| (19) |
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(11) |
EP 0 341 530 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.10.1992 Patentblatt 1992/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.04.1989 |
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| (54) |
Steuervorrichtung für pneumatische Systeme, insbesondere Pneumatik-Zylinder an Arbeits-
und Fertigungs-Maschinen oder -Anlagen
Control device for pneumatic systems, in particular pneumatic cylinders for machines
and production machines or production assemblies
Dispositif de commande pour systèmes pneumatiques, en particulier pour cylindres pneumatiques
de machines et machines de production ou ensemble de machines
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
10.05.1988 DE 3815939
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.11.1989 Patentblatt 1989/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft |
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80788 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Ismair, Anton
D-8911 Eresing (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U- 8 306 193
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GB-A- 2 064 728
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- UND-ODER-NOR + STEUERUNGSTECHNIK, Nr. 3, 1977, Seiten 47-48, Mainz, DE; D. ULMER:
"Geräteverknüpfung mit Modularventilen der Nenngrösse 6 (CETOP 3)"
- ÖLHYDRAULIK UND PNEUMATIK, Band 21, Nr. 10, Oktober 1977, Seiten 698-700, Mainz, DE;
"Modularventil-System "Circuit Stak" NG 10"
- ÖLHYDRAULIK UND PNEUMATIK, Band 17, Nr. 8, August 1973, Seiten I-XXXII, Mainz, DE;
"Bauelemente der Ölhydraulik"
- MACHINE DESIGN, Band 46, Nr. 18, Juli 1974, Seite 46, Cleveland, GB; Restricted-Flow
valve stops machinery jerk"
- PROCEEDINGS OF THE NATIONAL CONFERENCE ON FLUID POWER, 28. anual meeting, Chicago,
13.-19. September 1972, Band 26, Seiten 9-21, US; T.C. FRANKENFIELD: "The methods
of modular manifolding"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
Für einen Betrieb der durch die Steuervorrichtung gesteuerten Systeme, der vielfältigen
Sicherheits-Vorschriften und -maßnahmen entsprechen muß, ist eine komplexe Verschaltung
der zahlreichen Leitungsverbindungen und Luft-Steuerventile erforderlich. Bekannt
ist dabei die Verwendung von Norm-Verkettungsplatten und Grundplatten, die gegenseitig
leitungsverbunden sind, und auf die diverse Ventile aufgesteckt werden können. Dieser
Stand der Technik ist beispielsweise in dem Artikel "Geräteverknüpfung mit Modularventilen
der Nenngröße 6 (CETOP 3)" in der Zeitschrift "und-oder-nor+steuerungstechnik", 3/1977,
Seiten 47, 48, Mainz, DE beschrieben, dessen Autor D. Ulmer ist.
[0002] Bei Aufbau, Wartung und Reperatur derartiger Systeme bestehen jedoch hohe Fehlermöglichkeiten,
die den Arbeitszeitaufwand erhöhen und die Arbeitssicherheit zumindest beim Probebetrieb
gefährden können.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Fehlermöglichkeiten weitestgehend auszuschalten
und eine einfache und betriebssicher installierbare sowie an vorhandenen Systemen
einfach nachrüstbare Steuervorrichtung zu schaffen.
[0004] Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1; vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung beschreiben die Unteransprüche.
[0005] Erfindungsgemäß ist eine Grundplatte sowie ein Steuergehäuse vorgesehen, die eine
Funktionseinheit bilden. Indem diese Funktionseinheit in übliche Leitungsverbindungen
zwischengeschaltet werden kann, ist eine sehr einfache Installation der Steuervorrichtung
möglich. Diese Funktionseinheit zeichnet sich dabei durch einen besonders sicheren
Aufbau aus, da keine offenliegenden Leitungsverbindungen vorliegen und somit Alterungs-
und Montage-Fehlermöglichkeiten ausgeschaltet werden. Dabei können durchaus Normteile
aus Luft-Steueranlagen eingebunden werden.
[0006] Die Funktionseinheit ist mit Luft-Steuerventilen versehen, die die Steuerung des
pneumatischen Systemes übernehmen. Die jeweiligen Arbeitsventile des pneumatischen
Systemes sind auf Norm-Verkettungsplatten angebracht. Die Ausbildung der Ventile und
deren gegenseitige Schaltverknüpfungen sowie Leitungsverbindungen mit einer Druckquelle,
Entlüftungsöffnungen und Arbeits-Ventilen des pneumatischen Systemes geht aus den
folgenden Ansprüchen 2 bis 4 hervor. Erreicht wird hierdurch ein besonders niedriger
Bau- und Kosten-Aufwand bei voller Gewährleistung der erforderlichen arbeitssicheren
Funktionen.
[0007] Die Merkmale der Ansprüche 5 bis 8 enthalten vorteilhafte ergänzende Merkmale zur
Ausbildung gemäß Anspruch 2 bis 4 für zusätzliche arbeitssichere Funktions-Abläufe,
nämlich das Versperren der Arbeits-Anschlußleitungen der Systeme mittels Stop-Ventilen
bei Systemdruck-Abfall gemäß Anspruch 5, die Sicherung des Füllen-/Entlüften-Ventiles
gegen Fehlbedienung je nach Ein-/oder Aus-Stellung des Ein-/Not-Aus-Ventiles gemäß
Anspruch 6, die Ausbildung des Ein-/Not-Aus-Ventiles mit selbsttätiger Aus-Funktion
gemäß Anspruch 7 und die Ausbildung des Füllen-/Entlüften-Ventiles als Impuls-Steuerventil
für ein Betätigen mittels Vorsteuerventilen.
[0008] Die Merkmale der Ansprüche 9 und 10 bilden den im Gegenstand des Anspruches 8 bezüglich
der Ansteuerung der Impuls-Steuerventile vorteilhaft weiter. Die Merkmale der Ansprüche
11 bis 13 sehen elektrische Endlagen-Schalter für die Funktions-Überwachung des Anfahr-
und des Füllen-/Entlüften-Ventiles sowie vorteilhafte Ausbildungen und Ergänzungen
der zugehörigen Steuerstromkreise für eine elektrische/elektronische Gesamt-Steuerung
und Überwachung des Systemes vor.
[0009] In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1, eine Steuervorrichtung für ein pneumatisches System, bestehend aus einer Funktionseinheit
mit Luft-Steuerventilen und einem Steuergehäuse sowie einer Grundplatte, einer Norm-Anschluß-Platte
und einer Normverkettungs-Platte für Normanschlüsse und Normventil-Anordnungen in
Seitenansicht,
Fig. 2, die Steuervorrichtung nach Fig. 1 in Draufsicht,
Fig. 3, die Steuervorrichtung nach Fig. 1 und 2 in Stirnansicht,
Fig. 4, die Grundplatte der Steuervorrichtung nach den Fig. 1 bis 3 in Draufsicht
mit deren Leitungsverbindungen und -anschlüssen,
Fig. 5, die Stirnansicht zu Fig. 4,
Fig. 6, die Steuervorrichtung nach Fig. 1 mit teilweise angebauten und teilweise über
Leitungen angeschlossenen Arbeitsventilen auf Normverkettungsplatten in Draufsicht,
Fig. 7, die pneumatische Schaltanordnung der Funktionseinheit nach Fig. 1,
Fig. 8, die Schaltanordnung nach Fig. 7 erweitert durch die Leitungsverbindungen zu
einer Druckquelle einerseits und zu Pneumatik-Zylindern mit zugeordneten Arbeits-Ventilen
andererseits,
Fig. 9, eine durch abweichende Arbeits-Ventile abgewandelte Schaltanordnung nach Fig.
8,
Fig. 10, eine durch nochmals abweichende Arbeits-Ventile abgewandelte Schaltanordnung
nach den Fig. 8 und 9,
Fig. 11, eine Seitenansicht der Funktionseinheit nach Fig. 1 mit Darstellung mehrerer
zugeordneter Schaltungsanordnungen nach den Fig. 8 bis 10 und die
Fig. 12 - 14 eine elektrische/elektronische Schaltanordnung für die elektrische Bedienung
und Absicherung der Steuervorrichtung und Schaltanordnungen nach den Fig. 1 - 11 sowie
Fig. 15 eine gegenüber Fig. 7 abgewandelte pneumatische Schaltanordnung der Funktionseinheit
nach Fig. 1.
[0010] Die Figuren 1 bis 3 zeigen drei Ansichten einer Steuervorrichtung für zumindest eine
pneumatische Zylinder-Kolben-Einheit. Derartige pneumatische Zylinder-Kolben-Einheiten
können beispielsweise an Arbeits- und Fertigungsmaschinen bzw. -anlagen sowie anderen
Pneumatik-Systemen vorgesehen sein und sind in den später noch erläuterten Schaltungsanordnungen
gemäß Figur 8, 9, 10 mit den Bezugsziffern 29 bis 35 bezeichnet.
[0011] Die Steuervorrichtung gemäß den Figuren 1 bis 3 ist aus einzelnen Bauelementen zusammengesetzt
und besteht u.a. aus einer in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichneten Funktionseinheit,
an die eine Norm-Leitungsanschlußplatte 24 sowie eine Norm-Verkettungsplatte 25 angeflanscht
sind. Im einzelnen bildet die Funktionseinheit 10 eine vorgefertigte Baueinheit, die
ein Steuergehäuse 11 und eine Grundplatte 12 umfaßt. Eingearbeitet sind in das Steuergehäuse
11 sowie in die Grundplatte 12 Leitungs-Verbindungen und -anschlüsse von und zu Luft-Steuerventilen
sowie zur Norm-Leitungsanschlußplatte 24 und zur Norm-Verkettungsplatte 25. Während
letzte mit ihren Verbindungsflanschen 26 an die Seitenflansch-Verbindungsflächen 22,
23 der Grundplatte 12 angeflanscht sind, sind auf das Steuergehäuse 11 ein Ein-/Not-Aus-Ventil
YS und zwei Füllen-/Entlüften-Ventile YF/YE aufgebracht. Im Steuergehäuse 11, das
darüber hinaus mit Anschlüssen für einen Endlagen-Schalter (Druck) SD sowie für einen
Endlagen-Schalter (entlüftet) SE versehen ist, ist ein Anfahr-Ventil integriert, das
in den später erläuterten Schaltungsanordnungen gemäß Figur 7, 15 mit PA bezeichnet
ist.
[0012] Die Grundplatte 12 ist in den Figuren 4, 5 näher dargestellt. Vorgesehen sind zwei
durchgehende Entlüftungsleitungen E, ein an der Seitenflansch-Verbindungsfläche 22
zur Norm-Leitungsanschlußplatte 24 hin mündender Druckquellen-Anschluß P sowie diesem
gegenüberliegend eine an der Seitenflansch-Verbindungsfläche 23 zur Norm-Verkettungsplatte
25 hin mündende Druck-Leitung 1. Neben miteinander verbundenen Steuer-Anschlüssen
S sind darüber hinaus auf der Flansch-Verbindungsfläche 21 zum Steuergehäuse 11 nicht
mit Bezugsziffern versehene Übertrittsbohrungen vorgesehen.
[0013] Die Figuren 1, 2 zeigen darüber hinaus eine an der Grundplatte 12 angeflanschte Norm-Verkettungsplatte
25. Deren Verbindungsflansche 26 stimmen mit dem Flanschbild der Grundplatte 12 an
deren Seitenflansch-Verbindungsfläche 23 überein. Auch der der Grundplatte 12 gegenüberliegende
Verbindungsflansch 26 der Norm-Verkettungsplatte 25 ist mit einem derartigen Flanschbild
versehen. Auf der Anschluß-Flanschfläche 27 der Norm-Verkettungsplatte 25 hingegen
münden verschiedene Leitungen und zwar im einzelnen die Druck-Leitung 1, zwei Steuer-Leitungen
2, 4, sowie die beiden bereits beschriebenen Entlüftungs-Leitungen E.
[0014] Auf die Anschluß-Flanschfläche 27 der Norm-Verkettungsplatte 25 kann ein Arbeitsventil
28 aufgebracht werden (vgl. Figur 6, 11), daneben ist aber auch die Anbringung weiterer
Bausteine möglich, wie später näher erläutert wird. Figur 6 zeigt darüber hinaus,
daß an jeweils eine Norm-Verkettungsplatte 25 eine weitere Norm-Verkettungsplatte
25 angebunden werden kann. Dies ist im übrigen auch in besonders übersichtlicher Weise
in Figur 11 dargestellt. Mit geeignet bestückten Norm-Verkettungsplatten 25 kann somit
zusammen mit der Funktionseinheit 10 auf einfache und sichere Weise auch eine äußerst
komplexe Steuervorrichtung für Pneumatik-Systeme aufgebaut werden.
[0015] Figur 7 zeigt die pneumatische Schaltungsanordnung der Funktionseinheit 10. Im oberen
Teil erkennt man die Grundplatte 12 mit dem Druckquellen-Anschluß P sowie der Druckleitung
1, den Entlüftungsleitungen E, sowie dem Steuer-Anschluß S, während im unteren Teil
das Steuergehäuse 11 mit den Ventilen YS, PA (im Gehäuse 11 integriert), YF/YE dargestellt
ist. Gezeigt ist ferner der auf das Ventil YF/YE einwirkende Endlagen-Schalter (entlüftet)
SE, sowie der auf das Anfahr-Ventil PA einwirkende Endlagen-Schalter (Druck) SD, die
über die entsprechenden Anschlüsse gemäß Figur 1 einwirken. Ferner besitzt das Steuergehäuse
11 einen Manometer-Anschluß M, eine weitere Entlüftungs-Leitung E sowie einen weiteren
Steuer-Anschluß S₂.
[0016] Wie ersichtlich, sind das Ein-/Not-Aus-Ventil YS als 7/2-Wege-Umschalt-ventil, das
Anfahr-Ventil PA als einfaches Umschalt-Ventil mit je einem Drossel-Weg und einem
Durchgangs-Weg und das Füllen-/Entlüften-Ventil YF/YE als 5/2-Wege-Impulsventil ausgebildet.
Deren gegenseitige Verschaltung und deren Betätigung ist aus der Darstellung in Fig.
7 in Verbindung mit den dortigen Norm-Darstellungen der Steuer- und Schaltelemente
ersichtlich und in der nachfolgenden Funktionsbeschreibung im einzelnen erläutert.
[0017] Das Ein-/Not-Aus-Ventil YS weist eine ständig wirksame Rückstellfeder 17 für die
Aus-Ruhelage des Ventiles auf. Die Ein-Stellung kann aus Sicherheitsgründen ausschließlich
mittels eines Elektromagnet-Stellers 14 und eines Hand-Hilfstasters 15 in Funktion
gesetzt und gehalten werden. Bei Stromabfall bzw. Entlastung des Hand-Hilfstasters
schaltet das Ventil YS somit stets selbsttätig auf Not-Aus.
[0018] Das Anfahr-Ventil PA weist einen üblichen nicht dargestellten Steuerzylinder mit
Steuerkolben auf, die durch den Dreiecks-Pfeil 16 symbolisiert sind und vom Systemdruck
in der Druckleitung 1 gegen die Wirkung einer Rückstellfeder 17 von der Drosselweg-Stellung
in die Durchgangs-Weg-Stellung selbsttätig umschalten. Zusätzlich weist das Anfahr-Ventil
PA einen als elektrischen Näherungsschalter ausgebildeten Endlagen-Schalter SD auf,
der bei eingeschalteter Durchgangs-Weg-Stellung zugleich das Vorhandensein eines vorbestimmten
Systemdruckes in der Druckleitung 1 anzeigt.
[0019] Das Füllen-/Entlüften-Impulsventil YF/YE ist zum Umschalten zwischen seinen beiden
Füllen- und Entlüften-Stellungen mit je einem Vorsteuerventil 18 sowie jeweils zugeordneten
Elektromagnet-Steller 14 und Hand-Hilfstaster 15 ausgestattet. Ein als elektrischer
Näherungsschalter ausgebildeter Endlagen-Schalter SE wirkt mit dem Ventil YE/YF derart
zusammen, daß er dessen Entlüften-Endlage durch Schließen eines Steuerstromkreises
anzeigt.
[0020] Bei den Ausbildungen nach den Fig. 8 bis 10 sind jeweils zwei Schaltungsbeispiele
von Zylinder-Kolben-Einheiten 29 und 31, 32 und 33 bzw. 34 und 35 mit abweichenden
Ausbildungen zusammen mit der stets gleichbleibenden Funktionseinheit 10 und deren
Anschlüssen dargestellt.
[0021] In Fig. 8 weisen beide Schaltungsbeispiele je ein Arbeitsventil 28 auf, die als 5/2-Wege-Impulsventile
mit für beide Schaltstellungen je einem Vorsteuer-Ventil 47, sowie jeweils zugeordneten
Elektronmagnet-Steller 14 und Hand-Hilfstaster 15 ausgebildet sind. In deren Steuerleitungen
2 und 4 zu den Zylinder-Kolben-Einheiten 29 und 31 sind je ein Stop-Ventil 36 bzw.
ein Doppel-Stop-Ventil 37 zwischengeschaltet, die eine durch die Dreiecks-Pfeile 38
dargestellte Kolben-Betätigung in Abhängigkeit vom Druck in der Steuerleitung S aufweist.
Je eine als Drossel-Rückschlagventil 39 bezeichnete Einheit aus einem Drossel-Weg
und einem in Entflüftungsrichtung selbsttätig sperrenden Rückschlag-Ventil sind in
den Steuerleitungen 2 und 4 zusätzlich angeordnet. Diese Einheiten 39 sind als Freischalt-Kombination
alternativ unmittelbar an der Zylinder-Kolben-Einheit angebaut oder in Form einer
gesonderten Baueinheit zwischen einer Norm-Verkettungsplatte 25 und einem Arbeitsventil
28 eingebaut.
[0022] In Fig. 9 sind wiederum als 5/2-Wege-Ventile ausgebildete Arbeitsventile 28 und 40
verwendet, von denen letzteres nur ein elektromagnetisch und von Hand betätigbares
Vorsteuerventil 47 sowie eine Rückstellfeder 42 aufweist. In den Steuerleitungen 2
und 4 sind an den Zylinder-Kolben-Einheiten 32 und 33 je ein Drossel-Rückschlag-Ventil
39 eingebaut.
[0023] Die in Fig. 10 enthaltenen Arbeitsventile 41 sind als 5/3-Wege-Ventile mit durch
Rückstellfedern 42 bestimmter Mittel-Sperrstellung für die Steuerleitungen 2 und 4
ausgebildet. Für beide Arbeitsstellungen dieser Ventile 41 sind je ein elektromagnetisch
bzw. von Hand betätigbares Vor-Steuerventil 47 für deren Stell-Zylinder-Kolben-Einheiten
vorgesehen. In jeweils einem zwischen einer Norm-Verkettungsplatte 25 und dem Arbeitsventil
41 zwischengebauten Baustein 43 bzw. 44 sind für die Steuerleitungen 2 und 4 Drossel-Rückschlag-Ventile
39 sowie bei der in Fig. 10 rechts dargestellten Ausbildung ein zusätzliches Lüftungsventil
45 angeordnet. Dieses Ventil 45 enthält in beiden Schaltstellungen je zwei parallele
Durchgangswege. In seiner durch eine Rückstellfeder 46 bestimmten Ruhelage sind beide
Durchgangswege über einen gemeinsamen gedrosselten Anschluß mit einem Ausgangs-Anschluß
I verbunden, der in der Funktions einheit 10 alternativ mit dem Druckquellen-Anschluß
P oder mit der Entlüftungs-Öffnung E verbunden ist. Die Betriebslage des Lüftungsventiles
45 wird durch einen Steuerkolben eines Steuerzylinders bestimmt, der durch den Dreiecks-Pfeils
38 dargestellt ist und abhängig von einem vorbestimmten Mindestdruck am Ausgangs-Anschluß
gegen die Kraft der Rückstellfeder 46 wirkt.
[0024] In Fig. 11 ist eine Übersichtsdarstellung einer Funktionseinheit 10 mit Steuergehäuse
11 und Grundplatte 12 sowie an letzterer angeflanschten Norm-Verkettungsplatten 25
mit darauf befestigten Arbeitsventilen 28, 40, 41, ggf. mit zwischengebautem Doppel-Stop-Ventil
37 und Drossel-Rückschlagventil 39, teilweise mit Bausteinen 43 und 44, sowie ein
Leitungs-Anschlußplan für und mit den entsprechend den Figuren 8 bis 10 angesteuerten
Zylinder-Kolben-Einheiten 29 bis 35 dargestellt. Dadurch ist eine besonders vorteilhafte
Zusammenfassung zahlreicher Steuerelemente an der Funktionseinheit 10 gegeben. Aufbau,
Wartung und Reparatur an den Bauteilen und Leitungen sind besonders übersichtlich,
fehlersicher und rationell möglich.
[0025] Die elektrische/elektronische Schaltanordnung nach den Fig. 12 bis 14 für die arbeitssichere
Bedienung und Funktion der pneumatischen Steuervorrichtungen und Schaltanordnungen
nach den Fig. 1 bis 11 enthält zusätzliche Maßnahmen für die Gewährleistung der Arbeitssicherheit
der Gesamtanlage. Die Schaltungen in den Fig. 12 bis 14 schließen in ihrer Reihenfolge
aneinander an.
[0026] Darin sind die für derartige Anlagen üblichen Sicherheits-Schalter und -Schaltvorrichtungen,
wie Not-Aus-Taster 48, Not-Aus-Schutzgitter 49, Not-Aus-Rückstelltaster 50, Trittmatten-,
Lichtvorhang- u. ä. -Schutzschaltvorrichtungen 51 sowie ein Einhand-Start-Taster 52
für den Vor-Ort-Bedarf zusammen mit den zugehörigen Relais-Spulen und Relais-Kontakten
K₁, K₂, K₃, K₁₁, K₁₂ und K₁₃ sowie ein Bedienungs-Schalter 53 für den Normalbetrieb
mit "0"-Aus-, "I"-Entlüften- und "II"-Füllen-Stellung, ein Einrichten-Doppelschalter
54 und je ein "Automatik"- und "Start"-Schalter 55 und 56 dargestellt. Diese Schalter
und Relais' steuern den Elektromagnet-Steller 14 des Ein-/Not-Aus-Ventiles YS und
den Elektromagnet-Steller 14 für die Vorsteuerventile 18 des Füllen-/Entlüften-Ventiles
YF/YE. Deren Schaltverknüpfungen berücksichtigen alle denkbaren vorgesehenen und nicht
vorgesehenen Bedienungsmöglichkeiten und Gefahrensituationen für einen arbeitssicheren
Betrieb der gesamten Systeme.
[0027] Eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme stellen die Endlagenschalter SD und SE (Fig.
13) des Anfahrventiles PA bzw. des Füllen-/Entlüften-Ventiles YF/YE dar. In deren
Betätigungslagen, die einerseits dem ollständigen Pneumatik-Druckaufbau in der Anlage
und andererseits der Entlüften-Stellung des Füllen-/Entlüften-Ventiles YF/YE entsprechen,
verbinden diese die spannungsführende Leitung L+ mit je einem Eingang E 0.1 und E
0.2 einer elektrischen Programm-Steuervorrichtung 57. Diese ist außerdem unmittelbar
sowie über Relais-Kontakte K₁, K₂, K₃, K₄ und K₁₁ an das Stromnetz L+ und L- angeschlossen.
Es weist Ausgänge A 0.0 bis A 0.3 auf für die Ansteuerung einer weiteren Relaisspule
K₄ und je einer Anzeige-Diode HE und HD bzw. -Leuchte H₁ für die Entlüften-Stellung
(entlüftet) des Füllen-/Entlüften-Ventiles YF/YE und die Durchgangsstellung (Druck
aufgebaut) des Anfahr-Ventiles PA bzw. für den Entlüften-Befehl bei mangelnder Betriebsbereitschaft
und zugleich in Füllen-Stellung befindlichem Füllen-/Entlüften-Ventil YF/YE, die durch
die Endlagen-Schalter SD in betätigter und SE in nicht betätigter Stellung bestimmt
ist. Die weiteren Ausgänge A 1.0 bis A 1.6 der Programm-Steuervorrichtung 57 sind
mit den Elektro-Magnetstellern 14 verbunden. Diese steuern über die Vorsteuerventile
47 die Arbeitsventile 28, 40 und 41 entsprechend den in der Programm-Steuervorrichtung
57 für den Normal-Arbeitsbetrieb gespeicherten Arbeitsprogrammen der Gesamtanlage.
FUNKTIONSBESCHREIBUNG.
[0028] Im gezeichneten (Fig. 7) betriebsbereiten Normalzustand der Gesamt-Anlage steht das
Füllen-/Entlüften-Ventil YF/YE in Füllen-Stellung (YF). Zugleich ist das Anfahr-Ventil
PA auf seinen Durchgangs-Weg gesteuert, so daß die Druckluft über die Druckleitung
1 zu den Arbeitsventilen 28, 40 und 41 und den Zylinder-Kolben-Einheiten 29 bis 35
strömen kann. Durch Bedienen der hierzu vorgesehenen Schalter, Not-Aus-Taster 48 sowie
"Automatik"- und "Start"-Schalter 55 und 56 wird das Ein-/Not-Aus-Ventil YS von "Not-Aus"
auf "Ein" gestellt und dadurch der Druckquellen-Anschluß P mit dem Steuer-Anschluß
S verbunden, wodurch die in Fig. 8 vorgesehenen Stopventile 36 und Doppel-Stopventile
37 angesteuert werden und die Verbindungen zwischen den jeweiligen Arbeits-Ventilen
28 und Zylinder-Kolben-Einheiten 29 und 31 freigeben. Die als 5/2-Wege-Ventile und
als 5/3-Wege-Ventile ausgebildeten Arbeitsventile 40 in Fig. 9 bzw. 41 in Fig. 10
nehmen aufgrund der über die Druckleitung 1 anliegenden Druckluft gegen die Kraft
der jeweiligen Rückstellfeder 42 ihre durch die vor-Steuerventile 47 bestimmte Arbeitsstellung
ein. Während des Betriebes der von den Zylinder-Kolben-Einheiten 29 bis 35 betätigten
Maschinen bleibt der vorbeschriebene Zustand der Steuervorrichtungen beibehalten und
zum Steuern dieser Arbeitsvorgänge sind ausschließlich die jeweiligen Arbeits-Ventile
in der durch die Programm-Steuervorrichtung 57 und Vorsteuerventile 47 bestimmten
Funktion.
[0029] Wird durch irgendeinen Einfluß bzw. gezielt einer der Not-Aus-Schalter oder -Schutzschaltvorrichtungen
ausgelöst bzw. betätigt, dann fällt sofort das Ein-/Not-Aus-Ventil YS ab, es entweicht
die Steuerluft aus dem Steuer-Anschluß S über das Ventil YS und das Ventil YF-YE zur
Entlüftungs-Öffnung E und die Stopventile 36 und Doppel-Stopventile 37 bewegen sich
in ihre Sperrstellung. Gleichzeitig nehmen die 5/3-Wege-Arbeitsventile 41 ihre Sperr-Stellung
ein und die Bewegungsfunktionen werden gestoppt. Ungefährliche Funktionen der Zylinder-Kolben-Einheit
32 (Fig. 9) führen einen begonnenen Arbeitshub noch zu Ende. Bewegungsfunktionen der
Zylinder-Kolben-Einheit 33 (Fig. 9) kehren sofort ihre Richtung um und nehmen die
sichere Ausgangslage ein.
[0030] Zum Beheben einer Störung, z. B. auf halbem Hub blockierter Kolben einer Zylinder-Kolben-Einheit,
wird durch Betätigen eines Not-Tasters oder eines anderen Sicherheits-Schalters die
Not-Aus-Stellung des Ein-/ Not-Aus-Ventiles YS hergestellt. Dadurch läuft der vorstehend
beschriebene Vorgang ab und die Steuerleitung für die Einstellung der Entlüften-Stellung
YE des Füllen-/Entlüften-Ventiles YF/YE wird freigegeben. Durch Antippen des Bedienungsschalters
53 zu seiner Entlüften-Stellung I hin wird mittels des Elektromagnet-Stellers 14 vom
Druckquellen-Anschluß P über das Ein-/Not-Aus-Ventil YS Druckluft auf das Vorsteuerventil
18 des Füllen-/Entlüften-Ventiles YF/YE geschaltet und dieses Ventil in seine Entlüften-Stellung
YE umgesteuert. Damit wird der Leitungsweg vom Druckquellen-Anschluß P, über das Füllen-/Entlüften-Ventil
YF/YE und das Ein-/Not-Aus-Ventil YS zum Steuer-Anschluß S frei, wodurch die in Fig.
8 vorgesehenen Stopventile 36 und Doppelstopventile 37 in den Steuer-Leitungen 2 und
4 der Zylinder-Kolben-Einheiten 29 und 31 auf Durchgang umgeschaltet werden. Damit
kann die Druckluft aus den Zylinder-Kolben-Einheiten 29 und 31 wie auch 32 und 33
in Fig. 9 sowohl über den jeweiligen Entlüftungsweg der Arbeitsventile 28 bzw. 40
durch die Entlüftungs-Leitungen 3 und 5 als auch über die Druck-Leitung 1 und wegen
der Entlüften-Stellung YE des Füllen-/Entlüften-Ventiles YF/YE zur Entlüftungs-Leitung
E entweichen. Zugleich fällt dabei auch der Druck in der Ansteuerung (Dreiecks-Pfeil
16) des Anfahr-Ventiles PA zusammen mit dem Druck in der Druck-Leitung 1 ab, wodurch
die Wirkung der Rückstellfeder 17 das Anfahr-Ventil PA auf den Drosselweg zurückschaltet.
[0031] Bei dem in Fig. 10 links dargestellten Ausführungsbeispiel mit der Zylinder-Kolben-Einheit
34, die eine unmittelbar auf den Kolben wirkende Last stützt, ist ein vorbeschriebenes
selbsttätiges Entlüften ausgeschlossen. Da gleichzeitig mit dem Ausschalten des Not-Aus-Ventiles
YS auch die Elektromagnet-Steller 14 des Arbeitsventiles 41 ausgeschaltet wurden,
bewirkten die Rückstellfedern 42 des Arbeitsventiles 41 ein Rückstellen in die mittlere
Sperrstellung für die beiden Steuerleitungen 2 und 4.
[0032] Das Entlüften der Zylinder-Kolben-Einheit 35 des rechten Ausführungsbeispieles in
Fig. 10 ist mittels eines Lüftungsventiles 45 ohne eine Ansteuerung über den Steuer-Anschluß
S selbsttätig gesteuert. Die durch den Dreiecks-Pfeil 38 symbolisierte Zylinder-Kolben-Einheit
des Lüftungsventiles 45 liegt dabei unmittelbar an der Druck-Leitung 1 an und arbeitet
gegen die Rückstellkraft der Rückstellfeder 46. Bei entlüfteter Druck-Leitung 1 wird
somit die Rückstellfeder 46 wirksam und stellt das Umschaltventil auf die in Fig.
10 dargestellte Entlüftungsstellung, bei der beide Steuer-Leitungen 2 und 4 sowohl
miteinander verbunden als auch an die entlüftete Druck-Leitung 1 angeschlossen und
somit gleichzeitig entlüftet sind.
[0033] Zum Füllen der Anlage ist der Not-Aus-Zustand durch Betätigen der entsprechenden
elektrischen Schalter aufzuheben. Dadurch wird durch den Elektromagnet-Steller 14
das Ein-/Not-Aus-Ventil YS angesteuert und dieses gegen die Kraft seiner Rückstellfeder
17 in seine Ein-Stellung geschaltet. Dadurch wird der Steuer-Anschluß S mit dem Druckquellen-Anschluß
P verbunden und somit die Stopventile 36 und Doppelstopventile 37 in Fig. 8 auf Durchgang
geschaltet. Über das Ventil YS wird zugleich das Vorsteuerventil 18 für das Einschalten
der Füllen-Stellung YF des Füllen-/Entlüften-Ventiles YF/YE an den Druckquellen-Anschluß
P angelegt und somit unter Druck gesetzt. Das Vorsteuerventil 18 für die Entlüften-Stellung
YE des Ventiles YF/YE wird dagegen über das Ventil YS an die Entlüftungs-Öffnung E
angelegt und entlüftet. Sobald der Bedienungsschalter 53 in Richtung Füllen II betätigt
wird, schaltet der Elektromagnet-Steller 14 des Vorsteuerventiles 18 für die Füllen-Stellung
YF des Ventiles YF/YE dieses Ventil in seine Füllen-Stellung YF um, die in den Fig.
7 bis 10 jeweils dargestellt ist. Damit kann Druckluft vom Druckquellen-Anschluß P
über den Drosselweg des Anfahr-Ventiles PA und das Ventil YF/YE in die Druck-Leitung
1 einströmen und die Anlage füllen bzw. unter Druck setzen. Dies gilt auch für den
durch den Dreiecks-Pfeil 16 symbolisierten Steuerzylinder mit Steuerkolben des Anfahr-Ventiles
PA, das bei Erreichen eines vorbestimmten Druckes in der Druck-Leitung 1 gegen seine
Rückstellfeder 17 auf seinen Durchgangsweg umschaltet und dabei seinen Endlagen-Schalter
SD als Element zum Druck-Überwachen betätigt und die zugehörige Anzeige-Diode HD über
die Programm-Steuervorrichtung 57 ansteuert. Mit der Druck-Leitung 1 ist schließlich
auch noch ein Manometer-Anschluß M leitungsverbunden, an dem ein übliches Manometer-Instrument
zum visuellen Überwachen der Druckwerte angeschlossen werden kann. Über die Druck-Leitung
1 strömt während des Füllens Druckluft entsprechend der jeweiligen Stellung der Arbeitsventile
28 und 40 in die Zylinder-Kolben-Einheiten 29 bis 33, so daß diese ihre jeweils von
der Stellung des zugehörigen Arbeitsventiles bestimmte Arbeits-Stellung wieder einnehmen.
Dabei ist der Drosselweg des Anfahr-Ventiles PA gleichfalls wirksam und vermeidet
ein gefährlich rasches Betätigen der Zylinder-Kolben-Einheiten bis zum vollständigen
Druckaufbau und dem Anzeigen der Betriebsbereitschaft durch die Anzeige-Diode HD.
[0034] Beim Füllen der Zylinder-Kolben-Einheit 35 des rechten Ausführungsbeispiels in Fig.
10 kommt wie beim Entlüften das Lüftungsventil 45 ebenfalls zur Wirkung. Dabei füllen
sich in der Entlüftungsstellung des Ventiles 45 die miteinander verbundenen und an
die Druck-Leitung 1 angeschlossenen Steuer-Leitungen 2 und 4 und somit beide Kolbenseiten
in der Einheit 35. Bei Erreichen eines Füll-Druckes von etwa 60 bis 80 % des normalen
Betriebsdruckes steuert das Ventil 45 gegen die Kraft der Rückstellfeder 46 in die
normale Arbeitsstellung um, in der die Arbeits-Leitungen 2 und 4 getrennte Durchgänge
aufweisen und vom Druckanschluß 1 getrennt werden. In Abhängigkeit von der Betätigung
des Arbeitsventiles 41 kann dann die Einheit 35 betrieben werden. Für einen sicheren
Betrieb der Einheit 35 ist es vorgesehen, daß das Ventil 45 zu seiner Rückstellung
in die Entlüften-Lage mittels der Rückstellfeder 46 eine derartige Hysterese aufweist,
daß dieses Rückstellen erst bei einem Betriebsdruck von etwa 50 % des Normalwertes
erfolgt. Dadurch wird eine hohe Betriebs-Zuverlässigkeit auch bei hohen Betriebsdruck-Schwankungen
und relativ hohem Fülldruck erreicht.
[0035] Der Betrieb der Anlage kann grundsätzlich auch ohne elektrische Steuervorrichtungen
erfolgen. Dies ist insbesondere dann möglich und sinnvoll, wenn aus Kostengründen
kleine und überschaubare Anlagen betrieben werden sollen oder beim Nachrüsten der
erfindungsgemäßen Funktionseinheit 10 an bestehenden Anlagen auf eine elektrische
Ansteuerung verzichtet werden muß. Durch die jeweils vorgesehenen Hand-Hilfstaster
15 und die in der Funktionseinheit 10 enthaltenen pneumatischen Verriegelungen mit
dem Ein-/Not-Aus-Ventil YS ist auch dabei ein arbeits- und funktions-sicherer Betrieb
möglich. Lediglich beim Füllen ist darauf zu achten, daß das Füllen ohne Unterbrechung
erfolgt, da ansonsten durch die Sicherheits-Verschaltungen jeweils wieder erneut entlüftet
werden muß. Auch bei Anlagen mit elektrischer Steuerung ist mittels der Hand-Hilfstaster
15 ein Testbetrieb einzelner Funktionen bei abgeschalteter Elektrosteuerung möglich.
Aus Sicherheitsgründen sind die Hand-Hilfstaster 15 und die Vorsteuerventile 18 nichtrastend
ausgeführt und eine Betätigung ist nur mit Hilfsmitteln möglich. Ein Mißbrauch der
manuellen Betätigungsmöglichkeit des Füllen-/Entlüften-Ventiles YF/YE in seine Entlüften-Stellung
YE ist dadurch ausgeschlossen, daß das zugehörige Vorsteuerventil 18 in der Ein-Stellung
des Ein-/Not-Aus-Ventiles YS entlüftet und somit unwirksam ist.
[0036] Der als Störfall in Betracht zu ziehende Ausfall des Betriebsdruckes am Druckquellen-Anschluß
P führt gleichzeitig zum Abfall des Druckes in der Druck-Leitung 1 und damit auch
zur Rückstellung des Anfahr-Ventiles PA und damit zum Ausschalten des Endlagen-Schalters
SD sowie zum Erlöschen der Anzeige-Diode HD für die Meldung dieses Störfalles.
[0037] Besonders lange Stillstandszeiten unter Betriebsdruck in Aus-Stellung des Ein-/Not-Aus-Ventiles
YS und damit auch des Arbeitsventiles 41 der Zylinder-Kolben-Einheit 35 führen durch
Leckage an den Zylinder-Kolben-Einheiten 29, 30 und 35 zum allmählichen Abbau des
Betriebsdruckes in diesen Einheiten, da die Steuer-Leitungen 2 und 4 gesperrt sind.
Um beim Wieder-in-Betrieb-setzen gefährliche Einschalt-Stoßeffekte auszuschließen,
sind in der elektrischen Programm-Steuervorrichtung 57 Vorkehrungen vorgesehen, die
eine maximal zulässige Abschaltzeit auswerten und/oder durch einen vorgesehenen Einschalt-Ablauf
die Betriebssicherheit gewährleisten. Hierzu verarbeitet die Programm-Steuervorrichtung
57 die Signale der Drucküberwachung, die Abschaltzeit und den Einschalt-Ablauf zu
einer Bedienungs-Verriegelung, z. B. durch Abschalten eines Relais K 4. Dieser Stör-Zustand
wird zusätzlich durch einen auffälligen oder blinkenden Leuchtmelder "Entlüften" signalisiert.
Durch Betätigen des Bedienungsschalters 53 in seine Stellung I, Entlüften, wird das
Entlüften der Anlage erreicht und durch Ansprechen des Endlagenschalters SE der Stör-Zustand
in der Programm-Steuervorrichtung 57 aufgehoben. Nach Ablauf einer durch den Endlagenschalter
SE aktivierten Zeit (Entlüftungszeit) kann durch nachfolgendes Betätigen des Bedienungsschalters
53 in seine Stellung II, Füllen, die Anlage wieder in den betriebsbereiten Zustand
versetzt werden, wobei - wie vorstehend beschrieben - die Zylinder-Kolben-Einheiten
29 bis 35 ohne unangenehme, schädliche oder gefährliche Einschalt-Stoßeffekte wieder
langsam ihre durch die Arbeitsventile bestimmte Soll-Lage einnehmen.
[0038] Die in Fig. 15 dargestellte pneumatische Schaltanordnung ist gegenüber Fig. 7 nur
geringfügig verändert. Hier werden daher nur die Abweichungen und deren Funktions-Auswirkungen
erläutert.
[0039] Das Ein-/Not-Aus-Ventil YS ist als 5/2- statt als 7/2-Wege-Umschaltventil und das
Anfahr-Ventil PA als 5/2-Wege-Umschaltventil mit einem Drosselweg statt als einfaches
Umschaltventil ausgebildet. Deren Betätigungen sind unverändert. Jedoch ist deren
Verschaltung mit dem Druckquellen-Anschluß P und der Entlüftungs-Öffnung E sowie die
Verschaltung des Anfahr-Ventiles PA mit dem Füllen-Entlüften-Ventil YF/YE geändert.
Ferner ist der weitere Steuer-Anschluß S₂ entfallen. Durch diese Schaltungsänderungen
wird erreicht, daß ein Einschalt-Stoßeffekt an den Pneumatik-Zylindern ausgeschlossen
wird, der beim Nicht-Einhalten eines bisher notwendigen Bedienungs-Ablaufes während
der Handbetätigung auftreten konnte.
1. Steuervorrichtung für pneumatische Systeme, insbesondere für pneumatische Zylinder-Kolben-Einheiten
(29 bis 35), mit mehreren Ventilen (YF/YE, YS, 28) die über eine geeignete Grundplatte
(12) sowie zumindest eine an dieser angeflanschten Norm-Verkettungsplatte (25) gegenseitig
leitungsverbunden sind, wobei die Grundplatte (12) weiterhin mit einer Norm-Leitungsanschlußplatte
(24), die einen Druckquellen-Anschluß (P) sowie eine Entlüftungs-Leitung (E) aufweist,
versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (12) ein Steuergehäuse (11) trägt, das
mit einem Ein-/Not-Aus-Ventil (YS), einem Füllen-/Entlüften-Ventil (YF/YE) und einem
Anfahr-Ventil (PA) versehen ist, und daß (ein) Arbeitsventil(e) (28, 40, 41) für das/die
pneumatische(n) System(e) auf der/den Normverkettungsplatte(n) (25) angeordnet ist/sind,
wobei das Füllen-/Entlüften-Ventil (YF/YE) zur Verbindung der Druckleitung (1) eines
Arbeitsventiles (28, 40, 41) mit dem Druckquellen-Anschluß (P) oder der Entlüftungsleitung
(E) dient und vom Ein-/Not-Aus-Ventil (YS) vorgesteuert ist, und wobei das Anfahr-Ventil
(PA) einen Drosselweg und einen Durchgangsweg zur allmählichen Druckluftzufuhr zum
Arbeitsventil (28, 40, 41) aufweist.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ein-/Not-Aus-Ventil (YS) als Mehrwege/Umschaltventil
(7/2-Wegeventil) ausgebildet ist, das gegen eine Rückstellfeder willkürlich einschaltbar
und durch die Rückstellfeder selbsttätig ausschaltbar ist.
3. Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Anfahr-Ventil (PA) als Umschalt-Ventil mit einem Steuerzylinder
mit Steuerkolben ausgebildet ist, das den Druckquellen-Anschluß (P) mit einer Druck-Leitung
(1) für Arbeitsventile und mit seinem Steuerzylinder verbindet, dessen Steuerkolben
bei einem vorbestimmten Mindestdruck an der Druck-Leitungen (1) das Anfahr-Ventil
(PA) gegen die Kraft einer Rückstellfeder von seinem Drossel-Weg in den Durchgangs-Weg
selbsttätig umschaltet.
4. Steuervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Füllen-/Entlüften-Ventil (YF/YE) als Mehrwege-Umschaltventiil
(5/2-Wege-Ventil) ausgebildet ist,
dessen Füllen- und Entlüften-Stellungen (YF bzw. YE) mittels Steuerzylinder mit Steuerkolben
schaltbar sind, die über das Ein-/Not-Aus-Ventil (YS) bzw. das Anfahr-Ventil (PA)
je nach dessen Schaltstellung wechselweise am Druckquellen-Anschluß (P) oder an der
Entlüftung-Leitung (E) angeschlossen und mittels eigener Vorsteuerventile (18) betätigbar
sind,
in dessen Füllen-Stellung (YF) ein Ventilweg in der Leitungsverbindung vom Druckquellen-Anschluß
(P) über das Anfahr-Ventil (PA) zu der Druck-Leitung (1) und ein weiterer Ventilweg
in der Leitungsverbindung vom Ein-/Not-Aus-Ventil (YS) alternativ bei dessen Ein-Stellung
vom Druckquellen-Anschluß (P) und bei dessen Aus-Stellung von der Entlüftung-Leitung
(E) zum Steuer-Anschluß (S) liegen und
in dessen Entlüften-Stellung (YE) ein Ventilweg in einer Leitungsverbindung vom
Druckquellen-Anschluß (P) über das Anfahr-Ventil (PA) sowie über einen Ventilweg der
Aus-Stellung des Ein-/Not-Aus-Ventiles (YS) zum Steuer-Anschluß (S) und ein weiterer
Ventilweg in einer Leitungsverbindung vom Druck-Anschluß (1) zu einer Entlüftungs-Leitung
(E) für Arbeitsventile liegt.
5. Steuervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß am Steuer-Anschluß (S) des Steuergehäuses (11) in den Steuerleitungen (2 und
4) der(s) Systeme(s) zwischengeschaltete Stop-Ventile angeschlossen sind, die beim
Unterschreiten eines vorbestimmten Mindestdruckes am Steuer-Anschluß (S) mittels der
Steuerkolben ihrer Steuerzylinder aus ihrer Durchgangsstellung in ihre durch eine
Rückstellfeder bestimmte Sperrstellung selbsttätig umschalten.
6. Steuervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Vorsteuerventil (18) für die Füllen-Stellung (YF) des Füllen-/Entlüften-Ventiles
(YF/YE) und/oder ein zweiter Steuer-Anschluß (S₂) in der Ein-Stellung des Ein/-Not-Aus-Ventiles
(YS) mit dem Druckquellen-Anschluß (P) und in der Aus-Stellung dagegen mit der Entlüftungs-Leitung
(E) leitungsverbunden sind.
7. Steuervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ein-/Not-Aus-Ventil (YS) als elektromagnetisch und/oder von Hand in Ein-Stellung
- gegen eine ständing wirksame Rückstellfeder - betätigbares und festzuhaltendes Ventil
ausgebildet ist.
8. Steuervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Füllen-/Entlüften-Ventil (YF/YE) elektromagnetisch und/oder von Hand betätigbar
ist und als Impuls-Ventil ausgebildet ist, dessen Steuerkolben seine jeweilige Lage
auch nach Aufheben der Betätigung solange beibehält, bis die Gegenseite betätigt wird.
9. Steuervorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Füllen-/Entlüften-Ventil (YF/YE) Steuerstromkreise mit je einem selbstrückstellenden
Tipp-Schalter aufweist.
10. Steuervorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tipp-Schalter eine gemeinsame Betätigungsvorrichtung mit einer mittleren
Null-Ruhelage und je einer Betätigungs-Endlage aufweisen.
11. Steuervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anfahr-Ventil (PA) und/ oder das Füllen-/Entlüften-Ventil (YF/YE) mindestens
einen elektrischen Endlagen-Schalter (SD bzw. SE) aufweisen,
der bzw. die die Ventilkolben-Endlage(n) in Durchgangs-Stellung des Anfahr-Ventiles
(PA) bzw. in Entlüften-Stellung (YE) des Entlüften-/Füllen-Ventiles (YF/YE) mittels
Signalleuchten anzeigen und/oder in mindestens einem Steuerstromkreis der Maschine
sowie des Ein-/Not-Aus- und/oder des Füllen-/Entlüften-Ventiles (YS bzw. YF/YE) liegen.
12. Steuervorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß im (in den) Steuerstromkreis(en) ein (je ein) Sicherheitsschalter liegt, der
in Abhängigkeit von einem Endlagen-Schalter (SD bzw. SE) diese(n) Stromkreis(e) im
Schaltsinne für das Einschalten des Ein-/Not-Aus-Ventiles (YS) und für die Füllen-Stellung
(YF) des Füllen-/Entlüften-Ventiles (YF/YE) schließt.
13. Steuervorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß dem (den) Sicherheits-Schalter(n) mindestens ein weiterer Betriebs-, Start-,
Sicherheits-Aus-, Wartungs- oder dgl. -Schalter vor-, nach- bzw parallel-geschaltet
ist.
14. Steuervorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet,
daß ein der Funktionseinheit (10) nachgeschaltetes Ventil, welches an einer Norm-Verkettungsplatte
(25) angeordnet ist, als 3-Stellungs-Umschaltventil (5/3-Wege-Ventil) ausgebildet
ist,
in dessen durch Rückstellfedern bestimmter mittlerer Ruhelage beide Leitungsverbindungen
gesperrt sind, und
daß an der Norm-Verkettungsplatte (25) ein in beiden Leitungsverbindungen dem 3-Stellungs-Umschaltventil
(5/3-Wege-Ventil) zum System hin nachgeschaltetes Lüftungs-Ventil (45) mit zwei parallelen
Durchgangswegen angeordnet ist,
das in seiner - durch (eine) Rückstellfeder(n) bestimmten - Ruhelage eine gemeinsame
gedrosselte Verbindung beider Durchgangswege an den wechselweise mit dem Druckquellen
Anschluß bzw der Entlüftungs-Leitung (P bzw. E) verbundene Druck Leitung (1) des Steuergehäuses
(11) aufweist und
das in seiner - abhängig von einem vorbestimmten Mindestdruck an der Druck-Leitung
(1) durch den Steuerkolben eines Steuerzylinders eingeschlateten - Betriebslage beide
immer offenen Durchgangswege von der Druck-Leitung (1) trennt.
1. A control device for pneumatic systems, more particularly for pneumatic cylinder-piston
units (29 to 35) comprising a number of valves (YF-YE, YS, 28) connected together
for transmission purposes via a suitable baseplate (12) and at least one standard
interlinking plate (25) flange-mounted thereon, the baseplate (12) also being provided
with a standard line-connecting plate (24) comprising a pressure-source connection
(P) and a vent line (E), characterised in that the baseplate (12) bears a control
casing (11) provided with an on/emergency off valve (YS), a filling/venting valve
(YF/YE) and a starting valve (PA), and one or more working valves (28, 40, 41) for
the pneumatic system or systems are disposed on the standard interlinking plate or
plates (25), and the filling/venting valve (YF/YE) is used to connect the pressure
line (1) of a working valve (28, 40, 41) to the pressure-source connection (P) or
the vent line (E) and is piloted by the on/emergency off valve (YS), and the starting
valve (PA) has a throttle path and an open path for gradually supplying compressed
air to the working valve (28, 40, 41).
2. A control device according to claim 1, characterised in that the on/emergency off
valve (YS) is a multi-path change-over valve (7/2-way valve) and can be switched on
against the action of a return spring and is automatically switched off by the return
spring.
3. A control device according to claim 1 or 2, characterised in that the starting valve
(PA) is a change-over valve comprising a control cylinder with a control piston which
connects the pressure-source connection (P) to a pressure line (1) for working valves
and to its control cylinder, and at a predetermined minimum pressure in the pressure
lines (1) the control piston automatically switches the starting valve (PA) from its
throttle path to the open path against the action of a return spring.
4. A control device according to any of the preceding claims, characterised in that the
filling and venting valve (YF/YE) is a multi-path change-over valve (5/2-way valve),
having filling and venting positions (YF and YE) switchable by control cylinders with
control pistons which are connected alternately to the pressure-source connection
(P) or to the vent line (E) via the on/emergency off valve (YS) or the starting valve
(PA) depending on the switching position thereof, the pistons being actuated by separate
pilot valves (18),
in the filling position (YF) one valve path extends in the line connection from
the pressure-source connection (P) via the starting valve (PA) to the pressure line
(1) and another valve path extends in the line connection from the on/emergency off
valve, or alternatively from the pressure-source connection (P) when the valve is
on or from the vent line (E) when the valve is off, to the control connection (S),and
in the vent position (YE) one valve path extends in a line connection from the
pressure source connection (P) via the starting valve (PA) and via a valve path in
the off position of the on/emergency off valve (YS) to the control connection (S),
and a second valve path extends in a line connection from the pressure connection
(1) to a vent line (E) for working valves.
5. A control device according to claim 4, characterised in that stop valves are interposed
in the control connection (S) of the control casing (11) in the control lines (2 and
4) of the system or systems, and when the pressure falls below a predetermined minimum
in the control connection (S), the control pistons of the control cylinders automatically
switch the stop valves from their open position into the blocked position determined
by a return spring.
6. A control device according to claim 4, characterised in that the pilot valve (18)
for the filling position (YF) of the filling/venting valve (YF/YE) and/or a second
control connection (S₂) are connected to the pressure-source connection (P) when the
on/emergency off valve (YS) is in the on position and to the vent line (E) when the
valve is in the off position.
7. A control device according to claim 4, characterised in that the on/emergency off
valve (YS) is adapted to be actuated and held in the on position against a continuously
acting return spring and is either electromagnetic and/or manual.
8. A control device according to claim 4, characterised in that the filling/venting valve
(YF/YE) can be actuated electromagnetically and/or by hand and is a pulse valve having
a control cylinder which retains its position, even after actuation has stopped, until
the opposite side is actuated.
9. A control device according to claim 8, characterised in that the filling/venting valve
(YF/YE) comprises control circuits each with a self-resetting inching switch.
10. A control device according to claim 9, characterised in that the inching switches
comprise a common actuating device with a central zero inoperative position and two
operative limit positions.
11. A control device according to claim 4, characterised in that the starting valve (PA)
and/or the filling/venting valve (YF/YE) comprise at least one electric limit switch
(SD or SE) which, via signal lamps, indicate the limit position or positions of the
valve piston in the open position of the starting valve (PA) or in the vent position
(YE) of the venting/filling valve (YF/YE) and/or are disposed in at least one control
circuit of the machine and of the on/emergency off and/or the filling/venting valve
(YS or YF/YE).
12. A control device according to claim 11, characterised in that a safety switch is disposed
in the or each control current circuit and, in dependence on a limit switch (SD or
SE) closes the circuit or circuits in the direction for switching on the on/emergency
off valve (YS) and for the filling position (YF) of the filling/venting valve (YF/YE).
13. A control device according to claim 12, characterised in that at least one additional
operating, starting, emergency-off, maintenance or similar switch is connected in
front of, behind or in parallel with the safety switch or switches.
14. A control device according to claims 3 and 4, characterised in that a valve connected
behind the functional unit (10) and disposed on a standard interlinking plate (25)
is in the form of a three-position change-over valve (5/3-way valve), both line connections
being blocked when the valve is moved into the inoperative position by return springs,
and a venting valve (45) with two parallel open paths is disposed on the standard
interlinking plate (25) and is connected downstream of the system in both line connections
to the three-position change-over valve (5/3-way valve), and when the 5/3-way valve
is in its inoperative position determined by one or more return springs, there is
a common throttled connection of both open paths to the pressure line (1) of the control
casing (11), which is alternately connected to the pressure-source connection or the
vent connection (P or E), and when the 5/3-way valve is in the operative position,
switched on by the control piston of a control cylinder in dependence on a predetermined
minimum pressure in the pressure line (1), the valve separates both continuously-open
open paths from the pressure line (1).
1) Dispositif de commande pour des systèmes pneumatiques, notamment des vérins pneumatiques
(29-35) à plusieurs soupapes (YF/YE, YS, 28) qui sont reliées par une plaque de base
(12) appropriée et sont reliées par des conduites réciproques à des plaques de combinaison
normalisées (25) bridées sur la plaque ci-dessus, la plaque de base (12) étant en
outre munie d'une plaque de raccordement de conduite normalisée (24) qui comporte
un branchement de source de pression (P) ainsi qu'une conduite de purge d'air (E),
dispositif caractérisé en ce que la plaque de base (12) porte un boîtier de commande
(11) qui est muni d'une soupape marche/arrêt de secours (YS), une soupape remplissage/purge
d'air (YF/YE) ainsi que d'une soupape de démarrage (PA) et en ce qu'une soupape de
travail (plusieurs) (28, 40, 41) est prévue pour le/les systèmes pneumatiques sur
les plaques de combinaison normalisées (25), la soupape de remplissage/purge d'air
(YF/YE) servant à la liaison de la conduite de pression (1) des soupapes de travail
(28, 40, 41) au branchement des sources de pression (P) ou de la conduite de purge
d'air (E) et est commandée préalablement par la soupape marche/arrêt de secours (YS)
et la soupape de démarrage (PA) présente un chemin d'étranglement et un chemin de
passage pour le passage progressif de l'air comprimé vers la soupape de travail (28,
40, 41).
2) Dispositif de commande selon la revendication 1, caractérisé en ce que la soupape
marche/arrêt de secours (YS) est une soupape d'inversion à plusieurs voies (tiroir
à 7/2 voies) qui peut être mise en oeuvre de manière arbitraire contre l'action d'un
ressort de rappel et ce dernier la coupe automatiquement.
3) Dispositif de commande selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la
soupape de démarrage (PA) est une soupape d'inversion avec un vérin de commande et
un piston de commande, reliant le raccord des sources de pression (P) à une conduite
de pression (1) pour les soupapes de travail et à un vérin de commande dont le piston
de commande commute automatiquement son chemin d'étranglement sur son chemin de passage
pour une pression minimale prédéterminée appliquée aux conduites de pression (1) pour
la soupape de démarrage (PA) contre la force d'un ressort de rappel.
4) Dispositif de commande selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la soupape remplissage/purge d'air (YF/YE) est une soupape d'inversion à
plusieurs voies (tiroir à 5/2 voies) dont les positions de remplissage et de purge
d'air (YF/YE) peuvent être commutées par un vérin de commande avec un piston de commande
qui est relié par une soupape marche/arrêt de secours (YS) ou une soupape de démarrage
(PA), suivant la position de commutation, en alternance sur le raccord des sources
de pression (P) ou sur une conduite de purge d'air (E) et être actionnée par une soupape
de commande préalable (18) distincte, et qui en position de remplissage (YS) possède
un chemin de soupape dans la conduite de liaison reliant le branchement des sources
de pression (P) par la soupape de démarrage (PA) vers la conduite de pression (1)
et une autre soupape dans la conduite de liaison entre la soupape marche/arrêt de
secours (YS), en alternance pour sa position de marche du branchement des sources
de pression (PA) et sa position d'arrêt de la conduite de purge d'air (E) vers le
raccord de commande (S) et qui en position de purge d'air (YE) relie un chemin de
soupape dans la conduite de liaison du raccord des sources de pression (P) par une
soupape de démarrage (PA) et par un chemin de soupape de la position de sortie de
la soupape marche/arrêt de secours (YS) vers le raccord de commande (S) et vers un
autre chemin de soupape dont la conduite de liaison reliant le raccord de pression
(1) vers une conduite de purge d'air (E) pour les soupapes de travail.
5) Dispositif de commande selon la revendication 4, caractérisé en ce que sur le branchement
de commande (S) du boîtier de commande (11) dans les conduites de commande (2 et 4)
du ou des systèmes, il y a des soupapes d'arrêt intermédiaires qui en cas de dépassement
d'une pression minimale prédéterminée sur le branchement de commande (S), par l'intermédiaire
des pistons de commande de leurs vérins, commutent automatiquement de leur position
de passage dans une position de fermeture définie par leurs ressorts de rappel.
6) Dispositif de commande selon la revendication 4, caractérisé en ce que la soupape
de commande préalable (18) de la position de remplissage (YF) de la soupape de remplissage/purge
d'air (YF/YE) et/ou un second branchement de commande (S₂) dans la position de marche
de la soupape marche/arrêt de secours (YS) est reliée au raccord des sources de pression
(P) et dont la position de sortie est reliée à la conduite de purge d'air (E).
7) Dispositif de commande selon la revendication 4, caractérisé en ce que la soupape
marche/arrêt de secours (YS) est commandée de manière électromagnétique et/ou à la
main dans la position de marche contre un ressort de rappel agissant automatiquement,
et d'une soupape auto-bloquante.
8) Dispositif de commande selon la revendication 4, caractérisé en ce que la soupape
de remplissage/purge d'air (YF/YE) est actionnée de manière électromagnétique et/ou
à la main et est conçue comme soupape impulsionnelle dont le piston de commande conserve
sa position respective après suppression de l'actionnement, et cela jusqu'à ce que
la face opposée soit mise en oeuvre.
9) Dispositif de commande selon la revendication 8, caractérisé en ce que la soupape
de remplissage/purge d'air (YF/YE) comporte des circuits électriques de commande avec
chaque fois un commutateur de déclenchement à retour automatique.
10) Dispositif de commande selon la revendication 9, caractérisé en ce que les commutateurs
de déclenchement d'un dispositif d'actionnement commun avec une position de repos
à zéro, moyenne et chaque fois une position de fin de course d'actionnement.
11) Dispositif de commande selon la revendication 4, caractérisé en ce que la soupape
de démarrage (PA) et/ou la soupape de remplissage/purge d'air (YF/YE) comporte au
moins un commutateur de fin de course électrique (SD ou SE), qui indique la position
de fin de course des pistons de soupape en position de passage pour la soupape de
démarrage (PA) ou en position de purge d'air (YE) pour la soupape purge/remplissage
(YF/YE) par l'intermédiaire de voyants lumineux de signalisation et/ou dans au moins
un circuit électrique de commande de la machine et de la soupape marche/arrêt de secours
et/ou de la soupape de remplissage/purge d'air (YS) ou (YF/YE).
12) Dispositif de commande selon la revendication 11, caractérisé en ce que dans le
ou les circuits de commande électriques il y a chaque fois un commutateur de sécurité
qui, en fonction d'un commutateur de fin de course (SD) ou (SE) ferme ce ou ces circuits
électriques dans le sens de la commutation pour la mise en oeuvre d'une soupape marche/arrêt
de secours (YS) et pour la position de remplissage (YF) de la soupape de remplissage/purge
d'air (YF/YE).
13) Dispositif de commande selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'en parallèle
aux commutateurs de sécurité, il y a au moins un dispositif de mise en oeuvre de démarrage
de sécurité d'arrêt, d'entretien ou analogue, monté en amont, en aval ou en parallèle.
14) Dispositif de commande selon les revendications 3 et 4, caractérisé en ce qu'une
soupape en aval de l'unité fonctionnelle (10) qui est associée à une plaque de combinaison
normalisée (25) et conçue comme tiroir inverseur à trois positions (tiroir à 5/3 voies),
et pour la position de repos duquel, position définie par des ressorts de rappel,
les deux conduites de liaison sont fermées et en ce que sur la plaque de combinaison
normalisée (25) il y a une soupape d'inversion à trois positions (tiroir à 5/3 voies)
dans les deux conduites de liaison, vers le système, pour la soupape de purge (45)
avec deux passages parallèles, et qui dans sa position de repos (définie par les ressorts
de rappel) réalise une liaison étranglée, commune des deux passages, sur la conduite
de pression (1) reliée en alternance au raccord de sources de pression ou aux conduites
d'évacuation d'air (P ou E) pour le boîtier de commande (11) et qui, dans sa position
de fonctionnement dépendant d'une pression minimale prédéterminée de la conduite de
pression (1) avec un piston de commande d'un vérin, coupe les deux passages toujours
ouverts de la conduite de pression (1).