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EP 0 341 387 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.07.1993 Patentblatt 1993/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.03.1989 |
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Maschine zum Glasieren von Ton- und Porzellanwaren und Werkstückhalter hierfür
Apparatus for glazing earthenware or porcelain and device for supporting and holding
work
Dispositif pour le glaçage des pièces en argile ou porcelaine et pour supporter ou
maintenir les pièces travaillées
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
09.05.1988 DE 3815822
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.11.1989 Patentblatt 1989/46 |
| (73) |
Patentinhaber: MICHAEL VOIT GMBH |
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D-95163 Weissenstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Voit, Karl, Dipl.-Ing. (FH)
D-8687 Weissenstadt (DE)
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Vertreter: Leyh, Hans, Dr.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Berendt, Leyh & Hering
Innere Wiener Strasse 20 81667 München 81667 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 073 344 DE-B- 1 266 199
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DE-A- 1 584 849 DE-B- 1 584 813
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Glasieren von Ton- und Porzellanwaren nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus DE-B 1 266 199 ist eine Glasuranlage für keramische Teller, insbesondere Porzellanteller,
bekannt. Diese Anlage hat eine einer Glasurstation vorgeschaltete Zentrierstation,
welcher das Gut zuführbar ist, und von der das zentrierte Gut mittels eines Saugers
zu einem Werkstückhalter der Glasurstation übergeben wird. Bei dieser Glasuranlage
erfolgt in einem gesonderten Behandlungsschritt der Glasurauftrag auf den Tellerboden
mittels Aufstrahlen, während die restlichen Tellerflächen in einer nachgeschalteten
Tauchglasurstation mittels einer Schwenkbewegung vollständig in die Glasurmasse in
einer Glasurwanne eingetaucht und glasiert werden. Die Schwenkbewegung beim Tauchglasieren
erfolgt in einer vertikalen Ebene und zugleich wird der Teller um seine Achse gedreht.
Hierbei wird der Teller an seiner bereits mittels Aufstrahlen vorglasierten Bodenfläche
durch den Werkstückhalter gehalten. Die Steuerung der Schwenkbewegung und der Drehbewegung
ist dort nicht beschrieben. Ferner ist eine derartige Glasiermaschine kompliziert
ausgelegt und ermöglicht nur eine relativ geringe Ausstoßleistung, da der Boden in
einem gesonderten Schritt jeweils vorglasiert werden muß, worunter auch die Gleichmäßigkeit
und die Qualität der Glasur des keramischen Tellers leidet.
[0002] Eine Maschine zum Glasieren von keramischen Artikeln sowie ein Werkstückhalter hierfür
sind aus DE-PS 15 84 849 bekannt. Hierbei sind komplizierte Antriebseinrichtungen
für den Werkstückhalter angegeben, die insbesondere den Nachteil mit sich bringen,
daß die Ausstoßleistung einer solchen Maschine unzufriedenstellend ist. Ferner hat
es sich in der Praxis gezeigt, daß sich mit den bekannten Maschinen die Keramikartile
nicht in qualitativ hochwertiger Weise glasieren lassen, so daß man bis heute bei
der Herstellung von hochwertigem Porzellangut das Glasieren durch Handarbeit vornehmen
läßt. Dies ist natürlich zeitraubend und umständlich, wobei insbesondere die mit diesen
Glasierarbeiten betrauten Personen auch ständig in unmittelbarer Berührung mit dem
Glasurbad kommen müssen, da Schutzmaßnahmen, wie Handschuhe oder dergleichen, für
die Durchführung der Arbeiten unmöglich sind.
[0003] Ferner bereitet es nach wie vor Schwierigkeiten, eine gleichmäßige Glasur auf die
Ton- und Porzellanwaren aufzubringen, ohne daß sich Glasurläufer des zu glasierenden
Guts bilden. Diese Schwierigkeiten hängen natürlich auch von der Form und Größe des
zu glasierenden Guts ab, und sie werden umso kritischer, je größer die Tiefe des zu
glasierenden Guts ist.
[0004] Es besteht daher ein Bedürfnis nach einer Maschine zum Glasieren von Ton- und Porzellanwaren,
die vollautomatisch mit großer Ausstoßleistung ein qualitativ hochwertiges Glasieren
von Ton- und Porzellanwaren gestattet, um die Automatisierung auf dem Gebiet der Ton-
und Porzellanwarenherstellung voranzutreiben.
[0005] Die Erfindung zielt daher darauf ab, unter Überwindung der zuvor geschilderten Schwierigkeiten
eine Maschine zum Glasieren von Ton- und Porzellanwaren, insbesondere Teller oder
dergleichen, sowie einen Werkstückhalter hierfür bereitzustellen, die ein qualitativ
hochwertiges Glasieren bei vollautomatischem Ablauf und verbesserter Ausstoßleistung
ermöglichen.
[0006] Nach der Erfindung wird hierzu eine Maschine zum Glasieren von Ton- und Porzellanwaren,
insbesondere Teller oder dergleichen angegeben, deren Merkmale im Anspruch 1 wieder
gegeben sind.
[0007] Bei der erfindungsgemäßen Maschine wird somit das zu glasierende Gut vor der eigentlichen
Glasierbehandlung zentriert, und zwar bevor das zu glasierende Gut zu den Werkstückhaltern
an der Glasierstation übergeben wird. In überraschender Weise hat sich gezeigt, daß
hierdurch die Läuferbildung beim Glasieren wirksam vermieden werden kann, da bei einer
Drehbewegung des Werkstückhalters um seine Achse ein gleichmäßiges Verlaufen der Glasur
im Glasurbad und beim Austauchen aus dem Glasurbad erreicht werden kann. Da ferner
die zu glasierenden Gegenstände nach der Übergabe zum Werkstückhalter in der zentrierten
Lage bis zum Abgabebereich der Maschine unverändert bleiben, können die mit Hilfe
der erfindungsgemäßen Maschine glasierten Artikel in dem zentrierten Zustand in Aufnahmegefäße,
wie Brennkapseln, zuverlässig gesetzt werden, so daß das glasierte Gut ohne von Hand
auszuführende Zwischenschritte an der Abgabeseite der Maschine direkt zu weiteren
Behandlungseinrichtungen, wie einem Brennofen oder dergleichen, weitertransportiert
werden können.
[0008] Insbesondere durch die Steuerbarkeit der Drehzahl und/oder der Schwenkbewegung des
als Glasurtopf ausgebildeten Werkstückhalters läßt sich der Glasurvorgang an unterschiedliches
Material und unterschiedliches Gut anpassen, wobei bei einem vollautomatischen Ablauf
durch diese Steuerbarkeit der Betriebsparameter sich ein qualitativ hochwertiger und
gleichmäßiger Glasurauftrag auf den gesamten zu glasierenden Flächen einschließlich
der Bodenfläche erzielen läßt.
[0009] Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltungsform wird das Gut auf einem Transportband
zur Zentrierstation gefördert, wobei das Transportband beispielsweise einen Zwischenraum
hat, und unter demselben ein Stempelwerk mit einer Farbpalette, einem Farbtopf und
einem Stempelkopf angeordnet ist, so daß gleichzeitig mit dem Zentriervorgang das
Gut bereits vor der Übergabe zu den Werkstückhaltern mit einem Stempelaufdruck versehen
werden kann. Dieser wird bei Tellern auf dessen Bodenaußenfläche angebracht.
[0010] In der Glasurstation wird der Werkstückhalter zusammen mit dem gehaltenen Gut um
die Achse des Tragarms geschwenkt und zugleich wird der Werkstückhalter um seine eigene
Achse gedreht, wobei bei der Schwenkbewegung des Gut in ein Glasurbad in der Glasurstation
eingetaucht und wieder herausgeschwenkt wird. Bei der erfindungsgemäßen Maschine reicht
es, aufgrund der Drehbewegung des Werkstückhalters um seine eigene Achse aus, wenn
das Gut nur teilweise in das Glasurbad eintaucht. Durch die zentrierte Lage des Guts
am Werkstückhalter und durch die ständige Umlaufbewegung desselben kann die Glasurmasse
gleichmäßig auf der Oberfläche und auch auf dem Boden des Guts verteilt werden, da
der Innenraum des Werkstückhalters ebenfalls Glasurmasse enthält.
[0011] Da das Ton- und Porzellangut porös ist und ein starkes Saugvermögen hat, wird bei
der erfindungsgemäßen Maschine das glasierte Gut nach der Glasierbehandlung in der
Glasierstation eine zeitlang in etwa vertikaler Lage gehalten, um Läuferbildungen
wirksam zu vermeiden, indem die Glasur noch bis zur endgültigen Antrocknung gleichmäßig
verlaufen kann.
[0012] Dann wird das glasierte Gut in eine im wesentlichen horizontale Lage mit Hilfe des
Werkstückhalters geschwenkt und in dieser bis zu einer Übergabestation gehalten. Hierbei
können ein oder mehrere Zwischenschaltstellungen für das in horizontaler Lage ausgerichtete
glasierte Gut vorgesehen sein, bis es zu der Übergabestation gelangt.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform nach der Erfindung wird das Gut an der
Übergabestation mittels eines Saugers so auf ein Schwammband gesetzt, daß der Fuß
des glasierten Gutes auf diesem aufliegt. Hierbei ist das Schwammband in Ruhe. Zweckmäßigerweise
ist an der Übergabestation eine Saugereinheit vorgesehen, die wenigstens zwei Sauger
umfaßt, wobei die Saugereinheit in der Übergabestation in Verlängerung des Tragarms
bewegbar gelagert ist, und die Sauger auf- und abbewegbar sind. Hierbei ist die Auslegung
vorzugsweise derart getroffen, daß einer der parallel arbeitenden Sauger das Gut auf
das stehende Schwammband setzt, zu dem Gut an dem Werkstückhalter zurückfährt, und
der zweite Sauger sich auf das Gut auf dem Schwammband absenkt und dasselbe bei umlaufendem
Schwammband um seine Achse mit Hilfe des Saugers dreht. Auf diese Weise kann an der
Übergabestation Glasur am vorspringenden Randbereich des Bodens entfernt werden, die
beim anschliessenden Brennen zu einer festen Verbindung mit der Brennform führen könnte.
Nach dem Stillstand der Drehbewegung des Guts durch den Stillstand des hierfür bestimmten
Saugers hebt dann dieser Sauger das auf dem Schwammband behandelte Gut von diesem
ab und übergibt es zu einer Abtransporteinrichtung. Durch diese zeitlich gesteuerte
Arbeitsweise der Sauger der Saugereinheit wird bei einer Verschiebebewegung der Saugereinheit
einerseits ein auf dem Schwammband behandeltes Gut auf die Abtransporteinrichtung
gesetzt und andererseits ein weiterer Artikel auf das Schwammband abgesetzt, so daß
ein Arbeitstakt abgestimmter Bewegungsablauf beim Arbeiten der Maschine eingehalten
werden kann. Da das mit der Maschine behandelte Gut von der Zentrierung an der Eintrittsseite
bis zur Austrittsseite immer in seiner zentrierten Lage bleibt, kann das Gut nach
der Behandlung auf dem Schwammband beispielsweise direkt in Brennkapseln auf einem
Förderband als Abtransporteinrichtung eingelegt werden, so daß mit dem Förderband
das glasierte Gut zu einem nachgeschalteten Brennofen beispielsweise gefördert werden
kann. Bei dem Einlegen des glasierten Guts in die Brennkapseln ist es nämlich wichtig,
daß das Gut nicht an den Begrenzungsrändern der Brennkapseln anliegt, da sonst ein
Festbrennen durch das Einbrennen unvermeidbar ist.
[0014] Es hat sich gezeigt, daß mit der erfindungsgemäßen Maschine beispielsweise 12 ooo
Teile pro 8 Stunden qualitativ hochwertig und auf vollautomatische Weise glasiert
und behandelt werden können. Hierdurch ist die erfindungsgemäße Maschine den bisher
auf diesem Gebiet vorhandenen Einrichtungen weitaus überlegen und sie ermöglicht in
überraschend einfache Weise eine automatische Durchführung des Glasiervorgangs bei
der Herstellung von qualitativ hochwertigem Porzellangut beispielsweise, obgleich
das Glasieren eine äußerst kritische Behandlung bei der Herstellung von Ton- und Porzellanwaren
darstellt.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Maschine ist der Glasurstation beim
arbeitstaktgesteuerten Ablauf der Maschine eine weitere Station vorgeschaltet, in
der der Werkstückhalter nach Abnahme des glasierten Guts in eine solche Schwenkstellung
gebracht wird, daß in Verbindung mit einer Glasurüberlaufeinrichtung ein vorbestimmter
Glasurpegel im Werkstückhalter eingestellt werden kann. Dieser hängt vorzugsweise
von der Neigung des Werkstückhalters zur Horizontalen ab und gegebenenfalls kann die
Glasurmasse im Innern des Werkstückhalters in dieser Station auch vollständig ausgewechselt
werden, wobei in jedem Fall eine schnelle und einfache Einstellung des Glasurpegels
im Innern des Werkstückhalters ermöglicht wird.
[0016] Entsprechend dem Platzbedarf und der Stelle, an der die Maschine nach der Erfindung
in den Arbeitsprozeß zur Herstellung von Ton- und Porzellanwaren eingesetzt werden
soll, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, daß das Transportband im Bereich der Zentrierstation
etwa parallel zum Transportband an der Übergabestation angeordnet ist, so daß man
den Platzbedarf der Maschine reduzieren kann, und die Förderbänder zum An- und Abtransport
in gedrängter Anordnung an der Maschine vorsehen kann.
[0017] Sowohl hinsichtlich den Arbeitstaktzeiten als auch hinsichtlich den in den Einsetzstationen
vorzunehmenden Arbeiten hat es sich als zweckmäßig erwiesen, daß am Drehkranz in regelmäßigen
Winkelabständen sechs Tragarme angeordnet sind.
[0018] Insbesondere durch die Steuerung der Drehzahl und/oder die Schwenkgeschwindigkeit
des Werkstückhalters, insbesondere in der Glasurstation, können durch einfache Versuche
die günstigsten Behandlungsbedingungen ermittelt werden und die gesamte Maschine läßt
sich ohne Schwierigkeiten an die Form, Größe und die Eigenschaft des zu behandelnden
Gutes zur Erzielung einer qualitativ hochwertigen Glasur anpassen.
[0019] Gemäß einem weiteren Aspekt nach der Erfindung wird ein Werkstückhalter für eine
Maschine zum Glasieren von Ton- und Porzellanwaren bereitgestellt, der an einem Tragarm
angebracht ist und wenigstens einen Glasur enthaltenden Glasurtopf aufweist, der das
zu glasierende Gut mittels Unterdruck hält und seine Achse drehbar bezüglich des Tragarms
schwenkbar ist, wobei sich dieser Werkstückhalter dadurch auszeichnet, daß der Werkstückhalter
wenigstens zwei Glasurtöpfe umfaßt und jeder Glasurtopf eine elastische Aufnahmefläche
für den Fuß des zu glasierenden Guts hat. Durch die Anordnung von jeweils zwei Glasurtöpfen
an einem Werkstückhalter können bei der erfindungsgemäßen Maschine in einem Arbeitstakt
immer zwei Artikel behandelt werden, wodurch eine beträchtliche Steigerung der Ausstoßleistung
erreicht wird. Durch die elastische Aufnahmefläche für den Fuß des zu glasierenden
Gutes an der jeweiligen Oberseite des Glasurtopfs können Teile mit einem unebenen
Fuß und Gegenstände mit unterschiedlichen Durchmessern im Bodenbereich mit ein und
demselben Glasurtopf bearbeitet werden.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Aufnahmefläche geringfügig zur Mittelachse
des Glasiertopfs geneigt, wobei die Aufnahmefläche einen größeren Durchmesser als
der Rand des zu behandelnden Guts hat, so daß nach der Übergabe zu dem jeweiligen
Glasiertopf am Werkstückhalter noch eine Art Selbstzentrierung des Guts möglich ist.
Vorzugsweise hat die Aufnahmefläche an jedem Glasurtopf eine Vielzahl radialer Rillen,
wodurch bewußt Luftspalte in diesem Bereich geschaffen werden, so daß der Randbereich
des zu glasierenden Guts gleichmäßig mit Glasur in der Glasurstation bedeckt wird,
da die Glasur durch die in den Rillen gebildeten Luftspalte in Richtung des Innern
des jeweiligen Glasurtopfs gesaugt wird.
[0021] Ferner wird vorzugsweise zur Erzeugung des Unterdrucks im Glasurtopf, durch den das
auf der Aufnahmefläche aufliegende Gut gehalten wird, ein Gebläse verwendet, das bei
großer Luftmenge einen geringen Unterdruck erzeugt. Somit wird zweckmäßigerweise mit
einem mit Luftüberschuß arbeitenden Gebläse der Unterdruck erzeugt, um unvermeidbare
Unregelmäßigkeiten im Bereich des bodenseitigen Randes im Zusammenwirken mit der Aufnahmefläche
auf einfache Weise ausgleichen zu können.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform sind die Glasurtöpfe des Werkstückhalters
in der Glasurstation so bewegbar, daß sie eine Drehbewegung um ihre eigene Achse ausführen
und zugleich in eine Glasurwanne geschwenkt und aus dieser herausgeschwenkt werden.
Durch die vorzugsweise Regelbarkeit der Drehbewegung und der Schwenkbewegung kann
zum Glasieren eine Abstimmung auf die für das zu behandelnde Gut bestimmten Bedingungen
vorgenommen werden, und insbesondere wird ein gleichmäßiger Glasurauftrag ohne Läufer
oder dergleichen auf dem zu behandelnden Gut erreicht.
[0023] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung. Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht einer Maschine zum Glasieren von Ton- und Porzellanwaren nach der
Erfindung in Gesamtdarstellung,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer Zentrierstation der Maschine als eine Einzelteildarstellung
in Verbindung mit einem Stempelwerk,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den Bereich der Zentrierstation nach Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Glasurstation der Maschine mit Verdeutlichung der Übergabe
von der Zentrierstation zu der Glasurstation,
- Fig. 5
- eine Ausschnittsansicht einer Ausbildungsform einer elastischen Aufnahmefläche an
der Oberseite eines Glasurtopfs,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Bereichs der Übergabestation der Maschine,
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf den Bereich der Übergabestation nach Fig. 6, und
- Fig. 8
- eine schematische Ansicht zur Verdeutlichung des Bereichs der Maschine, der unmittelbar
vor der Zentrierstation und nach der Übergabestation liegt.
[0024] Beim dargestellten Beispiel ist die Maschine zum Glasieren von Tellern als Ton- und
Porzellanwaren eingerichtet. Hierbei handelt es sich natürlich nur um ein Anwendungsbeispiel
und die Maschine kann in entsprechender Weise zum Glasieren auch von andersartig ausgelegten
Ton- und Porzellanwaren verwendet werden.
[0025] In Fig. 1 ist die Glasiermaschine insgesamt mit 1 bezeichnet. An einem Drehkreuz
2 der Glasiermaschine 1 sind beim dargestellten Beispiel sechs Tragarme etwa in regelmäßigen
Winkelabständen angeordnet. Die Tragarme sind ausgehend von einem Zuführbereich A
der Glasiermaschine 1 in Bewegungsrichtung des Drehkreuzes, wie mit einem Pfeil B
eingetragen ist, mit den Bezugszeichen 3a, 3b, 3c, 3d, 3e, 3f bezeichnet. An jedem
Tragarm 3a bis 3f ist jeweils ein Werkstückhalter 4 für das mit der Maschine zu behandelnde
Gut angebracht. Jeder Werkstückhalter 4 umfaßt zwei Glasurtöpfe 5,6. Auf jeder Seite
des jeweiligen Tragarms 3a bis 3f ist je ein Glasurtopf 5,6 angeordnet. Die Glasurtöpfe
5,6 sind mit den Tragarmen 3a bis 3f derart verbunden und es sind entsprechende Antriebseinrichtungen
vorgesehen, daß die Glasurtöpfe 5,6 um ihre eigene Achse drehbar sind und bezüglich
der Achse der Tragarme 3a bis 3f eine Schwenkbewegung ausführen können. Da die Tragarme
3a bis 3f beim dargestellten Beispiel in einer horizontalen Ebene angeordnet sind,
sind die Glasurtöpfe 5,6 somit zur Horizontalen der Tragarmachse der Tragarme 3a bis
3f schwenkbar.
[0026] Jeder Tragarm 3a bis 3f durchläuft bei der Glasiermaschine 1 beispielsweise in Richtung
des Pfeils B gesehen mehrere Positionen bzw. Stationen. Im Zuführbereich A ist ein
Förderband 7 vorgesehen, auf dem das mit der Maschine zu behandelnde Gut ankommt,
und das zwei im Abstand voneinander angeordnete Bandteile umfaßt. Das ankommende zu
behandelnde Gut, das beispielsweise von Tellern 8 gebildet wird, gelangt mit Hilfe
des Förderbands 7 in eine Zentrierstation 10, in der die Teller u.a. mit Hilfe von
Rollen 11 zentriert werden. Anhand den Fig. 2 und 3 werden nähere Einzelheiten der
Auslegung der Zentrierstation 10 erläutert. Von der Zentrierstation 10 werden die
zentrierten Teller 8 etwa in Achsrichtung des Tragarms 3a zu dem zugeordneten Werkstückhalter
4 übergeben. Nach der Aufnahme der Teller 8 im Werkstückhalter 4 werden die Teller
in einer Glasurstation 12 glasiert, deren Einzelheiten nachstehend unter Bezugnahme
auf die Fig. 4 und 5 näher erläutert werden. Nach dem Glasieren in der Glasierstation
12 werden die glasierten Teller 8 mit Hilfe des Werkstückhalters 4 in eine solche
Position gebracht, daß die Teller 8 im wesentlichen senkrecht ausgerichtet sind, wobei
diese Station insgesamt mit 13 bezeichnet ist. Bei der Weiterschaltung des Drehkreuzes
2 gelangen dann die Teller 8 in eine Station 14, in der die Teller 8 im wesentlichen
horizontal ausgerichtet gehalten sind. Dann durchlaufen die Teller 8 wenigstens eine
weitere Station 15, wobei die Teller 8 ihre horizontale Position beibehalten. Wenn
das Drehkreuz 2 um einen weiteren Schaltschritt weitergeschaltet wird, werden die
Teller von der Station 15 zu einer Übergabestation 16 überführt. An dieser Übergabestation
16 werden die Teller 8 von dem Werkstückhalter 4 abgenommen und einer weiteren Behandlung
in einem Bereich 17 unterzogen. Von diesem Bereich 17 werden die Teller zu einem Abführbereich
C übergeben. In diesem Abführbereich C ist ein weiteres Förderband 18 angeordnet,
auf dem die behandelten Teller 8 von der Glasiermaschine 1 abgeführt werden. Das sich
in Richtung des Pfeils in Fig. 1 bewegende Förderband 18 kann beispielsweise zu einer
weiteren Behandlungseinrichtung, wie einem Brennofen, führen. Nähere Einzelheiten
über die Ausbildung der Übergabestation 16, des Behandlungsbereiches 17 und des Abführbereiches
C werden anhand den Fig. 6 und 7 näher erläutert. Der jeweilige Tragarm 3a bis 3f
kommt dann in einem weiteren Schaltschritt nach der Übergabestation 16 in eine weitere
Station 19, in der der Werkstückhalter 4 mit den Glasurtöpfen 5 und 6 ohne zu behandelndes
Gut angeordnet ist. Nähere Einzelheiten über diese weitere Station 19 werden anhand
von Fig. 8 erläutert.
[0027] Unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und 3 wird nunmehr die Zentrierstation 10 näher erläutert.
In der Zentrierstation 10 sind mehrere, beispielsweise vier diagonal gegenüberliegende
Zentrierrollen 20 angeordnet, die wie mit Pfeilen dargestellt sind, translatorisch
in horizontaler Richtung beweglich sind. Mit Hilfe dieser Zentrierrollen 20 wird der
Teller 8 auf dem Förderband 7 zentriert. Unterhalb des Obertrums des Förderbands 7
ist ein Stempelwerk 21 angeordnet. Das Stempelwerk 21 umfaßt eine Farbpalette 22,
einen Farbtopf 23 und einen Stempelkopf 24. Die Farbpalette 22 bewegt sich horizontal
zwischen dem Farbtopf 23 und dem Stempelkopf 24. Der Stempelkopf 24 übernimmt die
Stempelfarbe von der Farbpalette 22 und überträgt sie auf den Boden des Tellers 8.
Hierbei führt der Stempelkopf 24 eine vertikale Bewegung aus und tritt durch den Zwischenraum
zwischen den beiden Förderbandteilen des Förderbands 7 hindurch. Die Übertragung des
Bodenstempels mit Hilfe des Stempelwerks 21 erfolgt nach der Zentrierung des Teils.
[0028] Ferner ist insbesondere aus Fig. 2 ein Sauger 15 zu ersehen, mittels dem der zentrierte
und mit einem Stempelaufdruck versehene Teller zu den Glasurtöpfen 5,6 des Werkstückhalters
4 übergeben werden (siehe Fig. 1). Dieser Sauger 15 ist in vertikaler Richtung auf-
und abbewegbar.
[0029] Der Sauger 15 setzt den Teller 8 entsprechend Fig. 4 auf die Oberseite eines Glasurtopfs
5. Obgleich in Fig. 4 nur ein Glasurtopf 5 dargestellt ist, ist entsprechend Fig.
1 unmittelbar hinter dem Glasurtopf 5 liegend ein zweiter Glasurtopf 6 angeordnet,
der hinsichtlich seiner Ausbildung im wesentlichen mit dem dargestellten Glasurtopf
5 übereinstimmt und der auch auf gleiche oder ähnliche Weise am Tragarm 3a beispielsweise
gelagert ist, so daß nachstehend nur der Glasurtopf 5 erläutert zu werden braucht.
Der Glasurtopf 5 ist als ein im wesentlichen zylindrisches Gefäß ausgebildet, an dessen
Oberseite eine ringförmige Aufnahmefläche 26 vorgesehen ist. Die Aufnahmefläche 26
ist elastisch. Dies wird entweder durch eine entsprechende Materialwahl im Bereich
der Aufnahmefläche 26 oder eine entsprechende Ausbildung erreicht. In Fig. 5 beispielsweise
ist eine derartige elastische Aufnahmefläche 26 im Ausschnitt gezeigt, die mit einer
Vielzahl radialer Rillen 27 versehen ist, um eine Glasuranhäufung am Fuß 8a des Tellers
8 zu vermeiden. Obgleich nicht dargestellt ist, kann die Aufnahmefläche 26 auch geringfügig
zur Achse des Glasurtopfs 5 geneigt angeordnet sein, um in Verbindung mit einer elastischen
Ausbildung der Aufnahmefläche 26 eine zuverlässige Anpassung der Aufnahmefläche 26
an die Form des Fußes 8a des zu glasierenden Teils bzw. Tellers 8 zu erreichen. Der
Glasurtopf 5 ist an seinem unteren Teil drehend gelagert und er wird über einen drehzahlgesteuerten
Motor 28 angetrieben und hierbei um seine eigene Achse gedreht. Etwa in der Mitte
des Glasurtopfs 5 ist ein Saugrohr 29 angeordnet, das etwa bis zur halben Höhe des
Glasurtopfs 5 reicht. Mit dem Saugrohr 29 ist ein Sauggebläse 30 verbunden, so daß
im Innern des Glasurtopfs 5 ein Unterdruck erzeugt wird, der den zu glasierenden Teller
auf der Aufnahmefläche 26 festhält. Die Aufnahmefläche 26 kann auch breiter als beim
dargestellten Beispiel gewählt werden, um zu glasierendes Gut mit unterschiedlichen
Durchmessern mit ein und demselben Glasurtopf 5 bzw. 6 aufnehmen zu können. Die zwischen
den radialen Rillen 27 gebildeten Schlitze können beispielsweise etwa 1mm breit und
etwa 0,1mm tief sein. Das Sauggebläse 30 erzeugt bei einer hohen Luftmenge einen geringen
Unterdruck im Glasurtopf 5. Durch die von den radialen Rillen 27 gebildeten Schlitze
kann eine vorbestimmte Lufteinleitung erfolgen, um eine Glasuranhäufung am Fuß 8a
des Tellers 8 zu vermeiden. Ein steuerbarer Motor 32 schwenkt den Glasurtopf 5 mit
dem darauf festgehaltenen Teller 8 in eine Glasurwanne 33, wobei sich der Glasurtopf
5 gleichzeitig hiermit dreht. In der in Fig. 2 gezeigten nach unten geschwenkten Stellung
des Glasurtopfs 5, der in dieser Stellung mit 5′ bezeichnet ist, erfolgt die Glasierung
der Außenfläche des Tellers 8. Der Glasurtopf 5′ mit dem von diesem gehaltenen Teller
8 taucht, wie in Fig.4 gezeigt ist, nur teilweise in die Glasurmasse in der Glasurwanne
3 ein. Dies reicht aus, da der Glasurtopf in seiner Stellung 5′ mit Hilfe des Motors
28 um seine eigene Achse in gesteuerter Weise gedreht wird. Gleichzeitig wird die
Bodenfläche des Tellers 8 in der Position 5′ des Glasurtopfs 5 glasiert, da im Innern
des Glasurtopfs 5 vor dem Aufsetzen des Tellers 8 auf die Aufnahmefläche 26 bereits
eine vorbestimmte Glasurmenge vorhanden ist. Je nach Form des zu glasierenden Guts
und der Größe desselben werden die Drehzahl und die Schwenkbewegung der Glasiertöpfe
5,6 so gesteuert, daß man eine zuverlässige und einwandfreie Glasierung des zu glasierenden
Guts in der Glasurstation 12 erreicht.
[0030] Anhand den Fig. 6 und 7 werden nunmehr nähere Einzelheiten der Übergabestation 16
und der vorgenommenen Behandlung im Bereich 17 sowie in Verbindung mit dem Abführbereich
C erläutert.
[0031] An der Übergabestation 16 ist eine insgesamt mit 34 bezeichnete Saugereinheit vorgesehen,
die zwei Sauger 35, 36 umfaßt. Die gesamte Saugereinheit 34 ist in horizontaler Richtung
verfahrbar. Mit Hilfe des Saugers 35 wird der nunmehr glasierte Teller 8, dessen in
der Glasurstation 12 aufgebrachte Glasur nach Durchlaufen der Stationen 13 bis 15
ausreichend angetrocknet ist, von dem Glasurtopf 5 in der Übergabestation 16 angehoben
und dieser Sauger 35 ist in vertikaler Richtung auf- und abbeweglich. Der Sauger 35
wird dann in horizontaler Richtung verfahren und plaziert den Teller über einem Schwammband
37 im Bereich 17 und setzt diesen auf das stillstehende Schwammband 37 ab. Der Sauger
35 fährt von der Position über dem Schwammband 37 nach dem Absetzen des Tellers 8
auf dem Schwammband 37 in die in Fig. 6 links gezeigte Stellung zurück. Der Sauger
36 senkt sich auf den Teller 8, der auf dem Schwammband 37 aufliegt ab und dreht diesen
auf dem nunmehr umlaufenden Schwammband 37 um seine eigene Achse, wozu ein weiterer
Motor 38 vorgesehen ist. Beim Abschwammen des Fußes 8a des Tellers 8 wird der Fußbereich
von anhaftender Glasur befreit. Nach dieser Behandlung des Tellers 8 auf dem Schwammband
7 hebt der Sauger 36 den Teller 8 vom Schwammband 37 ab und transportiert ihn zum
Förderband 18, das im Abführbereich angeordnet ist. Auf dem Förderband 18 sind beispielsweise
Brennkapseln 39 angeordnet, in die die Teller 8 zentriert eingelegt werden müssen.
Mit Hilfe des Saugers 36 wird der auf dem Schwammband 37 mit seinem unteren Rand abgeschwammte
Teller 8 in die Brennkapsel 39 eingelegt. In diesen Brennkapseln 39 werden dann die
Teller 8 mit Hilfe des Förderbands 18 beispielsweise zur Weiterbehandlung zu einem
Brennofen transportiert, der nicht näher dargestellt ist.
[0032] Obgleich in den Fig. 6 und 7 nicht näher dargestellt ist, sind natürlich parallele
Anordnungen nebeneinander zwei Saugereinheiten 34 vorgesehen, so daß die Handhabung
des Guts für beide Glasurtöpfe 5 und 6 der Übergabestation 16, dem Behandlungsbereich
17 bis zum Förderband 18 gleichzeitig erfolgen kann.
[0033] In Abweichung von dem dargestellten Beispiel kann der Teller 8 nach der Behandlung
auf dem Schwammband 37 auch beispielsweise direkt auf das Förderband 18 abgesetzt
werden und einer nachgeschalteten Weiterbehandlungseinrichtung zugeführt werden.
[0034] Anhand von Fig. 8 werden nunmehr Einzelheiten für die weitere Station 19 bei der
Maschine 1 nach Fig. 1 gezeigt und erläutert.
[0035] In der weiteren Station 19 werden die Glasurtöpfe 5, 6, wobei in Fig. 8 aus Vereinfachungsgründen
nur ein Glasurtopf 5 gezeigt ist, in eine vorbestimmte und in Fig. 8 gezeigte Lage
geschwenkt. Ein Ende einer Glasurüberlaufleitung 40, die von einer Glasurumwälzeinrichtung
abgeht, die in der Zeichnung nicht näher dargestellt ist, öffnet sich in Richtung
des Innenraums des Glasurtopfs 5. Wie mit gebrochenen Linien und Pfeilen dargestellt
ist, wird in der dargestellten Stellung des Glasurtopfs 5 die überschüssige Glasurmenge,
die durch die radialen Rillen 27 (Fig. 5) gesaugt wurde, ausgeschüttet und in einer
nicht näher dargestellten Auffangeinrichtung aufgefangen und über eine Siebeinrichtung
dem Glasurkreislauf zugeführt. In Abhängigkeit von der Schwenkstellung des Glasurtopfes
5 stellt sich im Innern des Glasurtopfes 5 ein vorbestimmter Glasurpegel ein, der
jene Glasurmenge darstellt, die man zum Glasieren des Bodens des zu glasierenden Gutes
beispielsweise benötigt. Wenn über die Glasurüberlaufleitung 40 neue Glasurmasse in
dem Glasurtopf 5 eingebracht wird, so kann die zuvor im Innern des Glasurtopfs vorhandene
Glasurmasse aus Qualitätssicherungsgründen ausgewechselt werden. Durch die entsprechende
Wahl der Schwenklager des Glasurtopfs 5 kann somit auf einfache Weise die Glasurmenge
eingestellt werden, die sich nachher im Innern des Glasurtopfs befindet und für das
Glasieren des Bodens bestimmt ist. Hierdurch kann die Glasiermaschine 1 auf einfache
Weise auf die jeweils gewünschten Erfordernisse abgestimmt werden. Eventuell ablaufende
Glasur an der äußeren Fläche und der Auflagefläche 26 kann mit Hilfe von Reinigungseinrichtungen
gesäubert werden.
[0036] Natürlich ist die Erfindung nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt, sondern
es sind zahlreiche Abänderungen und Modifikationen möglich, die der Fachmann im Bedarfsfall
treffen wird, ohne den Erfindungsgedanken zu verlassen. So kann sich beispielsweise
die Anzahl der mit der Glasiermaschine 1 durchlaufenen Stationen verändern, die Arbeitstakte
und die Taktzeiten hierfür können variiert und geregelt werden, um eine jeweils gewünschte
Anpassung an das zu behandelnde Gut in individueller Weise zu ermöglichen. Auch ist
es natürlich möglich, die Glasurtöpfe 5 und 6 in jeder Station der Glasiermaschine
1 um ihre Achse zu drehen, es hat sich aber gezeigt, daß es in den meisten Fällen
ausreicht, daß die Drehbewegung der Glasiertöpfe 5,6 lediglich einschließlich der
Station 13 aufrechterhalten wird, in der die Teller 8 senkrecht ausgerichtet sind.
In den daran anschliessenden Stationen 14 und 15 drehen sich in den meisten Fällen
die Glasiertöpfe nicht mehr um ihre eigene Achse und in der Übergabestation 16 stehen
sie auf jeden Fall still.
1. Maschine zum Glasieren von Ton- und Porzellanwaren, insbesondere Teller, mit einem
mehrere Tragarme (3a-3f) mit einem Werkstückhalter (4) aufweisenden Drehkreuz (2),
das arbeitstaktabhängig wenigstens in eine Glasierstation (12) und eine weitere Station
(14) schaltbar ist, in der das glasierte Gut (8) etwa horizontal gehalten ist, und
mit einer der Glasierstation (12) vorgeschalteten Zentrierstation (10), welcher das
Gut auf einem Transportband (7) zuführbar ist und von der das zentrierte Gut mittels
eines Saugers (15) zum Werkstückhalter (4) der Glasierstation (12) übergeben wird,
in welcher das Gut (8) in eine Glasurwanne (33) unter Ausführen einer Schwenkbewegung
und einer Drehbewegung eingetaucht wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Werkstückhalter (4) als wenigstens ein, eine vorbestimmte Glasurmenge im Inneren
aufnehmender Glasurtopf (5, 6) ausgebildet ist, an welchem das Gut (8) mittels Unterdruck
gehalten ist, und daß beim nur teilweisen Eintauchen des Guts (8) in die Glasurmasse
in der Glasurwanne (33) die Drehzahl und/oder die Schwenkbewegung des Glasurtopfes
(5, 6) in der Glasurstation (12) zur Anpassung des Glasiervorganges an unterschiedliches
Gut und unterschiedliches Material steuerbar sind.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstückhalter (4) wenigstens zwei Glasurtöpfe (5, 6) umfaßt und jeder
Glasurtopf (5, 6) eine elastische Aufnahmefläche (26) für den Fuß (8a) des zu glasierenden
Gutes (8) hat, und daß die Aufnahmefläche (26) geringfügig zur Mittelachse des Glasurtopfes
(5, 6) geneigt ist.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmefläche (26) eine Vielzahl von radialen Rillen (27) aufweist.
4. Maschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des Unterdrucks im Glasurtopf (5, 6) ein Gebläse (30) vorgesehen
ist, durch das bei großer Luftmenge ein geringer Unterdruck erzeugbar ist.
5. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zentrierstation (10) ein Stempelwerk (21) vorgesehen ist, durch das auf
dem Boden des Gutes (8) ein Stempelaufdruck aufbringbar ist.
6. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Übergabestation (16), in der das Gut (8) etwa horizontal gehalten ist und an
der das Gut (8) von dem Werkstückhalte (4, 5, 6) mittels einer Saugereinheit (34)
mit seinem Fuß (8a) auf ein Schwammband (37) aufsetzbar ist.
7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Saugereinheit (34) mit wenigstens zwei Saugern (35, 36) in der Übergabestation
(16) in Verlängerung des Tragarmes (3a bis 3f) bewegbar gelagert ist und die Sauger
(35, 36) auf- und abbewegbar sind.
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Sauger (35) das Gut (8) auf das stehende Schwammband (37) setzt, zu
dem Gut (8) an dem Werkstückhalter (4, 5, 6) zurückfährt, und daß der zweite Sauger
(36) sich auf das Gut (8) auf dem Schwammband (37) absenkt und dasselbe bei umlaufendem
Schwammband (37) mittels eines Motors (38) um seine Achse dreht.
9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß durch den zweiten Sauger (36) nach dem Anhalten seiner Drehbewegung das Gut
(8) vom Schwammband (37) abhebbar und zu einer Abtransporteinrichtung (18) übergebbar
ist.
10. Maschine nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungen der beiden Sauger (35, 36) so abgestimmt sind, daß bei der Weitergabe
des Gutes (8) vom Schwammband (37) zugleich ein vom Werkstückhalter (4) abgenommenes
Gut (8) zum Schwammband (37) übergebbar ist.
11. Maschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasurstation (12) eine Station (19) vorgeschaltet ist, in welcher der Werkstückhalter
(4, 5, 6) nach Abnahme des glasierten Gutes (8) in eine solche Schwenkstellung bringbar
ist, daß in Verbindung mit einer Glasurüberlaufeinrichtung (40) ein vorbestimmter
Glasurpegel im Werkstückhalter (4, 5, 6) aufrechterhalten wird.
1. Machine for glazing earthenware and porcelain ware, particularly plates, with a turnstile
(2), displaying several carrier arms (3a-3f) with a workpiece holder (4), which, depending
on the operating cycle, is switchable at least into a glazing station (12) and another
station (14), in which the glazed product (8) is held roughly horizontal, and with
a centering station (10), inserted ahead of the glazing station (12), to which the
product can be fed on a conveyor belt (7) and from which the centred product is passed
by means of a suction device (15) to the workpiece holder (4) of the glazing station
(12), in which the product (8) is immersed in a glaze tank (33) while a swivel movement
and a rotary movement are performed, characterized in that the workpiece holder (4)
is designed as at least one glaze pot (5, 6), housing a predetermined quantity of
glaze in the inside, at which the product (8) is held by means of underpressure, and
in that, when the product (8) is only partly immersed in the glaze composition in
the glaze tank (33), the rotary speed and/or swivel movement of the glaze pot (5,6)
in the glaze station (12) is controllable in order to adapt the glazing process to
different product and different material.
2. Machine according to claim 1, characterized in that the workpiece holder (4) grasps
at least two glaze pots (5, 6) and every glaze pot (5, 6) has an elastic receiving
surface (26) for the foot (8a) of the product to be glazed (8), and in that the receiving
surface (26) is slightly inclined to the central axis of the glaze pot (5,6).
3. Machine according to claim 2, characterized in that the receiving surface (26) displays
a plurality of radial grooves (27).
4. Machine according to claim 2 or 3, characterized in that, to produce the underpressure
in the glaze pot (5, 6), a blower (30) is provided by means of which a slight underpressure
can be produced with a large quantity of air.
5. Machine according to claim 1, characterized in that a stamping mechanism (21), by
means of which a stamped impression can be placed on the bottom of the product (8),
is provided in the centering station (10).
6. Machine according to one of the preceding claims, characterized by a transfer station
(16) in which the product (8) is held roughly horizontal and at which the product
(8) is placeable from the workpiece holder (4, 5, 6) by means of a suction unit (34)
with its foot (8a) on a sponge belt (37).
7. Machine according to claim 6, characterized in that a suction unit (34) with at least
two suction devices (35, 36) is housed movable in the transfer station (16) in extension
of the carrier arm (3a to 3f) and the suction devices (35, 36) are movable up and
down.
8. Machine according to claim 7, characterized in that one of the suction devices (35)
places the product (8) onto the stationary sponge belt (37), returns to the product
(8) at the workpiece holder (4, 5 ,6), and in that the second suction device (36)
drops onto the product (8) on the sponge belt (37) and rotates same about its axis
by means of a motor (38) as the sponge belt revolves.
9. Machine according to claim 8, characterized in that the product (8) can be lifted
off from the sponge belt (37) by the second suction device (36) after its rotary movement
has stopped, and transferred to a removal system (18).
10. Machine according to claims 7 to 9, characterized in that the movements of the two
suction devices (35, 36) are so matched that, when the product (8) is passed on from
the sponge belt (37), a product (8) removed from the workpiece holder (4) is simultaneously
transferrable to the sponge belt (37).
11. Machine according to one of the preceding claims, characterized in that there is inserted
ahead of the glaze station (12) a station (19) in which the workpiece holder (4, 5,
6) is bringable, after removal of the glazed product (8), into such a swivel position
that, in conjunction with a glaze overflow device (40), a pre-determined level of
glaze is maintained in the workpiece holder (4, 5, 6).
1. Dispositif de glaçage des produits en argile ou en porcelaine, en particulier des
assiettes, comprenant un manège (2) avec plusieurs potences (3a à 3f) équipées d'un
porte-pièce (4) et pouvant être commuté, en fonction de cycles, à un poste d'application
de glaçage (12) au moins, et à un autre poste (14), où le produit (8) enduit de glaçage
est tenu en position horizontale, ainsi que, intercalé en amont du poste de glaçage
(12), un poste de centrage (10) où la pièce (8) peut être amenée sur une bande transporteuse
(7) et d'où la pièce (8) est transférée au porte-pièce (4) du poste de glaçage (12)
au moyen d'un aspirateur (15), poste où la pièce (8), par exécution d'un mouvement
de pivotement et d'un mouvement tournant, est plongée dans un bain de glaçage (33),
caractérisé en ce que le porte-pièce (4) est conçu comme un pot de glaçage (5, 6)
au moins, recevant en son intérieur une quantité prédéterminée de glaçage, sur lequel
la pièce (8) est portée au moyen d'une plus faible pression, et, en ce que, pour une
immersion seulement partielle de la pièce (8) dans la masse de glaçage du bain (33),
le nombre de tours et/ou le mouvement de pivotement du pot de glaçage (5, 6) au poste
de glaçage (12) sont commandables pour adapter le processus d'enduction de glaçage
à des pièces et à des matières différentes.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le porte-pièce (4) comprend
au moins deux pots de glaçage (5, 6), et que chacun des pots (5, 6) présente une surface
de réception élastique (26) pour le pied (8a) de la pièce (8) à glaçer et en ce que
cette surface de réception élastique (26) est légèrement inclinée vers l'axe médian
du pot de glaçage (5, 6).
3. Dispositif suivant la revendication 2, caractérisé en ce que la surface de réception
(26) présente une pluralité de rainures radiales (27).
4. Dispositif suivant la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que, pour produire la
plus faible pression dans le pot de glaçage (5, 6), est prévue une soufflerie (30)
qui permet de produire une très faible pression avec une grande quantité d'air.
5. Dispositif suivant la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce qu'un outil de poinçonnage
(21) permettant de poinçonner le fond de la pièce (8) est prévu au poste de centrage
(10).
6. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé par un poste
de déchargement (16) où la pièce (8) est tenue à peu près horizontalement et déposée
par le porte-pièce (4, 5, 6) et au moyen d'une unité d'aspiration (34) sur une bande
en éponge (37).
7. Dispositif suivant la revendication 6, caractérisé en ce qu'une unité d'aspiration
(34) avec au moins deux aspirateurs (35, 36) est montée mobile, au poste de déchargement
(16), dans le prolongement de la potence (3a à 3f) et en ce que les aspirateurs (35,
36) peuvent être soulevés et abaissés.
8. Dispositif suivant la revendication 7, caractérisé en ce qu'un des deux aspirateurs
(35) dépose la pièce (8) sur la bande en éponge (37) alors qu'elle est à l'arrêt et
retourne à la pièce (8) sur le porte-pièce (4, 5, 6), alors que l'autre aspirateur
(36) s'abaisse sur la pièce (8) se trouvant sur la bande en éponge (37) et, au moyen
d'un moteur (38), tourne celle-ci autour de son propre axe sur la bande en éponge
(37) qui est alors en marche.
9. Dispositif suivant la revendication 8, caractérisé en ce que la pièce (8) peut être
enlevée de la bande en éponge (37) à l'aide du second aspirateur (36), une fois que
celui-ci s'est arrêté de tourner, et transférée à un dispositif d'évacuation (18).
10. Dispositif suivant l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que les mouvements
des deux aspirateurs (35, 36) sont adaptés de sorte qu'en même temps que la pièce
(8) est transférée de la bande en éponge (37), une autre pièce (8) enlevée du porte-pièce
(4) soit transférée à la bande en éponge (37).
11. Dispositif suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, en
amont du poste de glaçage (12) est installé un poste (19) où le porte-pièce, après
avoir été délivré de la pièce enduite de glaçage (8), peut pivoter dans une position
dans laquelle, en liaison avec un dispositif de trop-plein de glaçage (40), un niveau
prédéterminé de glaçage peut être conservé dans le porte-pièce (4, 5, 6).