| (19) |
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(11) |
EP 0 344 233 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.12.1993 Patentblatt 1993/52 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.10.1988 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE8800/628 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8903/440 (20.04.1989 Gazette 1989/09) |
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| (54) |
DRALLORGAN FÜR DAS VERSPINNEN VON FASERN ZU EINEM FADEN
TWISTER FOR SPINNING FIBRES INTO YARN
TORDEUR DE FILAGE DE FILS A PARTIR DE FIBRES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
13.10.1987 DE 3734566
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.12.1989 Patentblatt 1989/49 |
| (73) |
Patentinhaber: Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau AG |
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85055 Ingolstadt (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HANDSCHUCH, Karl
D-8074 Gaimersheim (DE)
- ROTTMAYR, Hans
D-7410 Reutlingen (DE)
- ARTZT, Peter
D-7410 Reutlingen (DE)
- EGBERS, Gerhard
D-7410 Reutlingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Canzler, Rolf, Dipl.-Ing. |
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Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau AG,
Postfach 10 09 60 85009 Ingolstadt 85009 Ingolstadt (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 174 112 DE-A- 2 006 462 GB-A- 948 773
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EP-A- 0 222 981 DE-A- 3 708 542 US-A- 3 407 584
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Drallorgan für das Verspinnen von Fasern zu
einem Faden, mit einem Durchlaufkanal für Fasermaterial und mit wenigstens einem,
vom Umfang des Drallorgans bis in den Durchlaufkanal für Fasermaterial reichenden
Luftkanal.
[0002] Bekannte pneumatische Drallorgane (DE-OS 3.301.652) setzen sich im wesentlichen aus
einem Grundkörper, einem Durchlaufkanal für Fasermaterial, im folgenden kurz Durchlaufkanal
genannt, sowie wenigstens einem Luftkanal zusammen. Der Luftkanal befindet sich in
dem Grundkörper und reicht vom Umfang des Grundkörpers bis in den Durchlaufkanal hinein.
Dabei mündet der Luftkanal im allgemeinen tangential und schrägwinklig in den Durchlaufkanal.
Wird der Luftkanal mit Druckluft beaufschlagt, entsteht in dem Durchlaufkanal ein
Luftdrall, der dem in dem Durchlaufkanal befindlichen Fasermaterial einerseits eine
Einzugskraft in das Drallorgan und andererseits eine Drehung erteilt (sog. Injektorwirkung).
[0003] Es ist bekannt, daß die Lage der Luftkanäle zueinander und zum Durchlaufkanal von
wesentlicher Bedeutung für die Garnqualität ist (EP-OS 0.222.981). Es ist deshalb
darauf zu achten, daß die Luftkanäle genau in der vorherbestimmten Lage und mit möglichst
geringen Toleranzen in das Drallorgan eingebracht werden. Die Problematik besteht
dabei darin, daß der Grundkörper des Drallorgans aus Verschleißgründen aus einem sehr
harten Material (z.B Keramik) besteht, das sehr schwer zu bearbeiten ist. Zur Erzielung
einer besonders gut gerichteten Strömung am Ende des Luftkanals ist ein bestimmtes
Verhältnis von Länge zu Durchmesser des Luftkanals erforderlich, wobei eine bestimmte
Mindestlänge des Luftkanals eingehalten werden muß, damit ein gebündelter Luftstrahl
entstehen kann. Außerdem ist die Querschnittsform des Luftkanals von ausschlaggebender
Bedeutung für einen wirkungsvollen Luftstrahl und somit für ein gutes Spinnergebnis.
Besonders bei den relativ zum Durchmesser sehr langen Bohrungen für die Luftkanäle
ist es kaum zu vermeiden, daß die Bohrer "verlaufen" und somit größere Lage- und Formabweichungen
vom Soll-Zustand entstehen. Zur Erreichung von höherer Präzision ist ein zunehmender
Aufwand nötig, um die Bohrungen anfertigen zu können. Auf diese Problematik wurde
auch in der US-PS 4.480.435 hingewiesen.
[0004] In der US-A-3.407.584 ist ein Drallorgan gezeigt. Der Luftkanal ist dabei als Nut
in einem Bauteil ausgebildet, die durch ein weiteres Bauteil so abgedeckt ist, daß
ein geschlossener Kanalquerschnitt entsteht. Der Luftkanal mündet jedoch nicht in
den Durchlaufkanal für das Fasermaterial, sondern in eine Kammer größeren Querschnitts
als des Durchlaufkanals. Eine hohe Präzision bei der Herstellung insbesondere der
Mündung des Luftkanals ist daher nicht so wichtig.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Drallorgan der genannten Art zu schaffen,
das sich auf einfache und kostengünstige Weise genau herstellen läßt.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Luftkanal aus Elementen
zusammengesetzt ist, wodurch der zusammengesetzte Luftkanal im wesentlichen quer zur
Längsachse geteilt ist. Es hat sich gezeigt, daß durch die Teilung des Luftkanals
eine günstige und genaue Fertigung zu erzielen ist, und außerdem zusätzliche Formgebungen
ermöglicht werden.
[0007] Die dem Durchlaufkanal nähere Bohrung ist sehr lage- und toleranzengenau in das harte
Material des Drallorgans einzubringen, zumal die Länge der Bohrung sehr kurz ist.
Die kürzeste zulässige Länge dieser Bohrung wird erreicht, wenn sich die Teilungsebene
des zusammengesetzten Luftkanals unmittelbar vor der Innenwand des Durchlaufkanals
befindet, ohne die Innenwand des Drallorgans zu durchbrechen. Vorteilhaft ist, daß
der Bohrer mit dem kleinen Durchmesser sehr kurz Gehalten werden kann und somit wegen
des kurzen Hebelarmes nur relativ kleine Drehmomente ein "Verlaufen" des Bohrers in
dem harten Material des Drallorgans bewirken können. Diesen Drehmomenten können handelsübliche
Bohrer widerstehen.
[0008] Eine günstige Ausbildung ist, daß das erste, den zusammengesetzten Luftkanal bildende
Element das Drallorgan mit einer in den Durchlaufkanal für Fasermaterial mündenden
Bohrung ist und daß in eine zu dieser Bohrung konzentrischen Bohrung größeren Durchmessers
ein weiteres den zusammengesetzten Luftkanal bildendes Element in Form einer Buchse
eingesetzt ist.
[0009] Die Buchse soll bis an den Grund der größeren Bohrung eingeführt sein, damit in dem
Luftkanal ein möglichst spaltfreier Übergang von der Buchse zum Drallorgan entsteht
und es hier zu möglichst wenig Strömungsverlusten kommt. Durch den Einsatz der Buchse
wird einerseits eine Verlängerung des kleinen Durchmessers des Luftkanals ermöglicht
und andererseits eine Variation der Einströmöffnung des Luftkanals realisierbar. Beide
Maßnahmen bewirken eine Änderung des Strömungsverhaltens der Luft innerhalb und nach
dem Luftkanal. Das Material der Buchse kann das gleiche wie das des Drallorgans oder
aber ein leichter zu bearbeitendes Material sein.
[0010] Enthält die Buchse eine Durchgangsbohrung, deren Mündungsdurchmesser im wesentlichen
dem Durchmesser der in den Durchlaufkanal für Fasermaterial mündenden Bohrung im Drallorgan
entspricht, so kann diese Durchgangsbohrung als ein Teil des Luftkanals verwendet
werden.
[0011] Aus fertigungstechnischen Gründen kann es von Nutzen sein, wenn die Buchse eine Durchgangsbohrung
enthält, deren Mündungsdurchmesser vom Durchmesser der kleineren der beiden konzentrischen
Bohrungen abweicht. Dadurch ist ein kleiner seitlicher Versatz der Buchse gegenüber
der kleineren der beiden konzentrischen Bohrungen zulässig, ohne daß sich der wirksame
Querschnitt des Luftkanals verringert.
[0012] Eine wirkungsvolle Verlängerung des dünnen Luftkanals wird erreicht, indem die Durchgangsbohrung
der eingesetzten Buchse mit der in den Durchlaufkanal für Fasermaterial mündenden
Bohrung im Drallorgan fluchtet und somit einen zusammengesetzten Luftkanal bildet.
[0013] Für ein gutes Spinnergebnis hat sich weiterhin gezeigt, daß der Luftkanal ein Verhältnis
von Durchmesser zu Länge von 1:3 bis 1:10 aufweisen soll.
[0014] Zur Verringerung der Strömungsverluste in dem zusammengesetzten Luftkanal ist die
Durchgangsbohrung der Buchse vorteilhafterweise so ausgebildet, daß sich die Einströmöffnung
des zusammengesetzten Luftkanals trichterförmig verjüngt.
[0015] Zur Variation von Strömungen in den Durchlaufkanal besteht die Möglichkeit, daß in
Abhängigkeit von den gewünschten Luftströmungen in dem Durchlaufkanal für Fasermaterial
Buchsen mit unterschiedlichen Durchgangsbohrungen und/oder Längen eingesetzt werden.
So kann durch Einsatz unterschiedlicher Buchsen den Erfordernissen unterschiedlicher
Spinn-Parameter, wie z.B. Beschaffenheit des zu verspinnenden Materials, entgegengekommen
werden und somit durch Variation des Durchmessers, der Form und der Länge der Durchgangsbohrung
der Buchse die Drallgebung in dem Durchlaufkanal beeinflußt werden. Durch ein lösbares
Fügeverfahren ist es damit auch möglich, dasselbe Drallorgan durch Auswechseln der
Buchse umzurüsten.
[0016] Die Reduzierung der Fertigungsgenauigkeit ist zulässig, wenn der Durchmesser der
Buchse kleiner ist, als der Durchmesser der Bohrung, in welche die Buchse eingesetzt
ist, und der dadurch entstandene Zwischenraum mit einem Klebemittel ausgefüllt ist.
Die Einhaltung einer ausreichenden Fluchtung der Teile des Luftkanals kann erreicht
werden, indem ein Zentrierstift oder ähnliches während der Verklebung in den zusammengesetzten
Luftkanal eingeführt wird.
[0017] Besteht der Durchlaufkanal an seinem Umfang im Bereich der Einmündung des Luftkanals
aus mehreren Elementen, so ist wiederum aufgabengemäß eine einfache und kostengünstige
Herstellungsweise des Drallorgans erreicht. Durch diese Teilung ist es möglich, den
Luftkanal von beiden Seiten zu bearbeiten, wenn das Drallorgan zerlegt ist. Ist der
Luftkanal in einer in das Drallorgan eingesetzten Buchse angeordnet, die bis in den
Durchlaufkanal hineinreicht, so besteht die Möglichkeit, daß durch den Einsatz unterschiedlicher
Buchsen auf einfache Weise unterschiedliche Luftkanalformen verwendet werden können.
Ist das Drallorgan im wesentlichen entlang seiner Längsachse geteilt, d.h. besteht
das Drallorgan aus z.B. zwei oder drei Segmenten, so ist es möglich, daß der Luftkanal
in einem oder mehreren der Segmente angeordnet ist.
[0018] Nimmt die Querschnittsfläche des Luftkanals ausgehend vom Umfang des Drallorgans
in Richtung zum Durchlaufkanal mindestens teilweise zu, so ergeben sich vorteilhafte
Strömungsverhältnisse im Luftkanal und Durchlaufkanal. Dies kann durch eine Veränderung
der Querschnittsform des Luftkanals zusätzlich unterstützt werden. Dies bedeutet eine
Veränderung eines z.B. kreisförmigen Querschnitts zu einem ovalen Querschnitt des
Luftkanals, wobei die ovale Querschnittsfläche größer als die kreisförmige Querschnittsfläche
ist. Bestehen beide Querschnittsformen aus einer kreisförmigen Querschnittsfläche,
so bedeutet dies eine kegelige oder konische Erweiterung des Luftkanals. Vorteilhafterweise
beträgt der Kegelwinkel zwischen 5 und 10°.
[0019] Der kleinste Durchmesser des Luftkanals soll zwischen 0,6 und 0,2 mm betragen. Beste
Ergebnisse kann man mit einem kleinsten Durchmesser von 0,3 mm erzielen.
[0020] Das Einbringen der Luftkanäle in das harte Material der Drallorgane war bisher immer
kostspielig und problematisch bezüglich der Fertigungsgenauigkeit.
[0021] Mit der vorliegenden Erfindung ist es nun gelungen ein Drallorgan zu schaffen, in
das auf einfache und kostengünstige Weise form- und lagegenaue Luftkanäle eingebracht
sind. Außerdem ist es gelungen, eine große Vielfalt von Luftkanal-Querschnitten zu
realisieren und somit auf die unterschiedlichen Bedürfnisse beim Spinnvorgang vorteilhaft
eingehen zu können.
[0022] Ausführungsbeispiele werden nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- im Längsschnitt I-I das Drallorgan in der erfindungsgemäßen Ausbildung mit quergeteiltem
Luftkanal, aber ohne Einsatz der Buchse;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht des Drallorgans mit eingesetzter zylindrischer Buchse;
- Fig. 3
- im Längsschnitt I-I das Drallorgan in der erfindungsgemäßen Ausbildung mit eingesetzter
zylindrischer Buchse;
- Fig. 4 bis 6
- Ausführungsbeispiele verschiedener Buchsen;
- Fig. 7
- im Längsschnitt I-I das Drallorgan mit eingesetzter konischer Buchse;
- Fig. 8
- im Längsschnitt I-I das Drallorgan mit eingesetzter Buchse mit exzentrischer Durchgangsbohrung;
- Fig. 9 und 10
- einen Querschnitt durch ein Drallorgan.
[0023] Wie Fig. 1 zeigt, befinden sich im Drallorgan 1 zwei konzentrische Bohrungen 120
und 121 unterschiedlichen Durchmessers, wobei die Bohrung 120 einen Teil des Luftkanals
12 bildet und das Drallorgan 1 eines der Elemente des Luftkanals 12 ist. Dabei reicht
die Bohrung 120, die bereits den geforderten Luftkanaldurchmesser d besitzt, bis in
einen Durchlaufkanal 10 für Fasermaterial, im folgenden kurz Durchlaufkanal genannt,
hinein. Eine zu der Bohrung 120 konzentrische Bohrung 121 größeren Durchmessers D
reicht mit ihrem Grund 123 bis nahe an den Durchlaufkanal 10 heran. Aufgrund der Schrägstellung
der Achse 122 der konzentrischen Bohrungen 120 und 121 zur Achse des Durchlaufkanals
10 läßt sich die Aussage treffen, daß die Lange l
k der Bohrung 120 umso kürzer wird, und sich damit auch die Bohrung 120 umso genauer
fertigen läßt, je kleiner der Durchmesser D der größeren der beiden konzentrischen
Bohrungen 121 wird, vorausgesetzt, es handelt sich um zylindrische Bohrungen. Der
Grund 123 der Bohrung 121 soll bis unmittelbar vor die Innenwand des Drallorgans 1
reichen, darf jedoch nicht die Wandung des Durchlaufkanals 10 durchbrechen, beschädigen
oder die Wandung derart schwächen, daß sie beim Einfügen einer Buchse in die Bohrung
121 durchbrochen oder beschädigt wird. Die Buchse 2, 3, 4, 5 oder 6 stellt ein weiteres
Element des Drallorgans 1 dar.
[0024] In Fig. 2 ist eine Vorderansicht des Drallorgans 1 gezeigt. Es ist daran deutlich
zu erkennen, daß die Achse 122 mit den konzentrischen Bohrungen 120 und 121 mit einem
seitlichen Versatz zur Achse 100 des Durchlaufkanals 10 angeordnet ist. Dies bewirkt
eine tangentiale Einleitung des Luftstroms in den Durchlaufkanal 10 und damit eine
gute Drallbildung des Luftstroms in dem Durchlaufkanal 10. Durch den seitlichen Versatz
der beiden Achsen 100 und 122 und die zueinander nicht lotrechte Lage resultiert,
daß sich die Stelle der größten Annäherung von Durchlaufkanal 10 und Bohrung 121 ebenfalls
in einem seitlichen Versatz zu den beiden Achsen 100 und 122 befindet. Der Verlauf
des Schnittes I-I in Fig. 2 gibt die Längsschnitte der Fig. 1 und 3 wieder.
[0025] Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch das Drallorgan 1, in das eine Buchse 2 eingesetzt
ist. Wie zu erkennen ist, verlängert die Durchgangsbohrung 20 der Buchse 2 die wirksame
Länge l
k der Bohrung 120 um den Betrag der Länge l
B der Buchse auf die neue Gesamtlänge l
g und ergibt somit den zusammengesetzten Luftkanal (12). Der Grund 123 der Bohrung
121 muß sich an die Stirnfläche 21 der Buchse 2 möglichst spaltfrei anschließen, damit
in dem zusammengesetzten Luftkanal 12 wenig Strömungsverluste entstehen.
[0026] Die Fig. 4 bis 6 zeigen weitere Ausführungsbeispiele der Buchse 2. Die verschiedenen
Durchgangsbohrungen 30, 40 und 60 bewirken jeweils andere Strömungsbeiwerte in dem
zusammengesetzten Luftkanal 12. Dies hat wiederum zur Folge, daß unterschiedliche
Drallwirkungen und Verwirbelungen in dem Durchlaufkanal 10 entstehen. Bei jeder der
Buchsen 2, 3, 4, 5 und 6 ist darauf zu achten, daß der Einbau einen möglichst spaltfreien
Übergang von der Stirnfläche 21, 31, 41, 51, 61 der Buchse 2, 3, 4, 5, 6 zum Grund
123 der Bohrung 121 ergibt, um Strömungsverluste zu vermeiden. Außerdem soll jeweils
die Achse 22, 32, 42, 52 mit der Achse 122 fluchten und der Mündungsdurchmesser d
M der Buchse 2, 3, 4, 5 und 6 im wesentlichen mit dem Bohrungsdurchmesser d übereinstimmen.
Durch die trichterförmige Verjüngung der Durchgangsbohrungen 30, 40, 60 entsteht eine
günstige Strömungseinleitung mit wenig Verwirbelungen und Verlusten. Die Buchsen 2,
3, 4, 5, 6 können ebenso wie das Drallorgan 1 aus Keramik oder aber auch aus einem
leichter zu bearbeitenden Material hergestellt sein, da hier die Materialbeanspruchung
nicht so groß ist, wie an der Luftkanal-Mündung im Durchlaufkanal 10. Als Fügeverfahren
kommen vorzugsweise Kleben, Pressen oder Schrauben in Frage.
[0027] In Fig. 7 ist dargestellt, wie durch den Einsatz einer konischen Buchse 6 die Länge
des Luftkanals l
k in dem harten Material des Drallorgans 1 deutlich verringert werden kann. Hierdurch
ist es möglich, daß die Buchse 6 tiefer in das Drallorgan 1 eingesetzt wird, ohne
daß die Wandung des Durchlaufkanals 10 durchbrochen wird.
[0028] Fig. 8 zeigt die eingesetzte Buchse 5, deren Durchgangsbohrung 50 exzentrisch zum
Außendurchmesser d
A ist. Diese Exzentrizität kann sowohl an der Buchse 5 als auch an den Bohrungen 120
und/oder 121 in dem Drallorgan 1 durch Fertigungstoleranzen auftreten. Ein Ausgleich
der Exzentrizität wird ermöglicht, wenn die Durchmesser D und d
A einen deutlichen Unterschied aufweisen und zwar so, daß D deutlich größer als d
A ist. Durch exzentrischen Einsatz der Buchse 5 kann der Luftkanal 12 fluchtend zusammengesetzt
werden, indem die Bohrungen 120 und 50 z.B. über einen Zentrierstift in die gewünschte
Position gebracht werden, und somit die Achsen 122 und 52 die gleiche Lage haben.
Die dabei entstehenden seitlichen Hohlräume können mit einem Klebemittel ausgefüllt
werden, welches gleichzeitig den zusammengesetzten Luftkanal 12 gegen seitlichen Luftaustritt
abdichtet.
[0029] Die in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellten konzentrischen Bohrungen 120 und 121 sind
in ein Drallorgan 1 eingebracht, das aus Verschleißgründen aus sehr hartem Material,
z.B. Keramik besteht. Dabei sind die Bohrungen 120 und 121 in dem gesinterten Keramik-Drallorgan
1 mit einem leichten Untermaß bereits vorgesehen. Die Feinbearbeitung der Bohrungen
120 und 121 geschieht vorzugsweise in einem Bearbeitungsgang, wobei die hierfür verwendeten
Formbohrer eine geringe Materialabnahme zu leisten haben und deshalb die Bohrungen
120 und 121 im allgemeinen mit außerordentlich geringen Toleranzen behaftet sind.
[0030] Neben den dargestellten Ausführungsbeispielen ist eine große Anzahl weiterer Gestaltungsmöglichkeiten
aufgrund der Erfindung möglich. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit daß der Luftkanal
12 sowohl parallel als auch quer zur Längsachse geteilt wird, wenn es aus fertigungstechnischen
oder strömungsmechanischen Gründen vorteilhaft erscheint. Außerdem bezieht sich die
vorliegende Erfindung auf eine vom Umfang des Drallorgans 1 bis in den Durchlaufkanal
10 reichende, längsgeteilte Buchse, die einen Luftkanal 12 in Form einer oder mehrerer
Nuten enthält. Eine weitere Möglichkeit besteht im Einsatz mehrerer Buchsen 2, 3,
4, 5 oder 6, die hintereinander angeordnet den zusammengesetzten Luftkanal 12 bilden.
[0031] Ein geeignetes Material für die Elemente des Drallorgans 1 ist z.B. vorgeformte Sinterkeramik,
wobei die endgültige Form und Oberflächengüte durch geringe soanabhebende Bearbeitung
erzielt wird, da die Grundform bereits vorhanden ist. Die vorgeformte Sinterkeramik
bewirkt, daß trotz des harten Materials eine Bearbeitung relativ einfach ist. Die
Bohrungen bzw. Nuten können daher sehr form- und lagegenau in den Elementen des Drallorgans
fertigbearbeitet werden.
[0032] Die Fig. 9 und 10 stellen Querschnitte durch Drallorgane 1 dar, die aus mehreren
Elementen 16 bzw. 17 und 18 zusammengesetzt sind. Wenigstens eines dieser Elemente
16 bzw. 17 und 18 dieser Drallorgane 1 beinhaltet einen kompletten Luftkanal 161.
Die Teilung der Drallorgane 1 erfolgt derart, daß die Zugänglichkeit zu den Luftkanälen
161 in demontiertem Zustand des Drallorgans 1 von beiden Seiten, besonders jedoch
von der Seite des Durchlaufkanals 10 gewährleistet ist. Hierdurch ist die Fertigung
von Luftkanälen 161, die sich in Richtung zum Durchlaufkanal 10 erweitern, auf einfache
und genaue Art möglich.
[0033] Die Luftkanäle 161 der Fig. 9 und 10 können z.B. in Sinterkeramikteilen, wie bereits
vorher beschrieben, vorgefertigt werden und durch eine Nachbehandlung auf ihr Sollmaß
gebracht werden. Durch die Teilung des Drallorgans 1 kann die Entformung des Luftkanals
161 sowie deren Nachbehandlung von der Seite der Öffnung in den Durchlaufkanal 10
aus erfolgen. Hierdurch ergibt sich vorteilhafterweise die Möglichkeit, daß der Luftkanal
161 eine sehr exakte Öffnung in den Durchlaufkanal 10 erhält. Die Öffnung in den Durchlaufkanal
10 soll möglichst tangential einmünden, so daR die Fasern in dem Durchlaufkanal 10
einen starken Drall erhalten. Durch die konisch erweiterte Form der Durchlaufkanäle
161 wird der Luftbedarf deutlich verringert sowie die Drallwirkung auf die Fasern
zudem verbessert. Ausschlaggebend für einen optimal niedrigen Luftverbrauch sowie
eine große Drallwirkung sind sowohl der kleinste Durchmesser k des Luftkanals 161,
sowie dessen Kegelwinkel α. Die besten Ergebnisse hierbei wurden erzielt mit kleinsten
Durchmessern k von weniger als 0,6 mm. Besonders günstig erwies sich ein kleinster
Durchmesser k von 0,3 mm. Bei Durchmessern, die kleiner als 0,2 mm sind, ist es nicht
möglich, die mindestens notwendige Luftmenge in den Durchlaufkanal 10 einzuleiten,
die eine ausreichende Drallerteilung des Fasermaterials gewährleistet. Beste Verwirbelungen
des Fasermaterials im Durchlaufkanal 10 wurden mit Kegelwinkeln α zwischen 5° und
10° erzielt.
[0034] In Fig. 9 ist ein dreigeteiltes Drallorgan 1 dargestellt. Die Teilung in die Elemente
16 erfolgte derart, daß jeweils eine Teilungsebene in der dargestellten Ansicht senkrecht
auf die Mittellinie 122 gerichtet ist. Hierdurch ergeben sich fertigungstechnische
Vorteile bei der Entformung und Nachbearbeitung der Elemente 16.
[0035] Die konische Form der Luftkanäle 161 mit kreisförmigem Querschnitt ist z.B. einer
zylindrischen Form wegen der dadurch erzielbaren höheren Luftgeschwindigkeit in dem
Luftkanal 161 vorzuziehen. Bei dieser Form der Luftkanäle wurde festgestellt, daß
sie gegenüber einer zylindrischen Form der Luftkanäle außer einem geringeren Luftverbrauch
zudem eine höhere Reißfestigkeit des Fadens erzielen. Es verbessert sich somit der
Wirkungsgrad des Drallorgans.
[0036] Für eine gute Drallerteilung können je nach Fasermaterial und Fadenqualität auch
Querschnitte des Luftkanals 161 vorteilhaft sein, die nicht nur eine Zunahme der Querschnittsfläche
haben, sondern auch ihre Form ändern. So ist es möglich, daß der Luftkanal 161 am
Umfang des Drallorgans 1 einen kreisförmigen und am Durchlaufkanal 10 einen ovalen
Querschnitt hat, der mit einer längeren Ausdehung entweder in Richtung der Längsachse
100 oder in Umfangsrichtung des Durchlaufkanals 10 gerichtet ist. Der Querschnitt
ist selbstverständlich senkrecht auf die Achse 122 bezogen.
[0037] Vorteilhaft ist weiterhin, wenn die Luftkanäle 161 auf einer Ebene in den Durchlaufkanal
10 eintreten. Damit verbunden ergibt sich wiederum eine deutlich höhere Reißfestigkeit
des gesponnenen Garnes.
[0038] In vielen Fällen hat sich die Anordnung von drei Luftkanälen 161 für eine gute Fadenqualität
bewährt. Jedoch kann auch die Anordnung von z.B. zwei Luftkanälen 161, wie sie in
Fig. 10 gezeigt werden, vorteilhaft sein. In Fig.10 sind die Luftkanäle 161 in Büchsen
17 angeordnet, welche in dem Körper 18 des Drallorgans 1 eingesetzt sind. Auch hierbei
können die Luftkanäle 161 von ihren beiden Öffnungen aus bearbeitet werden. Die Vorteile
ergeben sich hierbei in ähnlicher Weise wie bei Fig. 9. Die Büchsen können entweder
auswechselbar oder fest in dem Grundkörper 18 eingebracht sein. Wichtig ist hierbei,
daß die Stoßkanten der Körper 17 und 18 bzw. 16 in dem Durchlaufkanal 10 sehr sorgfältig
bearbeitet sind, so daß sich keine Fasern daran verhängen können und bei einem Ablösen
fehlerhafte Stellen in dem Faden erzeugen.
[0039] Die Länge 1 der Luftkanäle 161 ist variierbar, indem eine Vorkammer 162 den Luftkanälen
161 in den Elementen 16 bzw. 17 vorgelagert ist. Die Vorkammer 162 bewirkt zudem,
daß die Luft gleichmäßig in den Luftkanal 161 einströmen kann.
[0040] Durch den Einsatz kegeliger Luftkanäle 161 ist es möglich, bei deutlich reduziertem
Luftverbrauch mindestens gleiche Reißfestigkeiten des Fadens zu erzielen wie sie mit
z.B. zylindrischen Luftkanälen erzielbar sind.
[0041] Die in Fig. 9 und 10 gezeigten Drallorgane 1 zeichnen sich somit durch gute Spinnergebnisse
bei geringem Luftverbrauch aus. Dies wird nicht zuletzt dadurch erreicht, daß die
Mündungen der Luftkanäle 161 in dem Durchlaufkanal 10 besonders gut zu bearbeiten
sind und hierdurch ungünstige Beeinflussungen des Luftstroms sowie des durchlaufenden
Fasermaterials vermieden werden können.
[0042] Die Drallorgane 1 sind in den Figuren 1 bis 10 stark vergrößert dargestellt. Als
Anhaltspunkt für die tatsächliche Größe des Drallorgans 1 soll folgende beispielhafte
Maßtabelle dienen.
| Außendurchmesser des Drallorgans 1 |
8,5 mm |
| Durchmesser des Durchlaufkanals 10 |
2,5 mm |
| Kegelwinkel α |
7° |
| Neigungswinkel γ |
10° |
| kleinster Durchmesser d des Luftkanals 161 |
0,4 mm |
| Länge des Drallorgans 1 |
20 mm |
1. Drallorgan (1) für das Verspinnen von Fasern zu einem Faden, mit einem Durchlaufkanal
(10) für Fasermaterial und mit wenigstens einem, vom Umfang des Drallorgans (1) bis
in den Durchlaufkanal (10) für Fasermaterial reichenden Luftkanal (12), dadurch gekennzeichnet, daß der Luftkanal (12,) aus Elementen (1, 2; 1, 5; 1, 6) zusammengesetzt ist, durch
die der zusammengesetzte Luftkanal (12) im wesentlichen quer zur Längsachse (122)
des Luftkanals (12) geteilt ist.
2. Drallorgang nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Teilungsebene (124) des zusammengestzten Luftkanals (12) unmittelbar
vor der Innenwand des Durchlaufkanals (10) für Fasermaterial befindet, ohne die Innenwand
zu durchbrechen.
3. Drallorgan nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste, den zusammengestzten Luftkanal (12) bildende Element das Drallorgan
(1) mit einer in den Durchlaufkanal (10) für Fasermaterial mündenden Bohrung (120)
ist, und daß in eine zu dieser Bohrung (120) konzentrischen Bohrung (121) größeren
Durchmessers (D) ein weiteres den zusammengesetzten Luftkanal (12) bildendes Element
in Form einer Buchse (2, 3, 4, 5, 6) eingesetzt ist.
4. Drallorgan nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (2, 3, 4, 5, 6) eine Durchgangsbohrung (20, 30, 40, 50, 60) enthält,
deren Mündungsdurchmesser (dM) im wesentlichen dem Durchmesser (d) der in den Durchlaufkanal (10) für Fasermaterial
mündenden Bohrung (120) im Drallorgan (1) entspricht.
5. Drallorgan nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsbohrung (20, 30, 40, 50, 60) der eingesetzten Buchse (2, 3, 4,
5, 6) mit der in den Durchlaufkanal (10) für Fasermaterial mündenden Bohrung (120)
im Drallorgan (1) fluchtet und somit einem zusmmengesetzten Lufkanal (12) bildet.
6. Drallorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Einströmöffnung des zusammengesetzten Luftkanals (12) trichterförmig
zum Durchlaufkanal (10) hin verjüngt.
7. Drallorgan nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von den gewünschten Luftströmungen in dem Durchlaufkanal (10)
für Fasermaterial Buchsen (2, 3, 4, 5, 6) mit unterschiedlichen Durchgangsbohrungen
(20, 30, 40, 50, 60) und/oder Längen (lB) eingesetzt werden.
8. Drallorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser (dA) der Buchse (2, 3, 4, 5, 6) kleiner ist als die Bohrung (121), in welche die Buchse
(2, 3, 4, 5, 6) eingesetzt ist.
9. Drallorgan (1) für das Verspinnen von Fasern zu einem Faden, mit einem Durchlaufkanal
(10) für Fasermaterial und mit wenigstens einem, vom Umfang des Drallorgans (1) bis
in den Durchlaufkanal (10) für Fasermaterial reichenden Luftkanal (161), dadurch gekennzeichnet, daß der Durchlaufkanal (10) im Bereich der Einmündung eines Luftkanals (161) an seinem
Umfang aus mehreren Elementen (16; 17; 18) besteht.
10. Drallorgan nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftkanal (161) in einer in das Drallorgan (1) eingesetzten Buchse (17) angeordnet
ist, die bis in den Durchlaufkanal (10) reicht.
11. Drallorgan nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Drallorgan (1) im wesentlichen entlang seiner Längsachse (100) geteilt ist.
12. Drallorgan (1) für das Verspinnen von Fasern zu einem Faden, mit einem Durchlaufkanal
(10) für Fasermaterial und mit wenigstens einem, vom Umfang des Drallorgans (1) bis
in den Durchlaufkanal (10) für Fasermaterial reichenden Luftkanal (161), insbesondere
nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche des Luftkanals (161) in Richtung zum Durchlaufkanal (10)
zunehmend ist.
13. Drallorgan nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche des Luftkanals (161) unter Veränderung der Querschnittsform
zunehmend ist.
14. Drallorgan nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftkanal (161) in Richtung zum Durchlaufkanal (10) kegelig erweitert ist.
15. Drallorgan nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Kegelwinkel α der Erweiterung zwischen 5° und 10° beträgt.
16. Drallorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der kleinste Durchmesser (d) des Luftkanals (12, 161) weniger als 0,6 mm, mindestens
jedoch 0,2 mm beträgt.
17. Drallorgan nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der kleinste Durchmesser (d) des Luftkanals (12, 161) vorzugsweise 0,3 mm beträgt.
18. Drallorgan nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftkanal (12, 161) ein Verhältnis von Durchmesser (d) zu Länge (lg) von 1:3 bis 1:10 aufweist.
1. Twister for spinning fibres into a thread, having a channel for the passage of fibrous
material and having at least one air channel (12) extending from the periphery of
the twister (1) into the channel (10) for the passage of fibrous material, characterized
in that the air channel (12) is assembled from elements (1,2; 1,5; 1,6) by which the
assembled air channel (12) is divided substantially transversely to the longitudinal
axis (122) of the air channel (12).
2. Twister according to claim 1, characterized in that the plane of division (124) of
the assembled air channel (12) is directly in front of the inner wall of the channel
(10) for the passage of fibrous material but does not pass through the inner wall.
3. Twister according to claim 1 or 2, characterized in that the first element forming
the assembled air channel (12) is the twister (1) with a bore (120) opening into the
channel (10) for the passage of fibrous material, and in that a further element forming
the assembled air channel (12) in the form of a bush (2,3,4,5,6) is inserted into
a bore (121) concentric to this bore (120) and of larger diameter (D).
4. Twister according to claim 3, characterized in that the bush (2,3,4,5,6) contains
a through bore (20,30,40,50, 60) whereof the opening diameter (dM) corresponds substantially to the diameter (d) of the bore (120) in the twister (1),
opening into the channel (10) for the passage of fibrous material.
5. Twister according to claim 3 or 4, characterized in that the through bore (20,30,40,50,60)
of the inserted bush (2,3,4,5,6) is flush with the bore (120) in the twister (1),
opening into the channel (10) for the passage of fibrous material, and thus forms
an assembled air channel (12).
6. Twister according to one of claims 1 to 5, characterized in that the inflow opening
of the assembled air channel (12) tapers in the shape of a funnel towards the passage
channel.
7. Twister according to one of claims 3 to 6, characterized in that, in dependence on
the desired air flows in the channel (10) for the passage of fibrous material, bushes
(2,3,4,5,6) of differing through bores (20,30,40,50,60) and/or lengths (lB) are used.
8. Twister according to one of claims 1 to 7, characterized in that the diameter (dA) of the bush (2,3,4,5,6) is inserted.
9. Twister (1) for spinning fibres into a thread, having a channel for the passage of
fibrous material and having at least one air channel (161) extending from the periphery
of the twister (1) into the channel (10) for the passage of fibrous material, characterized
in that the passage channel (10), in the region of opening of an air channel (161)
at its periphery, comprises a plurality of elements (16; 17; 18).
10. Twister according to claim 9, characterized in that the air channel (161) is arranged
in a bush (17) which is inserted in the twister (1) and extends into the passage channel
(10).
11. Twister according to claim 9 or 10, characterized in that the twister (1) is divided
substantially along its longitudinal axis (100).
12. Twister (1) for spinning fibres into a thread, having a channel (10) for the passage
of fibrous material and having at least one air channel (161) extending from the periphery
of the twister (1) into the channel (10) for the passage of fibrous material, in particular
according to one of claims 1 or 10 to 17, characterized in that the cross-sectional
area of the air channel (161) increases in the direction towards the passage channel
(10).
13. Twister according to claim 12, characterized in that the cross-sectional area of the
air channel (161) increases as the cross-sectional shape changes.
14. Twister according to claim 13, characterized in that the air channel (161) is conically
widened in the direction towards the passage channel (10).
15. Twister according to claim 14, characterized in that the conical angle α of the widening
is between 5° and 10°.
16. Twister according to one of claims 1 to 15, characterized in that the smallest diameter
(d) of the air channel (12,161) is less than 0.6 mm but at least 0.2 mm.
17. Twister according to claim 16, characterized in that the smallest diameter (d) of
the air channel (12,161) is preferably 0.3 mm.
18. Twister according to one of claims 1 to 17, characterized in that the air channel
(12,161) has a ratio of diameter (d) to length (lg) of 1:3 to 1:10.
1. Organe de torsion pour la formation d'un fil par filature de fibres, cet organe comportant
un canal (10) pour le passage de la matière fibreuse et au moins un canal d'air (12)
qui s'étend depuis la périphérie de l'organe de torsion (1) jusque dans le canal (10)
pour le passage de la matière fibreuse, caractérisé en ce que le canal (12) d'air
est composé d'éléments (1,2; 1,5; 1,6), par lesquels le canal d'air (12) formé par
assemblage est subdivisé de manière sensiblement transversale par rapport à l'axe
longitudinal (122) du canal d'air (12).
2. Organe de torsion selon la revendication 1, caractérisé en ce que le plan (124) de
subdivision du canal (12) d'air, formé par assemblage, se trouve immédiatement en
avant de la paroi intérieure du canal (10) destiné au passage de la matière fibreuse,
sans entamer la paroi intérieure.
3. Organe de torsion selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier
élément, constituant le canal (12) d'air formé par assemblage de l'organe (1) de torsion,
comporte un alésage (120) débouchant dans le canal (10) pour le passage de la matière
fibreuse, et en ce qu'un autre élément, se présentant sous la forme d'une douille
(2,3,4,5,6) formant le canal (12) d'air obtenu par assemblage, est mis en place dans
un alésage (121) concentrique à cet alésage (120) et de plus grand diamètre (D).
4. Organe de torsion selon la revendication 3, caractérisé en ce que la douille (2,3,4,5,6)
contient un alésage traversant (20,30,40,50,60) dont le diamètre de débouché (dM) correspond sensiblement au diamètre (d) de l'alésage (120), pratiqué dans l'organe
(1) de torsion et débouchant dans le canal (10) destiné au passage de la matière fibreuse.
5. Organe de torsion selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'alésage (20,30,40,50,60)
traversant la douille (2,3,4,5,6) insérée est en alignement avec l'alésage (120),
pratiqué dans l'organe (1) de torsion et débouchant dans le canal (10) destiné au
passage de la matière fibreuse, et en ce qu'il constitue de ce fait un canal (12)
formé par assemblage pur le passage de l'air.
6. Organe de torsion selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'ourverture
d'entrée du canal (12), formé par assemblage pour le passage de l'air, se rétrécit
en forme d'entonnoir en direction du canal de passage des fibres.
7. Organe de torsion selon une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce qu'en fonction
des écoulements d'air souhaités dans le canal (10) de passage de la matière fibreuse,
on met en place des douilles (2,3,4,5,6) comportant des alésages (20,30,40,50.60)
traversants différents et/ou présentant des longueurs (lB) différentes.
8. Organe de torsion selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le diamètre
(dA) de la douille (2,3,4,5,6) est plus faible que celui de l'alésage (121) dans lequel
la douille (2,3,4,5,6) est mise en place.
9. Organe de torsion (1) pour la formation d'un fil par filature de fibres, cet organe
portant un canal destiné au passage de la matière fibreuse et au moins un canal d'air
(161) qui s'étend de la périphérie de l'organe de torsion (1) jusque dans le canal
(10) destiné au passage de la matière fibreuse, organe caractérisé en ce que le canal
(10) de passage est constitué dans sa périphérie par plusieurs éléments (16;17;18)
situés dans la zone de l'embouchure d'un canal (161) d'air.
10. Organe de torsion selon la revendication 9, caractérisé en ce que le canal (161) d'air
est disposé dans une douille (17), mise en place dans l'organe (1) de torsion et qui
s'étend jusque dans le canal (10) de passage.
11. Organe de torsion selon les revendications 9 ou 10, caractérisé en ce que l'organe
(1) de torsion est subdivisé sensiblement le long de son axe longitudinal (100).
12. Organe (1) de torsion pour la formation d'un fil par filature de fibres, cet organe
comportant un canal (10) destiné au passage de la matière fibreuse et au moins un
canal d'air (161), qui s'étend de la périphérie de l'organe de torsion (1) jusque
dans le canal (10) destiné au passage de la matière fibreuse, en particulier selon
une des revendications 1 ou 10 à 17, organe caractérisé en ce que la surface de la
section transversale du canal (161) d'air augmente en direction du canal (10) de passage
de la matière fibreuse.
13. Organe de torsion, selon la revendication 12, caractérisé en ce que la surface de
la section transversale du canal (161) d'air augmente simultanément avec un changement
de la forme de la section transversale.
14. Organe de torsion selon la revendication 13, caractérisé en ce que le canal (161)
d'air s'élargit coniquement en direction du canal (10) de passage de la matière fibreuse.
15. Organe de torsion selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'angle α du cône
d'élargissement est compris entre 5° et 10°.
16. Organe de torsion selon une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que le plus
petit diamètre (d) du canal (12,161) d'air est inférieur à 0,6 mm, mais vaut au moins
0,2 mm.
17. Organe de torsion selon la revendication 16, caractérisé en ce que le plus petit diamètre
(d) du canal (12,161) d'air vaut de préférence 0,3 mm.
18. Organe de torsion selon une des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que le canal
(12,161) d'air présente un rapport du diamètre (d) à la longueur (lg) valant de 1/3 à 1/10.