess (3) of which are arranged blocking webs (5, 12), which extend transversely
thereto, are arranged at a spacing from one another and divide the shell-shaped recess
(3) into several pressure chambers (6, 18) to which the ducts (7) for pressure means
are connected, characterised thereby that the shell-shaped recess (3) is constructed
in cross- section to be elliptical, that the blocking webs are constructed to be crescent-shaped
and of resilient material, particularly of synthetic material, and that they are provided
with openings (11, 19) for the feed of lubricant in the region between the roll surface
and the blocking webs (5, 12).
2. Device according to claim 1, characterised thereby that the blocking web (5, 12)
stands in connection with a compression spring (22).
3. Device according to claim 1 or 2, characterised thereby that the blocking webs
(5, 12) are arranged in the shell-shaped recess (3) of the support element (1, 13)
to run inclined at an angle of about 45 degrees to the roll axis, and that connected
to the ducts (7) for pressure means are several channels (8, 16), which are arranged
in the support element (1, 13), with nozzles (9, 17) which open into the chambers
(6, 18).
4. Device according to claim 3, characterised thereby that for the pressure means
feed there are arranged in the support element (1, 13) each time three channels (8,
16) with nozzles (9, 17) in one plane, wherein the centre channel is directed perpendicularly
onto the roll surface and the two outer channels are directed outwardly inclined relative
to the periphery onto the roll surface.
1. Dispositif pour le support direct hydrostatique de cylindres de travail d'une cage
de laminage, constitué par des organes de support qui sont agencés dans la cage de
laminage et qui comportent des évidements en forme de coquille et sont raccordés à
des conduits d'agent de pression du côté orienté vers le cylindre, un organe de support
(1, 13) seulement étant chaque fois prévu pour chaque cylindre (2, 15) et s'étendant
sur toute la longueur du cylindre (2, 15), des patins de blocage (5, 12) étant agencés
dans l'évidement en forme de coquille (3) de celui-ci, à distance l'un de l'autre,transversalement,
lesdits patins de blocage divisant l'évidement en forme de coquille (3) en plusieurs
chambres de pression (6, 18) auxquelles sont raccordés les conduits d'agent sous pression
(7), caractérisé en ce que l'évidement en forme de coquille (3) affecte, en section,
la forme d'une ellipse, en ce que les patins de blocage (5, 12) se présentent sous
forme de croissant et sont constitués en une matière élastique, notamment en une matière
synthétique et en ce qu'ils sont équipés d'ouvertures (11, 19) pour l'alimentation
en agent lubrifiant dans les zones comprises entre la surface du cylindre et les patins
de blocage (5, 12).
2. Dispositif selon la revendication 1 caractérisé en ce que le patin de blocage (5,
12) est relié à un ressort de compression (22).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 caractérisé en ce que les patins de blocage
(5, 12) sont agencés dans l'évidement en forme de coquille (3) de l'organe de support
(1, 13) selon un angle d'environ 45 degrés par rapport à l'axe (14) du cylindre et
en ce que des canaux (8, 16) agencés dans l'organe de support (1, 13), équipés d'éjecteurs
(9, 17) sont raccordés aux conduits d'agent sous pression (7), et débouchent dans
les chambres (6, 18).
4. Dispositif selon la revendication 3 caractérisé en ce que chaque fois trois canaux
(8, 16) équipés d'éjecteurs (9, 17), destinés à l'alimentation en agent sous pression
dans l'organe de support (1, 13) sont agencés dans un plan, le canal médian étant
orienté perpendiculairement sur la surface du cylindre et les deux canaux externes
étant inclinés vers l'éx- térieure , vers la périphérie, sur la surface du cylindre.