| (19) |
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(11) |
EP 0 339 060 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.01.1992 Patentblatt 1992/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.10.1988 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B21D 39/02 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH8800/186 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8903/732 (05.05.1989 Gazette 1989/10) |
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| (54) |
PRESSWERKZEUG ZUR HERSTELLUNG VON MEHRSCHICHTIGEN FORMPLATTEN
COMPRESSION MOULDING TOOL FOR MANUFACTURING MULTILAYER MOULDER PLATES
OUTIL DE MOULAGE PAR COMPRESSION POUR LA FABRICATION DE PLAQUES MOULEES A COUCHES
MULTIPLES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
29.10.1987 CH 4238/87
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.11.1989 Patentblatt 1989/44 |
| (73) |
Patentinhaber: A A W Produktions Aktiengesellschaft |
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9495 Triesen (LI) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- PIRCHL, Gerhard
CH-5708 Birrwil (CH)
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| (74) |
Vertreter: Bruderer, Werner |
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Patentanwaltskanzlei
Oberhittnauerstrasse 12 8330 Pfäffikon 8330 Pfäffikon (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 037 050 US-A- 1 636 803
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FR-A- 2 414 373 US-A- 3 174 322
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Presswerkzeug zur Herstellung von mehrschichtigen Formplatten
mit mindestens zwei Aussenschichten, bestehend aus einem Werkzeugunterteil, einem
Werkzeugoberteil, Führungssäulen und einer Kupplungseinrichtung zum Pressantrieb,
wobei das Werkzeugunterteil ein Gesenk mit einem der Formplatte entsprechenden Formhohlraum,
und das Werkzeugoberteil einen zum Formhohlraum passenden Pressstempel aufweist sowie
ein Verfahren zum Betrieb eines derartigen Presswerkzeuges.
[0002] Presswerkzeuge dieser Art sind allgemein bekannt und finden zum Beispiel im Bereiche
der Blechverarbeitung, insbesondere der Fahrzeugindustrie, Anwendung. Die mit diesen
Werkzeugen geformten Flächengebilde können ebene, gekrümmte oder eine beliebige Kombination
von ebenen und gekrümmten Flächen umfassen. Mehrschichtige Formplatten, welche beispielsweise
aus zwei Aussenschichten aus Metallblech und einer Zwischenschicht aus Isolationsmaterial
bestehen, müssen mit mehreren Werkzeugen und in mehreren Arbeitsschritten hergestellt
werden. Es ist bekannt, derartige mehrschichtige Formplatten herzustellen, indem ein
Metallblech, eine Deckfolie und die Zwischenschicht aus Isolationsmaterial je in getrennten
Arbeitsschritten in einer ebenen Fläche auf die gewünschte Aussenform zugeschnitten
werden. Diese Zuschnitte werden in der gewünschten Aufbaureihenfolge in den Formhohlraum
eines Presswerkzeuges eingelegt und in die gewünschte Form gepresst. Um im Randbereich
der Formplatte ein einwandfreie Verbindung zwischen den einzelnen Schichten der formplatte
herzustellen, sind die beiden Aussenschichten aus Metall grösser zugeschnitten als
die Isolationsschicht. Bei Verwendung einer metallischen Deckfolie überlappt diese
die gegenüberliegende Aussenschicht und muss nach Beendigung des Formvorganges manuell
um die gegenüberliegende Aussenschicht gelegt und an diese angepresst werden. Formplatten
dieser Art finden beispielsweise im Fahrzeugbau als Motor- oder Auspuffrohr-Abdeckungen
Verwendung. Der beschriebene Herstellungsvorgang, welcher einerseits mehrere Werkzeuge,
und anderseits eine abschliessende manuelle Bearbeitung erfordert, ist ausserordentlich
kosten- und zeitaufwendig. Der Einsatz von Bearbeitungsautomaten anstelle der manuellen
Bearbeitung zur Herstellung der Randsicken ist nur in beschränktem Umfange möglich,
und zwar nur dort, wo genügend grosse Stückzahlen benötigt werden. Diese ist darauf
zurückzuführen, dass mehrschichtige Formplatten dieser Art Randbereiche aufweisen,
welche in alle Richtungen des Raumes geknickt oder gekrümmt sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Presswerkzeug zu schaffen, mit welchem
die Schichten der Formplatte geformt, bei Bedarf die Randbereiche der Aussenschichten
beschnitten, und mit dem gleichen Werkzeug der Randbereich einer Aussenschicht um
den Randbereich der anderen Aussenschicht gelegt, und die Randbereiche zusammengepresst
werden können. Das Werkzeug soll die Herstellung von mehrschichtigen Formplatten ohne
manuelle Nacharbeit ermöglichen, und in einfacher und kostengünstiger Weise herstellbar
sein.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Umrandung des Formhohlraumes
von Seitenwänden mit zwei Bereichen mit unterschiedlicher Neigung zur Formfläche des
Formhohlraumes gebildet ist, der erste direkt an die Formfläche anstossende Seitenwandbereich
etwa rechtwinklig zu dieser Formfläche steht, und der zweite obere Seitenwandbereich
nach aussen divergiert, das Werkzeugoberteil einen koaxial um den Pressstempel angeordneten
verschiebbaren Rahmen aufweist, zwischen diesem Rahmen und dem Pressstempel eine Kupplungseinrichtung
angeordnet ist, an der unteren Fläche des Rahmens federelastische Elemente mit einem
freien Ende befestigt sind, und die freien Enden dieser federelastischen Elemente
mit dem zweiten divergierenden Seitenwandbereich des Formhohlraumes zusammenwirken.
[0005] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung verlaufen die beiden Seitenwandbereiche des
Formhohlraumes parallel zur Krümmung der Randlinie der Formfläche, und die freien
Enden der federelastischen Elemente bilden eine parallel zum zweiten oberen Seitenwandbereich
verlaufende Linie.
[0006] Um das Beschneiden der Randbereiche der Aussenschicht der Formplatte zu ermöglichen,
weist nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung das Werkzeugunterteil eine um den
Formhohlraum angeordnete Schnittplatte auf, am Werkzeugoberteil ist um den Pressstempel
ein Schnittstempel angeordnet, und der Rahmen mit den federelastischen Elementen ist
zwischen dem Pressstempel und dem Schnittstempel geführt. Eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, das Schnittplatte und Schnittstempel im
Bereiche der Schnittlinie aus einer Vielzahl von einzelnen zylinderförmigen Schneidelementen
mit mehreckigem Querschnitt gebildet sind, und je ein Schneidelement der Schnittplatte
und des Schnittstempels ein Paar mit gegeneinander gerichteten Schnittkanten bilden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die federelastischen Elemente an den
Schneidelementen des Schnittstempels angeordnet, und Rahmen und Schnittstempel bilden
eine Baueinheit. Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, dass der Rahmen mit Federn verbunden ist, und diese Federn den Rahmen
gegen das Werkzeugoberteil pressen. In weiterer Ausgestaltung ist der Oeffnungsweg
des Rahmens durch Anschläge begrenzt, im oberen Totpunkt des Pressstempels stehen
die freien Enden der federelastischen Elemente über die Stirnfläche des Pressstempels
vor, und in dieser Position verbindet die Kupplungseinrichtung den Rahmen mit dem
Pressstempel.
[0007] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die federelastischen
Elemente aus einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten stabförmigen Streifen bestehen.
Die federelastischen Elemente sind aus Metall oder Kunststoff gebildet. Bei der Wahl
des Materials für die federelastischen Elemente ist deren Elastizität und deren Beschaffenheit
auf das Material und die Festigkeit der umzufalzenden Aussenschicht der Formplatte
abzustimmen. Besteht die umzufalzende Aussenschicht aus einer Aluminiumfolie, so sind
dicht nebeneinander angeordnete federelastische Elemente aus Kunststoff besonders
geeignet. Wird für die umzufalzende Aussenschicht der Formplatte, eine Aluminiumblech
verwendet, werden die federelastischen Elemente zweckmässigerweise aus Federstahl
gebildet. Je nach Materialkombination lassen sind auch andere federelastische Materialien
verwenden.
[0008] Ein vorteilhaftes Verfahren zum Betrieb des erfindungsgemässen Presswerkzeuges für
mehrschichtige Formplatten besteht darin, dass die einzelnen Schichten der Formplatte
zwischen das Werkzeugoberteil und das Werkzeugunterteil eingelegt und dann durch Zusammenpressen
der beiden Werkzeugteile die Formplatte geformt wird, und ist dadurch gekennzeichnet,
dass gleichzeitig mit dem Formen der Platte der überlappende Rand einer Aussenschicht
mindestens teilweise um den Rand der zweiten Aussenschicht gelegt, das Werkzeug wieder
ganz geöffnet und der Rahmen mittels der Kupplungseinrichtung mit dem Pressstempel
fest verbunden wird, dann die beiden Werkzeugteile wieder zusammengefahren und dabei
die elastischen Elemente an den divergierenden Bereichen der Seitenwände des Formhohlraumes
nach innen abgelenkt, und der Rand der ersten Aussenschicht durch die elastischen
Elemente vollständig um den Rand der zweiten Aussenschicht gelegt wird, dann das Werkzeug
wieder geöffnet und der Rahmen aus dem Pressstempel ausgekuppelt wird. In weiterer
Ausgestaltung ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Ende des Formvorganges
der Platte der Rand der ersten Aussenschicht im gleichen Arbeitsschritt beschnitten
wird. Vorzugsweise wird das Presswerkzeug nach dem vollständigen Umlegen des Randes
der ersten Aussenschicht erneut geschlossen, und die Formplatte und deren Rand vollständig
gepresst.
[0009] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass mehrschichtige
Formplatten nach dem Einlegen der einzelnen Schichten in das Presswerkzeug bis zur
vollständigen Bearbeitung und Herstellung im gleichen Werkzeug verbleiben und alle
notwendigen Arbeitsschritte mit diesem Werkzeug ausführbar sind. Dabei weisen die
Formplatten eine gute Formbeständigkeit und eine gute Klemmverbindung der Randbereiche
der Aussenschichten auf. Im Gegensatz zum manuellen Umlegen der Aussenschichten um
die Randbereiche können infolge der hohen möglichen Werkzeugkräfte auch dickere Bleche
als Aussenschichten verwendet und umgefalzt werden. Die mehrschichtigen Formplatten
lassen sich wesentlich schneller und kostengünstiger als mit den bisherigen bekannten
Verfahren und Werkzeugen herstellen. Bei Verwendung einer Vielzahl von einzelnen Schneidelementen
zur Erzeugung der Schnittkanten lassen sich auch sehr komplexe Aussenformen in einfacher
und kostengünstiger Weise herstellen. Diese einzelnen Schneidelemente werden dazu
in einfacher Weise entlang der gewünschten Aussenkontur der Formplatte angeordnet
und mit der Schnittplatte oder dem Schnittstempel durch Vergiessen, Kleben oder andere
bekannte Verbindungsverfahren verbunden. Bei dieser Anordnung sind keine teuren und
komplizierten Schnittringe notwendig. Dies führt zu einem weiteren Kostenvorteil.
[0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Teilschnitt durch ein Presswerkzeug mit eingelegter Formplatte und zusammengefahrenem
Werkzeugober- und Werkzeugunterteil,
- Fig. 2
- einen Teilschnitt durch ein Presswerkzeug mit dem oberen Werkzeugteil im oberen Totpunkt
und eingerasteter Kupplung zwischen Rahmen und oberem Werkzeugteil,
- Fig. 3
- einen Teilschnitt durch ein Presswerkzeug mit Schnittplatte und Schnittstempel zum
Beschneiden des Formplattenrandes, wobei die Kupplungseinrichtung den Rahmen mit dem
oberen Werkzeugteil verbindet, und sich das obere Werkzeugteil im unteren Totpunkt
nach dem Umfalzen des Randes der Aussenschicht befindet,
- Fig. 4
- eine Teilschnitt durch ein Presswerkzeug in geöffneter Ausgangsposition, wobei die
Schnittkanten der Schneideinrichtung durch eine Vielzahl von Schneidelementen gebildet
ist.
[0011] Das Presswerkzeug gemäss Figur 1 besteht aus einem Werkzeugunterteil 2 und einem
Werkzeugoberteil 3, welche über mehrere Führungssäulen 4 miteinander verbunden sind.
In der Regel sind die Führungssäulen 4 im Werkzeugunterteil verankert, und das Werkzeugoberteil
3 ist in Richtung der Längsachsen der Führungssäulen 4 verschiebbar. Dazu sind im
Werkzeugoberteil 3 Führungsbüchsen 21 befestigt, welche die Führungssäulen 4 umschliessen.
Das Werkzeugoberteil 3 ist im weiteren mit nicht dargestellten Kupplungs- und Bewegungseinrichtungen
zum Pressantrieb verbunden und weist weitere bekannte, ebenfalls nicht dargestellte,
Einrichtungen zur Anschlagsbegrenzung und Halterung von Hilfsmitteln auf. Aus dem
in Figur 1 dargestellten Teilschnitt lässt sich der Gesamtaufbau des Werkzeuges in
bekannter Weise ableiten, indem die Grösse des Werkzeuges von den Ausdehnungen der
Formplatte 1 abhängig ist, und sich der in Figur 1 dargestellte Schnitt durch den
Randbereich um den Umfang des ganzen Werkzeuges erstreckt.
[0012] Bei der in Figur 1 dargestellten mehrschichtigen Formplatte 1 handelt es sich um
eine Wärmeisolationsplatte zur Abdeckung von Abgasrohrteilen bei Verbrennungskraftmaschinen.
Die Formplatte 1 ist aus einer ersten Aussenschicht 8, welche aus einem Aluminiumblech
besteht, einer Matte 10 aus Isolationsmaterial, und einer zweiten Aussenschicht 9
aus einer dünnen Aluminiumfolie, aufgebaut. Die Isolationsmaterialmatte 10 ist dabei
im Randbereich kleiner als die beiden Aussenschichten 8 und 9, wobei im dargestellten
Beispiel die Aussenschicht 8 aus Aluminiumblech wiederum kleiner ist als die Aussenabmessungen
der Aussenschicht 9 aus Aluminiumfolie. Im geformten Zustand der Formplatte 1 sind
die beiden Aussenschichten 8 und 9 im Aussenbereich aneinander gepresst, und der Randbereich
der Aussenschicht 9 ist um den Randbereich der Aussenschicht 8 umgefalzt, bzw. umgelegt.
Die Festigkeit der aus einer Aluminiumfolie bestehenden Aussenschicht 9 ist dabei
so gewählt, dass die Falzung des Aussenbereiches eine einwandfreie Verbindung der
einzelnen Schichten der Formplatte 1 ergibt und die Aussenschicht 9 auch die Krümmungen
der Formplatte 1 nach der Formgebung beibehält.
[0013] Das Werkzeugunterteil 2 weist ein Gesenk 5 auf, in welchem sich ein Formhohlraum
7 befindet. Als Gegenstück zum Formhohlraum 7 ist am Werkzeugoberteil 3 ein Pressstempel
6 angeordnet, welcher eine dem Formhohlraum 7 entsprechend geformte Stirnfläche 32
aufweist. Die Raumabmessungen des Formhohlraumes 7 sind durch die Formfläche 11, welche
die Raumform der Formplatte 1 bestimmt, und die Umrandung bestehend aus Seitenwandbereichen
12, 13 definiert. Der Seitenwandbereich 12 stösst direkt an die Randlinie 31 der Formfläche
11 an und ist etwa rechtwinklig zur Formfläche 11 angeordnet. Die Höhe dieses Seitenwandbereiches
12 entspricht der Dicke des gefalzten Randbereiches der beiden Aussenschichten 8 und
9. An den ersten Seitenwandbereich 12 schliesst ein zweiter Seitenwandbereich 13 an,
welcher nach aussen geneigt ist und eine divergierende Oeffnung des Formhohlraumes
7 bildet. Im dargestellten Beispiel hat der Seitenwandbereich 13 eine Neigung von
45° zur Bewegungsachse des Werkzeugoberteiles 3. Die beiden Seitenwandbereiche 12
und 13 verlaufen parallel zur Randlinie 31 der Formfläche 11. Während des Pressens
der Formplatte 1 wird die Aussenschicht 9 über den schrägen Seitenwandbereich 13 gezogen
und am Ende des Pressvorganges zwischen dem ersten senkrechten Seitenwandbereich 12
und der Wandfläche 33 des Pressstempels 6 aufgestellt. Pressstempel 6 und Formhohlraum
7 sind mit entsprechendem Spiel zueinander angeordnet.
[0014] Um den Pressstempel 6 ist ein Rahmen 14 angeordnet, welcher relativ zum Werkzeugoberteil
3 verschiebbar ist, und dazu über die Führungsbüchsen 21, 22 an den Führungssäulen
4 gleitend gelagert ist. An der unteren Fläche 28 dieses Rahmens 14 sind im Bereich
der Wandfläche 33 des Pressstempels 6 federelastische Elemente 16 befestigt. Diese
federelastischen Elemente 16 bilden eine Vielzahl von dicht nebeneinander angeordneten
stabförmigen Streifen mit freien Enden 17. Die freien Enden 17 der federelastischen
Elemente 16 bilden eine parallel zum zweiten oberen Seitenwandbereich 13 des Formhohlraumes
7 verlaufende Linie. Eine Feder 20 presst den Rahmen 14 gegen das obere Werkzeugteil
3 und sorgt dafür, dass die federelastischen Elemente 16 während des Pressvorganges
nicht mit dem Gesenk 5 zusammenwirken. Eine Kupplungseinrichtung 15 ermöglicht in
bestimmten Arbeitsschritten die formschlüssige Verbindung des Rahmens 14 mit dem Werkzeugoberteil
3. Die Kupplungseinrichtung 15 besteht dabei aus einer bekannten Kolben-Zylindereinheit
24 mit nicht dargestellten Druckmittelzuführungen und Steuerelementen. Ein Kupplungszapfen
25 ist in einer Lagerbüchse 27 des Rahmens 14 geführt und befindet sich während des
Pressvorganges in der Ausgangslage. In der mit dem Werk zeugoberteil 3 fest verbundenen
Führungsbüchse 21 ist im unteren Bereich eine Kupplungsbohrung 26 angeordnet, welche
die gleichen Abmessungen aufweist wie der Kupplungszapfen 25 der Kupplungseinrichtung
15.
[0015] In Figur 2 ist das Werkzeug gemäss Figur 1 in geöffneter Position nach Abschluss
des Pressvorganges der Formplatte 1 dargestellt. Dabei befindet sich das Werkzeugoberteil
3 im oberen Totpunkt. Ueber dem Werkzeugoberteil 3 befindet sich eine Gegenplatte
23, in welcher Anschläge 19 befestigt sind. Im Werkzeugoberteil 3 sind Durchlässe
30 für die Anschläge 19 angeordnet. Die obere Fläche 29 des Rahmens 14 wird in dieser
Position des Werkzeugoberteiles 3 durch die Feder 20 gegen den Anschlag 19 gepresst.
Anschlag 19 und obere Totpunktposition des Werkzeugoberteiles 3 sind so aufeinander
abgestimmt, dass die Achse des Kupplungszapfens 25 mit der Achse der Kupplungsbohrung
26 übereinstimmt. In dieser Position wird die Kolben-Zylindereinheit 24 betätigt und
der Kupplungszapfen 25 in die Kupplungsbohrung 26 eingeschoben. Dadurch wird der Rahmen
14 formschlüssig mit dem Werkzeugoberteil 3 verbunden und folgt nun jeder Bewegung
des Werkzeugoberteiles 3. Das Werkzeugoberteil wird nun wieder gegen das Werkzeugunterteil
gefahren, bis die freien enden 17 der federelastischen Elemente 16 auf den zweiten
Seitenwandbereich 13 des Formhohlraumes 7 auftreffen. Hier werden die freien Enden
17 gegen den aufgestellten Randbereich der Aussenschicht 9 der Formplatte 1 abgelenkt
und legen diesen aufgestellten Randbereich über den Randbereich der Aussenschicht
8. Dieser Bewegungsvorgang wird fortgesetzt bis die untere Fläche 28 des Rahmens 14
auf den Anschlag 18 auftrifft und dadurch der Falzvorgang abgeschlossen wird. Diese
Endposition der federelastischen Elemente 16 ist in Figur 3 dargestellt, wobei in
Figur 3 der Anschlag 18 nicht dargestellt, aber ebenfalls vorhanden ist. Das Werkzeugoberteil
3 wird nun wieder bis zum oberen Totpunkt zurückgezogen, die Kolben-Zylindereinheit
24 erneut betätigt, und der Kupplungszapfen 25 aus der Kupplungsbohrung 26 ausgefahren
und in seine Ausgangsposition zurückgebracht. Zur vollständigen Glättung des Falzes
im Randbereich der Aussenschichten 8, 9 der Formplatte 1 wird das Werkzeugoberteil
3 noch einmal geschlossen und die Formplatte 1 vollständig gepresst.
[0016] Figur 3 zeigt die schematische Anordnung der Randbereiche eines Presswerkzeuges,
mit welchem im gleichen Arbeitsverfahren die umzulegende Aussenschicht der Formplatte
1 beschnitten wird. Um das Gesenk 5 mit dem Formhohlraum 7 ist eine Schnittplatte
34 mit einer Schnittkante 41 angeordnet. Am Werkzeugoberteil 3 ist ein Schnittstempel
35 befestigt, welcher eine zweite Schnittkante 42 aufweist. Schnittplatte 34 und Schnittstempel
35 sind im gezeigten Beispiel ringförmig um das Gesenk 5, bzw. den Schnittstempel
6 angeordnet. Zwischen dem Schnittstempel 35 und dem Pressstempel 6 befindet sich
der Rahmen 36, an welchem die federelastischen Elemente 16 befestigt sind. An der
Oberseite des Rahmens sind Anschläge 37 mit Federn 38 angeordnet, wobei bei dieser
Anordnung die Federn 38 den Rahmen 36 bei nicht eingerückter Kupplungseinrichtung
15 gegen das Werkzeugoberteil 3 nach oben ziehen. Ueber dem Werkzeugoberteil 3 ist
ebenfalls eine nicht dargestellte feste Platte mit Anschlägen angeordnet, welche mit
den Anschlägen 37 zusammenwirken. In Figur 3 befindet sich das Werkzeugoberteil 3
mit dem Pressstempel 6 in der Endposition nach Beendigung des Falzvorganges, wobei
die Aussenschicht 9 der Formplatte 1 vollständig umgelegt ist. Dabei ist der Kupplungszapfen
25 in eine Kupplungsbohrung 40 am Rahmen 36 eingerückt und wird in einer Lagerbüchse
39 im Schnittstempel 35 geführt. Das Ein- und Ausrücken des Kupplungszapfens 25 erfolgt
wiederum über die Kolben-Zylindereinheit 24 und nicht dargestellte Druckmittelzuleitungen
und Steuerungen. Bei der dargestellten Werkzeuganordnung werden die einzelnen Schichten
der Formplatte 1 bei Beginn des Arbeitsvorganges in den Formhohlraum 7 eingelegt,
wobei die Aussenschicht 9 wiederum aus einer Aluminiumfolie besteht und deren Rand
über die Schnittkante 41 hinausragt. Gleichzeitig mit dem Pressen und Formen der Formplatte
1 wird der Randbereich der Aussenschicht 9 zwischen den beiden Schnittkanten 41, 42
beschnitten, indem der Schnittstempel 35 gleichzeitig mit dem Pressstempel 6 gegen
das Werkzeugunterteil 2 bewegt wird. In die Schnittplatte 34 ist eine elastische Auflage
43 eingelegt, welche gewährleistet, dass der Pressstempel 6 die Pressbewegung mit
der notwendigen Presskraft ausführen kann, ohne dass diese Bewegung durch den Schnittstempel
35 behindert wird. Nach dem Formen und Beschneiden der einzelnen Schichten der Formplatte
1 wird das Werkzeug wie bei der Anordnung gemäss Figur 1 und 2 beschrieben ganz geöffnet,
bis sich das Werkzeugoberteil 3 im oberen Totpunkt befindet. Dabei stossen die Anschläge
37 gegen die nicht dargestellten Begrenzungsanschläge und halten den Rahmen 36 in
einer Position fest, in welcher die freien Enden 17 der federelastischen Elemente
16 über die Stirnfläche 32 des Pressstempels 6 vorstehen. In dieser Position wird
die Kupplungseinrichtung 15, bzw. deren Kupplungszapfen 25, in den Rahmen 36, bzw.
dessen Kupplungsbohrung 40, eingerückt. Da der Schnittstempel 35 mit dem Werkzeugoberteil
3 und damit dem Pressstempel 6 verbunden ist, ergibt sich auch hier eine formschlüssige
Verbindung, und der Rahmen 36 wird mit dem Werkzeugoberteil 3, bzw. dem Pressstempel
6 nach unten bewegt. Dabei stossen die freien Enden 17 der federelastischen Elemente
16 auf den zweiten Seitenwandbereich 13 des Formhohlraumes 7 und legen den Randbereich
der Aussenschicht 9 um die Aussenschicht 8 und erzeugen einen Randfalz. Zur Bewegungsbegrenzung
des Werkzeugoberteiles 3 sind auch hier nicht dargestellte Anschläge eingebaut.
[0017] In Figur 4 bilden der Rahmen 14 und der Schnittstempel 35, welche in den Figuren
1 und 3 dargestellt sind, eine ebenfalls rahmenförmige Baueinheit 50. Schnittplatte
und Schnittstempel sind im Bereich der Schnittlinie aus einer Vielzahl von aneinander
gereihten Schneidelementen 44, 45 gebildet. Diese Schneidelemente 44, 45 weisen einen
mehr eckigen Querschnitt, im gezeigten Beispiel einen sechseckigen Querschnitt, auf.
Die Schneidelemente 44, 45 weisen Schnittkanten 41, 42 auf, welche durch das Anbringen
von stufenförmigen Absätzen gebildet werden. Die Schnittkanten 41, 42 verlaufen dabei
von einer Ecke des sechseckigen Querschnittes durch das Zentrum zur gegenüberliegenden
Ecke des Sechseckes. Die auf diese Weise gebildeten Schneidelemente 44, 45 werden
Kante an Kante aneinander gereiht, wodurch sich in einfacher Weise gekrümmte Schnittlinien
bilden lassen. Im gezeigten Beispiel bestehen das Gesenk 5 mit den integrierten Schneidelementen
44 sowie die Baueinheit 50 aus Kunststoff. Die Schneidelemente 44, 45 sind in diesen
Kunststoff eingegossen und bilden somit eine formschlüssige Einheit. An den Schneidelementen
45 sind integriert die federelastischen Elemente 46 mit den freien Enden 47 befestigt.
Durch geeignete Bearbeitung des Schneidelementes 45 können die federelastischen Elemente
46 einstückig aus dem gleichen Material gebildet sein. Die Elemente 44, 45 bestehen
im gezeigten Beispiel aus gehärtetem Federstahl.
[0018] Der in Figur 4 dargestellte Ausschnitt des Presswerkzeuges zeigt das Werkzeugunterteil
2 und das Werkzeugoberteil 3 in der Ausgangsposition vor Beginn des Pressvorganges.
Dabei sind die mehrschichtige Formplatte 1, bzw. deren einzelne Schichten 8, 9 und
10 als ebene Flächen über den Formhohlraum 7 eingelegt. Im gezeigten Beispiel bildet
das Aluminiumblech 8 diejenige Aussenschicht, welche umgefalzt wird. Dies hat den
Vorteil, dass die Aluminiumfolie 9, welche die zweite Aussenschicht bildet, zwischen
dem Aluminiumblech 8 festgeklemmt wird und dadurch eine sehr gute Verbindung zwischen
den Aussenschichten 8 und 9 entsteht. Die für diese Art der Herstellung benötigte
genaue Aussenkontur der Aussenschicht 8 wird dadurch erzeugt, dass vor Beendigung
des Formvorganges der Randbereich der Aussenschicht 8 zwischen den Schnittkanten 41
und 42 der Schneidelemente 44 und 45 beschnitten wird. Dies geschieht während des
Press vorganges der Formplatte, wobei das Werkzeug noch über nicht dargestellte bekannte
Niederhalteeinrichtungen für die Aussenschicht 8 verfügt. Nach dem Pressen und Beschneiden
der Formplatte 1 wird das Werkzeugoberteil 3 in seinen oberen Totpunkt gefahren. Während
dieses Bewegungsablaufes stösst die obere Fläche 49 der Baueinheit 50 gegen den Anschlag
19 und wird in einer Position festgelegt, in welcher im oberen Totpunkt des Werkzeugoberteiles
3 der Kupplungszapfen 25 in die Kupplungsbohrung 26 einrückbar ist. In dieser Position
stehen die freien Enden 47 der federelastischen Elemente 46 über die Stirnfläche 32
des Pressstempels 6 vor. Wird das Werkzeugoberteil 3 erneut gegen das Werkzeugunterteil
2 gefahren, so treffen die freien Enden 47 auf die zweiten Seitenwandbereiche 13,
werden an diesen Flächen gegen die im ersten Arbeitsschritt während des Pressvorganges
an den ersten Seitenwandbereichen 12 aufgestellten Randbereiche der Aussenschicht
8 abgelenkt und legen diese um den Randbereich der Aussenschicht 9 zu einem Randfalz
um. Da die federelastischen Elemente 46 in dieser Ausführungsform aus Federstahl bestehen,
lassen sich Aluminiumbleche ohne weiteres bearbeiten. Auch hier kann in einem weiteren
Arbeitsgang nach dem Auskuppeln der Baueinheit 50 aus dem Werkzeugoberteil 3 der Randbereich
der Formplatte 1 vollständig gepresst werden.
[0019] Das Verfahren zum Betrieb der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Presswerkzeuge
umfasst einen ersten Arbeitsschritt, indem die einzelnen Schichten der Formplatte
in das geöffnete Werkzeug zwischen das Werkzeugunterteil 2 und das Werkzeugoberteil
3 eingelegt werden. Bei den Ausführungsformen gemäss Figur 1 und 2 sind alle Schichten
auf die richtige Form vorgeschnitten. Bei den Ausführungsformen gemäss den Figuren
3 und 4 wird die Aussenschicht, welche umgefalzt wird, während des nachfolgenden Arbeitsvorganges
im Werkzeug beschnitten und kann somit eine relativ ungenaue Aussenform aufweisen.
Im nächsten Arbeitsschritt wird das Werkzeugoberteil gegen das Werkzeugunterteil 3
verfahren und durch den Pressstempel 6 die einzelnen Schichten 8, 9 und 10 der Formplatte
1 in den Formhohlraum 7 gepresst und geformt. Gleichzeitig mit diesem Press- und Formvorgang
wird diejenige Aussenschicht 8 oder 9, welche den Falz bildet, über den schrägen Seitenwandbereich
12 des Formhohlraumes 7 gezogen und zwischen dem Seitenwandbereich 13 und der Wandfläche
33 am Pressstempel 6 etwa rechtwinklig zur Formfläche 11 des Formhohlraumes 7 aufgestellt.
Das Werkzeugoberteil 3 wird nun wieder vom Werkzeugunterteil 2 weggefahren und bis
in seinen oberen Totpunkt bewegt. Mittels der Kupplungseinrichtung 15 wird im nächsten
Arbeitsschritt der Rahmen 14, 36, 50 mit dem Werkzeugoberteil 3, bzw. dem Pressstempel
6 verbunden. Darauf werden die beiden Werkzeugteile 2 und 3 wieder zusammengefahren,
wobei die federelastischen Elemente 16, 46 an den divergierenden Bereichen des Formhohlraumes
7, bzw. den Seitenwandbereichen 13 abgelenkt, und der Rand der ersten Aussenschicht
durch die elastischen Elemente 16, 46 vollständig um den Rand der zweiten Aussenschicht
gelegt wird. Das Werkzeug wird nun wieder ganz geöffnet, der Rahmen 14, 36, 50 vom
Werkzeugoberteil 3 entkuppelt und das Werkzeug zur sauberen Pressung des Randbereiches
der Formplatte 1 noch einmal geschlossen. Nach dem erneuten Oeffnen des Werkzeuges
kann die Formplatte 1 vollständig geformt und im Randbereich gefalzt entnommen und
ohne weitere Bearbeitung dem Verwendungszweck zugeführt werden.
1. Presswerkzeug zur Herstellung von mehrschichtigen Formplatten mit mindestens zwei
Aussenschichten bestehend aus einem Werkzeugunterteil (2), einem Werkzeugoberteil
(3), Führungssäulen (4), und einer Kupplungseinrichtung (15) zum Pressantrieb, wobei
das Werkzeugunterteil (2) ein Gesenk (5) mit einem der Formplatte (1) entsprechenden
Formhohlraum (7) und das Werkzeugoberteil (3) einen zum Formhohlraum (7) passenden
Pressstempel aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Umrandung des Formhohlraumes
(7) von Seitenwänden mit zwei Bereichen (12, 13) mit unterschiedlicher Neigung zur
Formfläche (11) des Formhohlraumes (7) gebildet ist, der erste, direkt an die Formfläche
(11) anstossende Seitenwandbereich (12) etwa rechtwinklig zu dieser Formfläche (11)
steht und der zweite, obere Seitenwandbereich (13) nach Aussen divergiert, das Werkzeugoberteil
(3) einen koaxial um den Pressstempel (6) angeordneten, verschiebbaren Rahmen (14,
36, 50) aufweist, zwischen diesem Rahmen (14, 36, 50) und dem Pressstempel (6) eine
Kupplungseinrichtung (15) angeordnet ist, an der unteren Fläche (28) des Rahmens (14,
36, 50) federelastische Elemente (16, 46) mit einem freien Ende (17, 47) befestigt
sind, und die freien Enden (17, 47) dieser federelastischen Elemente (16, 46) mit
dem zweiten, divergierenden Seitenwandbereich (13) des Formhohlraumes (7) zusammenwirken.
2. Presswerkzeug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Seitenwandbereiche
(12, 13) des Formhohlraumes (7) parallel zur Krümmung der Randlinie (31) der Formfläche
(11) verlaufen, und die freien Enden (17, 47) der federelastischen Elemente (16, 46)
eine parallel zum zweiten oberen Seitenwandbereich (13) verlaufende Linie bilden.
3. Presswerkzeug nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeugunterteil
(2) eine um den Formhohlraum (7) angeordnete Schnittplatte (34) aufweist, am Werkzeugoberteil
(3) um den Pressstempel (6) ein Schnittstempel (35) angeordnet ist und der Rahmen
(36) mit den federelastischen Elementen (16) zwischen dem Pressstempel (6) und dem
Schnittstempel (35) geführt ist.
4. Presswerkzeug nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Schnittplatte
(34) und Schnittstempel (35) im Bereiche der Schnittlinie aus eine Vielzahl von einzelnen,
zylinderförmigen Schneidelementen (44, 45) mit mehreckigem Querschnitt gebildet sind
und je ein Schneidelement (44) der Schnittplatte (34) und ein Schneidelement (45)
des Schnittstempels (35) ein Paar mit gegeneinander gerichteten Schnittkanten (41,
42) bilden.
5. Presswerkzeug nach Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die federelastischen
Elemente (46) an den Schneidelementen (45) des Schnittstempels (35) angeordnet sind
und Rahmen (14) und Schnittstempel (35) eine Baueinheit (50) bilden.
6. Presswerkzeug nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der Rahmen (14, 36, 50) mit Federn (20, 38) verbunden ist und diese Federn (20, 38)
den Rahmen (14, 36, 50) gegen das Werkzeugoberteil (3) pressen.
7. Presswerkzeug nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
der Oeffnungsweg des Rahmens (14, 36, 50) durch Anschläge (19, 37) begrenzt ist, im
oberen Totpunkt des Pressstempels (6) die freien Enden (17, 47) der federelastischen
Elemente (16, 46) über die Stirnfläche (32) des Pressstempels (6) vorstehen und in
dieser Position die Kupplungseinrichtung (15) den Rahmen (14, 36, 50) mit dem Pressstempel
(6) verbindet.
8. Presswerkzeug nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die federelastischen Elemente (16, 46) aus einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten,
stabförmigen Streifen bestehen.
9. Presswerkzeug nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die federelastischen Elemente (16, 46) aus Metall oder Kunststoff gebildet sind.
10. Verfahren zum Betrieb eines Presswerkzeuges für mehrschichtige Formplatten gemäss
(1) Patentanspruch 1, wobei die einzelnen Schichten der Formplatte (1) zwischen das
Werkzeugoberteil (3) und das Werkzeugunterteil (2) eingelegt und dann durch Zusammenpressen
der beiden Werkzeugteile die Formplatte (1) geformt wird, dadurch gekennzeichnet,
dass gleichzeitig mit dem Formen der Platte der überlappende Rand einer Aussenschicht
mindestens teilweise um den Rand der zweiten Aussenschicht gelegt, das Werkzeug wieder
ganz geöffnet und der Rahmen (14, 36, 50) mittels der Kupplungseinrichtung (15) mit
dem Pressstempel fest verbunden wird, dann die beiden Werkzeugteile wieder zusammengefahren
und dabei die elastischen Elemente (17) an den divergierenden Bereichen der Seitenwände
(13) des Formhohlraumes (7) nach Innen abgelenkt werden, und der Rand der ersten Aussenschicht
durch die elastischen Elemente (17) vollständig um den Rand der zweiten Aussenschicht
gelegt wird, dann das Werkzeug wieder geöffnet und der Rahmen (14, 36, 50) aus dem
Pressstempel ausgekuppelt wird.
11. Verfahren nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Ende des
Formvorganges der Platte der Rand der ersten Aussenschicht im gleichen Arbeitsschritt
beschnitten wird.
12. Verfahren nach einem der Patentansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass
nach dem vollständigen Umlegen des Randes der ersten Aussenschicht das Presswerkzeug
erneut geschlossen und die Formplatte und deren Rand vollständig gepresst werden.
1. Outil de pressage pour la fabrication de panneaux moulés multicouches ayant au
moins deux couches externes, comprenant une partie inférieure d'outil (2), une partie
supérieure d'outil (3), des colonnes de guidage (4), et un dispositif d'accouplement
(15) à la commande de presse, la partie inférieure d'outil (2) présentant une matrice
(5) pourvue d'une cavité de moulage (7) correspondant au panneau moulé (1) et la partie
supérieure d'outil (3) un poinçon de pressage adapté à la cavité de moulage (7), caractérisé
en ce que la bordure de la cavité de moulage (7) est formée par des parois latérales
présentant deux zones (12, 13) à inclinaisons différentes par rapport à la surface
de moule (11) de la cavité de moulage (7), la première zone de paroi latérale (12)
qui est directement contiguë à la surface de moule (11) étant approximativement perpendiculaire
à cette surface de moule (11), la seconde zone de paroi latérale (13) supérieure divergeant
vers l'extérieur, en ce que la partie supérieure d'outil (3) présente un cadre (14,
36, 50), pouvant être coulissé, agencé coaxialement autour du poinçon de pressage
(6), un dispositif d'accouplement (15) étant agencé entre ce cadre (14, 36, 50) et
le poinçon de pressage (6), en ce que des éléments élastiques (16, 46) comportant
une extrémité libre (17, 47) sont fixés à la surface inférieure (28) du cadre (14,
36, 50) et en ce que les extrémités libres (17, 47) de ces éléments élastiques (16,
46) coopèrent avec la deuxième zone de paroi latérale (13) divergeante de la cavité
de moulage (7).
2. Outil de pressage suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les deux zones
de paroi latérale (12, 13) de la cavité de moulage (7) s'étendent parallèlement à
la courbure de la ligne de bord (31) de la surface de moule (11) et en ce que les
extrémités libres (17, 47) des éléments élastiques (16, 46) forment une ligne qui
s'étend parallèlement à la seconde zone de paroi latérale (13) supérieure.
3. Outil de pressage suivant l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé
en ce que la partie inférieure d'outil (2) présente une matrice de découpage (34)
agencée autour de la cavité de moulage (7), un poinçon de découpage (35) étant agencé
sur la partie supérieure d'outil (3) autour du poinçon de pressage (6), et en ce que
le cadre (36) comportant les éléments élastiques (16) est guidé entre le poinçon de
pressage (6) et le poinçon de découpage (35).
4. Outil de pressage suivant la revendication 3, caractérisé en ce que la matrice
de découpage (34) et le poinçon de découpage (35) sont formés, dans la zone de la
ligne de coupe, par un grand nombre d'éléments de coupe (44, 45) individuels de forme
cylindrique qui présentent une section transversale à angles multiples, et en ce que
chaque fois un élément de coupe (44) de la matrice de découpage (34) et un élément
de coupe (45) du poinçon de découpage (35) forment une paire d'arêtes de coupe (41,
42) dirigées l'une vers l'autre.
5. Outil de pressage suivant la revendication 4, caractérisé en ce que les éléments
élastiques (46) sont agencés sur les éléments de coupe (45) du poinçon de découpage
(35) et en ce que le cadre (14) et le poinçon de découpage (35) forment un ensemble
de construction (50).
6. Outil de pressage suivant l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que le cadre (14, 36, 30) est relié à des ressorts (20, 38) et en ce que ces
ressorts (20, 38) pressent le cadre (14, 36, 50) contre la partie supérieure d'outil
(3).
7. Outil de pressage suivant l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé
en ce que la course d'ouverture du cadre (14, 36, 50) est limitée par des butées (19,
37), au point mort supérieur du poinçon de pressage (6) les extrémités libres (17,
47) des éléments élastiques (16, 46) faisant saillie au-delà de la surface frontale
(32) du poinçon de pressage (6), et en ce que dans cette position le dispositif d'accouplement
(15) relie le cadre (14, 16, 30) au poinçon de pressage (6).
8. Outil de pressage suivant l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé
en ce que les éléments élastiques (16, 46) sont constitués par un grand nombre de
bandes en forme de barres qui sont agencées l'une à côté de l'autre.
9. Outil de pressage suivant l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé
en ce que les éléments élastiques (16, 46) sont réalisés en métal ou en matière synthétique.
10. Procédé de mise en oeuvre d'un outil de pressage pour des panneaux moulés multicouches
(1) suivant la revendication 1, dans lequel les couches individuelles du panneau moulé
(1) sont insérées entre la partie supérieure d'outil (3) et la partie inférieure d'outil
(2) et dans lequel ensuite le panneau (1) est moulé par compression des deux parties
d'outil, caractérisé en ce que, simultanément au moulage du panneau, le bord de recouvrement
d'une couche externe est rabattu au moins partiellement autour du bord de la seconde
couche externe, en ce que l'outil est à nouveau totalement ouvert et le cadre (14,
36, 50) est relié de manière fixe, au moyen du dispositif d'accouplement, au poinçon
de pressage, en ce qu'ensuite les deux parties d'outil sont à nouveau ramenées l'une
contre l'autre et alors les éléments élastiques (17) sont déviés vers l'intérieur
sur les zones divergeantes des parois latérales (13) de la cavité de moulage (7),
le bord de la première couche externe étant complètement rabattu par les éléments
élastiques (17) autour du bord de la seconde couche externe, et en ce que l'outil
est ensuite à nouveau ouvert et le cadre (14, 36, 50) est désaccouplé du poinçon de
pressage.
11. Procédé suivant la revendication 10, caractérisé en ce qu'avant la fin du processus
de moulage du panneau le bord de la première couche externe est découpé dans la même
étape de fabrication.
12. Procédé suivant l'une ou l'autre des revendications 10 et 11, caractérisé en ce
qu'après le rabattement complet du bord de la première couche externe, l'outil de
pressage est à nouveau fermé et le panneau et son bord sont entièrement pressés.
1. Pressing tool for manufacturing multilayer moulding plates having at least two
outer layers, comprising a tool lower part (2), a tool upper part (3), guide pillars
(4) and a coupling device (15) to the press drive, with the tool lower part (2) having
a swage (5) with a mould cavity (7) corresponding to the moulding plate (1) and the
tool upper part (3) having an extrusion die which fits the mould cavity (7), characterised
in that the edge of the mould cavity (7) is formed by side walls having two regions
(12, 13) of differing inclination towards the mould surface (11) of the mould cavity
(7), the first side wall region (12) directly abutting the mould surface (11) is approximately
perpendicular to said mould surface (11) and the second upper side wall region (13)
diverges outwards, the tool upper part (3) has a displaceable frame (14, 36, 50) arranged
coaxially around the extrusion die (6), a coupling device (15) is disposed between
said frame (14, 36, 50) and the extrusion die (6), one free end (17, 47) of spring-elastic
elements (16, 46) is fastened to the bottom face (28) of the frame (14, 36, 50), and
the free ends (17, 47) of said spring-elastic elements (16, 46) cooperate with the
second diverging side wall region (13) of the mould cavity (7).
2. Pressing tool according to patent claim 1, characterised in that the two side wall
regions (12, 13) of the mould cavity (7) extend parallel to the curvature of the boundary
line (31) of the mould surface (11), and the free ends (17, 47) of the spring-elastic
elements (16, 46) form a line running parallel to the second upper side wall region
(13).
3. Pressing tool according to patent claim 1 or 2, characterised in that the tool
lower part (2) has a die-plate (34) disposed around the mould cavity (7), a blanking
punch (35) is disposed on the tool upper part (3) around the extrusion die (6) and
the frame (36) with the spring-elastic elements (16) is guided between the extrusion
die (6) and the blanking punch (35).
4. Pressing tool according to patent claim 3, characterised in that the die-plate
(34) and blanking punch (35) in the region of the cutting line are formed by a plurality
of individual cylindrical cutting elements (44, 45) which are polygonal in cross-section
and one cutting element (44) of the die-plate (34) and one cutting element (45) of
the blanking punch (35) in each case form a pair having cutting edges (41, 42) directed
towards one another.
5. Pressing tool according to patent claim 4, characterised in that the spring-elastic
elements (46) are disposed on the cutting elements (45) of the blanking punch (35),
and frame (14) and blanking punch (35) form one structural unit (50).
6. Pressing tool according to one of patent claims 1 to 5, characterised in that the
frame (14, 36, 50) is connected to springs (20, 38) and said springs (20, 38) press
the frame (14, 36, 50) towards the tool upper part (3).
7. Pressing tool according to one of patent claims 1 to 6, characterised in that the
opening path of the frame (14, 36, 50) is limited by stops (19, 37), in the upper
dead centre of the extrusion die (6) the free ends (17, 47) of the spring-elastic
elements (16, 46) project beyond the face (32) of the extrusion die (6) and in said
position the coupling device (15) connects the frame (14, 36, 50) to the extrusion
die (6).
8. Pressing tool according to one of patent claims 1 to 7, characterised in that the
spring-elastic elements (16, 46) comprise a plurality of rod-shaped strips disposed
adjacent to one another.
9. Pressing tool according to one of patent claims 1 to 8, characterised in that the
spring-elastic elements (16, 46) are formed from metal or plastic.
10. Process for operating a pressing tool for multilayer moulding plates (1) according
to patent claim 1, wherein the individual layers of the moulding plate (1) are inserted
between the tool upper part (3) and the tool lower part (2) and then the moulding
plate (1) is moulded by pressing the two tool parts together, characterised in that,
simultaneously with moulding of the plate, the overlapping edge of an outer layer
is folded at least partially around the edge of the second outer layer, the tool is
again fully opened and the frame (14, 36, 50) is firmly corrected by means of the
coupling device (15) to the extrusion die, the two tool parts are once more driven
together and in so doing the elastic elements (17) are deflected inwards on the diverging
regions of the side walls (13) of the mould cavity (17), and the edge of the first
outer layer is folded by the elastic elements (17) fully around the edge of the second
outer layer, then the tool is opened again and the frame (14, 36, 50) is disengaged
from the extrusion die.
11. Process according to patent claim 10, characterised in that, prior to the end
of the process of moulding the plate, the edge of the first outer layer is trimmed
in the same working step.
12. Process according to one of patent claims 10 or 11, characterised in that, after
the edge of the first outer layer has been fully folded around, the pressing tool
is closed once more and the molding plate and its edge are fully pressed.