[0001] Die Erfindung betrifft eine Glühkerze zur Anordnung im Brennraum einer luftverdichtenden
Brennkraftmaschine.
[0002] Aus der DE-A-27 44 624 ist eine Glühkerze bekannt geworden, bei der das gesamte Widerstandselement
aus einem Material mit stark positivem Widerstandskoeffizienten besteht. Durch engere
Wicklung der Wendel im vorderen, dünnwandigerem Abschnitt der Glühkerze wird dort
mehr Wärme konzentriert, während ein unterer, weiter gewickelter Teil in einem dickwandigerem
Abschnitt liegt. Das gesamte Widerstandselement kann auch aus Bandmaterial bestehen.Durch
unterschiedliche Wandungsdicke des Glühstiftes soll im gehäusenahen Bereich die Wärmekapazität
dort erhöht werden.
[0003] Bei dem auch aus Bandmaterial hergestellbaren Widerstandselement besteht sowohl das
vordere eigentliche Heizelement, als auch der hintere Teil aus PTC-Material. Beide
ändern ihr Widerstandsverhalten mit der Temperatur, so daß eine Gesamtminderung des
Heizstromes vorgenommen wird.
[0004] Die GB-A-2 106 181 beschreibt eine Glühkerze, die eine an ihrem Ende offene Hülse
besitzt, in der ein kegelig zulaufender Metallstift angeordnet ist. Seine Außenfläche
ist isolierend emailliert, und darauf ist ein Band aus Widerstandsmaterial gewickelt,
und zwar im zylindrischen Bereich wendelförmig und im vorderen, konischen Bereich,
in Form einer teilweise auseinander gezogenen Spirale, bei der sich die einzelnen
Flachmaterialstreifen stark überlappen.
[0005] Eine weitere Glühkerze ist aus der DE-A-27 46 496 bekannt geworden. Ein dem Boden
des Glühelementes zugewandter Abschnitt des elektrischen Widerstandselementes besteht
aus einer nach Art einer dicht gewickelten Uhrfeder ausgebildeten Spirale aus Flachmaterial,
das auf einen Bolzen gewickelt ist und mit einer zwischengewickelten, bandförmigen
Isolierung versehen ist. Dadurch entsteht ein sich selbst aufheizender massiver Zylinder,
der nur eine geringe Außenoberfläche hat und bei dem insbesondere die Wärmeabfuhr
von der Mitte her sehr schwierig ist.
[0006] Wie es bereits in der britischen Patentschrift 1 376 817 beschrieben ist, besteht
ein Zuleitungsabschnitt für das Widerstandsheizelement aus einem Material mit hohem
positiven Widerstands-Temperaturkoeffizienten (PTC), um eine Schnellaufheizung mit
nachfolgender Begrenzung des Heizstromes zu unterstützen.
[0007] Eine gleiche Ausbildung mit wendelförmigen Heizdrähten ist in der deutschen Patentschrift
28 02 625 beschrieben.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Glühkerze der eingangs erwähnten Art zu schaffen,
die noch kürzere Aufheizzeiten ermöglicht.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Abspruch 1 gelöst.
[0010] Bei der Verwendung von Flachmaterial in Form einer in Längsrichtung auseinandergezogenen
Spirale oder Wendel treten verbesserte Wärmeübertragungsverhältnisse auf. Die Oberfläche
ist bei gleichem Querschnitt vergrößert. Bei der erfindungsgemäßen Glühkerze treten
jedoch die üblicherweise bei Flachmaterialheizungen zu erwartenden Nachteile, beispielsweise
eine höhere Neigung zum Durchbrennen, nicht auf. Dies liegt an der sehr festen Einbettung
der Widerstandselemente, die für eine gute und gleichmäßige Wärmeabfuhr von allen
Flächen des Widerstandselementes sorgt. Es kommt noch der Vorteil hinzu, daß infolge
der gleichmäßigen Isolationsabstände zwischen nebeneinanderliegenden Widerstandselementflächen
auf kleinerem Raum eine größere Heizleistung untergebracht werden kann. Diese Vorteile
führen dazu, daß die Glühkerze nach der Erfindung eine um bis zu 50 % verkürzte Anheizzeit
bei im übrigen gleichen Voraussetzungen für Standzeit und gleicher Stromaufnahme ermöglicht.
Da diese Zeiten die Vorglühzeiten für Dieselmotoren bestimmen, ist dies ein sehr wesentlicher
Vorteil, der zu hohen Zeiteinsparungen und einem verbesserten Startverhalten führt.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform, bei der das Flachmaterial oder band seine
größte Querschnittsabmessung in Richtung der Wendel- oder Spiralachse hat, wendet
das Widerstandselement eine seiner großen Flächen der Außenseite zu, die somit die
Wärme durch Leitung über die zwischengeschaltete Einbettmasse direkt an die Außenfläche
des Glühelementes abgeben kann. Durch die Auseinanderziehung dieser Wendel oder Spirale
wird die gesamte Länge des Widerstandsheizelementes weitgehend gleichmäßig zur Wärmeableitung
herangezogen und die Mittelbereiche sind nicht benachteiligt. Durch konische Ausbildung
des Widerstandselementes, das somit eine Wendel- bzw. Spiralform hat, läßt es sich
gut an die Gegebenheiten anpassen.
[0012] Bei einer Ausführung, bei der die größten Querabmessungen quer zur Spiral- bzw. Wendelachse
liegen, läßt sich eine sehr dicht Wicklung vornehmen und der tote Innenraum der Wendel
bzw. Spirale, der nur den Durchmesser vergrößert und weitgehend nutzlos mit aufgeheitz
werden muß, läßt sich gering halten.
[0013] In diesem Falle kann der dem Boden zugewandte Teil des Widerstandselementes an diesem
direkt durch Schweißung befestigt sein, so daß das Glühelement den Rückleiter bildet.
Es ist auch möglich, die Breite des Flachmaterialbandes über die Länge des Widerstandsheizelementes
zu variieren, um es aufgrund der unterschiedlichen Leiterquerschnitte in der Glühtemperatur
an die Gegebenheiten anzupassen, beispielsweise um Bereiche mit höherer Wärmeableitung
stärker beheizen zu können. Zwischen der Erstreckung der größten Querschnittsabmessung
in Achsrichtung oder quer zu dieser sind auch beliebige Zwischenstellungen möglich,
in denen das Flachmaterial einen Winkel zur Achse einnimmt. In diesem Falle würde
beispielsweise eine Wendel oder Spirale mit konisch ansteigenden oder abfallenden
Windungsflanken entstehen.
[0014] Diese und weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung beschrieben und erläutert,
wobei die einzelnen Merkmale für sich allein oder in Unterkombinationen zu mehreren
verwirklicht sein können. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine teilgeschnittenen Detailansicht einer Glühkerze in teil-perspektivischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine Variante eines Widerstandselementes.
[0015] Fig. 1 zeigt eine Glühkerze 11 mit einem Kerzengehäuse 12, das mittels eines Gewindes
13 über Sechskant-Schlüsselflächen 14 in den Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine,
zum Beispiel eines Dieselmotors, eingeschraubt werden kann. Das Kerzengehäuse und
der nicht dargestellte Anschluß an eine elektrische Zuleitung kann in üblicher Weise
ausgebildet sein. In den Brennraum hinein ragt ein hülsenförmiges Glühelement 15,
das an seinem freien Ende durch einen beispielsweise kugeligen Boden 16 abgeschlossen
ist. In ihm liegt in einer elektrischisolierenden, hochwärmefesten Einbettmasse 17
ein elektrisches Widerstandselement 18, mit dem das Glühelement beheizt wird.
[0016] Das Widerstandselement 18 besteht aus zwei Abschnitten, und zwar einem Draht-Widerstandselement
19, das aus einem in Form einer zylindrischen Wendel gewickelten Runddraht besteht
und den zum Kerzengehäuse 12 hin gewandten Abschnitt des Widerstandselementes 18 bildet.
Mit einem geschweißten Anschluß 22 ist direkt mit ihm ein Flachmaterial-Widerstandselement
20 verbunden, das aus einem Band aus Widerstandsmaterial besteht, das die Form einer
konisch auseinandergezogenen Spirale hat. Die größten Querschnittsabmessungen
a liegen dabei in Richtung der Achse 24 des Widerstandselementes und der Glühkerze.
Der dem Boden 16 zugewandte Teil des Flachmaterial-Widerstandselementes 20 ist direkt
mit dem Boden verschweißt, der den Rückleiter bildet.
[0017] Die einzelnen Windungen der konischen Spirale sind beim Ausführungsbeispiel so weit
auseinandergezogen, daß sie sich kaum noch überlappen. Wenn sie so weit auseinandergezogen
sind, daß zwischen benachbarten Windungen ein Längsabstand zur Schaffung einer Isolierstrecke
entsteht, könnte das Flachmaterial-Widerstandselement auch in Form einer zylindrischen
Wendel ausgeboldet sein. Im Beispiel verjüngt sich das Flachmaterial-Widerstandselement
20 vom Wendeldurchmesser des Draht-Widerstandselementes bis auf einen sehr kleinen
Durchmesser im Bereich des Bodenanschlusses 23 und paßt sich somit gut der sich ebenfalls
verjüngenden Form des Glühelementes an.
[0018] Der dem Kerzengehäuse zugewandte Widerstandselement-Abschnitt besteht aus einem Material
mit hohem positiven Temperaturkoeffizienten des Widerstandes (PTC).
[0019] Es ist zu erkennen, daß damit ein insbesondere im besonders wesentlichen Endbereich
des Glühelementes sehr größflächiges und wirksames Widerstandselement geschaffen wird.
Es ist den Gegebenheiten, insbesondere der hohen Wärmeabgabe im Endbereich, gut anzupassen.
[0020] Fig. 2 zeigt eine Ausführung, bei der das FlachmaterialWiderstandsheizelement ebenfalls
aus einem Band hergestellt ist, das jedoch seine größeren Querschnittsabmessungen
a quer zur Achse 24 hat. Auch dies ist in Form eines konischen bzw. bogenförmig gerundeten
spiralig/wendelförmigen Körpers gewickelt, der sich ebenfalls gut an die Endform des
Glühelementes anpassen läßt. Insbesondere bei dieser verjüngten Ausbildung ist die
Anordnung der Bänder mit quer zur Achse verlaufender Flächenerstreckung vorteilhaft,
weil dadurch eine bevorzugte Wärmeabgabe an das Ende des Glühelementes erfolgt. Auch
für die Einbettung ergeben sich Vorteile.
1. Glühkerze zur Anordnung im Brennraum einer luftverdichtenden Brennkraftmaschine mit
einem Kerzengehäuse (12) und einem hülsenförmigen Glühelement (15) mit im wesentlichen
gleicher Wandstärke, das an seinem freien Ende einen Boden (16) aufweist, und in dem
in elektrisch isolierender Einbettmasse (17) angeordnet sind:
- ein dem Boden (16) zugewandtes Heizelement (20) aus Flachband-Widerstandsmaterial
in Form einer in Längsrichtung des Glühelementes (15) auseinandergezogenen Flachmaterial-Spirale
bzw. Wendel und
- ein dem Kerzengehäuse (12) zugewandtes, dem Heizelement (20) elektrisch vorgeschaltetes
und damit leitend verbundenes Widerstandselement (19) aus Runddraht, das aus einem
Material mit hohem positiven Temperaturkoeffizienten des elektrischen Widerstandes
(PTC) besteht.
2. Glühkerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Heizelementes
(20) sich über einen Teil seiner Länge zum Boden (16) des Glühelementes (15) hin verringert.
3. Glühkerze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Heizelement (20)
mit einem seiner Anschlüsse (23) mit dem Boden (16) verbunden ist, vorzugsweise im
Bereich seines geringsten Durchmessers direkt mit dem Boden (16) verschweißt ist,
wobei insbesondere ein dem Boden (16) benachbarter Abschnitt konisch ausgebildet ist.
4. Glühkerze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Heizelement (20) größere Querschnittsabmessungen (a) quer seiner Achse (24) aufweist.
5. Glühkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Flachmaterial
einen Querschnitt mit in Längsrichtung des Glühelementes (15) größeren, vorzugsweise
mehr als dreimal größeren Längsabmessungen aufweist als die zugehörigen Dicken-Abmessungen.
6. Glühkerze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Breite des Flachmaterialstreifens, aus dem das Heizelement (20) besteht, über die
Länge des Widerstandselementes unterschiedlich ist.
1. Glow plug for placing in the combustion chamber of an air compressing internal combustion
engine with a plug casing (12) and a sleeve-like glow element (15) with substantially
uniform wall thickness, which at its free end has a base (16) and in which in electrically
insulating embedding material (17) are provided a heating element (20), facing the
base (16), of flat band resistance material in the form of a flat material spiral
or coil drawn apart in the longitudinal direction of the glow element (15) and a round
wire resistance element (19) facing the plug casing (12), connected electrically upstream
of and conductively with the heating element (20) and which is made from a material
with a high positive temperature coefficient of the electrical resistor (PTC).
2. Glow plug according to claim 1, characterized in that the diameter of the heating
element (20) decreases over part of its length towards the base (16) of the glow element
(15).
3. Glow plug according to claim 1 or 2, characterized in that the heating element (20)
is connected by one of its connections (23) to the base (16), preferably in the vicinity
of its smallest diameter is directly welded to the base (16) and in particular a portion
adjacent to the base (16) is conical.
4. Glow plug according to any one of the preceding claims, characterized in that the
heating element (20) has larger cross-sectional dimensions (a) at right angles to
its axis (24).
5. Glow plug according to any one of the claims 1 to 3, characterized in that the flat
material has a cross-section with, in the longitudinal direction of the glow element
(15), larger and preferably more than three times larger length dimensions than the
associated thickness dimensions.
6. Glow plug according to any one of the preceding claims, characterized in that the
width of the flat material strip from which the heating element (20) is formed differs
over the length of the resistance element.
1. Bougie à incandescence pour chambre de combustion d'un moteur à combustion interne
à compression d'air comportant un corps de bougie (12) et un élément incandescent
(15) en forme de douille dont l'épaisseur des parois est essentiellement uniforme,
qui présente à son extrémité libre un fond (16) et dans lequel sont disposés dans
une masse isolante (17) :
- un élément chauffant (20) tourné vers le fond (16), constitué d'une bande de matériau
résistif et ayant la forme d'une spirale ou d'une hélice en matériau plat qui est
étirée dans la direction longitudinale de l'élément incandescent (15),
- un élément de résistance (19) en fil rond tourné vers le corps de la bougie (12),
mis en circuit en amont de l'élément chauffant (20) et relié à celui-ci, qui se compose
d'un matériau ayant un coefficient de température de résistance positif (PTC) élevé.
2. Bougie à incandescence selon la revendication 1, caractérisée en ce que le diamètre
de l'élément chauffant (20) se réduit sur une partie de sa longueur vers le fond (16)
de l'élément incandescent (15).
3. Bougie à incandescence selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'élément
chauffant (20) est relié au fond (16) par l'une de ses bornes (23), de préférence
soudé au fond (16) dans la zone de son diamètre plus réduit, sachant notamment qu'une
partie voisine du fond (16) est réalisée de manière conique.
4. Bougie à incandescence selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en
ce que l'élément chauffant (20) présente des dimensions de section transversale (a) supérieures transversalement par rapport à son axe (24).
5. Bougie à incandescence selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que
le matériau plat présente une section transversale dont les dimensions en longueur
dans la direction longitudinale de l'élément incandescent (15) sont supérieures, de
préférence plus de trois fois supérieures à celles en épaisseur.
6. Bougie à incandescence selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en
ce que la largeur de la bande de matériau plat qui compose l'élément chauffant (20)
varie sur la longueur de l'élément de résistance.