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EP 0 339 499 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.12.1993 Patentblatt 1993/50 |
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Anmeldetag: 21.04.1989 |
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Vorrichtung zur Überwachung des Betriebes der Brennerplatte eines Flächenbrenners
Supervision device for the burner plate operation of a panel burner
Dispositif de surveillance du fonctionnement de la plaque de brûleur d'un brûleur
à panneaux
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
28.04.1988 AT 1089/88
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.11.1989 Patentblatt 1989/44 |
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Patentinhaber: |
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- Joh. Vaillant GmbH u. Co.
42810 Remscheid (DE) Benannte Vertragsstaaten: DE ES GR IT LU SE
- n.v. Vaillant s.a.
1620 Drogenbos (BE) Benannte Vertragsstaaten: BE
- VAILLANT S.A.R.L
94537 Rungis Cedex (FR) Benannte Vertragsstaaten: FR
- VAILLANT Ges.m.b.H
1233 Wien (AT) Benannte Vertragsstaaten: AT
- Vaillant Ltd.
Rochester
Kent ME2 4EZ (GB) Benannte Vertragsstaaten: GB
- Vaillant B.V.
1105 BJ Amsterdam (NL) Benannte Vertragsstaaten: NL
- Vaillant GmbH
8953 Dietikon 1 (CH) Benannte Vertragsstaaten: CH LI
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Erfinder: |
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- Kohlmann, Hans-Albrecht
D-5630 Remscheid (DE)
- Pieper, Thomas
D-5632 Wermelskirchen (DE)
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Vertreter: Heim, Johann-Ludwig, Dipl.-Ing. |
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c/o Joh. Vaillant GmbH u. Co
Postfach 10 10 20 42810 Remscheid 42810 Remscheid (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 9, Nr. 7 (M-350)[1730], 12. Januar 1985;& JP-A-59
157 412 (HITACHI) 06-09-1984
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 9, Nr. 322 (M-440)[2045], 18. Dezember 1985;& JP-A-60
155 824 (MATSUSHITA) 15-08-1985
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Strahlungs-Flächenbrenner mit einer Vorrichtung zur
Überwachung des Betriebes der von Gemischaustrittsöffnungen durchsetzten Brennerplatte
mittels mindestens einer die Ionisation im Flammenbereich des Brenners messenden Elektrode,
wobei dieser Elektrode ein begrenzter Bereich der Brennerplatte zugeordnet ist, in
dem die Brennerflammen mit einer größeren Länge als im übrigen Bereich der Brennerplatte
bemessen sind.
[0002] Bei solchen Flächenbrennern wird das aus Brenngas und Verbrennungsluft bestehende,
in optimalen Anteilen vorgemischte Gemisch bereits innerhalb der aus keramischem Material,
Stahlwolle oder dergleichen bestehenden Brennerplatte gezündet und verbrennt mit sehr
kurzen Flammen, die eine sehr kurze Reaktionszeit aufweisen. Diese Flammen können
so kurz sein, daß sie nicht selbst zu sehen sind, sondern nur ein Glühen der Brennerplatte
zu beobachten ist.
[0003] Bei der Überwachung solcher Flächenbrenner ergeben sich deshalb Probleme, weil eine
Überwachung mittels die Ionisation im Flammenbereich messender Elektroden darauf beruht,
daß die Leitfähigkeit und der Gleichrichtereffekt der Brennerflammen für die Ionisationsmessung
maßgebend ist.
[0004] Beispielsweise kann es bei der Einstellung einer Teillast der Brennerleistung zu
Störungen kommen, weil sich an der Oberseite der Brennerplatte keine zur Oberwachung
benutzbaren Flammen ausbilden, sondern die kurzen Brennerflammen in der Brennerplatte
verschwinden und unkontrollierbar werden.
[0005] Zur Lösung dieses Problems ist gemäß der GB-OS 2 076 958 vorgesehen, daß der Elektrode
ein Brennerbereich zugeordnet ist, der längere Flammen aufweist, indem durch Wandöffnungen
diesem Bereich verstärkt Sekundärluft zugeführt wird. Eine Verlängerung der Flammen
wird auch durch besondere Dimensionierung der Gemischaustrittsöffnungen erreicht -
wie aus der JP-OS 59-157 412 bekannt. Nachteilig ist bei beiden Verfahrensweisen die
Instabilität und die erhebliche Schwankungsbreite der Flammenlänge bei sich ändernden
Brennerparametern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine weitere Möglichkeit zur Flammenverlängerung
anzugehen, die sich durch Stabilität und genaue Einstellbarkeit auszeichnet.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß an die Unterseite der Brennerplatte
Gemischführungen ansetzen, die über eine gemeinsame Verbrennungsluftführung und eine
gemeinsame Brennstoffzufuhrleitung gespeist sind, wobei dann von der Brennstoffzufuhrleitung
eine Zweigleitung in einen den begrenzenden Bereich der Brennerplatte speisenden Zweig
der Verbrennungsluftführung mündet, die sich in einer eigenen Gemischführung fortsetzt,
in welcher der Luftanteil geringer bemessen ist als im übrigen Bereich der Brennerplatte.
Die Länge der Brennerflammen kann durch zielführende Querschnittsbemessung der Zweigleitung
oder der Gemischleitung(en) auf einfache und exakt einstellbare Weise örtlich vergrößert
werden.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Strahlungs-Flächenbrenners ist nachstehend
anhand einer Zeichnungsfigur erläutert.
[0008] Die Figur zeigt einen schematischen Vertikalschnitt durch die Gemischführung eines
Flächenbrenners.
[0009] Gemäß dieser Ausführungsform besteht die Brennerplatte 1 aus einem leitenden Material,
z. B. Stahl, Stahlwolle oder dergleichen, und ist gemeinsam mit der Elektrode 3 an
die Stromquelle 7 angeschlossen.
[0010] Die Brennerplatte 1 wird von unten her über eine Gemischführung 8 mit einem Gas-Luft-Gemisch
versorgt. Die Verbrennungsluft strömt dieser Gemischführung 8 über eine Verbrennungsluftführung
9 zu, in der sich ein mit radialen Gasdüsen 10 ausgebildeter Düsenkopf 11 befindet,
der über eine Gaszufuhrleitung 12 mit Brenngas gespeist wird. Eine Zweigleitung 13
dieser Gaszufuhrleitung 12 mündet in einer separaten Gemischführung 14, die nur jenen
Teilbereich 4 der Brennerplatte 1 mit Gemisch versorgt, oberhalb dessen sich die Elektrode
3 befindet. Der Luftanteil in diesem dem Teilbereich 4 zugeführten Gemisch ist durch
zielführende Dimensionierung der Zweigleitung 13 und der separaten Gemischführung
14 so zu bemessen, daß er in dem der Gemischführung 8 zuströmenden Gemisch höher als
in der separaten Gemischführung 14 ist. Dadurch werden die Flammen, die sich an den
Gemischaustrittsöffnungen 5 bilden, zwangsläufig länger als jene, die an den Gemischaustrittsöffnungen
2 ansetzen. Die längeren Flammen befähigen die Elektrode 3 zur Messung der Ionisation
und zur Anzeige des Brennerbetriebes.
1. Strahlungs-Flächenbrenner mit einer Vorrichtung zur Überwachung des Betriebes der
von Gemischaustrittsöffnungen durchsetzten Brennerplatte mittels mindestens einer
die Ionisation messenden Elektrode, wobei dieser Elektrode ein begrenzter Bereich
der Brennerplatte zugeordnet ist, in dem die Brennerflammen mit einer größeren Länge
als im übrigen Bereich der Brennerplatte bemessen sind, dadurch gekennzeichnet, daß
an die Unterseite der Brennerplatte (1) Gemischführungen (8 und 14) ansetzen, die
über eine gemeinsame Verbrennungsluftführung (9) und eine gemeinsame Brennstoffzufuhrleitung
(12) gespeist sind, wobei von der Brennstoffzufuhrleitung (12) eine Zweigleitung (13)
in einen den begrenzten Bereich (4) der Brennerplatte (1) speisenden Zweig (15) der
Verbrennungsluftführung (9) mündet, die sich in einer eigenen Gemischführung (14)
fortsetzt, in welcher der Luftanteil geringer bemessen ist als im übrigen Bereich
der Brennerplatte.
1. A radiant surface burner comprising means for monitoring the operation of the burner
plate, which is formed with mixture exit through openings, by means of at least one
electrode, which measures the ionization in the flame region of the burner and with
which a limited region of the burner plate is associated, in which the burner flames
have a larger length than in the remaining region of the burner plate, characterized
in that mixture-guiding ducts (8 and 14) extend from the underside of the burner plate
(1) and are fed through a common combustion air line (9) and a common fuel supply
line (12), a branch line (13) extends from the fuel supply line (12) into a branch
(15) of the combustion air-guiding duct (9), which branch feeds the limited range
of the burner plate and is continued by a separate mixture-guiding duct (14), which
contains air in a lower proportion than the remaining region of the burner plate.
1. Brûleur à platine à rayonnement avec un dispositif pour contrôler le fonctionnement
correct de la platine, qui est munie de becs à mélange combustible, à l'aide d'au
moins une électrode mesurant l'ionisation au niveau des flammes du brûleur sur une
étendue limitée de la platine où les flammes du brûleur sont plus grandes que sur
le reste de la platine, caractérisé par le fait qu'à la face inférieure de la platine
(1) sont prévues des canalisations de mélange (8 et 14) alimentées par un tuyau d'air
commun (9) et un tuyau de combustible commun (12), un tube (13) partant du tuyau de
combustible (12) et débouchant dans un tube (15) dérivant du tuyau d'air (9) et qui
alimente la partie délimitée (4) de la platine (1) et se prolonge dans un tuyau de
mélange (14) à part dans lequel la part d'air est plus faible que dans la canalisation
pour le reste de la platine.