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(11) |
EP 0 341 568 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.01.1992 Patentblatt 1992/01 |
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Anmeldetag: 03.05.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E02D 5/76 |
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Verfahren zum Abstützen des Ankerkopfes eines spannbaren Verpressankers auf einem
Widerlager sowie Verpressanker zur Ausführung dieses Verfahrens
Method for supporting an anchorage head of a tensioned injection anchor on a support,
and an injection anchor for applying this method
Méthode pour appuyer une tête d'ancrage d'un tirant à injection tendu sur un appui
ainsi qu'un tirant à injection pour appliquer cette méthode
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
11.05.1988 DE 3816222
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.11.1989 Patentblatt 1989/46 |
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Patentinhaber: TGB TECHNOGRUNDBAU GMBH |
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D-81377 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Reichert, Ernst
D-8011 Pöring (DE)
- Küfner, Hartmut
D-8000 München 70 (DE)
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Vertreter: Eder, Eugen, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Eder & Schieschke
Elisabethstrasse 34 80796 München 80796 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 218 987 FR-A- 2 335 319 GB-A- 2 017 790 US-A- 3 665 717
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DE-C- 928 518 FR-A- 2 600 687 US-A- 3 638 435
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 6, Nr. 263 (M-181)[1141], 22. Dezember 1982; & JP-A-57
155 427 (KUBOTA TEKKO K.K.) 25-09-1982
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abstützen des Ankerkopfes mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Patentanspruches 1 sowie einen Verpreßanker, hergestellt unter
Anwendung dieses Verfahrens nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 10.
[0002] Bei einem Verpreßanker dient ein Ankerkopf zur Aufnahme der Enden der spannbaren
Zugglieder. Der Ankerkopf stützt sich dabei auf ein Widerlager ab, das z.B. von einem
Betonfundament, einer aus Stahl bestehenden Platte oder dgl. gebildet ist. Die Zugglieder
können durch Preßhülsen oder durch Keile gegenüber dem Ankerkopf festgelegt sein.
Insbesondere bei Schrägankern ist eine winkelgerechte Ausrichtung des Ankerkopfes
gegenüber dem Widerlager notwendig. Hierfür ist es aus der DE-C-2609979 bekannt, dem
Widerlager einen pfannenförmigen Sitz und dem Ankerkopf Kugel- bzw. Kalottenform zu
verleihen. Ankerkopf und Sitz im Widerlager richten sich dann im begrenzten Maße lagegerecht
aus. Nach dieser Druckschrift ist es auch schon bekannt, das Nachspannen eines mit
dem Ankerkopf durch Keile verbundenen Zuggliedes dadurch zu ermöglichen, daß der Sitz
für den Ankerkopf durch einen Gewindering beim Nachspannen abgehobenen Ankerkopf nachgeführt
wird. Bei einer Keilverankerung der Zugglieder mit dem Ankerkopf ist es bisher üblich,
die Nachspannstellung des Ankerkopfes mittels Halbschalen entsprechender Dicke festzulegen.
Das Unterfüttern mittels Halbschalen entsprechender Größe und Schwere ist umständlich.
Das Nachführen eines Sitzringes erfordert eine aufwendige Konstruktion.
[0003] Aus der DE-C-928518 ist ein gelenkartiges Auflager für Bohlwerksverankerungen bekannt.
Hierbei wird eine Ankerstange über eine Gabel und ein Joch mit einem Stempel auf einem
Widerlager abgestützt, welches einen geschlossenen Gelenktopf für den Stempel mittels
Stahlkugeln abstützt. Das vorhandene Spiel des Stempels in der Eintrittsöffnung des
Gelenktopfes ist kleiner als der Durchmesser der Stahlkugeln, die den Innenraum des
Gelenktopfes ausfüllen. Bei Spannlagen der Ankerstange, in denen der Stempel im Gelenktopf
verbleibt, kann kein Material nachgefüllt werden. Eine sichere Festlegung des Stempels
im Gelenktopf und damit der Spannlage der Ankerstange ist nicht möglich. Zudem ist
das Spiel und damit die Winkellage der Ankerstange begrenzt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Abstützen des Ankerkopfes
eines Verpreßankers auf einem Widerlager sowie einen hiernach hergestellten Verpreßanker
zu schaffen, die es ermöglichen, daß die lagegrechte Festlegung des Ankerkopfes zum
Widerlager einfacher beibehalten und auch ein Nachspannen unter veränderbarem Sitz
einfacher ausführbar ist. Zudem soll eine einfache Ausbildung des Verpreßankers ermöglicht
werden.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit dem kennzeichnenden Merkmalen der Patentansprüche
1 bzw. 10.
[0006] Die Erfindung bietet den Vorteil, daß der lagegerechte Sitz des Ankerkopfes durch
ein sich selbst verkeilendes Material in Form von kantigen Stahlkieskörnern gewährleistet
wird, welches zwischen Widerlager und Ankerkopf vor und nach oder nur nach dem Spannen
bzw. nach dem Nachspannen eingeführt werden kann. Das bekannte umständliche und schwierige
Anbringen von schweren Schalenteilen wird vermieden. Andererseits wird es gegenüber
einer anderen bekannten Ausführung möglich, die durch Spannen oder Nachspannen veränderten
Ankerkopfstellungen sicher auf einfachste Weise durch Nachfüllen von Material aus
kantigen Stahkieskörnern festzulegen.
[0007] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Teil-Schnittansicht eines Endes eines spannbaren Verpreßankers;
- Fig. 2
- eine Ansicht wie in Fig. 1 einer geänderten Ausführungsform des Ankerkopfes;
- Fig. 3
- eine Ansicht wie in Fig. 1 eines Ankerkopfes in Spannstellung;
- Fig. 4
- eine Ansicht wie in Fig. 3 mit dem Ankerkopf in Nachspannstellung;
- Fig. 5 und 6
- Ansichten wie in Fig. 3 und 4 mit geändertem Widerlager
- Fig. 7
- eine weitere geänderte Ausführungsform.
[0009] Der Verpreßanker 1, der z.B. zur Sicherung einer Spundwand 2 für eine Baugrube in
Schräglage angeordnet ist, weist mehrere Zugglieder 3 auf, die in einem Bohrloch 4
mit erhärtbarem Baustoff 5 verpreßt untergebracht sind.
[0010] Gegen die Außenseite 6 der Spundwand 2 liegt eine als Widerlager 7 dienende Stahlplatte
8 an, die eine zentrale Durchtrittsöffnung 9 für die Zugglieder 3 aufweist.
[0011] Die Enden der Zugglieder 3 verlaufen durch Bohrungen in einem plattenförmigen Ankerkopf
10 und sind mit Preßhülsen 11 versehen, die sich gegen die Außenseite 12 des Ankerkopfes
10 im gespannten Zustand abstützen können.
[0012] Der Außenumfang des Ankerkopfes 10 kann mit einem Gewinde 13 versehen sein. Über
dieses kann der Ankerkopf 10 zum Nachspannen der Zugglieder 3 an eine nicht dargestellte
Presse angeschlossen werden.
[0013] Mit der Unterseite 14 stützt sich der Ankerkopf 10 gegen ein abstützendes Material
15 ab. Dieses kann z.B. bestehen aus Stahlkies.
[0014] Damit das abstützende Material 15 insbesondere die losen Körner des Stahlkieses in
ihrer eingeführten Lage gehalten werden, ist die Platte 8 mit einer kranzförmigen
Umfangswand 16 verbunden. Diese Umfangswand 16 kann einen nach Einwärts ragenden Randteil
17 aufweisen, mit dem die Umfangswand 16 mit der Platte 8 fest verbunden ist, z.B.
durch Schrauben oder Schweißen.
[0015] Vorzugsweise besitzt die Umfangswand 16 an der Oberseite eine niedrigere Randhöhe
und an der Unterseite eine größere Randhöhe.
[0016] Vor dem Spannen der Zugglieder 3 wird die Durchtrittsöffnung 9 der Platte 8 mittels
eines abstützenden Dichtungsmaterials, z.B. erhärtendem Kunststoff (PUR) oder erhärtbarem
Baustoff verschlossen.
[0017] Die Enden der Zugglieder 3 mit den damit festen Preßhülsen werden nun über eine Spannpresse
(nicht dargestellt) gespannt. Hierauf wird Material 15 hinter den vom Widerlager 7
im Abstand befindlichen Ankerkopf 10 eingebracht. Nach Loslassen der Zugglieder wird
über die Preßhülse 11 Druck auf den Ankerkopf 10 ausgeübt, der diesen auf das abstützende
Material 15, z.B. den Stahlkies, überträgt. Dieser Stahlkies, der z.B. eine Körnung
von 0,4 bis 1,6 mm aufweist und aus gebrochenem, sehr kantigem Korn besteht, verkeilt
sich gegenseitig und verleiht dem Ankerkopf 10 einen sicheren Abstützsitz. Die ggf.
zwischen den Körnern des Stahlkieses entstehenden Freiräume können ausgefüllt werden,
wenn dem Stahlkies ein fließfähigers Material, z.B. Blei, Kunstharz oder dgl., beigegeben
wird.
[0018] Das Einbringen des Stahlkieses kann durch Druckluft oder durch Einspülen mittels
Druckwasser erfolgen. Zum Stabilisieren der Oberfläche des Stahlkieses gegen ein Auslaufen
kann eine Klebemasse aufgesprüht werden.
[0019] Das Material 15 gewährleistet für den Ankerkopf 10 eine lagegerechte, der Winkellage
des Preßankers 1 angepaßte Auflage. Eine spezielle Ausbildung des Ankerkopfes kann
entfallen.
[0020] Ggf. kann ein solcher Anker im Bedarfsfall auch nachgespannt werden. Der Ankerkopf
10 ist dann mit zusätzlichem Material 15 zu unterfüttern.
[0021] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 besitzt der Ankerkopf 10′ abweichend von der
Ausführungsform nach Fig. 1 kugel- bzw. kalottenförmige Gestalt, um eine bessere Anpassung
an die Winkellage des Bohrloches 4 zu gewährleisten.
[0022] Zusätzlich ist vorgesehen, daß die Platte 8 des Widerlagers 7 mit einer seitlichen
Öffnung 20 versehen ist, über die abdichtendes Material 21 in die Durchtrittsöffnung
9 eingeführt werden kann.
[0023] Bei der Figur 3 weist die als Widerlager 7 dienende Platte 8′ einen pfannenförmigen
Sitz 25 als Umfangswand für den kugelförmigen bzw. kalottenförmigen Ankerkopf 10′
auf. Die Stärke der Platte 8′ ist ungleich. An der Oberseite ist sie dünner und geht
stetig in die stärkere Unterseite über.
[0024] Der die nicht mehr dargestellten Zugglieder durch Keile haltende Ankerkopf 10′ kann
über eine nicht dargestellte Presse, die über das Gewinde 13 mit dem Ankerkopf verbindbar
ist, in eine in Fig. 4 dargestellte Nachpreßstellung überführt werden. Der zwischen
dem Ankerkopf 10′ und der Platte 8′ entstehende Zwischenraum wird mit abstützendem
Material 15 ausgefüllt. Bei dieser Ausführungsform ergibt sich die lagegerechte Stellung
des Ankerkopfes 10′ zum Winkelverlauf des Bohrloches 4 durch das Zusammenwirken des
pfannenartigen Sitzes 25 mit dem Kugelkopf 10′. Diese Ausrichtung wird beim Nachspannen
aufrechterhalten.
[0025] Die Platte 8′, vorzugsweise aus Stahl, ist einstückig ausgebildet. Der pfannenartige
Sitz 25 ist dabei hinsichtlich seiner Tiefe so ausgebildet, daß er ein Nachspannen
um eine begrenzte Strecke ermöglicht.
[0026] Bei der Ausführung nach Fig. 5 besitzt der Ankerkopf 10′ eine gegenüber der die Platte
8˝ verschwenkte Stellung nach der Achse Y-Y. Die Platte 8˝ besitzt an ihrer Oberseite
eine gegenüber der Ausführungsform nach den Figuren 3 und 4 geringere Stärke. Die
Höhe des Sitzes 25, der nach Fig. 5 die winkelgerechte Lage des Spannkopfes 10′ festlegt,
erfordert aber für den Fall des relativ seltenen Nachspannens eine Erhöhung zumindest
an der dünneren Oberseite der Platte 8˝. Hierfür wird ein den Ankerkopf 10′ mit Abstand
kranzförmig umgebender Ring 30, wie strichliert in Fig. 5 eingezeichnet, von vorzugsweise
gleicher Höhe mit seiner planen Unterseite 31 auf die plane Oberseite 32 der Platte
8˝ aufgesetzt. Die Platte 8˝ besitzt zumindest an ihrer Unterseite eine Schulter 33,
die den Ring 30 über seine Höhe und über seinen Umfang zumindest teilweise abstützt.
Auf diese Weise wird es möglich, eine schwächer ausgeführte, als Widerlager 7 dienende
Platte 8˝ mit niederer Höhe des Sitzes 25 für ein einen erhöheren Sitz erforderndes
Nachspannen im Bedarfsfall zu ergänzen.
[0027] Das Stahlband 34 kann am Umfang der Außenseite der Schulter 33 durch eine Rille 35
festgelegt sein.
[0028] Da bei begrenzt in Richtung der Y-Y-Achse verschwenkter, abgehobener Nachspannstellung
die Kräfte noch vollständig von der Sitzfläche 25 aufgenommen werden, wird das Stahlband
34 keiner Belastung ausgesetzt. Es dient lediglich dazu, ein Spiel zwischen Schulter
33 und Ring 30 auszuschalten.
[0029] Bei der in Fig. 6 dargestellten, nach der Achse X-X abgehobenen, axialen Nachspannlage
des Ankerkopfes 10′ wird der Ring 30 von einer umlaufenden Schulter 33 passend abgestützt,
die die auftretenden Radialkräfte aufnimmt.
[0030] Bei der Ausführungsform nach Fig. 7 besitzt die als Widerlager 7 dienende Platte
8‴ wiederum einen pfannenförmigen Sitz 25 für den kugelförmigen bzw. kalottenförmigen
Ankerkopf 10˝. Zur Bildung des pfannenförmigen Sitzes besitzt die Platte 8‴ schlanke
höhere Ränder 40. Diese lassen einen größeren Nachspannweg zu. Da ein kantiger Stahlkies
verwendet wird, tritt beim Absetzen des Ankerkopfes 10˝ eine sehr hohe Reibung am
Pfannensitz 25 auf. Dadurch wird die Kraftresultierende, die durch den Stahlkies 15
auf den Pfannensitz 25 übertragen wird, sehr stark in Richtung der Ankerachse X-X
gelenkt.
[0031] Auf den Ankerkopf 10˝ ist eine Gewindehülse 41 mittels des Gewindes 42 aufgeschraubt.
Mit dem Boden 43 der Hülse 41 ist ein Spannbolzen 44 mit Mutter 45 verbunden. Die
Endplatte 46 stützt sich über eine Zwischenplatte 47 auf eine Spannplatte 48 ab, welche
auf um den Umfang verteilten Pfeilern 49 aufruht. Die Pfeiler 49 stützen sich über
eine Zwischenplatte 50 auf Keilscheiben 51, 52 ab. Diese sind gegeneinander verdrehbar,
so daß bei einem Keilwinkel von 15° eine Winkelanpassung von 0 bis 30° möglich ist.
[0032] Damit der den Zwischenraum zwischen Pfannensitz 25 und Ankerkopf 10˝ ausfüllende
Stahlkies 15 nicht nach aufwärts ausweichen kann, ist ein den Ankerkopf 10˝ umgebendes
Rohr 55 vorgesehen, welches eine Umfangswand bildet, die sich auf der Zwischenplatte
50 abstützt und mit seinem nach einwärts ragenden Ende 56 sich nach Art einer Lippendichtung
gegen die Außenwand der Hülse 41 anlegt.
[0033] Das Rohr 55 ist mit einem Einlaß 57 für den Stahlkies 15 versehen, der vorzugsweise
in den Zwischenraum zwischen Pfannensitz 25 und Ankerkopf 10˝ eingerüttelt wird. Hierfür
wird ein Oberflächenrüttler verwendet, der an nach aufwärts abschließenden Teilen,
an dem Spannteil oder dergleichen angebracht sein kann. Der Stahlkies 15 verhält sich
hierdurch nahezu wie eine Flüssigkeit, so daß der Zwischenraum zwischen Pfannensitz
25 und Ankerkopf 10˝ hohlraumfrei ausgefüllt und der Stahlkies 15 in seine dichteste
Lage versetzt wird.
[0034] Durch die völlige Abkapselung des Stahlkieses 15 kann dieser beim Belasten durch
den Ankerkopf 10˝ nicht mehr nach oben ausweichen, so daß nur noch eine geringe Setzung
(Schlupf) entsteht. Das Stabilisieren des vom Stahlkies 15 gebildeten Polsters kann
dadurch geschehen, daß dem Stahlkies 15 trockener Zement oder Schnellbinder mit einem
Anteil von 10 bis 15 Vol.-% beigemischt wird. Dieses Gemisch wird in den Zwischenraum
zwischen Pfannensitz 25 und Ankerkopf 10˝ eingerüttelt, dann durch den Ankerkopf 10˝
belastet; erst nachfolgend wird von unten her über den Ein- bzw. Auslaß 60 Wasser
zugegeben, welches nach kurzer Zeit das Stahlkies-Zementgemisch kapilar durchfeuchtet.
Die den Ankerkopf umgebende Vorrichtung muß dabei nicht wasserdicht sein, um die kapilare
Durchfeuchtung zu ermöglichen.
[0035] Die den Ankerkopf abdichtenden Teile können nach erfolgter Durchfeuchtung sofort
abgenommen werden. Auch der noch nicht erhärtete Zement oder Schnellbinder hat dann
schon einen Klebeeffekt.
[0036] Das Durchfeuchten des Zementes erst nach der Belastung hat den Vorteil, daß Korrekturen
bezüglich des gewünschten Nachspannweges möglich bleiben und die Fixierung des Stahlkieses
15 erst dann vorgenommen wird, wenn unter Berücksichtigung der Setzung des Polsters
des Stahlkieses 15 der gewünschte Nachspannweg erreicht ist.
[0037] Beabsichtigt man einen Anker später nachzulassen, Spannkraft wegzunehmen, so kann
man den Ankerkopf 10˝ von vornherein auf ein Polster von Stahlkies 15 maximaler Höhe
setzen. Dieses Polster läßt sich dann später mit einem Druckwasserstrahl ausspülen.
Nach dem Ausspülen kann wieder so viel Stahlkies zugegeben werden, daß eine gewünschte
Ankerkraft erreicht wird.
1. Verfahren zum Abstützen des Ankerkopfes (10, 10′, 10˝) eines spannbaren Verpreßankers
(1) auf einem Widerlager (7), bei dem in den von einer Umfangswand (16, 25, 55) begrenzten
Zwischenraum zwischen Widerlager (7) und Ankerkopf (10, 10′, 10˝) als abstützendes
Material (15) hartes körniges Material eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
als abstützendes Material (15) kantige Körner verwendet werden, die vor und nach oder
nur nach dem Spannen des Verpreßankers (1) in den nicht abgeschlossenen Zwischenraum
zwischen Widerlager (7) und Ankerkopf (10, 10′, 10˝) ein geführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Körner Stahlkieskörner
verwendet werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß weiches oder
fließfähiges, die Zwischenräume zwischen den Körnern ausfüllendes Material beigemengt
wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das abstützende
Material (15) mit Druckluft, Druckflüssigkeit oder durch Rütteln in den Zwischenraum
zwischen Widerlagerplatte (8, 8′, 8˝) und Ankerkopf (10, 10′) eingeblasen, eingespült
oder eingerüttelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß abstützendes Material (15)
nach dem Nachspannen der Ankerzugglieder (3) zum Nachfüllen des Zwischenraumes zwischen
Ankerkopf (10, 10′) und Widerlager (7) eingeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchtrittsöffnung (9)
für die Ankerzugglieder (3) im Widerlager (7) mit erhärtbarem Baustoff oder Kunststoff,
z.B. PUR, als Abdichtungsmaterial ausgefüllt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die das abstützende Material
(15) umgebende Wand (25) mit einem Aufsatzring (30) erhöht wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das abstützende Material (15) durch eine Abdeckwand (55, 56) gegen ein ungewolltes
Ausweichen aus dem Zwischenraum zwischen Widerlagerplatte (8‴) und Ankerkopf (10˝)
gesichert wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Verringern der Spannkraft ein entsprechender Teil der maximalen Stahlkiesmenge,
z.B. durch einen Druckwasserserstrahl ausgespült und ein der gewünschten Ankerkraft
entsprechender Teil an Stahlkies zugegeben wird.
10. Verpreßanker hergestellt nach dem Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 9, mit
zwischen Ankerkopf (10, 10′, 10˝), an dem wenigstens ein Ankerzugglied (3) angeschlossen
ist, und Widerlager (7) angeordnetem, als Abstandselement wirkendes hartes, körniges
Material (15), welches von einer Umfangswand (16, 25, 55) gehalten ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das harte körnige Material (15) kantig, sich selbst verkeilend ausgebildet ist,
und daß die Umfangswand (16, 25, 55) mit dem Ankerkopf (10, 10′, 10˝) eine Einfüllöffnung
für dieses Material bildet.
11. Verpreßanker nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Ankerkopf (10,
10′) kugelförmig oder kalottenförmig ausgebildet ist.
12. Verpreßanker nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlagerplatte
(8′, 8˝) einen den kugelförmigen oder kalottenförmigen Ankerkopf (10′) in der Ausgangsstellung
abstützenden Pfannensitz (25) besitzt.
13. Verpreßanker nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Abschlußvorrichtung (55, 56) für den Zwischenraum zwischen Widerlagerplatte
(8‴) und Ankerkopf (10˝) vorhanden ist.
14. Verpreßanker nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschlußvorrichtung
(55, 56) eine auf den Ankerkopf (10˝) aufschraubbare Hülse (41, 43) einschließt, die
von einem Rohr (55, 56) mit Lippenabdichtung umgeben ist.
15. Verpreßanker nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (55) mit Lippenabdichtung
einen Einlaß (57) für den kantigen Stahlkies (15) und einen tieferen Auslaß (60) besitzt.
16. Verpreßanker nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß ein Einlaß (60) für
Flüssigkeit, z.B. Wasser, für das anzufeuchtende, dem Stahlkies (15) beigemischte
erhärtbare Material, z.B. Zement, vorhanden ist.
1. Method for supporting the anchorage head (10, 10′, 10˝) of a tensioned injection
anchor (1) on a support (7), in which hard grainy material is entered into the intermediate
space between support (7) and anchorage head (10, 10′, 10˝), which space is defined
by a peripheral wall (16, 25, 55), characterised in that edged grains are used as
supporting material (15), which grains are entered prior to and after, or only after
clamping the injection anchor (1) into the unsealed intermediate space between the
support (7) and the anchorage head (10, 10′, 10˝).
2. Method according to claim 1, characterised in that the grain is steel-gravel grain.
3. Method according to claims 1 or 2, characterised in that a soft or pourable material,
which fills the gaps between the grains, is mixed in.
4. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the supporting material
(15) is blown, rinsed or jolted into the intermediate space between a support plate
(8, 8′, 8˝) and anchorage head (10, 10′) by means of compressed air, hydraulic liquid
or by jolting.
5. Method according to claim 1, characterised in that the supporting material (15)
is entered between the anchorage head (10, 10′) and the support (7) after re-adjusting
the clamping of the anchorage tensioning members (3) in order to refill the intermediate
space.
6. Method according to claim 1, characterised in that the passage opening (9) in the
support (7) for the anchorage tensioning members (3) is filled with a setting building
material or synthetic material, for example PUR, as sealing material.
7. Method according to claim 1, characterised in that the wall (25) surrounding the
supporting material (15) is raised by means of an annular seat (30).
8. Method according to one or more of the above claims, characterised in that the
supporting material (15) is secured from unintentionally escaping from the intermediate
space between the support plate (8‴) and the anchorage head (10˝) by a cover wall
(55, 56).
9. Method according to one or more of the above claims, characterised in that the
clamping force is reduced by rinsing out a respective quantity of the maximum steel-gravel
quantity, for example by a pressurised water jet, and adding a respective quantity
of steel gravel relative to the desired anchorage force.
10. Injection anchor produced by the method according to claims 1 to 9, including
a hard, grainy material (15) contained by a peripheral wall (16, 25, 55) and serving
as spacer element, between the anchorage head (10, 10′, 10˝), to which is connected
at least one anchorge tensioning member (3), and the support (7), characterised in
that the hard grainy material (15) is of an edged and self-wedging structure, and
that the peripheral wall (16, 26, 55) and the anchorage head (10, 10′, 10˝) form a
filling aperture for this material.
11. Injection anchor according to claim 10, characterised in that the anchorage head
(10, 10′) is in the shape of a ball or calotte.
12. Injection anchor according to claim 10 or 11, characterised in that the support
plate (8′ 8˝) comprises a cup seat (25) which supports the ball shaped or calotte
shaped anchorage head (10′) in its initial position.
13. Injection anchor according to one or more of the above claims, characterised in
that there is a sealing device (55, 56) for the intermediate space between the support
plate (8‴) and the anchorage head (10˝).
14. Injection anchor according to claim 13, characterised in that the sealing device
(55, 56) includes a bush (41, 43) which is screwed onto the anchorage head (10˝) and
surrounded by a pipe (55, 56) with a lip seal.
15. Injection anchor according to claim 14, characterised in that the pipe (55) with
lip seal comprises an inlet (57) for the edged steel gravel (15) and a lower outlet
(60).
16. Injection anchor according to claim 15, characterised in that there is an inlet
for a liquid, for example water, for the setting material, for example concrete, which
has to be moistened and added to the steel gravel (15).
1. Procédé pour faire porter sur une butée la tête (10, 10′, 10˝) d'un ancrage de
scellement (1) pouvant être mis en tension (7), dans lequel, dans l'espace intercalaire,
limité par une paroi périphérique (16, 25, 55), entre la butée (7) et la tête (10,
10′, 10˝) d'ancrage, on introduit une matière granulaire dure en tant que matière
de portée (15), caractérisé en ce qu'on utilise comme matière de portée (15) des grains
anguleux que l'on introduit dans l'espace intercalaire, non fermé, entre la portée
(7) et la tête d'ancrage (10, 10′, 10˝), avant et après, ou seulement après, la mise
en tension de l'ancrage de scellement (1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on utilise comme grains
des grains de grenaille d'acier.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on mélange de la matière
tendre ou capable de s'écouler qui remplit les interstices entre les grains.
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on insuffle, introduit
ou agite la matière de portée (15) dans l'espace intercalaire entre la plaque de butée
(8, 8′, 8˝) et la tête d'ancrage (10, 10′) à l'aide d'air comprimé, d'un liquide sous
pression et par vibration.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'après la correction de la
tension des organes de traction (3) des ancrages, on introduit de la matière de portée
(15) pour compléter le remplissage de l'espace intercalaire entre la tête d'ancrage
(10, 10′) et la butée (7).
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on remplit l'ouverture de
passage (9) qui donne passage aux organes de traction (3) des ancrages dans la butée
(7) avec un matériau de construction ou une matière plastique durcissable, par exemple
du "PUR", qui sert de matière d'etanchéité.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on surélève la paroi (25)
qui entoure la matière formant portée (15) est à l'aide d'une couronne de rehausse
(30).
8. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce
que la matière formant portée (15) est protégée par une paroi de fermeture (55, 56)
qui évite qu'elle ne s'échappe de façon indésirable de l'espace intercalaire compris
entre la plaque de butée (8‴) et la tête d'ancrage (10˝).
9. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce
que, pour réduire la force de tension, on expulse une fraction appropriée de la quantité
maximum de grenaille d'acier, par exemple à l'aide d'un jet d'eau sous pression, et
on ajoute une quantité de grenaille d'acier correspondant à la force d'ancrage désirée.
10. Ancrage de scellement fabriqué par le procédé selon les revendications 1 à 9,
comprenant de la matière granulaire dure (15) disposée entre la tête d'ancrage (10,
10′, 10˝), à laquelle est raccordé au moins un organe de traction d'ancrage (3), et
la butée (7), et qui joue le rôle d'élément entretoise, matière qui est entourée d'une
paroi périphérique (16, 25, 55), caractérisé en ce que la matière granulaire dure
(15) est d'une conformation anguleuse, autobloquante, et en ce que la paroi périphérique
(16, 25, 55) forme avec la tête d'ancrage (10, 10′, 10˝) une ouverture de chargement
pour cette matière.
11. Ancrage de scellement selon la revendication 10, caractérisé en ce que la tête
d'ancrage (10, 10′) est de conformation sphérique ou en calotte de sphère.
12. Ancrage de scellement selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que la
plaque de butée (8′, 8˝) possède un siège en cuvette (25) qui donne appui à la tête
d'ancrage (10′) en forme de sphère ou de calotte de sphère dans la position de départ.
13. Ancrage de scellement selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce qu'il est prévu un dispositif de fermeture (55, 56) pour fermer l'espace intercalaire
compris entre la plaque de butée (8‴) et la tète d'ancrage (10˝).
14. Ancrage de scellement selon la revendication 13, caractérisé en ce que le dispositif
de fermeture (55, 56) enferme un manchon (41, 43) qui se visse sur la tête d'ancrage
(10˝), et qui est entouré par un tube (55, 56) muni d'une fermeture à lèvre.
15. Ancrage de scellement selon la revendication 14, caractérisé en ce que le tube
(55) muni d'une fermeture à lèvre possède une entrée (57) pour l'introduction de la
grenaille d'acier anguleuse (15) et une sortie (60) placée à un niveau plus bas.
16. Ancrage de scellement selon la revendication 15, caractérisé en ce qu'il est prévu
une entrée (60) pour l'introduction d'un liquide, par exemple de l'eau, pour la matière
durcissable, par exemple du ciment, qui est mélangée à la grenaille d'acier (15) et
qui doit être humidifiée.