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(11) |
EP 0 343 464 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.09.1991 Patentblatt 1991/36 |
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Anmeldetag: 13.05.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B61K 9/04 |
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Schienenfahrzeug mit Einzelrädern
Rail vehicle with independent wheels
Véhicule ferroviaire à roues indépendantes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
21.05.1988 DE 3817431
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.11.1989 Patentblatt 1989/48 |
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Patentinhaber: DUEWAG AKTIENGESELLSCHAFT |
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47829 Krefeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Schraut, Rolf, Dr.-Ing.
D-4050 Mönchengladbach (DE)
- Braun, Otto
D-4150 Krefeld (DE)
- von Madeyski, Thilo, Dr.-Ing.
3000 Hannover 1 (DE)
- Hohnstädt, Klaus
4955 Hille 1 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 263 217
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US-A- 3 183 349
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schienenfahrzeug mit Einzelrädern, die unabhängig voneinander
jeweils in außen und innen neben der Radscheibe angeordneten Lagerungen gehalten sind,
wobei eine unzulässig hohe Erwärmung der äußeren Lagerung durch stationäre Infrarotgeräte
überwachbar ist.
[0002] Zum Stand der Technik wird auf den in der Zeitschrift "Eisenbahntechnische Rundschau"
(ETR) 1977, Seiten 81 bis 88 erschienenen Aufsatz mit dem Titel "Temperaturüberwachung
der Radsatzrollenlager an Wagen der Deutschen Bundesbahn" hingewiesen. Wie diesem
Aufsatz zu entnehmen ist, lassen sich trotz sorgfältiger Behandlung der Lager gelegentlich
auftretende Heißläufer nicht vermeiden. Das Orten dieser Heißläufer kann durch stationäre
Anlagen erfolgen, die im wesentlichen aus Infrarotgeräten bestehen. Diese außerhalb
der Schienen liegenden Geräte sind unter einem engen Meßwinkel auf die äußeren Lager
von Radsätzen ausgerichtet, so daß allein die Wärmeabstrahlung dieser Lager und möglichst
keine anderen heißen Teile des Zuges (beispielsweise die Aggregate von Lokomotiven)
erfaßt werden.
[0003] Bei drehgestellähnlichen Fahrwerken sind jeweils doppelt gelagerte Einzelräder bekannt
(EP-A-0050727). Mit Hilfe der vorgenannten stationären Anlagen (Infrarotgeräte) ist
zwar die Temperatur der äußeren Lagerungen überwachbar, jedoch sind diese Anlagen
nicht auf die inneren Lagerungen ausgerichtet.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf einfache Weise die Temperaturüberwachung
der inneren Lagerungen mit denselben stationären Anlagen zu ermöglichen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der inneren Lagerung ein Temperaturfühler
(Heißleiter) zugeordnet ist, der ab einer entsprechenden Erwärmung der inneren Lagerung
dafür sorgt, daß ein außen in der Höhenebene der äußeren Lagerung angebrachter Infrarotgeber
elektrisch aufgeheizt wird.
[0006] Bei dem Gegenstand nach der Erfindung wird im Falle einer Erhitzung der inneren Lagerungen
eine entsprechende infrarote Wärmestrahlung im Bereich der äußeren Lagerungen erzeugt,
die vorteilhaft von vorhandenen stationären Anlagen erfaßbar ist.
[0007] Die stationären Anlagen sind auch derart eingerichtet, daß die Achsnummer des vorbeifahrenden
Zuges, in der sich ein heißes Lager befindet, lokalisiert und gemeldet wird. Im Hinblick
darauf ist nach einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß der Infrarotgeber
in der Nähe der äußeren Lagerung angeordnet ist.
[0008] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen angegeben.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- einen Teilbereich eines Fahrwerkes für Schienenfahrzeuge, in Draufsicht,
- Fig. 2
- die Ansicht in Richtung des Pfeiles Z in Fig. 1,
- Fig. 3
- ein prinzipielles Schaltbild.
[0010] An gabelförmig ausgebildeten Enden des Fahrwerkrahmens 8 sind unabhängig voneinander
drehbare Einzelräder in jeweils außen und innen neben der Radscheibe 1 angeordneten
Lagerungen 2 bzw. 3 gehalten. Wie in Fig. 2 anhand der inneren Lagerung 3 gezeigt,
sind die Gehäuse der Lagerungen 2 und 3 zweiteilig gestaltet, um jedes Einzelrad leicht
ein- und ausbauen zu können.
[0011] In das Gehäuse 3a jeder inneren Lagerung 3 ist ein stabförmig ausgebildeter Temperaturfühler
5 (Heißleiter) eingeschraubt, der bei Erreichen einer überhöhten Lagertemperatur einen
Stromkreis 9 schließt. Ein mit diesem Stromkreis 9 verbundener Infrarotgeber 6, der
in der Nähe und in Höhenebene der äußeren Lagerung 2 am Fahrwerkrahmen 8 angebracht
ist, wird dann elektrisch aufgeheizt. Die vom Infrarotgeber 6 ausgehende Wärmestrahlung
wird von stationären Infrarotgeräten 4 neben den Schienen 10 empfangen und als Information
an Bedienstete beispielsweise im nächsten Bahnhof gesendet. Da der Infrarotgeber 6
in der Nähe der äußeren Lagerung 2 liegt, sind die Bediensteten auch darüber informiert,
welche Achse des ankommenden Zuges den Heißläufer beinhaltet.
[0012] Gemäß dem in Fig. 3 wiedergegebenen prinzipiellen Schaltbild ist zwischen dem Temperaturfühler
5 und dem Infrarotgeber 6 ein Relais 7 angeordnet. Die Quelle für den Steuerstrom
ist mit 11, die für den Heizstrom mit 12 bezeichnet.
[0013] Für die weitere Erläuterung des Ausführungsbeispiels wird einem akuten Heißläufer
eine Lagertemperatur von ca. 120°C zugeordnet; die Vorstufe zu einem akuten Heißläufer
― ein sogenannter Warmläufer ― soll ab angenommen 70°C vorliegen. Bezüglich der äußeren
Lagerungen 2 ist das Orten sowohl von Warmläufern als auch von Heißläufern wegen der
jeweils proportionalen Wärmeabstrahlung ohne weiteres möglich. Bezogen auf die inneren
Lagerungen 3 ist das vorgenannte Orten durch z.B. zweistufige Auslegung des Temperaturfühlers
5 mit entsprechender Aufheizung des Infrarotgebers 6 (70°C bzw. 120°C) möglich. Alternativ
kann mit zwei Temperaturfühlern 5 und zwei Infrarotgebern 6 gearbeitet werden, die
zum einen auf 70°C, zum anderen auf 120°C eingestellt sind.
1. Schienenfahrzeug mit Einzelrädern, die unabhängig voneinander jeweils in außen
und innen neben der Radscheibe (1) angeordneten Lagerungen (2, 3) gehalten sind, wobei
eine unzulässig hohe Erwärmung der äußeren Lagerung (2) durch stationäre Infrarotgeräte
(4) überwachbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der inneren Lagerung (3) ein Temperaturfühler
(Heißleiter 5) zugeordnet ist, der ab einer entsprechenden Erwärmung der inneren Lagerung
(3) dafür sorgt, daß ein außen in der Höhenebene der äußeren Lagerung (2) angebrachter
Infrarotgeber (6) elektrisch aufgeheizt wird.
2. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Infrarotgeber
(6) in der Nähe der äußeren Lagerung (2) angeordnet ist.
3. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Infrarotgeber
(6) aus einem einfachen Heizstab besteht.
4. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Temperaturfühler (5) stabförmig ausgebildet und in das Gehäuse (3a) der inneren
Lagerung (3) eingeschraubt ist.
5. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Temperaturfühler (5) und dem Infrarotgeber (6) ein Relais (7) angeordnet
ist.
1. A rail vehicle with individual wheels which are each held independently of each
other in mountings (2, 3) arranged on the outside and inside of the wheel disc (1),
it being possible to monitor, by means of stationary infra-red equipment (4), heating-up
of the outer mounting (2) to an inadmissibly high level, characterised in that a temperature
sensor (thermistor 5) is associated with the inner mounting (3), which sensor ensures
that after appropriate heating-up of the inner mounting, an infra-red transmitter
(6) housed outside in the horizontal plane of the outer mounting (2) is electrically
heated up.
2. A rail vehicle according to claim 1, characterised in that the infra-red transmitter
(6) is arranged in the vicinity of the outer mounting (2).
3. A rail vehicle according to claim 1 or 2, characterised in that the infra-red transmitter
(6) comprises a simple heating rod.
4. A rail vehicle according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the
temperature sensor (5) is designed so as to be rod-shaped and screwed into the housing
(3a) of the inner mounting (3).
5. A rail vehicle according to any one of claims 1 to 4, characterised in that a relay
(7) is arranged between the temperature sensor (5) and the infra-red transmitter (6).
1. Véhicule ferroviaire à roues indépendantes maintenues à chaque fois indépendamment
les unes des autres dans des paliers (2, 3) qui sont disposés intérieurement et extérieurement
à côté du disque de roue (1), un échauffement excessif du palier extérieur (2) pouvant
être surveillé par des appareils à infrarouge fixes (4), caractérisé par le fait qu'est
associé au palier intérieur (3) un capteur de température (thermistance 5) qui, à
partir d'un échauffement correspondant du palier intérieur (3), fait en sorte qu'un
émetteur infrarouge (6) monté extérieurement au niveau du palier extérieur (2) soit
chauffé électriquement.
2. Véhicule ferroviaire selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'emetteur
infrarouge (6) est disposé au voisinage du palier extérieur (2).
3. Véhicule ferroviaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que
l'émetteur infrarouge (6) est constitué par une simple cartouche chauffante.
4. Véhicule ferroviaire selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait
que le capteur de température (5) est réalisé en forme de cartouche et qu'il est vissé
dans la boîte (3a) du palier intérieur (3).
5. Véhicule ferroviaire selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait
qu'un relais (7) est disposé entre le capteur de température (5) et l'émetteur infrarouge
(6).

