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EP 0 344 145 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.03.1994 Patentblatt 1994/13 |
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Anmeldetag: 19.05.1989 |
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Einrichtung zum Erfassen des Zustandes von Schienenweichen oder Kreuzungen
Device for detecting the condition of rail switches or crossings
Dispositif de détection de l'état des aiguilles ou des croisements des voies ferrées
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
27.05.1988 AT 1395/88 03.11.1988 AT 2708/88
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.11.1989 Patentblatt 1989/48 |
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Patentinhaber: VAE EISENBAHNSYSTEME Aktiengesellschaft |
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A-1040 Wien (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Rotter, Franz, Dipl.-Ing.
A-8740 Zeltweg (AT)
- Nayer, Wolfgang, Dipl.-Ing.
A-8740 Zeltweg (AT)
- Sattler, Erich
A-8741 Weisskirchen (AT)
- Quantschnigg,, Heribert
A-8741 Weisskirchen (AT)
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| (74) |
Vertreter: Haffner, Thomas M., Dr. et al |
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Patentanwalt
Schottengasse 3a 1014 Wien 1014 Wien (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 024 978 US-A- 3 300 602
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DE-U- 8 601 185
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Erfassen des Zustandes von Schienenweichen
oder Kreuzungen, insbesondere zur Diagnose des Verschleißes und zur Festlegung von
Wartungsintervallen.
[0002] Überwachungseinrichtungen für die räumliche Lage von schwenkbaren Schienen sind beispielsweise
der AT-PS 358 625 zu entnehmen. Die bekannten Überwachungseinrichtungen, welche im
Zusammenhang mit Schienenweichen und Kreuzungen Verwendung fanden, beschränkten sich
darauf, die Endlagen schwenkbarer Schienen rückzumelden, so daß nach Meldung der korrekten
Endlage der schwenkbaren Schienen das Gleis freigegeben werden kann. Derartige Einrichtungen
wurden in erster Linie in Fernstelleinrichtungen bzw. Stellwerken oder Ortsstelleinrichtungen
eingesetzt und aus der EP-A-153 900 ist es bereits bekanntgeworden, in die Endlagenüberwachung
auch die Überwachung des Weichenantriebes miteinzubeziehen. Vorzeitiger Verschleiß
von Weichenteilen kann mit derartigen Einrichtungen nur ungenügend erkannt werden,
und es ist insbesondere nicht möglich, mit den bekannten Einrichtungen ein Diagnosesystem
zu erstellen, welches betriebswichtige Daten einer Weiche in Abstand vom eigentlichen
Weichenantrieb bzw. den Zungenschienenenden und insbesondere den vorzeitigen Verschleiß
erfassen kann.
[0003] Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, mit welcher es zusätzlich möglich wird, Daten für den Zustand der Weiche,
insbesondere den Verschleiß der Weiche, zu erfassen. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht
die erfindungsgemäße Einrichtung im wesentlichen darin, daß im Bereich der theoretischen
Herzstückspitze ein Sensor zur Erfassung von Abweichungen des Radlaufes in seitlicher
Richtung und/oder in Höhenrichtung angeordnet ist. Dadurch, daß im Bereich der theoretischen
Herzstückspitze ein Sensor zur Erfassung von Abweichungen des Radlaufes in seitlicher
und/oder in Höhenrichtung vorgesehen ist, wird es nun ermöglicht, unzulässigen Verschleiß
bzw. Veränderungen der Leitweite zu erfassen, welche zu einer vorzeitigen Abnützung
des Herstückes führen können. Während die bekannten Sensoren zum Erfassen der Endlage
der Zungenschienen in konventioneller Weise als induktive Näherungsschalter ausgebildet
sein können, da die einmal erfolgte Meldung über das Erreichen der Endlage für die
Freigabe des Gleises ausreicht und nicht während des Befahrens der Weiche überprüft
werden muß, muß ein derartiger im Bereich der theoretischen Herzstückspitze angeordneter
Sensor in einer Weise ausgebildet werden, daß er zuverlässige Signale auch dann ergibt,
wenn die Weiche gerade befahren wird. In besonders einfacher Weise ist daher eine
erfindungsgemäße Ausbildung so getroffen, daß der Sensor als Schalter ausgebildet
ist, dessen Betätigungsglied um eine zur Schienenoberflächenebene im wesentlichen
normale oder eine zur Schienenoberflächenebene im wesentlichen parallele und in Richtung
der Winkel-Halbierenden des Herzstückes verlaufende kreuzende Achse schwenkbar gelagert
ist. Ein derartiger einfacher Schalter kann durch Verschwenken des Betätigungsgliedes
um seine jeweilige Schwenkachse betätigt werden und entsprechend robust ausgebildet
werden, sowie von Störeinflüssen durch elektromagnetische Felder weitgehend freigehalten
werden.
[0004] In besonders einfacher Weise kann das Betätigungsglied des Schalters konisch ausgebildet
sein und sich von der Oberkante nach unten und vom Vorderende zur Herzstückspitze
konisch erweitern. Solange kein übermäßiger Verschleiß auftritt, wird ein derartiges
Betätigungsglied für den Schalter weder vom Spurkranz der Räder noch von den Laufflächen
der Räder berührt und es wird daher der Schalter solange nicht betätigt, solange keine
derartige Kollision des Spurkranzes bzw. der Lauffläche mit dem Betätigungsglied auftritt.
Um Abweichungen in Höhenrichtung sicher zu erfassen, kann zusätzlich zu der Schwenkbarkeit
des Betätigungsgliedes eine Verschiebbarkeit des Betätigungsgliedes in vertikaler
Richtung zugelassen werden und es kann mit Vorteil die Ausbildung so getroffen sein,
daß mit der Lagerung des Betätigungsgliedes ein weiterer Drucksensor zur Erfassung
von Vertikalkräften auf den Sensor verbunden ist.
[0005] Gemäß einer alternativen Ausführungsform für einen im Bereich der theoretischen Herzstückspitze
angeordneten Sensor ist die Ausbildung bevorzugt so getroffen, daß der Sensor von
zwei miteinander unter Einschluß eines spitzen Winkels verbundenen Federblättern gebildet
ist, an deren Seitenflächen Dehnungsmeßstreifen festgelegt sind und deren freien Enden
an einer Basisplatte, insbesondere an einer Schwelle, festgelegt sind. Dadurch, daß
der Sensor zwei unter Einschluß eines spitzen Winkels miteinander verbundene Federblätter
aufweist, an deren Seitenflächen Dehnungsmeßstreifen festgelegt sind, kann sowohl
die Richtung als auch das Ausmaß einer Abweichung des Radlaufes kontinuierlich erfaßt
werden. Im besonderen kann eindeutig festgestellt werden, in welche Richtung der Sensor
belastet wird, da in diesem Fall bei Anordnung von Dehnungsmeßstreifen an den Seitenflächen
der Federblätter einer der Dehnungsmeßstreifen auf Zug und der andere auf Druck belastet
wird. Wenn umgekehrt beide Dehnungsmeßstreifen gleichsinnig beaufschlagt sind, läßt
sich daraus eine Abweichung des Radlaufes in Höhenrichtung ableiten. Bei einer theoretisch
möglichen, exakt vertikalen Belastung der Federblätter ist kein Signal vom Sensor
zu bekommen, da es zu einer gleichsinnigen Änderung des Widerstandes der Dehnungsmeßstreifen
kommt. Es muß immer zumindest eine horizontale Komponente der Belastung vorhanden
sein, wobei dies durch die Schräge der Lauffläche der Räder der Schienenfahrzeuge
gewährleistet ist, so daß auch Abweichungen in Höhenrichtung sicher feststellbar sind
.
[0006] Mit einer derartigen Ausbildung des Sensors kann der Aufbau weiter vereinfacht werden
und der Aufwand für die Auswertung der Sensorsignale verringert werden. Vor allen
Dingen wird ermöglicht, mit einer möglichst geringen Anzahl von Sensoren möglichst
vollständige Informationen über den Verschleißzustand zu erhalten und somit gleichzeitig
Aussagen über unzulässige Abweichungen des Radlaufes in Seiten- und in Höhenrichtung
zu machen. Weiters können derartige Abweichungen in ihrem Ausmaß erfaßt werden, um
auf diese Weise die jeweils zulässigen Grenzwerte für die Abweichung unabhängig von
der Ausgestaltung des Sensors lediglich über die Auswerteschaltung zu definieren.
[0007] Um nun mit möglichst einfachen Dehnungsmeßstreifen auch bei geringen Verformungen
hohe Ausgangssignale zu erhalten, ist mit Vorzug dabei die Ausbildung so getroffen,
daß die freien Enden der Federblätter nach außen abgewinkelt sind, und daß die Dehnungsmeßstreifen
im Bereich dieser Abwinkelungen an den Seitenflächen angeordnet sind. Die Anordnung
der Dehnungsmeßstreifen im Bereich der Abwinkelungen der Seitenfläche führt hiebei
auch bei nur geringfügiger Verbiegung im Spitzenbereich des Sensors zu relativ großen
Meßsignalen, so daß eine hohe Erfassungs- und Meßgenauigkeit gegeben ist. Zum Schutz
der Dehnungsmeßstreifen gegen Witterungseinflüsse und unbeabsichtigte Beschädigung
ist die Ausbildung hiebei bevorzugt so getroffen, daß die Dehnungsmeßstreifen an den
einander zugewandten Innenflächen der Federblätter angeordnet sind.
[0008] Prinzipiell können die Federblätter selbst in einer Weise ausgebildet sein, daß ihre
Außenseiten nicht mit den Seitenflanken des Herzstückes fluchten, sondern vielmehr
nach innen versetzt sind, wobei in solchen Fällen, um exakte Meßwerte zu erhalten,
die Ausbildung so getroffen sein muß, daß an der Verbindungsstelle der Federblätter
ein entsprechender Tastkopf mit der geforderten Breite angeschlossen ist. Die Ausbildung
kann hiebei mit Vorteil so getroffen sein, daß der Sensor im Bereich der Verbindung
der Federblätter miteinander einen, insbesondere balligen Kopf aufweist.
[0009] Um die Gefahr einer Beschädigung des Sensors weiter herabzusetzen, ist mit Vorteil
die Ausbildung so getroffen, daß der von den Federblättern eingeschlossene spitze
Winkel bzw. der Winkel zwischen den Flanken des schwenkbaren Sensors dem von den seitlichen
Flanken der Herzstückspitze eingeschlossenen Winkel im wesentlichen entspricht.
[0010] Zum weiteren Schutz des Sensors und insbesondere der elektrischen Anschlüsse an die
Dehnungsmeßstreifen kann die Ausbildung mit Vorteil so weitergebildet sein, daß der
zwischen den Federblättern ausgebildete Freiraum mit einer dauerelastischen Masse,
insbesondere Kunstharz oder Schaum, verfüllt ist.
[0011] Der Bereich der theoretischen Herzstückspitze erstreckt sich prinzipiell von der
tatsächlichen bzw. effektiven Herzstückspitze bis über die mathematische Herzstückspitze
hinaus, da ein derartiger Bereich nicht exakt begrenzt ist. Erfindungsgemäß wird nun
bevorzugt ein derartiger Sensor zwischen der mathematischen bzw. theoretischen Herzstückspitze
und der effektiven Herzspitze angeordnet, wobei bei einer derartigen Anordnung die
Möglichkeit geschaffen wird, einen wirksamen Schutz gegen unzulässige Deformation
des Sensors zu verwirklichen. Zu diesem Zweck ist mit Vorteil die Ausbildung so getroffen,
daß zwischen dem Sensor und der theoretischen Herzstückspitze eine starre Schutzeinrichtung
für den Sensor angeordnet ist. Auch diese starre Schutzeinrichtung muß, um den Belastungen
Stand halten zu können, naturgemäß knapp vor der mathematischen bzw. theoretischen
Herzstückspitze enden und es muß in jedem Falle sichergestellt werden, daß die erforderliche
Rillenweite für den Durchtritt des Spurkranzes gewährleistet ist.
[0012] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Sensor berührungslos, insbesondere
als IR-Sensor ausgebildet. Durch Verwendung eines derartigen berührungslos arbeitenden
Sensors, insbesondere eines IR-Sensors, wird es in einfacher Weise möglich, den Abstand
sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung zwischen dem Sensor und dem
Rad festzustellen, woraus bei Unterschreiten gewisser Grenzwerte für den Abstand auf
einen Verschleiß der Schienen im Herzstückbereich geschlossen werden kann.
[0013] Prinzipiell wäre zur Feststellung des Abstandes auch der Einsatz von berührungslos
arbeitenden Induktionsgebern denkbar, wobei auf Grund der durch Elektrolokomotiven
verursachten elektromagnetischen Streufelder ein hoher Auswerteaufwand für die sichere
Trennung eines Signales von Störeffekten vorgenommen werden müßte.
[0014] Ein vollständiges Bild vom Funktionszustand der Weiche kann durch zusätzliche, teilweise
an sich bekannte Sensoren erzielt werden. Bei derartigen zusätzlichen Sensoren, können
konventionelle induktive oder kapazitive Näherungsschalter eingesetzt werden, da diese
zusätzlichen Informationen lediglich im statischen Zustand, nicht aber während des
Befahrens der Weiche gemessen werden müssen. Um frühzeitig einen Verschleiß erkennen
zu können, ist es hiebei besonders vorteilhaft, wenn zusätzlich in Abstand vom Zungenschienenende
an sich bekannte Sensoren zur Uberwachung des Mindestabstandes der Backenschiene von
der Zungenschiene vorgesehen sind. Derartige zusätzliche, in Abstand vom Zungenschienenende
angeordnete Sensoren, ergeben Informationen über den engsten Durchgang, welcher bisher
lediglich stichprobenweise kontrolliert wurde bzw. visuell überprüft wurde.
[0015] Neben der bekannten Überwachung der Zungenschienenendlagen durch Sensoren an einem
Kontrollgestänge oder durch eine Anlageprüfung, bei welcher die Anlage der Zungenschiene
als Endstellungssignal ausgewertet wird, ist es im Rahmen der erfindungsgemäßen Einrichtung,
mit welcher eine Diagnose des Funktionszustandes ermöglicht werden soll, besonders
vorteilhaft, wenn die Ausbildung so getroffen ist, daß mit der Stromversorgung des
Weichenantriebes eine die Stromaufnahme registrierende Einrichtung, insbesondere ein
Amperemeter, verbunden ist, deren Meßwerte über die Zeit des Stellvorganges überwacht
werden und in einer Anzeigevorrichtung angezeigt sind. Eine derartige kontinuierliche
Uberwachung der Stromaufnahme des Weichenantriebes während des Stellvorganges läßt
frühzeitig auf unzulässige Verschleißerscheinungen bzw. mangelnde Schmierung schließen.
Wenn beispielsweise die Stromaufnahme atypisch absinkt, kann dies einen Zungenbruch
oder Gestängebruch bedeuten, und wenn die Stromaufnahme atypisch ansteigt, kann auf
fehlende Schmierung, Vereisung oder mechanische Beschädigung geschlossen werden.
[0016] Ein vollständiges Bild des Betriebszustandes einer Weiche läßt sich nur dann erzielen,
wenn auch die Verschraubung der Herzspitze mit den Flügelschienen beim Einsatz dieser
Herztype überwacht wird. Zu diesem Zweck ist mit Vorteil die Ausbildung so geschaffen,
daß zusätzliche Sensoren für die Uberwachung der Festlegung der Herzstückschrauben,
insbesondere zwischen Schraubenkopf und Beilagscheibe oder am Schraubenkopf angeordnet
sind und über Meßleitungen mit einer Meßwertschaltung verbunden sind.
[0017] Die an sich bekannten Sensoren zur Überwachung der Endlage der Zungenschienen können
im Rahmen einer Einrichtung zur Durchführung eines Weichendiagnoseverfahrens mit Vorteil
so ausgebildet und eingesetzt werden, daß die Sensoren zur Überwachung der Endlage
der Zungenschienen in an sich bekannter Weise als berührungslose Sensoren, insbesondere
als induktive Sensoren oder IR-Sensoren, ausgebildet sind und daß sowohl das Signal
für die Anlage der Zungenschiene an einer Backenschiene als auch das einen Abstand
von der Anlagestellung anzeigende Signal einer Auswerteschaltung zugeführt sind. Dadurch,
daß sowohl das Signal für die Anlage der Zungenschienen an einer Backenschiene als
auch das einen Abstand von der Anlagestellung anzeigende Signal ausgewertet werden,
läßt sich auch in diesem Bereich durch die Auswertung der Abstandsanzeige ein Verschleiß
an der Zungenanlage bzw. die Einlage eines Fremdkörpers diagnostizieren.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Ausbildung so getroffen, daß zusätzlich
mechanische Sensoren zur Überwachung der Zungenschienenanlage über die gesamte Länge
der Schienenweiche oder Kreuzung vorgesehen sind, wobei durch Auswertung des Abstandes
von der Anlegestellung Rückschlüsse auf den Verschleißzustand bzw. das Eindringen
von Fremdkörpern zwischen Backenschiene und Zungenschiene möglich sind, wodurch über
einen weiten Bereich der Zungenschiene deren Zustand überwacht werden kann und die
Erfassung des Verschleißes derselben nicht nur auf den Spitzenbereich beschränkt ist.
[0019] Eine weitere Überprüfungsmöglichkeit ergibt sich bei einer bevorzugten Ausbildung
dadurch, daß zusätzlich ein berührungsloser bzw. mechanischer Sensor im Bereich des
engsten Durchganges zwischen Backenschiene und Zungenschiene für die Detektion einer
Unterschreitung des Grenzwertes für den gegenseitigen Abstand angeordnet ist, wodurch
der Abstand im laufenden Betrieb erkannt wird und durch rechtzeitiges Einleiten von
Maßnahmen eine Beschädigung der Komponenten verhindert werden kann.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. In dieser zeigen: Fig.1 eine schematische Gesamtanordnung
einer erfindungsgemäßen Diagnoseeinrichtung; Fig.2 eine vergrößerte Darstellung eines
Weichenherzstückes, in dessen Spitzenbereich ein erfindungsgemäßer Schalter angeordnet
ist; Fig.3 einen Schnitt in Richtung der Winkel-Halbierenden des Herzstückes durch
eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Sensors bei abgenommenem Betätigungsglied;
Fig.4 eine Ansicht in Schienenlängsrichtung auf den Schalter nach Fig.3 mit dem Betätigungsglied
im Bereich der Herzspitze; Fig.5 in vergrößerter Darstellung eine Ansicht einer abgewandelten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sensors, und Fig.6 eine Seitenansicht auf den
Sensor gemäß Fig.5 in Richtung des Pfeiles VI mit einer unmittelbar benachbart angeordneten
Schutzeinrichtung.
[0021] In Fig.1 ist eine Weiche 1 angedeutet, deren Zungenschienen 2 in einer das geradlinig
weiterverlaufende Geleise 3 freigebenden Lage gezeichnet sind. Im Bereich der Zungenschienenenden
greift der konventionelle Weichenantrieb sowie die bekannten Sicherungseinrichtungen
an. In diesem Bereich können Sensoren für die Zungenlage sowie den kleinsten Durchgang
im Abstand vom Zungenschienenende vorgesehen sein. Die zugehörige Signalleitung ist
schematisch mit 4 bezeichnet und mit einer Auswerteschaltung 5 verbunden. Die Umstellkraft
des Weichenantriebes und insbesondere der Stromverbrauch des Weichenantriebes kann
gleichfalls über die Auswerteschaltung 5 erfaßt werden, wobei die zugehörigen Steuerleitungen
mit 6 bezeichnet sind. Darüberhinaus ist mit einer Signalleitung 7 schematisch eine
Fernüberwachung des Isolierstoßes oder gegebenenfalls einer Weichenheizung angedeutet.
[0022] Die in diesem Bereich eingesetzten Sensoren sind durchwegs konventioneller Natur
und ausführlich in der Literatur beschrieben, so daß an dieser Stelle eine detaillierte
Darstellung entfallen kann.
[0023] Im Bereich des Herzstückes 8 kann über Signalleitungen 9 die Leitweite, die Radlenkerrille
bzw. der Höhenverschleiß erfaßt werden, wie nachfolgend noch ausführlich beschrieben
wird. Über eine Signalleitung 10 können Meßwerte für die korrekte Verschraubung des
Herzstückes an die Auswerteschaltung 5 geleitet werden. Die Signale der Auswerteschaltung
5 können in einem Leitrechner 11 verarbeitet werden und erforderlichenfalls über eine
Anzeigevorrichtung 12 angezeigt oder aufgezeichnet werden.
[0024] Die im Bereich des Herzstückes 8 vorgesehene Sensoranordnung ist in Fig.2 detaillierter
dargestellt. In Fig.2 ist der Bereich des Herzstückes vergrößert dargestellt, wobei
auch in nicht maßstabsgetreuer Darstellung ein Bereich der außenliegenden Fahrschiene
mit einem Radlenker 13 angedeutet ist. Dem Herzstück 8 benachbart liegt eine Knieschiene
15, wobei zwischen Herzstück und Knieschiene zunächst eine Fangöffnung 14 vorgesehen
ist, welche sich auf die Einlaufweite a verjüngt. Die Rillenweite zwischen Herzspitze
und Knieschiene ist mit b bezeichnet. Die effektive Herzspitze 16 liegt jeweils in
Abstand von der theoretischen mathematischen Herzspitze 17, welche den Schnittpunkt
der gedachten Verlängerungen der Flanken der Herzstückspitze darstellt. Zwischen effektiver
Herzspitze 16 und mathematischer Herzspitze 17 ist nun ein Sensor 18 angeordnet, welcher
Informationen über einen unzulässigen Verschleiß liefert. Dem Sensor 18 ist in Richtung
zur mathematischen bzw. theoretischen Herzspitze 17 eine Schutzeinrichtung 30 (figur
6) unmittelbar benachbart angeordnet.
[0025] Eine erste Ausführungsform des Sensors 18 weist, wie in Fig.3 und 4 dargestellt,
ein um eine Achse 19 schwenkbares Betätigungsglied 20 auf. Die Schwenkachse 19 liegt
parallel zur Winkel-Halbierenden 21 des Herzstückes 8, wie dies in Fig.2 dargestellt
ist. Der Trägerteil 22, an welchem das Betätigungsglied 20 schwenkbar angelenkt ist,
trägt eine Aufnahmeöffnung 23 für einen Schalter, welcher durch Verschwenken des Betätigungsgliedes
20 betätigt wird. Zusätzlich kann, wie in Fig.3 und 4 dargestellt, eine Verschiebbarkeit
des Trägers 22 in im wesentlichen vertikaler Richtung im Sinne des Doppelpfeiles 24
vorgesehen sein, um Abweichungen in Höhenrichtung und insbesondere eine Kollision
der Radlauffläche mit dem Schalter sicher zu erfassen. Zu diesem Zweck ist der Träger
22 über eine Feder 25 federbelastet und es ist unterhalb des Trägers ein weiterer
Drucksensor 26 vorgesehen, welcher bei einem Auftreffen der Radlauffläche auf die
Oberkante 27 des Betätigungsgliedes anspricht. Übermäßiger Verschleiß bzw. nicht tolerierbares
Unterschreiten der Leitweite 29, welche durch den Abstand zwischen dem Radlenker 13
und dem Herzstück 8 definiert ist, wird auch dann signalisiert, wenn der Spurkranz
eines Rades mit den Seitenflanken 28 des Betätigungsgliedes 20 in Kollision gerät,
da in diesem Falle das Betätigungsglied um die Achse 19 ausgelenkt wird, wodurch der
Schalter in der Aufnahmeöffnung 23 betätigt wird. Bei dieser Ausführungsform ist dabei
eine Schutzeinrichtung nicht dargestellt.
[0026] Eine abgewandelte Ausführungsform des Sensors 18, welcher in Fig.5 in einer Ansicht
vergrößert dargestellt ist, wird von zwei, einen spitzen Winkel α miteinander einschließenden
Federblättern 31 gebildet, an deren innenliegenden Seitenflächen Dehnungsmeßstreifen
32 angeordnet sind. Die freien Enden der Federblätter 31 sind nach außen abgewinkelt
ausgebildet und es liegen die Dehnungsmeßstreifen im Bereich der Abwinkelungen, wobei
die freien Enden 33 der Federblätter auf einer Basisplatte 34 beispielsweise über
Verschraubungen 35 festgelegt sind. Der von den Federblättern 31 eingeschlossene spitze
Winkel entspricht dabei im wesentlichen dem Flankenwinkel der Herzstückspitze, wobei
die Flanken des Herzstückes in Fig.5 schematisch durch die strichlierten Linien 36
angedeutet sind. Einen ähnlichen Umriß weist dabei die dem Sensor 18 benachbart in
Richtung zur mathematischen Herzspitze liegende Schutzeinrichtung 30 auf. Weiters
ist aus Fig.5 der im Bereich der Verbindung der Federblätter 31 vorgesehene ballige
Kopf 37 ersichtlich.
[0027] Aus Fig.5 und 6 ist die gemeinsame Festlegung des Sensors 18, welcher von den zwei
Federblättern mit den daran angeordneten Dehnungsmeßstreifen gebildet wird, auf der
gemeinsamen Basisplatte 34 näher dargestellt. Die Festlegung der freien Enden der
Federblätter 31 erfolgt dabei in Bohrungen 38 der Basisplatte 34, während die Schutzeinrichtung
30 mit der Basisplatte 34 verschweißt wird.
[0028] Für einen Schutz der Federblätter 31 und insbesondere der an der Innenseite im abgewinkelten
Bereich derselben angeordneten Dehnungsmeßstreifen 32 ist der zwischen den Federblättern
31 ausgebildete Freiraum mit einer dauerelastischen Masse, insbesondere Kunstharz
oder Schaum verfüllt.
[0029] Zusätzlich zu diesen Basisinformationen über den Verschleißzustand von Radlenker
bzw. Knieschiene und Herzstück, kann über die anderen, schematisch in Fig.1 angedeuteten
Sensoren und insbesondere über zwischen den Beilagscheiben und den Köpfen der Herzstückschrauben
angeordnete Druckmeßdosen eine weitgehend vollständige Überwachung der Funktionssicherheit
einer Weiche erzielt werden und insbesondere auf Grund der kontinuierlichen Überwachung
des Weichenstellantriebes und auf Grund einer analogen Auswertung der tatsächlichen
Abstände, welche auch bei abliegender Zungenschiene eingehalten werden, läßt sich
frühzeitig vorherbestimmen, wenn die nächste Wartung einer auf diese Weise überwachten
Weiche stattzufinden hat. Insbesondere die kontinuierliche Messung der Leitweite mittels
berührender und berührungsloser Meßmittel ergibt hiebei zusätzliche Informationen,
welche bei Verwendung ausschließlich berührungsloser Meßmittel nicht ohne weiteres
erhalten werden können. Vor allem die Überwachung definierter Grenzwerte und Leitwerte
während des Befahrens der Weichen erlaubt es, frühzeitig- unzulässige Belastungen
der Herzspitze zu erkennen. Durch die kontinuierliche Überwachung und Überprüfung
der Vorspannkräfte der Schraubverbindungen mittels Druckmeßdosen oder Dehnungsmeßstreifen
wird bei Unterschreiten eines definierten Grenzwertes ein selbständiges Lösen von
Schraubverbindungen rechtzeitig erkannt. Auch aus den konventionellen Überwachungen
der Zungenanlage, des Zungenbruches und der Zungenöffnung mit Magnet- oder Induktionsfeldern
oder auch mit Infrarotsensoren läßt sich bei kontinuierlicher Überwachung und Erfassung
eine Veränderung des Anlageverhaltens bzw. eine unzulässige Grenzwertunterschreitung
bei Oberflächenverschleiß der Zungenschienen frühzeitig erkennen. Die kontinuierliche
Überwachung der Umstellkräfte über die Stromaufnahme des Antriebsmotors läßt frühzeitig
erkennen, wann neuerlich geschmiert werden muß, und es kann auf diese Weise der Schmiermittelbedarf
reduziert werden und die durch übermäßigen Schmiermitteleinsatz hervorgerufene Umweltverschmutzung
reduziert werden.
1. Einrichtung zum Erfassen des Zustandes von Schienenweichen oder Kreuzungen, insbesondere
zur Diagnose des Verschleißes und zur Festlegung von Wartungsintervallen, dadurch
gekennzeichnet, daß im Bereich der theoretischen Herzstückspitze (17) ein Sensor (18)
zur Erfassung von Abweichungen des Radlaufes in seitlicher Richtung und/oder in Höhenrichtung
angeordnet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (18) als Schalter
ausgebildet ist, dessen Betätigungsglied (20) um eine zur Schienenoberflächenebene
im wesentlichen normale oder eine zur Schienenoberflächenebene im wesentlichen parallele
und in Richtung der Winkel-Halbierenden des Herzstückes (18) verlaufende kreuzende
Achse (19) schwenkbar gelagert ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsglied (20)
des Schalters konisch ausgebildet ist und sich von der Oberkante (27) nach unten und
vom Vorderende zur Herzstückspitze (8) konisch erweitert.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Lagerung des
Betätigungsgliedes (20) ein weiterer Drucksensor (26) zur Erfassung von Vertikalkräften
auf den Sensor (18) verbunden ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (18) von zwei
miteinander unter Einschluß eines spitzen Winkels (α) verbundenen Federblättern (31)
gebildet ist, an deren Seitenflächen Dehnungsmeßstreifen (32) festgelegt sind und
deren freien Enden (33) an einer Basisplatte (34), insbesondere an einer Schwelle,
festgelegt sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden (33) der
Federblätter (31) nach außen abgewinkelt sind und daß die Dehnungsmeßstreifen (32)
im Bereich dieser Abwinkelungen an den Seitenflächen angeordnet sind.
7. Einrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Dehnungsmeßstreifen
(32) an den einander zugewandten Innenflächen der Federblätter (31) angeordnet sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (18)
im Bereich der Verbindung der Federblätter (31) miteinander einen, insbesonderen balligen,
Kopf (37) aufweist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen
den Federblättern (31) ausgebildete Freiraum mit einer dauerelastischen Masse, insbesondere
Kunstharz oder Schaum, verfüllt ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der von
den Federblättern (31) eingeschlossene spitze Winkel (α) bzw. der Winkel zwischen
den Flanken (28) des schwenkbaren Sensors (18) dem von den seitlichen Flanken (36)
der Herzstückspitze eingeschlossenen Winkel im wesentlichen entspricht.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor
(18) zwischen theoretischer Herzstückspitze (17) und effektiver Herzspitze (16) angeordnet
ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem Sensor (18) und der theoretischen Herzstückspitze (17) eine starre Schutzeinrichtung
(30) für den Sensor (18) angeordnet ist.
13. Einrichtung nach Anspruch 1, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor berührungslos,
insbesondere als IR-Sensor, ausgebildet ist.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
an sich bekannte Sensoren zur Überwachung des Mindestabstandes des Radlenkers (13)
von der Zungenschiene (2) in Abstand vom Zungenschienenende vorgesehen sind.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß mit der
Stromversorgung des Weichenantriebes eine die Stromaufnahme registrierende Einrichtung,
insbesondere ein Amperemeter, verbunden ist, deren Meßwerte über die Zeit des Stellvorganges
überwacht werden und in einer Anzeigevorrichtung (12) angezeigt sind.
16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
Drucksensoren für die Überwachung der Festlegung der Herzstückschrauben, insbesondere
zwischen Schraubenkopf und Beilagscheiben, angeordnet sind und über Meßleitungen mit
einer Auswerteschaltung (5) verbunden sind.
17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoren
zur Überwachung der Endlage der Zungenschienen (2) in an sich bekannter Weise als
berührungslose Sensoren, insbesondere als induktive Sensoren oder IR-Sensoren, ausgebildet
sind und daß sowohl das Signal für die Anlage der Zungenschiene an einer Backenschiene
als auch das einen Abstand von der Anlagestellung anzeigende Signal einer Auswerteschaltung
(5) zugeführt wird.
18. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
mechanische Sensoren zur Überwachung der Zungenschienenanlage über die gesamte Länge
der Schienenweiche oder Kreuzung vorgesehen sind, wobei durch Auswertung des Abstandes
von der Anlagestellung Rückschlüsse auf den Verschleißzustand bzw. das Eindringen
von Fremdkörpern zwischen Backenschiene und Zungenschiene (2) möglich sind.
19. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
ein berührungsloser bzw. mechanischer Sensor im Bereich des engsten Durchganges zwischen
Backenschiene und Zungenschiene (2) für die Detektion einer Unterschreitung des Grenzwertes
für den gegenseitigen Anstand angeordnet ist.
1. System for detecting the state of rail points or crossings, especially for diagnosing
the wear and for defining maintenance intervals, characterized in that in the region
of the theoretical nose (17) there is arranged a sensor (18) for detecting wheel-running
deviations in the lateral and/or in the vertical direction.
2. System according to Claim 1, characterized in that the sensor (18) is configured as
a switch, the actuating member (20) of which is mounted pivotably about a traversing
axis (19) substantially perpendicular to the plane of the rail surface or substantially
parallel to the plane of the rail surface and running in the direction of the angle-bisecting
line of the frog (8).
3. System according to Claim 2, characterized in that the actuating member (20) of the
switch is conically configured and widens conically from the top edge (27) downwards
and from the front end to the nose (8).
4. System according to Claim 2 or 3, characterized in that connected to the mounting
of the actuating member (20) there is a further pressure sensor (26) for detecting
vertical forces acting upon the sensor (18).
5. System according to Claim 1, characterized in that the sensor (18) is formed by two
spring leaves (31), which are connected to each other enclosing an acute angle (α),
and on the lateral faces of which there are secured wire strain gauges (32), and the
free ends (33) of which are secured to a baseplate (34), in particular to a sleeper.
6. System according to Claim 5, characterized in that the free ends (33) of the spring
leaves (31) are angled-off outwards and in that the wire strain gauges (32) are arranged
on the lateral faces in the region of these angular deviations.
7. System according to Claim 5 or 6, characterized in that the wire strain gauges (32)
are arranged on the mutually facing inner faces of the spring leaves (31).
8. System according to Claim 5, 6 or 7, characterized in that the sensor (18) exhibits,
in the region of the interconnection of the spring leaves (31), a head (37), in particular
a spherical head.
9. System according to one of Claims 5 to 8, characterized in that the free space configured
between the spring leaves (31) is filled with a permanently elastic compound, in particular
artificial resin or foam.
10. System according to one of Claims 2 to 9, characterized in that the acute angle (α)
enclosed by the spring leaves (31) or the angle between the flanks (28) of the pivotable
sensor (18) corresponds substantially to the angle enclosed by the lateral flanks
(36) of the nose.
11. System according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the sensor (18) is
arranged between the theoretical nose (17) and the effective nose (16).
12. System according to one of Claims 1 to 11, characterized in that between the sensor
(18) and the theoretical nose (17) there is arranged a rigid protective device (30)
for the sensor (18).
13. System according to Claim 1, 11 or 12, characterized in that the sensor is configured
in a contactless form, in particular as an IR-sensor.
14. System according to one of Claims 1 to 13, characterized in that sensors, which are
known per se, for monitoring the minimum distance of the guard rail (13) from the
tongue rail (2) are additionally provided at a distance from the end of the tongue
rail.
15. System according to one of Claims 1 to 14, characterized in that connected to the
power supply of the points mechanism there is a device registering the current consumption,
in particular an ammeter, the measured values of which are monitored over the time
of the regulating cycle and are indicated in a display apparatus (12).
16. System according to one of Claims 1 to 15, characterized in that pressure sensors
for monitoring the securement of the frog screws are additionally arranged, in particular
between the screw head and the shims, and are connected by measuring lines to an analysis
circuit (5).
17. System according to one of Claims 1 to 16, characterized in that the sensors for monitoring
the end position of the tongue rails (2) are configured, in a manner which is known
per se, as contactless sensors, in particular as inductive sensors or IR-sensors,
and in that both the signal for the contact-bearing of the tongue rail against a stock
rail and the signal indicating a distance from the contact-bearing position are fed
to an analysis circuit (5).
18. System according to one of Claims 1 to 17, characterized in that mechanical sensors
for monitoring the tongue rail contact-bearing over the entire length of the rail
point or crossing are additionally provided, conclusions on the state of wear or the
penetration of foreign bodies between the stock rail and the tongue rail (2) being
possible by analysing the distance from the contact-bearing position.
19. System according to one of Claims 1 to 18, characterized in that there is additionally
arranged, in the region of the narrowest passage between the stock rail and the tongue
rail (2), a contactless or mechanical sensor for detecting shortfalls below the limit
value for the reciprocal spacing.
1. Dispositif de détection de l'état d'aiguillages ou de croisements, notamment en vue
de diagnostiquer leur usure et de déterminer les intervalles d'entretien, caractérisé
en ce que, dans la zone de la pointe théorique de croisement (17), est disposé un
capteur (18) servant à détecter les écarts de la trajectoire de roulement de la roue
en direction transversale et/ou en hauteur.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur (18) est réalisé
sous la forme d'un interrupteur dont l'organe d'actionnement (20) est monté de façon
à pouvoir basculer autour d'un axe (19) qui le croise et qui s'étend d'une manière
pratiquement perpendiculaire au plan de la surface des rails ou d'une manière pratiquement
parallèle à ce plan de la surface des rails et suivant la direction de la bissectrice
de l'angle de la pièce de croisement (8).
3. Dispositif suivant la revendication 2, caractérisé en ce que l'organe d'actionnement
(20) de l'interrupteur a une forme conique et s'évase d'une manière conique du bord
supérieur (27) vers le bas et de l'extrémité avant vers la pièce de croisement (8).
4. Dispositif suivant l'une des revendications 2 et 3, caractérisé en ce qu'un autre
capteur de pression (26), servant à détecter des forces verticales s'exerçant sur
le capteur (18), est relié au palier de l'organe d'actionnement (20).
5. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur (18) est constitué
de deux lames élastiques (31), réunies entre elles en faisant un angle aigu (α), sur
les surfaces latérales desquelles des jauges de contrainte (32) sont fixées et dont
les extrémités libres (33) sont fixées sur une plaque de base (34), notamment sur
une traverse.
6. Dispositif suivant la revendication 5, caractérisé en ce que les extrémités libres
(33) des lames élastiques (31) sont courbées vers l'extérieur et en ce que les jauges
de contrainte (32) sont disposées sur les surfaces latérales dans la zone de ces parties
courbées.
7. Dispositif suivant l'une des revendications 5 et 6, caractérisé en ce que les jauges
de contrainte (32) sont disposées sur les surfaces intérieures des lames élastiques
(31) qui se font face.
8. Dispositif suivant l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le capteur
(18) comporte une tête (37), notamment de forme sphérique, dans la zone de jonction
des lames élastiques (31) entre elles.
9. Dispositif suivant l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que l'espace
libre formé entre les lames élastiques (31) est rempli d'une masse à élasticité permanente,
notamment matière plastique ou mousse.
10. Dispositif suivant l'une des revendications 2 à 9, caractérisé en ce que l'angle aigu
(α) formé par les lames élastiques (31) ou l'angle formé par les flancs (28) du capteur
(18) basculant est pratiquement égal à l'angle formé par les flancs latéraux (36)
de la pointe de croisement.
11. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le capteur
(18) est disposé entre la pointe théorique de croisement (17) et la pointe réelle
de croisement (16).
12. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'un dispositif
rigide (30) de protection du capteur (18) est disposé entre le capteur (18) et la
pointe théorique de croisement (17).
13. Dispositif suivant l'une des revendications 1, 11 et 12, caractérisé en ce que le
capteur est réalisé sous la forme d'un capteur sans contact, notamment d'un capteur
à infrarouge.
14. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'en sus, des
capteurs, en soi connus, sont disposés pour la surveillance de l'écartement minimal
que le contre-rail (13) présente vis-à-vis de la lame d'aiguille (2) à une certaine
distance de l'extrémité de cette dernière.
15. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'à l'alimentation
en courant de la commande d'aiguillage, est relié un dispositif enregistrant la consommation
de courant, notamment un ampèremètre, dont les valeurs de mesure sont surveillées
pendant la durée de l'opération de réglage et sont visualisées dans un dispositif
de visualisation (12).
16. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce qu'en sus, des
capteurs de pression sont disposés pour la surveillance de la fixation des boulons
de la pièce de croisement, notamment entre la tête de boulon et le disque-rondelle
de calage, et sont reliés à un circuit d'exploitation (5) par des lignes de mesure.
17. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que les capteurs
servant à la surveillance de la position extrême des lames d'aiguille (2) sont réalisés,
d'une manière en soi connue, sous la forme de capteurs sans contact, notamment sous
la forme de capteurs à inductance ou de capteurs à infrarouge, et en ce qu'aussi bien
le signal correspondant à l'appui de la lame d'aiguille sur un contre-aiguille, aussi
bien que le signal indiquant un écart vis-à-vis de la position d'appui sont envoyés
à un circuit d'exploitation (5).
18. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce qu'en sus, des
capteurs mécaniques sont disposés pour la surveillance de l'appui de la lame d'aiguille
sur toute la longueur de l'aiguillage ou du croisement, une exploitation de l'écart
vis-à-vis de la position d'appui permettant d'en déduire l'état d'usure ou la pénétration
de corps étrangers entre le contre-aiguille et la lame d'aiguille (2).
19. Dispositif suivant l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce qu'en sus, un
détecteur sans contact ou mécanique est disposé dans la zone du passage le plus étroit
entre le contre-aiguille et la lame d'aiguille (2) en vue de détecter un franchissement
vers le bas de la valeur limite prévue pour l'écartement mutuel.