[0001] Die Erfindung betrifft eine Hammermühle zur Zerkleinerung von Getreide gemäß den
Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Hammermühlen dieser Art dienen beispielsweise zur Verarbeitung von Getreide zu Viehfutter.
[0003] Durch die AT-PS 361 762 ist eine gattungsgemäße Hammermühle bekannt, bei welcher
ein kreisrundes Gehäuse eine Siebtrommel konzentrisch umschließt. Die Siebtrommel
weist ein umfangsseitig durchgehendes Sieb auf. Eine Seitenwand der Siebtrommel ist
in der Fläche geschlossen ausgebildet, während in der anderen Seitenwand ein Einlaß
für das zu zerkleinernde Getreide vorgesehen ist. Im Übergangsbereich von dem Einlaß
auf die Siebtrommel sind Vorschneidmesser angeordnet, wobei eine Abweisscheibe das
axiale Eindringen des vorzerkleinerten Getreides in das Innere der Siebtrommel verhindert.
Das vorzerkleinerte Getreide wird vielmehr durch die Vorschneidmesser radial verdrängt.
[0004] Zwischen der geschlossenen Seitenwand der Siebtrommel und der dem Einlaß gegenüberliegenden
Seitenwand des Gehäuses ist ein Gebläse angeordnet, dessen Flügel sich umfangsseitig
des Siebs der Siebtrommel erstrecken.
[0005] Auf der das Gebläse tragenden Antriebswelle ist im Innern der Siebtrommel ein Rotor
vorgesehen mit insgesamt vier über den Umfang verteilt angeordneten Sätzen von schwenkbaren
Hämmern. Die Hämmersätze vermahlen das Getreide und schleudern es durch das Sieb der
Siebtrommel.
[0006] Zwischen jeweils zwei Hämmersätzen trägt der Rotor darüberhinaus zei bezüglich der
Antriebswelle einander diametral gegenüberliegende Räumwerkzeuge. Diese sind drehfest
mit dem Rotor verbunden. Die Räumwerkzeuge dienen nicht als Schlagwerkzeuge, sondern
sollen lediglich die an der Innenseite der Siebtrommel anhaftenden Lieschen, Spindelteile
und z.B. Maisbrüche abschälen, um eine Verstopfung der Siebtrommel zu verhindern.
[0007] Das umfangsseitig aus der Siebtrommel tretende zermahlene Getreide wird mit Hilfe
des Gebläses über ein tangential an das Gehäuse angeschlossenes Förderrohr abtransportiert.
[0008] Aus der DE-PS 11 33 221 ist eine Hammermühle zum Zerkleinern und Trennen von aus
unterschiedlichen Stoffen bestehenden Mahlgütern bekannt, die mit einem langgestreckten,
an einem Ende ein Guteinlaß aufweisenden Gehäuse versehen ist, in dem ein auf seiner
Unterseite mit einem Sieb versehener Hammerrotor angeordnet ist, der unterschiedlich
gestaltete Hämmer aufweist.
[0009] Diese Hammermühle kann zur Trennung zerquetschter Stiele oder Halme, wie z.B. von
getrocknetem Zuckerrohr, chinesischem Zuckerrohr, Bambus, Schilfrohr, Maishalmen und
dergleichen benutzt werden, um ihre Faser- und Markbestandteile voneinander zu scheiden;
ferner zum Trennen hochwertiger und sonstiger Fasermaterialien, die mit Zement gemischt
sind.
[0010] Der Rotor ist ausgehend vom Einlaßende in eine Mahlzone und daran anschließend in
eine Schlagzone unterteilt. Dabei bestehen die Hämmer der Mahlzone aus einer Mehrzahl
von nebeneinander, über die Länge des Rotors verteilter Hammergruppen, von denen jede
Mahl-, Hebe- und Förderhämmer aufweist, während die Hämmer der Schlagzone Schläger
aufweisen, die eine schonende Behandlung des durch die Schlagzone gehenden groben
Materials ermöglichen, also so gestaltet sind, daß sie das grobe Material nicht wesentlich
zerteilen, sondern im wesentlichen nur der Abtrennung des bereits vorhandenen feinen
Materials, das am groben Material haftet, dienen.
[0011] In der Mahlzone dient eine Art der Hämmer vorwiegend zur Erzeugung des Mahleffekts,
eine andere Art vorwiegend zum Fördern und Auflockern der Mischung, die durch die
Mahlzone geführt wird.
[0012] Die Mahlhämmer sind mit konvexen Hammerflächen und die Hebehämmer mit löffelartigen
Hammerköpfen versehen, während bei den Förderhämmern die Stirnflächen der Hammerköpfe
zum Auslaufende hin abgeschrägt sind. Weiter sind die Hämmer in Bezug auf die benachbarten
Gruppen so angeordnet, daß die Mahlhämmer, die Hebehämmer und die Förderhämmer benachbarter
Gruppen in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt sind. Die Mahlhämmer, die Hebehämmer
und die Förderhämmer benachbarter Gruppen können dabei im Verlauf der Mahlzone je
auf einer Spirale angeordnet sein.
[0013] Ausgehend von der im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschriebenen Hammermühle liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese mit einfachen Mitteln so auszubilden, daß
das Getreide mit vergleichsweise geringem Energieaufwand weitgehend zerschlagen und
nicht zermahlen wird.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0015] Der Leitschläger läuft in dichtem Abstand zur Trommelwandung und schält das im Bereich
der Trommelwandung befindliche Gut ab, und zwar derart, daß es auf den dahinter angeordneten
Prallschläger geleitet wird. Der Prallschläger ist so ausgebildet, daß das vom Leitschläger
abgehobene Gut im spitzen Winkel auf den Prallschläger trifft, dort zerschlagen und
in Richtung auf die Trommelwandung zurückgeworfen wird. Soweit das Gut dann bereits
auf die gewünschte Korngröße zerschlagen ist, tritt es durch die Siebausnehmungen
in der Siebtrommel aus. Größere Körner werden vom nächstfolgenden Leitschläger erfaßt
und wiederum in gleicher Weise wie vorbeschrieben dem Prallschläger zugeführt.
[0016] Zu der Winkelbemessung von Leitplatte des Leitschlägers und Prallplatte des Prallschlägers
ist zu bemerken, daß diese in weiten Bereichen variiert werden kann, je nach Auslegung
der Hammermühle und des zu verarbeitenden Guts. Einflußfaktoren sind hier Drehzahl
des Rotors, Radius der Siebtrommel, zu verarbeitendes Gut und Durchsatzmenge. Beispielhaft
sei angegeben, daß die Leitplatte mit ihrer zur Trommelwandung weisenden Fläche einen
spitzen Winkel von etwa 30° zur Trommeltangente und die Prallplatte mit ihrer Fläche
einen spitzen Winkel von etwa 60° zur Trommeltangente aufweisen kann (Tangente im
fiktiven Berührungspunkt des Schlägers an der Trommel).
[0017] Die Leitplatte des Leitschlägers wird beim Betrieb der Hammermühle, also beim Drehen
des Rotors durch die Zentrifugalkraft so ausgerichtet, daß ihre in Drehrichtung gesehen
vordere Kante in dichtem Abstand zur Trommelwandung läuft. Die nahe der Trommelwandung
vorbeilaufende Leitplatte hebt das im Bereich der Trommelwandung befindliche Gut ab
und leitet es längs dieser Platte in Drehrichtung nach hinten, wo es dann auf den
Prallschläger trifft, zerschlagen und in Richtung auf die Siebtrommel zurückgeworfen
wird. Diese Anordnung der Leitplatte ermöglicht ein Anheben des Guts von der Trommelwandung
unter geringem Reibungswiderstand und verhindert weitgehend ein Zermahlen des Guts
zwischen Leitplatte und Trommelwandung.
[0018] Auf einer Rotorachse können mehrere Leit- oder Prallschläger nebeneinander angeordnet
sein. Bevorzugt ist jedoch auf jeder Achse nur ein Leitschläger bzw. ein Prallschläger
angelenkt, der sich über die gesamte Trommelbreite erstreckt. Dies bietet den Vorteil,
daß das Gut über die gesamte Trommelbreite erfaßt und zerschlagen wird. Die innerhalb
der Trommel befindliche Luft kann zwischen Rotor und Platten um die dazwischen befindlichen
schmalen Tragkörper frei zirkulieren. Im übrigen ist eine solche Ausbildung fertigungstechnisch
günstig, da insgesamt wenig Einzelteile vorzusehen sind. Die Leit- und Prallplatten
können beispielsweise über im äußeren Bereich vorgesehene Tragkörper an die zugehörige
Achse am Rotor angelenkt sein.
[0019] Von Vorteil ist eine Weiterbildung gemäß Anspruch 2. Tragkörper und Platte können
beispielsweise durch Schweißen miteinander verbunden sein. Diese Ausbildung erlaubt
zum einen eine verhältnismäßig leichte Bauweise der Schläger, was eine geringere Belastung
des Rotors und insbesondere der den Rotor aufnehmenden Lager bedeutet. Durch die Platten
am Ende der Tragkörper kann nahezu die gesamte Trommelbreite erfaßt werden, ohne daß
im übrigen Bereich der Trommel ein Gebläseeffekt entsteht, da die Luft im Bereich
der verhältnismäßig schmalen Tragkörper frei zirkulieren kann. Hierdurch wird die
Relativgeschwindigkeit zwischen dem in der Trommel befindlichen Gut und den Schlägern
in vorteilhafter Weise erhöht, so daß das Gut mit hoher Geschwindigkeit auf die Platten
trifft und zerschlagen wird.
[0020] Vorzugsweise sind die Schläger begrenzt gelenkig an einer Achse der am Rotor vorgesehenen
Achsen gelagert, so daß sie über einen gewissen Bereich im Betrieb nach hinten ausweichen
können, wenn sie auf Hindernisse, wie beispielsweise kleine Steine oder dergleichen
treffen. Nach Überwindung eines solchen Hindernisses stellen sich die Schläger dann
aufgrund der Zentrifugalkraft wieder selbsttätig in ihre vorgesehene Arbeitsstellung.
Hierdurch kann einerseits ein vorzeitiger Verschleiß oder eine Beschädigung der Hammermühle
durch Fremdkörper verhindert werden, zum anderen wird ein wirksamer Schutz gegen Überlastung
von Rotor und Antrieb gebildet.
[0021] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 in stark vereinfachter Darstellung einen Schnitt durch eine Hammermühle quer
zur Trommelachse und
Figur 2 einen Schnitt der Mühle längs zur Trommelachse.
[0022] Die Darstellungen dienen ausschließlich zur Erläuterung des Aufbaus und der Wirkungsweise
der Mühle. Sie sind nicht maßstäblich sowie stark vereinfacht gezeichnet.
[0023] Die dargestellte Hammermühle weist ein Gehäuse 1 auf, in dem eine zylindrische Siebtrommel
2 angeordnet ist. Die Siebtrommel 2 ist durch ein zwischen den Wandungen des Gehäuses
1 zylindrisch angeordnetes Sieb gebildet, das seitlich durch die Gehäusewandungen
3 abgeschlossen ist. Die Siebtrommel 2 ist mit Abstand zu den Gehäusewandungen 4 angeordnet
und weist an ihrer Oberseite eine Beschickungsöffnung 5 auf, die durch einen Schieber
6 ganz oder teilweise absperrbar ist.
[0024] Die Beschickungsöffnung 5 ist durch die Oberseite des Gehäuses 1 geführt und bildet
gleichzeitig die Abzugsöffnung eines Vorratsbehälters 7, der an der Oberseite des
Mühlengehäuses 1 sitzt.
[0025] Die Gehäusewandungen 3 sind etwa in der Mitte durch eine Welle 8 eines Rotors 9 durchsetzt.
Die Welle 8 ist in Lagern 10 an der Außenseite des Gehäuses 1 gelagert und weist an
ihrem einen Ende eine Riemenscheibe 11 auf, über die die Mühle mit einem Antriebsaggregat
verbindbar ist.
[0026] Der Rotor 9 weist zwei fest mit der Welle 8 verbundene Scheiben 12 auf, zwischen
denen nahe ihres Außenumfangs Achsen 13 befestigt sind. Die Achsen 13 sind parallel
zur Drehachse 14 der Welle 8 angeordnet. Wie der Schnitt nach Figur 1 zeigt, liegen
die Achsen 13 alle in gleichem radialem Abstand zur Drehachse 14 und sind jeweils
paarweise über den Umfang verteilt angeordnet.
[0027] An jeder Achse 13 ist ein Leitschläger 15 bzw. ein Prallschläger 16 begrenzt gelenkig
gelagert. In Drehrichtung 17 des Rotors 9 gesehen sind Leitschläger 15 und Prallschläger
16 jeweils paarweise entsprechend der Achsenverteilung angeordnet, wobei der Leitschläger
15 in Drehrichtung 17 gesehen vor dem Prallschläger 16 liegt.
[0028] Jeder Leitschläger 15 besteht aus zwei Tragkörpern 18 und einer daran befestigten
Leitplatte 19. Die Tragkörper 18 sind stabförmig ausgebildet und an ihrem einen Ende
an der zugehörigen Achse 13 angelenkt. An dem freien äußeren Ende der Tragkörper 18
ist die diese verbindende Leitplatte 19 angeschweißt. Die Leitplatte 19 ist so angeordnet,
daß sie innerhalb der Siebtrommel 2 frei schwenkbar ist und in ihrer Betriebsstellung
mit der vorderen Kante in dichtem Abstand zur Siebtrommel 2 läuft. Bei dieser Ausführung
bildet die Leitplatte 15 in der dargestellten Betriebsstellung (Figur 1) einen spitzen
Winkel von etwa 30° mit der Tangente der Siebtrommel 2 in diesem Punkt.
[0029] Jeder Prallschläger 16 besteht ebenfalls aus zwei Tragkörpern 20 und einer diese
verbindende Prallplatte 21. Auch hier sind die stabförmigen Tragkörper 20 mit einem
Ende an der zugehörigen Achse 13 angelenkt und an ihrem anderen Ende mit der Prallplatte
21 verschweißt. Die Prallplatte 21 ist so angeordnet, daß sie in Betriebsstellung
mit ihrer hinteren Kante in dichtem Abstand zur Siebtrommelwandung läuft. Die Prallplatte
21 bildet einen in Drehrichtung 17 offenen Winkel mit der Tangente der Siebtrommel
2 in diesem Punkt von etwa 60°.
[0030] Beim Betrieb der Hammermühle wird die Welle 8 des Rotors 9 über die Riemenscheibe
11 und eine damit verbundene, nicht dargestellte Antriebsmaschine in Drehrichtung
17 angetrieben. Die Leitschläger 15 und die Prallschläger 16 richten sich dabei aufgrund
der Zentrifugalkraft etwa radial aus, wie es in Figur 1 dargestellt ist. Dabei laufen
die vorderen Kanten der Leitplatten 19 und die hinteren Kanten der Prallplatten 21
in dichtem Abstand zur Siebtrommelwandung. Durch Öffnen des Schiebers 6 gelangt das
im Vorratsbehälter 7 befindliche Gut, beispielsweise Getreide, über die Beschickungsöffnung
5 in die Siebtrommel 2. Aufgrund von Schwerkraft, Zentrifugalkraft und Luftwirbeln
innerhalb der Siebtrommel 2 beschreibt das in die Trommel 2 eingefüllte Gut dann einen
Weg nahe der Trommelwandung, wie es in Figur 1 durch die dargestellten Pfeile verdeutlicht
ist. Dabei wird es durch die Leitplatte 19 des Leitschlägers 15 von der Trommelwandung
abgehoben und über die Leitplatte 19 aufgrund seiner Massenträgheit in Drehrichtung
17 gesehen nach hinten abgeführt. Kurz hinter dem Leitschläger 15 liegt der Prallschläger
16, auf dessen Prallplatte 21 dann das Gut aufprallt. Der in Figur 1 durch Pfeile
angedeutete Massenstrom des Mahlguts verläuft im Bereich zwischen Leitschläger 15
und Prallschläger 16 etwa tangential, so daß das Gut in einem Winkel von etwa 45°
auf die Prallplatte 21 auftrifft. Durch den Aufprall wird ein Großteil des Guts zerschlagen
und in Richtung auf die Siebtrommel 2 zurückgeworfen. Dabei gelangen die bereits genügend
klein zerschlagenen Partikel durch die Sieböffnungen nach außen in den Bereich zwischen
Gehäuse 1 und Siebtrommel 2. Die größeren Partikel werden zumindest teilweise durch
den Rückstoß an der Prallplatte 21 auf die Siebtrommel 2 geworfen und ebenfalls zerschlagen.
Dieser Vorgang wiederholt sich durch die nachfolgenden Schlägerpaare 15, 16 ständig.
Das Gut wird dabei kontinuierlich aus dem Vorratsbehälter 7 nachgeführt, und das zerschlagene
Getreide über eine Abzugsöffnung 22 an der Unterseite des Gehäuses 1 abgeführt.
Bezugszeichenaufstellung
[0031]
- 1
- - Gehäuse
- 2
- - Siebtrommel
- 3
- - Gehäusewandungen
- 4
- - Gehäusewandungen
- 5
- - Beschickungsöffnung
- 6
- - Schieber
- 7
- - Vorratsbehälter
- 8
- - Welle
- 9
- - Rotor
- 10
- - Lager
- 11
- - Riemenscheibe
- 12
- - Scheiben
- 13
- - Achsen
- 14
- - Drehachse
- 15
- - Leitschläger
- 16
- - Prallschläger
- 17
- - Drehrichtung
- 18
- - Tragkörper 15
- 19
- - Leitplatte 15
- 20
- - Tragkörper 16
- 21
- - Prallplatte 16
- 22
- - Abzugsöffnung
1. Hammermühle zur Zerkleinerung von Getreide, die ein Gehäuse (1) sowie eine vom Gehäuse
(1) mit Abstand umschlossene, mit horizontaler Achse angeordnete zylindrische Siebtrommel
(2) mit einem umfangsseitigen Sieb und mit einer Beschickungsöffnung (5) aufweist,
wobei in der Siebtrommel (2) koaxial ein um eine horizontale Achse (14) umlaufender
Rotor (9) angeordnet ist, an den mit dicht an dem Sieb entlang gleitenden Vorderkanten
Getreide von dem Sieb abhebende Leitelemente (15) sowie das Getreide zerschlagende
Prallschläger (16) angelenkt sind,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Siebtrommel (2) ist seitlich durch die Gehäusewandungen (3) abgeschlossen;
b) die Beschickungsöffnung (5) ist durch die Oberseite des unterhalb der Siebtrommel
(2) eine Abzugsöffnung (22) besitzenden Gehäuses (1) geführt und mündet radial von
oben in die Siebtrommel (2),
c) jeweils ein Leitelement (15) in Form eines Leitschlägers und ein Prallschläger
(16) sind als Schlägerpaar einander zugeordnet, wobei in Drehrichtung jeweils der
vordere Schläger als Leitschläger ausgebildet ist;
d) die sich über die gesamte Breite des Siebs erstreckenden Vorderkanten der Leitelemente
(15) bilden Bestandteil von im spitzen Winkel zum Sieb gestellten, gegen die Drehrichtung
(17) abfallenden Leitplatten (19);
e) die Prallschläger (16) besitzen bezüglich der Leitplatten (19) gegen die Drehrichtung
(17) umfangsseitig versetzte, in Drehrichtung (17) unter einem spitzen Winkel zum
Sieb abfallende, sich ebenfalls über die gesamte Breite des Siebs erstreckende Prallplatten
(21).
2. Hammermühle nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Leitelement (15) und jeder Prallschläger (16) mindestens einen Tragkörper
(18; 20) aufweisen, der an einem Ende begrenzt gelenkig an einer Achse (13) von mehreren
am Rotor (9) vorgesehenen Achsen (13) gelagert ist und am anderen Ende die Leitplatte
(19) bzw. die Prallplatte (21) als Werkzeug besitzt.
1. A hammer mill for pulverising grain and comprising a casing (1) and a cylindrical
screening drum (2) with its axis horizontal and surrounded at a distance by the casing
(1) and having a peripheral screen and a feed opening (5), a rotor (9) rotating around
a horizontal shaft (14) being disposed coaxially in the screening drum, and guide
elements (15) and impact beaters (16) for pulverising the grain are pivoted to the
rotor via front edges sliding in sealing-tight manner along the screen, characterised
by the following features:
a) the screening drum (2) is laterally enclosed by the walls (3) of the casing;
b) the feed opening (5) is guided through the top of the casing (1), which has a withdrawal
opening (22) underneath the screening drum (2) and opens radially from above into
the screening drum (2),
c) the guide elements (15) in the form of a guide beater and an impact beater (16)
are arranged in pairs, each front beater in the direction of rotation being constructed
as a guide beater,
d) the front edges of the guide elements (15), which extend over the entire width
of the screen, are a component of guide plates (19) disposed at an acute angle to
the screen and sloping downwards against the direction of rotation (17), and
e) the impact beaters (16) have baffle plates (21) which are peripherally offset against
the direction of rotation (17) relative to the guide plates (19), slope downwards
to the screen at an acute angle in the direction of rotation (17), and likewise extend
over the entire width of the screen.
2. A hammer mill according to claim 1, characterised in that each guide element (15)
and each impact beater (16) has at least one bearing member (18; 20) which is mounted,
with limited freedom to pivot, on one end of one (13) out of a number of shafts (13)
provided on the rotor, whereas the other end bears a tool in the form of the guide
plate (19) or the baffle plate (21).
1. Concasseur ou broyeur à marteaux destiné au concassage de céréales, comportant un
logement (1) ainsi qu'un tambour cribleur (2) agencé sur un axe horizontal et renfermé
avec un certain espacement dans le logement (1) avec un crible sur le côté périphérique
et une ouverture d'alimentation (5), un rotor (9) en rotation autour d'un axe horizontal
(14) étant agencé coaxialement au tambour cribleur (2), rotor sur lequel sont montés
en articulation des éléments de guidage (15) avec des bords avant coulissant de façon
étanche le long du crible et soulevant les céréales du crible ainsi que les éléments
à percussion (16) frappant les céréales, caractérisé par les particularités suivantes:
a) le tambour cribleur (2) est obturé latéralement par les parois (3) du logement
;
b) l'ouverture d'alimentation (5) est ménagée à travers le côté supérieur du logement
(1) présentant au-dessous du tambour cribleur (2) une ouverture de prélèvement (22)
et aboutissant radialement par le haut dans le tambour cribleur (2) ;
c) un élément directionnel (15) sous forme d'un percuteur directionnel et d'un élément
de percussion (16) formant une paire d'éléments de percussion accouplés ensemble,
dans le sens de rotation l'élément percuteur avant étant conçu sous forme de percuteur
directionnel ;
d) les bords avant des éléments directionnels (15) s'étendant sur toute la largeur
du crible font partie des plaques directionnelles (19) positionnées selon un angle
aigu par rapport au crible en opposition au sens de rotation (17) ;
e) les éléments percuteurs (16) possèdent par rapport aux plaques directionnelles
(19) des plaques de percussion (21) s'étendant par rapport aux plaques directionnelles
(19) en opposition au sens de marche (17) décalées sur le côté périphérique, dans
le sens de rotation (17) formant un angle aigu par rapport au crible et s'étendant
également sur toute la largeur du crible.
2. Concasseur ou broyeur à marteaux selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque
élément directionnel (15) et chaque élément à percussion (16) comportant au moins
un corps de support (18 ; 20) qui est logé sur une extrémité délimitée de façon articulée
sur un axe (13) par plusieurs axes (13) prévus sur le rotor (9) et sur une autre extrémité
possède la plaque directionnelle (19) ou la plaque à percussion (21) en tant qu'outil.