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EP 0 344 729 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.06.1995 Patentblatt 1995/25 |
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Anmeldetag: 30.05.1989 |
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Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von mit Honigtau befallener Baumwolle
Method and apparatus for treating cotton fibres contaminated by honey dew
Procédé et appareil de traitement du coton affecté par le miélat
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
03.06.1988 CH 2121/88
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.12.1989 Patentblatt 1989/49 |
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Patentinhaber: MASCHINENFABRIK RIETER AG |
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CH-8406 Winterthur (CH) |
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Erfinder: |
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- Waeber, Rene
CH-8400 Winterthur (CH)
- Knabenhans, Fritz
CH-8404 Winterthur (CH)
- Bachmann, Othmar
CH-8400 Winterthur (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 196 449 DE-A- 3 430 673 GB-A- 2 030 440
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CH-A- 557 435 DE-A- 3 538 899
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren bzw. eine kontinuierlich
arbeitende Vorrichtung zur Herabsetzung der Klebrigkeit der Fasern von mit Honigtau
verunreinigten Baumwollfasern durch Erwärmen mittels Mikrowellenenergie, um dadurch
den Honigtau in eine im wesentlichen nicht klebrige Substanz umzuwandeln.
[0002] Es ist bekannt, dass Baumwollflocken aus manchen Provenienzen mehr oder weniger,
mit Zucker enthaltenden Ausscheidungen von Insekten befallen sind. Diese Zucker enthaltenden
Ausscheidungen werden allgemein als Honigtau bezeichnet. Es ist eine Labormethode
bekannt, mittels welcher man durch Aufwärmung von Baumwollflockenproben in einem Ofen
den Honigtau karamelisieren lässt, mit dem Ziel, aus der eintretenden Änderung der
Farbe der Baumwollflocken den Grad der Verunreinigung mit Honigtau zu bestimmen. Dies
ist nämlich sehr wichtig, weil bei starkem Befall die Baumwollflocken klebrig werden,
und dazu neigen, auf verschiedenen Teilen der Garnherstellungsanlage klebenzubleiben
bzw. an Walzen oder anderen drehbaren Organen Wickel zu bilden, was sehr unerwünscht
ist, da es zu häufigen Unterbrechungen des Garnherstellungsvorgangs führt.
[0003] In der europäischen Patentanmeldung 86 102 352.1, Veröffentlichungsnummer 196 449,
ist bereits ein kontinuierliches Verfahren der eingangs genannten Art vorgeschlagen
worden mit dem Ziel, den vorhandenen Honigtau durch kurzfristige Wärmezufuhr in einen
nicht klebrigen und brüchigen Zustand zu bringen, ohne jedoch eine Verfärbung der
Baumwollflocken zuverursachen, so dass bei der nachfolgenden Bearbeitung die brüchigen
Zuckerabscheidungen zerquetscht und entfernt werden können. Es sind in der genannten
europäischen Patentanmeldung auch eine Reihe von Vorrichtungen zur Durchführung dieses
Verfahrens vorgeschlagen worden. Dabei zielt die eine Vorrichtung darauf hin, die
Faserflocken bereits vor dem Öffnen der Ballen aufzuheizen, das heisst direkt am Anfang
des Garnherstellungsverfahrens. Andere Vorrichtungen dagegen sind für die Behandlung
von Faserbändern vor der Strecke gedacht. In beiden Fällen kann eine Erwärmung der
Fasern mittels Hochfrequenz energie auf eine Temperatur höher als 70° während ½ bis
5 Sekunden erfolgen.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, das bzw. die bei herabgesetztem Energieaufwand
den Honigtaubestandteil der verunreinigten Flocken mittels Mikrowellenenergie selektiv
aufheizt.
[0005] Zur verfahrensmässigen Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss vorgeschlagen,
dass die Flocken zu einem Flockenvlies oder zu einer Flockenwatte gepresst und anschliessend
auf ein Förderband abgelegt und auf diesem durch einen als Tunnel aufgebauten Mikrowellenofen
bewegt und in diesem mittels genannter Mikrowellenenergie aufgewärmt werden.
[0006] Vorrichtungsmässig kennzeichnet sich die Erfindung durch einen tunnelartigen Mikrowellenofen
mit einer Luft-Abzughaube am Oberteil des Mikrowellenofens,
- einem Förderband aus wenig Energie aufnehmendem Material, zum Beispiel Silikon oder
Polypropylen, welches durch zwei an den Enden des tunnelartigen Ofens angeordneten
Umlenkrollen umgelenkt ist, von denen eine antreibbar ist,
- sowie durch zwei Lieferwalzen am eingangsseitigen Ende, des Förderbandes für das Komprimieren
der Faserflocken zu einer Flockenwatte vor dem Abgeben dieser Flockenwatte an das
Förderband,
- sowie durch zwei Einzugswalzen am ausgangsseitigen Ende des Förderbandes für die Aufnahme
des vom Förderband abgelieferten Flockenvlieses.
[0007] Im weiteren ist es vorteilhaft, das Flockenvlies nach der genannten Behandlung durch
Mikrowellenenergie zu kühlen, wobei dies vorzugsweise geschieht, bevor das Flockenvlies
abgelöst und gereinigt wird.
[0008] Als Auflöseeinheit, zur Auflösung des Flockenvlieses wird vorteilhafterweise anschliessend
an die Einzugswalzen eine Auflöseeinheit mit einer Reinigungswalze und einem mindestens
teilweise darumherum angeordneten Rost vorgesehen.
[0009] Eine weitere vorzugsweise Ausführungsform besteht darin, dass anschliessend an das
ausgangsseitige Ende des Förderbandes Mittel zur Kühlung der aus dem Mikrowellenofen
austretenden Flockenwatte vorgesehen werden, dabei können diese Mittel zwei übereinander
gelagerte, die Flockenwatte dazwischen fördernde Kühlförderbänder sein.
[0010] Schliesslich soll erwähnt werden, dass eine besonders bevorzugte Ausführungsform
der erfindungsgemässen Vorrichtung sich dadurch auszeichnet, dass Meldesensoren innerhalb
des Gehäuses des Mikrowellenofens angeordnet und über ein Steuersystem mit einer Halongas-Feuerlöschanlage
gekoppelt sind. Sollte aus irgendwelchen unvorhersehbaren Umständen ein Brand im Mikrowellenofen
entstehen, so ist die Feuerlöschanlage in der Lage, dieses Feuer bei gleichzeitigem
Ausschalten der Mikrowellenerzeuger zu löschen. Hierdurch ist eine wirksame Brandbekämpfung
innerhalb des quasi geschlossenen Mikrowellenofens möglich.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den weiteren abhängigen Ansprüchen
aufgeführt.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert, es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines Teils, einer Baumwollflocken verarbeitenden
Anlage,
- Fig. 2
- einen schematischen Querschnitt nach Linie II-II der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Variante der Anlagen von Fig. 1.
[0013] In Fig. 1 bedeutet das Bezugszeichen 13 den Ausgansschacht einer kombinierten Misch-
und Reinigungsmaschine 10, zum Beispiel Rieter Unimix B 7/3 oder Mischöffner B 3/3,
welche vor dem erfindungsgemässen Mikrowellenofen 11 angeordnet ist, dem eine Auflöseeinheit
12 nachgeschaltet ist. Bei dieser Auflöseeinheit kann es sich um die Auflöseeinheit
einer Feinreinigungsmaschine, zum Beispiel des Rieter ERM-Reinigers handeln.
[0014] Die im Ausgangsschacht 13 des kombinierten Reinigers 10 vorhandenen Faserflocken,
welche eine Mischung aus Baumwollflocken verschiedener Provenienzen darstellen können,
werden durch eine Führungswalze 14 und zwei Abzugswalzen 15 und 16 zu einem leicht
komprimierten Flockenvlies 17 gebildet, welches kontinuierlich auf einem umlaufenden
Förderband 18 abgelegt wird. Das Förderband 18, das aus einem Mikrowellen kaum oder
gar nicht absorbierenden Stoff besteht, z.B. aus Polypropylen, ist um zwei Umlenkrollen
19 und 21 geführt, wovon die Umlenkrolle 21 durch einen Motor (nicht gezeigt) angetrieben
wird. Auch können weitere Umlenk- und Spannrollen vorgesehen werden; diese sind jedoch
ebenfalls nicht gezeigt. Wie ersichtlich, ist die erste Umlenkrolle 19 bereits kurz
nach dem Abzugswalzenpaar 15, 16 des kombinierten Reinigers 10 angeordnet und von
diesem mittels eines Führungsbleches 22 für das Vlies 17 getrennt. Die angetriebene
Umlenkrolle 21 befindet sich unmittelbar nach dem Ausgang des Mikrowellenofens 11
vor den Einzugswalzen 23, 24 der Auflöseeinheit 12, welche im weiteren Verlauf des
Faservlieses 17 aus Speisewalzen 25, 26, einer Reinigungswalze 27 und einem Rost 28
besteht. Das vom Förderband erhaltene Vlies 17 wird durch die Reinigungswalze 27 aufgelöst
und gereinigt und die aufgelösten Flocken werden anschliessend in einen senkrecht
nach oben steigenden Schacht 29 gespeist, welcher zu einem Flockenspeiser (nicht dargestellt)
führt.
[0015] Der Mikrowellenofen 11 besteht, wie auch in Fig. 2 ersichtlich, aus zwei Reihen 30.1,
30.2 von je sechs Mikrowellenerzeugern 31. Das auf dem Förderband abgelegte Vlies
17, das eine Breite von 1 m und eine Dicke von etwa 10 cm hat, liegt etwa 15 cm unterhalb
der unteren Enden der Mikrowellenerzeuger 31, so dass die von diesen Mikrowellenerzeugern
ausgestrahlten Mikrowellen die Möglichkeit haben, sich gleichmässig über die Breite
des Vlieses zu verteilen. Diese Verteilung wird durch Mehrfachreflexionen an den metallischen
Wänden 32 des Mikrowellengehäuses 33 bzw. an einer unterhalb des oberen Trums 34 des
Förderbandes 18 vorgesehenen metallischen Stützplatte 35 begünstigt.
[0016] Um zu verhindern, dass die durch Mehrfachreflexionen abgelenkten Strahlungen durch
den Eingang oder Ausgang des Mikrowellenofens austreten, sind Abschirmbleche 36 vorgesehen,
welche eingangs- und ausgangsseitig angebracht sind und sich von der Unterseite der
Mikrowellenerzeuger bis kurz oberhalb der Oberfläche des Vlieses 17 hinuntererstrecken.
Weiter sind um den rechteckigen Einlass 37 und um den rechteckigen Auslass 38 des
Mikrowellenofens herum jeweilige parallele Anordnungen von Ferritstäben 39, 41 angeordnet,
welche etwaige noch vorhandene Mikrowellen absorbieren und somit verhindern, das diese
Mikrowellen in das Gehäuse der kombinierten Reinigungsmaschine 10 oder auf diese Weise
zu der Auflöseeinheit 12 gelangen. Somit werden diese Bestrahlungen vom Betriebspersonal
ferngehalten.
[0017] Oberhalb der Mikrowellenerzeuger 31 ist die Oberseite des Mikrowellenofengehäuses
33 als Abzugshaube 42 ausgebildet, wobei ein Gebläse (nicht gezeigt) die durch die
Mikrowellenaufwärmung erzeugten Dämpfe über einen am oberen Ende der Haube 42 vorgesehen
Stutzen 43 absaugt.
[0018] Innerhalb des Gehäuses 33 sind verschiedene IR-Meldesensoren 44 vorgesehen, welche
an ein Steuersystem angeschlossen sind. Sollte im Betrieb eine lokale Überhitzung
erfolgen, so wird über das Steuersystem die Anlage, vor allem die Mikrowellenerzeuger
31 abgeschaltet und es wird über die Düsen 45 ein Halon-Löschgas in das Gehäuse eingebracht,
wodurch Sauerstoff verdrängt und ein Feuerausbruch verhindert bzw. ein entstehender
Brand sofort gelöscht wird.
[0019] Eine Leistungssteuerung der einzelnen Mikrowellenerzeuger ist innerhalb von gewissen
Grenzen möglich, die Gesamtleistung der Anlage kann jedoch innerhalb von breiten Grenzen
durch Ein- oder Ausschalten einzelner Mikrowellenerzeuger verändert werden.
[0020] Auf diese Weise lässt sich die Wärmezufuhr leicht an den Feuchtigkeitsgehalt der
Baumwolle und der Honigtauverunreinigung anpassen.
[0021] Die Mikrowellengeräte selbst arbeiten mit 12 cm Wellenlänge bei einer Frequenz von
2,45 Gigahertz.
[0022] Die Energiezufuhr zu dem Vlies soll so bemessen werden, dass unter Berücksichtigung
der Durchlaufgeschwindigkeit des Förderbandes die Honigtauablagerungen auf etwa 140°
C aufgewärmt werden, was ausreicht, um etwa 80 % des darin enthaltenen Wassers zu
entziehen und die Ablagerungen in einen gut verarbeitbaren, nichtklebrigen Zustand
zu überführen.
[0023] Schliesslich muss erwähnt werden, dass es möglich ist, innerhalb des Mikrowellenofengehäuses
steuerbare Abweiser 46 zur Steuerung der Mikrowellen vorzusehen, wobei solche Abweiser
46 in der Fig. 2 zwischen den benachbarten Reihen 30.1, 30.2, von Mikrowellenerzeugern
zu ersehen sind. Diese Abweiser können so angesteuert werden, dass eine gleichmässige
Energieverteilung über die gesamte Breite des Vlieses erhalten wird, ohne dass die
in der Mitte des Vlieses erhaltene Strahlung von beiden benachbarten Mikrowellenerzeugern
dort zu einer lokalen Ueberhitzung des Vlieses bzw. der Honigtauablagerungen führt.
Diese Abweiser werden normalerweise bei der Herstellung des Mikrowellenofens ein für
allemal eingestellt unter Berücksichtigung der Eigenschaften der dort eingebauten
Mikrowellenerzeuger.
[0024] Die Fig. 3 zeigt insofern eine Variante der Vorrichtung von Fig. 1, indem zwischen
der Umlenkrolle 21 des Förderbandes 18 und den Einzugswalzen 23 und 24 eine Kühlzone
70 vorgesehen ist, um die erwärmte Faserwatte zwischen zwei Kühl-Förderbändern 71
und 72 zu kühlen. Die Kühlzone 70 wird durch eine Absaughaube 73 überdeckt, an welcher
ein Anschlussstutzen 74 vorgesehen ist. Dieser Anschlussstutzen 74 ist mit einem Saugventilator
(nicht gezeigt) verbunden, um die Luftströmung L durch die Kühl-Förderbänder 71 und
72 zu erzeugen.
[0025] In den Wänden, welche die Kühlzone und die Auflöseeinheit 12, zu welcher die Einzugswalzen
23 und 24 gehören, umschliessen, sind Lufteintrittsöffnungen (nicht gezeigt) vorgesehen,
um das Einströmen der vorgenannten Luftströmung L und der Luft für den Schacht 29
zu ermöglichen.
[0026] Je nach gewünschtem Luftfeuchtigkeitsgehalt und je nach gewünschter Lufttemperatur
der Luftströmung L kann den vorgenannten Lufteintrittsöffnungen noch eine Luftklimatisierungseinrichtung
(nicht gezeigt) vorgeschaltet werden.
[0027] Die Förderbänder 71 und 72 sind synchron durch einen einzigen Antrieb (nicht gezeigt)
angetrieben und fördern die Faserwatte mit der Ausgangsgeschwindigkeit der Faserwatte
auf dem Förderband 18.
[0028] Als weitere Variante (nicht gezeigt) besteht auch die Möglichkeit, die Faserwatte
nach der Auflöseeinheit 12 zu kühlen, indem der Schacht 29 einen Querschnitt und eine
Länge aufweist, welche die Kühlung während der Förderung ermöglicht. In einem solchen
Falle wird die Luftgeschwindigkeit im Schacht 29 wenig über der Schwebegeschwindigkeit
der Faserflocken sein, um eine genügende Verweildauer ohne allzu grosse Höhe des Schachtes
zu ermöglichen. Ebenso besteht die Möglichkeit, die in den Schacht 29 eingesaugte
Luft vorher zu klimatisieren.
1. Kontinuierliches Verfahren zur Herabsetzung der Klebrigkeit der Fasern von mit Honigtau
verunreinigten Baumwollfasern durch Erwärmen mittels Mikrowellenenergie, um dadurch
den Honigtau in eine im wesentlichen nicht klebrige Substanz umzuwandeln,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Flocken zu einem Flockenvlies oder zu einer Flockenwatte gepresst und anschliessend
auf ein Förderband (18) abgelegt und auf diesem durch einen als Tunnel aufgebauten
Mikrowellenofen (11) bewegt und in diesem mittels genannter Mikrowellenenergie aufgewärmt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die während der Wärmeentwicklung mittels der Mikrowellenenergie
entweichenden Dämpfe abgezogen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Flockenvlies nach der genannten Behandlung durch
Mikrowellenenergie aufgelöst und gereinigt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Flockenvlies nach der genannten Behandlung durch
Mikrowellenenergie gekühlt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Vlies mittels Luft gekühlt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Luftströmung erzeugt wird, welche im wesentlichen
senkrecht durch die Vliesschicht strömt.
7. Verfahren nach Anspruch 3 und 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Flockenvlies gekühlt wird, bevor dieses aufgelöst
und gereinigt wird.
8. Kontinuierlich arbeitende Vorrichtung zur Herabsetzung der Klebrigkeit von mit Honigtau
verunreinigten Baumwollfasern durch Erwärmen mittels Mikrowellenenergie, gekennzeichnet
durch einen tunnelartigen Mikrowellenofen (11) mit einer Luft-Abzughaube (42) am Oberteil
des Mikrowellenofens (11),
- einem Förderband (18) aus wenig Energie aufnehmendem Material, z.B. Silikon oder
Polypropylen, welches durch zwei an den Enden des tunnelartigen Ofens (11) angeordneten
Umlenkrollen (19,21) umgelenkt ist, von denen eine antreibbar ist,
- sowie durch zwei Lieferwalzen (15,16) am eingangsseitigen Ende, des Förderbandes
(18) für das Komprimieren der Faserflocken zu einer Flockenwatte vor dem Abgeben dieser
Flockenwatte an das Förderband (18)
- sowie zwei Einzugswalzen (23,24) am ausgangsseitigen Ende des Förderbandes für die
Aufnahme des vom Förderband (18) abgelieferten Flockenvlieses (17).
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass anschliessend an die Einzugswalzen (23,24) eine Auflöseeinheit
(12) mit einer Reinigungswalze (27) und einem mindestens teilweise darum herum angeordneten
Rost (28) für das Auflösen und Reinigen der Flockenwatte vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass anschliessend an die Auflöseeinheit (12) ein Förderschacht
(29) für die Aufnahme der aufgelösten Flockenwatte (17) vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass anschliessend an das ausgangsseitige Ende des Förderbandes
(18) Mittel zur Kühlung der aus dem Mikrowellenofen (11) austretenden Flockenwatte
(17) vorgesehen sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Kühlung zwei übereinander gelagerte, die
Flockenwatte (17) dazwischen fördernde Kühlförderbänder (71,72) umfassen.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass anschliessend an die zwei übereinandergelagerten Kühlförderbänder
(71,72) die Einzugswalzen (23,24) und daran anschliessend die Auflöseeinheit (12)
vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel (70) eine über den Kühlförderbändern (71,72)
vorgesehene Absaughaube (73) umfasst.
15. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlförderbänder (71,72) luftdurchlässige Bänder
sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass R-Meldesensoren (44) innerhalb des Gehäuses (33) des
Mikrowellenofens (11) vorgesehen sind, welche ein Steuersystem mit einer Halogengas-Löschanlage
(45) gekoppelt sind.
1. A continuous method for reducing the stickiness of cotton fibres contaminated with
honeydew by heating by means of microwave energy so as to transform the honeydew into
a substance which is substantially not sticky, characterized in that the flocks are
pressed into a flock fleece or a flock web and thereafter placed on a conveyor belt
(18) and moved thereon through a microwave oven (11) arranged as a tunnel and heated
therein by means of said microwave energy.
2. A method as claimed in claim 1, characterized in that the vapours escaping during
the development of heat by means of microwave energy are extracted.
3. A method as claimed in claim 1, characterized in that the flock fleece is opened and
cleaned after said treatment with microwave energy.
4. A method as claimed in claim 1, characterized in that the flock fleece is cooled after
said treatment with microwave energy.
5. A method as claimed in claim 4, characterized in that the fleece is cooled by means
of air.
6. A method as claimed in claim 5, characterized in that an air stream is produced which
flows substantially vertically through the fleece layer.
7. A method as claimed in claim 3 and 4, characterized in that the flock fleece is cooled
before it is opened and cleaned.
8. A continuously operating apparatus for reducing the stickiness of cotton fibres contaminated
with honeydew by heating by means of mircowave energy, characterized by a tunnel-like
microwave oven (11) with an air offtake hood (42) on the upper part of the microwave
oven (11),
- a conveyor belt (18) which is made from a material taking up little energy such
as silicone or polypropylene and which is deflected by two deflection pulleys (19,
21) provided at the ends of the tunnel-like oven (11), of which one is drivable,
- as well as by two delivery rollers (15, 16) at the input-sided end of the conveyor
belt (18) for compressing the fibre flocks into a flock web prior to delivering said
flock web to the conveyor belt (18),
- as well as two drawing-in rollers (23, 24) at the output-sided end of the conveyor
belt for receiving the flock fleece (17) delivered by the conveyor belt (18).
9. An apparatus as claimed in claim 8, characterized in that an opening unit (12) with
a cleaning roller (27) and one grate (28) arranged at least partially around it are
provided after the drawing-in rollers (23, 24) for the opening and cleaning of the
flock web.
10. An apparatus as claimed in claim 9, characterized in that a conveyor chute (29) for
receiving the opened flock web (17) is provided after the opening unit (12).
11. An apparatus as claimed in claim 8, characterized in that means for cooling the flock
web (17) leaving the microwave oven (11) are provided after the output-sided end of
the conveyor belt (18).
12. An apparatus as claimed in claim 11, characterized in that the means for cooling comprise
two superimposed cooling conveyor belts (71, 72) which convey the flock web (17) between
them.
13. An apparatus as claimed in claim 12, characterized in that the drawing-in rollers
(23, 24) and, thereafter, the opening unit (12) are provided after the two superimposed
cooling conveyor belts (71, 72).
14. An apparatus as claimed in claim 11, characterized in that the cooling means (70)
comprises an offtake hood (73) above the cooling conveyor belts (71, 72).
15. An apparatus as claimed in claim 12, characterized in that the cooling conveyor belts
(71, 72) are air-permeable belts.
16. An apparatus as claimed in claim 11, characterized in that r-signalling sensors (44)
are provided within the casing (33) of the microwave oven (11) which are coupled with
a control system with a halogen gas extinguishing system (45).
1. Procédé continu servant à diminuer la glutinosité des fibres de flocons de coton contaminés
par un miélat, par échauffement à l'aide d'énergie micro-ondes, afin de transformer
par cela le miélat en une substance essentiellement non glutineuse,
caractérisé par le fait que
les flocons sont pressés en un voile de flocons ou en une nappe de flocons, et sont
ensuite déposés sur une bande de transport (18) et mûs par celle-ci à travers un four
microondes (11) construit comme un tunnel, et sont échauffés dans celui-ci à l'aide
de ladite énergie micro-ondes.
2. Procédé selon revendication 1,
caractérisé par le fait que les vapeurs, s'échappant pendant le développement de
chaleur à l'aide de l'énergie micro-ondes, sont extraites.
3. Procédé selon revendication 1,
caractérisé par le fait que
le voile de flocons est ouvert et nettoyé après ledit traitement par énergie micro-ondes.
4. Procédé selon revendication 1,
caractérisé par le fait que
le voile de flacons est refroidi après ledit traitement par énergie micro-ondes.
5. Procédé selon revendication 4,
caractérisé par le fait que
le voile est refroidi à l'aide d'air.
6. Procédé selon revendication 5,
caractérisé par le fait
qu'un courant d'air est produit et s'écoule essentiellement d'une manière verticale
à travers la couche de voile.
7. Procédé selon revendications 3 et 4,
caractérisé par le fait que
le voile de flocons est refroidi, avant que celui-ci ne soit ouvert et nettoyé.
8. Dispositif travaillant en continu, servant à diminuer la glutinosité des fibres de
coton contaminées par un miélat, par échauffement à l'aide d'énergie micro-ondes,
caractérisé par
- un four micro-ondes (11) en forme de tunnel, possédant une hotte d'extraction d'air
(42) située sur la partie supérieure du four micro-ondes (11),
- une bande de transport (18) constituée d'une matière absorbant peu d'énergie, par
exemple de silicone ou de polypropylène, qui change de direction à l'aide de deux
galets de renvoi (19, 21), disposés aux extrémités du four (11) en forme de tunnel,
et dont un peut être entraîné,
- ainsi que par deux rouleaux délivreurs (15, 16) disposés a l'extrémité coté entrée
de la bande de transport (18), pour la compression des flocons de fibres en une nappe
de flocons avant que cette nappe de flocons ne soit livrée à la bande de transport
(18),
- ainsi que deux rouleaux d'entrée (23, 24) disposés à l'extrémité coté sortie de
la bande de transport pour la réception du voile de flocons (17), délivré par la bande
de transport (18).
9. Dispositif selon revendication 8,
caractérisé par le fait
qu'une unité d'ouvraison (12) est prévue à la suite des rouleaux d'entrée (23, 24),
possédant un rouleau nettoyeur (27) et une grille (28) disposée au moins partiellement
autour de celui-ci, pour l'ouvraison et le nettoyage de la nappe de flocons.
10. Dispositif selon revendication 9,
caractérisé par le fait
qu'une conduite de transport (29) est prévue à la suite de l'unité d'ouvraison (12),
pour la réception de la nappe de flocons (17) ouverte.
11. Dispositif selon revendication 8,
caractérisé par le fait que
des moyens utilisés pour le refroidissement de la nappe de flocons (17) sortant du
four micro-ondes (11), sont prévus à la suite de l'extrémité côté sortie de la bande
de transport (18).
12. Dispositif selon revendication 11,
caractérisé par le fait que
les moyens utilisés pour le refroidissement comprennent deux bandes transporteuses
de refroidissement (71, 72), disposées l'une au-dessus de l'autre et transportant
la nappe de flocons (17) entre elles.
13. Dispositif selon revendication 12,
caractérisé par le fait que
les rouleaux d'entrée (23, 24) sont prévus à la suite des deux bandes transporteuses
de refroidissement (71, 72) disposées l'une au-dessus de l'autre, et l'unité d'ouvraison
(12) fait suite à ces rouleaux.
14. Dispositif selon revendication 11,
caractérisé par le fait que
le moyen de refroidissement (70)comprend une hotte d'aspiration (73) prévue au-dessus
des bandes transporteuses de refroidissement (71, 72).
15. Dispositif selon revendication 12,
caractérisé par le fait que
les bandes transporteuses de refroidissement (71, 72) sont des bandes perméables à
l'air.
16. Dispositif selon revendication 11,
caractérisé par le fait que
des détecteurs de signalisation R (44) sont prévus à l'intérieur du carter (33) du
four micro-ondes (11), qui sont accouplés à un système d'asservissement possédant
une installation d'extinction par gaz halogène (45).