[0001] Die Erfindung betrifft ein verfahren zum Vereinzeln von in einem Stapel vorliegenden
Karten, wie Scheckkarten, Ausweiskarten und dergleichen.
[0002] Bekannte Vereinzelungsvorrichtungen bestehen üblicherweise aus einem Schacht, in
dem der Kartenstapel untergebracht ist. Für den Fall, daß der Stapel von oben her
abgearbeitet wird, sind seitlich und die oberste Karte übergreifend Anschläge vorgesehen,
welche die oberste und die nachfolgend zu vereinzelnden Karten auf dem Kartenstapel
festhalten. Eine Abnahmeeinrichtung entfernt die jeweils oberste Karte aus dem Bereich
der Anschläge und übergibt sie einem Transportsystem.
[0003] Derartige Vereinzelungsvorrichtungen sind aus einer Reihe von Druckschriften bekannt;
verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf die DE-PS 15 61 165, die DE-OS 24 13 072
und die DE-OS 26 54 108.
[0004] Bei den bekannten Vereinzelungsvorrichtungen schiebt eine Abnahmeeinrichtung mit
Saugkopf die jeweils zuoberst auf dem Stapel liegende Karte zunächst entgegen der
Abzugsrichtung mit ihrer hinteren Kante gegen die Wandung des Magazins bzw. Vereinzelungsschachtes,
wodurch sich die Karte insgesamt aufwölbt. Die Bewegung wird solange fortgesetzt,
bis die Vorderkante aus dem Bereich eines den Stapel niederhaltenden vorderen Anschlags
gelangt. Im weiteren Verlauf der Vereinzelung wird dann der vordere Bereich der Karte
vom Stapel abgehoben und in Vereinzelungsrichtung einem weiterführenden Transportsystem
übergeben. Der Kartenstapel, der von unten federbelastet ist, schiebt nun die zweitfolgende
Karte an die Anschläge und der Vereinzelungsvorgang wiederholt sich.
[0005] Wesentlich bei diesem Vereinzelungsverfahren ist es, daß sich der Aufzeichnungsträger
jeweils in die gewünschte Richtung wölbt, was mit entsprechenden Sensoren überwacht
wird. Abgesehen von dem durch die Sensoren erforderlichen zusätzlichen Aufwand bedingt
dieses Verfahren eine gewisse Flexibilität der einzelnen Karten. Sollte der Stapel
insgesamt eine Verformung entgegen der Richtung der gewünschten Aufwölbung haben,
kann die Vereinzelung von vorneherein nicht durchgeführt werden. Für den Fall, daß
die Karten wegen elektrostatischer Aufladungen oder Verschmutzung stark aneinanderhaften,
sind Doppelabzüge nicht zu vermeiden. Da die Gefahr von Doppelabzügen besteht, müssen
wiederum zusätzliche Sensoren installiert werden.
[0006] Eine andere Klasse von Vereinzelern, die sogenannten Reibrollenvereinzeler, verwenden
mit Reibbelägen beschichtete Walzen oder Rollen, mit denen jeweils die oberste Karte
eines Stapels von diesem abgezogen und einem weiterführenden Transportsystem übergeben
wird. Ein genereller Nachteil dieses Systems liegt in dem hohen Verschleiß der Reibrollen
durch Verschmutzung, was einen häufigen Austausch und damit Stillstand der Anlage
bedeutet. Auch macht die Einhaltung einer exakten Taktung und die Vermeidung von Doppelabzügen
Schwierigkeiten. Während der Vereinzelung reiben die Karten über ihre gesamte Länge
gegeneinander, was beispielsweise bei Ausweiskarten leicht zu Kratzern führt, die
das Erscheinungsbild der Karte erheblich beeinträchtigen können. Karten mit erhabenen
Bereichen, z. B. Prägebereiche, lassen sich nach diesem Verfahren überhaupt nicht
vereinzeln.
[0007] Ein Reibrollenvereinzeler, der das Problem der Verkratzung bei Filmrollen löst, ist
aus der EP-A1 0 110 291 bekannt. Bei diesem Vereinzeler findet vor der eigentlichen
Vereinzelung eine Vorvereinzelung statt, bei welcher durch ein formschlüssig auf die
zu vereinzelnde Folie wirkendes Element sichergestellt ist, daß jeweils nur eine einzige
Folie relativ zum Stapel um einen im Vergleich zu den Abmaßen der Folie geringen Betrag
verschiebbar ist. Durch die Verschiebung gelangt eine Kante der Folie aus dem Bereich
des diese Kante haltenden Anschlags, so daß die Folie dann mittels einer geeigneten
Abnahmeeinrichtung vom Stapel abgehoben werden kann.
[0008] Das formschlüssig auf die zu vereinzelnde Folie wirkende Element kann gemäß einer
Ausführungsform eine Vereinzelungsnut sein, die auf der gegenüberliegenden Seite des
die Vorderkante der Folie niederhaltenden Anschlags vorgesehen ist und in die die
Hinterkante einer entgegengesetzt zur Vereinzelungsrichtung verschobenen Folie eintauchen
kann.
[0009] Die Weite der Nut ist nur geringfügig dicker als die Foliendicke, so daß jeweils
nur eine einzige Folie in die Vereinzelungsnut eindringen kann.
[0010] Die Tiefe der Vereinzelungsnut wird so bemessen, daß, wenn die Folie vollständig
in die Nut eingetaucht ist, ihre in Vereinzelungsrichtung gesehen vordere Kante aus
dem Bereich des diese Kante niederhaltenden Anschlags gelangt ist, so daß die Folie
anschließend mittels einer geeigneten Abnahmeeinrichtung abgehoben werden kann.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Vereinzelung von Karten,
wie Ausweiskarten, Scheckkarten und dergleichen, zu schaffen, bei der die Vereinzelungssicherheit
im Hinblick auf die Einhaltung der Taktung und die Vermeidung von Doppelabzügen erhöht
wird.
[0012] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die in den unabhängigen Ansprüchen 1,2 und
5 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0013] Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht in einer Kombination aus Vorvereinzelung
und Vereinzelung, wobei bei der Vorvereinzelung die zu vereinzelnde Karte mit Hilfe
geeigneter Mittel in eine Vereinzelungsnut eingeschoben wird und die Karte danach
durch einen präzise geführten Saugkopf vollständig vom Stapel abgehoben wird.
[0014] Mit der erfindungsgemäßen Lösung kann der Prozeß exakt getaktet werden und die Karten
werden sicher vereinzelt. Doppelabzüge können in jedem Fall vermieden werden.
[0015] Sollten zwei Karten derart fest aneinanderhaften, daß sie sich nicht voneinander
lösen und somit die oberste Karte nicht in die Vereinzelungsnut hineingeschoben werden
kann, kommt es zu einer Vereinzelungslücke; die nicht zu vereinzelnden Karten werden
entnommen und danach der Vereinzelungsvorgang fortgesetzt. Die dadurch eintretende
Vereinzelungslücke ist wesentlich weniger kritisch als vom System nicht erkannte Doppelabzüge,
welche die Zählsicherheit beeinträchtigen und die Bearbeitung an den weiterführenden
Stationen erschweren. Da durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen keine Doppelabzüge
auftreten können, entfallen auch entsprechende Einrichtungen zur Feststellung von
Doppelabzügen.
[0016] Die Karten werden schonend vereinzelt, da die Reibung der Karten untereinander auf
eine minimale Wegstrecke im Verhältnis zur Länge der Karten begrenzt ist.
[0017] Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Vereinzelungsnut an der Rückkante
des Stapels etwa in Kartenmitte vorgesehen ist und die obenliegende Nutwandung gleichzeitig
als Anschlag für den Kartenstapel ausgebildet ist. Diese Wandung muß dafür in Richtung
Kartenmitte um einen geringen Betrag vorgezogen werden. Aufgrund dieser Konstruktion
ist ein Verklemmen der Karten während des Zurückschiebens praktisch ausgeschlossen.
[0018] Die Relativbewegung zwischen der zu vereinzelnden Karte und dem Stapel kann auf unterschiedlich
Art und Weise durchgeführt werden.
[0019] Gemäß einer ersten Ausführungsform wird das Zurückschieben und Entnehmen der Karte
mit einer Abnahmeeinrichtung vorgenommen, die einen Saugkopf aufweist, der auf die
oberste Karte aufgesetzt wird, die Karte in die Vereinzelungsnut zurückschiebt, vom
Stapel abhebt und dann einem weiterführenden Transportsystem übergibt. Die Saugkraft
wird dabei so eingestellt, daß auch bei einem in weiten Grenzen variierenden Stapelandruck
eine sichere Abnahme erfolgt. Die Bewegung des Saugkopfes kann aufgrund der geringen
zu bewegenden Massen mit hoher Geschwindigkeit durchgeführt werden. Das Vakuum der
Saugluft kann in Abhängigkeit entsprechender Sensorsignale kurzfristig erhöht werden.
Beispielsweise kann in der Vereinzelungsnut ein Mikroschalter vorgesehen sein, der
das Einschieben oder Nichteinschieben einer Karte in die Vereinzelungsnut meldet.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Vorvereinzelung mittels eines separaten
Schiebers vorgenommen werden, der die Vorderkante der zu vereinzelnden Karte beaufschlagt
und die Karte gegen die Vereinzelungsrichtung zunächst in die Vereinzelungsnut einschiebt.
Eine solche Konstruktion hat den Vorteil, daß die Führung des Saugkopfes einfacher
ausfällt und auch das Vakuum der Saugluft nicht so hoch zu sein braucht.
[0021] Schließlich ist es auch möglich, die Vorvereinzelung durch eine entsprechende Bewegung
des Stapels gegenüber der zu vereinzelnden Karte durchzuführen. Diese Ausführungsform
eignet sich für niedrigere Vereinzelungsfrequenzen, da die zu bewegenden Massen entsprechend
größer sind.
[0022] Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen
beispielsweise beschrieben. Darin zeigen:
- Fig. 1 - 5
- den Vereinzelungsablauf in einer schematisch dargestellten ersten Ausführungsform,
- Fig. 6
- eine ebenfalls schematische Draufsicht auf den Kartenstapel der ersten Ausführungsform
mit Saugkopf
- Fig. 7
- die schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 8
- ein Hebelgestänge zur Führung des Saugkopfs,
- Fig. 9
- den schematischen Bahnverlauf des durch das in Fig. 8 dargestellte Hebelgestänge geführten
Saugkopfes und
- Fig. 10
- einen Schnitt durch die Vereinzelungsnut.
[0023] Eine erste Ausführungsform der Vorrichtung zum Vereinzeln von Karten ist in den Fig.
1 - 6 schematisch dargestellt. In einem Vereinzelungsschacht, der in Fig. 6 durch
die Rahmenteile 20 angedeutet ist, liegt ein Kartenstapel 22. Der Stapel ruht auf
einer Bodenplatte 6, die mit einer bestimmten Kraft P in dem Maße nach oben geschoben
wird, in dem die Stapelhöhe infolge der vereinzelten und abgeführten Karten abnimmt.
Die Bodenplatte belastet den Kartenstapel im gezeigten Fall nur im Bereich der Vorder-
bzw. Hinterkanten der Karten, wodurch nachteilige Einflüsse infolge von Kartenwölbungen
um die Querachse ausgeschaltet werden. Die Bodenplatte 6 kann auch gelenkig mit einer
Schubstange (in den Fig. nicht gezeigt) verbunden sein, über die die Kraft p auf die
Bodenplatte 6 übertragen wird. Bei dieser Vorgehensweise können auch Stapel, die nicht
gleichmäßig dick sind, problemlos nachgeführt werden. Es ist auch möglich, unter Verzicht
auf die in den Fig. gezeigte Bodenplatte, den Stapel mit Hilfe einer geeigneten Schubstange
zentral in der Kartenmitte zu belasten.
[0024] An der in Vereinzelungsrichtung gesehen vorderen Kante ist ein Anschlag 3 und an
der hinteren Kante ein Anschlag 4 vorgesehen, der die Formierung des Stapels unterstützt
und an der Oberkante jeweils einen in den Vereinzelungsschacht vorspringenden Rand
15 aufweist (Fig. 10), der jeweils einen Anschlag für den von unten durch die Bodenplatte
6 nach oben gedrückten Kartenstapel 22 darstellt. In Höhe der obersten Karte ist unterhalb
des vorspringenden Randes 15 des Anschlags 4 eine Vereinzelungsnut 5 ausgebildet,
die im Querschnitt nochmals in Fig. 10 gezeigt ist. Die Spaltweite der Nut beträgt
etwa das 1,2 - 1,3-fache der Kartendicke (Abmessung a), die Tiefe der Nut beträgt
etwa 2 mm (Abmessung c) und der vorspringende Teil des Anschlags 4 ragt etwa 1,7 mm
in Richtung Kartenmitte nach innen (Abmessung b). Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist,
die eine Draufsicht auf die Vereinzelungsvorrichtung zeigt, ist die Nut 5 bzw. der
Anschlag 4 im Bereich der Hinterkante nur mittig angeordnet, um bei einer um die Längsachse
gewölbten Karte ein Eindringen der Karte in die Nut zu erleichtern. Die Breite der
Nut in Richtung Kartenkante (Abmessung e) beträgt beispielsweise etwa 2 bis 5 mm.
Die angegebenen Maße sind selbstverständlich nur bei einer Ausführungsform der Vorrichtung
sinnvoll, mit der Normkarten vereinzelt werden. Für den Fall, daß die Karten andere
Abmessungen aufweisen, müssen auch die Abmessungen der Anschläge und der Vereinzelungsnut
angepaßt werden.
[0025] Die oberste Karte wird von einem Saugkopf 1 im vorderen Drittel beaufschlagt, wie
dies in den Fig. 1 und 6 gezeigt ist. Der Saugkopf 1 wird beispielsweise mittels eines
Hebelgestänges zwangsgeführt. Ein Beispiel für eine solche Hebelführung wird im Zusammenhang
mit Fig. 8 beschrieben.
[0026] Der Vereinzelungsvorgang läuft wie folgt ab. Der Saugkopf 1 setzt auf die obenliegende
Karte 2 auf und schiebt diese gegen die Vereinzelungsrichtung (Pfeil 23 in Fig. 2)
in die Vereinzelungsnut 5 hinein. Da die Dicke der Nut so bemessen ist, daß nur eine
einzige Karte hineinpaßt, ist sichergestellt, daß auch nur eine einzige Karte nach
rechts, d. h. entgegen der Vereinzelungsrichtung verschoben wird. Wenn die oberste
Karte 2 am Grund der Vereinzelungsnut 5 anschlägt, ist sie von dem die Vorderkante
der Karte niederhaltenden Anschlag 3 frei. Die Tiefe der Nut (Abmessung c) muß daher
etwas größer sein, als die Länge des vorspringenden Teils 15 des Anschlags 3. Bei
dem gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt die Länge des vorspringenden Teils beispielsweise
1,7 mm, wogegen die Nuttiefe etwa 2 mm betragen kann.
[0027] In der Vereinzelungsnut kann ein Mikroschalter 27 montiert werden, der das Einschieben
bzw. Nichteinschieben in die Vereinzelungsnut meldet. Das Signal kann genutzt werden,
um das Vakuum am Saugkopf kurzzeitig zu erhöhen, sollte sich eine Karte mit dem normalerweise
anliegenden Vakuum nicht zurückschieben lassen.
[0028] Sobald die Vorderkante der Karte 2 frei ist, hebt der Saukopf 1 die Karte an und
führt sie in Vereinzelungsrichtung entsprechend dem Pfeil 24 in Fig. 4, wo er sie
einem Förderwalzenpaar 7, 8 übergibt, die zu einem weiterführenden Transportsystem
gehören. Die Saugluft wird in dem Moment reduziert oder ausgeschaltet, so daß die
Karte von den Walzen übernommen werden kann. Der Saugkopf wird daraufhin zurückgefahren
und von oben auf die nunmehr zuoberst liegende nächste Karte aufgesetzt, worauf sich
der beschriebene Vorgang wiederholt. Zum Zurückschieben der Karte in die Vereinzelungsnut
kann das Vakkum bzw. die Saugkraft jeweils kurzzeitig erhöht werden.
[0029] In Fig. 8 ist ein Hebelmechanismus zur Führung des Saugkopfes 1 im Prinzip wiedergegeben.
Der Saugkopf 1 ist mit dem Punkt A des Hebelgestänges fix verbunden. Dieses Hebelgestänge
besteht aus einem einarmigen Hebel 12, an dessen Ende ein Hebel 11 etwa rechtwinkelig
angelenkt ist, dessen Ende diejenige Bahnkurve beschreibt, die auch der Saugkopf durchlaufen
soll. Der Hebel 11 stützt sich auf einen weiteren Hebel 13 ab, der einerseits am Hebel
12 angelenkt ist und andererseits eine harmonische Kreisbewegung durchführt, was mittels
eines Kurbeltriebs 14 bewerkstelligt wird. Das Ende des Hebels 11 ist nockenförmig
ausgebildet und wird über eine gestufte Nockenbahn 10 zurückgezogen. Der Kontakt des
Endes nonkenförmigen Endes A des Hebels 11 mit der Nockenbahn 10 wird durch die Felder
19 sichergestellt.
[0030] Der Saugkopf 1 wird über die Saugleitung 17 und des Ventils 16 mit Vakuum beaufschlagt.
Ventil 16 wird von einem Schalter 26 überwacht, der vom Hebel 12 dann aktiviert wird,
wenn der Punkt A bzw. der Saugkopf diejenige Position erreicht hat, in welcher er
die vom Stapel abgezogene Karte dem weiterführenden Transportsystem übergeben muß
(vgl. Fig. 4).
[0031] Die Funktion des Hebelgestänges wird nunmehr unter Bezugnahme auf Fig. 9 beschrieben.
Eine Drehung des Kurbeltriebs 14 bewirkt ein Anheben des Hebels 13, der wiederum den
Hebel 11 und damit den Punkt A nach oben drückt. Das Ende A des Hebels 11 und damit
der Saugnapf 1 bewegt sich auf einer schräg nach oben gerichteten Kurvenbahn vom Punkt
I nach II. Je nachdem in welchem Abschnitt der Bahnkurve Punkt A auf die Nockenbahn
10 abgesetzt wird, endet der gekrümmte Bereich der Kurve schon vor dem Punkt II. Im
Punkt II betätigt Hebel 12 den Schalter 26, der wiederum über Ventil 16 den Saugkopf
1 entlüftet, die Karte 2 kann in diesem Punkt an die Transportwalzen 7 und 8 übergeben
werden. Der Kurbeltrieb 14 zieht nunmehr Punkt A über Hebel 13 wieder nach rechts
zurück, wobei der Punkt A jedoch keine Kurvenbahn beschreiben kann, da er auf der
Nockenbahn 10 aufsitzt. Der Saugkopf 1 bewegt sich daher in einer bestimmten konstanten
Höhe zurück, bis er im Punkt 111 genau über dem Kartenstapel 22 angekommen ist. In
dieser Sollposition fällt er entsprechend der Form der Nockenbahn 10 vom Punkt III
auf den Punkt IV hinunter, wodurch er mit der obersten Karte des Kartenstapels in
Kontakt kommt und diese ansaugt. Der Kurbeltrieb 14 schiebt den Hebel weiter nach
rechts, wobei Punkt A nunmehr auf dem tiefer gelegenen Bereich der Nockenbahn nach
rechts gezogen wird, was einer Bewegung vom Punkt IV zum Punkt I entspricht. In der
Position I ist die Karte vollständig in die Vereinzelungsnut 5 eingeführt, die Vorderkante
der Karte 2 ist vom Anschlag 3 frei und der Saugkopf 1 kann die nun folgende Karte
nach vorne oben vom Stapel abheben (vgl. Fig. 3).
[0032] Anstelle der beschriebenen Hebelmechanik kann der Saugkopf auch anders geführt werden;
Schrittmotoren, pneumatische oder magnetische Antriebsmittel bieten sich an.
[0033] In Fig. 7 ist schematisch angedeutet, daß die Vorvereinzelung, d. h. seitliche Verschiebung
der obersten Karte auch mittels eines separaten Schiebers 9 erfolgen kann, der die
jeweils oberste Karte im Bereich ihrer Vorderkante beaufschlagt und in die Vereinzelungsnut
5 in der beschriebenen Art und Weise hineinschiebt.
[0034] Die Bewegung des Saugkopfes kann bei dieser Ausführungsform einfacher gestaltet werden.
Er muß sich bezugnehmend auf die Fig. 9 entlang einer Bahn hin- und herbewegen, die
durch die Punkte II, III, IV bzw. IV, III, II gekennzeichnet ist.
[0035] Schließlich kann die Vorvereinzelung (in den Fig. nicht gezeigt) auch durch eine
entsprechende Bewegung des Stapels vorgenommen werden. Nach dem Aufsetzen des Saugkopfes
auf die zu vereinzelnde Karte wird der gesamte Stapel derart gekippt bzw. gedreht,
daß die durch den Saugkopf relativ zum Stapel fixierte Karte in die Vereinzelungsnut
geschoben wird. Daraufhin wird die Karte vom Stapel abgehoben und gegebenenfalls einem
weiterführenden Transportsystem übergeben.
[0036] Bei den in den Fig. 1 bis 6 gezeigten Ausführungsformen wird der zu vereinzelnde
Stapel von einer Bodenplatte nach oben gedrückt. Es ist auch möglich für die Kraft
P die Schwerkraft zu benutzen und jeweils die unterste Karte eines Stapels zu vereinzeln,
wobei die Vorrichtung im Prinzip nur umgekehrt werden muß. Um in diesem Fall die Kraft
P von der Höhe bzw. dem Gewicht des zu vereinzelnden Stapels unabhängig zu machen,
können seitlich des Stapels in einer bestimmten Höhe zwei Abfangwalzen vorgesehen
sein, die das Gewicht des Stapels auf diejenige Stapelhöhe begrenzen, die unterhalb
dieser Walzen liegt. Das Gewicht der oberhalb dieser Walzen liegenden Karten wird
über von den Walzen auf die Kartenkanten ausgeübten Reibungskräfte abgefangen. Diese
Walzen werden so gesteuert, daß der untere Teil des Kartenschachtes etwa immer gleich
viel Karten aufweist.
[0037] Zur Entlastung der jeweils unteren Karte sind jedoch auch schräg gelagerte Stapelbehälter,
bei denen nur eine Teilkomponente des Stapelgewichts auf die untere Karte einwirkt,
verwendbar.
[0038] Zur Niederhaltung der Karten im Bereich ihrer Vorderkante können auch zwei Anschläge
vorgesehen werden, so daß der Stapel an drei Punkten abgestützt wird. Alle Anschläge
können an den Rahmenteilen 20 des Vereinzelungsschachtes derart gelenkig befestigt
werden, daß sie zum Füllen des Schachtes mit Karten wegschwenkbar sind.
1. Verfahren zum Vereinzeln von Karten, wie Scheckkarten, Ausweiskarten und dergleichen,
bei dem die jeweils erste Karte eines Stapels in einem ersten Schritt mit ihrer in
Vereinzelungsrichtung gesehenen hinteren Kante soweit in eine etwa die Dicke der Karte
aufweisende Nut eingeschoben wird, bis ihre Vorderkante aus dem Wirkungsbereich eines
Anschlags freikommt und in einem zweiten Schritt die derart vorvereinzelte Karte vom
Stapel abgehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Karte die oberste Karte des Stapels ist und beide Schritte von einem
getaktet gesteuerten Saugkopf ausgeführt werden.
2. Verfahren zum Vereinzeln von Karten, wie Scheckkarten, Ausweiskarten und dergleichen,
bei dem die jeweils erste Karte eines Stapels in einem ersten Schritt mit ihrer in
Vereinzelungsrichtung gesehenen hinteren Kante soweit in eine etwa die Dicke der Karte
aufweisende Nut eingeschoben wird, bis ihre Vorderkante aus dem Wirkungsbereich eines
Anschlags freikommt und in einem zweiten Schritt die derart vorvereinzelte Karte vom
Stapel abgehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Karte die oberste Karte des Stapels ist und der erste Schritt durch
eine Bewegung des Stapels ausgeführt wird, wobei die erste Karte von einem getaktet
gesteuerten Saugkopf festgehalten wird und der zweite Schritt von dem gesteuerten
Saugkopf ausgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Vakuum der Saugluft kurzzeitig während der Verschiebung der Karte in die
Vereinzelungsnut erhöht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Vakuum der Saugluft abhängig vom Signal eines die Vereinzelungsnut überwachenden
Sensors gesteuert wird.
5. Verfahren zum Vereinzeln von Karten, wie Scheckkarten, Ausweiskarten und dergleichen,
bei dem die jeweils erste Karte eines Stapels in einem ersten Schritt mit ihrer in
Vereinzelungsrichtung gesehenen hinteren Kante soweit in eine etwa die Dicke der Karte
aufweisende Nut eingeschoben wird, bis ihre Vorderkante aus dem Wirkungsbereich eines
Anschlags freikommt und in einem zweiten Schritt die derart vorvereinzelte Karte vom
Stapel abgehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Karte die oberste Karte des Stapels ist und der erste Schritt von
einem separaten Schieber und der zweite Schritt von einem getaktet gesteuerten Saugkopf
ausgeführt wird.
1. A method for singling cards such as check cards, identity cards and the like wherein
the first card of a stack is pushed with its trailing edge, regarded in the singling
direction, into a groove having substantially the thickness of the card until its
leading edge comes free of the range of action of a stop in a first step, and the
card thus presingled is raised from the stack in a second step, characterized in that
the first card is the uppermost card of the stack and both steps are performed by
a sucker controlled in clocked fashion.
2. A method for singling cards such as check cards, identity cards and the like wherein
the first card of a stack is pushed with its trailing edge, regarded in the singling
direction, into a groove having substantially the thickness of the card until its
leading edge comes free of the range of action of a stop in a first step, and the
card thus presingled is raised from the stack in a second step, characterized in that
the first card is the uppermost card of the stack and the first step is performed
by a movement of the stack, the first card being held by a sucker controlled in clocked
fashion, and the second step is performed by the controlled sucker.
3. The method of claim 1 or 2, characterized in that the vacuum of the suction air is
briefly increased during displacement of the card into the singling groove.
4. The method of claim 3, characterized in that the vacuum of the suction air is controlled
in accordance with the signal of a sensor monitoring the singling groove.
5. A method for singling cards such as check cards, identity cards and the like wherein
the first card of a stack is pushed with its trailing edge, regarded in the singling
direction, into a groove having substantially the thickness of the card until its
leading edge comes free of the range of action of a stop in a first step, and the
card thus presingled is raised from the stack in a second step, characterized in that
the first card is the uppermost card of the stack and the first step is performed
by a separate slide and the second step by a sucker controlled in clocked fashion.
1. Procédé pour séparer des cartes, telles que des cartes bancaires, cartes d'identité,
etc., dans lequel, dans une première phase, la première carte d'une pile est engagée,
par son bord arrière, considéré dans le sens de la séparation, suffisamment loin dans
une rainure présentant à peu près l'épaisseur de la carte, pour que son bord avant
se dégage de la zone d'action d'une butée et, dans une deuxième phase, la carte ainsi
préséparée est soulevée de la pile, caractérisé en ce que la première carte est la
carte extrême supérieure de la pile et que les deux phases sont exécutées par une
ventouse commandée en synchronisme.
2. Procédé pour séparer des cartes, telles que des cartes bancaires, cartes d'identité,
etc., dans lequel, dans une première phase, la première carte d'une pile est engagée,
par son bord arrière, considéré dans le sens de la séparation, suffisamment loin dans
une rainure présentant à peu près l'épaisseur de la carte, pour que son bord avant
se dégage de la zone d'action d'une butée et, dans une deuxième phase, la carte ainsi
préséparée est soulevée de la pile, caractérisé en ce que la première carte est la
carte extrême supérieure de la pile et la première phase est exécutée par un déplacement
de la pile, la première carte étant immobilisée par une ventouse commandée en synchronisme
et la deuxième phase est exécutée par la ventouse commandée.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le vide de la ventouse
est brièvement renforcé pendant l'engagement de la carte dans la rainure de séparation.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le vide de la ventouse est
commandé en fonction du signal d'un capteur qui surveille la rainure de séparation.
5. Procédé pour séparer des cartes, telles que des cartes bancaires, cartes d'identité,
etc., dans lequel, dans une première phase, la première carte d'une pile est engagée,
par son bord arrière, considéré dans le sens de la séparation, suffisamment loin dans
une rainure présentant à peu près l'épaisseur de la carte, pour que son bord avant
se dégage de la zone d'action d'une butée et, dans une deuxième phase, la carte ainsi
préséparée est soulevée de la pile, caractérisé en ce que la première carte est la
carte extrême supérieure de la pile et la première phase est exécutée par un poussoir
séparé et la deuxième phase par une ventouse commandée en synchronisme.