[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein anreihbares Einbaugehäuse, bestehend aus
einem Gehäuseboden und einem Durchtrittsöffnungen aufweisenden Rahmen aus Isolierstoff
und einem, das Gehäuse verschließenden seitlichen Deckel, wobei in dem hierdurch
definierten Einbauraum des Gehäuses elektrisch/elektronische Bauelemente, insbesondere
auch ein Relais, auswechselbar und mit Anschlüssen für ankommende und abgehende elektrische
Leiter verbindbar angeordnet sind.
[0002] Derartige anreihbare Einbaugehäuse für die verschiedensten Anwendungsfälle und die
Aufnahme unterschiedlicher elektrischer/elektronischer Bauelemente sind ihrem Grundaufbau
nach beispielsweise aus den EP 0 235 320-A1 und EP 0 221 201-A1 bekannt. Soweit man
bislang in derartigen Einbaugehäusen auch elektrisch/elektronische Bauelemente in
Form von Relais angeordnet hat, sind dies immer komplette Relais einschließlich eines
eigenen Gehäuses gewesen, mit dem Ergebnis, daß man für die verschiedenen Anwendungszwecke
zahlreiche unterschiedliche komplette Relais zu bevorraten hat, die aufgrund ihres
recht voluminösen Aufbaus einschließlich ihres Gehäuses im Einbaugehäuse auch einen
relativ großen Platz für sich beanspruchen.
[0003] Es ist andererseits bei Relais selbst bekannt (DE-AS 1 614 213), den Spulenkörper
und die Betätigungsvorrichtung des Relais von den zu steuernden Kontaktsätzen zu trennen,
so daß die Kontaktsätze bei Bedarf, beispielsweise bei Verschleiß, separat ausgewechselt
werden können. Ferner ist es bei Relais für sich genommen bekannt (DE-PS 2 911 761),
deren Socken innenseitig mit Leiterbahnen für eine Relaisbeschaltung auszustatten.
Die Leiterbahnen sind dort allerdings auf einer separaten, im Sockel unterzubringenden
Leiterplatte angeordnet. Die Einfügung von Leiterplatten in anreihbare Einbaugehäuse
der in Frage stehenden Art ist auch aus der bereits genannten EP-0 235 320-A1 bekannt,
während es andererseits bei Reihenklemmen bekannt geworden ist (EP 0 222 038-A1),
eine der Reihenklemmenseitenwände direkt mit Leiterbahnen zu beschichten, auf denen
elektrisch/elektronische Bauelemente in SMD - Technik befestigt werden können.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Einbaugehäuse der gattungsgemäßen
Art, in dem ein Relais angeordnet ist, so auszugestalten, daß die Herstellung, die
Montage und die Lagerhaltung auch unter Berücksichtigung unterschiedlicher Relaisgrößen
und -formen erheblich vereinfacht wird.
[0005] Die erfindungsgemäße Lösung besteht bei einem anreihbaren Einbaugehäuse mit darin
angeordnetem Relais der gattungsgemäßen Art darin, daß in dem Einbauraum des Einbaugehäuses
an vorgegebener Stelle Halterungen für die direkte Aufnahme der Kontaktfedersätze
wie auch der Spulenkörper und ferner der Betätigungsvorrichtungen der Relais angeordnet
sind.
[0006] Dank dieser Ausgestaltung ist es nunmehr nicht erforderlich, in das Einbaugehäuse
jeweils komplette Relais mit eigenem Gehäuse einsetzen müssen. Man kann vielmehr jeweils
nach Bedarf in einfacher Weise die verschiedenen Kontaktfedersätze und die unterschiedlichen
Spulenkörper, jeweils verschiedener Nennspannungen beispielsweise, einschließlich
der entsprechenden Betätigungsvorrichtungen als gesondert in einfacher Weise zu bevorratende
Einzelteile in der jeweils gewünschten Kombination in das Einbaugehäuse einsetzen
und darin festlegen. Im Fehlerfall können auch die genannten Einzelteile bzw. Baugruppen
ausgetauscht werden.
[0007] Die Lagerhaltung und Bevorratung insbesondere im Bereich der verschiedenen Relais
werden dadurch erheblich vereinfacht. Ferner ergibt sich durch den Fortfall des relaiseigenen
Gehäuses im Einbauraum der Einbaugehäuse ein deutlich vergrößerter Freiraum, der die
Unterbringungsmöglichkeit weiterer elektrischer/elektronischer Bauelemente beträchtlich
verbessert.
So können in weiterer Ausgestaltung der Erfindung nunmehr in verstärktem Maß im Inneren
des Einbaugehäuses zusätzliche elektrische/elektronische Beschaltungselemente für
das Relais und/oder den vom Relais gesteuerten, die Federkontakte beinhaltenden Steuerkreis
untergebracht werden. Man kann dies, wie bislang bei derartigen Einbaugehäusen üblich,
über einzusetzende Leiterplattenstücke tun. In einer besonders vorteilhaften Weiterentwicklung
der vorliegenden Erfindung ist jedoch vorgesehen, die Innenfläche der Seitenwand
des Einbaugehäuses direkt mit Leiterbahnen zu versehen, auf denen dann in SMD - Technik
die für die Beschaltung der Relaisspule und/oder der Kontaktfedersätze für den jeweiligen
Anwendungsfall benötigten elektrisch/elektronischen Bauelemente angebracht werden
können. Da dank der erfindungsgemäßen Ausgestaltung die Lage der elektrischen Wirkteile
des Relais über die Halterungen an vorgegebener Stelle festgelegt ist und da auch
die Lage der aus dem Einbaugehäuse herausführenden Anschlußelemente vorgegeben ist,
können von vornherein in exakter Anpassung an den jeweiligen Anwendungsfall über die
Leiterbahnen alle leitenden Verbindungen mit einfachen Montagetechniken vorgefertigt
werden, so daß anwenderseitig erheblich an sonst erforderlicher Verdrahtungsarbeit
gespart wird.
[0008] Insgesamt wird bei dieser Ausgestaltung durch den Fortfall etwaiger separater Leiterplattenstücke
die Herstellung besonders kostengünstig möglich.
[0009] In weiterer Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung sind die aus dem Rahmen
des Einbaugehäuses herausgeführten Anschlußelemente zweckmäßig Steckfahnen und es
ist zum Anschließen von außen kommender Leiter ein auf die Oberseite des anreihbaren
Einbaugehäuses aufsetzbarer Anschlußadapter vorgesehen, der von seiner Innenausstattung
her jeweils unterschiedliche Anschlußmöglichkeiten wie beispielsweise Schraubanschlüsse,
Steckanschlüsse und dergleichen vorsieht, so daß man auch insoweit von der Anschlußtechnik
her in denkbar einfacher Weise sich den verschiedenen Erfordernissen anpassen kann.
[0010] Für das anreihbare Einbaugehäuse ist schließlich, wie bei derartigen Gehäusen üblich,
an der Unterseite die Verbindung mit einem Rastfuß vorgesehen. Zweckmäßig beinhaltet
das System unterschiedliche Rastfüße beispielsweise für das Aufsetzen auf unterschiedliche
Tragschienen oder sonstige Trägerelemente.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel eines anreihbaren Einbaugehäuses gemäß der Erfindung mit
einem daran angeordneten Relais wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher beschrieben. Es zeigen
Figur 1 ein komplett montiertes Anreihgehäuse gemäß der Erfindung im Längsschnitt,
insbesondere unter Fortlassung des Deckelteiles,
Figur 2 das Deckelteil für das Gehäuse gemäß Figur 1 mit z. B. korrespondierenden
Stegen und Nuten.
[0012] Das in der Figur 1 dargestellte anreihbare Einbaugehäuse besteht im wesentlichen
aus einem Gehäuseboden 1 und einem die Schmalseiten des Einbaugehäuses definierenden
Rahmen 2, der an seiner Schmaloberseite mit Durchtrittsöffnungen 3 für aus dem Einbaugehäuse
herauszuführende Anschlußelemente versehen ist.
[0013] Zum Verschließen des Einbaugehäuses ist gemäß Figur 2 ein seitlicher Deckel vorgesehen,
der mit Rastzapfen in Rastbohrungen 4 des Einbaugehäuses festgesetzt werden kann.
[0014] In dem von den genannten, aus Isolierstoff bestehenden Teilen des Einbaugehäuses
definierten Einbauraum ist nun an vorbestimmter Stelle ein System von Halterungen
vorgesehen, das der Aufnahme und Festlegung einzelner Bauteile bzw. Baugruppen von
Relais dient. Insbesondere ist in dem Einbauraum ein etwa L-förmiger Halterahmen 5
vorgesehen, von dem diverse Haltestege 7 vorstehen und der in seinem Winkelbereich
ein Schulter 8 definiert.
[0015] Der L-förmige Halterahmen 5 definiert mit seinen Schenkeln, der Schulter 8 eine schachtförmige
Aufnahme für den Spulenkörper eines Relais, der hier gegebenenfalls unter leichter
Vorspannung eingedrückt werden kann, wobei seine endgültige Lagefixierung durch das
Aufsetzen des Deckels auf das Einbaugehäuse im übrigen geschieht.
[0016] Der Deckel kann auf der Innenseite entweder völlig eben ausgeführt sein, oder, wie
in Figur 2 dargestellt, auch Durchtrittsöffnungen 3 sowie Halterungselemente, wie
einen Halterahmen 5, Haltestege 6, 7 und eine Schulter 8 aufweisen.
[0017] Im Zusammenhang mit Figur 1 ist dargestellt, daß beispielsweise die weiteren Haltestege
7, die sich an dem L-förmigen Halterahmen befinden, Durchtrittsschlitze haben, in
denen ein Betätigungsschieber 10 beweglich angeordnet ist, der an seinem einen Ende
mit dem Betätigungshebel 11 zusammenwirkt, der seinerseits am Spulenkörper 12 angelenkt
ist, wobei der Betätigungssschieber 10 mit seinem anderen Ende auf einen Kontaktfedersatz
13 einwirkt. Im Einbauraum des Einbaugehäuses 1 sind ferner an vorgegebener Stelle,
konkret im Bereich der entsprechenden oberen Ecke des Einbaugehäuses, Halteschlitze
14 gebildet, in die die Kontaktfedersätze 13 eingesetzt werden können.
[0018] Um eine besonders sichere Lagefixierung des Spulenkörpers 13 zu gewährleisten, können
zusätzliche Rasthaken 15 vorgesehen werden. Dies führt auch bei der Einbrnung des
Spulenkörpers 13 zu einer sehr guten Vorfixierung und erleichtert insgesamt die
Montagearbeiten.
[0019] Wie die Anschauung der Figur 1 zeigt, ergibt sich eine sehr raumsparende Unterbringungsmöglichkeit
für die Funktionselemente der Relais, deren einzelne Bauelemente im übrigen im Bedarfsfall
für sich genommen ausgewechselt werden können.
[0020] Der Freiraum kann in vorteilhafter Weise dazu benutzt werden, eine Beschaltung durch
elektrisch/elektronische Bauelemente sowohl für den Erregerkreis der Spule des Relais,
gegebenenfalls aber auch für den die Kontaktfedersätze einschließenden Steuerkreis
im Einbaugehäuse mit unterzubringen. In einer besonders vorteilhaften, da baulich
einfachen Ausgestaltung geschieht dies nicht durch Einlegen von Leiterplattenabschnitten,
sondern durch eine direkte Beschichtung der Innenfläche der Seitenwand 1 des Einbaugehäuses
mit Leiterbahnen, was in Figur 1 durch die dickrandige Umrahmung des hierfür zur Verfügung
stehenden Flächenabschnittes der Seitenwand 1 illustriert ist. Auf diesen Leiterbahnen
können dann die gewünschten elektrisch/elektronischen Bauelemente 16, 17, 18, 19
in Oberflächenmontagetechnik aufgebracht werden, wie sie für die Beschaltung der Spule
des Relais und/oder des Steuerkreises mit den Kontaktfedersätzen 13 benötigt werden.
[0021] Eine derartig sehr weitgehende Vorfertigung des Einbaugehäuses mit darin angeordnetem
Relais für die verschiedensten Anwendungsfälle, unter Ersparung erheblicher Verdrahtungsarbeit
für den Anwender, wird dadurch ermöglicht, daß durch die Halterung an vorbestimmter
Stelle sowie die vorgegebene Lage der aus dem Rahmen 2 des Einbaugehäuses herauszuführenden
Anschlußelemente die jeweiligen Raumlagen vorgegeben sind.
[0022] Im Zusammenhang mit Figur 1 ist eine vorteilhafte Ausführungsform illustriert, gemäß
der die aus dem Rahmen 2 des Einbaugehäuses herauszuführenden Anschlußelemente Steckfahnen
20 sind. Dies bewirkt, daß man mit Hilfe eines auf die Oberseite des Einbaugehäuses
aufzusetzenden Steck-Anschlußadapters 21 sich in einfacher Weise den jeweils gewünschten
Anschlußbedingungen anpassen kann, wenn man Steckanschlußadapter bevorratet, die in
ihrem Inneren die jeweils gewünschte Anschlußart für die anzuschließenden Leiter aufweisen.
Der im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 dargestellte Steck-Anschlußadapter 21 beinhaltet
insoweit beispielsweise Schraubanschlüsse. Es können auch Adapter mit Steckanschlüssen
diverser Bauart, Lötanschlüssen sowie Mischformen der üblichen Anschlußarten vorgesehen
werden.
[0023] Mit einem Teilbereich des Rahmens ist, beispielsweise über eine übliche Schwalbenschwanz-Steckverbindung,
ein Rastfuß 23 verbindbar. Im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 ist ein solcher als
Kombinationsrastfuß zum Aufsetzen auf diverse Normtragschienen dargestellt. Das System
kann verschiedene Rastfüße zum Aufsetzen auf verschiedene Tragschienen aber auch andere
gängige Tragelemente beinhalten.
1. Anreihbares Einbaugehäuse bestehend aus einem Gehäuseboden (1) und einem Durchtrittsöffnungen
(3) aufweisenden Rahmen (2) aus Isolierstoff und einem Deckel, wobei in dem Einbauraum
des Einbaugehäuses elektrisch/elektronische Bauelemente, insbesondere auch ein Relais
auswechselbar und mit Anschlüssen für ankommende und abgehende elektrische Leiter
verbindbar angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Einbauraum des Einbaugehäuses an vorgegebener Stelle Halterungen (5,
6, 7, 8, 14) für die direkte Aufnahme der Kontaktfedersätze (13), sowie auch des Spulenkörpers
(12) und ferner der Betätigungsvorrichtungen (10, 11) der Relais angeordnet sind.
2. Anreihbares Einbaugehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterungen
einen L-förmigen Halterahmen (5) beinhalten, der eine Schulter (8) definiert und an
der Haltestege (6, 7) vorgesehen sind.
3. Anreihbares Einbaugehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einige
Haltestege (7) für die Aufnahme eines Betätigungsschiebers (10) der Betätigungsvorrichtung
des Relais geschlitzt ausgebildet sind.
4. Anreihbares Einbaugehäuse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem L-förmigen
Halterahmen (5) Durchbrechungen (9) vorgesehen sind.
5. Anreihbares Einbaugehäuse nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halterungen im Einbauraum gebildete Halteschlitze (14) für die Aufnahme der
Kontaktfedersätze (13) beinhalten.
6. Anreihbares Einbaugehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß den Halterungen (5, 6, 7, 8) zusätzliche Rasthaken (15) zugeordnet sind.
7. Anreihbares Einbaugehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bodenbereich (1) des Einbaugehäuses direkt mit Leiterbahnen versehen ist,
auf denen elektrisch/elektronische Bauelement (16, 17, 18, 19) für die Beschaltung
des Erregerkreises des Relais und/oder des den Kontaktfedersatz (13) beinhaltenden
Steuerkreises in SMD - Technik befestigt sind.
8. Anreihbares Einbaugehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die aus dem Rahmen (2) des Einbaugehäuses herausgeführten Anschlußelemente Steckfahnen
(20) sind und zum Anschließen ankommender und abgehender elektrischer Leiter auf das
Einbaugehäuse ein Steck-Anschlußadapter (21) aufgesetzt ist, wobei unterschiedliche
Steck-Anschlußadapter (21) mit unterschiedlichen Anschlußtypen vorgesehen sind.
9. Anreihbares Einbaugehäuse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß mit dem Einbaugehäuse unterseitig über eine formschlüssige Steckverbindung ein
Rastfuß (23) zum Aufrasten auf Normtragschienen oder sonstige Tragelemente verbindbar
ist.