(19)
(11) EP 0 337 449 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
18.10.1989  Patentblatt  1989/42

(21) Anmeldenummer: 89106581.5

(22) Anmeldetag:  13.04.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4D04B 15/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 13.04.1988 DE 3812240

(71) Anmelder: Buck, Alfred
D-7407 Rottenburg 3/Hailfingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Buck, Alfred
    D-7407 Rottenburg 3/Hailfingen (DE)

(74) Vertreter: Rüger, Rudolf, Dr.-Ing. et al
Patentanwälte Rüger, Barthelt & Abel Postfach 348
73704 Esslingen
73704 Esslingen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Steuerungs- und Führungseinrichtung, insbesondere für Einschliess- und Abschlagplatinen bei maschenbildenden Textilmaschinen sowie Einschliess- und Abschlagplatine für solche Textilmaschinen


    (57) Eine Steuerungs- und Führungseinrichtung, insbesondere für Einschließ- und Abschlagplatinen bei maschenbilden­den Textilmaschinen ist mit Führungskanäle (5) aufweisenden Führungsmitteln versehen, in deren Führungskanälen die zumindest längsverschieblich gelagerten Platinen (10) über wenigstens einen Teil ihrer Länge seitlich geführt sind. Die Platinen sind durch relativ bewegliche, im wesent­lichen quer zu den Führungskanälen verlaufende Steuer­flächen (9) einer Antriebseinrichtung angetrieben.
    Die Anordnung ist derart getroffen, daß die Platinen (10) zweiteilig mit einem der Maschenbildung zugeordneten Arbeitsteil (13) und einem den Steuerflächen (9) zugeordneten Steuerteil (12) ausgebildet und diese beiden Platinenteile um eine im wesentlichen in Führungskanallängsrichtung sich erstreckende Achse (21) begrenzt gegeneinander verdrehbar miteinander verbunden sind.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Steuerungs- und Führungs­einrichtung, insbesondere für Einschließ- und Abschlag­platinen bei maschenbildenden Textilmaschinen, mit Führungskanäle aufweisenden Führungsmitteln, in deren Führungskanälen die zumindest längsverschieb­lich gelagerten Platinen über wenigstens einen Teil ihrer Länge seitlich geführt sind, sowie mit einer die Längsbewegung der Platinen erzeugenden Antriebs­einrichtung, die mit Teilen der Platinen in Eingriff stehende, im wesentlichen quer zu den Führungskanälen verlaufende Steuerflächen aufweist, durch die den Platinen in Abhängigkeit von einer Relativbewegung zwischen den Steuerflächen und den Führungskanälen eine Längsbewegung erteilbar ist.

    [0002] Außerdem bezieht sich die Erfindung auf eine Einschließ- und Abschlagplatine für maschenbildende Textilmaschinen, die Einrichtungen zur Kopplung mit zumindest einer Steuerfläche einer ihr wenigstens eine Längsbewegung erteilenden Antriebseinrichtung aufweist.

    [0003] Beispielsweise bei sogenannten glatten Rundstrick­maschinen mit beweglichem Abschlag sind in radial verlaufenden Führungskanälen eines oberhalb des Nadelzylinders angeordneten Platinenrings Einschließ- und Abschlagplatinen längsverschieblich gelagert, deren Hin- und Herbewegung durch ein Platinenschloß gesteuert ist. Das Platinenschloß weist in der Regel seitlich von Steuerflächen begrenzte Schloßkanäle auf, in die ein an einem Schaftteil der Platinen angeordneter Steuerfuß eingreift, doch sind auch Ausführungsformen bekannt, bei denen die Platinen in ihrem Schaftbereich eine randoffene Nut aufweisen, in die erhabene Steuer­kurven des Platinenschlosses ragen. Bei der Relativ-­Drehbewegung zwischen dem Platinenschloß und dem Platinenring wird von den Steuerflächen auf den Platinenschaft nicht nur eine in Platinenlängsrichtung weisende Antriebskraftkomponente ausgeübt, sondern auf die Platinen wirkt auch eine quer zu deren Längsrichtung gerichtete seitliche Kraftkomponente ein, die davon herrührt, daß sich die Steuerflächen im wesentlichen quer zu den die Platinen enthaltenden Führungskanälen bewegen. Durch diese Querkraft werden die Platinen nicht nur einseitig an die Seitenwände ihrer Führungs­nuten angedrückt, sondern sie werden wegen des für ihre leichte Beweglichkeit erforderlichen seitlichen Spiels in den Führungsnuten auch um ihre Längsachse etwas verdreht, d.h. seitlich gekippt. Als Folge davon führen die Platinen ihrer Längsbewegung überlagerte unkontrollierte Bewegungen aus, wobei es unter ungünstigen Verhältnissen sogar zum Verklemmen einzelner Platinen in ihren Führungskanälen kommen kann. Da der bei der Maschenbildung mitwirkende Platinenkopf mit seiner Abschlagkante, der Kehle und der Einschließnase diese unkontrollierten Be­wegungen mitmacht, wird die Fadenspannung bei der Maschenbildung beeinflußt, was wiederum zu einem unruhigen Maschenbild und zu Streifenbildung in der Ware führen kann. Bei der Verarbeitung von empfind­lichem Garn können sogar Fadenbrüche, insbesondere auch in den Maschen, im Kulierbereich auftreten.

    [0004] Da die verhältnismäßig steifen Platinen bei ihrer Bewegung im wesentlichen über ihre ganze Schaft­länge durch die Querkräfte an eine Seitenwand des jeweiligen Führungskanales angepreßt werden, ergibt sich eine erhöhte Reibung und damit eine erhöhte Geräusch- und Wärmeentwicklung.

    [0005] Diese Erscheinungen fallen noch mehr ins Gewicht bei Maschinen, bei denen die Einschließ- und Ab­schlagplatinen zusätzlich zu der Längsbewegung noch eine Schwenk- oder Kippbewegung ausführen, wie dies bspw. in der DE-PS 31 08 041 beschrieben ist. In diesem Falle wirken die Platinen nämlich nicht nur mit Steuerflächen zusammen, die ihnen ihre Längsbe­wegung erteilen, sondern es sind noch zusätzliche Steuerflächen vorhanden, die die Kippbewegung er­zeugen, so daß auch die Querkraftkomponente der eine Platine ausgesetzt ist, entsprechend erhöht ist.

    [0006] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, hier abzu­helfen und einen Weg zu weisen, der es gestattet, unregelmäßige Bewegungsverhältnisse im Bereiche des der Maschenbildung zugeordneten Teiles der Einschließ- und Abschlagplatinen,herrührend von den von Platinenschloßteilen auf die Steuerelemente der Platinen ausgeübten Querkräfte, weitgehend aus­zuschalten und gleichzeitig die bei der Platinen­bewegung auftretende Geräusch- und Wärmeentwicklung zu verringern.

    [0007] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die eingangs genannte Steuerungs- und Führungseinrichtung erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die Platinen zweiteilig mit einem der Maschenbildung zugeordneten Arbeits­teil und einem den Steuerflächen zugeordneten Steuer­teil ausgebildet sind, von denen zumindest der Steuer­teil in jeweils einem Führungskanal geführt ist, und daß die beiden Platinenteile um eine im wesentlichen in Führungskanallängsrichtung sich erstreckende Achse begrenzt gegeneinander verdrehbar miteinander ver­bunden sind.

    [0008] Durch diese zweiteilige Ausbildung der Platine können von dem Platinenschloß herrührende und auf das Steuer­teil der Platine einwirkende Querkräfte nicht auf das Arbeitsteil der Platine übertragen werden. Die bei der Maschenbildung mitwirkenden Platinenelemente werden nicht verkippt oder verkantet, sondern führen eine ruhige, gleichmäßige Bewegung aus. Da der Steuerteil, in den über den Steuerfuß die Querkräfte eingeleitet werden, mit geringer Schaftlänge ausgebildet werden kann, ist auch die bei der Platinenbewegung auf­tretende Geräusch- und Wärmeentwicklung entsprechend klein. Es wird nämlich durch die Querkräfte im wesentlichen lediglich der Steuerteil gegen eine Führungskanalseitenwand angedrückt, da über die Verbindungsstelle mit dem Arbeitsteil kaum Quer­kräfte auf diesen übertragen werden.

    [0009] Die verdrehbare Verbindung der beiden Platinenteile kann konstruktiv in verschiedener Weise gelöst sein. Denkbar sind dabei auch Ausführungsformen, bei denen zwischen den beiden Platinenteilen ein tordierbares Verbindungselement angeordnet ist, das aus einem dafür besonders geeigneten Material, bspw. Kunst­stoff oder dergl., besteht oder durch eine ent­sprechende Querschnittsverjüngung in dem Bereich zwischen den beiden Platinenteilen gebildet ist. Besonders einfache konstruktive Verhältnisse er­geben sich aber, wenn die beiden Platinenteile formschlüssig miteinander verbunden sind. Der Steuer- und/oder der Arbeitsteil der Platine können Aus­sparungen oder Ausnehmungen aufweisen, um damit die träge Masse und gegebenenfalls die Reibungs­fläche zu verkleinern oder aber um die Gleit- und Führungsverhältnisse zu verbessern. Dazu kann wenigstens einer der Platinenteile mit Vorteil zumindest eine dem Grund der Führungsnut zugewandte randoffene Ausnehmung aufweisen.

    [0010] Bei Einschließ- und Abschlagplatinen, die be­triebsmäßig außer ihrer Längsbewegung noch eine Kipp- oder Schwenkbewegung ausführen, ist die An­ordnung mit Vorteil derart getroffen, daß die bei­den Platinenteile gegeneinander begrenzt verschwenk­bar, gelenkig miteinander verbunden sind, während die Antriebseinrichtung mit dem Arbeitsteil in Eingriff bringbare und diesem eine Schwenk- oder Kippbewegung um eine querverlaufende Schwenkachse erteilende Steuermittel aufweist. Dazu kann der Arbeitsteil wenigstens ein angeformtes Steuerelement aufweisen, das mit Steuerflächen der Steuermittel in Eingriff bringbar ist. Dies kann auf zwei alternativen Wegen geschehen: Entweder kann der Arbeitsteil mit den Steuerflächen der Steuermittel durch eine ihm von dem Steuerteil erteilte Längsbewegung in bzw. außer Eingriff ge­bracht werden, oder aber es kann durch entsprechende Ausbildung der Steuermittel und der erwähnten Gelenk­verbindung zwischen den beiden Platinenteilen der Arbeitsteil unabhängig von der Längsverschiebebe­wegung schwenk- oder kippbar ausgebildet sein. Während somit bei der ersten Alternative die Schwenk- oder Kippbewegung des Arbeitsteiles von der Längsbe­wegung der Platine zwangsläufig abgeleitet ist, kann bei der zweiten Alternative der Arbeitsteil unab­hängig von der im Verlaufe der Längsbewegung jeweils erreichten Stellung verschwenkt oder gekippt werden.

    [0011] Die eingangs genannte Einschließ- und Abschlagplatine selbst ist entsprechend dadurch gekennzeichnet, daß sie zweiteilig mit einem der Maschenbildung zuge­ordneten Arbeitsteil und einem den Steuerflächen zugeordneten Steuerteil ausgebildet ist und daß die beiden Platinenteile um eine im wesentlichen in Längs­richtung des Arbeits- und/oder des Steuerteiles sich erstreckende Achse gegeneinander verdrehbar mitein­ander verbunden sind.

    [0012] Weitere Ausgestaltungen der Steuerungs- und Führungs­einrichtung sowie der Einschließ- und Abschlagplatine sind Gegenstand von Unteransprüchen.

    [0013] Der erfindungsgemäße Gedanke ist nicht speziell auf Einschließ- und Abschlagplatinen beschränkt, sondern ganz allgemein für in Führungsnuten längsverschiebliche oder schwenk- oder kippbar gelagerte Strickwerkzeuge geeignet, denen durch eine Relativbewegung von im wesentlichen querverlaufenden Steuerflächen eine Antriebsbewegung erteilt wird und die dadurch, be­zogen auf ihre Längsbewegungsrichtung , quergerichteten Kraftkomponenten ausgesetzt sind, die bestrebt sind, das Strickwerkzeug in der Führungsnut zu kippen oder einseitig an deren Seitenwände anzudrücken.

    [0014] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Ge­genstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

    Fig. 1 eine erfindungsgemäße Steuerungs- und Führungs­einrichtung für die Einschließ- und Abschlag­platinen bei einer Rundstrickmaschine mit einer Nadelreihe, unter Veranschaulichung des Nadel­zylinders und des Platinenringes dieser Rund­strickmaschine, in einem Radialschnitt, in einer Seitenansicht und in einem schematischen Aus­schnitt,

    Fig. 2 die Anordnung nach Fig. 1, geschnitten längs der Linie II-II der Fig. 1, in einer Seitenansicht und in einem anderen Maßstab, sowie im Aus­schnitt,

    Fig. 3 eine Steuerungs- und Führungseinrichtung ge­mäß der Erfindung, bei einer Rundstrickmaschine, mit zu der Nadelbewegung gegenläufig gesteuerten Einschließ- und Abschlagplatinen, unter Veran­schaulichung des Nadelzylinders und des Platinen­schloßmantels der Strickmaschine, in einem Radialschnitt, in einer Seitenansicht und in einer schematischen Teildarstellung,

    Fig. 4 eine Steuerungs- und Führungseinrichtung ge­mäß der Erfindung, ähnlich jener nach Fig. 3, in einer abgewandelten Ausführungsform und in einer entsprechenden Darstellung,

    Fig. 5 die Steuerungs- und Führungseinrichtung nach Fig. 4, in einer abgewandelten Ausführungsform und in einer entsprechenden Darstellung, und

    Fig. 6 ein Prinzipbild zur Veranschaulichung der Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Steuerungs- und Führungseinrichtung bzw. der erfindungs­gemäßen Einschließ- und Abschlagplatine, in schematischer, perspektivischer Teildarstellung.



    [0015] In Fig. 1 sind von einer sogenannten glatten Rund­strickmaschine mit einer Nadelreihe lediglich die für die Maschenbildung wesentlichen Teile im Aus­schnitt veranschaulicht. Der grundsätzliche Aufbau einer solchen Maschine ist bekannt und braucht des­halb im einzelnen nicht erläutert zu werden.

    [0016] In die äußere Mantelfläche eines Nadelzylinders 1 sind achsparallele Stege 2 im Abstand eingesetzt, die zwischen sich Führungsnuten begrenzen, in denen Zungennadeln 3 längsverschieblich geführt sind. Die die Längsbewegung der Zungennadeln 3 steuernden Nadelschloßteile sind nicht dargestellt.

    [0017] Den Nadelzylinder 1 umgibt oben im Abstand ein Platinenring 4, der mit dem Nadelzylinder 1 konstruktiv in nicht weiter dargestellter Weise verbunden ist und auf seiner Oberseite eingefräste, radial verlaufende Führungsnuten aufweist, die Führungskanäle 5 bilden, welche seitlich durch zwischen den Führungskanälen 5 verlaufende Stege 6 begrenzt sind. Oberhalb des Platinenringes 4 ist eine zu dem Nadelzylinder 1 und dem Platinenring 4 koaxiale Platinenschloßscheibe 7 vorgesehen, die einen Platinenschloßkanal 8 aufweist, der seitlich durch Steuerflächen 9 in an sich bekannter Weise begrenzt ist.

    [0018] Die Führungskanäle 5 des Platinenringes 4 sind all­gemein mit 10 bezeichnete Einschließ- und Abschlag­platinen längsverschieblich eingesetzt, von denen jede einen Steuerfuß 11 trägt, der in den Platinenschloßkanal 8 ragt und mit den Steuer­flächen 9 zusammenwirkt.

    [0019] Bei einer Relativdrehbewegung zwischen der Platinen­schloßscheibe 7 und dem Platinenring 4 (und dem Nadelzylinder 1) wird den Einschließ- und Abschlag­platinen 10 von den Steuerflächen 9 in bekannter Weise eine hin- und hergehende Bewegung erteilt.

    [0020] Jede Einschließ- und Abschlagplatine 10 ist zwei­teilig ausgebildet; sie besteht aus einem Steuer­teil 12 und einem Arbeitsteil 13. Der Steuerteil 12 umfaßt im wesentlichen den Platinenschaft mit den zueinander parallelen Schaftober- und -unter­kanten sowie den an diesen angeformten Steuerfuß 11 und die sogenannte Nachführung 14, d.h. die im Zusammenwirken mit den Steuerflächen 9 die Antriebs­bewegung der Platine erzeugenden Elemente.

    [0021] Der Arbeitsteil 13 enthält demgegenüber die zur Maschenbildung erforderlichen Elemente, nämlich eine Einschließkehle 15, eine daran anschließende Abschlagkante 16 etc. und ein in seinen Abmessungen mit dem Steuerteil 12 zusammenstimmendes, im Quer­schnitt rechteckiges Schaftteil 17, mit dem der Arbeitsteil 13 in dem zugeordneten Führungskanal 5 seitlich geführt ist.

    [0022] Die beiden Platinenteile 12, 13 sind stirnseitig aneinanderstoßend angeordnet und an einer Ver­bindungsstelle 180 formschlüssig miteinander ver­bunden. Zu diesem Zwecke ist an dem Steuerteil 12 stirnseitig ein im wesentlichen teilkreisförmig begrenzter Vorsprung 18 angeschnitten, der in eine entsprechend teilkreisförmig gestaltete Ausnehmung 19 im Bereiche der Stirnseite des Arbeitsteiles 10 eingefügt ist. Wie insbesondere aus Fig. 2 zu ent­nehmen, ist zwischen den einander gegenüberstehenden Flächen des Vorsprungs 18 und der Ausnehmung 19 zu­mindest im Bereiche der Schnittlinie II-II der Fig.1 ein kleines Spiel 20 vorhanden, das eine begrenzte Drehbeweglichkeit um eine bei 21 (Fig. 1) ange­deutete Längsachse zwischen den beiden Platinen­teilen 12, 13 ergibt. Die Längsachse 21 erstreckt sich parallel zur Bodenfläche des jeweiligen Führungskanales 5; bei dem dargestellten Aus­führungsbeispiel ist sie die Längssymmetrieachse des Steuerteiles 12 und gleichzeitig des Schaft­teiles 17 des Arbeitsteils 13. Sie verläuft mittig durch den Vorsprung 18.

    [0023] Die Bedeutung dieser begrenzten Verdrehbarkeit zwischen den beiden Platinenteilen 12, 13 ist ins­besondere aus Fig. 6 verständlich, in der die Ver­bindungsstelle bei 180 lediglich schematisch unter Verzicht auf die konstruktiven Einzelheiten ange­deutet ist:

    [0024] Im Betrieb werden durch die Relativdrehbewegung zwischen dem Platinenring 4 und der Platinenschloß­scheibe 7 über die im wesentlichen querverlaufenden Steuerflächen 9 etwa rechtwinklig zu den Führungs­kanälen 5 gerichtete Querkräfte 22 auf den Steuer­fuß 11 ausgeübt, die den Steuerfuß 11 zur Seite drücken. Wegen des betriebsnotwendigen seitlichen Spiels zwischen den Seitenwänden 23 des Führungs­kanals 5 und den Flanken des Schaftteiles der Einschließ- und Abschlagplatine 10 wird dadurch der Platinenschaft nicht nur etwas um die Längs­achse 21 gekippt, sondern auch gegen die Seiten­wände 23 des Führungskanales 5 seitlich angepreßt, wie dies in Fig. 6 der Deutlichkeit halber über­trieben veranschaulicht ist.

    [0025] Da die Einschließ- und Abschlagplatine 10 geteilt ist, können die Querkräfte 22 lediglich den ver­hältnismäßig kurz ausgebildeten Steuerteil 12 in der beschriebenen Weise kippen und gegen die Führungskanalseitenwände 23 andrücken. Die "Dreh­kupplung" an der Verbindungsstelle 180 verhindert die Übertragung dieser Kippbewegung auf den Ar­beitsteil 13, der damit unbehindert und lagerichtig in dem Führungskanal 5 geführt seine ihm von dem Steuerteil 12 erteilten Längsbewegung ausführen kann. Das hat zur Folge, daß auch die an der Maschenbildung beteiligten, am Platinenkopf des Arbeitsteiles 13 angeordneten Elemente 15, 16 keiner­lei unkontrollierte Bewegungen ausführen, wie sie sonst von den Querkräften 22 ausgelöst werden. Außerdem ist die zwischen den Führungskanalseiten­wänden 23 und den Einschließ- und Abschlagplatinen 10 auftretende Reibung im wesentlichen auf den ver­hältnismäßig kurzen Steuerteil 12 beschränkt; der Schaftteil 17 des Arbeitsteiles 13 wird wegen des Spiels 20 in der Verbindungsstelle 180 von den Quer­kräften 22 nicht seitlich belastet.

    [0026] Die beschriebene Aufteilung der Einschließ- und Abschlagplatinen 10 in einen Steuerteil 12 und einen Arbeitsteil 13 ist insbesondere auch für solche Strickmaschinen von Bedeutung, bei denen die Einschließ- und Abschlagplatinen nicht nur eine Längsbewegung, sondern zusätzlich noch eine querverlaufende Schwenk- oder Kippbewegung aus­führen, wie dies bspw. in der DE-PS 31 08 041 beschrieben ist.

    [0027] Ausführungsbeispiele für die unter Verwendung des anhand der Fig. 1 geschilderten Prinzips ausge­bildeten Steuerungs- und Führungseinrichtungen an solchen Maschinen sind in den Fig. 3 bis 5 veran­schaulicht. Mit den bereits beschriebenen Fig. 1, 2 und 6 sind gleiche Teile mit gleichen Bezugs­zeichen versehen und nicht nochmals erläutert.

    [0028] In die von den Stegen 2 begrenzten Führungsnuten des Nadelzylinders 1 sind abwechselnd mit den in den Fig. 3 bis 5 nicht näher dargestellten Zungennadeln Einschließ- und Abschlagplatinen 10a,b,c längsverschieb­lich geführt.

    [0029] Koaxial zu dem umlaufenden Nadelzylinder 1 ist ein stationärer Platinenschloßmantel 24 angeordnet, auf dessen Innenseite Platinenschloßteile 25, 26 be­festigt sind, von denen die Platinenschloßteile 25 wiederum einen Platinenschloßkanal 8a mit Steuer­flächen 9a begrenzen, der mit den Steuerfüßen 11a der Einschließ- und Abschlagplatinen 10a zusammen­wirkt.

    [0030] Jede Einschließ- und Abschlagplatine 10a ist wieder zweiteilig mit einem Steuerteil 12a und einem Ar­beitsteil 13a ausgebildet; beide Platinenteile 12a, 13a sind mit Durchbrechungen 27 versehen, durch die ihre träge Masse verringert wird. Randoffene Aus­nehmungen 28 des Steuerteiles 12a verkleinern die Gleitfläche auf dem Boden des Führungskanals 5 bzw. an dem Platinenschloßteil 25.

    [0031] Das die Kehle 15a und die Abschlagkante 16a auf­weisende Arbeitsteil 13a ist bei 180 wiederum mit dem Steuerteil 12a um die Längsachse 21 begrenzt verdrehbar verbunden. Die formschlüssige Verbindung ist,ähnlich jener nach Fig. 1,mit dem kreisrunden Vorsprung 18a und der entsprechenden Ausnehmung 19a ausgebildet und deshalb nicht weiter zu erläutert. Abweichend könnte der Vorsprung 18a auch kugelig ausgebildet sein, wobei die Ausnehmung 19a dann nach Art einer Kugelpfanne gestaltet ist.

    [0032] Die Verbindungsstelle 180 bildet hierbei gleich­zeitig eine Gelenkstelle mit einer rechtwinklig auf der Zeichenebene stehenden, bei 29 angedeuteten Schwenkachse, die die die Längssymmetrieachse des Steuerteiles 12a bildende Längsachse 21 schneidet, welche gleichzeitig auch die Längssymmetrieachse des Schaftteiles 17a des Arbeitsteiles 13a ist.

    [0033] An dem Schaftteil 17a ist auf der dem Nadelzylinder 1 zugewandten Seite eine Steuernase 30 angeformt, die einem auf der gegenüberliegenden Seite angeformten Vorsprung 31 zugeordnet ist und mit einer rings­umlaufend an dem Nadelzylinder 1 angeordneten kegel­förmigen Steuerfläche 32 zusammenwirkt. In ent­sprechender Weise wirkt der Vorsprung 31 mit einer ebenfalls kegeligen Steuerfläche 33 des Platinen­schloßelementes 26 zusammen.

    [0034] Wird der Einschließ- und Abschlagplatine 10a bei der Relativdrehung des Nadelzylinders 1 gegenüber dem Schloßmantel 24 von dem Platinenschloßelement 25 eine auf- und abgehende Schiebebewegung erteilt, so wird über die Steuerflächen 32,33 dabei zwangs­läufig von dieser Verschiebebewegung eine Kipp- oder Schwenkbewegung des Arbeitsteiles 12a um die Schwenkachse 29 abgeleitet. Bei der Aufwärtsbewegung des Steuerteiles 12a (Fig. 3) läuft die Nase 30 auf die Steuerfläche 32 auf, während gleichzeitig das Platinenschloßelement 26 den Arbeitsteil 12a auf der Rückseite freigibt. Damit wird der Arbeitsteil 13a, bezogen auf Fig. 3, im Gegenuhrzeigersinn ver­schwenkt, wobei die Punkte der Abschlagkante 16a auf Kreisbögen um die gemeinsame Schwenkachse 29 laufen. Wird der Steuerteil 12a wieder abgezogen, so leitet die Steuerfläche 33 über den Vorsprung 31 jede der Einschließ- und Abschlagplatinen 10a wieder in die Ausgangsstellung nach Fig. 3 zurück.

    [0035] Während bei der Ausführungsform nach Fig. 3 die Schwenkbewegung des Arbeitsteiles 13a somit von der Längsbewegung der Einschließ- und Abschlag­platine 10a zwangsläufig abhängt, ist bei den Aus­führungsformen nach den Fig. 4,5 die Anordnung der­art getroffen, daß die Verschwenkuno. des Arbeits­teiles 13b bzw. 13c unabhängig von der im Verlaufe der Längsverschiebebewegung erreichten Stellung in der Führungsnut des Nadelzylinders 1 ist. Zu diesem Zwecke ist der Arbeitsteil 13b auf seiner dem Schloßmantel 24 zugewandten Seite mit zwei im Abstand angeordneten Nasen 30b versehen, die jeweils mit eigenen,an dem Schloßmantel 24 innen befestigten Platinenschloßteilen 26b bzw. c zusammen­wirken, welche lediglich die Verschwenkbewegung des Arbeitsteiles 13 um die bei 29 angeordnete querverlaufende Schwenkachse steuern.

    [0036] Die Schwenkachse 29 liegt hierbei in der Mitte zwischen den beiden Nasen 30b bzw. c auf deren gegenüber­liegenden Seite, derart, daß sie seitlich an dem Schaftteil 17b bzw. 17c des Arbeitsteiles 13b bzw. 13c angeordnet ist. Die Verbindungsstelle 180 zwischen dem Arbeitsteil 13b bzw. 13c und dem Steuerteil 12b bzw. 12c mit dem Steuerfuß 11b bzw. 11c ist ähnlich wie bei der Ausführungsform nach Fig. 3 gestaltet; der kreisrunde oder kugelige Vorsprung 18b bzw. 18c gestattet in der kreisförmigen oder kugeligen Ausnehmung 19b bzw. 19c zusätzlich zu der Kippbe­wegung um die Schwenkachse 29 eine begrenzte Ver­drehbarkeit zwischen den beiden Platinenteilen 12b bzw. c und 13b bzw. c, um die durch die Schwenk­achse 29 gehende Längsachse 21. Die die Platinen­längsbewegung steuernden Schloßelemente sind mit 25 bezeichnet; die den Schloßkanal 8b bzw. 8c be­grenzenden Steuerflächen tragen die Bezeichnung 9b bzw. 9c.

    [0037] Die an den Platinenschloßteilen 26b bzw. 26c ange­ordneten, mit den Nasen 30b bzw. c in Eingriff stehenden Steuerflächen 32b, 33b bzw. 32c, 33c ver­laufen in diesem Fall in Form geschlossener Kurven­flächen auf der Innenumfangsfläche der ringförmigen Platinenschloßelemente 26b bzw. 26c. Sie weisen Bereiche unterschiedlicher radialer Abstände zu der Nadelzylinder-Achse auf und sind im übrigen in Axialrichtung mit einer solchen Breite ausgebildet, daß eine unbehinderte Längsverschiebebewegung der Arbeitsteile 13b bzw. 13c möglich ist.

    [0038] Bei den beschriebenen Ausführungsformen ist die begrenzte Verdrehbarkeit der beiden Platinenteile 12, 12a, 12b, 12c and 13, 13a, 13b, 13c gegenein­ander dadurch gegeben, daß die beiden Teile an der Verbindungsstelle 180 in der jeweils geschilderten Weise formschlüssig mit Spiel miteinander verbunden sind. Grundsätzlich sind aber auch alternative Aus­führungsformen denkbar, bei denen zur Verbindung der beiden Platinenteile an der Verbindungsstelle 180 ein tordierbares Element vorgesehen ist, das bspw. aus Kunststoff etc. besteht und stirnseitig mit den beiden Platinenteilen verbunden ist. Ein solches Element ist schematisch in Fig. 6 bei 40 angedeutet. Es könnte auch durch eine ringsumlaufende, nuten­artige Querschnittsverringerung des Platinenschaftes gebildet sein, derart, daß das in Fig. 6 bei 40 zylindrisch angedeutete, endseitig an den Platinen­teilen angeformte Verbindungselement übrig bleibt, dessen Durchmesser so klein gewählt ist, daß die erforderliche Drehbeweglichkeit der beiden Platinen­teile gegeneinander gewährleistet, andererseits es aber stabil genug ist, um die Längsbewegung von dem Steuer­auf den Arbeitsteil zu übertragen, ohne dabei auszu­knicken oder Schaden zu nehmen.

    [0039] Die Anwendung des erläuterten Prinzips der zwei­teiligen Ausbildung einer Platine ist unabhängig davon ob die Ebenen, in denen die Platinen ihre Längsbewegung ausführen, im wesentlichen horizontal oder vertikal oder schrägliegend angeordnet sind. Auch läßt sich dieses Prinzip auch auf andere Strickwerkzeuge übertragen, die eine hin- und hergehende Bewegung ausführen und auf die von den Antriebseinrichtungen quergerichtete Kraft­komponenten ausgeübt werden.

    [0040] In Fig. 3 ist die die Abschlagkante 16a enthaltende Fadenauflagefläche des Arbeitsteiles 13a im wesent­lichen eben und rechtwinklig zu der Symmetrieachse des Arbeitsteiles 13a orientiert. Dies bedingt, daß bei der Schwenkbewegung des Arbeitsteils 13a um die Schwenkachse 29 der auf der Fadenauflagefläche auf­liegende Faden eine Spannungsveränderung und insbe­sondere Spannungserhöhung erfährt. Um dies zu ver­hindern, kann die Fadenauflagefläche im wesentlichen kreisförmig gekrümmt sein, wie dies in Fig. 3 ge­strichelt angedeutet ist. Der Krümmungsmittelpunkt liegt vorzugsweise auf der Schwenkachse 29, doch kann er auch etwas neben dieser Schwenkachse liegen. Damit kann sogar eine Entlastung des aufliegenden Fadens bei der Einschließ-Schwenkbewegung des Ar­beitsteiles 13a erreicht werden. Grundsätzlich Gleiches gilt auch für die Ausführungsformen nach den Fig. 4, 5, die auch mit einer entsprechend gekrümmten Fadenauflage­fläche des Arbeitsteils 13b bzw. 13c ausgebildet sein könnten.


    Ansprüche

    1. Steuerungs- und Führungseinrichtung, insbesondere für Einschließ- und Abschlagplatinen bei maschenbildenden Textilmaschinen, mit Führungskanäle aufweisenden Führungsmitteln, in deren Führungskanälen die zumindest längsverschieblich gelagerten Platinen über wenigstens einen Teil ihrer Länge seitlich geführt sind, sowie mit einer die Längsbewegung der Platinen erzeugen­den Antriebseinrichtung, die mit Teilen der Platinen in Eingriff stehende, im wesentlichen quer zu den Führungs­kanälen verlaufende Steuerflächen aufweist, durch die den Platinen in Abhängigkeit von einer Relativbewegung zwischen den Steuerflächen und den Führungskanälen eine Längsbewegung erteilbar ist, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Platinen (10, 10a, 10b, 10c) zweiteilig mit einem der Maschenbildung zugeordneten Arbeitsteil (13a, 13b, 13c) und einem den Steuerflächen (9a, 9b, 9c) zugeordneten Steuer­teil (12, 12a, 12b, 12c) ausgebildet sind, von denen zumindest der Steuerteil in jeweils einem Führungs­kanal (5) geführt ist und daß die beiden Platinen­teile (13,13a, 13b, 13c; 12, 12a, 12b, 12c) um eine im wesentlichen in Führungskanallängsrichtung sich erstreckende Achse (21) begrenzt gegeneinander ver­drehbar miteinander verbunden sind.
     
    2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Platinenteile (13, 13a, 13b, 13c; 12, 12a, 12b, 12c) formschlüssig miteinander ver­bunden sind.
     
    3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Platinenteilen (13, 13a, 13b, 13c; 12, 12a, 12b, 12c) ein tordierbares Verbindungs­element (40) angeordnet ist.
     
    4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuer- und/oder der Arbeitsteil (12, 12a, 12b, 12c; 13, 13a, 13b, 13c) Aus­sparungen (28) oder Ausnehmungen (27) aufweist.
     
    5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens der Steuerteil dem Grund der Führungs­nut (5) zugewandte, randoffene Ausnehmungen (28) auf­weist.
     
    6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Platinenteile (13a, 13b, 13c; 12a, 12b, 12c) zusätzlich gegeneinander begrenzt verschwenkbar miteinander verbunden sind und die Antriebseinrichtung (7; 24a, 24b, 24c) mit dem Arbeitsteil (13a, 13b, 13c) in Eingriff bringbare und diesem eine Schwenk- oder Kippbewegung um eine querverlaufende Schwenkachse (29) erteilende Steuer­mittel (32, 33; 32b, 33b; 32c, 33c) aufweist.
     
    7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsteil (13a, 13b, 13c) wenigstens ein angeformtes Steuerelement (30, 30b, 30c) aufweist, das mit Steuerflächen der Steuermittel in Eingriff bringbar ist.
     
    8. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsteil (13a) mit den Steuerflächen (32, 33) der Steuermittel durch eine ihm von dem Steuer­teil (12a) erteilte Längsbewegung in bzw. außer Eingriff bringbar ist.
     
    9. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß durch entsprechende Ausbildung der Steuermittel (26b; 26c) und der Gelenkverbindung zwischen den beiden Platinenteilen (13a, 13b, 13c; 12a, 12b, 12c) der Arbeitsteil (13a, 13b, 13c) unabhängig von der Längsverschiebebewegung schwenk- oder kippbar aus­gebildet ist.
     
    10. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Platinenteile (13a, 13b, 13c; 12a, 12b, 12c) an einer Gelenkstelle mit die Schwenkachse (29) bildender, querverlaufender Gelenkachse (29) mitein­ander verbunden sind.
     
    11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkstelle ein die begrenzte gegenseitige Verdrehung der beiden Platinenteile (13a, 13b, 13c; 12a, 12b, 12c) um die Längsachse (21) erlaubendes Spiel (20) aufweist.
     
    12. Einrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Gelenkstelle im Bereiche einander benachbarter Stirnseiten der beiden Platinenteile (13a, 12a) angeordnet ist.
     
    13. Einrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Gelenkstelle seitlich an einem der beiden Platinenteile (13b, 13c; 12b, 12c) angeordnet ist.
     
    14. Einrichtung nach den Ansprüchen 7 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkstelle mittig zwischen zwei an dem Arbeitsteil (13b, 13c) angeformten Steuer­elementen (30b, 30c) angeordnet ist.
     
    15. Einschließ- oder Abschlagplatine für maschenbildende Textilmaschinen, die Einrichtungen zur Kopplung mit zumindest einer Steuerfläche einer ihr wenigstens eine Längsbewegung erteilenden Antriebseinrichtung aufweist, insbesondere zur Verwendung bei einer Steuerungs- und Führungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­zeichnet, daß sie zweiteilig mit einem der Maschenbildung zugeordneten Arbeitsteil (13, 13a, 13b, 13c) und einem den Steuerflächen (9, 9a, 9b, 9c) zugeordneten Steuerteil (12, 12a, 12b, 12c) ausgebil­det ist und daß die beiden Platinenteile um eine im wesentlichen in Längsrichtung des Arbeits- und/oder des Steuerteils sich erstreckende Achse (21, 21a, 21b, 21c) gegeneinander verdrehbar miteinander verbunden sind.
     
    16. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsteil (13a, 13b, 13c) eine im wesentlichen kreisförmig gekrümmte Fadenauflagefläche (16a) aufweist, deren Krümmungsmittelpunkt auf der Schwenk­achse (29) oder in deren Nähe liegt.
     




    Zeichnung



















    Recherchenbericht