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EP 0 344 521 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.04.1993 Patentblatt 1993/16 |
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Anmeldetag: 18.05.1989 |
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Vorrichtung zum Zusammenführen rieselfähiger Materialkomponenten zu einer Mischung
Apparatus for dosing components of flowable granular solids to be mixed
Dispositif pour doser des constituants d'un mélange fluide en granules solides
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
01.06.1988 DE 3818637
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.12.1989 Patentblatt 1989/49 |
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Patentinhaber: AZO GmbH & Co |
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D-74706 Osterburken (DE) |
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Erfinder: |
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- Link, Ottmar
D-6967 Buchen-Götzingen (DE)
- Baumann, Rudolf
D-6960 Osterburken (DE)
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Vertreter: Dipl.-Ing. Heiner Lichti
Dipl.-Phys. Dr.rer.nat. Jost Lempert
Dipl.-Ing. Hartmut Lasch |
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Postfach 41 07 60 76207 Karlsruhe 76207 Karlsruhe (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 849 624 GB-A- 2 091 906
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DE-C- 972 193
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zusammenführen einzelner rieselfähiger
Materialkomponenten kleinen Gewichtes zu einer Mischung mit genauer Rezeptur der Komponenten,
bestehend aus einer der Anzahl der Komponenten entsprechenden Anzahl von Vorratsbehältern,
je einer jedem Vorratsbehälter zugeordneten Waage mit Wiegebehälter und einer die
abgewogenen Komponenten aus den Wiegebehältern übernehmenden und mindestens einem
Mischer zuführenden Fördereinrichtung.
[0002] In vielen Bereichen der Technik tritt das Problem auf, Mischungen aus einer Vielzahl
von Schüttgut-Komponenten zu bilden. Dabei sind die einzelnen Komponenten zu verwiegen
und entsprechend der Rezeptur zu der Mischung zusammenzuführen. Dabei kommt es insbesondere
auf eine rezepturgetreue Verwiegung der Komponenten an. Je kleiner das Gewicht der
einzelnen Komponente innerhalb der gesamten Rezeptur ist, um so schwieriger läßt sich
das Zusammenführen der Komponenten automatisieren. Weiterhin ist von großer Bedeutung
die Arbeitsgeschwindigkeit solcher Verwiegeanlagen.
[0003] Es ist bekannt (DE-B-972 193, US-A-3 058 622), jedem Vorratsbehälter einen eigenen
Wiegebehälter mit Waage zuzuordnen, um auf diese Weise alle Komponenten gleichzeitig
verwiegen zu können und nicht nacheinander im Additionsverfahren verwiegen zu müssen.
Bei diesen bekannten Vorrichtungen ist eine der Anzahl der Komponenten entsprechende
Anzahl von Vorratsbehältern vorgesehen, deren Ablauf unmittelbar in je einen Wiegebehälter
mündet. Unterhalb sämtlicher Wiegebehälter ist eine Förderschnecke angeordnet, in
die die abgewogenen Komponenten abgegeben werden. Die Förderschnecke transportiert
die Komponenten dann zu einem Mischer. Bei dieser Einrichtung muß die Förderschnecke
so lange laufen, bis sichergestellt ist, daß innerhalb der Fördereinrichtung keine
Materialreste mehr vorhanden sind, anderenfalls die Rezeptur nicht exakt stimmen bzw.
die nachfolgende Rezeptur vefälscht würde. Dies setzt also voraus, daß die Förderschnecke
nach Abschluß des letzten Wiegevorgangs noch einen Nachlauf hat, der im ungünstigen
Fall der längsten Wegstrecke, den eine einzelne Komponente vom Wiegebehälter bis zum
Mischer zurückzulegen hat, entspricht. Hinzu kommt, daß Förderschnecken insbesondere
bei feinpulverigem Material und geringer Menge der einzelnen Komponenten nicht einwandfrei
leerlaufen und Restmengen in der Förderschnecke verbleiben. Von Nachteil ist ferner,
daß mit der bekannten Vorrichtung nur ein Mischer versorgt werden kann, so daß die
Verwiegeanlage einerseits und der Mischer andererseits in ihrem jeweiligen Arbeitszyklus
voneinander abhängig sind.
[0004] Grundsätzlich das Gleiche gilt für eine bekannte Betonmischanlage (GB-A-2 091 906),
bei der der Zuschlagstoff aus einem von mehreren Silos direkt in eine Waage übergeben
und die verwogene Menge an einen Betonmischer weitergegeben wird, während der Zement
aus einem von mehreren Silos an eine Dosierschnecke, von dieser an eine Waage und
schließlich an den Mischer übergeben wird. Diese Anlage ist für nur zwei Komponenten
ausgelegt. Würde man mit der Dosierschnecke mehr als eine Komponente dosieren wollen,
ergibt sich auch hier das Problem des Nachlaufs bzw. die Notwendigkeit, die Schnecke
leerlaufen zu lassen, bevor die nächste Komponente dosiert wird.
[0005] Schließlich ist eine Betonbereitungsanlage bekannt (DE-A-2 849 624), bei der eine
fahrbare Waage vorgesehen ist, die unterhalb von drei Silos mit je einer Materialkomponente
verfahren werden kann, um nacheinander im Additionsverfahren die Komponenten aufzunehmen
und zu verwiegen und nach Fertigstellung der Rezeptur die Komponenten auf ein Förderband
abzugeben, das sie in den Mischer transportiert. Fahrbare Waagen sind nur für größere
Sollgewichte genau genug, eine Feinverwiegung ist nicht möglich. Ferner müssen auch
hier die Komponenten einzeln und nacheinander abgezogen werden, was entsprechend zeitaufwendig
ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte Vorrichtung dahingehend
weiterzubilden, daß auch bei kleinen und kleinsten Chargen innerhalb einer Rezeptur
aus einer Vielzahl von Komponenten die Rezeptur exakt eingehalten und in kürzester
Zeit hergestellt werden kann und zwei oder mehr Mischer von der Vorrichtung mit gegebenenfalls
wechselnden Rezepturen versorgt werden können.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Fördereinrichtung einen
fahrbaren Sammelbehälter, dessen Bewegungsbahn über sämtliche Wiegebehälter reicht,
und eine Antriebssteuerung aufweist, mittels der die Fahrbewegungen des Sammelbehälters
derart steuerbar sind, daß der Sammelbehälter die Wiegebehälter in der Reihenfolge,
in der das Sollgewicht erreicht ist, und abschließend eine Position zur Übergabe der
gesammelten Komponenten an einen der Mischer anfährt.
[0008] Mit der Erfindung wird ein Sammelbehälter vorgeschlagen, der die Komponenten aus
sämtlichen Wiegebehältern nach dem jeweiligen Wiegevorgang übernimmt und die aufgesammelten
Komponenten nach Übernahme der zuletzt verwogenen Komponente an den Mischer abgibt.
Der Fahrantrieb des Sammelbehälters wird so gesteuert, daß er die einzelnen Wiegebehälter
in derjenigen Reihenfolge anfährt, in der jeweils das Sollgewicht erreicht wird. Es
wird also die Komponente mit dem geringsten Gewicht zuerst übernommen, während gleichzeitig
das Verwiegen der anderen Komponenten fortgesetzt wird, bis die nächste Komponente
das Sollgewicht erreicht hat und der entsprechende Wiegebehälter vom Sammelbehälter
angefahren wird. Es wird somit die gesamte Zeit für den am längsten dauernden Verwiegevorgang
ausgenutzt, um in diesem Zeitraum die verwogenen Komponenten einzusammeln. Nach Übernahme
der letzten Komponente fährt der Sammelbehälter in eine Übergabeposition, in der sämtliche
aufgenommenen Komponenten einer Charge an einen der Mischer abgegeben werden. Die
Entleerung des Sammelbehälters erfolgt in kürzester Zeit. Während der Fahrbewegungen
in die Übergabeposition und während des Entleerens kann bereits wieder verwogen werden,
insbesondere für eine Charge mit gegebenenfalls anderer Rezeptur, um nach Einsammeln
dieser Komponenten die Charge an einen anderen Mischer abzugeben.
[0009] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß der Sammelbehälter
auf einer sich unterhalb sämtlicher Wiegebehälter erstreckenden Führung läuft und
mittels eines Positionierantriebs verfahrbar ist.
[0010] Als Positionierantrieb kann ein pneumatischer oder hydraulischer Zylinder vorgesehen
sein, der fest eingestellte Positionen an den einzelnen Wiegebehältern aufweist, wobei
lediglich die Reihenfolge des Anfahrens der einzelnen Positionen in Abhängigkeit von
dem Erreichen des Sollgewichtes an den einzelnen Wiegebehältern entsprechend der jeweils
gewünschten Rezeptur geändert wird.
[0011] Vorzugsweise sind die Wiegebehälter kippbar gelagert und aus einer Wiegeposition
zur Aufnahme der Komponenten aus den Vorratsbehältern um 180 Grad in eine Entleerposition
oberhalb des Sammelbehälters kippbar.
[0012] Die Kipplagerung der Wiegebehälter hat den Vorteil, daß die Entleerung schnell und
ohne weitere Hilfsmittel, wie Lockerungseinrichtungen od. dgl., erfolgen kann und
daß ferner ein rückstandsfreies Entleeren des Wiegebehälters möglich ist, wodurch
eine hohe Rezepturgenauigkeit gewährleistet ist.
[0013] Gemäß einem Ausführungsbeispiel sind die Wiegebehälter an einem Arm mit einem Kippantrieb
angeordnet, der bei Erreichen des Sollgewichtes und untergefahrenem Sammelbehälter
den Wiegebehälter in die Entleerposition kippt. Der Kippantrieb wird also einerseits
von einem das Sollgewicht aufnehmenden Sensor, andererseits von einem Positionsmelder
des Sammelbehälters angesteuert.
[0014] Um die Kippmomente, die durch die Anordnung der Wiegebehälter an einem Kipparm entstehen,
für den Wiegevorgang zu kompensieren, ist jeder Wiegebehälter mit seinem Kipparm von
einem Parallelogrammgestänge geführt, das von der Waage aufgenommen ist. Auf diese
Weise wirkt sich das Kippmoment des Wiegebehälters nicht auf die Verwiegung aus.
[0015] Die Wiegebehälter können mit einer mechanischen Lockerungseinrichtung, z. B. einer
Rüttel- oder Klopfeinrichtung, versehen sein, um auch haftende Produkte, z. B. Pigmente,
die durch das Kippen allein nicht ausfließen, vollständig zu entleeren.
[0016] In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung ist vorgesehen, daß jedem Vorratsbehälter
eine eigene Dosierschnecke zugeordnet ist, deren oberhalb des Wiegebehälters liegender
Ablauf mit einem Verschluß versehen ist.
[0017] Diese Ausbildung hat zunächst den Vorteil, daß die einzelnen Komponenten aus dem
Vorratsbehälter auf kürzestem Weg in die Dosierschnecke gelangen, um von dieser in
den Wiegebehälter ausgetragen zu werden. Der am Ablauf der Dosierschnecke angeordnete
Verschluß kann zwei Funktionen erfüllen. Zum einen kann er betätigt werden, wenn das
Sollgewicht an dem entsprechenden Wiegebehälter erreicht ist, so daß der Materialfluß
schlagartig unterbrochen wird. Zum anderen kann durch Schließen des Ablaufs die Dosierschnecke
zusammen mit dem Vorratsbehälter unter Vakuum oder Überdruck gesetzt werden, um auf
diese Weise beispielsweise das Füllen der Vorratsbehälter durch Saug- oder Druckförderung
zu ermöglichen. Es ist deshalb ferner zweckmäßig, die Dosierschnecke unmittelbar an
den Ablauf des Vorratsbehälters anzuflanschen.
[0018] Schließlich kann in der Bewegungsbahn des Sammelbehälters ein Auffangbehälter zur
Aufnahme fehlverwogener Komponenten angeordnet sein, um eine solche Fehlcharge im
gleichen Arbeitszyklus aussondern zu können.
[0019] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung schematisch wiedergegebenen
Ausführungsbeispiels beschrieben.
[0020] In der Zeichnung sind mehrere Vorratsbehälter 1 erkennbar, die einen größeren Vorrat
der einzelnen Komponenten aufnehmen. Die Vorratsbehälter 1 sind über eine Leitung
2 an ein Vakuumgebläse 3 angeschlossen und weisen in ihrem oberen Bereich je einen
Filter 4 auf. Jeder Vorratsbehälter 1 ist weiterhin mit einem Komponentenzulauf 5
versehen, über den er mittels des Vakuumgebläses 3 aus einem Tankwagen od. dgl. gefüllt
werden kann.
[0021] An den Boden 6 jedes Vorratsbehälter, der gegebenenfalls noch mit einer Lockerungseinrichtung
ausgestattet ist, ist eine motorisch angetriebene Dosierschnecke 7 angeflanscht, deren
Ablauf 8 mittels eines Verschlusses 9, der beispielsweise pneumatisch gesteuert ist,
verschlossen werden kann.
[0022] Unterhalb des Ablaufs 8 jeder Dosierschnecke 7 ist ein Wiegebehälter 10 angeordnet,
der an einem drehbar gelagerten Kipparm 11 sitzt und mittels eines Motors aus der
in der Zeichnung wiedergegebenen Füll- und Wiegeposition um 180 Grad nach unten gekippt
werden kann. Der Wiegebehälter 10 sitzt zusammen mit dem Kipparm 11 in einem Parallelogrammgestänge
12 mittels dessen er parallel geführt ist, um die Wiegezelle 13 von Kippmomenten freizuhalten.
[0023] Unterhalb der Wiegebehälter 10 ist eine Führung 14 angeordnet, die sich über sämtliche
Wiegebehälter 10 erstreckt und auf der ein Sammelbehälter 15 entsprechend den angegebenen
Richtungspfeilen verfahrbar ist. Der Sammelbehälter 15 weist einen verschließbaren
Ablauf 16 auf. Er ist mittels eines nicht näher gezeigten Antriebs, z. B. eines Pneumatik-
oder Hydraulikzylinders, von Wiegebehälter zu Wiegebehälter und zu der in der Zeichnung
wiedergegebenen Übergabeposition verfahrbar, in der er sich oberhalb eines Behälters
17 befindet, an den wiederum ein Mischer angeschlossen ist.
[0024] Für eine vorgegebene Rezeptur werden sämtliche Komponenten mittels der Dosierschnecken
7 gleichzeitig in die jeweiligen Wiegebehälter 10 übergeben. Der Sammelbehälter 15
fährt in die Position desjenigen Wiegebehälters 10, der zuerst das Sollgewicht erreicht,
also bei dem die geringste Menge verwogen wird. Ist das Sollgewicht erreicht, wird
der Kippantrieb dieses Wiegebehälters in Betrieb gesetzt, so daß der Wiegebehälter
in den Sammelbehälter 15 entleert. Anschließend fährt der Sammelbehälter 15 die einzelnen
Wiegebehälter in derjenigen Reihenfolge ab, wie dort das Sollgewicht erreicht wird.
Hat der Sammelbehälter 15 die letzte Komponente, die in der Regel diejenige mit dem
größten Gewicht ist, aufgenommen, so fährt er in die in der Zeichnung wiedergegebene
Übergabeposition und gibt die eingesammelten Komponenten nach Öffnen des Verschlusses
16 an den Behälter 17 ab. Während des Einfahrens in die Übergabeposition und der Übergabe
an den Behälter 17 kann bereits wieder die nächste Rezeptur verwogen werden.
[0025] In gleich vorteilhafter Weise kann der Sammelbehälter natürlich auch zur Beschickung
von zwei oder mehr Mischern eingesetzt werden, wobei die Rezepturen und die Fahrfolge
des Sammelbehälters 15 entsprechend dem Bedarf an den Mischern gesteuert wird. Reicht
das Volumen eines einzelnen Wiegebehälters für das zu verwiegende Gesamtgewicht einer
Komponente nicht aus, so fährt der Sammelbehälter 15 zuletzt an diese Position, übernimmt
die erste Füllung des Wiegebehälters und anschließend den zum Sollgewicht fehlenden
Rest.
[0026] Es kann schließlich entlang der Führung 14 ein nicht gezeigter Auffangbehälter in
einer dem Behälter 17 entsprechenden Position vorgesehen sein, um im Falle einer fehlerhaften
Verwiegung die vom Sammelbehälter 15 aufgenommene Fehlcharge entleeren zu können,
ohne den Arbeitszyklus mehr als notwendig zu stören.
1. Vorrichtung zum Zusammenführen einzelner rieselfähiger Materialkomponenten kleinen
Gewichtes zu einer Mischung mit genauer Rezeptur der Komponenten, bestehend aus einer
der Anzahl der Komponenten entsprechenden Anzahl von Vorratsbehältern, je einer jedem
Vorratsbehälter zugeordneten Waage mit Wiegebehälter und einer die abgewogenen Komponenten
aus den Wiegebehältern übernehmenden und mindesten einem Mischer zuführenden Fördereinrichtung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung einen fahrbaren Sammelbehälter (15),
dessen Bewegungsbahn (14) über sämtliche Wiegebehälter (10) reicht, und eine Antriebssteuerung
aufweist, mittels der die Fahrbewegungen des Sammelbehälters derart steuerbar sind,
daß der Sammelbehälter (15) die Wiegebehälter (10) in der Reihenfolge, in der das
Sollgewicht erreicht ist, und abschließend eine Position zur Übergabe der gesammelten
Komponenten an einen der Mischer (17) anfährt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammelbehälter (15) auf
einer sich unterhalb sämtlicher Wiegebehälter (10) erstreckenden Führung (14) läuft
und mittels eines Positionierantriebs verfahrbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiegebehälter
(10) kippbar gelagert und aus einer Wiegeposition zur Aufnahme der Komponenten aus
den Vorratsbehältern (1) um 180 Grad in eine Entleerposition oberhalb des Sammelbehälters
(15) kippbar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wiegebehälter
(10) an einem Arm (11) mit einem Kippantrieb angeordnet sind, der bei Erreichen des
Sollgewichtes und untergefahrenem Sammelbehälter (15) den Wiegebehälter in die Entleerposition
kippt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Wiegebehälter
(10) mit seinem Kipparm (11) von einem Parallelogrammgestänge (12) geführt ist, das
von der Waage (13) aufgenommen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Wiegebehälter
eine mechanische Lockerungseinrichtung, z. B. eine Klopf- oder Rütteleinrichtung,
zugeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Vorratsbehälter
(1) eine eigene Dosierschnecke (7) zugeordnet ist, deren oberhalb des Wiegebehälters
(10) liegender Ablauf (8) mit einem Verschluß (9) versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosierschnecke
(7) unmittelbar an den Ablauf des Vorratsbehälters (1) angeflanscht ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der Bewegungsbahn
des Sammelbehälters (15) ein Auffangbehälter zur Aufnahme fehlverwogener Komponenten
angeordnet ist.
1. Apparatus for bringing together individual free-flowing material components having
a limited weight so as to form a mixture with a precise formulation of the components,
comprising a number of storage vessels corresponding to the number of components,
in each case one balance with a weighing container associated with each storage vessel
and a conveyor taking over the weighed components from the weighing containers and
supplying them to at least one mixer, characterized in that the conveyor has a movable
collecting vessel (15), whose movement path (14) extends over all the weighing containers
(10), and a drive control by means of which the movements of the collecting vessel
are controllable in such a way that the collecting vessel (15) arrives at the weighing
containers (10) in the order in which the theoretical weight is reached and then arrives
in a position for the transfer of the collected components to one of the mixers (17).
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that the collecting vessel (15) runs
on a guide (14) extending below all the weighing containers (10) and is movable by
means of a positioning drive.
3. Apparatus according to claims 1 or 2, characterized in that the weighing containers
(10) are tiltably mounted and can be tilted from a weighing position for receiving
the components from the storage vessels (1) by 180° into an emptying position above
the collecting vessel (15).
4. Apparatus according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the weighing
containers (10) are arranged on an arm (11) with a tilting drive which, on reaching
the theoretical weight and on passing below the collecting vessel (15) tilts the weighing
container into the emptying position.
5. Apparatus according to one of the claims 1 to 4, characterized in that each weighing
container (10) with its tilting arm (11) is guided by a parallelogram linkage (12),
which is received by the balance (13).
6. Apparatus according to one of the claims 1 to 5, characterized in that with each weighing
container is associated a mechanical loosening device, e.g. a knocking or jolting
device.
7. Apparatus according to one of the claims 1 to 6, characterized in that with each storage
vessel (1) is associated its own proportioning screw (7), whose outlet (8) positioned
above the weighing container (10) is provided with a closure (9).
8. Apparatus according to one of the claims 1 to 7, characterized in that the proportioning
screw (7) is directly flanged to the outlet of the storage vessel (1).
9. Apparatus according to one of the claims 1 to 8, characterized in that in the movement
path of the collecting vessel (15) is provided a receiving tank for receiving incorrectly
weighed components.
1. Dispositif qui, destiné à réunir des constituants individuels de matières coulables
en grain d'un faible poids de façon à en former un mélange avec des proportions précises
des constituants, est constitué d'un certain nombre de réservoirs de stockage correspondant
au nombre des constituants, d'une balance avec un récipient de pesée associée à chaque
réservoir de stockage et d'un transporteur reprenant les constituants pesés à partir
des récipients de pesée et les amenant à au moins un mélangeur, caractérisé en ce
que le transporteur comporte un récipient collecteur déplaçable (15) dont le trajet
de mouvement (14) s'étend sur tous les récipients de pesée (10), et un mécanisme de
commande d'entraînement au moyen duquel les déplacements du récipient collecteur peuvent
être commandés de telle manière que le récipient collecteur (15) aborde les récipients
de pesée (10) dans l'ordre dans lequel le poids nominal y est atteint le plus tôt,
et aborde enfin une position destinée au transfert de l'ensemble des constituants
à l'un des mélangeurs (17).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le récipient collecteur
(15) se déplace sur un guide (14) s'étendant sous l'ensemble des récipients de pesée
(10) et peut être déplacé au moyen d'un mécanisme de commande de positionnement.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les récipients de
pesée (10) sont montés basculants et peuvent être amenés à partir d'une position de
pesée destinée à la reprise des constituants à partir des réservoirs de stockage (1),
en basculant de 180°, dans une position de vidange au-dessus du récipient collecteur
(15).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que les récipients de pesée (10) sont montés sur un bras (11) muni d'un mécanisme
de basculement qui, lorsque le poids nominal est atteint et le récipient collecteur
(15) se trouve amené au-dessous du récipient de pesée concerné, fait basculer ce dernier
dans la position de vidange.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que chaque récipient de pesée (10) est guidé avec son bras de basculement (11) par
un tringlage (12) en forme de parallélogramme qui est supporté par la balance (13).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'à chaque récipient de pesée est associé un mécanisme de relâchement mécanique,
par exemple un mécanisme à battements ou à secousses.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'à chaque réservoir de stockage (1) est associé son propre doseur à vis sans fin
(7) dont la sortie (8) placée au-dessus du récipient de pesée (10) est munie d'une
fermeture (9).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que le doseur à vis sans fin (7) est bridé directement sur la sortie du réservoir
de stockage (1).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce
que dans le trajet de déplacement du récipient collecteur (15) est monté un récipient
intercepteur pour intercepter des constituants mal pesés.
