| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 343 320 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
24.11.1993 Patentblatt 1993/47 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.02.1989 |
|
|
| (54) |
Einrichtung für Feuerlösch-Anlagen mit einem automatischen, elektronisch gesteuerten
Zumischer
Apparatus for fire-extinguishing installations with an electronically controlled automatic
mixing device
Appareil pour installations d'extinction avec un mélangeur automatique commandé électroniquement
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH ES FR GB GR IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
26.05.1988 DE 3817852
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
29.11.1989 Patentblatt 1989/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Total Walther Feuerschutz GmbH |
|
51069 Köln (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Lansche, Reinhard, Dipl.-Ing.
D-6905 Schriesheim (DE)
- Dobbertin, Ulrich
D-6835 Brühl b.Mannheim (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 032 696 DE-A- 3 726 672 US-A- 3 970 942
|
EP-A- 0 124 251 US-A- 3 586 027 US-A- 4 638 465
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung mit einem automatischen elektronisch geregelten
Zumischer, insbesondere für Feuerlöschanlagen, mit dem ein Schaummittel aus einem
Vorratsbehälter angesaugt und unter Druck dem Löschwasser in einer geregelten Menge
beigemischt wird, wobei die Dosierung des Schaummittels automatisch durch ein in der
Schaummittelleitung vorgesehenes Regelorgan erfolgt, das in Verbindung mit Durchflußmeßgeräten
von einer Basiselektronik mit digital geregelten Mikroprozessor betätigt wird, wobei
das Löschwasser-Schaummittel-Gemisch über Zweigleitungen mehreren Verbrauchern zugeführt
wird, wobei das Löschwasser-Schaummittel-Gemisch und das Schaummittel durch die Durchflußmeßgeräte
quantitativ erfaßt und beide Meßwerte der mit einem Sollwert gespeisten Basiselektronik
zugeführt werden und wobei die Dosierung des Schaummittels unter Berücksichtigung
des momentanen Löschwasser-Schaummittel-Gemisch-Durchflusses und des eingestellten
Defaultwertes durch Ansteuerung des Regelventiles resultierend aus einem Soll/Ist-Vergleich
automatisch erfolgt.
[0002] Eine derartige Einrichtung (DE 37 26 672 A1) wird für mobile Anlagen, wie Feuerlösch-Fahrzeuge,
mit einer hohen Zumischgenauigkeit und großen Durchflußmeßbereichen eingesetzt. Diese
Vorteile werden mit einer Zweiteilung des Wasser-Schaum-Gemisches erkauft.
Bei mobilen Einrichtungen wurden bereits elektronisch gesteuerte Zumischer eingesetzt.
Bei den stationären Anlagen wurde die reine Zumischfunktion von einem normalen Vormischer
ausgeführt, der nach dem Prinzip der Wasserstrahlpumpe arbeitet. Dieses Zumischgerät
ist eingebaut in den Bypass einer Wasserpumpe, zwischen Pumpenausgang (Druckseite)
und Pumpeneingang (Saugseite). Außer diesen Pumpenvormischern sind noch Zumischeinrichtungen
bekannt, die unter Verwendung einer Schaummittelpumpe nach dem Wirkdruckprinzip, bzw.
mit drehzahlgeregelten volumetrischen Dosierpumpen arbeiten, oder bei denen das Signal
des Wasserstromes mechanisch zur Steuerung des Schaummittelflusses umgesetzt wird.
[0003] Auch bei einem Löschfahrzeug ist es bekannt DE-OS 30 38 334), eine von einem Steuergerät
drehzahlgeregelte volumetrische Dosierpumpe vorzusehen.
[0004] Des weiteren sind elektronisch geregelte Zumischeinrichtungen bekannt, die einem
Hauptstrom einen zweiten Strom in einem vorher wählbarem Verhältnis zumischen. Siehe
hierzu, EP-PA 0230860 und DE-OS 30 38 334.
[0005] Diese Systeme haben den Nachteil, daß Sie zur Realisierung eines großen Durchflußbereiches
mit Teilströmen entweder auf der Zumischseite und/oder auf der Verbraucherseite arbeiten
müssen, da die Meßwertaufnehmer nicht ausreichend genau messen und die Regelglieder
zur Abdeckung größerer Bereiche nicht geeignet sind.
[0006] Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß diese analog arbeitenden Systeme teilweise
träge reagieren, zum Überschwingen neigen, was dann durch zusätzlichen elektronischen
Aufwand gedämpft werden muß, wodurch die Genauigkeit und Reaktion der Regelung wieder
leidet. Des weiteren wird die Regelung durch Temperatur- und Viskositätsänderungen
negativ beeinflußt.
[0007] Der Erfindung liegt die Abgabe zugrunde, ein elektronisches Zumischsystem zu schaffen,
das einen breiten Zumischbereich abdeckt, schnell reagiert und dessen Elektronik vielseitig
einsetzbar ist Außerdem soll das System einfach zu bedienen und mit geringem Aufwand
(Software-Änderung) an andere Aufgabenstellungen angepaßt werden können. Ein weiteres
Ziel der Erfindung ist, die Leitungsführungen zu vereinfachen, damit die Zumischleistung
nicht gesplittet werden muß.
[0008] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Basiselektronik mit zwei Programmierfeldern
versehen ist, in denen der Einsatzbereich un der gewünschte Defaultwert wählbar sind,
daß für das Regelventil ein selbstoptimierender Regel-Algorithmus vorgesehen ist,
der ein Überschwingen des Regelventils verhindert, und daß der Mikroprozessor mit
einem Watchdog versehen ist, der im Strungsfalle veranlaßt, daß alle wichtigen Daten
in RAM abgelegt werden.
[0009] Das erfindungsgemäße Zumischsystem ist insbesondere für den Aufbau auf Löschfahrzeuge
sowie zum Einsatz bei stationären Löschanlagen vorgesehen. Es mischt dem Wasserstrom
automatisch die eingestellte Schaummittelmenge, oder ein anderes geeignetes Additiv
zu und hält dieses prozentual über den gesamten angegebenen Durchflußbereich konstant.
Hierbei werden der Wasserstrom und der Schaummittelstrom elektrisch gemessen und unter
Berück-sichtigung der vorgegebenen Zumischung ein Soll/Ist-Wertvergleich durchgeführt
und Differenzen durch ein elektrisches Regelorgan solange abgeglichen, bis der Ist-Wert
dem Soll-Wert entspricht.
[0010] Weitere Einzelheiten sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet. Ein Ausführungsbeispiel
ist in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben.
Es zeigt:
- Fig.1
- ein Fließschema des Zumischsystems für eine mobile Feuerlöschanlage,
- Fig. 2
- ein Blockschaltschema der Elektronik.
[0011] Das Schaumittel wird von einer Pumpe 1 aus dem Tank 2 mittels einer Leitung 3 angesaugt
und über ein mit einer Regelorgan-Überwachung ausgestattetem Regelventil 4 und ein
Durchflußmeßgerät 5 der von einem Wassertank 6 kommenden Wasserleitung 7 zugeführt.
Zwischen Schaummittelpumpe 1 und Regelventil 4 ist eine Schaummittelrücklaufleitung
8 zum Schaummitteltank 2 über ein Absperrorgan 9 und über ein Überströmventil 10 vorgesehen.
Des weiteren ist parallel zur Meß- und Regelstrecke über ein Absperrorgan 11 ein Bypass
12 gelegt, in dem sich eine Blende 13 befindet. In der das gemischführenden Leitung
17 befindet sich ein Durchflußmeßgerät 14, mit dem der Momentanverbrauch des Schaummittel-/Wassergemisches
ermittelt und der Basiselektronik 15 zugeführt wird. Hinter dem Durchflußmeßgerät
14 verzweigt sich die Druckleitung 17 hinter der Pumpe 25 in Leitungen 18 und 19 zur
Versorgung der diversen Verbraucher 20 und 21 bis 23. So kann 20 ein Schaumstrahlrohr
und die Verbraucher 21 bis 23 beliebiger Art sein. An der Druckwasserseite der Pumpe
25 ist eine Spülleitung 24 angeschlossen, die über einen Druckminderer 26 und ein
Absperrorgan 27 in die Saugleitung 3 der Schaummittelpumpe 1 geführt wird. Außerdem
sind noch Absperrorgane 28, 29 und 30 vorgesehen.
[0012] Die elektronische Regelung der Zumischeinrichtung ist in eine Basiselektronik 15
und ein Bedienungsterminal 16 unterteilt und wie folgt aufgebaut.
Die Komponenten der Basiselektronik 15 sind in einem spritzwassergeschützten Gehäuse
15a untergebracht und durch entsprechende Leitungen 31 bis 39 mit den Meßgeräten 5,
14, dem Regelventil 4, den entsprechenden Absperrorganen 9, 11, 27, 29, 30 und dem
Bedienungstableau 16 verbunden. Das bei mobilen Feuerlöschfahrzeugen vorzugsweise
im Fahrerhaus plazierte Bedienungstableau 16, enthält die für den Schaumbetrieb wichtigen
und nachfolgend noch näher beschriebenen Drucktaster, sowie eine Kontrollanzeige.
[0013] Bei Bedarf kann auch ein zweites Bedienungstableau, z.B. in Nähe der Wasserpumpe
oder an anderer Stelle am Fahrzeug plaziert werden.
[0014] Die erfindungsgemäße Anlage hat folgende Funktionen.
Betrieb
[0015] Beim Einschalten der Anlage wird ein Defaultwert (vorgewählte Zumischrate in Prozent)
über das Anzeigendisplay 16a im Bedienerterminal ausgegeben. Über zwei Taster läßt
sich dieser angezeite Wert in 0,1 %-Schritten positiv und negativ im Rahmen der vorgegebenen
Grenzwerte verändern.
Schaum
[0016] Bei der Betriebsart Schaum ist der Drucktaster SCHAUM zu betätigen, der als Rückmeldung
gelb aufleuchtet. Bei Wasserdurchsatz stellt sich dann automatisch eine Zumischung
in Höhe des Defaultwertes ein. Beim Betätigen des Drucktasters SCHAUM werden folgende
Funktionen durchgeführt:
Das Ventil 30 des Schaummitteltanks 2 öffnet, die Schaummittelpumpe 1 wird aktiviert,
das in einer Mittelstellung befindliche Regelventil 4 stellt den Schaummittelstrom
entsprechend der gewählten Zumischung und dem momentanen Wasserverbrauch ein. Das
Fließen des Schaummittels wird durch Blinken der Kontroll-Leuchte angezeigt. Wird
bei einem Schaumeinsatz der Wasserdurchfluß gestoppt, z.B. bei schußweisem Arbeiten
oder in Warteposition, fährt das Regelventil 4 zu und das Schaummittel wird über das
Absperrorgan 9 und Überströmventil 10 dem Schaummitteltank 2 zugeführt. Ebenso wird
bei geringem Schaummittelbedarf das nicht benötigte Schaummittel zurück in den Tank
2 geleitet.
[0017] Ist der Schaumeinsatz ganz beendet, ist der Drucktaster SCHAUM erneut zu betätigen.
Das Ventil 30 des Schaummitteltanks 2 schließt, die Schaummittelpumpe 1 stoppt, das
Regelventil 4 fährt in Ruhestellung.
Spülung
[0018] Nach dem Schaumeinsatz ist zur Spülung des Leitungssystems der Taster SPÜLUNG zu
betätigen. Dabei öffnet das Absperrorgan 27 der Spülleitung 24, das Absperrorgan 30
des Schaummitteltanks 2 bleibt geschlossen, das Absperrorgan 9 des Tankrücklaufes
schließt, das Absperrorgan 11 des Bypasses 12 öffnet, die Schaummittelpumpe 1 läuft,
das Regelventil 4 öffnet voll. Das Wasser strömt dann über den Druckminderer 26 in
die Leitung 3 ein, so daß diese und die Bypassleitung 12 gespült werden.
[0019] Ist der Spülvorgang beendet, ist der Drucktaster SPÜLUNG erneut zu betätigen. Die
Absperrorgane der Spülung und des Bypasses 12 schließen, die Pumpe 1 stoppt, das Regelventil
4 fährt in Ruhestellung.
Notbetätigung
[0020] Wenn beim Schaumbetrieb in der Regelung eine Störung eintritt, ist der Drucktaster
NOT zu betätigen. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß auch im Störfall Schaum erzeugbar
ist. Beim Betätigen des Drucktasters NOT wird die Regelstrecke durch das Absperrorgan
29 geschlossen und der Bypass 12 durch ein weiteres Absperrorgan 11 geöffnet. Die
Schaummittelpumpe 1 bleibt aktiviert, das Tankabsperrventil 30 bleibt geöffnet.
[0021] Über den Bypass 12 wird dann durch eine Blende 13 ein konstanter Schaummittelstrom
eingegeben, wobei die Blende auf das eingesetzte Schaummittel und auf den Verbrauch
des Werfers bzw. des größten Verbrauchers abgestimmt ist.
Basiselektronik
[0022] Die in der Basiselektronik befindlichen, störsicheren Schnittstellen sind über handelsübliche
5-polige Kabel mit den Schnittstellen des Bedienerterminals verbunden. Ein Mikroprozessorsystem
mit den Komponenten CPU, PIO, ROM und RAM verwaltet und bedient Ein- und Ausgänge
des Regelventils 4, sowie die der Durchflußmeßgeräte für Wasser 14 und Additive 5
und stellt darüberhinaus eine Dokumentations- und Erweiterungsschnittstelle zur Verfügung.
Die analogen Signale der Durchflußmengenmesser für Wasser und Additive werden über
A/D-Wandler dem Mikroprozessorsystem zugeführt. Eine Beeinflussung der Auflösegenauigkeit
durch Pumpenstöße (Ripple) werden über digitale Filter ausgeblendet.
[0023] Um die Basiselektronik für den Hersteller universell einsetzbar zu gestalten, sind
folgende vier Meßbereiche einstellbar.
Erster Meßbereich
[0024]
- Wasser:
- 400 l/min bis 4.000 l/min
- Schaummittel:
- 0,4 l/min bis 20 l/min
Zweiter Meßbereich
[0025]
- Wasser:
- 400 l/min bis 8.000 l/min
- Schaummittel:
- 2 l/min bis 80 l/min
Dritter Meßbereich
[0026]
- Wasser:
- 400 l/min bis 8.000 l/min
- Schaummittel:
- 4 l/min bis 240 l/min
Vierter Meßbereich
[0027]
- Wasser:
- 400 l/min bis 8.000 l/min
- Schaummittel:
- 12 l/min bis 640 l/min
[0028] Durch Software-Änderung können diese Bereiche weiter beliebig variiert werden. Um
die Bedienung einfacher, schneller und sicherer zu machen, ist ein wählbarer, meßbereichsabhängiger
Defaultwert vorgesehen. Mit dem Einschalten der Elektronik erscheint im Anzeigedisplay
des Terminals der vorgewählte SOLL-Wert in Prozent als Defaultwert. Über geeignete
Programmierfelder wird vor dem Einsatz durch die Inbetriebnahme-Gruppe der Meßbereich
und der Defaultwert des Soll-Wertes angewählt.

Defaultwerte in % für Meßbereich
[0029]

Beispiel:
[0030]
| Gewünscht zu stecken |
Meßbereich 2 - Defaultwert 0,7 % |
| Feld 1: 1 + 2 und 5 + 6 |
| Feld 2: 2 + 3 und 4 + 5. |
[0031] Die Defaultwerte können auch wieder durch Software-Änderung beliebig geändert werden.
[0032] Über eine Überwachungseinrichtung (Watchdog) ist eine automatische Störaustastung
realisiert, die im Störfalle veranlaßt, daß alle wichtigen Daten im RAM abspeichert
werden. Ein selbstoptimierender Regelalgorithmus für das Regelorgan 4 gewährleistet
eine Zumischung, die ohne Überschwingen mit höchstmöglicher Verstellgeschwindigkeit
eine Regeldifferenz mit einer Genauigkeit von ± 1 digit realisiert. Durch diese Art
der Regelung werden alle Nachteile der analogen Regelung, wie Temperaturen, Viskositätsabhängigkeit,
sowie dämpfungsbedingte Regelabweichungen vermieden. Um auch bei extremen Zumischraten
sowohl im unteren als auch im oberen Durchflußbereich die Reaktionszeiten zu optimieren,
ist das Regelorgan mit einer einstellbaren Ausgangsstellung (in der Regel eine Mittelstellung)
versehen. Beim Einschalten der Elektronik wird diese Ruhestellung kontrolliert und
erforderlichenfalls korrigiert. Um bei Inbetriebnahme der digitalen Zumischregelung
Anschluß- und Verdrahtungsfehler zu erkennen, ist das Regelorgan mit Drehrichtungssensoren
ausgestattet, die über das Display einen Fehlercode ausgeben. Zur Protokollierung
der aktuellen Werte, wie Wasserdurchfluß, Additivdurchfluß, eingestellter Zumischwerte,
Datum und Zeit, ist zum Anschluß an externe Analog- und Digitalregistriergeräte eine
Dokumentationsschnittstelle vorgesehen. Die digitale Zumischregelung ist ebenfalls
geeignet für den Einsatz bei stationären Anlagen (z.B. Additivzumischung bei Sprinkleranlagen).
Von einer Brandmeldezentrale kann über eine Ruhestromüberwachung das Einschalten und
Aktivieren ausgelöst werden.
[0033] Eine integrierte Erweiterungsschnittstelle erlaubt eine externe Bedienung aller Funktionen,
die auf dem Terminal vorhanden sind (Möglichkeit der Fernbedienung durch Funk).
[0034] Außer der Anwendung bei Feuerlösch-Anlagen kann die erfindungsgemäße Einrichtung
überall dort angewendet werden, wo zwei Fluide in einem bestimmten Verhältnis gemischt
werden müssen. So z.B. bei der Herstellung von Limonaden aus einem Konzentrat, bei
der Wasserenthärtung usw.
1. Einrichtung mit einem automatischen, elektronisch geregelten Zumischer, insbesondere
für Feuerlöschanlagen, mit dem ein Schaummittel aus einem Vorratsbehälter (2) angesaugt
und unter Druck dem Löschwasser in einer geregelten Menge beigemischt wird, wobei
die Dosierung des Schaummittels automatisch durch ein in der Schaummittelleitung (3)
vorgesehenes Regelorgan (4) erfolgt, das in Verbindung mit Durchflußmeßgeräten (5,
14) von einer Basiselektronik (15) mit digital geregelten Mikroprozessor betätigt
wird, wobei das Löschwasser-Schaummittel-Gemisch über Zweigleitungen (20, 21, 22,
23) mehreren Verbrauchern zugeführt wird, wobei das Löschwasser-Schaummittel-Gemisch
und das Schaummittel durch die Durchflußmeßgeräte (5, 14) quantitativ erfaßt und beide
Meßwerte der mit einem Sollwert gespeisten Basiselektronik (15) zugeführt werden und
wobei die Dosierung des Schaummittels unter Berücksichtigung des momentanen Löschwasser-Schaummittel-Gemisch-Durchflusses
und des eingestellten Dosierwertes durch Ansteuerung des Regelventiles (4) resultierend
aus einem Soll/Ist-Vergleich, automatisch erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die
Basiselektronik (15) mit zwei Programmierfeldern versehen ist, in denen der Einsatzbereich
und der gewünschte Defaultwert wählbar sind, daß für das Regelventil (4) ein selbstoptimierender
Regel-Algorithmus vorgesehen ist, der ein Überschwingen des Regelventils verhindert,
und daß der Mikroprozessor mit einem Watchdog versehen ist, der im Störungsfalle veranlaßt,
daß alle wichtigen Daten in RAM abgelegt werden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Regelventil (4) Sensoren
zugeordnet sind, die über ein vom Mikroprozessor der Basiselektronik (15) bedientes
Display (16a) Drehrichtungs- und Verdrahtungsfehler über einen Code ausgeben.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Protokollierung
der aktuellen Meßwerte der Mikroprozessor mit einer Dokumentations-Schnittstelle ausgerüstet
ist, an die externe, analoge und digitale Registriergeräte anschließbar sind.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelventil
(4) für eine schnellere Reaktion mit einer Vorrichtung für eine anwählbare Ruhestellung
versehen ist.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Mikroprozessor
über eine Fernsteuerung bedienbar ist.
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß digitale Filter
zur Ausblendung von Pumpenstößen (Ripple) vorgesehen sind.
7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelventil
(4) mit einem Gleichstromantrieb mit oder ohne Rückmeldung ausgestattet ist.
8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelventil
(4) durch einen Schrittmotor mit oder ohne Rückmeldung ausgestattet ist.
9. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Zumischsystem
für stationäre Anwendung durch eine Brandmeldezentrale aktivierbar ist.
10. Verwendung einer Einrichtung nach Anspruch 9 bei Sprinkleranlagen.
11. Verwendung einer Einrichtung nach Anspruch 9 bei Sprühflutanlagen.
12. Verwendung einer Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 bei Feuerlöschfahrzeugen.
1. Device with an automatic, electronicaliy controlled mixer, particularly for fire-extinguishing
installations, with which a foaming agent is sucked out of a supply container (2)
and mixed under pressure with the extinguishing water in a controlled amount, where
the metering of the foaming agent is effected automatically by means of regulating
device (4) located in the foaming agent line (3), which is operated by an electronic
circuit (15) with a digitally controlled microprocessor in combination with flow-measuring
equipment (5,14), where the extinguishing water-foaming agent mixture is supplied
along branch lines (20, 21, 22, 23) to several users, where the extinguishing water-foaming
agent mixture and the foaming agent are quantitatively recorded by the flow-measuring
equipment (5, 14) and both measurements supplied to the electronic circuit (15) fed
with a nominal value and where the metering of the foaming agent automatically follows,
taking into account the actual flow rate of the extinguishing water-foaming agent
mixture and the metering value set by comparison of nominal and actual values, by
controlling the control valve (4), characterised in that the electronic circuit (15)
is provided with two programmable fields in which the useable range and the desired
default value are selectable, that a self-optimising rule algorithm is provided for
the control valve (4) which prevent overshooting of the control valve and that the
microprocessor is provided with a watchdog, which ensures that, in the event of interference,
all important data in RAM is taken off.
2. Device in accordance with Claim 1, characterised in that the control valve (4) is
provided with sensors, which indicate the direction of rotation and wiring failures
by means of a code on a display (16a) served by the microprocessor on the electronic
circuit (15).
3. Device in accordance with Claims 1 and 2, characterised in that, for reporting the
actual values measured, the microprocessor is provided with a documentation interface
to which external analog and digital recording equipment can be connected.
4. Device in accordance with Claims 1 to 3, characterised in that the control valve (4)
is provided, for more rapid reaction, with a device for adjustable damping.
5. Device in accordance with Claims 1 to 4, characterised in that the microprocessor
can be operated from a remote control.
6. Device in accordance with Claim 1 to 5, characterised in that digital filters are
provided to smooth the ripples from the pump.
7. Device in accordance with Claim 1 to 6, characterised in that the control valve (4)
is fitted with a direct current drive, with or without feedback.
8. Device in accordance with Claims 1 to 6, characterised in that the control valve (4)
is equipped with a stepping motor with or without feedback.
9. Device in accordance with Claims 1 to 8, characterised in that the mixing system can
be activated for stationary use from a fire control centre.
10. Use of a device in accordance with Claim 9 in sprinkler installations.
11. Use of a device in accordance with Claim 9 in spray flooding installation.
12. Use of a device in accordance with one of the Claims 1 to 8 in fire engines.
1. Un dispositif comportant un mélangeur automatique, contrôlé électroniquement, en particulier
pour les installations d'extinction d'incendie, dans lequel un agent moussant est
aspiré hors d'un réservoir d'alimentation (2) et mélangé sous pression avec l'eau
utilisée pour l'extinction dans des proportions contrôlées, dans lequel la quantité
d'agent moussant est dosée automatiquement au moyen d'un dispositif régulateur (4)
situé sur le circuit de l'agent moussant (3), lequel est commandé par un circuit électronique
(15) avec un microprocesseur à contrôle numérique associé à un équipement de mesure
du débit (5,14) et dans lequel le mélange d'eau d'extinction et d'agent moussant est
distribué à plusieurs utilisateurs au moyen d'embranchements (20, 21, 22, 23), dans
lequel la quantité du mélange d'eau d'extinction et d'agent moussant, et la quantité
d'agent moussant sont enregistrées par l'équipement de mesure du débit (5, 14), et
ces deux mesures sont envoyées sur le circuit électronique (15) accompagnées d'une
valeur nominale, et dans lequel le dosage de l'agent moussant est réglé automatiquement,
en foction du taux de débit réel du mélange d'eau d'extinction et d'agent moussant,
et de la valeur de dosage obtenue par comparaison de la valeur réelle et de la valeur
nominale, en commandant la valve de contrôle (4), et est caractérisé par le fait que
le circuit électronique (15) est équipé de deux champs programmables dans lesquels
la plage d'utilisation et la valeur par défaut souhaitée peuvent être sélectionnées,
que la valve de contrôle (4) est équipée d'un algorithme avec règle d'auto-optimisation,
qui empêche un éventuel dépassement de la valve de contrôle, et que le microprocesseur
est équipée d'un système de surveillance qui garantit que, dans le cas d'une interférence,
toutes les données importantes présentes dans la RAM sont retirées.
2. Un dispositif conforme au descriptif de la Demande 1, caractérisé par le fait que
la valve de contrôle (4) est équipée de détecteurs, lesquels indiquent le sens de
rotation et les défaillances du câblage au moyen d'un code sur un affichage (16a)
commandé par le microprocesseur sur le circuit imprimé (15).
3. Un dispositif conforme au descriptif des Demandes 1 et 2, caractérisé par le fait
que, pour transmettre les valeurs réelles mesurées, le microprocesseur est équipé
d'une interface de documentation à laquelle un équipement d'enregistrement analogique
ou numérique externe peut être connecté.
4. Un dispositif conforme au descriptif des Demandes 1 à 3, caractérisé par le fait que
la valve de contrôle (4) est équipée d'un dispositif de d'atténuation réglable afin
de permettre un fonctionnement plus rapide.
5. Un dispositif conforme au descriptif des Demandes 1 à 4, caractérisé par le fait que
le microprocesseur peut être commandé à distance.
6. Un dispositif conforme au descriptif des Demandes 1 à 5, caractérisé par le fait que
des filtres numériques sont installés pour lisser les ondulations de la pompe.
7. Un dispositif conforme au descriptif des Demandes 1 à 6, caractérisé par la fait que
la valve de contrôle (4) est équipée d'une commande à courant continu, avec ou sans
rétroaction.
8. Un dispositif conforme au descriptif des Demandes 1 à 6, caractérisé par le fait que
la valve de contrôle (4) est équipée d'un moteur pas à pas, avec ou sans rétroaction.
9. Un dispositif conforme au descriptif des Demandes 1 à 8, caractérisé par le fait que
le système de mélange peut être activé pour une utilisation fixe à partir d'un centre
de contrôle d'incendie.
10. L'utilisation d'un dispositif conforme au descriptif de la Demande 9 dans les installations
d'extincteurs automatiques d'incendie.
11. L'utilisation d'un dispositif conforme au descriptif de la Demande 9 dans les installations
d'extinction par arrosage d'eau vaporisée.
12. L'utilisation d'un dispositif conforme au descriptif de l'une des Demandes 1 à 8 sur
un camion de pompiers.

