| (19) |
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(11) |
EP 0 341 243 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.09.1991 Patentblatt 1991/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.12.1987 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F02M 41/12 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE8700/570 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8805/128 (14.07.1988 Gazette 1988/15) |
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| (54) |
KRAFTSTOFFEINSPRITZPUMPE FÜR BRENNKRAFTMASCHINEN
FUEL INJECTION PUMPS FOR INTERNAL COMBUSTION ENGINES
POMPE D'INJECTION DE CARBURANT POUR MOTEURS A COMBUSTION INTERNE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
| (30) |
Priorität: |
27.12.1986 DE 3644583
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.11.1989 Patentblatt 1989/46 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HÖFER, Gerald
D-8202 Bad Aibling (DE)
- 1/EHEIM, Franz
verstorben (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 166 995 DE-A- 3 524 387
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DE-A- 3 510 221
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht von einer Kraftstoffeinspritzpumpe nach der Gattung des Hauptanspruchs
aus. Bei einer durch die DE-OS 3203582 bekannten Kraftstoffeinspritzpumpe wird die
erste Austrittsöffnung des ersten Entlastungskanals durch eine als Steueröffnung dienende
Innenringnut am Innenzylinder des Ringschiebers gesteuert, wobei die Innenringnut
ständig über einen Kanal mit dem Entlastungsraum verbunden ist. Die erste Austrittsöffnung
des zweiten Entlastungskanals wird fener durch von der pumpenarbeitsraumseitigen Stirnfläche
des Ringschiebers ausgehende Nuten gesteuert, die derart und in solcher Zahl angeordnet
sind, daß bei jedem zweiten Pumpenkolbenförderhub eine der Nuten in Hubrichtung der
ersten Austrittsöffnung des zweiten Entlastungskanals liegt. Dies führt aber nur dann
zu einer Entlastung des Arbeitsraumes über den ersten Entlastungskanal, die Ringnut
und den zweiten Entlastungskanal so lange eine Verbindung zwischen dem ersten und
dem zweiten Entlastungskanal hergestellt ist und die erste Austrittsöffnung zugleich
in eine der Nuten mündet. Dies ist bei der bekannten Kraftstoffeinspritzpumpe in der
Leerlaufstellung des Ringschiebers der Fall. Wird der Ringschieber in Richtung höherer
Last verschoben, so ist die zweite Austrittsöffnung des zweiten Entlastungskanals
schon verschlossen bevor die erste Austrittsöffnung geöffnet wird. Man erhält dadurch
bei der bekannten Kraftstoffeinspritzpumpe ein lastabhängiges Abschalten der Einspritzung
bei einem Teil der Förderhübe des Pumpenkolbens. Auf diese Weise wird eine Zylinderteilabschaltung
der Brennkraftmaschine bei Niedriglastbetrieb erzielt und der Verbrauch der Brennkraftmaschine
dadurch optimiert, daß die nicht abgeschalteten Zylinder mit relativ höherer Last
und damit höherem Wirkungsgrad betrieben werden.
[0002] Durch die DE-OS 3218275 ist andererseits eine Kraftstoffeinspritzpumpe mit einer
Leiselaufeinrichtung bekannt, bei der vom Pumpenarbeitsraum nur eine Entlastungsleitung
abführt, deren einzige Austrittsöffnung am Pumpenkolbenumfang innerhalb des Entlastungsraumes
ebenfalls durch einen Ringschieber gesteuert wird. Dieser weist ausgehend von seiner
Stirnfläche ebenfalls Nuten auf, die aber einen schlitzförmigen, drosselnden Querschnitt
zur Innenzylindermantelfläche des Ringschiebers haben. Über diese wird beim Förderhub
des Pumpenkolbens und einer entsprechenden Drehstellung des Ringschiebers zuerst die
Verbindung zwischen Austrittsöffnung und Entlastungsraum hergestellt und dann erst
über die von Innenbohrung und Stirnfläche des Ringschiebers gebildete Steuerkante.
Damit wird im Bypass zur zu den Einspritzdüsen geförderten Kraftstoffeinspritzmenge
eine Teilmenge als Leckmenge von der Gesamtförderrate des Pumpenkolbens abgezweigt,
was über eine somit reduzierte Einspritzrate einen leisen Lauf der Brennkraftmaschine
ermöglicht. Durch eine Verdreheinrichtung, die ohne Rücksicht auf die Verstellung
des Ringschiebers durch einen Kraftstoffeinspritzmengenregler arbeitet, läßt sich
die Wirksamkeit der drosselnden Nuten bzw. die Leiselaufeinrichtung abschalten.
[0003] Bei dieser bekannten Kraftstoffeinspritzpumpe ergeben sich jedoch Probleme bezüglich
der Steuerung der über die Drosselquerschnitte abströmenden Kraftstoffmenge. Insbesondere
bestehen Probleme, die Kraftstoffmenge vom Übergang aus dem Leerlaufbereich in den
Teillastbereich kontinuierlich zu erhöhen, damit kein Lastsprung beim Lataufnahme
auftritt. Weiterhin ergeben sich Probleme, wenn der Kraftstoffeinspritzpumpe eine
Spritzbeginnverstelleinrichtung zugeordnet wird, die regelmäßig darin besteht, daß
die erste Austrittsöffnung gegenüber der Antriebswellendrehstellung der Kraftstoffeinspritzpumpe
verstellt wird.
[0004] Durch die DE-A-3510221 ist schließlich eine Kraftstoffeinspritzpumpe der gattungsgemäßen
Art bekannt. Dort ist jedoch als Steuerorgan ein temperaturabhängiges Schieberventil
vorgesehen, das in dem lastabhängig verschiebbaren Ringschieber angeordnet ist und
temperaturabhängig arbeitet derart, daß es bei betriebswarmer Brennkraftmaschine eine
als Drosselbohrung ausgebildete Verbindung zwischen der ersten Austrittsöffnung des
zweiten Entlastungskanals und dem Entlastungsraum verschließt. Diese Einrichtung hat
die Aufgabe, daß bei kalter, bzw. noch nicht betriebswarmer Brennkraftmaschine ein
Teil der vom Pumpenkolben geförderten Kraftstoffmenge über die Drossel abströmen kann,
um somit die Einspritzrate in diesem Betriebsbereich zu verringern und zugleich die
Dauer der Einspritzung zu verlängen. Bei betriebswarmer Brennkraftmaschine wird dagegen
diese Entlastung verhindert.
Vorteile der Erfindung
[0005] Die erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzpumpe mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß eine Leiselaufeinrichtung verwirklichbar
ist, bei der über einen festgelegten Teilhub, der zusätzlich lastabhängig modifizierbar
ist, ein Lecken bzw. eine Einspritzung mit reduzierte Einspritzrate erfolgt, wobei
die Leiselaufeinrichtug unabhängig davon vorzugsweise in Abhängigkeit von Betriebsparametern
der Brennkraftmaschine ruckfrei abgeschaltet werden kann. Bei Vollastbetrieb steht
so die volle Förderleistung der Kraftstoffeinspritzpumpe zur Verfügung. Die Abschaltung
kann vorzugsweise auch in Abhängigkeit von der Last mit ruckfreiem Übergang erfolgen.
Diese Funktion wird dabei in keiner Weise von einer Spritzbeginnverstelleinrichtung
beeinflußt, da die Steueröffnungen breit genug sind, um den ganzen Spritzbeginnverstellbereich
zu decken.
[0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Kraftstoffeinspritzpumpe möglich.
Durch die Ausgestaltung von Anspruch 2 ergibt sich der Vorteil, daß immer ein konstanter
Vorspannhub des Pumpenkolbens vor Beginn der Förderwirksamkeit des Pumpenkolbens und
vor Leckbeginn zur Verfügung steht, so daß Schwankungen der Kraftstoffeinspritzmenge
aufgrund des Totvolumeneinflusses weitgehend vermieden werden. Durch die Verstelleinrichtung
gemäß Anspruch 6 erhält man eine sichere Abschaltung der Leiselaufeinrichtung, wobei
bei der Ausgestaltung gemäß Anspruch 7 noch hinzukommt, daß in einfacher weise die
Abschaltung lastabhängig über die Ringschieberhubbewegung erfolgt ohne daß ein zusätzlicher
Hebel notwendig wird und daß eine zusätzliche Einflußnahme auf den Bereich der wirksamkeit
der Leiselaufeinrichtung, d.h. des Leckens über den Drosselquerschnitt durch das Einstellglied
erfolgen kann.
Zeichnung
[0007] Sieben Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine vereinfachte
im Längsschnitt wiedergegebene Kraftstoffverteilereinspritzpumpe, an deren Konstruktionsprinzip
die Erfindung verwirklicht wird, Figur 2 einen Teilschnitt durch eine Verteilerkrafteinspritzpumpe
der Bauart gemäß Figur 1 mit einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, Figur
3 eine Modifikation der in Figur 2 wiedergegebenen Ausführung als drittes Ausführungsbeispiel,
Figur 4 die Abwicklung des steuerwirksamen Teils von Pumpenmantel und Innenzylindermantel
des Ringschiebers gemaß Ausführungsbeispiel nach Figur 2 mit den dort wiedergegebenen
Nuten als Steueröffnungen, Figur 5 ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung als
Schnitt durch ein Teil des Pumpenkolbens und des Ringschiebers mit einer innerhalb
der Mantelfläche des Innenzylinders des Ringschiebers liegenden Steueröffnung, Figur
6 einen Schnitt senkrecht zur Ausgestaltung nach Figur 5, Figur 7 die Abwicklung des
steuerwirksamen Teils des Pumpenkolbenmantels und des Innenzylindermantels des Ringschiebers
zum Ausführungsbeispiel nach Figur 5, Figur 8 ein viertes Ausführungsbeispiel der
Erfindung mit einer gegenüber den vorstehenden Ausführungsformen abgewandelten Abschalteinrichtung
in Form eines Schieberbolzens eingesetzt in eine Bohrung des Ringschiebers, Figur
9 ein Steuerdiagramm zum Ausführungsbeispiel nach Figur 8 mit einer Kolbenhubkurve
über den Drehwinkel, Figur 10 ein vereinfachtes Steuerdiagramm über die steuerwirksamen
Strecken und Bereiche der Abschaltung der erfindungsgemäßen Leiselaufeinrichtung gemäß
Figur 8, Figur 11 ein fünftes Ausführungsbeispiel der Erfindung als gegenüber Figur
8 modifizierte Ausführungsform, Figur 12 ein sechstes Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung
als Schnitt durch ein Teil des Ringschiebers in Abwandlung zur Ausführung nach Figur
11, Figur 13 ein siebtes Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einer gegenüber Figur
11 abgewandelten Einstellausführung für den Schieberbolzen im Ringschieber und Figur
14 ein Steuerdiagramm zum Ausführungsbeispiel nach Figur 11.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0008] In einem Gehäuse 1 einer in Figur 1 wiedergegebenen Kraftstoffeinspritzpumpe ist
eine Buchse 2 angeordnet, in deren einen Pumpenzylinder 3 bildenden Bohrung 3 ein
Pumpenkolben 4 durch einen Nockenantrieb 5 angetrieben eine hin- und hergehende und
zugleich rotierende Bewegung ausführt. Der Pumpenkolben schließt auf seiner einen
Stirnseite einen Pumpenarbeitsraum 6 ein und ragt zum Teil aus der Pumpenzylinder
3 heraus in einen einen Entlastungsraum bildenden Pumpensaugraum 7, der im Gehäuse
1 eingeschlossen ist.
[0009] Der Pumpenarbeitsraum 6 wird über in der Mantelfläche des Pumpenkolbens angeordnete
Längsnuten 8 und eine radial durch die Buchse 2 hindurchtretende und im Gehäuse 1
verlaufende Saugbohrung 9, die vom Pumpensaugraum 7 ausgeht, mit Kraftstoff versorgt,
solange der Pumpenkolben seinen Saughub bzw. seine untere Totpunktlage einnimmt. Der
Pumpensaugraum wird über eine Förderpumpe 11 aus einem Kraftstoffbehälter mit Kraftstoff
versorgt. Durch ein Drucksteuerventil wird dabei der Druck üblicherweise im Saugraum
drehzahlabhängig gesteuert, um somit z.B. hydraulisch über einen drehzahlabhängig
gesteuerten Druck eine drehzahlabhängige Spritzverstellung vornehmen zu können. Dabei
wird in bekannter Weise der Hubbeginn des Pumpenkolbens mit steigender Drehzahl auf
Früh verstellt.
[0010] Vom Pumpenarbeitsraum 6 führt im Pumpenkolben ein Längskanal in Form einer Sackbohrung
ab und wird als Entlastungskanal 14 bezeichnet. Von diesem zweigt eine Querbohrung
15 ab, die zu einer ersten Austrittsöffnung 16 am Umfang des Pumpenkolbens 4 führt,
in einen Bereich, in dem dieser in den Saugraum 7 ragt. In diesem Bereich ist auf
dem Pumpenkolben ein Mengenverstellorgan in Form eines Ringschiebers 18 angeordnet,
der mit der Mantelfläche 17 seines Innenzylinders dicht auf dem Pumpenkolben gleitet,
verdreh- und verschiebbar ist und mit einer durch die Mantelfläche 17 und seine obere
Stirnseite gebildete erste Steuerkante 19 die erste Austrittsöffnung 16 steuert.
[0011] Vom Entlastungskanal 14, zweigt ferner eine Radialbohrung 20 ab, die zu einer Verteileröffnung
21 am Pumpenkolbenumfang führt. Im Arbeitsbereich dieser Verteileröffnung zweigen
in einer radialenEbene vom Pumpenzylinder 3 Förderleitungen 22 ab, die entsprechend
der Zahl der mit Kraftstoff zu versorgenden Zylinder der zugehörigen Brennkraftmaschine
am Umfang des Pumpenzylinders 3 verteilt angeordnet sind. Die Förderleitungen führen
über je ein Ventil 23, das als Rückschlagventil oder als Druckentlastungsventil in
bekannter Weise ausgestaltet ist, zu den nicht gezeigten Kraftstoffeinspritzstellen.
Zu diesen wird, sobald bei Beginn des Förderhubs des Pumpenkolbens nach einer entsprechenden
Verdrehung desselben die Saugbohrung 9 durch die Mantelfläche des Pumpenkolbens verschlossen
ist, der im Pumpenarbeitsraum 6 befindliche Kraftstoff über den Entlastungskanal 14,
die Radialbohrung 20 und die Verteilernut 21 gefördert. Diese Förderung wird dann
unterbrochen, wenn im Laufe des Pumpenkolbenhubs die erste Austrittsöffnung 16 durch
den Ringschieber geöffnet wird und in Verbindung mit dem Saugraum 7 kommt. Ab diesem
Punkt wird der vom Pumpenkolben verdrängte restliche Kraftstoff nur noch in den Saugraum
gefördert. Je höher der Ringschieber 18 zum Pumpenarbeitsraum hin verstellt ist, desto
größer ist die vom Pumpenkolben geförderte Kraftstoffeinspritzmenge.
[0012] Der für die Verstellung des Ringschiebers vorgesehene Kraftstoffeinspritzmengenregler
25 weist einen Spannhebel 26 auf, der um eine Achse 27 schwenkbar, einarmig ausgebildet
ist und an seinem Hebelarmende mit einer Regelfederanordnung 28 gekoppelt ist, durch
die er zu einem Vollastanschlag 32 hin schwenkbar ist. Diese besteht aus einer Leerlauffeder
29, die zwischen dem Kopf eines Kupplungsgliedes 30 und dem Spannhebel angeordnet
ist, wobei das Kupplungsglied 30 durch eine Öffnung im Spannhebel durchgesteckt ist
und am anderen vom Kopf abgewandten Ende mit einer Hauptregelfeder 31 verbunden ist.
Diese ist wiederum an ihrem anderen Ende an einem Schwenkarm 33 eingehängt, der über
eine durch das Pumpengehäuse durchgeführte Welle 34 mit einem Verstellhebel 35 verstellbar
ist. Der Verstellhebel ist dabei zwischen einem einstellbaren Vollastanschlag 36 und
einem einstellbaren Leerlaufanschlag 37 willkürlich von einer Bedienungsperson betätigbar.
Zum Beispiel wird der Verstellhebel 35 mit dem Gaspedal verbunden, das der Fahrer
des Kraftfahrzeuges, das mit der Brennkraftmaschine und der Einspritzpumpe ausgerüstet
ist, entsprechend seinem Drehmomentwunsch betätigt. Statt der hier gezeigten einfachen
Schraubenfeder als Hauptregelfeder können natürlich auch andere Regelfederanordnungen
verwendet werden, die mehrstufig und/oder vorgespannt ausgeführt sind.
[0013] Um die Achse 27 ist ferner ein Starthebel 39 schwenkbar, der zweiarmig ausgeführt
ist und mit einem Arm über einen Kugelkopf 40 in eine in einer Radialebene zum Ringschieber
verlaufende Quernut 41 eingreifend mit dem Ringschieber gekoppelt ist. Der andere
Arm des Starthebels weist eine Blattfeder 49 auf, die sich als Startfeder gegen die
Spannhebel 26 spreizend an diesem abstützt. Auf eben diesen Hebelarm des Starthebels
39 wirkt das Stellglied 42 eines Drehzahlgebers in Form einer Fliehkraftstellanordnung
43 bekannter Bauart. Diese wird synchron zur Antriebswelle 44 der Kraftstoffeinspritzpumpe
über ein Zahnradgetriebe 45 angetrieben. Mit zunehmender Drehzahl werden also nach
dem Start das Stellglied 42 zusammen mit dem Starthebel 39 und dem Ringschieber 18
entgegen der Kraft der Startfeder 49 verschoben, bis der Starthebel am Vollastanschlag
32 anliegenden Spannhebel 26 zur Anlage kommt. Im Laufe dieser Bewegung wird der Ringschieber
von einer höchsten, pumpenarbeitsraumnächsten Stellung entsprechend einer Startmengeneinstellung
zur Pumpenkolbenantriebsseite hin verstellt und dabei die Startübermenge abgeregelt.
Kommt der Starthebel zur Anlage an den Spannhebel, so werden beide Hebel bei steigender
Drehzahl entgegen der Kraft der Leerlauffeder 29 vom Vollstanschlag 32 weggeschwenkt,
bis dann anschließend an den Leerlaufbereich die Hauptregelfeder 31 zur Wirkung kommt.
Je nach Ausgestaltung dieser Feder als All-Drehzahlreglerfeder oder als Leerlaufenddrehzahlreglerfeder
wird der Spannhebel bei Erreichen der eingestellten Drehzahl weiter bewegt und der
Ringschieber 18 zur Reduzierung der Einspritzmenge verschoben. Je nach Stellung des
Verstellhebels 35 wird also bei einer bestimmten Drehzahl eine größere oder geringere
Kraftstoffeinspritzmenge eingespritzt.
[0014] Zur Einstellung ist die Achse 27 auf einem Einstellhebel 46 gelagert, der um eine
gehäusefeste Achse 47 schwenkbar ist und durch eine Feder in Anlage an einem einstellbaren
Anschlag 48 gehalten wird.
[0015] Soweit bisher beschrieben entspricht die Kraftstoffeinspritzpumpe einer bekannten
Ausgestaltung. In Figur 2 ist nun die erfindungsgemäße Weiterbildung für ein erstes
Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, die aus folgendem besteht: Außer dem
Entlastungskanal 14, der im folgenden als erster Entlastungskanal bezeichnet wird,
ist im Pumpenkolben ein zweiter Entlastungskanal 51 vorgesehen, der neben dem ersten
Entlastungskanal von einer zweiten Austrittsöffnung 52 am Mantel des Pumpenkolbens
innerhalb des Pumpenzylinders 3 zu einer ersten Austrittsöffnung 53 am Mantel des
Pumpenkolbens führt im Bereich des auf den Pumpenkolben verschiebbaren Ringschiebers
18. Die zweite Austrittsöffnung ist über eine Drosselbohrung 54, mit dem aus einer
Sackbohrung hergestellten zweiten Entlastungskanal 51 verbunden. Die zweite Austrittsöffnung
52 mündet im Bereich einer an der Wand des Pumpenzylinders 3 vorgesehenen Ringnut
55, mit der auch eine zweite Austrittsöffnung 56 des ersten Entlastungskanals 14 im
Laufe des Pumpenkolbenhubs in Verbindung kommt. Diese zweite Austrittsöffnung 56 wird
durch einen vom ersten Entlastungskanal 14 abzweigenden radialen Kanal 57 gebildet.
Die Zuordnung der zweiten Austrittsöffnungen 52 und 56 zur Ringnut 55 sind derart,
daß die zweite Austrittsöffnung 52 des zweiten Entlastungskanals bereits in der unteren
Totpunktstellung des Pumpenkolbens bei Beginn seines Förderhubes mit der Ringnut 55
in Verbindung steht, ab einem Hub hx aber durch die Wand des Pumpenzylinders 3 wieder
verschlossen wird. Die zweite Austrittsöffnung 56 des ersten Entlastungskanals kommt
mit der Ringnut 55 erst nach einem Hub sv, der kleiner ist als der Hub hx, mit der
Ringnut 55 in Verbindung. Über diesen Hub wird vom Pumpenkolben bei durch den Ringschieber
verschlossener erster Austrittsöffnung 16 Kraftstoff gefördert, der aber nur der Verdichtung
des Kraftstoffes im Pumpenarbeitsraum 6 und in der anschließenden Verbindung zur jeweils
angesteuerten Einspritzdüse dient. bis ein Hochdruck nahe oder gleich dem Öffnungsdruck
des Einspritzventils entsteht. Nach dem Vorhub sv kann dann eine Hochdruckeinspritzung
erfolgen.
[0016] Nach Herstellung der Verbindung der zweiten Austrittsöffnung 56 mit der Ringnut 55
kann aber Kraftstoff über die Ringnut 55, die zweite Austrittsöffnung 52 den zweiten
Entlastungskanal 51 und dessen erste Austrittsöffnung 53 abströmen, soweit letztere
geöffnet ist. In der in Figur 2 gezeigten Stellung des Ringschiebers mündet diese
in eine am Ringschieber vorgesehene Steueröffnung in Form einer Nut 58, die ausgehend
von der pumpenantriebsseitigen Stirnseite des Ringschiebers in diesen eingearbeitet
ist. In diesem Falle kann Kraftstoff gedrosselt über die Drosselbohrung 54 parallel
zur Förderung in die jeweilige Druckleitung 22 abströmen, was die einspritzwirksame
Förderrate des Pumpenkolbens mindert. Durch Dimensionierung der Drossel kann dabei
eine gewünschte Förderrate erzielt werden, die einen leisen Verbrennungsablauf in
den Zylindern der Brennkraftmaschine bewirkt. Die maximale Dauer dieses "Leckens"
über den zweiten Entlastungskanal 51 wird durch die Hublänge hx-sv bestimmt. Danach
wird die zweite Austrittsöffnung 52 verschlossen und es fördert der Pumpenkolben mit
seiner konstruktiv gegebenen Förderrate. Dieser Förderhub wird dann beendet, wenn
die erste Austrittsöffnung 16 des ersten Entlastungskanals 14 durch die zwischen Mantelfläche
17 des Innenzylinders des Ringschiebers 18 und dessen pumpenarbeitsraumseitiger Stirnseite
gebildete erste Steuerkante 19 geöffnet wird. Dieser Hub ist umso größer, je weiter
der Ringschieber 18 zum Pumpenarbeitsraum hin durch den Kraftstoffeinspritzmengenregler
verschoben ist. Nuten, wie die die Nut 58, sind am Ringschieber verteilt angeordnet,
und zwar dann, wenn nur eine erste Austrittsöffnung 53 des zweiten Entlastungskanals
vorgesehen ist, in gleicher Anzahl und Drehwinkelverteilung wie der Pumpenkolben Förderhübe
pro Umdrehung ausführt. Bei Hubbeginn des Pumpenkolbens steht dann im Leerlaufbereich
die erste Austrittsöffnung 53 bereits mit einer der Nuten 58 in Verbindung. Wird die
Brennkraftmaschine zur Versorgung einer geraden Anzahl von Zylindern einer Brennkraftmaschine
vorgesehen, so können statt einer auch zwei einander diametral gegenüberliegende Austrittsöffnungen
53 vorgesehen werden. Die Zahl der Nuten 58 halbiert sich dann und sie liegen dann
in einfachem Drehwinkelabstand voneinander, wie z.B. in Figur 6 gezeigt. Dort beträgt
der Abstand 90 Grad bei Versorgung einer Vierzylinderbrennkraftmaschine.
[0017] Die oben beschriebene Leiselaufeinrichtung ist ferner abschaltbar ausgeführt. Dazu
muß der Ringschieber 18 so weit verdreht werden, daß die zweite Austrittsöffnung 53
des zweiten Entlastungskanals 51 bei Hubbeginn des Pumpenkolbens bzw. spätestens nach
Durchlaufen des Vorhubes sv vollständig geschlossen ist und es auch im Laufe des anschließenden
Pumpenkolbenförderhubes bleibt. Zu diesem Zweck ist der Ringschieber 18 mit einer
Verdreheinrichtung 60 versehen, die einen Winkelhebel 61 aufweist, an dessen einem
Hebelarm ein Kugelkopf 62 sitzt, der als Gleitteil in eine Längsnut 63 am Ringschieber
eingreift. Diese Längsnut liegt z.B. wie in Figur 2 gezeigt diametral dem Angriff
des Kugelkopfs 40 gegenüber und verläuft in Längsrichtung zur Pumpenkolbenachse. Der
Winkelhebel 61 ist auf einer gehäusefestverankerten Achse 64 gelagert, auf der ebenfalls
das Ende des anderen, U-förmig gebogenen Hebelarms 65 des Winkelhebels schwenkbar
angeordnet ist. Der U-förmig gebogene andere Hebelarm ist über eine hier nicht dargestellte,
einen Freilauf enthaltene Übertragungseinrichtung mit dem Verstellhebel 85 gekoppelt
und kann synchron zu diesem bewegt werden. Dabei erfolgt eine Verstellung des Ringschiebers
in Drehrichtung mit Beginn der Ausschwenkbewegung des Verstellhebels 35 von seinem
Leerlaufanschlag bis in einer Teilstellung des Verstellhebels 35 die Ringschieberdrehstellung
eine Endstellung erreicht hat. Bei Weiterbewegung des Verstellhebels wird diese Bewegung
über den vorgesehene Freilauf abgefangen. In der verdrehten Stellung des Ringschiebers
18 werden die Nuten 58 so weit versetzt, daß die zweite Austrittsöffnung 53 des zweiten
Entlastungkanals nicht mehr in Verbindung mit einer dieser Nuten kommt und der volle,
ursprüngliche Pumpenkolbenhub zur Förderung von Einspritzmenge zur Verfügung steht.
[0018] In Figur 4 ist eine Abwicklung des Kolbenmantels und der Mantelfläche 17 des Innenzylinders
des Ringschiebers dargestellt. Dieser Abwicklung sind die Stellungen der Steueröffnung
bzw. der Querschnitte der Nuten 58 sowie der ersten Austrittsöffnung 53 und der ersten
Austrittsöffnung 16 im 90 Grad Drehwinkelabstand wiedergegeben. Ferner ist eine Pumpenkolbenerhebungskurve,
entlang der sich die erste Austrittsöffnung 53 des zweiten Entlastungskanals 51 in
bezug auf die Steueröffnung 58 bewegt. Es ist ferner gestrichelt die Position der
Steueröffnung eingetragen, wenn der Ringschieber zwecks Abschalten verdreht wurde.
[0019] In Figur 3 ist eine Variante zum Ausführungsbeispiel nach Figur 2 gezeigt, bei der
als zweite Austrittsöffnung 52 des zweiten Entlastungskanals 51 eine Ausnehmung 67
vorgesehen ist, die über eine Drosselbohrung 54′ mit dem zweiten Entlastungskanal
51 verbunden ist. Die Ausnehmung hat vorzugsweise zu den Begrenzungskanten der Ringnut
55 parallele Begrenzungskanten. Diese Ausführung erlaubt eine exaktere Einstellung
des Hubes, ab dem wirksam die Verbindung zwischen zweitem Entlastungskanal 51 und
erstem Entlastungskanal 14 unterbrochen wird. Statt der Anordnung der Drossel an der
in Figuren 2 und 3 vorgesehenen Stelle zwischen zweiter Austrittsöffnung 52 und deren
Verbindung zum zweiten Entlastungskanal 51 kann die Drossel auch an anderer Stelle
vorgesehen werden. Dazu kann z.B. eine Drosselbohrung zwischen erster Austrittsöffnung
53 und zweitem Entlastungskanal 51 vorgesehen werden oder die Drossel in die Verbindung
zwischer zweiter Austrittsöffnung 56 des ersten Entlastungskanals und diesem geschaltet
werden. Die in Figur 2 und 3 gezeigten Lösungen und die letztgenannte Lösung haben
den Vorteil, daß das Volumen des Hochdruckteils stromaufwärts der Drossel geringer
ist und somit auch das schädliche Totvolumen.
[0020] Statt der von der Pumpenantriebsseite ausgehenden Nuten 58 gemäß Ausführungsbeispiel
nach Figur 2 ist es in Abwandlung dazu gemäß Ausgestaltung nach Figur 5 möglich, die
Steueröffnung als fensterförmige Öffnung innerhalb der Mantelfläche 17 des Innenzylinders
des Ringschiebers auszubilden. Bei dem in Figur 5 wiedergegebenen Schnitt durch ein
Teil des Pumpenkolbens und den Ringschieber weist dieser einen Radialkanal 69 auf,
dessen Eintritt in die Mantelfläche 17 des Ringschiebers als rechteckförmiges Fenster
71 mit zur ersten Steuerkante 19 parallelen Begrenzungskanten ausgebildet ist. Dieses
Fenster wirkt in analoger Weise zur Nut 58. Vorzugsweise wird auch hier der zweite
Entlastungskanal 51 mit zwei ersten Austrittsöffnungen 53 versehen, denen dann nur
noch die Hälfte an Steueröffnungen bzw. Fenstern 71 der Zahl, die notwendig wäre,
wenn nur eine zweite Austrittsöffnung 53 vorgesehen wäre, zugerechnet ist. Somit werden
symmetrisch zu der durch die Längsnut 63 und den Angriffspunkt des Kugelkopfes 40
gebildeten Achse zwei Radialkanäle 69 mit je einem Fenster 71 bei einer Verteilereinspritzpumpe
vorgesehen, die zur Versorgung von vier Brennkraftmaschinenzylindern dient. Diese
Anordnung ist dem Schnitt aus Figur 6 zu entnehmen. Im übrigen gilt das zu Figuren
2 und 3 Gesagte. Insbesonder können auch hier Drosseln in der Verbindung zwischen
den ersten Austrittsöffnungen 53 zum zweiten Entlastungskanal 51 vorgesehen werden.
[0021] Figur 7 zeigt für das Ausführungsbeispiel nach Figur 5 analog zu Figur 4 die Abwicklung
der Mantelfläche 17 des Innenzylinders des Ringschiebers 18. Auch hier ist eine Pumpenkolbenerhebungskurve
gezeigt, der die erste Austrittsöffnung 53 des zweiten Entlastungskanals 51 folgt.
Es sind verschiedene Positionen der ersten Austrittsöffnung 53′ dargestellt und zugleich
auch die Abschaltposition des Ringschiebers mit dem Fenster 71′. Wie auch bei Figur
4 ist hier erkennbar, daß die Breite des Fensters 71 bzw. der Nut 58 eine Variation
der Spritzverstellung zuläßt, ohne die Funktion des Leiselaufes zu beeinflussen. In
dem Diagramm ist als konzentrisch kleiner Kreis zum Außenumfang der ersten Austrittsöffnung
53 eine Drosselbohrung 72 gezeigt, die die Drosselbohrung 54, wie sie in Figur 2 vorgesehen
ist, ersetzt. Die Abschaltung der Leiselaufeinrichtung erfolgt hier in gleicher Weise
wie im Vorstehenden beschrieben.
[0022] Bei einem vierten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 8 erfolgt nun jedoch die Abschaltung
auf eine andere Art und Weise. Ausgehend von dem Ausführungsbeispiel nach Figur 5,
das als Steueröffnung ein bzw. mehrere Fenster 71 aufweist, die mit einem Kanal 69
verbunden ist, der radial den Ringschieber durchdringt und in den Saugraum 7 mündet,
ist hier der Ringschieber jedoch nicht verdrehbar ausgestaltet. Stattdessen ist im
Ringschieber eine Bohrung 73 vorgesehen, die parallel zur Achse des Innenzylinders
des Ringschiebers 18 liegt und den Radialkanal 69 voll schneidet. In dieser Bohrung
ist dicht verschiebbar ein Schieberbolzen 74 angeordnet, der zur Pumpenarbeitsraumseite
an seinem herausragenden Ende einen Kopf 75 aufweist, den eine Koppelfeder 76 hintergreift
und in Anlage an ein Einstellglied 78 hält. Dieses ist ein parallel zum Pumpenzylinder
3 durch das Pumpengehäuse geführter Bolzen, der durch eine Einstelleinrichtung betätigbar
ist. Dieser Bolzen steht im wesentlichen fest eingestellt still, so daß bei einer
Axialverstellung des Ringschiebers 18 der Schieberbolzen 74 in der Bohrung 73 verschoben
wird. Zur Steuerung des Durchtritts des Radialkanals 69 weist der Schieberbolzen 74
im ausgeführten Beispiel eine Ringnut 79, die nach einer bestimmten Hubverstellung
sy des Ringschiebers 18 aus seiner Leerlaufstellung heraus durch die Wand der Bohrung
73 verschlossen wird. Entsprechend wird auch der Radialkanal 69 geschlossen und ein
Lecken von Kraftstoff über den zweiten Entlastungskanal 51, wie eingangs beschrieben,
verhindert. Es ergibt sich hier also ebenfalls eine lastabhängige Abschaltung der
Leiselaufeinrichtung, wobei die freie Verschiebbarkeit des Schieberbolzens 74 den
in vorstehenden Ausführungsbeispielen notwendigen Freilauf ersetzt. Darüber hinaus
ergibt sich über die Einstellmöglichkeit des Einstellgliedes 78 eine exakte Einstellung
und die Möglichkeit dieser Einstellung auch in Abhängigkeit von bestimmten Betriebswerten
zu verändern. Dies wären dann Parameter, die insbesondere Einfluß auf den leisen Lauf
der Brennkraftmaschine nehmen bzw. davon abhängig sind. Da sich hier mit vertretbarem
Aufwand nur eine Steueröffnung verwirklichen läßt, sind am Pumpenkolben entsprechend
der Zahl der Pumpenübe des Pumpenkolbens pro Umdrehung erste Austrittsöffnungen 52
vorgesehen.
[0023] Zur Funktion des Ausführungsbeispiels nach Figur 8 ist in Figur 9 der Pumpenkolbenhub
über den Drehwinkel dargestellt. Wie bei den vorstehenden Ausführungsbeispielen wird
erst nach einem Vorhub sv die Verbindung zwischen Pumpenarbeitsraum und erster Austrittsöffnung
53 des zweiten Entlastungskanals 51 hergestellt. In diesem Falle ist es die zweite
Austrittsöffnung 52 des zweiten Entlastungskanals 51, die zunächst durch die Wand
des Pumpenzylinders 3 bei Hubbeginn des Pumpenkolbens verschlossen ist. Die zweite
Austrittsöffnung 56 des ersten Entlastungskanals 14 dagegen steht bereits von Anfang
an mit der Ringnut 55 in Verbindung und wird nach einem Hub hx verschlossen. Die hier
gezeigte Ausführung stellt eine äquivalente Ausführung zum Ausführungsbeispiel nach
Figur 2 in diesem Punkte dar. In Figur 9 ist nun der Gesamthub des Pumpenkolbens hx
eingetragen, über den der Pumpenarbeitsraum Verbindung zur Ringnut 55 hat. Die Differenz
zwischen den Hüben hx und sv stellt die Strecke des Leckens bzw. der verminderten
Kraftstoffeinspritzrate hl dar. Das Diagramm in Figur 10 nimmt Bezug auf die spezielle
Ausführung nach Figur 8 und der Ausgestaltung der Abschaltung, und zwar als Diagramm
des Kolbenhubs über der Last. In diesem Diagramm ist mit sy die Ringschieberstellung
eingestellt. bei der eine Abschaltung der Leiselaufeinrichtung auftritt. Weiterhin
ist als Parallele zur Abszisse der Vorspannhub sv eingetragen und parallel dazu der
Hub hx, bei der über die Ringnut 55 ein Lecken unterbunden wird. Ferner ist als schräge
Gerade, von Nullast bis Vollast ansteigend der Hub aufgetragen, bei dem durch Öffnen
der ersten Austrittsöffnung 16 des ersten Entlastungskanals die Hochdruckförderung
des Pumpenkolbens grundsätzlich beendet wird. Je nach Stellung des Ringschiebers verändert
sich dabei der größtmögliche Hub von dem Förderendehub bei Leerlauf h
FEL bis zum Förderendehub bei Vollast h
FEV. Man erkennt aus diesem Diagramm, daß mit zunehmender Last auch bei Lecken ausgehend
von dem Leerlaufbereich eine Zunahme der Einspritzmenge erfolgt über eine Restförderung
mit voller Förderrate im Anschluß an die Förderung hl mit verminderter Förderrate.
Auf diese Weise ist optimal eine Lastaufnahme gegeben. Dadurch daß ferner der Abströmquerschnitt
durch allmähliches Verschließen des Radialkanals 69 abnimmt, ergibt sich auch hier
ein kontinuierlicher Übergang aus dem Leerlaufbereich mit reduzierter Einspritzrate
zu Teil- und Vollastbereichen mit voller Einspritzrate. Die Ausgestaltung hat den
Vorteil, daß die Abschalteinrichtung wenig bewegte Teile aufweist und gesichert im
innern der der Kraftstoffeinspritzpumpe angeordnet ist. Von außen ist zur Einstellung
nur das Einstellglied zu verstellen, während die lastabhängige Abschaltung automatisch
durch den Regler erfolgt.
[0024] Figur 12 zeigt eine Variante zum Ausführungsbeispiel nach Figur 8, bei der die eine
Begrenzungskante der Ringnut 79′, die den Schließvorgang des radialen Kanals 69 bestimmt,
kegelförmig ausgebildet ist. Hiermit kann das Übergangsverhalten noch besser gesteuert
werden. Auch das gedrosselte Abströmen, wie das in den vorhergehenden Auführungsbeispielen
durch die Drosselbohrung 54 bestimmt war, kann an dieser Stelle gesteuert werden.
Eine Einflußnahme in Abhängigkeit von Betriebsparametern ist dabei über das Einstellglied
78 möglich. Statt der Ringnut kann der Schieberbolzen grundsätzlich auch mit einem
Querkanal versehen werden, wobei allerdings die Drehstellung des Schieberbolzens gesichert
werden muß.
[0025] Einstellmöglichkeiten ergeben sich ferner in abgewandelter Form durch das Ausführungsbeispiel
nach Figur 13, wo statt einer Ringnut mit einander parallelen Begrenzungskanten am
Schieberbolzen 74′ eine ringförmige Ausnehmung vorgesehen ist, dessen eine Begrenzungskante
81 in einer radialen Ebene zur Achse des Schieberbolzens liegt und dessen andere steuernde
zweite Begrenzungskante 82 zur Radialebene geneigt ist. Weiterhin weist der Schieberbolzen
74′ an seinem Kopf 75′ eine Verzahnung 84 auf, die mit einer entsprechenden Verzahnung
eines hier zur Achse des Schieberbolzens 74′ versetzt gelagerten Einstellglieds 78˝
eingreift. Durch Drehen dieses Einstellglieds 78˝ wird der Schieberbolzen 74 verdreht
und der Ringschieberhub, bei dem der Radialkanal 69 verschlossen wird, verändert.
Der Kopf 75 des Schieberbolzens 74′ wird durch eine Koppelfeder 76 in Anlage am Pumpengehäuse
gehalten. Ein zur Achse des Schieberbolzens versetzt angeordnetes Einstellglied kann
auch dann verwendet werden, wenn zwischen Einstellglied und Kopf 74 ein am Pumpengehäuse
befestigtes federndes Element geschaltet ist. Das Einstellglied kann in diesem Fall
wie beim Ausführungsbeispiel nach Figur 11 zur Einstellung axial verschoben werden.
Grundsätzlich kann mit Hilfe des Einstellglieds bei entsprechender Betätigungssteuerung
auch ein Abstellen der Leiselaufeinrichtung anstelle einer Abstellung durch die Verstellung
des Ringschiebers durch den Kraftstoffeinspritzmengenregler erfolgen.
[0026] Mit Figur 11 ist schließlich ein siebtes Ausführungsbeispiel dargestellt, das als
Weiterbildung des Ausführungsbeispiels nach Figur 8 ausgeführt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist der zweite Entlastungskanal 51′ mit seiner zweiten Austrittsöffnung 52′ in ständiger
Verbindung mit der Ringnut 55. Die zweite Austrittsöffnung 56 des ersten Entlastungskanals
14 hingegen ist bei Beginn des Pumpenkolbenhubs mit der Ringnut 55 in Verbindung,
wird dann aber nach Durchlaufen eines Hubes der Größe hx verschlossen. Der beim Ausführungsbeispiel
nach Figur 8 vorgesehene Vorhub sv, über den der Pumpenkolben mit voller Förderrate
zum Vorspannen des hochdruckseitigen Volumens fördert, ist hier an anderer Stelle
verwirklicht. Statt wie beim Ausführungsbeispiel nach Figuren 2, 5 oder 8, wo mit
Hubbeginn die erste Austrittsöffnung 53 des zweiten Entlastungskanals bereits mit
der Steueröffnung 58 bzw. 71 verbunden war, ist hier die erste Austrittsöffnung 53′
des zweiten Entlastungskanals bei Hubbeginn zunächst durch die Mantelfläche 17 des
Ringschiebers 18 verschlossen. Als Steueröffnung ist ferner eine Ringnut 85 vorgesehen,
die in die Mantelfläche 17 des Ringschiebers eingearbeitet ist und die über einen
Radialkanal 69′ entsprechend dem Radialkanal 69 von Figur 8 mit dem Saugraum 7 bzw.
dem Entlastungsraum verbunden ist. Der Durchtritt des Radialkanals 69′ wird in gleicher
Weise wie bei den Ausführungsbeispielen nach Figur 8, 12 oder 13 durch einen Schieberbolzen
74 gesteuert. der z.B. eine Ringnut 79 aufweist.
[0027] Die Steuerung dieser Ausführungsvariante erfolgt folgendermaßen: Nach einem anfänglichen
Hub sx kommt die erste Austrittsöffnung 53 in Verbindung mit der Ringnut 85. Ab diesem
Punkt kann Kraftstoff über eine der ersten Austrittsöffnung 53 vorgeschaltete Drossel
54′ als Leckstrom abfließen, so lange der Pumpenkolbenhub kleiner ist als hx oder
das Förderende des Pumpenkolbens h
FE, bei dem die erste Entlastungsöffnung 16 durch die Steuerkante 19 des Ringschiebers
aufgesteuert wird, nicht erreicht ist. Wie beim Ausführungsbeispiel nach Figur 8 wird
durch die Verstellung des Ringschiebers 18 zu höherer Last die Leiselaufeinrichtung
abgeschaltet, indem die eine Begrenzungskante der Ringnut 79 den Radialkanal 69′ verschließt.
Dies erfolgt nach einem Ringschieberhub sy, wie er dem Diagramm Figur 14 entnehmbar
ist. Mit der Verstellung des Ringschiebers 18 zu höherer Last ändert sich aber zugleich
auch die Strecke sx, nach der die erste Austrittsöffnung 53 in Verbindung mit der
Ringnut 85 kommt. Auf diese Weise wird bei Lastaufnahme im Anschluß an den für die
Vorspannung des Kraftstoffvolumens auf der Hochdruckseite benötigten Hub sv noch ein
Hub mit voller Förderrate vorgeschaltet, bis dann ein Lecken über den Hub hl eintreten
kann. Da ferner die sich daran anschließende Leckstrecke hl durch den Hub hx begrenzt
ist, nimmt somit mit zunehmender Last die Leckstrecke ab. Nach Verschließen der zweiten
Austrittsöffnung 56 kann dann bei entsprechender Last noch ein kleiner Hub des Pumpenkolbens
mit wiederum voller Förderrate sich anschließen bis das geometrische Förderende h
FE durch Aufsteuern der ersten Entlastungsöffnung 16 des ersten Entlastungskanals erreicht
wird. Das Lecken bei Lastaufnahme wird dabei grundsätzlich durch die Verstellung des
Ringschiebers über dessen Verstellbereich sy gesteuert. Dabei läßt sich ein sanfter
Übergang auch durch Androsselung des Radialkanals 69′ erzielen.
[0028] Mit dieser Einrichtung wird eine abgeänderte Folge von Einspritzraten während des
Leiselaufs erzielt, die in besonderen Fällen wünschenswert ist. Vorteilhaft für einen
weichen Lauf ist es, wenn bei Lastaufnahme aus dem Leerlauf zunächst nur eine kleine
Kraftstoffmenge mit voller Einspritzrate und Durchdringfähigkeit im Brennraum eingespritzt
wird, der dann über einen Teilwinkel der Einspritzphase eine Einspritzung mit verminderter
Einspritzrate folgt, die dem Zündverzug Rechnung trägt. Zur Leistungssteigerung bei
Lastaufnahme kann dann nach dem Zündverzug mit voller Einspritzrate grundsätzlich
eingespritzt werden. In Figur 14 ist mit hl die Leckstrecke bezeichnet, die zwischen
den achsparallelen Linien hx und der ansteigenden Linien der Hübe sx liegt.
1. Kraftstoffeinspritzpumpe für Brennkraftmaschinen mit einem in einem Pumpenzylinder
(3) hin- und hergehenden und zugleich rotierenden, dabei als Verteiler des geförderten
Kraftstoffes zu mehreren Einspritzstellen dienenden Pumpenkolben (4), der im Pumpenzylinder
(3) einen Pumpenarbeitsraum (6) begrenzt, mit Änderung der vom Pumpenkolben (4) geförderten
Kraftstoffeinspritzmenge durch Steuern der Öffnung einer ersten Austrittsöffnung (16)
am Pumpenkolbenumfang eines im Pumpenkolben angeordneten, vom Pumpenarbeitsraum (6)
zu einem Entlastungsraum (7) führenden ersten Entlastungskanal (14) mittels eines
auf den Pumpenkolben durch einen Kraftstoffeinspritzmengenregler (25) innerhalb des
Entlastungsraumes (7) lastabhängig verschiebbaren Ringschieber (18), der eine in Achsrichtung
des Pumpenkolbens weisende erste Steuerkante (19) aufweist und mit einem im Pumpenkolben
angeordneten zweiten Entlastungskanal (51), der eine zweite Austrittsöffnung (52)
am Pumpenkolbenumfang aufweist, über die er mit einer in der Mantelfläche des Pumpenzylinders
(3) vorgesehene Ringnut (55) verbindbar ist, über die die zweite Austrittsöffnung
(52) des zweiten Entlastungskanals (51) gesteuert durch eine der Begrenzungskanten
der Ringnut (55) und die Pumpenkolbenförderhubbewegung mit einer zweiten Austrittsöffnung
(56) des ersten Entlastungskanals (14) und damit mit dem Pumpenarbeitsraum (6) während
eines Teilförderhubes (hx) des Pumpenkolbens (4) ab Pumpenkolbenförderbeginn verbindbar
ist und welcher zweite Entlastungskanal (51) eine erste Austrittsöffnung (35) im Bereich
der Überdeckbarkeit durch den Ringschieber (18) hat und der Ringschieber an seiner
Mantelfläche eine Steueröffnung (58, 71) hat, die zum Entlastungsraum (7) fuhrt, und
durch ein in Abhängigkeit von Betriebsparametern betätigtes Steuerorgan in einem ersten
Betriebszustand die erste Austrittsöffnung (53) des zweiten Entlastungskanals (51)
über die Steueröffnung (58, 71) mit dem Entlastungsraum (7) verbunden ist und am Ende
des Teilförderhubes (hx) des Pumpenkolbens die Verbindung des Pumpenarbeitsraumes
(6) über die erste Austrittsöffnung (53) des zweiten Entlastungskanals (51) mit dem
Entlastungsraum (7) unterbrochen wird und in einem zweiten Betriebszustand durch das
Steuerorgan (18, 74, 74′) die Verbindung zwischen erster Austrittsöffnung (53) des
zweiten Entlastungskanals (51) und dem Entlastungsraum (7) unterbrochen ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Steuerorgan lastabhängig betätigt ist und der erste Betriebszustand
den Leerlauf- und Niedriglastbetrieb beinhaltet und der zweite Betriebszustand den
Teillast- und Vollastbereich beinhaltet.
2. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über einen
Teilhub (sx, sv) des Pumpenkolbens (4) ab Pumpenkolbenförderhubbeginn die Verbindung
zwischen der zweiten Austrittsöffnung (56) des ersten Entlastungskanals (14) und der
zweiten Austrittsöffnung (52) des zweiten Entlastungskanals (51) unterbrochen ist
und nach daran anschließender Öffnung dieser Verbindung über die Steuerkanten der
Ringnut (55) diese Verbindung ab dem Teilhub (hx) wieder verschlossen ist (Figuren
1 bis 10 und 12 bis 13).
3. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über einen
Teilhub (sx) des Pumpenkolbens (4) ab Pumpenkolbenhubbeginn die Verbindung zwischen
der ersten Austrittsöffnung (53) des zweiten Entlastungskanals (51) und der Steueröffnung
(53, 71) unterbrochen ist, während welchem Teilhub die Verbindung zwischen der zweiten
Austrittsöffnung (56) des ersten Entlastungskanals (14) und der zweiten Austrittsöffnung
(52) des zweiten Entlastungskanals (51) hergestellt ist und bis zum Teilförderhub
(hx) erhalten bleibt (Figur 11).
4. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
in der Verbindung zwischen der ersten Austrittsöffnung (53) des zweiten Entlastungskanals
(51) und der Mündung des die zweiten Austrittsöffnung (56) bildenden Kanals (56) in
den ersten Entlastungskanal (14) eine feste Drossel (54) angeordnet ist.
5. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steueröffnung
eine von der pumpenantriebsseitigen Stirnseite des Ringschiebers (18) ausgehende Längsnut
(58) ist (Figur 2).
6. Kraftstoffeinspitzpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steueröffnung
(71) eine Verbindungsöffnung eines durch den Ringschieber (14) zum Entlastungsraum
(7) führenden Kanals (69) ist (Figuren 5, 8, 11-13).
7. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
lastabhängig betätigte Steuerorgan aus dem Ringschieber (18) besteht, der von einer
Verdreheinrichtung (60) betätigbar ist, durch die dieser in eine Drehstellung gebracht
werden kann, in der während des gesamten Förderhubes des Pumpenkolbens (4) die erste
Austrittsöffnung (53) des zweiten Entlastungskanals (51) nicht in Verbindung mit der
Steueröffnung (58, 71) kommt (Figuren 2 bis 6).
8. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das lastabhängige
betätigbare Steuerorgan aus einem Drosselorgan (74, 74′) besteht, das in dem Kanal
(69) im Ringschieber (18) angeordnet ist und durch die lastabhängige Verstellung des
Ringschiebers und/oder durch ein Einstellglied (78) unterbrochen wird (Figuren 8,
11, 12, 13).
9. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselorgan
ein in einer parallel zur Achse des Pumpenkolbens durch den Ringschieber und den Kanal
(69) verlaufende Bohrung geführte Schieberbolzen (74, 74′) ist, der mit einem/einer
steuerkantenbildenden Querkanal oder Ringnut (79) versehen ist und mit einem verstellbaren
Einstellglied (78) gekoppelt ist (Figuren 8, 11, 12).
10. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellglied
ein federndes, am Gehäuse der Kraftstoffeinspritzpumpe befestigtes, durch ein Stellglied
(78) auslenkbares Element ist und am Schieberbolzen (74, 74′) angreifend eine Koppelfeder
(76) vorgesehen ist, durch die der Schieberbolzen an dem Einstellglied (78) gehalten
wird (Figuren 8 und 11).
11. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellglied
(78) ein koaxial zum Schieberbolzen (74) im Gehäuse der Kraftstoffeinspritzpumpe geführter
Verstellbolzen ist, an dem der Schieberbolzen (74) durch eine zwischen Pumpengehäuse
und Schieberbolzen eingespannte Koppelfeder (76) gehalten wird (Figuren 8 und 11).
12. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellglied
eine im Gehäuse der Kraftstoffeinspritzpumpe geführte Welle (78˝) ist, die über eine
Verzahnung (84) mit dem Schieberbolzen (74′) gekoppelt ist (Figur 13).
13. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieberbolzen
durch die Welle (78˝) verdrehbar ist und als Steuerkante eine schrägverlaufende Steuerkante
(82) aufweist, die zugleich Begrenzungskanten einer Ringnut (79′) ist (Figur 13).
14. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechend
der Zahl der pro Pumpenkolbenumdrehung erfolgenden Förderhübe zweite Austrittsöffnungen
(53) des zweiten Entlastungskanals (51) am Pumpenkolben vorgesehen sind (Figuren 8,
11, 12 und 13).
15. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß am Pumpenkolben
eine einzige erste Austrittsöffnung (13) des zweiten Entlastungskanals (51) vorgesehen
ist, die mit entsprechend der Zahl der pro Pumpenkolbenumdrehung erfolgenden Förderhübe
am Ringschieber verteilt vorgesehenen Steueröffnungen (58, 71) zusammenarbeitet.
16. Kraftstoffeinspritzpumpe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer
geraden Anzahl der Förderhübe pro Pumpenkolbenumdrehung der zweite Entlastungskanal
(51) zwei diametral einander gegenüberliegende erste Austrittsöffnungen (53) aufweist,
in die eine, den zweiten Entlastungskanal (51) schneidende Querbohrung mündet und
die wechselweise mit entsprechend dem Drehwinkelabstand der Förderhübe des Pumpenkolbens
(4) am Ringschieber (18) verteilt angeordneten Steueröffnungen (71) zusammenarbeiten,
deren Zahl die Hälfte der Pumpenkolbenförderhübe pro Umdrehung beträgt (Figur 6).
1. Fuel injection pump for internal-combustion engines having a pump piston (4) going
back and forth in a pump cylinder (3) and at the same time rotating, serving thereby
as distributor of the fed fuel to a plurality of injection points, which piston bounds
a pump working chamber (6) in the pump cylinder (3), with the fuel injection quantity
fed by the pump piston (4) being changed by controlling the opening of a first outlet
opening (16) on the pump piston circumference of a first discharge channel (14), arranged
in the pump piston and leading from the pump working chamber (6) to a discharge chamber
(7), by means of a sleeve valve (18), which can be displaced load-dependently within
the discharge chamber (7) on the pump piston by a fuel injection quantity controller
(25) and has a first controlling edge (19), facing in the axial direction of the pump
piston, and with a second discharge channel (51), which is arranged in the pump piston
and has a second outlet opening (52) on the pump piston circumference, via which it
can be connected to an annular groove (55) provided in the jacket surface of the pump
cylinder (3), via which groove the second outlet opening (52) of the second discharge
channel (51) can be connected under the control of one of the bounding edges of the
annular groove (55) and the pump piston feeding stroke movement to a second outlet
opening (56) of the first discharge channel (14) and consequently to the pump working
chamber (6) during a partial feeding stroke (hx) of the pump piston (4) from the beginning
of pump piston feeding and which second discharge channel (51) has a first outlet
opening (35) in the region over which it can be covered by the sleeve valve (18) and
the sleeve valve has on its jacket surface a control opening (58, 71), which leads
to the discharge chamber (7), and, in a first operating state, the first outlet opening
(53) of the second discharge channel (51) is connected by a control member actuated
as a function of operating parameters to the discharge chamber (7) via the control
opening (58, 71) and, at the end of the partial feeding stroke (hx) of the pump piston,
the connection of the pump working chamber (6) via the first outlet opening (53) of
the second discharge channel (51) to the discharge chamber (7) is interrupted and,
in a second operating state, the connection between first outlet opening (53) of the
second discharge channel (51) and the discharge chamber (7) is interrupted by the
control member (18, 74, 74′), characterised in that the control member is actuated
load-dependently and the first operating state comprises no-load and low-load operation
and the second operating state comprises the partial-load and full-load range.
2. Fuel injection pump according to Claim 1, characterised in that, over a partial
stroke (sx, sv) of the pump piston (4) from the beginning of the pump piston feeding
stroke, the connection between the second outlet opening (56) of the first discharge
channel (14) and the second outlet opening (52) of the second discharge channel (51)
is interrupted and, after the then following opening of this connection, this connection
is closed again via the control edges of the annular groove (55) as from the partial
stroke (hx) (Figures 1 to 10 and 12 to 13).
3. Fuel injection pump according to Claim 1, characterised in that, over a partial
stroke (sx) of the pump piston (4) from the beginning of the pump piston stroke, the
connection between the first outlet opening (53) of the second discharge channel (51)
and the control opening (53, 71) is interrupted, during which partial stroke the connection
between the second outlet opening (56) of the first discharge channel (14) and the
second outlet opening (52) of the second discharge channel (51) is established and
is maintained until the partial feeding stroke (hx) (Figure 11).
4. Fuel injection pump according to Claim 1, 2 or 3, characterised in that a fixed
throttle (54) is arranged in the connection between the first outlet opening (53)
of the second discharge channel (51) and the mouth of the channel (56), forming the
second outlet opening (56), into the first discharge channel (14).
5. Fuel injection pump according to Claim 4, characterised in that the control opening
is a longitudinal groove (58) emanating from the end face of the sleeve valve (18)
on the pump drive side (Figure 2).
6. Fuel injection pump according to Claim 4, characterised in that the control opening
(71) is a connecting opening of a channel (69) leading through the sleeve valve (14)
to the discharge chamber (7) (Figures 5, 8, 11-13).
7. Fuel injection pump according to Claim 5 or 6, characterised in that the load-dependently
actuated control member comprises the sleeve valve (18), which can be actuated by
a turning device (60), by which the said valve can be brought into a rotational position
in which the first outlet opening (53) of the second discharge channel (51) does not
come into connection with the control opening (58, 71) during the entire feeding stroke
of the pump piston (4) (Figures 2 to 6).
8. Fuel injection pump according to Claim 6, characterised in that the load-dependent
actuable control member comprises a throttling member (74, 74′), which is arranged
in the channel (69) in the sleeve valve (18) and is interrupted by the load-dependent
adjustment of the sleeve valve and/or by a setting element (78) (Figures 8, 11, 12,
13).
9. Fuel injection pump according to Claim 8, characterised in that the throttling
member is a slide bolt (74, 74′) which is guided in a bore running parallel to the
axis of the pump piston through the sleeve valve and the channel (69), is provided
with a controlling edge-forming cross-channel or annular groove (79) and is coupled
to an adjustable setting element (78) (Figures 8, 11, 12).
10. Fuel injection pump according to Claim 9, characterised in that the setting element
is a resilient element fastened to the housing of the fuel injection pump and able
to be deflected by a final control element (78) (sic) and there is provided, acting
on the slide bolt (74, 74′), a coupling spring (76), by which the slide bolt is held
against the setting element (78) (Figures 8 and 11).
11. Fuel injection pump according to Claim 9, characterised in that the setting element
(78) is an adjusting bolt which is guided coaxially with respect to the slide bolt
(74) in the housing of the fuel injection pump and against which the slide bolt (74)
is held by a coupling spring (76) braced between pump housing and slide bolt (Figures
8 and 11).
12. Fuel injection pump according to Claim 9, characterised in that the setting element
is a shaft (78˝), which is guided in the housing of the fuel injection pump and is
coupled by means of a toothing (84) to the slide bolt (74′) (Figure 13).
13. Fuel injection pump according to Claim 12, characterised in that the slide bolt
can be turned by the shaft (78˝) and has as a controlling edge an obliquely running
controlling edge (82), which is at the same time bounding edges (sic) of an annular
groove (79′) (Figure 13).
14. Fuel injection pump according to Claim 9, characterised in that second outlet
openings (53) of the second discharge channel (51) are provided on the pump piston
according to the number of feeding strokes performed per pump piston revolution (Figures
8, 11, 12 and 13).
15. Fuel injection pump according to Claim 7, characterised in that on the pump piston,
there is provided a single first outlet opening (13) of the second discharge channel
(51), which interacts with control openings (58, 71) distributed on the sleeve valve
according to the number of feeding strokes performed per pump piston revolution.
16. Fuel injection pump according to Claim 7, characterised in that, with an even
number of feeding strokes per pump piston revolution, the second discharge channel
(51) has two diametrically opposite first outlet openings (53), into which a cross-bore
intersecting the second discharge channel (51) opens and which interact alternately
with control openings (71) arranged distributed on the sleeve valve (18) according
to the rotational angle distance of the feeding strokes of the pump piston (4), the
number of which control openings is half the pump piston feeding strokes per revolution
(Figure 6).
1. Pompe à injection de carburant de moteurs à combustion interne comprenant un piston
de pompe (4) servant de distributeur de carburant refoulé vers plusieurs postes d'injection,
animé d'un mouvement de va-et-vient et tournant en même temps dans un cylindre de
pompe (3), qui délimite dans le cylindre de pompe (3) une chambre de travail de pompe
(6), avec modification de la quantité de carburant injecté par le piston de pompe
(4) par commande de l'ouverture d'un premier orifice de sortie (16) à la périphérie
du piston de pompe d'un premier canal (14) de décharge conduisant à une chambre de
décharge (7) depuis une chambre de travail de pompe (6) placé dans un piston de pompe,
au moyen d'un tiroir annulaire (18) mobile en fonction du régime à l'intérieur de
la chambre de décharge (7) grâce à un régulateur de quantité de carburant injecté
(25) qui présente une première arête de commande (19) dans le sens de l'axe et qui
présente un deuxième canal de décharge (51) placé dans le piston de pompe, avec un
deuxième orifice de sortie (52) à la périphérie du piston de pompe, par laquelle on
peut assurer la communication avec une gorge (55) implantée dans la surface d'enveloppe
du cylindre de pompe (3), grâce à laquelle on commande le deuxième orifice de sortie
(52) du deuxième canal de décharge (51) grâce à l'une des arêtes de délimitation de
la gorge (55) et au mouvement de course et de refoulement du piston de pompe avec
un deuxième orifice de sortie (56) du premier canal de décharge (14) et qu'on peut
relier à la chambre de travail de la pompe (6) pendant une course de refoulement partielle
(hx) du piston de pompe (4) depuis le début de refoulement par le piston de pompe
et dont la deuxième canal de décharge (51) présente un premier orifice de sortie (35)
dans le domaine de superposition par le tiroir annulaire (18) et le tiroir annulaire
a un orifice de commande (58, 71) sur sa surface d'enveloppe, qui conduit à la chambre
de décharge (7), et on relie le premier orifice de sortie (53) du deuxième canal de
décharge (51) par l'orifice de commande (58, 71) à la chambre de décharge (7), grâce
à un organe de commande actionné en fonction de paramètres dans un premier état de
fonctionnement, et à la fin de la course partielle (hx) de refoulement du piston de
pompe, on interrompt la communication de la chambre de travail de pompe (6) par le
premier orifice de sortie (53) du deuxième canal de décharge (51) avec la chambre
de décharge (7) et dans un deuxième état de fonctionnement, on interrompt par l'organe
de commande (18, 74, 74′), la communication entre le premier orifice de sortie (53)
du deuxième canal de décharge (51) et la chambre de décharge (7), caractérisée en
ce qu'on actionne l'organe de commande en fonction de régime et que le premier état
de fonctionnement comprend la ralenti et le bas régime et que le deuxième état de
fonctionnement comprend le régime partiel et le plein régime.
2. Pompe à injection de carburant selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'on
interrompt par une course partielle (sx, sv) du piston de pompe (4) dès le début de
course de refoulement du piston de pompe la communication entre le deuxième orifice
de sortie (56) du premier canal de décharge (14) et la deuxième orifice de sortie
(52) du deuxième canal de décharge (51) et qu'après l'ouverture suivante de cette
communication par les bords de commande de la gorge (55), on interrompt à nouveau
cette communication dès la course partielle ((hx) (figures 1 à 10 et 12 à 13).
3. Pompe à injection de carburant selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'on
interrompt par une course partielle (sx) du piston de pompe (4) dès le début de course
de refoulement du piston de pompe la communication entre le premier orifice de sortie
(53) du deuxième canal de décharge (51) et l'orifice de commande (53, 71), tandis
qu'on établit la communication entre le deuxième orifice de sortie (56) du premier
canal de décharge (14) et du deuxième orifice de sortie (52) du deuxième canal de
décharge (11) par cette course partielle et on la maintient jusqu'à la course partielle
de refoulement (hx) (Figure 11).
4. Pompe à injection de carburant selon les revendications 1, 2 ou 3, caractérisée
en ce qu'on implante un étranglement fixe (54) dans la communication entre le premier
orifice de sortie (53) du deuxième canal de décharge (51) et l'embouchure du canal
(56) formant le deuxième orifice de sortie (56) dans le premier canal de décharge
(14).
5. Pompe à injection de carburant selon la revendication 4, caractérisée en ce que
l'orifice de commande est une rainure longitudinale (58) partant de la face frontale
du côté entraînement de pompe du tiroir annulaire (18).
6. Pompe à injection de carburant selon la revendication 4, caractérisée en ce que
l'orifice de commande (71) est un orifice de communication d'un canal (69) passant
par le tiroir annulaire (14) et conduisant à la chambre de décharge (7).
7. Pompe à injection de carburant selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce
que l'organe de commande actionné en fonction du régime se compose du tiroir annulaire
(18), qui est actionné par un dispositif de rotation (60), grâce auquel on peut le
placer dans une position de rotation, dans laquelle pendant toute la course de refoulement
du piston de pompe (4), le premier orifice de sortie (53) du deuxième canal de décharge
(51) n'est pas en liaison avec l'orifice de commande (58, 71) (figures 2 à 6).
8. Pompe à injection de carburant selon la revendication 6, caractérisée en ce que
l'organe de commande actionnable en fonction du régime comprend un organe d'étranglement
(74, 74′), qu'on place dans le canal (69) dans le tiroir annulaire (18) et qu'on interrompt
par le réglage en fonction du régime du tiroir annulaire et/ou par un organe de réglage
(78) (figures 8, 11, 12, 13).
9. Pompe à injection de carburant selon la revendication 8, caractérisée en ce que
l'organe d'étranglement est un goujon coulissant (74, 74′) guidé dans un perçage s'étendant
parallèlement à l'axe du piston de pompe passant à travers le tiroir annulaire et
le canal (69), qui est muni d'un canal transversal ou d'une gorge (79) formant arête
de commande et qui est couplé à un organe de réglage (78) réglable (figures 8, 11,
12).
10. Pompe à injection de carburant selon la revendication 9, caractérisée en ce que
l'organe de réglage est un élément écartable par un élément de position (78), fixé
par un ressort au boîtier de la pompe à injection de carburant et qu'on a prévu un
ressort coupleur (76) en prise sur le goujon coulissant (74, 74′), grâce auquel le
goujon coulissant est maintenu sur l'organe de réglage (78) (figures 8 et 11).
11. Pompe à injection de carburant selon la revendication 9, caractérisée en ce que
l'organe de réglage (78) est un goujon de réglage guidé dans le boîtier de la pompe
à injection de carburant coaxialement à un goujon coulissant (74) sur lequel on maintient
le goujon coulissant (74) par un ressort coupleur (76) tendu entre le boîtier de pompe
et le goujon coulissant (figures 8 et 11).
12. Pompe à injection de carburant selon la revendication 9, caractérisée en ce que
l'organe de réglage est un arbre (78˝) guidé dans le boîtier de pompe, qu'on couple
par une denture (84) au goujon coulissant (74′) (figure 13).
13. Pompe à injection de carburant selon la revendication 12, caractérisée en ce qu'on
peut faire tourner le goujon coulissant par l'arbre (78˝) et qu'il présente comme
arête de commande une arête de commande inclinée (82) qui représente également les
bords de délimitation d'une gorge (79′) (figure 13).
14. Pompe à injection de carburant selon la revendication 9, caractérisée en ce qu'on
prévoit deux orifices de sortie (53) du deuxième canal de décharge (51) sur le piston
de pompe correspondant au nombre de courses de refoulement par tour du piston de pompe
(figures 8, 11, 12).
15. Pompe à injection de carburant selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'on
prévoit sur le piston de pompe un seul premier orifice de sortie (13) du deuxième
canal de décharge (51) qui coopère avec les orifices de commande (58, 71) répartis
sur le tiroir annulaire conformément au nombre des courses de refoulement exécutées
par tour du piston de pompe.
16. Pompe à injection de carburant selon la revendication 7, caractérisée en ce que
pour un nombre pair de courses de refoulement par tour de pompe le deuxième canal
de refoulement (51) présente deux orifices de sortie (53) diamétralement opposés,
dans lesquels débouche un trou transversal coupant le deuxième canal de décharge (51)
et qui coopèrent alternativement avec les orifices de commande (71) répartis sur le
tiroir annulaire (18) en fonction de l'écartement angulaire des courses de refoulement
du piston de pompe (4), dont le nombre représente la moitié des courses de refoulement
de piston de pompe par tour (figure 6).