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EP 0 341 386 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.07.1991 Patentblatt 1991/29 |
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Anmeldetag: 03.03.1989 |
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Steuervorrichtung für Brennkraftmaschinen
Control device for internal combustion engines
Dispositif de commande pour moteurs à combustion interne
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
07.05.1988 DE 3815659
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.11.1989 Patentblatt 1989/46 |
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Patentinhaber: PIERBURG GMBH |
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41460 Neuss (DE) |
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Erfinder: |
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- Härtel, Günter
D-4040 Neuss 21 (DE)
- Müller, Hans-Jürgen
D-4650 Gelsenkirchen (DE)
- Esch, Hans-Dieter
D-4130 Moers 1 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 229 967 US-A- 4 718 383
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DE-A- 3 345 127
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, vol. 6, no. 232 (M-172)[1110], 18. November 1982; & JP-A-57
131 837 (SUZUKI JIDOSHA KOGYO K.K.) 14-08-1982
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für Brennkraftmaschinen mit einem Luftansaugkanal
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine ähnliche Vorrichtung ist beispielsweise aus der DE-OS 33 45 127 bekannt und
weist eine stromab der Hauptdrosselklappe angeordnete Zusatzdrosselklappe auf, mit
der zur Vermeidung des Lastwechselstoßes bei von Brennkraftmaschinen angetriebenen
Fahrezeugen bei schnellem Druchtreten des Gaspedals eine stoßartige Beschleunigung
des Fahrzeugs vermieden werden soll. Alternativ ist in der Druckschrift angegeben,
daß die Zusatzdrosselklappe auch stromauf der Hauptdrosselklappe angeordnet sein kann,
wobei Zweifel an der Funktionsfähigkeit dieser Ausführungen bestehen. Aus der Beschreibung
geht hervor, daß die Zusatzdrosselklappe eine geringfügig größere Ansaug-Querschnittsfläche
freiläßt als die Hauptdrosselklappe in ihrer Leerlaufstellung.
[0003] Da die Leerlaufstellung der Hauptdrosselklappe jedoch motortemperaturabhängig variiert,
ist anzunehmen, daß die Einstellung der Zusatzdrosselklappe die größtmögliche Ansaug-Querschnittsfläche
berücksichtigt.
[0004] Hierdurch ist der Lastwechselstoß bei betriebswarmer Brennkraftmaschine, insbesondere
aus Leerlauf- oder Teillastbetrieb heraus immer noch spürbar, da bei schnellem Durchtreten
des Gaspedals bzw. schneller Öffnung der Hauptdrosselklappe sofort Luft durch die
teilweise geöffnete Zusatzdrosselklappe vom Motor angesaugt werden kann.
[0005] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ausgehend von einer im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Vorrichtung, diese derart zu gestalten,
daß bei einfachstem Aufbau der Vorrichtung, ein Lastwechselstoß in allen Betriebsbereichen
mit Sicherheit vermieden ist.
[0006] Diese Aufgabe ist durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
[0007] Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen genannt. Mit der
Erfindung erzielbare Vorteile sind in der nachfolgenden Beschreibung eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels genannt.
[0008] Die Zeichnung zeigt einen Luftansaugkanalabschnitt 1 einer nicht dargestellten Brennkraftmaschinen,
im folgenden Drosselklappenstutzen genannt, der eine Hauptdrosselklappe mit Welle
2 aufweist, welche über die zeichnerisch nicht dargestellten Teile Hebel/Seilscheibe
und Bowdenzug mit dem Gaspedal verbunden ist. Sie kann vom Fahrer durch Druck auf
das Gaspedal gegen die Kraft eine in Schließrichtung wirkenden Feder geöffnet werden.
Stromaufwärts ist eine Zusatzdrosselklappe mit Welle 3 angeordnet, welche in Ruhestellung
durch die Kraft einer Druckfeder 6 in Anschlagstellung (Anschlag zeichnerisch nicht
dargestellt) voll geöffnet gehalten wird.
[0009] Die Kraft der Druckfeder 6 wird über einen Teller einer Membrane 5 und über eine
mit dem Membranteller fest verbundene Membranstange 14 auf einen Einhängepunkt des
Hebels 13, welcher starr mit der Welle der Zusatzdrosselklappe 3 verbunden ist, übertragen.
Ein Membranraum, in welchem die Druckfeder 6 angeordnet ist, ist über eine Öffnung
17 mit der Atmosphäre (Reinluftseite des Luftfilters) verbunden. Ein auf der Gegenseite
der Membrane 5 angeordneter Membranraum 8 ist über eine Drossel 12 und eine Anschlußleitung
9 mit dem Luftansaugkanalabschnitt 18 der Hauptdrossel 2 und der Zusatzdrosselklappe
3 im Klappenstutzen 1 verbunden. Eine weitere parallele, aber weitgehend ungedrosselte
Verbindung zur Drossel 12 ist durch ein Rückschlagventil, bestehend aus einem Schließkörper
10 und einer Druckfeder 11, für den Fall gegeben, daß der Druck im Luftansaugkanalabschnitt
18 zwischen der Hauptdrossel 2 und der Zusatzdrosselklappe 3 höher ist als im Membranraum
8. Bei umgekehrter Druckdifferenz und bei Druckgleichheit ist das Rückschlagventil
geschlossen. Je nach dem Vorzeichen der Druckdifferenz steht damit ein unterschiedlich
großer Verbindungsquerschnitt für den Druckausgleich zwischen dem Membranraum 8 und
dem Luftansaugkanalabschnitt 18 zur Verfügung. Damit wird erreicht, daß der Druckausgleich
unterschiedlich schnell vonstatten geht. Der jeweils im Membranraum 8 herrschende
Unterdruck wirkt über die Membrane 5, die Membranstange 14 und den Hebel 13 ebenfalls
in öffnender Richtung auf die Zusatzdrosselklappe 3.
[0010] Ein weiterer Teil der Einrichtung, bestehend aus einem Zylinder mit Kolben 16, wird
über eine Anschlußleitung 7 mit Saugrohrdruck beaufschlagt, der in einem Luftansaugkanalabschnitt
19 stromab der Hauptdrosselklappe 2 herrscht.
[0011] An der Gegenseite des Kolbens 16 herrscht Atmosphärendruck. Der Kolben 16 ist über
eine Kolbenstange 15 mit dem Hebel 13 verbunden. Die je nach Saugrohrdruck am Kolben
wirksam werdende Kraft wirkt in Richtung Schließen der Zusatzdrosselklappe 3. Die
Fläche des Kolbens 16 muß im Verhältnis zur wirksamen Fläche der Membrane 5 mindestens
so groß gewählt werden, daß bei weitgehend geschlossener Hauptdrossel 2 und dem dabei
auftretenden hohen Saugrohrunterdruck die Zusatzdrosselklappe ebenfalls weitgehend
geschlossen wird. Wird die Fläche des Kolbens 16 ― bezogen auf die Mindestanforderung
― überdimensioniert, so stellt sich zwischen den Klappen im Gleichgewichtszustand
ein entsprechender Unterdruck ein. Damit wird erreicht, daß im Falle eines schnellen
Öffnens der Hauptdrossel 2, der Luftdurchsatz im Klappenstutzen zunächst nur geringfügig
ansteigt, da die weitgehend geschlossene Zusatzdrosselklappe 3 eine hohe Drosselwirkung
ausübt. Mit dem Öffnen der Hauptdrossel 2 wird der Druck im Raum zwischen den Klappen
auf den Saugrohrdruck abgesenkt und ein Druckausgleich über die Anschlußleitung 9
und die Drossel 12 zum Membranraum 8 eingeleitet. Dadurch verstärkt sich die Kraft
an der Membran 5 in Richtung öffnen, ohne daß sich die in Gegenrichtung wirkende Kraft
am Kolben 16 erhöht. Dieses Ungleichgewicht der Kräfte führt zum Öffnen der Zusatzdrosselklappe
3, wobei die Öffnungsgeschwindigkeit durch die Größe des freien Querschnittes der
Drossel 12 und die Dimensionierung der Druckfeder 6 bestimmt wird. Mit dem gedämpften
Öffnen der Zusatzdrosselklappe 3 steigt der Luftdurchsatz in der gewünschten Weise
verzögert an, was auch einen Anstieg des Saugrohrdruckes zur Folge hat. Damit verliert
die in Schließrichtung wirkende Einrichtung mit dem Kolben 16 zunehmend an Wirkung.
Für den Fall, daß die Hauptdrossel 2 voll geöffnet wird, öffnet die Zusatzdrosselklappe
ebenfalls voll (verzögert), wodurch keine Drosselwirkung mehr ausgeübt wird. Bei Teilöffnung
der Hauptdrossel 2 nimmt die Zusatzdrosselklappe 3 im Gleichgewichtszustand (nach
Druckausgleich zwischen dem Membranraum 8 und dem Druck zwischen den Klappen) ebenfalls
eine teilweise geöffnete Position ein, sofern nicht die Wirkung der Kräfte an der
Membran 5 die Wirkung der Kraft am Kolben 16 übersteigt. Bei gegebenem Flächenverhältnis
von Membrane 5 zum Kolben 16 wird durch die Kraft der Druckfeder 6 bestimmt, ab welchem
Saugrohrdruck die Zusatzdrosselklappe voll geöffnet wird. Im Bereich großer Öffnungswinkel
der Hauptdrossel 2 eilt somit die Öffnung der Zusatzdrosselklappe 3 der Öffnung der
Hauptdrossel 2 voraus.
[0012] Ergänzend sei noch vermerkt,daß zur Vermeidung von Leckagen am Kolben 16, anstelle
des Kolbens vorzugsweise ebenfalls eine Membrane vorgesehen werden kann (zeichnerisch
nicht dargestellt). Desweiteren sind andere Anordnungen der Druckfeder 6, wie z.B.
als Drehfeder an der Zusatzdrosselklappe oder auf den Kolben wirkend denkbar, wenn
dies aus baulichen oder sonstigen Gründen vorteilhaft ist. Ebenfalls ist die Anordnung
des Kolbens 16 einschließlich des Einhängepunktes der Kolbenstange 15 in den Hebel
13 frei wählbar. Sofern die Wirkrichtungen erhalten bleiben wird dadurch die Wirkungsweise
der Einrichtung nicht verändert.
1. Steuervorrichtung für Brennkraftmaschinen mit einem Luftansaugkanal (1), in dem
eine mit einem Gaspedal gekoppelte Hauptdrosselklappe (2) und stromauf davon eine
Zusatzdrosselklappe (3) angeordnet sind, wobei die Öffnung der Zusatzdrosselklappe
(3) durch eine Betätigungsvorrichtung (4) in Abhängigkeit von der Belastung des Motors,
unabhängig von der willkürlichen Verstellung der Hauptdrosselklappe (2) erfolgt, wobei
die Betätigungsvorrichtung eine Membranvorrichtung ist, deren Membrane (5) dem Druck
im Luftansaugkanalabschnitt (18) zwischen der Haupt- und Zusatzdrosselklappe (2, 3)
ausgesetzt ist und eine in Öffnungsrichtung der Zusatzdrosselklappe (3) wirkende Feder
(6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung eine weitere Membran- oder Kolbenvorrichtung (16)
aufweist, die an die Zusatzdrosselklappe (3) angreift und diese in Abhängigkeit des
im Luftansaugkanalabschnitt (19) stromab der Hauptdrosselklappe (2) herrschenden Drucks
in Schließrichtung belastet.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Luftansaugkanalabschnitt (18) zwischen Haupt- und Zusatzdrosselklappe
(2, 3) verbundene Membranraum (8) in Zuge der Anschlußleitung (9) ein Rückschlagventil
(10) aufweist.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum Rückschlagventil
(10) zwischen Anschlußleitung (9) und Membranraum (8) eine Drossel (12) angeordnet
ist.
1. Control device for internal combustion engines with an air intake duct (1) in which
are arranged a main throttle flap (2) coupled to an accelerator pedal and, upstream
of the latter, an additional throttle flap (3), the opening of the additional throttle
flap (3) being effected by an actuating device (4) as a function of the loading of
the engine, independently of the arbitrary setting of the main throttle flap (2),
the actuating device being a diaphragm device, the diaphragm of which (5) is subjected
to the pressure in the air intake duct section (18) between the main and the additional
throttle flap (2, 3) and has a spring (6) acting in the opening direction of the additional
throttle flap (3), characterised in that the actuating device has a further diaphragm
or piston device (16), which contacts the additional throttle flap (3) and loads the
latter in the closing direction as a function of the pressure prevailing in the air
intake duct section (19) downstream from the main throttle flap (2).
2. Control device according to Claim 1, characterised in that the diaphragm space
(8) connected to the air intake duct section (18) between main and additional throttle
flap (2, 3) has at a point along the connecting line (9) a non-return valve (10).
3. Control device according to Claim 2, characterised in that a restrictor (12) is
arranged between the connecting line (9) and the diaphragm space (8), in parallel
with the non-return valve (10).
1. Dispositif de commande pour moteurs à combustion interne comportant un canal d'aspiration
d'air (1) dans lequel sont disposés un papillon des gaz principal (2) et en amont
de celui-ci un papillon des gaz supplémentaire (3), l'ouverture du papillon des gaz
supplémentaire (3) étant produite par un dispositif d'actionnement (4) en fonction
de la charge du moteur, indépendamment du réglage volontaire du papillon des gaz principal
(2), le dispositif d'actionnement étant un dispositif à membrane dont la membrane
(5) est soumise à la pression dans la portion(18) du canal d'aspiration d'air comprise
entre les papillons des gaz principal et supplémentaire (2, 3) et comportant un ressort
(6) agissant dans le sens d'ouverture du papillon des gaz supplémentaire (3), caractérisé
en ce que le dispositif d'actionnement comporte un dispositif complémentaire à membrane
ou à piston (16) qui agit sur le papillon des gaz supplémentaire (3) et sollicite
celui-ci dans le sens de la fermeture en fonction de la pression régnant dans la portion
(19) du canal d'aspiration d'air située en aval du papillon des gaz principal (2).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'espace (8) limité
par la membrane et relié à la portion (18) du canal d'aspiration d'air compris entre
les papillons des gaz principal et supplémentaire (2, 3) présente une soupape anti-retour
(10) interposée dans la conduite de raccordement (9).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un passage étranglé (12)
est disposé parallèlement à la soupape anti-retour (10) entre la conduite de raccordement
(9) et l'espace (8) limité par la membrane.
