[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Füllen einer Kanne mit Faserband gemäss
dem Oberbegriff des ersten Verfahrensanspruches und eine Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff
des ersten Vorrichtungsanspruches.
[0002] Aus dem Stand Technik ist es bekannt, dass Kannenfüllvorrichtungen eine sogenannte
Ablegeplatte umfassen, welche mit einem in der Regel s-förmigen Faserbandführungsrohr
versehen ist, durch welches das Faserband, zur Ablage in die sich unter der Ablegeplatte
befindliche Kanne, geführt wird.
[0003] Am Eingang des vorgenannten Faserbandführungsrohres ist in der Regel ein Walzenpaar
vorgesehen, welches das Faserband durch die Eingangsmündung des Führungsrohres in
dieses hineinführt und nachschiebt.
[0004] Aus der deutschen Offenlegungsschrift Nr. 35 24 601 ist eine solche Kannenfüllvorrichtung
gezeigt und be schrieben. Daraus ist ersichtlich, dass das Faserband nach der Austrittsmündung
des Faserbandführungsrohres direkt in die Kanne, d.h. auf die, sich in der Kanne bereits
befindlichen Faserbandlagen abgegeben wird. Damit besteht das Erfordernis, dass das
Faserband durch die Drehung des Drehtellers relativ zur Faserbandablage in der Kanne
und durch die Reibung zwischen dem in die Kanne zu legenden und dem bereits in der
Kanne liegenden Faserband aus dem Führungsrohr gezogen werden muss, was zu einem,
wenn auch kleinen, jedoch nicht genau definierten Verzug des Faserbandes im Führungsrohr
führt. Daraus resultierende Unterschiede des Verzuges müssen in den darauffolgenden
Arbeitsgängen in der Verarbeitung des Faserbandes wieder ausgeglichen werden.
[0005] Im weiteren besteht noch ein für die vorgenannte Vorrichtung möglicher Nachteil,
nämlich, dass sich das Faserband im Faserführungsrohr ausdehnt wodurch eine zusätzliche
Reibung im Faserführungsrohr entsteht, was hauptsächlich bei Faserbändern mit einem
hohen Kunstfaseranteil möglich ist.
[0006] Um diesem Umstand abzuhelfen, wurde in einer in der deutschen Auslegeschrift Nr.
28 01 010 gezeigten und beschriebenen Faserbandablage ein zweites Walzenpaar im Drehteller
vorgesehen und zwar derart, dass das Walzenpaar das Faserband durch den Faserführungskanal
zieht. Die Walzen sind darin mit ihren Drehachsen in vertikaler Richtung angeordnet,
und geben das Faserband mit einem Abstand zwischen dem Drehteller und der Kanne in
die letztgenannte ab.
[0007] Diese gegenüber dem erstgenannten Stand Technik verbesserte Ausführungsform, beinhaltet
jedoch immer noch den Nachteil eines möglichen Verzuges im Faserführungsrohr und
ausserdem den Nachteil, dass ein zweites angetriebenes Walzenpaar vorgesehen werden
muss, was zu einer komplizierten und teureren Vorrichtung führt.
[0008] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Faserbandablage zu schaffen, welche im
wesentlichen das Faserband verzugsfrei in die Kanne ablegt. Eine weitere Aufgabe
besteht darin, dies auf möglichst wenig aufwendige Weise durchzuführen.
[0009] Die Erfindung löst diese Aufgaben verfahrensmässig gemäss dem Kennzeichen des ersten
Verfahrungsanspruches und vorrichtungsmässig gemäss dem Kennzeichen des ersten Vorrichtungsanspruches.
[0010] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile bestehen in der optimalen Führung des
Faserbandes bis und mit der Ablage auf die bereits in der Kanne liegenden Faserbandlagen.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich Ausführungswege darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 Eine erfindungsgemässe Faserbandablagevorrichtung, im Schnitt und halbschematisch
dargestellt,
Fig. 2 Eine Draufsicht der Vorrichtung von Fig. 1,
Fig. 3 Ein Detail der Vorrichtung von Fig. 1 vergrössert und mit Blick in Pfeilrichtung
A (Fig. 1) dargestellt,
Fig. 4 Eine Variante des Details von Fig. 3 im gleichen Massstab dargestellt,
Fig. 5-7 Je eine Variante der Ausführungsart eines Details der Vorrichtungen der vorgenannten
Figuren, vergrössert und halbschematisch dargestellt,
Fig. 8-10 Details der erfindungsgemässen Vorrichtung in verschiedenen Varianten, halbschematisch
dargestellt,
Fig. 11 Eine weitere Variante des Details von Fig. 3, gemäss Ausschnitt II-II (Fig.
12).
Fig. 12 Einen Teil der Vorrichtung von Fig. 1, vergrössert und mit dem Detail von
Fig. 11 dargestellt.
Fig. 13/15 Je eine Variante der Figuren 1 und 2
Fig. 14 Eine Draufsicht in Richtung II-II, vergrössert dargestellt
[0012] Eine Kannenablage 1 (Fig. 1) umfasst ein Maschinengehäuse 2 mit einem Antriebsteil
3 und einem, im Gehäuseteil 2, vom Antriebsteil 3 drehbar angetriebenen Ablegeteil
4.
[0013] Mittels diesem Ablegeteil 4 wird ein Faserband 5 in eine Faserbandkanne 6 eingelegt.
Dabei rotiert die Faserbandkanne 6 mittels eines Drehtellers (nicht gezeigt) oder
eines anderen dazu verwendbaren Elemen tes. Gleichzeitig dreht der Ablegeteil um
die Rotationsachse 7, wodurch das Band in an sich bekannterweise in fortlaufenden
zykloidenförmigen Schleifen in die Kanne 6 abgelegt wird.
[0014] Das Faserband 5 wird dem Ablegeteil 4 mittels einer Umlenkwalze 8 zugefördert und
im Anschluss daran von einem Einlauftrichter 9 mit einem Mündungsteil 58 (Fig. 3)
und einem Trichterteil 59, welcher Bestandteil des Ablegeteiles 4 ist, übernommen.
[0015] Der Umlenkwalze 8 kann eine zweite Walze 8.1 zugeordnet werden, so dass das Faserband
5 zwischen diesen beiden Walzen geklemmt dem Einlauftrichter 9 zugefördert werden
kann. Dabei soll sich die Klemmlinie (nicht dargestellt) dieser beiden Walzen mit
der Drehachse 7 des Ablegeteils 4 schneiden und vorteilhafterweise senkrecht zur
Drehachse 7 liegen.
[0016] Nach dem Einlauftrichter 9 wird das Faserband 5 von einer Ablegewalze 10 (siehe auch
Fig. 3 und weitere) und einer, dieser zugeordneten Klemmwalze 11 übernommen.
[0017] Die Ablegewalze 10 weist dabei einen Durchmesser D (Fig. 3) auf, welcher derart gewählt
ist, dass der Umfang der Ablegewalze 10 bei einer gegebenen Lage der die Ablegewalze
10 aufnehmende Welle 12, um einen vorgegebenen Betrag C tiefer gegen die Faserbandkanne
reicht, als die Unterseite 13 einer Ablegeplatte 14. Dadurch, dass der Umfang der
Ablegewalze 10 um den Betrag C tiefer in die Kanne 6 ragt, legt das Ablegerad lO das
Faserband direkt auf die, sich bereits in der Kanne befindlichen Faserbandschlingen
5.1 (auch Faserbandschleifen oder Faserbandlagen ge nannt).
[0018] Der Betrag C kann beispielsweise im Bereich von 1 bis 10 mm gewählt werden. Das Mass
des Betrages C hängt jedoch vom gewünschten Mass des Andrückens des abzulegenden
Bandes 5 auf die bereits in der Kanne 6 liegenden Bandlagen 5.1 ab und wird nach
Gutdünken gewählt.
[0019] Die Ablegeplatte 14 hat die an sich bekannte Aufgabe, das in die Kanne 6 abgelegte
Faserband 5.1 in Kombination mit einem federbelasteten Federteller 15 zu verdichten.
Die Feder zur Belastung des Federtellers 15 ist mit 16 gekennzeichnet und liegt in
an sich bekannterweise am Boden (nicht gezeigt) der Kanne 6 auf.
[0020] Es versteht sich dabei, dass die Umfangsgeschwindigkeit des Ablegerades 10 derart
gewählt wird, dass keine Relativgeschwindigkeit zwischen dem abzulegenden Band 5
und sich bereits in der Kanne befindlichen Faserbandschlinge 5.1 entsteht. Die Kanne
6 dreht dabei in Richtung B (Fig. 3) und der Ablegeteil 4 in Richtung A. Die Art
der Schlingenbildung in der genannten Faserbandkanne, bei drehender Kanne 6 und drehender
Ablegeplatte 14, ist zykloidisch.
[0021] Um zu vermeiden, dass Fasern an der Ablegewalze 10 haften, ist ein Abstreifer 17
vorgesehen.
[0022] Die für den Antrieb der Ablegewalze 10 vorgesehene Welle 12 ist einerseits in einem
Lager 18, unmittelbar bei der Ablegewalze 10 selbst, und andererseits in einem Lager
19 drehbar gelagert, wobei die Lager 18 und 19 auf der Ablegeplatte 14 befestigt sind.
In unmittelbarer Nähe des Lagers 19 ist auf der Welle 12 ein Kegelrad 20 drehfest
montiert, welches im Eingriff mit einem weiteren Kegelrad 21 steht. Das Kegelrad
21 ist auf einer Welle 22 drehfest aufgezogen, auf welcher ebenfalls ein Antriebsrad
23 drehfest angeordnet ist.
[0023] Beim Antriebsrad 23 handelt es sich um ein Zahnrad, welches seinerseits im Eingriff
mit einem Innenzahnkranz 24 (in Fig. 1 auf der rechten Seite gekennzeichnet) steht,
welcher Bestandteil des Maschinengehäuses 2 ist.
[0024] Im Antriebsteil 3, welches ebenfalls fest dem Maschinengehäuse 2 zugeordnet ist,
sind die Getrieberäder 25.1 und 25.2 drehbar gelagert, wobei das Getrieberad 25.2
drehfest auf einer Antriebswelle 26 vorgesehen ist, welche durch einen Antriebsmotor
(nicht gezeigt) angetrieben wird. Die Getrieberäder 25.1 und 25.2 sind Zahnräder
und stehen miteinander im Eingriff.
[0025] Andererseits steht das Getrieberad 25.1 im Eingriff mit einem der Ablegeplatte zugeordneten
Zahnkranz 27 (auf der rechten Seite von Fig. 1 gekennzeichnet), sodass damit die
Ablegeplatte 14 um die Drehachse 7 in Drehung versetzt werden kann, was andererseits
das Antriebsrad 23 und über die Welle 22 das Kegelrad 21 antreibt, welches das Kegelrad
20 und damit die Welle 12 und mit dieser die Ablegewalze 10 in Drehung versetzt.
[0026] Die Ablegeplatte 14 ist mittels einem, dem Innengehäuse 2 festzugeordnetem, Drehlager
28 in ihrer vertikalen Lage fixiert und drehbar gelagert.
[0027] Die Klemmwalze 11 ist mittels einer Welle 29 drehend gelagert und kann entweder freidrehend,
d.h. über die Reibung zwischen Faserband 5 und Klemmwalze 11 oder als Variante durch
einen Uebertrieb (nicht gezeigt) von der Welle 12 angetrieben. Solche Uebertriebe
können direkt durch Zahnräder, wie dieses später für die Walzen 8 und 8.1 erklärt
wird, oder über Riementriebe oder Zahnriemenantriebe angetrieben werden.
[0028] Als Beispiel eines solchen Uebertriebes zeigt die Fig. 2 die Lagerung einer die Umlenkwalze
8 antreibenden Welle 30, welche einerseits in Lagern 31 und 32 drehbar gelagert ist,
und andererseits ein darauf drehfest angeordnetes Antriebszahnrad 33 aufweist, welches
im Eingriff mit einem Zahnrad 34 steht, das auf einer Welle 35 drehfest angeordnet
ist, um die Walze 8.1 anzutreiben, falls eine solche vorgesehen ist.
[0029] Die Lager 31 und 32 sind einem auf der Ablegeplatte fest angeordneten Support (nicht
gezeigt) zugeordnet, während die Welle 35 in den Lagern 36 und 37 drehbar vorgesehen
ist, und diese Lager in einem um eine zur Ablegeplatte 14 senkrecht stehenden Drehachse
38 (nur symbolisch dargestellt) schwenkbaren Support (nicht gezeigt) vorgesehen sind,
sodass die Walze 8.1 von der Umlenkwalze 8 weggeschwenkt werden kann. Die Anpresskraft
zwischen beiden Walzen geschieht mittels Federbelastung (nicht gezeigt).
[0030] In gleicher Weise wie die Lager 36 und 37 können die Lager der Welle 29 in einem
schwenkbaren Support vorgesehen sein, welcher federbelastet (nicht gezeigt) ist,
sodass die Klemmwalze 11 mit einer dieser genannten Federlast entsprechenden Anpresskraft
gegen die Ablegewalze 10 angedrückt wird, um die notwendige Reibung zwischen Faserband
5 und den Walzen 10 und 11 zu erzeugen. Ebenfalls ist es, wie für die Wellen 30 und
35 beschrieben, möglich, die Wellen 12 und 29, je mit einem Zahnrad zu versehen, welche
wie für die Zahnräder 33 und 34 beschrieben ineinandergreifen, um einen formschlüssigen
Antrieb der Klemmwalze 11 zu erhalten, anstelle eines reibschlüssigen Antriebes mittels
der Reibung zwischen der Klemmwalze 11 und dem Faserband 5. Dabei kann der die Lager
der Welle 29 aufnehmende Support ebenfalls, wie für die Drehachse 38 beschrieben,
um eine zur Ablegeplatte 14 senkrechtstehende Schwenkachse (nicht gezeigt) schwenkbar
gelagert sein, so dass die Walzen 8 und 8.1 vorbeschriebene federbelastete Anpressung
ebenfalls für die Walzen 10 und 11 durchführbar ist.
[0031] Die Fig. 4 zeigt eine Variante der Walzen von Fig. 3, in denen eine Ablegewalze 39
nicht wie in Fig. 3 gezeigt, einen wesentlich grösseren Durchmesser aufweist als
die Klemmwalze 11, sondern derart angeordnet ist, dass deren Umfang ebenfalls um
den Betrag C in die Kanne 6 ragt, wie der Umfang der Ablegewalze 10. Die Welle 40
für das Antreiben der Ablegewalze 39 ist in der gleichen Art gelagert, wie die Welle
12. Es versteht sich, dass durch das Tieferliegen der Welle 40 gegenüber der Welle
12 entsprechende Aenderungen in der in Fig. 1 gezeigten Getriebeanordnung, in Bezug
auf die Lage der Kegelräder 20 und 21 vorgesehen werden müssen.
[0032] Im weiteren weist die Ablegewalze 39 ebenfalls einen Abstreifer 17.1 auf.
[0033] Die Fig. 5 zeigt eine zylindrische Umfangsfläche 41, welche für die Walzen 10, 11
und 39 verwendet werden kann. Das gleiche gilt für eine Konkave Umfangsfläche 42 der
Fig. 6, während eine mit Kanälen 43 (auch Kaneluren genannt) vorgesehene Oberfläche
nur für angetriebene Walzen verwendet werden kann. Dabei kann die Anzahl der Kanäle,
am Umfang verteilt, verschieden sein, bspw. können zwei Kanäle um 180 Grad versetzt
genügen, um das Faserband zu fördern.
[0034] Die Fig. 8 zeigt ein der Ablegeplatte 14 zugeordnetes Faserbandführungselement 44,
welches mit einer, der Umfangsfläche der Ablegewalze 10 resp. 39 zugewandten Faserbandführungsfläche
45, welche das Faserband 5 gegen die Ablegewalze 10 respektive 39 lenkt. Das Führungselement
ist aus einem statisch nicht aufladbaren Kunststoff hergestellt und mit der Ablegeplatte
14 fest verbunden.
[0035] Die Fig. 9 zeigt ein Faserbandführungselement 46 mit einer Faserbandführungsfläche
47 und einem zusätzlichen Abstreifer 48, welcher das Ansetzen von Fasern an der Klemmwalze
11 verhindert. Um das Faserbandführungselement 46 optimal gegen die Klemmwalze 11
anstellen zu können, ist dieses mittels einer Schraube 49, welche in einem im Führungselement
46 vorgesehenen Schlitz (mit gestrichelten Linien angedeutet) in der Ablegeplatte
14 derart befestigt, dass die Lage des Elementes 46 in einem durch den Schlitz vorgegebenen
Bereich wählbar ist.
[0036] Die Fig. 10 zeigt ein, mittels einer Schwenkachse 50 schwenkbar gelagertes Faserbandführungselement
51, welches eine Abstreifkante 52 aufweist. Die Schwenkachse 50 ist dabei in einem
Trägerelement 53 angeordnet, welches fest mit der Ablegeplatte 14 verbunden ist.
Im weiteren weist das Faserbandführungselement 51 eine Faserbandführungsfläche 54
auf.
[0037] Der Vorteil des Faserbandführungselement 51 besteht darin, dass dieses derart angeordnet
ist, dass es durch das Eigengewicht in die in Fig. 10 mit strichpunktierten Linien
dargestellte Lage kippt, solange, dass kein Faserband in der Kanne 6 liegt. Da in
der mit strichpunktierter Linie gezeigten Lage die Führungsfläche 54 eine wesentlich
grössere Steigung aufweist als in der, mit ausgezogenen Linie gezeigten Lage, liegt
der Vorteil im wesentlichen darin, dass mit Sicherheit vermieden wird, dass das Faserband
auf der Führungsfläche 54 gestaut wird, und andererseits darin, dass die Abstreifkante
52 in der Betriebsstellung des Führungselementes 51 die Funktion des Abstreifers
ausüben kann.
[0038] Die Fig. 11 zeigt eine Variante der Anordnung von Fig. 3, indem anstelle des ganzen
Trichters 9 lediglich dessen Mündungsteil 58 vorgesehen ist und der Trichterteil
59 durch ein Riemchenpaar 60, bestehend aus einem Riemchen 61 und einem Riemchen 62,
ersetzt ist. Dabei ist das Riemchen 61 um die Ablegewalze 10 sowie um eine Umlenkrolle
63 und das Riemchen 62 um die Klemmwalze 11 und um eine Umlenkrolle 64 geführt. Mit
Hilfe des Riemchenpaares 60 wird das Faserband durch den Mündungsteil 58 gezogen werden,
dabei soll der Oeffnungswinkel des Riemchenpaares 60 so klein als möglich, d.h. nur
wenige Winkelgrade (z.B. 6 Grad) sein.
[0039] Die Fig. 12 zeigt einen Lagersupport 65, welcher die Umlenkrollen 63 und 64 aufnimmt.
Der Lagersupport ist ebenfalls, wie das Lager 18 auf der Ablegeplatte 14 fest angeordnet.
[0040] Die Figuren 13 bis 15 zeigen insofern eine Variante zu den Figuren 1 und 2, indem
in diesen Figuren das Faserband 5 nicht mehr ungeschützt von den Umlenkrespektive
Förderwalzen 8 respektive 8.1 bis zum Einlauftrichter 9 geführt ist, sondern ein
Führungskanal 66 vorgesehen ist, welcher mit dem Einlauftrichter 9 verbunden ist.
Der Führungskanal 66 weist in einer Variante die Kanalöffnung 67 an der der Bewegungsrichtung
A (Fig. 14) entgegengesetzten Windschattenseite auf.
[0041] Die Innenweite d des Kanales 66 entspricht dem zwei bis vierfachen Durchmesser des
Faserbandes 5 um sicherzustellen, dass das Faserband nicht durch den Kanal in seinem
Lauf behindert, sondern lediglich geschützt wird.
Diese Weite kann aber beliebig vergrössert werden, wobei die maximale Weite sich
entweder von der zu bewegenden Masse des Kanales oder der unnötigen Grösse her selbst
in ein vernünftiges Mass einpendelt.
[0042] Im weiteren versteht es sich, dass die Innenfläche des Kanales einen üblichen Oberflächen-Finish
aufweist, welcher verhindert, dass Fasern des Faserbandes 5 an der Kanalinnenwand
hängenbleiben.
[0043] Ebenso ist es nicht wesentlich, dass der Kanal den in Fig. 14 gezeigten Querschnitt
aufweist, grundsätzlich sind eliptische oder rechteckige Querschnittsformen ebenfalls
möglich. Die innere Querschnittsform des Kanales sowie diejenige des Einlauftrichters
werden in der Regel aufeinander abgestimmt.
[0044] Wie in Fig. 14 mit dem Bewegungspfeil A.1 gezeigt, ist es als weitere Variante auch
möglich, die Kanalöffnung 67 in Bewegungsrichtung gesehen, auf der vorderen d.h.
Windseite des Führungskanales vorzusehen, sodass ein sich im Führungskanal bildender
Staudruck und der daraus folgenden Strömungsrichtung dieser Luft in Richtung Einlauftrichter
9, das Faserband mit Luft umhüllt und entsprechend begleitet. Wird die Kanalöffnung
67 auf der Windseite vorgesehen, so hängt die entwickelte Luftströmung von dem Verhältnis
der Kanalöffnungsweite und der Weite d des Führungskanales, bei gegebener Umlaufgeschwindigkeit
ab, was vorteilhafterweise empirisch festgelegt wird.
1. Verfahren zum Füllen einer Faserbandkanne (6) mit Faserband (5), in welchem ein
Walzenpaar (10, 11; 39) das Faserband in die Kanne abgibt,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine der Walzen als Ablegewalze (10; 39) bezeichnet, das Faserband direkt und
unmittelbar auf die bereits in der Kanne vorhandenen Faserbandlagen (5.1) ablegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dass das Faserband mit einem
vorgegebenen Druck auf die vorhandenen Faserbandlagen abgegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dass das Faserband (5) unmittelbar
vor der Ablegewalze (10; 39) durch ein bewegtes Faserbandführungsmittel mit im wesentlichen
gleicher Geschwindigkeit geführt wird, wie die Umfangsgeschwindigkeit der Ablegewalze.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den vorangehenden Ansprüchen,
mit einer Kannenfüllvorrichtung, auch Kannenablage (1) genannt, mit einer primären
Faserbandführung (8, 8.1) zur Führung des Faserbandes (5) in der Drehachse (7) eines
zur Kannenablage gehörenden Ablegeteiles (4) und einem mit dem Ablegeteil (4) umlaufenden
Walzenpaars (10, 11; 39) zur Abgabe des Faserbandes in eine sich darunter befindliche
Kanne (6), dadurch gekennzeichnet, dass eine Walze als Faserbandablegewalze (10;
39) in die Kanne (6) ragt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, dass die Faserbandablegewalze
derart mit ihrer Umfangsfläche um einen vorgegebenen Betrag C aus dem Ablegeteil
(4) heraus in die Kanne ragend angeordnet ist, dass diese Walze das Faserband (5)
unmittelbar auf die bereits in der Kanne (6) vorhandenen Bandlagen (5.1) ablegt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, dass eine der Ablegewalze
(10; 39) gegenüberliegende, gegen den Umfang der Ablegewalze (10; 39) gerichtete
Faserband-Hilfsführung (44; 46; 51) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6., dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsführung (44;
46; 51) für das Einbringen des Faserbandes (5) von der Ablegewalze (10; 39) wegbewegbar
ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6. und 7., dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsführung
(44; 46; 51) zusätzlich einen Faserbandabstreifer aufweist und dadurch gleichzeitig
Faserabstreifer (48; 52) für die mit der Ablegewalze (10; 39) zusammenarbeitende
Walze (11) ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, dass ein Faserabstreifer
für die Ablegewalze (10; 39) vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Walze
(10; 11; 35) eine konkave Faserbandführungsfläche (42) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Walze
mindestens stellenweise mit Kanälen (43) versehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Walzenpaar
(10; 11; 39), in Faserbandlaufrichtung gesehen, eine trichterförmige Faserbandführung
(58; 59; 60) vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die trichterförmige
Faserbandführung ein fester Trichter (58; 59) ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die trichterförmige
Faserbandführung ein mit dem Walzenpaar (10; 11; 39) zusammenwirkendes Riemchenpaar
(60) ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur trichterförmigen
Faserbandführung (58) ein mit dem Walzenpaar (10; 11; 39) zusammenwirkendes Riemchenpaar
(60) zur Führung des Faserbandes (5) vor dem Walzenpaar, in Faserbandlaufrichtung
gesehen, vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, dass die Ablegewalze (10)
einen grösseren Durchmesser aufweist als die Gegenwalze.
17. Vorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, dass beide Walzen (10;
11; 39) des Walzenpaares im wesentlichen denselben Durchmesser aufweisen, jedoch
derart angeordnet sind, dass eine der Walzen als Ablegewalze (39) verwendet wird.
18. Vorrichtung nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, dass ein offener Führungskanal
(66) zur Führung des Faserbandes 5 zwischen der primären Faserbandführung (8, 8.1)
und dem Walzenpaar (10, 11; 39) vorgesehen ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalöffnung (67)
des Führungskanales (66) auf der, in Bewegungsrichtung (A) des Kanales gesehen, hinteren
Seite vorgesehen ist, und zwar derart, dass das Faserband im wesentlichen windgeschützt
durch den Führungskanal (66) geführt wird.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18., dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalöffnung
(67) des Führungskanales (66) auf der vorderen Seite, mit Blickrichtung auf Fig.
14 und in Bewegungsrichtung (A.1) gesehen, vorgesehen ist.