[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren der dem Oberbegriff des Anspruchs 1
entsprechenden Art sowie eine entsprechende Anlage, wie sie aus der DE-C- 23 55 797
bekannt sind.
[0002] Eine solche Anlage stellt eine erhebliche Investition dar, und es besteht bei den
Betreibern daher der Wunsch, auf einer solchen Anlage nicht nur der Nenn-Arbeitsbreite
entsprechende Plattenbreiten herstellen zu können, sondern bedarfsweise auch Platten
einer geringeren Breite. Beispielsweise sind im Handel übliche Plattenbreiten 210
und 185 cm. Bei dem Versuch, die geringere Plattenbreite auf der für die größere Plattenbreite
ausgelegten Anlage zu fahren, indem die Breite der Schüttung entsprechend geringer
eingestellt wird, traten bisher Probleme auf, weil die über den Rand der Schüttung
nach außen vorstehenden Ränder der Formbänder keinen Gegendruck mehr erfuhren und
nicht mehr ausreichend gegen die Stützkonstruktion, aus der nicht nur der Druck, sondern
auch die Wärme auf die Formbänder übertragen wird, angedrückt wurden. Dadurch hatten
die Formbänder an Rand keinen Wärmekontakt mit der Stützkonstruktion bzw. den bei
der aus der DE-C- 23 55 797 bekannten Konstruktion die Wärme von der Stützkonstruktion
auf die Formbänder übertragenden, deren ganze Breite überrollenden Rollen mehr, so
daß die Temperatur der Formbänder zum Rand hin erheblich absank. Dadurch zogen sich
die Randbereiche der Länge nach zusammen und entstanden, da der breite Mittelbereich
der Formbänder auf Arbeitstemperatur sich befand, erhebliche Wärmespannungen. Kritisch
wurden derartige Wärmespannungen im Bereich der Umlenktrommeln, weil sich dort die
Wärmespannungen mit den durch den erheblichen Längszug der Formbänder und den durch
deren Umlenkung durch die Dehnung der äußeren Faser hinzukommenden Spannungen überlagerte.
Dadurch entstanden Gesamtzugspannungen auf der Außenseite der über die Umlenktrommeln
geleiteten Bereiche der Formbänder, die in die Nähe der Fließspannung kamen und diese
teilweise überschritten, jedenfalls aber im Dauerbetrieb zu Problemen führten, zumal
die Formbänder aus korrosionsfestem Stahl bestehen, der Dauerbiegebeanspruchungen
nicht übermäßig gut gewachsen ist.
[0003] Ahnliche Probleme traten bei Doppelbandpressen auch früher schon auf, und zwar auch
dann, wenn mit der Nennbreite gefahren wurde. Die Schüttung reicht nämlich nicht genau
bis an den Rand der Formbänder , sondern es stehen diese ein gewisses Stück in Querrichtung
über die Schüttung und auch über den Rand des überrollten Bereiches über. Auch hier
kam es zu Temperaturabfällen und den dadurch bedingten Spannungen.
[0004] Bei der Presse nach der DE-C 22 43 465 wurde versucht, den Temperaturabfall durch
eine Beheizung der überstehenden Ränder der Formbänder in Grenzen zu halten. Es wurde
jedoch gefunden, daß es notwendig ist, die Ränder der Formbänder praktisch auf ihrer
ganzen Länge zu beheizen, weil andernfalls die Temperatur hinter einer Heizstelle
sofort wieder abfällt. Eine Beheizung auf der ganzen Länge stellt jedoch erhebliche
bauliche Probleme und kommt auch wegen des großen Aufwandes im allgemeinen nicht in
Betracht.
[0005] Eine andere Lösung ist gemäß der DE-C- 28 19 943 darin gefunden worden, den überstehenden
Rand der Formbänder zu wellen, so daß bei einem Temperaturabfall zum Rande hin dort
gewissermaßen mehr Material zur Verfügung steht und bei einer thermisch bedingten
Kontraktion nicht so hohe Längszugspannungen auftreten. Diese Maßnahme ist zwar bei
überstehenden Rändern von einigen wenigen Zentimetern praktikabel, jedoch nicht mehr,
wenn diese Ränder, in denen ein Temperaturabfall zu verzeichnen ist, mehrere zehn
Zentimeter betragen.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Verfahren und eine
solche Anlage so auszugestalten, daß auf einer Doppelbandpresse einer vorgegebenen
Nenn-Arbeitsbreite auch die Platten ergebende Bahnen einer geringeren Breite gefahren
werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird in ihrem verfahrensmäßigen Aspekt erfindungsgemäß durch die in
Anspruch 1 wiedergegebenen Merkmale gelöst.
[0008] Der Temperaturabfall am Rande der Formbänder, der sonst durch die dort bei geringeren
Arbeitsbreiten fehlende Anlage und die damit einhergehende schlechtere Wärmeübertragung
in die Formbänder zustande kam, wird vermieden, indem die Anlage dort nun eben künstlich
hergestellt wird. Dadurch geht nach wie vor Wärme aus der Stützkonstruktion auch in
der Randzone auf die Formbänder über, so daß der Temperaturabfall unterbleibt bzw.
jedenfalls auf ein unschädliches Maß begrenzt werden kann. Der Anlagedruck muß nicht
unbedingt genau gleich dem Anlagedruck in dem mittleren, der Schüttung entsprechenden
Teil der Breite sein, wiewohl dies natürlich zur Schaffung ideal gleicher Verhältnisse
vorzuziehen wäre. Es genügt aber auch, wenn der Anlagedruck nur so hoch ist, daß die
Temperatur auf einem Wert gehalten werden kann, der die Wärmespannungen auf ein erträgliches
Maß beschränkt. Die die Wärmeübertragung sichernde Anlage der Formbänder an der Stützkonstruktion
unter Druck wird bei der Erfindung mit einfachen Mitteln, nämlich unter Verwendung
der ohnehin zur Verfügung stehenden Partikel erzeugt. Dieser Druck ist wegen des Charakters
dieser Partikel von selbst den Kompressionseigenschaften der Schüttung in dem Mittelbereich
angepaßt. Die Partikel für die Randschüttung sollen bindemittelfrei sein, weil sie
ja sonst mit aushärten würden und die ausgehärteten Randteile der gebildeten Platte
verworfen werden müßten, was ebenso unwirtschaftlich ist, wie von vornherein eine
breitere Platte herzustellen und diese unter Verwerfung eines breiten Randstreifens
auf das gewünschte geringere Breitenmaß zu besäumen.
[0009] Die Partikel für die Randschüttung können gemäß Anspruch 2 dem Vorrat für die Hauptschüttung
entnommen werden.
[0010] Es kann aber gemäß Anspruch 3 zwecmäßig sein, den Feuchtigkeitsgehalt dieser Partikel
unabhängig von dem Feuchtigkeitsgehalt der Partikel für die Hauptschüttung einzustellen.
[0011] Der Feuchtigkeitsgehalt ist nämlich für die Wärmemenge, die dem Formband entzogen
wird, von entscheidender Bedeutung, weil ja die in den Partikeln enthaltene Flüssigkeit,
überwiegend Wasser, verdampft und die dafür notwendige Wärmemenge aufgebracht werden
muß. Wenn also die Temperatur der Randzone der Formbänder hoch gehalten werden soll,
ist es zweckmäßig, dafür zu sorgen, daß in diesem Bereich möglichst wenig Wärme für
die Verdampfung von Wasser verlorengeht, d.h. die Partikel hier, das Bindemittel eingerechnet,
einen geringeren Feuchtigkeitsgehalt aufweisen als die Partikel der Hauptschüttung.
[0012] Wenn für die Randschüttung immer wieder dieselbe Menge an Partikeln verwendet würde,
würden diese im Laufe der Zeit zerrüttet werden und in ihren mechanischen Eigenschaften
von den Partikeln der Hauptschüttung abweichen.
[0013] Aus diesem Grund empfiehlt sich die Verfahrensführung nach Anspruch 4, wonach die
Partikel der Randschüttung in den Vorrat zurückgeführt werden, der auch die Hauptschüttung
speist, so daß mindestens ein Teil der Partikel der Randschüttung nach einmaligem
Durchlauf zu einer Platte verarbeitet wird und im wesentlichen für die Randschüttung
immer neue Partikel verwendet werden.
[0014] Der vorrichtungsmäßige Aspekt der Erfindung ist in den Ansprüchen 5 bis 7 wiedergegeben.
[0015] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung in Gestalt einer Anlage
zur Herstellung von Holzspanplatten und dergleichen dargestellt.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Doppelbandpresse, an der die Erfindung anwendbar
ist;
Fig. 2 ist ein vertikaler Längsschnitt durch die Doppelbandpresse nach der Linie II-II
in Fig. 3;
Fig. 3 ist ein Querschnitt durch die Doppelbandpresse nach der Linie III-III in Fig.
1;
Fig. 4 ist ein Teilquerschnitt durch den in Fig. 3 mit einer punktierten Umrahmung
versehenen Randbereich IV;
Fig. 5 ist eine Teilansicht von oben auf den in Fig. 2 mit V-V gekennzeichneten Querbereich
der Schüttung;
Fig. 6 ist ein Späneflußdiagramm der Schüttung nach Fig. 5.
[0016] In Fig. 1 ist eine Doppelbandpresse zur Herstellung von Holzspanplatten, Holzfaserplatten
und anderen plattenförmigen Werkstoffen dargestellt, die aus mittels eines unter Druck
und Wärme aushärtenden Bindemittels gebundenen Partikeln bestehen. Sie umfaßt ein
oberes Formband 1 aus Stahlblech von etwa 1 bis 1,5 mm Stärke und ein ebensolches
unteres Formband 2. Zwischen den Formbändern 1,2 wird in einer Preßstrecke 3 eine
Bahn 4 aus einer Schüttung 4′ zusammengepreßt, die aus einem schüttfähigen Material
besteht, das nach dem Pressen einen der vorgenannten Werkstoffe ergibt.
[0017] Das obere Formband 1 läuft um quer zur Bahn 4 anseordnete Rollen oder Trommeln 5,6
um, von denen die Trommel 6 in einem feststehenden Ständer 7, die Trommel 5 in einem
um ein Auflager 8 am Boden um eine quer zur Bahn 4 verlaufende Achse schwenkbaren
Ständer 9 gelagert ist. Der Ständer 9 wird über Hydraulikzylinder 10 bewegt und das
Formband 1 so gespannt.
[0018] Entsprechend läuft das Formband 2 über quer zur Bahn 4 angeordnete Trommeln 11,12
um, von denen die Trommel 11 in einem feststehenden Ständer 13, die Trommel 12 in
einem auf Schienen beweglichen Ständer 14 gelagert ist. Der Ständer 14 kann durch
Hydraulikzylinder 15 in Längsrichtung zur Bahn verschoben und das Formband 2 auf diese
Weise gespannt werden. Die Formbänder werden über die Trommeln angetrieben.
[0019] Die Formbänder 1,2 laufen in dem durch die Pfeile 16 angedeuteten Sinn durch die
Vorrichtung, so daß die auf der gemäß Fig. 1 rechten Seite durch nicht dargestellte
Einrichtungen aufgebrachte Schüttung 4′ in die Preßstrecke 3 hineingezogen wird. Die
auslaufende zusammengepreBte Bahn 4 wird in dem gemäß Fig. 1 linken Bereich des Formbandes
2 durch geeignete nicht dargestellte Vorrichtungen abgenommen. In der Preßstrecke
3 ist im Innenbereich des Formbandes 1 eine obere Stützkonstruktion 17 vorgesehen,
die mit einer im Innenbereich des unteren Formbandes 2 vorgesehenen unteren Stützkonstruktion
18 zusammenwirkt. Die Stützkonstruktionen 17,18 stützen die der Bahn 4 zugewandten
Bereiche der Formbänder 1,2 gegen die Bahn ab und pressen sie mit großer Kraft flächig
gegeneinander.
[0020] Die Stützkonstruktionen 17,18 bestehen jeweils aus einzelnen Trägern 19,20, die jeweils
einander gegenüberliegend oberhalb und unterhalb der Formbänder 1,2 und der Bahn 4
angeordnet sind (Fig. 2). Jedes Trägerpaar 19, 20 ist durch seitliche Spindeln 21
verklammert (Fig. 3), so daß einzelne kräftemäßig in sich abgeschlossene Druckglieder
gebildet sind.
[0021] Zwischen den Trägern 19,20 und den Formbändern 1, 2 befinden sich starke Platten
26,27, die die von den einzelnen Trägern 19,20 ausgeübte Kraft ebenflächig auf die
Formbänder 1,2 übertragen und die Kanäle 40 (Fig. 4) enthalten, in denen Heizelemente
angeordnet sind oder durch die ein Heizmedium hindurchgeleitet wird.
[0022] Zwischen den einander zugewandten Seiten der Platten 26,27 und den Formbändern 1,2
sind Rollenketten 30 angeordnet, auf denen die Formbänder 1,2 gegenüber den Platten
26,27 abrollen und die endlos in einer vertikalen Längsebene um die Platten 26,27
umlaufen. Die Rollen der Rollenketten 30 übertragen sowohl den Druck als auch die
Wärme der Platten 26,27 auf die Formbänder 1,2 und damit die sich bildende Bahn 4.
[0023] Die Rollenketten 30 können, nachdem eine bestimmte Stelle derselben am Ende des Längenabschnitts
3 angekommen ist, entweder im eigentlichen Preßbereich, d.h. zwischen den Trägern
19,20 und den Platten 26,27 zurückgeleitet werden, wie es in Fig. 2 bei der Platte
26 und und in Fig. 4 angedeutet ist. Diese Ausführung hat den Vorzug, daß die Rollenketten
30 beim Umlauf ihre Temperatur im wesentlichen gleichbleibend beibehalten. Es besteht
aber auch die Möglichkeit, die Rollenketten 30 außen um die Stützkonstruktion herumzuführen,
wie es bei der Stützkonstruktion 18 in Fig. 2 unten zu sehen ist.
[0024] Gemäß Fig. 4 sind die Platten 26,27 aus einer Heiz- und Stützplatte 43 und einer
davon getrennten Rücklaufplatte 44 mit Rücklaufnuten 42 für die Rollenketten 30 aufgebaut.
Es handelt sich um einen Teilquerschnitt durch einen gemäß Fig. 2 oberhalb der Bahn
4 gelegenen Randbereich.
[0025] Die Platten 43 weisen die Heizkanäle 40, die an den Enden über Rohrkrümmer 45 zu
einem geschlossenen Leitungsweg miteinander verbunden sind, sowie glatte Laufflächen
41 auf, die die gemeinsamen Abrollflächen für die nebeneinander angeordneten Rollenketten
30 bilden, die in Fig. 4 erkennbar sind.
[0026] Die Rollenketten 30 rollen bei der Vorwärtsbewegung der Formbänder 1,2 zwischen diesen
und den einander zugewandten Laufflächen 41 der Platten 43 ab. Benachbarte Rollenketten
30 liegen dabei mit ihren äußeren Stirnflächen einander unmittelbar gegenüber.
[0027] Wesentlich an der Kettenanordnung ist die Tatsache, daß je zwei benachbarte Rollenketten
30 unabhängig voneinander vorwärtsbeweglich sind. Die Gesamtheit der Abstützelemente
der Formbänder 1,2 bildet ein Feld, das in Längsrichtung in Einzelstränge unterteilt
ist, die sich bei entsprechender Beanspruchung in Längsrichtung gegeneinander verschieben
können. Es können sich also keine durch unterschiedliche Mitnahme durch die Formbänder
entstehenden Zwangskräfte innerhalb der Rollenkettenanordnung ausbilden.
[0028] Wenn auf der dargestellten Doppelbandpresse mit der vollen Arbeitsbreite 34 gefahren
wird, liegt der gemäß Fig. 4 rechte Rand 31 der Schüttung und der Plattenbahn 4 etwa
in Höhe des rechten Randes der Rollenketten 30. Es seinun aber erwünscht, auf der
gleichen Presse eine schmälere Plattenbahn herzustellen, deren gemäß Fig. 4 rechter
Rand 32 also im Innern des Rollbereichs der Rollenketten 30 gelegen ist.
[0029] Es wird dann in der üblichen Weise eine Schüttung 33 aus Holzspänen oder sonstigen
in Betracht kommenden Partikeln auf das Formband 2 aufgebracht, deren Breite 38 geringer
als die Nenn-Arbeitsbreite 34 und durch die Lage des Randes 32 in Fig. 4 charakterisiert
ist. Diese Holzspäne oder sonstigen Partikel sind mit Bindemittel versehen, was in
dem Fallbereich 39 in Fig. 2 und in den Fig. 4 bis 6 durch eingezeichnete Punkte angedeutet
sein soll.
[0030] Wenn die mit Bindemittel versehene Schüttung 33 in die Preßstrecke 3 einliefe, fehlte
den Formbändern 1,2 in der Randzone 35 (Fig. 4, 5) der Gegendruck, weil die Schüttung
33 ja schmäler ist als die Nenn-Arbeitsbreite 34. Aus diesem Grunde würde die Wärme
durch die Rollenketten 30 in der äußeren Randzone in wesentlich geringerem Maß in
die Formbänder 1,2 übertragen und würde sich dort in Querrichtung ein deutlicher Temperaturabfall
mit den entsprechenden Wärmespannungen in Längsrichtung einstellen.
[0031] Um dies zu verhindern, werden in den beiden von der Schüttung 33 nicht erfaßten Randzonen
35 der Preßstrekke 3 zusätzliche Randschüttungen 36 aufgestreut, die sich von dem
Rand 32 der Hauptschüttung 33 nach außen bis zu dem Rand 31 des Preßbereichs erstrecken
und dort einen Gegendruck liefern, der die Formbänder 1,2 in den Randzonen 35 in einer
vergleichbaren Weise in Anlage an den Rollenketten 30 hält, wie es im Bereich der
Hauptschüttung 33 der Fall ist.
[0032] Das Material der Randschüttung 36 ist das gleiche wie das der Hauptschüttung 33.
Es wird dem gemeinsamen Vorrat 50 (Fig. 6) unbeleimter Späne über Förderstrecken 51
entnommen, aus welchem über die Förderstrecke 52 auch das Material für die Hauptschüttung
33 abgezogen wird. Dem Material für die Hauptschüttung 33 wird jedoch for dem Aufstreuen
in der Förderstrecke 52 aus dem Bindemittelvorrat 53 noch Bindemittel zugesetzt. Nach
dem Durchlaufen der Preßstrecke 3 ist die Hauptschüttung 33 zu der Plattenbahn 4 abgebunden,
während das Material der Randschüttungen 36, welches kein Bindemittel enthält, nach
wie vor lose und streufähig ist. Dieses Material kann deshalb nach dem Verlassen der
Preßstrecke 3 über die Rückförderstrecken 54 in den Vorrat 50 zurückgeführt und dort
mit der Hauptmenge vermischt werden. Es nimmt also an der Herstellung der Plattenbahn
4 teil und lauft nicht etwa als separate Menge nur zur Bildung der Randschüttungen
36 endlos mit um.
[0033] Der Feuchtigkeitsgehalt der Partikel für die Randschüttungen 36 kann durch in die
Förderstrecken 51 eingeschaltete Feuchtigkeitsreguliereinrichtungen 55 gewünschtenfalls
unabhängig von dem Feuchtigkeitsgehalt der Partikel für die Hauptschüttung 33 eingestellt
werden, beispielsweise auf einen niedrigeren Wert, damit am Rand nicht so viel Wärme
für die reine Verdampfung vorhandener Feuchtigkeit verlorengeht und die gewünschte
Temperaturerhöhung am Rande leichter zu erzielen ist.
1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Holzspanplatten und ähnlichen durch
ein unter Druck und Wärme ausgehärtetes Bindemittel zusammengehaltenen Partikeln bestehenden
Plattenwerkstoffen in einer Doppelbandpresse, bei der die mit dem Bindemittel versehenen
Partikel auf ein horizontales Trum eines unteren Formbandes zu einer Schüttung aufgestreut
und in einer Preßstrecke zwischen dem unteren und dem oberen in Vorlaufrichtung der
Doppelbandpresse mitumlaufenden metallischen Formbändern unter Druck und Wärme zu
einer die Platten ergebenden Bahn ausgehärtet werden, wobei der Arbeitsdruck und die
zur Bildung notwendige Wärme in der Preßstrecke von der Stützkonstruktion der Doppelbandpresse
auf die Formbänder und von diesen in die Schüttung übertragen werden, dadurch gekennzeichnet,
daß in der außerhalb mindestens eines Randes (32) der die Platten (4) ergebenden Schüttung
(33) bis in die Nähe des dortigen Randes (31) der Preßstrecke sich erstreckenden Randzone
(35) eine Randschüttung (36) von bindemittelfreien Partikeln auf das untere Formband
(2) aufgestreut und mitgepreßt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Partikel für die Randschüttung
(36) dem Vorrat (50), der auch die Hauptschüttung (33) ergibt, vor der Hinzufügung
des Bindemittels entnommen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Feuchtigkeitsgehalt
der Partikel für die Randschüttung (36) unabhängig von dem Feuchtigkeitsgehalt der
Partikel für die Hauptschüttung (33) eingestellt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Partikel
der Randschüttung (36) nach dem Passieren der Preßstrecke (3) in den Vorrat (50) zurückgeführt
werden, aus dem auch die Hauptschüttung (33) gespeist wird.
5. Anlage zur kontinuierlichen Herstellung von Holzspanplatten und ähnlichen durch
ein unter Druck und Wärme ausgehärtetes Bindemittel zusammengehaltenen Partikeln bestehenden
Plattenwerkstoffen, mit einer Doppelbandpresse mit zwei in einer Preßstrecke übereinanderliegenden
und sich an einer Stützkonstruktion abstützenden metallischen Formbändern, zwischen
denen ein Gut in der Preßstrecke unter der Einwirkung von Druck und Wärme zusammenpreßbar
ist, und mit einer Streuvorrichtung, mittels deren die mit dem Bindemittel versehenen
Partikel auf ein horizontales Trum des unteren Formbandes zu einer Schüttung aufstreubar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere Streuvorrichtung vorgesehen ist, mittels
deren außerhalb der Ränder (32) der die Platten ergebenden Hauptschüttung (33) eine
bis in die Nähe des Randes des Preßbereichs reichende Randschüttung (36) von bindemittelfreien
Partikeln auf das untere Formband (2) aufstreubar ist.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (55) vorgesehen
ist, mittels deren der Feuchtigkeitsgehalt der Partikel der Randschüttung (36) unabhängig
von dem Feuchtigkeitsgehalt der Partikel der Hauptschüttung (33) einstellbar ist.
7. Anlage nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Fördereinrichtung
vorgesehen ist, mittels deren die Partikel der Randschüttung (36) in den Vorrat (50)
zurückführbar sind, aus dem auch die Hauptschüttung (33) gespeist wird.
1. A process for the continuous preparation in a double band press of chipboard panels
and similar board or panel materials consisting of particlecs held together by a bonding
agent cured with the use of pressure and heat, in which press the bonding-agent-treated
particles are scattered on to a horizontal run of a bottom shaping belt to form a
bulk fill and, in a pressing path between the bottom metal shaping belt and the top
metal shaping belt which co-rotate in the advance direction of the press, are cured
with the use of pressure and heat to form a web resulting in the panels, the working
pressure and the heat which is necessary for the formation being transferred in the
pressing path from the press support construction to the belts and therefrom to the
bulk fill, characterised in that an edge fill (36) of bonding-agent-free particles
is scattered on to the bottom belt (2) and pressed with the remainder of the fill
in the edge zone (35) which extends outside at least one edge (32) of the fill (33)
resulting in the panels (4) to near the edge (31) of the pressing path.
2. A process according to claim 1, characterised in that the particles for the edge
fill (36) are taken from the supply (50) providing the main fil (33) but before the
addition of the bonding agent.
3. A process according to claim 1 or 2, characterised in that the moisture content
of the particles for the edge fill (36) is adjusted independently of the moisture
content of the particles for the main fill (33).
4. A process according to any of claims 1 to 3, characterised in that after passing
through the pressing path (3) the particles of the edge fill (36) are returned to
the supply (50) which feeds the main fill (33).
5. An apparatus for the continuous preparation of chipboard parcels and similar panel
and board materials cons(sting of particles held together by a bonding agent cured
with the use of pressure and heat, the apparatus comprising a double belt press having
two metal shaping belts which are disposed one above another in a pressing path and
bear on a support construction and between which a material is compressible in the
pressing path with the use of pressure and heat, a scattering device being provided
for scattering the bonding-agent-treated particles in a bulk fill on a horizontal
run of the bottom shaping belt, characterised in that a further scattering device
is provided by means of which an edge fill (36) of bonding-agent-free particles, the
latter fill extending to near the edge of the pressing zone, can be scattered on the
bottom shaping belt (2) outside the edges (32) of the main fill (33) which will subsequently
form the panels.
6. An apparatus according to claim 5, characterised in that means (55) are provided
for adjusting the moisture content of the edge fill particles (36) independently of
the moisture content of the main fill particles (33).
7. An apparatus according to claim 5 or 6, characterised in that conveying means are
provided for returning the edge fill particles (36) to the supply (56) feeding the
main fill (33).
1. Procédé pour la fabrication en continu de panneaux de copeaux de bois et autres
matières semblables pour panneaux formés de particules agglomérées au moyen d'un liant
durci sous pression et à la chaleur dans une presse à double bande, dans laquelle
les particules garnies de liant, sont éparpillées sur le tambour horizontal d'une
bande de formage inférieure en un déversement et sont durcies dans une zone de pressage
entre les bandes de formage métalliques inférieure et supérieure circulant dans le
sens d'avancement de la presse à double bande et deviennent, sous l'action de la pression
et de la chaleur, une bande continue produisant les panneaux, la pression de travail
et la chaleur nécessaire à la formation de la bande étant transmises dans la zone
de pressage par la charpente d'appui de la presse à double bande aux bandes de formage
et par celles-ci à la matière déversée, procédé caractérisé en ce qu'un déversement
latéral (36) de particules exemptes de liant est répandu sur la bande de formage inférieure
et pressé en même temps, dans la zone latérale (35) s'étendant en dehors d'au moins
un bord (32) du déversement (33) produisant les panneaux (4) jusqu'au voisinage du
bord (31) de la zone de pressage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les particules pour le
déversement latéral (36) sont prélevées avant l'addition de liant dans le réservoir
(50), qui sert aussi pour le déversement principal (33).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la teneur en humidité
des particules pour le déversement latéral (36) est réglé indépendamment de l'humidité
des particules destinées au déversement principal (33).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les particules
du déversement latéral (36) sont renvoyées après être passées dans la zone de pressage
(3), dans le réservoir (50) à partir duquel est également alimenté le déversement
principal (33).
5. Installation pour la fabrication en continu de panneaux de copeaux de bois et d'autres
matières analogues pour panneaux consistant en particules agglomérées par un liant
durci sans pression et à la chaleur, avec une presse à double bande avec deux bandes
de formage métalliques situées l'une sur l'autre dans une zone de pressage et s'appuyant
sur une charpente d'appui, entre lesquelles une matière peut être comprimée dans la
zone de pressage sous l'action de la pression et de la chaleur, et avec un dispositif
d'éparpillement, au moyen duquel les particules garnies du liant peuvent être répandues
sur une veine horizontale de la bande de formage inférieure en un déversement, installation
caractérisée en ce qu'il est prévu un autre dispositif d'éparpillement, au moyen duquel
peut être répandu un déversement latéral 36, de particules exemptes de liant sur la
bande de formage inférieure (2) et allant jusqu'au voisinage du bord de la zone de
pressage, en dehors des bords (32) du déversement principal (33) qui produit les panneaux.
6. Installation selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'il est prévu un dispositif
(55), au moyen duquel la teneur en humidité des particules du déversement latéral
(36) peut être réglée indépendamment de la teneur en humidité des particules du déversement
principal (33).
7. Installation selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce qu'il est prévu
un dispositif d'alimentation au moyen duquel les particules du déversement latéral
(36) sont renvoyées dans le réservoir, à partir duquel est également approvisionné
le déversement principal (33).