[0001] Die Erfindung betrifft einen mehrphasigen Schutzschalter, der aus mehreren Einzelschaltern
in Schalenbauweise zusammengesetzt ist, der bei Überlast an nur einem Einzelschalter
durch Kopplung der Einzelschalter allpolig trennt und bei dem jeder Einzelschalter
in seinen Schalen komplett, einschließlich Überlast-Auslöselement und Schaltwerk ausgebildet
ist, gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Ein durch die CH-A-604 363 bekannter Schutzschalter dieser Art ist aus Einzelschaltern
zusammengesetzt, wie sie z.B. durch die DE-A-33 39 398 bekannt sind. Der bekannte
Schutzschalter ist ein Leitungsschutzschalter, bei dem die Einzelschalter für bestimmte
Überlast-Stromstärken ausgelegt sind. Es ist an sich bekannt (DE-A-35 45 930), Baugruppen
für Leitungsschutzschalter auch zum Aufbau von Motorschutzschaltern heranzuziehen.
Im Unterschied zum Leitungsschutzschalter weist der Motorschutzschalter eine Strombereich-Einstelleinrichtung
auf, die ein Betätigungsorgan und eine diesem zugeordnete Stromskala umfaßt. Bei dem
bekannten Motorschutzschalter ist nur ein einziges Schaltwerk vorgesehen. Die Herstellung
dieses Motorschutzschalters ist verglichen mit der Herstellung des bekannten Leitungsschutzschalters
der eingangs genannten Art aufwendig.
[0003] Es ist auch ein Schutzschalter bekannt (GB-A-2 062 966), bei dem eine Motor-Schutzschalter-Strombereich-Einstelleinrichtung
vorgesehen ist, die ein Betätigungsorgan und eine diesem zugeordnete Stromskala aufweist,
und bei dem Verstellglieder bei jedem Einzelschalter zwischen dem Überlast-Auslöseelement
und dem Schaltwerk angeordnet sind und ein Keilgebilde quer zur Arbeitsrichtung des
Überlast-Auslöseelements sind. Es sind die Verstellglieder funktionsbedingt mit einer
gemeinsamen Achse fest verbunden, weil nur so eine gemeinsame Auslösung der Einzelschalter
erfolgen kann.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Schutzschalter der eingangs genannten Art
zu schaffen, der in vereinfachter Weise zu einem Motorschutzschalter mit Strombereich-Einstellung
vervollständigt ist. Der erfindungsgemäße Schutzschalter weist, diese Aufgabe lösend,
die Kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 auf.
[0005] Für den erfindungsgemäßen Motorschutzschalter werden die an sich bekannten Einzelschalter
herangezogen, die in großen Stückzahlen und daher preiswert gefertigt werden. Obwohl
an sich nur ein Schaltwerk nötig ist, werden aus Gründen der rentablen Fertigung Einzelschalter
mit je einem Schaltwerk verwendet. Jedoch ist nicht jedem Einzelschalter eine eigene
Strombereich-Einstelleinrichtung zugeordnet. Vielmehr ist eine einzige Strombereich-Einstelleinrichtung
vorgesehen, die dahingehend abgeändert ist, daß sie auf jeden Einzelschalter gleichzeitig
einwirkt. Es ist dem mehrphasigen Schutzschalter der eingangs genannten Art eine vereinfachte
Strombereich-Einstelleinrichtung hinzugefügt, die eine Funktionseinheit bildet. Es
werden für einen Leitungsschutzschalter und einen Motorschutzschalter die gleichen
Baukomponenten - Spulenblock, Bimetalleinrichtung, Löschkammer und auch Schaltwerk
- verwendet.
[0006] Da das Verstellglied bei jedem Einzelschalter zwischen dem Überlast-Auslöseelenent
und dem Schaltwerk angeordnet ist, wird durch Verstellen des Verstellgliedes derjenige
Bewegungsweg des Überlast-Auslöseelementes verändert, den das Auslöselement zurückzulegen
hat, um das zugeordnete Schaltwerk zu betätigen. Das Verstell-Keilgebilde ist in der
Herstellung einfach und erfordert wenig Platz. Durch die Verschiebung des Keilgebildes
quer zur Arbeitsrichtung des Überlast-Auslöseelementes wird der Abstand zwischen diesem
und dem Auslöseelement des Schaltwerkes verändert.
[0007] Das Zwischenführungsstück ist parallel zu der Reihe von überlast-Auslöseelementen
und parallel zu der Reihe von Schaltwerken in den nebeneinander angeordneten Einzelschaltern
und damit quer zur Arbeitsrichtung der Überlast-Ausloseetemente und Schaltwerke verschiebbar
angeordnet.
[0008] Da die Verstellglieder der Einzelschalter relativ zueinander beweglich gelagert sind,
kann jedes Verstellglied sich auf seinen Einzelschalter einstellen. Dies ist wichtig,
weil es, bedingt durch Fertigungstoleranzen, Form- und Nachschwindung von Preßteilen,
in der Praxis höchstens unter großem Aufwand möglich ist, die Einzelschalter spielfrei
miteinander zu verbinden. Bei einen starren Gesamtverstellglied würde sich der Abstand
zwischen dem Überlast-Auslöseelement und dem Auslöseelement des Schaltwerkes unkontrolliert
verändern, wenn die Einzelschalter parallel zur Arbeitsrichtung der überlast-Auslöseelemente
gegeneinander verschoben sind.
[0009] Da die Keilgebilde-Verstellglieder an dem Zwischenführungsstück in Arbeitsrichtung
des Überlast-Auslöseelementes schwenkbar aufgehängt sind wirkt sich eine Verschiebung
der Einzelschalter zueinander, welche auch eine Veränderung der Lage des Zwischenführungsstückes
bewirkt, nicht in der Weise aus, daß der Abstand zwischen Überlast-Auslöseelement
und dem Auslöseelement des Schaltwerkes verändert wird.
[0010] Das Betätigungsorgan ist in der Regel in der Schale eines der Einzelschalter gelagert.
Besonders zweckmäßig und vorteilhaft ist es dabei, wenn das Betätigungsorgan in einem
Wandungsstück gelagert ist, das nachträglich in die Schalen mindestens eines Einzelschalters
eingesetzt ist Dies vereinfacht die Montage des Schutzschalters. Das Betätigungsorgan
ist an dem Wandungsstück vormontiert und über die von dem Wandungsstück zu verschließende
öffnung der Schale läßt sich das Zwischenführungsstück einbauen.
[0011] In der Regel ist jeder Einzelschalter manuell betätigbar. Unter Überlast ist sowohl
ein Überstrom als auch ein Kurzschlußstrom zu verstehen. Der Motorschutzschalter wird
vorwiegend zum Schutz eines Drehstrommotors verwendet. Das Betätigungsorgan ist z.B.
ein in einer Nut geführter Zapfen oder ein Exzenter. Die Erfindung ist nicht auf eine
bestimmte Ausführungsform des Überlast-Einzelschalters in Schalenbauweise beschränkt.
[0012] In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargestellt und
zeigt
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen Teil eines mehrphasigen Schutzschalters,
- Fig. 2
- einen Schnitt gemäß Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht gemäß Fig. 1 nach Wegnahme eines Wandungsstückes,
- Fig. 4
- einen Schnitt gemäß Linie IV-IV in Fig. 1,
- Fig. 5
- eine Ansicht gemäß Linie V-V in Fig. 3,
- Fig. 6
- eine Stirnseitenansicht der Darstellung in Fig. 5,
- Fig. 7
- einen Schnitt gemäß Linie VII-VII in Fig. 5 und
- Fig. 8
- eine Seitenansicht eines Wandungsstückes des Schutzschalters gemäß Fig. 1.
[0013] In einem Gehäuse 1 befindet sich gemäß Fig. 2 ein Spulenblock 2 bzw. elektromagnetischer
Auslöser, der ein festes Kontaktstück 3 trägt. Unterhalb des Spulenblockes 2 befindet
sich eine Löschkammer 4 und daran anschließend ein Lichtbogenleitblech 5, das an seiner
der Löschkammer abgewandten Seite ein Bimetall bzw. überlast-Auslöseelement 6 trägt,
das mittels einer im Gehäuse 1 gelagerten Schraubeinrichtung 7 justiert wird. Ein
Anschlußstück 8 ist über eine Heizwicklung 9 und/oder eine flexible Verbindung mit
dem Überlast-Auslöseelement 6 verbunden. Eine Verbindungsleitung 10 schließt den Stromkreis
über ein bewegliches Kontaktstück 11, das feste Kontaktstück 3 und eine Spulenwicklung
12 zum einen Anschlußstück 13. Das bewegliche Kontaktstück 11 trägt ein Schaltwerk
14, das aus einem Sperrhebel 15 und einer Sperrklinke 16 besteht. Die Sperrklinke
16 ist mittels eines Bügels 17 mit einem Einschaltorgan 18 verbunden, wodurch eine
Gelenkkette gebildet ist, welche bei manueller Betätigung des Einschaltorgans den
Stromkreis schließt oder öffnet.
[0014] In Fig. 4 ist die Verstelleinrichtung näher dargestellt. Ein Zwischenführungsstück
21 bzw. Verstellschieber trägt drehbar aufgehängt in einem Lager 23 Verstellglieder
19, welche an ihren, den Auslöseelementen 6 zugewandten Seiten eine, parallel zu den
Auslöseelementen betrachtet ansteigende Fläche 24, aus Richtung der Abdeckung zu den
Auslöseelementen betrachtet, also eine Keilform aufweisen. Das Zwischenführungsstück
21 ist angetrieben von einem als Einstellexzenter ausgebildeten Betätigungsorgan 25,
welches in einem Wandungsstück 20 drehbar gelagert ist und einen exzentrischen Zapfen
26 aufweist, quer zur Arbeitsrichtung der Auslöseelemente 6 verschiebbar. Das Zwischenführungsstück
21 bewegt sich spielfrei in einer Ausnehmung des Gehäuses 1, was gemäß Fig. 3 durch
die Federung von am Zwischenführungsstück befindlichen Zungen 27 erreicht wird. Die
am freien Ende der Zungen 27 und gegenüberliegend angebrachten Nocken 28 sind so angeordnet,
daß diese sich immer nur in einer Ausnehmung eines Gehäuseteiles bewegen, also keine
Trennstelle überwinden müssen. An Auslegern 29 des Zwischenführungsstückes 21 sind
die Verstellglieder 19 so aufgehängt, daß jeweils zwei Ausleger 29 des Zwischenführungsstückes
21 die Verstellglieder 19 in Verschiebeeinrichtung spielfrei umfassen.
[0015] Die Lagerung der Verstellglieder 19 in den Auslegern 29 des Zwischenführungsstückes
21 kann auf mannigfache Art erfolgen. Es können auch die Verstellglieder gabelförmig
jeweils einen Ausleger des Zwischenführungsstückes umfassen. Die Betätigung des Zwischenführungsstückes
kann auch über einen Zapfen erfolgen. In diesem Fall würde das Wandungsstück 20 eine
lineare Skala aufweisen, anstelle einer in Fig. 1 gezeigten kreisbogenförmigen Skala
30. Das Wandungsstück 20 hat gemäß Fig. 8 eine federnde Verrastzunge 31. Diese Verrastzunge
31 verrastet in einer Aussparung 32 des Gehäuses (siehe Fig. 3) und zugleich wird
mittels eines verdickten Teiles 34 das Wandungsstück und damit die gesamte Verstelleinrichtung
an einem definierten Punkt in Verschieberichtung fixiert. Zwei Zungen 33 dagegen sind
starr und hintergreifen an den Außenteilen der Gehäuse lediglich durch das Zusammenschieben
der kompletten Einzelschalter bei der Endmontage.
[0016] Das Gehäuse des Schutzschalters ist aus drei in sich geschlossenen Einzelgehäusen
22 zusammengesetzt und in an sich bekannter Weise zusammengehalten. Jedes Einzelgehäuse
22 ist aus zwei voneinander verschiedenen Schalen 35 und 36 zusammengesetzt. Die Schaltwerke
in den aneinanderliegenden Einzelgehäusen 22 sind in nicht näher gezeigter, jedoch
an sich bekannter Weise so miteinander verkoppelt, daß beim Auslösen eines Schaltwerkes
auch das benachbarte Schaltwerk auslöst. Das Wandungsstück 20 erstreckt sich auf sämtliche
Einzelgehäuse 22, was das Einfügen des Zwischenführungsstückes 21 erleichtert. Dies
ist mit einem Langloch 37 versehen, in das der Zapfen 26 greift.
1. Mehrphasiger Schutzschalter,
der aus mehreren Einzelschaltern in Schalenbauweise mit Einzelgehäusen (22) zusammengesetzt
ist,
der bei Überlast an nur einem Einzelschalter durch Kopplung der Einzelschalter allpolig
trennt, in dem die Einzelschalter in den aneinanderliegenden Einzelgehäusen (22) so
miteinander verkoppelt sind, daß beim Auslösen eines Schaltwerkes (14) auch das benachbarte
Schaltwerk auslöst, und
bei dem jeder Einzelschalter in seinen Schalen (35, 36) komplett einschließlich Überlast-Auslöseelement
(6) und Schaltwerk (14) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Motorschutzschalter-Strombereich-Einstelleinrichtung vorgesehen ist, die
ein Betätigungsorgan (25) und eine diesem zugeordnete Stromskala (30) aufweist, daß
Verstellglieder (19) bei jedem Einzelschalter zwischen dem Überlast-Auslöseelement
(6) und dem Schaltwerk (14) angeordnet sind und ein Keilgebilde quer zur Arbeitsrichtung
des Überlast-Auslösseelementes (6) sind und
daß die Keilgebilde-Verstellglieder (19) in Arbeitsrichtung des Überlast-Auslösseelementes
(6) schwenkbar an einem Zwischenführungsstück (21) relativ zueinander beweglich aufgehängt
sind und
das Zwischenführungsstück in den drei Schalen-Einzelgehäusen (22) quer zur Arbeitsrichtung
des Überlast-Auslösseelementes (6) verschiebbar gelagert ist.
2. Schutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsorgan (25) in einem Wandungsstück (20) gelagert ist, das nachträglich
in die Schalen (24, 36) mindestens eines Einzelschalters eingesetzt ist.
1. A multi-phase protective circuit breaker, which is composed of a plurality of individual
switches of shell-type construction with individual housings (22), which disconnects
all poles in the event of overload on only one individual switch by coupling the individual
switches, the individual switches in the adjacent individual housings (22) being coupled
in such a manner that when one switching mechanism (14) is triggered, the adjacent
switching mechanism is also triggered, and wherein each individual switch is of integrated
construction within its shells (35, 36), including overload triggering element (6)
and switching mechanism (14), characterised in that a current-range adjusting device
for a motor protective circuit breaker is provided and comprises an actuating member
(25) and a current scale (30) associated therewith, in that adjusting members (19)
are arranged between the overload triggering element (6) and the switching mechanism
(14) in each individual switch and are of wedge-shaped construction transversely to
the working direction of the overload triggering element (6), and in that the wedge-shaped
adjusting members (19) are pivotably mounted on an intermediate guide piece (21) so
as to be movable relative to each other in the working direction of the overload triggering
element (6), and the intermediate guide piece is mounted in the three individual shell
housings (22) so as to be displaceable transversely to the working direction of the
overload triggering element (6).
2. A protective circuit breaker according to claim 1, characterised in that the actuating
member (25) is mounted in a wall portion (20) which is subsequently inserted into
the shells (24, 36) of at least one individual switch.
1. Disjoncteur de protection polyphasé,
- qui est composé de plusieurs disjoncteurs individuels en une construction en coque
comportant des boîtiers individuels (22),
- qui sépare toutes les phases en cas de surcharge dans un seul disjoncteur individuel
par accouplement des disjoncteurs individuels, par le fait que les disjoncteurs individuels
sont accouplés dans les boîtiers individuels (22) situés les uns contre les autres
de telle sorte que lors du déclenchement d'un mécanisme de commutation (14), le mécanisme
de commutation voisin se déclenche également,
et dans lequel chaque disjoncteur individuel est réalisé de façon complète dans ses
coques (35, 36) y compris l'élément déclencheur de surcharge (6) et le mécanisme de
commutation (14),
caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif de réglage de la plage de courant
pour disjoncteur de protection de moteur, qui présente un organe d'actionnement (25)
et une échelle de courant (30) associée à celui-ci,
en ce que des organes de réglage (19) sont agencés, dans chaque disjoncteur individuel,
entre l'élément déclencheur de surcharge (6) et le mécanisme de commutation (14),
et forment une structure en coin transversalement à la direction de travail de l'élément
déclencheur de surcharge (6), et
en ce que les organes de réglage à structure en coin (19) sont accrochés sur un élément
de guidage intermédiaire (21), de façon mobile les uns par rapport aux autres en basculement
en direction de travail de l'élément déclencheur de surcharge (6), et en ce que l'élément
de guidage intermédiaire est monté de façon mobile dans les trois boîtiers individuels
en coque (22) transversalement à la direction de travail de l'élément déclencheur
de surcharge (6).
2. Disjoncteur de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe
d'actionnement (25) est monté dans une partie de paroi (20) qui est mise en place
ultérieurement dans les coques (24, 36) d'un moins un disjoncteur individuel.