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(11) |
EP 0 341 433 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.08.1993 Patentblatt 1993/31 |
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Anmeldetag: 10.04.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B04B 1/20 |
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Vollmantel-Schnecken-Zentrifuge
Solid bowl screw conveyor centrifuge
Centrifugeuse à vis à bol plein
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Benannte Vertragsstaaten: |
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FR GB IT |
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Priorität: |
11.05.1988 DE 3816210
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.11.1989 Patentblatt 1989/46 |
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Patentinhaber: FLOTTWEG GMBH |
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D-84137 Vilsbiburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Kreill, Walter, Dipl.-Ing. (FH)
D-8313 Vilsbiburg (DE)
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Vertreter: Flügel, Otto, Dipl.-Ing. |
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Lesser & Flügel,
Postfach 81 05 06 81905 München 81905 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 195 205 DE-A- 2 160 493 DE-A- 3 638 652 FR-A- 1 251 684 GB-A- 2 088 255
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DE-A- 1 442 497 DE-A- 3 435 821 DE-U- 8 706 954 FR-A- 2 016 986
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge, insbesondere
Gegenstromzentrifuge, für die Trennung einer Suspension, für deren Zuführung von einer
ortsfesten Eingabestelle außerhalb der Zentrifuge in den zwischen der Schnecke und
dem Mantel gebildeten Trennraum der Zentrifuge ein ortsfest gehaltenes Einlaufrohr
vorgesehen ist, das sich bis in einem Einlaufraum der Schnecke erstreckt und in seinem
dortigen Endbereich an einem schneckenfesten Teil über ein Lager abgestützt ist.
[0002] In solchen Zentrifugen werden unter Fliehkraft Suspensionen in eine feste und wenigstens
eine flüssige Phase getrennt. Solche Suspensionen können aus vielerlei Zusammensetzungen
bestehen, sie können chemisch agressive Stoffe und/oder hohen Abrieb verursachende
Partikel, wie beispielsweise Sand, enthalten. Man ist daher bestrebt, im Rahmen der
Zuführung solcher Suspensionen möglichst durchgehende Leitungen bis hin zum Trennraum
der Zentrifuge bzw. einen in den Trennraum mündenden Verteilerraum innerhalb der Schneckennabe
zu verwenden. Dabei treten vielfach große Rohrlängen auf, die hinsichtlich ihrer Halterung
bzw. ihrer Gefahr, starke radiale Schwingungen auszuführen, Probleme bereiten. Dies
ist vor allem bei Zentrifugen der hier in Rede stehenden Art der Fall, die im sogenannten
Gegenstromprinzip arbeiten, d.h. bei denen der Suspensionseinlauf in den Trennraum
weit im Inneren der Zentrifuge vorgesehen ist. Eine Lagerung eines solchen langen
ortsfesten Einlaufrohres in dessen Endbereich innerhalb der Schneckennabe könnte zwar
diese Problematik beseitigen, doch ist ein solches Lager innerhalb der Schneckennabe
stärker der Verschmutzung ausgesetzt und für Wartungsarbeiten nur sehr schwer zugänglich.
Eine derartige Lagerung ist aus der GB-A-2088255 bekannt, und zwar in Form eines mit
einer Dichtung geschützten Wälzlagers innerhalb eines Gehäuses. Aufgrund der starken
Beanspruchung eines solchen Lagers durch zu trennende Suspensionen sind zeit-und kostenintensive
Reparaturen bzw. Wartungsarbeiten zu befürchten, ganz abgesehen vom verhältnismäßig
komplizierten mehrteiligen Aufbau.
[0003] Aus der DE-U-8706954 sind Gleitlager für Pumpen bekannt, deren eine Lagerschale aus
Siliziumkarbid und deren andere Lagerschale aus einem mit diesem keramischen Werkstoff
gut als Lager zusammenarbeitenden Werkstoff besteht. Zwischen der Lagerschale aus
keramischem Werkstoff (Siliziumkarbid) und dem Träger für diese Laufbuchse ist eine
Zwischenbuchse aus Metall angeordnet, die sich axial überschneidende, ringspaltförmige
Freiräume zur Aufnahme der unterschiedlichen Wärmedehnungen zur Verfügung stellt.
Desweiteren ist bekannt - DE-A-3435821 - Gleitlager zur Verfügung zu stellen, deren
eine Lagerschale aus Keramikmaterial und deren andere Lagerschale aus Hartmetall besteht,
wodurch ein Betrieb sowohl in trockenem als auch im "nassem" Zustand ermöglicht werden
soll. Zur Aufnahme von Schwingungen kann im Bereich des Lagers eine elastische Zwischenschicht
vorgesehen sein. Im Zusammenhang damit ist weiterhin bekannt, die eine Lagerschale
durch Schrumpfpassung in einem Gehäuseglied festzulegen. Schließlich ist es bekannt
- EP-A-0195205 - besonders oberflächenbehandelte Gleitelemente zur Verfügung zu stellen,
die insbesondere als Dichtscheiben in Mischbatterien und Gleitringe von Gleitringdichtungen
Verwendung finden sollen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zentrifuge der eingangs genannten
Art zur Verfügung zu stellen, bei der die Suspension möglichst weitgehend bis zum
Eintritt in den Trennraum der Zentrifuge über ein feststehendes Einlaufrohr zugeführt
wird, auch wenn sich der Trennraum sehr weit von der Zuführstirnseite des Zentrifugenmantels
aus gesehen im Längsmittelbereich und darüber hinaus der Zentrifuge befindet, wie
dies bei Gegenstrom-Zentrifugen der Fall ist, ohne daß das derart lang ausgebildete,
feststehende Einlaufrohr Betriebsstörungen durch entsprechend große radiale Schwingungen
verursachen kann und ohne daß zeit- und kostenintensive Reparatur- und/oder Wartungsarbeiten
auftreten.
[0005] Ausgehend von einer Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit den eingangs genannten Merkmalen
wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Lager als Gleitlager ausgebildet
ist, dessen beide Lagerschalen im Gleitangriffsbereich aus einem keramischen Werkstoff
bestehen, zwischen deren aneinander gleitenden Lagerschalenflächen sich ein hydrodynamischer
Schmierfilm aufbaut, der mittels der durch das Einlaufrohr in den Trennraum eingeleiteten
Suspension und/oder mittels einer durch eine separate Leitung zugeführten Ersatzflüssigkeit
gespeist ist, und daß die radial innen angeordnete Lagerschale mit ihrer Innenmantelfläche
über einen zwischengeschalteten Temperaturspannungs-Ausgleichskörper an einem Abschnitt
der Außenwandung des die Lagerschale haltenden Bauelementes festgelegt ist.
[0006] Erfindungsgemäß ist das entsprechend weit im Inneren der Schnecke der Zentrifuge
angeordnete Gleitlager derart ausgebildet, daß die beiden Lagerschalen im Gleitangriffsbereich
aus einem keramischen Werkstoff bestehen. Im Gleitangriffsbereich werden die beiden
keramischen Lagerschalen durch die Suspension beaufschlagt, was jedoch hinsichtlich
des Verschleißes und/oder der Wartung keine Probleme bereitet, weil solche keramischen
Werkstoffe äußerst widerstandsfähig gegen Abrasionen und Korrisionen sind, so daß
sich ein solches mit im Gleitangriffsbereich keramisch ausgebildeten Gleitlager auch
bei Suspensionen entsprechender Abriebs- und Korrisionseigenschaften sicher und dauerhaft
einsetzen läßt. Solche Gleitlager vertragen hohe Drehzahlen und halten auch einem
Druckaufbau stand, wie er vom Trennraum her bei bestimmter Lageranordnung auftreten
kann. Darüber hinaus sind solche keramischen Werkstoffe hoch hitzebeständig und vertragen
starke Temperaturwechsel.
[0007] Es kommt eine Reihe von Keramik-Materialien in Frage, wobei dieser oder jener Keramik-Werkstoff
je nach Einsatzzweck bzw. Suspension zu bevorzugen sein wird, so beispielsweise auch
Si₃N₄, Al₂O₃, MgO, ZrO₂; vorzugsweise werden jedoch oxidfreie Keramiken verwendet
und bevorzugt SiC, und zwar in gesinterter Form, so daß man reines Siliziumkarbit
ohne freien Siliziumanteil enthält.
[0008] Grundsätzlich ist es möglich, die radial außen angeordnete Lagerschale des Gleitlagers
an einer der Stirnbegrenzungswandungen des Einlaufraumes der Schneckennabe festzulegen,
während die radial innen angeordnete Lagerschale des Gleitlagers an der Außenwandung
des feststehenden bzw. ortsfest gehaltenen Einlaufrohres festgelegt ist. Eine andere
Möglichkeit besteht darin, die radial innen angeordnete Lagerschale des Gleitlagers
auf einem an der Stirnbegrenzungswandung des Einlaufraumes festgelegten Bolzen, auch
Hohlbolzen, zu halten und die radial außenliegende Lagerschale des Gleitlagers am
Endrand des Endbereiches des ortsfesten Einlaufrohres oder einer Erweiterung dieses
Endbereiches festzulegen. Der Endbereich des Einlaufrohres kann auch mittelbar, beispielsweise
über ein weiteres konzentrisch innenliegendes Rohr an einer Trennwand des Schneckenkörpers
abgestützt sein.
[0009] Erfindungsgemäß ist dafür Sorge getragen, daß sich zwischen den aneinander gleitenden
Lagerschalenflächen des Gleitlagers durch Anwesenheit eines flüssigen Mediums ein
hydrodynamischer Schmierfilm aufbaut. Dies geschicht dadurch, daß das Gleitlager mit
dem Innenraum des Einlaufrohres in Verbindung steht und durch das über das Einlaufrohr
in den Trennraum der Zentrifuge eingeleitete Schleudermedium geschmiert wird. Es kann
aber auch eine Ersatzflüssigkeit zur Schmierung des Gleitlagers vorgesehen sein, die
bei Unterbrechung der Zugabe des Schleudermediums selbsttätig zugeführt wird. Dabei
ist für die Zuführung der Schmierflüssigkeit zum Gleitlager eine separate Leitung
vorgesehen. Weiterhin kann die Temperatur des Gleitlagers mit Hilfe von Temperaturfühlern
abgetastet werden, so daß bei Anstieg der Temperatur des Gleitlagers über einen bestimmten
Wert die Schmiermittelversorgung des Gleitlagers selbsttätig eingeschaltet oder die
Zentrifuge abgeschaltet wird.
[0010] In einem konischen Bereich der Zentrifuge, der der Abführung des Feststoffes aus
dem Sumpf des Trennraumes dient, kann im Schneckenkörper ein Hohlraum zur Einleitung
von Waschflüssigkeit vorgesehen sein, wobei im Übertrittsbereich einer stationären
Zuleitung für die Waschflüssigkeit auf den umlaufenden Schneckenkörper das Gleitlager
zugleich als Dichtung eingesetzt ist. In einem solchen Falle, indem ein Waschflüssigkeitszuführrohr
über das Lager an dem Schneckennabenkörper abgestützt ist, kann das Einlaufrohr an
dem Waschflüssigkeitszuführrohr abgestützt sein, so daß der Endbereich des Einlaufrohres
mittelbar über das Gleitlager an der Schneckennabe abgestützt ist.
[0011] In besonders bevorzugter Ausführung kann Sorge dafür getragen werden, daß eine Inspektion
dieses im Inneren der Schnecke, d.h. im Bereich des Einlaufraumes der Schnecke, gelegenen
keramischen Lagers in einfacher Weise ohne Demontage der Zentrifuge erfolgen kann.
[0012] Diese und weitere bevorzugte Ausführungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
insbesondere im Zusammenhang mit den in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispielen
der Erfindung, deren nachfolgende Beschreibung die Erfindung näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1
- einen schematischen Schnitt durch eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem ersten
Ausführungsbeispiel;
- Figur 2
- eine vergrößerte Teilschnittdarstellung des Schneckenbereiches im Gebiet des Einlaufraumes
nach einem weiteren Ausführungsbeispiel;
- Figur 3
- einen der Darstellung gemäß Figur 2 vergleichbaren Schnitt eines dritten Ausführungsbeispieles;
- Figur 4
- einen der Darstellung gemäß Figur 2 vergleichbaren Schnitt eines vierten Ausführungsbeispieles;
- Figur 5
- einen der Darstellung gemäß Figur 2 vergleichbaren Schnitt eines letzten Ausführungsbeispieles.
[0013] Die mit einem Mantel 1 und einer Schnecke 2 ausgerüstete Vollmantel-Schneckenzentrifuge
gemäß Ausführungsbeispiel ist lediglich hinsichtlich der an der Zuführseite der Suspension
befindlichen Stirnseite bzw. Lagerung und in dem Einlaufbereich in den zwischen dem
Mantel 1 und der Schnecke 2 gebildeten Trennraum 3 wiedergegeben. Die Schnecke 2 ist
bei 4 an dem Mantel gelagert, dieser wiederum bei 5 an einem ortsfesten Bauteil 6,
das hier als Lagerbock angesehen wird. Diese in Figur 1 wiedergegebene Ausführung
ist in den übrigen Figuren lediglich hinsichtlich des Einlaufraumbereiches innerhalb
der Zentrifuge vergrößert wiedergegeben.
[0014] Das Einlaufrohr 31 für die Zuführung der Suspension ist von der nicht dargestellten
ortsfesten Eingabestelle der Suspension im rechten Anschlußbereich der Figur 1 als
ortsfest stehendes Rohr bis in den Einlaufraum 32 der Schnecke 2 hineingeführt und
mit seinem dortigen Endbereich 34 an einem Bolzen 35 abgestützt, der seinerseits in
eine in der der Einlaufseite abgewandten Stirnbegrenzungswandung 36 des Einlaufraumes
32 vorgesehene Bohrung 37 eingreift. Radial zwischen dem Bolzen 35 und der inneren
Endwandung des Endbereiches 34 des lang ausgebildeten ortsfesten Einlaufrohres 31
ist ein Gleitlager 12 mit den beiden Lagerschalen 14 und 15 angeordnet, so daß eine
Abstützung zwischen dem Bolzen 35 und dem Endbereich 34 des Einlaufrohres 31 gegen
radiale Schwingungsbewegungen gegeben ist. Die Suspension tritt in Richtung des Pfeiles
rechts in das lang ausgebildete Einlaufrohr 31 ein und verläßt dieses durch die Austrittsöffnung
33, die in den Einlaufraum 32 der Schnecke 2 führt, von wo aus die Suspension in üblicher
Weise durch Öffnungen in der Schneckennabe in den Trennraum 3 gelangt. Aufgrund der
durch das Einlaufrohr 31 aufgegebenen Suspension und deren Aufenthalt in dem Einlaufraum
32 der Schnecke 2 ist das Gleitlager 12 von beiden Stirnseiten her der Suspension
ausgesetzt. Die Suspension dient der Bildung eines hydrodynamischen Schmierfilmes
für das Gleitlager 12, andererseits sind dessen Laufflächen der von der Suspension
ausgehenden Beanspruchung ausgesetzt. Die beiden aneinander gleitend angreifenden
Lagerschalen 14 und 15 des Gleitlagers 12 sind aus einem keramischen Werkstoff, hier
insbesondere Siliziumkarbit, hergestellt, so daß Abrasions- und Korrisionserscheinungen
durch die schmiergelnde Wirkung der Suspensionsfeststoffe an den Gleitflächen nicht
oder nur entsprechend geringfügig auftritt.
[0015] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 kann man davon ausgehen, daß das mit dem
Gleitlager 12 und dem Bolzen 35 vormontierte Einlaufrohr 31 in die gezeigte Lage von
außerhalb der insoweit vormontierten Maschine in Längsrichtung des Einlaufrohres 31
eingeführt wird, wobei der Bolzen 35 über eine beliebige Ausbildung verdrehfest in
die Bohrung 37 eingreift. Durch den umgekehrten Montagevorgang läßt sich das Lager
leicht inspizieren bzw. auswechseln, ohne daß die Zentrifuge als solche demontiert
werden muß.
[0016] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ist die Halterung des Endbereiches 34 des
Einlaufrohres 31 an einem Bolzen 35 in ähnlicher Weise getroffen wie bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 1. Hier ist allerdings ein Sechskant vorgesehen, der es erlaubt, die Lagerschale
14 von dem Bolzen abzuziehen.
[0017] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ist nämlich eine besondere Schmiermittelzufuhr
über eine Leitung 39 für den Fall vorgesehen, daß die Suspensionszufuhr unterbrochen
wird. Während also die durch die Austrittsöffnung 33 in den Einlaufraum 32 eintretende
Suspension die Bildung des hydrodynamischen Schmierfilmes zwischen den Lagerschalen
14 und 15 spätestens von der dem Einlauf abgewandten Stirnseite sicherstellt, wird
bei Unterbrechung der Suspensionszufuhr durch die Leitung 39 ein wie auch immer geartetes
Schmiermittel zugeführt, das den hydrodynamischen Schmierfilm zwischen den Lagerschalen
14 und 15 aufrechterhält.
[0018] Im Bereich des Gleitlagers können dabei ein oder mehrere Temperaturfühler vorgesehen
sein, durch welche bei Anstieg der Temperatur des Gleitlagers die besondere Schmiermittelzufuhr
zu dem Gleitlager selbsttätig eingeschaltet wird. Natürlich kann man hier auch eine
Notabschaltung der Zentrifuge vorsehen.
[0019] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 ist die Abstützung des Endbereiches 34
des Einlaufrohres 31 über das Gleitlager 12 bzw. dessen Lagerschalen 14 und 15 in
ähnlicher Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel in Figur 2 getroffen, jedoch ist der
Bolzen, an dem die innere Lagerschale 14 beispielsweise über einen Ausgleichskörper
16 gehalten ist, als Hohlbolzen 38 ausgebildet, der eine axial durchgehende Bohrung
aufweist. Die der Einlaufseite zugewandte Öffnung dieser durchgehenden Bohrung ist
auf einen Einlauf zu gerichtet, der ähnlich demjenigen der Notlaufschmierflüssigkeit
gemäß Figur 2 ausgebildet ist, im vorliegenden Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 jedoch
der Zuführung einer Waschflüssigkeit dient, die somit die Schmierung des Lagers 12
sicherstellt und gleichzeitig eine Waschflüssigkeit in den Innenraum der Schnecke
zuführt, der sich an die dem Suspensionseinlauf abgewandte Wandung 36 des Einlaufraumes
32 anschließt. Dieser Raum weist in der Schneckennabe kleine Durchtrittsbohrungen
auf, durch welche die Waschflüssigkeit in den Trennraum der Zentrifuge gelangt, und
zwar in dessen konischen Mantelbereich, um Feststoffe abzuspülen.
[0020] Der Ausgleichskörper 16 dient der Kompensation von temperaturbedingten Maßänderungen,
er ist in radialer Richtung elastisch nachgiebig ausgebildet. Damit wird erreicht,
daß bei Temperaturerhöhung der sich stärker dehnende Mantel des Endbereiches 34 des
Einlaufrohres 31 bzw. - im Hinblick auf Figur 1 - die Durchmessererhöhung des Bolzens
35 die sich bei dieser Temperatur weit weniger ausdehnende keramische Lagerschale
auf Zug belastet, wogegen der keramische Werkstoff empfindlich ist. Der rohrförmige
Ausgleichskörper weist eine in sich wellige Mantelwandung auf, und zwar mit dem Wellenverlauf
in Umfangsrichtung gesehen, oder auch mit dem Wellenverlauf in Achsrichtung gesehen,
wie dies in der Zeichnung angedeutet ist. Die radial äußere Lagerschale ist - je nach
Ausführungsbeispiel an der Innenmantelwandung des Endbereiches 34 des Einlaufrohres
31 oder der Wandung 36 bzw. 43 (Figur 5) des Schneckenkörpers - dadurch befestigt,
daß dieser vor Einsetzen der Lagerschale 15 aufgeheizt wird. Bei Abkühlung führen
die unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten des Einlaufrohres bzw. der Schneckenkörperwandung
- beispielsweise Stahl - einerseits und des Keramikörpers andererseits dazu, daß die
Lagerschale durch Schrumpfen in ihrer Position festgelegt und somit zusammengedrückt
wird, wogegen der Keramikwerkstoff unempfindlich ist.
[0021] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 ist die Zuführung von Waschflüssigkeit
mit Hilfe eines Waschflüssigkeitszuführrohres 40 getroffen, das in sich starr ist
und als Verbindung zwischen dem Gleitlager 12 und dem Endbereich 34 des Einlaufrohres
31 insoweit dient, als die Innenwandung des Endbereiches 34 des Einlaufrohres 31 über
radiale Stege 42 an der Außenmantelwandung des Waschflüssigkeitszuführrohres 40 abgestützt
ist. Diese Abstützung erfolgt im Nahbereich des Gleitlagers 12, welches im Durchtrittsbereich
des Waschflüssigkeitszuführrohres 40 durch die der Einlaufseite abgewandte stirnseitige
Wandung 36 des Einlaufraumes 32 angeordnet ist. Dabei ist die äußere Lagerschale 15
an der Innenwandung einer entsprechenden Bohrung in der Trennwand abgestützt, während
die innere Lagerschale 14 an der Außenmantelwandung des Waschflüssigkeitszuführrohres
40 abgestützt ist. Hier bildet demnach das Gleitlager 12 eine Dichtung zwischen dem
Raum, in den die Waschflüssigkeit eingeleitet wird, und dem Einlaufraum 32, in den
das Einlaufrohr 31 stirnseitig mündet.
[0022] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 5 dagegen ist wieder ein sehr einfacher Fall
der Suspensionszuführung gezeigt, bei welchem Notlaufschmierung und Waschflüssigkeitszufuhr
nicht vorgesehen sind. In diesem Falle ist das Gleitlager 12 im Durchtrittsbereich
des Einlaufrohres 31 durch diejenige stirnseitige Trennwandung 43 des Einlaufraumes
32 der Schnecke 2 angeordnet, die dem Suspensionseinlauf zugewandt liegt. Die Außenschale
des Gleitlagers 12 ist an der Innenwand einer entsprechenden Bohrung in der Stirntrennwandung
43 abgestützt, während die innere Lagerschale 14 an der äußeren Mantelfläche des Einlaufrohres
31 angreift.
1. Vollmantel-Schneckenzentrifuge, insbesondere Gegenstromzentrifuge, für die Trennung
einer Suspension, für deren Zuführung von einer ortsfesten Eingabestelle außerhalb
der Zentrifuge in den zwischen der Schnecke (2) und dem Mantel (1) gebildeten Trennraum
(3) der Zentrifuge ein ortsfest gehaltenes Einlaufrohr (31) vorgesehen ist, das sich
bis in einem Einlaufraum (32) der Schnecke (2) erstreckt und in seinem dortigen Endbereich
(34) an einem schneckenfesten Teil (36, 35; 36, 38; 36; 43) über ein Lager abgestützt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Lager als Gleitlager (12) ausgebildet ist, dessen beide Lagerschalen (14,
15) im Gleitangriffsbereich aus einem keramischen Werkstoff bestehen, zwischen deren
aneinander gleitenden Lagerschalenflächen sich ein hydrodynamischer Schmierfilm aufbaut,
der mittels der durch das Einlaufrohr (31) in den Trennraum (3) eingeleiteten Suspension
und/oder mittels einer durch eine separate Leitung (39; 40) zugeführten Ersatzflüssigkeit
gespeist ist, und daß die radial innen angeordnete Lagerschale (14) mit ihrer Innenmantelfläche
über einen zwischengeschalteten Temperaturspannungs-Ausgleichskörper (16) an einem
Abschnitt der Außenwandung des die Lagerschale haltenden Bauelementes festgelegt ist.
2. Zentrifuge nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der keramische Werkstoff des Gleitlagers (12) eine oxidfreie Keramik ist, insbesondere
aus oder auf der Basis von reinem Siliziumkarbit gebildet ist.
3. Zentrifuge nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die radial außen angeordnete Lagerschale (15) an ihrer Außenseite schrumpfdruckbelastet
festgelegt ist.
4. Zentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Temperatur-Ausgleichskörper (16) als radial nachgiebiger Ring oder Rohrabschnitt
ausgebildet ist, insbesondere mit einer in sich gewellten Mantelwandung.
5. Zentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ersatzflüssigkeit zur Schmierung des Gleitlagers (12) bei Unterbrechung der
Zugabe der Suspension selbsttätig zugeführt wird.
6. Zentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich des Gleitlagers (12) ein oder mehrere Temperaturfühler vorgesehen sind,
die bei Anstieg der Temperatur des Gleitlagers über einen bestimmten Wert der Schmiermittelversorgung
des Gleitlagers selbsttätig einschalten oder die Zentrifuge abschalten.
7. Zentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schneckenkörper im konischen Bereich der Zentrifuge mit einem Hohlraum zur
Einleitung von Waschflüssigkeit versehen ist und daß im Übertrittsbereich der stationären
Zuleitung für die Waschflüssigkeit auf den umlaufenden Schneckenkörper das Gleitlager
(12) als Dichtung angeordnet ist.
8. Zentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Waschflüssigkeitszuführrohr (40) als stationäres Rohr über das Gleitlager
(12) mit den keramischen Lagerschalen (14, 15) in der Schnecke gelagert ist und daß
das für die Einleitung der Suspension dienende Einlaufrohr (31) sich auf dem Waschflüssigkeitszuführrohr
(40) abstützt (42).
9. Zentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einlaufrohr (31) in der dem Suspensionseinlauf zugewandten Stirntrennwandung
(43) des Einlaufraumes (32) der Zentrifuge über das Gleitlager (12) abgestützt ist.
1. A fully encased screw centrifuge, more particularly a counterflow centrifuge, for
separating a suspension, for the supply thereof from a stationary delivery point outside
the centrifuge into the separation area (3) of the centrifuge, formed between the
screw (2) and the casing (1), there is provided a fixedly held inlet pipe (31) which
extends into an inlet area (32) of the screw (2) and is supported, in its end region
(34) there, via a bearing, on a part (36,35; 36,38; 36; 43) secured to the screw,
characterised in that the bearing is constructed as a slide bearing (12) whose two
bearing bushes (14, 15) are made of a ceramic material in the region of the sliding
engagement, a hydrodynamic lubrication film being built up between the faces of the
bearing bushes sliding against each other, which is supplied by means of the suspension
passed through the inlet pipe (31) into the separation area (3) and/or by means of
a substitute liquid delivered through a separate pipe (39; 40), and that the bearing
bush (14) arranged radially inside is secured, by means of its inner wall face, via
an interposed thermal stress compensating member (16), to a portion of the outer wall
of the structural element retaining the bearing bush.
2. A centrifuge according to claim 1, characterised in that the ceramic material of the
slide bearing (12) is oxide-free ceramics, more particularly made of or based on pure
silicon carbide.
3. A centrifuge according to either claim 1 or 2, characterised in that the bearing bush
(15) arranged radially outside is secured on its outer side so as to be acted upon
by shrinkage pressure.
4. A centrifuge according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the temperature-compensating
member (16) is in the form of a radially resilient ring or tube section, in particular
having a circumferential wall which, itself, is corrugated.
5. A centrifuge according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the substitute
liquid for lubricating the slide bearing is supplied automatically in the event of
the delivery of the suspension being interrupted.
6. A centrifuge according to any one of claims 1 to 5, characterised in that one or a
plurality of temperature sensors are provided within the region of the slide bearing
(12) which automatically switch on the lubrication supply of the slide bearing or
switch the centrifuge off, when the temperature of the slide bearing increases above
a specific value.
7. A centrifuge according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the screw
member is provided, in the conical region of the centrifuge, with a cavity for introducing
washing liquid, and that in the region, in which the stationary inlet pipe for the
washing liquid passes over into the rotating screw member, the slide bearing (12)
is arranged as a seal.
8. A centrifuge according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the washing
liquid inlet pipe (40) is mounted as a stationary pipe in the screw, via the slide
bearing (12) with the ceramic bearing bushes (14, 15), and that the inlet pipe (31)
which serves to supply the suspension is supported (42) on the washing liquid inlet
pipe (40).
9. A centrifuge according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the inlet
pipe (31) is supported, via the slide bearing (12), in the separation end wall (43)
of the inlet area (32) of the centrifuge.
1. Centrifugeuse à vis à bol plein, notamment centrifugeuse à contre-courant, pour le
fractionnement d'une suspension, pour son introduction on prévoit depuis une zone
fixe d'alimentation à l'extérieur de la centrifugeuse dans la chambre de séparation
(3) de la centrifugeuse formée entre la vis (2) et le bol (1), un tube d'alimentation
(31) fixe, qui s'étend jusqu'à une chambre d'alimentation (32) de la vis (2) et qui
s'appuie via un palier dans sa zone terminale (34) sur une pièce solidaire de la vis
(36, 35 ; 36, 38 ; 36, 43), caractérisée en ce que le palier est réalisé en palier
lisse (12) dont les deux garnitures (14, 15) sont constituées dans le domaine de glissement
mutuel d'un matériau céramique, qui entre les faces de garnitures de palier en glissement
l'une sur l'autre, se constitue un film lubrifiant hydrodynamique, qui est injecté
au moyen de la suspension introduite dans la chambre de séparation (3) par le tube
(31) d'alimentation et/ou au moyen d'un liquide de remplacement introduit par une
conduite particulière (39, 40) et que la garniture de palier (14) disposée radialement
à l'intérieur est fixée par l'intermédiaire d'un corps de compensation (16) de contrainte
de température sur une partie de la paroi externe de l'élément constitutif maintenant
la garniture de palier.
2. Centrifugeuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le matériau céramique
du palier lisse (12) est une céramique exempte d'oxyde, notamment constituée à partir
de carbure de silicium pur.
3. Centrifugeuse selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la garniture (15)
placée radialement à l'extérieur, est fixée par sa face externe en contrainte de compression
par retrait.
4. Centrifugeuse selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le corps
de compensation de température (16) est en forme de bague radialement élastique ou
en élément de tube notamment avec une paroi d'enveloppe ondulée.
5. Centrifugeuse selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le liquide
de remplacement pour lubrifier le palier lisse en cas d'interruption d'arrivée de
suspension, est introduit automatiquement.
6. Centrifugeuse selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que dans la
zone du palier lisse (12) on prévoit un ou plusieurs capteurs de température qui,
en cas d'augmentation de température du palier lisse au-delà d'une valeur déterminée,
déclenchent automatiquement l'alimentation en lubrifiant du palier lisse on arrête
la centrifugeuse.
7. Centrifugeuse selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le corps
de vis dans la zone conique de la centrifugeuse est muni d'une chambre vide pour introduire
du liquide de rinçage et que dans la zone de traversée du tube fixe d'introduction
de liquide de rinçage sur le corps de la vis, le palier lisse (12) sert en même temps
de joint.
8. Centrifugeuse selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que le tube
d'amenée de liquide de rinçage (40) en tant que tube stationnaire, est logé via le
palier lisse (12) dans des garnitures céramiques (14, 15) dans la vis et que le tube
(31) d'alimentation servant à l'introduction de la suspension s'appuie (42) sur le
tube (40) d'amenée de liquide de rinçage.
9. Centrifugeuse selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le tube
d'alimentation (31) s'appuie via le palier lisse (12) dans la paroi de séparation
frontale (43) de la chambre d'alimentation (32) de la centrifugeuse, paroi tournée
vers l'alimentation de la suspension.