[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufdämpfen von Kleidungsstücken,
mit mindestens einer verschließbaren, im geschlossenen Zustand einen Formkörper umgebenden
Behandlungskammer, die durch einen Kammerboden, eine Kammerdecke und eine Kammerwandung
gebildet ist.
[0002] Solche Vorrichtungen, die auch als Finisher bezeichnet werden, dienen in der Regel
dazu, Kleidungsstücke, bevor sie in den Verkaufsraum gelangen, noch einmal aufzudämpfen,
um so bei der Anlieferung der Kleidungsstücke entstandene Falten zu glätten. Die Kleidungsstücke
werden hierzu über den Formkörper gestülpt, wonach durch den Formkörper hindurch Dampf
und Luft geschickt wird, was die Glättung der Kleidungsstücke bewirkt.
[0003] Eine Vorrichtung mit Behandlungskammer ist beispielsweise in dem DE-GM 86 14 158
dargestellt. Wie bei den aus der Praxis bekannten Vorrichtungen auch, ist es verhältnismäßig
umständlich, die Kleidungsstücke auf den Formkörper aufzubringen und von diesem abzunehmen,
da die Behandlungskammer auch nach ihrem Öffnen nur unzureichenden Zugang zu dem Formkörper
verschafft. Hierdurch wird auch relativ viel Zeit für das Aufbringen und Abnehmen
der Kleidungsstücke benötigt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art in
ihrer Handhabung zu vereinfachen, so daß innerhalb einer vorgegebenen Zeiteinheit
mehr Kleidungsstücke aufgedämpft werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Kammerwandung als im wesentlichen
vertikal teleskopartig in sich zusammenschiebbarer, an der Kammerdecke gehaltener,
nach oben raffbarer Vorhang ausgebildet ist, der an seitlichen, neben dem Vorhang
angeordneten, im wesentlichen vertikalen Führungsstangen geführt ist.
[0006] Diese Lösung hat den Vorteil, daß zum Aufbringen oder Abnehmen der Kleidungsstücke
auf den Formkörper dieser rundum zugänglich ist, da die Wandung insgesamt weggenommen
ist. Von der Behandlungskammer verbleiben in deren geöffnetem Zustand somit praktisch
nur noch der Kammerboden und die Kammerdecke, welche beide die Zugänglichkeit des
Formkörpers nicht hindern. Die Öffnungs- und Schließbewegung des Vorhangs läßt sich
durch die im wesentlichen vertikalen, seitlich angeordneten Führungsstangen präzise
ausführen.
[0007] Zwar ist aus der DD-PS 26 068 eine Dämpfvorrichtung mit einem nach unten herabhängenden,
den Formkörper umgebenden Vorhang bekannt. Es handelt sich hierbei jedoch mehr um
eine Haube, die keine Behandlungskammer umschließt, sondern vielmehr nach unten offen
ist. Zur Entnahme des Kleidungsstücks muß die Haube nach oben über die Kammerdecke
umgeschlagen werden, wobei sie beim Entnehmen des Kleidungsstückes dennoch störend
im Wege hängen kann.
[0008] Die Öffnungs- und Schließbewegung der Kammerwandung läßt sich noch weiter präzisieren,
wenn an dem Vorhang Ösen befestigt sind, mit denen der Vorhang an den vertikalen Führungsstangen
geführt ist.
[0009] Günstig ist auch, wenn an dem Vorhang übereinander mehrere voneinander beabstandete
Reifringe befestigt sind, da diese dem Vorhang quer zur Raffrichtung eine gewisse
Formstabilität geben, so daß der Vorhang beim Schließen der Behandlungskammer leichter
nach unten fällt.
[0010] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Vorhang aus einer im wesentlichen dampfundurchlässigen,
klarsichtigen Kunststoffolie besteht. Diese Folie ermöglicht es, daß die Bedienperson
beobachten kann, inwieweit die Falten am Kleidungsstück bereits verschwunden sind,
so daß der Aufdämpfvorgang eventuell vorzeitig beendet werden kann.
[0011] Ein automatisches Öffnen und Schließen des Vorhanges läßt sich auf einfache Weise
dadurch erreichen, daß an der Kammerdecke eine Raffeinrichtung mit Aufzugseilen angebracht
ist, welche sich entlang der Führungsstangen erstrecken und mit ihren unteren Enden
am unteren Ende des Vorhanges befestigt sind. Auf diese Weise läßt sich der Vorhang
wie eine Jalousie öffnen und schließen, wobei die Raffeinrichtung motorisch angetriebene
Aufwickelspulen aufweisen kann.
[0012] Für ein schnelles Auswechseln der Kleidungsstücke am Formkörper ist es weiterhin
günstig, wenn in der Kammerdecke eine durch einen Deckel verschließbare Entnahmeöffnung
ausgebildet ist. Während nämlich beim Aufbringen der Kleidungsstücke eine gewisse
Sorgfalt vonnöten ist, um nicht zusätzliche Falten zu erzeugen, sollte das Abnehmen
möglichst schnell erfolgen. Beim Abnehmen der Kleidungsstücke nach oben durch den
Kammerdeckel hindurch ergibt sich neben der Schnelligkeit als weiterer Vorteil, daß
die Kleidungsstücke auf dem kürzesten Weg von dem Formkörper abgenommen werden, so
daß auch beim Abnehmen die Gefahr der erneuten Faltenbildung stark verringert wird.
Da die Kleidungsstücke beim Abnehmen durch die in der Kammerdecke vorhandene Entnahmeöffnung
bereits auf einem Bügel hängen, lassen sie sich anschließend automatisch auf einer
Kleiderstange aufreihen. Dies kann auch automatisch mit einer oberhalb der Vorrichtung
angeordneten Förderanlage erfolgen.
[0013] Das Öffnen und Schließen des Deckels der Entnahmeöffnung läßt sich besonders einfach
erreichen, wenn der Deckel aus zwei sich satteldachartig gegenüberliegenden Deckelhälften
gebildet ist, die traufseitig jeweils mit der Kammerdecke schwenkbar verbunden sind.
Diese Anordnung ist platzsparend und gibt eine möglichst große Entnahmeöffnung frei,
die gewährleistet, daß die Kleidungsstücke beim Abnehmen frei aus der Entnahmeöffnung
herausgezogen werden können.
[0014] Besonders bevorzugt wird auch, wenn der Formkörper auf dem Kammerboden gehaltert
ist und der Kammerboden um eine im wesentlichen horizontale Achse kippbar ausgebildet
ist. Hierdurch läßt sich erreichen, daß beim Aufbringen der Kleidungsstücke auf den
Formkörper dieser aus der geöffneten Behandlungskammer heraus auf die Bedienperson
zu geschwenkt werden kann, so daß der Formkörper der Bedienperson noch besser zugänglich
ist. Der Kippwinkel sollte so bemessen sein, daß der Formkörper soweit aus der Behandlungskammer
herausgeschwenkt werden kann, daß sein oberes Ende von oben frei zugänglich ist. Dann
kann nämlich das Kleidungsstück auch nach oben abgenommen werden, ohne daß in der
Kammerdecke eine verschließbare Öffnung vorgesehen sein muß.
[0015] Die Anzahl pro Zeiteinheit aufzudämpfender Kleidungsstücke läßt sich weiter noch
dadurch erhöhen, daß zwei Behandlungskammern tandemartig nebeneinander angeordnet
sind, die mit einer gemeinsamen Dampfquelle verbindbar sind. Die Bedienperson kann
so bei einer Behandlungskammer das Kleidungsstück wechseln, während in der anderen
Behandlungskammer gerade der Dämpfvorgang abläuft. Da eine solche Tandemanordnung
zwar besonders vorteilhaft im Zusammenhang mit einer teleskopartig ineinanderschiebbaren
Kammerwandung ist, aber auch bei bekannten Behandlungskammern ähnliche Vorteile bietet,
wird für diese Ausführungsform selbständiger Schutz beansprucht.
[0016] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in einer schematischen, perspektivischen Ansicht eine erfindungsgemäße Aufdämpfvorrichtung
und
Fig. 2 in einer ähnlichen Ansicht wie in Fig. 1 die Aufdämpfvorrichtung aus Fig. 1,
mit Blick auf die Heißdampf- und Lüftungseinrichtung
[0017] In der Zeichnung ist eine Vorrichtung zum Aufdämpfen von Kleidungsstücken 1 dargestellt.
Die Vorrichtung umfaßt zwei verschließbare Behandlungskammern 2, die identisch aufgebaut
sind und von denen die in der Zeichnung rechts gezeigte Behandlungskammer geschlossen
dargestellt ist, während die linke Behandlungskammer im geöffneten Zustand gezeigt
ist. Beide Behandlungskammern 2 weisen einen Kammerboden 3, eine Kammerdecke 4 und
eine Kammerwandung 5 auf. Auf dem Kammerboden 3 ist ein Formkörper 6 angebracht, auf
welchem die Kleidungsstücke 1 zum Aufdämpfen aufgebracht werden und durch den Dampf
und Luft hindurchgeschickt wird.
[0018] Hierzu ist in Fig. 2 zu erkennen, daß unterhalb der beiden Kammerböden 3 der Behandlungskammern
2 ein Lüftungsgebläse 7 vorgesehen ist, an dessen Ausgang 8 sich ein Gebläsekanal
9 anschließt, der sich zu beiden Seiten jeweils bis unter die Kammerböden 3 erstreckt
und jeweils in ein zum Formkörper 6 führendes Rohr 10 mündet. In das Rohr 10 mündet
ferner eine Dampfzufuhrleitung 11, wobei in dem Rohr 10 eine Dampfaustrittsdüse 12
angebracht ist, aus der der Dampf austreten kann. Außerhalb des Gebläsekanales sind
noch Abluftschläuche 10 vorgesehen, die einerseits mit der Ansaugseite des Gebläses
7 und andererseits mit der Behandlungskammer 2 in Verbindung stehen.
[0019] Im Gebläsekanal 9 ist gegenüber der Austrittsseite des Lüftungsgebläses 7 eine um
eine vertikale Achse 14 schwenkbare Klappe 15 vorgesehen, mit der jeweils eine Hälfte
des Gebläsekanales 9 von der Austrittsseite des Lüftungsgebläses 7 getrennt werden
kann, während die andere Seite des Gebläsekanales 9 mit dem Gebläse 7 verbunden wird.
Die Klappe 15 wirkt daher wie eine Luftweiche.
[0020] Die Schwenkbewegung der Klappe 15 kann ebenso wie das Öffnen und Schließen der Dampfaustrittsdüsen
12 wie auch das Abschalten des Gebläses insgesamt über den Fußschalter 16 erfolgen,
der für diese drei Funktionen jeweils ein einzelnes Schaltelement aufweist.
[0021] Wendet man sich wieder der Fig. 1 zu, so erkennt man, daß die Kammerwandung 5 als
im wesentlichen vertikal teleskopartig in sich zusammenschiebbare Röhre ausgebildet
ist. Genauer gesagt wird die Röhre durch einen an der Kammerdecke 4 gehaltenen, nach
oben raffbaren Vorhang gebildet. Beidseitig neben den Kammerwandungen 5 sind im wesentlichen
vertikale Führungsstangen 17 angeordnet. Die Kammerwandung 5 weist an den den Führungsstangen
17 zugewandten Seiten außen befestigte Führungsösen 18 auf, durch welche die Führungsstangen
17 hindurchgefädelt sind. Ferner ist der Vorhang durch übereinander angeordnete und
voneinander beabstandete Reifringe 10 versteift. Die Ösen 18 können auch unmittelbar
an den Reifringen 19 befestigt sein. Der die Kammerwandung 5 bildende Vorhang selbst
besteht aus einer im wesentlichen dampfundurchlässigen, klarsichtigen Kunststoffolie,
die eine freie Sicht auf das aufzudämpfende Kleidungsstück gibt.
[0022] Oberhalb der Kammerdecke ist eine Raffeinrichtung 20 vorgesehen, die eine über einen
Motor 21 angetriebene Aufzugswelle 22 aufweist, die an ihren beiden Enden mit Spulen
23 versehen ist. Auf den Spulen 23 ist jeweils ein Aufzugsseil 24 aufgewickelt, das
über eine Umlenkrolle 25 geführt ist und sich entlang der Führungsstangen 17 vertikal
nach unten erstreckt. Mit dem unteren freien Ende ist das Aufzugsseil 24 an dem unteren
Ende des die Kammerwandung 5 bildenden Vorhanges befestigt. Die Befestigung kann zum
Beispiel an der untersten Öse 18 oder dem untersten Reifring 19 erfolgen.
[0023] Weiterhin ist erkennbar, daß in der Kammerdecke eine mittels eines Deckels verschließbare
Entnahmeöffnung 26 vorgesehen ist. Genaugenommen ist die Entnahmeöffnung vertikal
oberhalb des Formkörpers 6 angeordnet. Der Deckel der Entnahmeöffnung 26 umfaßt zwei
sich satteldachartig gegenüberliegende Deckelhälften 27, die entlang ihrer Traufseite
über ein Schwenkscharnier 28 mit der Kammerdecke 4 verbunden sind. Die Deckelhälften
27 lassen sich über eine andeutungsweise dargestellte Schwenkeinrichtung 29 öffnen
und schließen. Die verbleibenden Giebelseiten des Deckels der Entnahmeöffnung 26 sind
durch feststehende Dreiecksbleche 30 verschlossen.
[0024] Wie besonders gut aus der linken Hälfte der Fig. 1 ersichtlich ist, ist der Kammerboden
3 um eine im wesentlichen horizontale Achse 31, die sich quer zu einer vor der Vorrichtung
stehenden Bedienperson erstreckt, kippbar ausgebildet. Dadurch läßt sich der Formkörper
6 aus der geöffneten Behandlungskammer 2 herausschwenken und wird daher leichter zugänglich.
Auch die Kippbewegung des Kammerbodens 3 um die horizontale Achse 31 kann motorisch
erfolgen; der Antrieb hierfür ist der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.
[0025] Im folgenden wird die Wirkungsweise der im Ausführungsbeispiel dargestellten erfindungsgemäßen
Vorrichtung näher erläutert.
[0026] Zum Aufbringen eines Kleidungsstückes 1 wird zunächst der Kammerboden 3 um die horizontale
Achse 31 bei geöffneter Behandlungskammer 2 auf die Bedienperson zu gekippt. Nun kann
das Kleidungsstück 1 ohne Mühen auf den Formkörper 6 aufgebracht und in üblicher Weise
festgeklemmt werden. Das Kleidungsstück 1 wird zusammen mit einem Kleiderbügel 32
auf den Formkörper gebracht, wodurch es nachher einfacher ist, das Kleidungsstück
1 einfach an dem Kleiderbügel 32 von dem Formkörper 6 abzunehmen.
[0027] Nachdem das Kleidungsstück 1 aufgebracht ist (vgl. linke Hälfte der Fig. 1), wird
der Kammerboden 3 um die horizontale Achse 31 zurück in eine im wesentlichen horizontale
Ausrichtung gekippt. Anschließend wird der die Kammerwandung 5 bildende Vorhang heruntergelassen,
indem die Aufzugsseile 24 von den Spulen 23 abgewickelt werden. Die Kammerwandung
5 befindet sich nun in der in der rechten Hälfte der Fig. 1 gezeigten Stellung. Nun
wird das Aufdämpfprogramm gestartet. Mittels des Fußschalters 16 wird zunächst die
Dampfaustrittsdüse 12 geöffnet, so daß durch den Formkörper 6 und das Kleidungsstück
1 Dampf hindurchströmen kann. Anschließend wird die Klappe 15 in die Fig. 2 gezeigte
Stellung geschwenkt, so daß der linke Teil des Gebläsekanales 9 geschlossen ist, während
der rechte Teil mit dem Luftungsgebläse 7 verbunden ist. Durch den Formkörper 6 und
das Kleidungsstück 1 strömt nun Luft, die durch den Abluftschlauch 13 entweichen bzw.
dem Lüftungsgebläse 7 wiederzugeführt werden kann.
[0028] Wenn der Dämpfvorgang insgesamt beendet ist, werden die beiden Deckelhälften 27 in
der Kammerdecke geöffnet, so daß das Kleidungsstück 1 an dem Kleiderbügel 32 aus der
Vorrichtung genommen werden kann.
[0029] Da zur selben Zeit die linke Behandlungskammer 2, wie in der Zeichnung nicht dargestellt
ist, mit dem nächsten Kleidungsstück bestückt ist, kann dort der Aufdämpfprozeß in
Gang gesetzt werden, indem wie beschrieben zunächst die Dampfaustrittsdüse 12 geöffnet
und anschließend die Klappe 15 nun nach rechts geschwenkt wird, so daß der rechte
Teil des Gebläsekanales 9 geschlossen und der linke Teil mit dem Lüftungsgebläse 7
verbunden ist.
[0030] Während in der linken Kammer der Aufdämpfvorgang läuft, kann die rechte Behandlungskammer
wie oben erläutert mit einem neuen Kleidungsstück 1 versehen werden.
[0031] Ist der Dämpfvorgang auf der linken Behandlungskammer 2 beendet, so läßt sich das
Kleidungsstück 1 auch durch die Entnahmeöffnung 26 nach oben entnehmen. Alternativ
dazu ist es jedoch auch möglich, nach Hochziehen des die Kammerwandung 5 bildenen
Vorhanges den Kammerboden 3 um die horizontale Achse 31 auf die Bedienperson zuzuschwenken
und zwar so weit, daß das obere Ende des Formkörpers 6 aus der Projektion der Kammerdecke
4 herausgeschwenkt ist, so daß der Kleiderbügel 32 ebenfalls von oben zugänglich ist.
Das Kleidungsstück 1 kann nun durch eine Fördereinrichtung oder dergleichen nach oben
weggenommen werden. Sollte eine solche Fördereinrichtung nicht vorhanden sein, so
kann das Kleidungsstück 1 auch von Hand abgenommen werden.
1. Vorrichtung zum Aufdämpfen von Kleidungsstücken, mit mindestens einer verschließbaren,
in geschlossenem Zustand einen Formkörper umgebenden Behandlungskammer, die durch
einen Kammerboden, eine Kammerdecke und eine Kammerwandung gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammerwandung (5) als im wesentlichen vertikal teleskopartig in sich zusammenschiebbarer,
an der Kammerdecke (4) gehaltener, sich oben raffbarer Vorhang ausgebildet ist, der
an seitlichen, neben dem Vorhang (5) angeordneten, im wesentlichen vertikalen Führungsstangen
(17) geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Vorhang (5) Ösen
befestigt sind, mit denen der Vorhang (5) an den vertikalen Führungsstangen (17) geführt
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Vorhang
übereinander mehrere voneinander beabstandete Reifringe (19) befestigt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorhang
(5) aus einer im wesentlichen dampfundurchlässigen, klarsichtigen Kunststoffolie besteht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Kammerdecke (4) eine Raffeinrichtung (20) mit Aufzugsseilen (24) angebracht ist, welche
sich entlang der Führungsstangen (17) erstrecken und mit ihren unteren Enden am unteren
Ende des Vorhanges (5) befestigt sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Kammerdecke (4) eine durch einen Deckel verschließbare Entnahmeöffnung (26) ausgebildet
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel
aus zwei sich satteldachartig gegenüberliegenden Deckelhälften (27) gebildet sind,
die traufseitig jeweils mit der Kammerdecke (4) schwenkbar verbunden sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Formkörper
(6) auf dem Kammerboden (3) gehaltert ist und der Kammerboden (3) um eine im wesentlichen
horizontale Achse (31) kippbar ausgebildet ist.
9. Vorrichtung zum Aufdämpfen von Kleidungsstücken, mit mindestens einer verschließbaren,
im geschlossenen Zustand einen Formkörper umgebenden Behandlungskammer, die durch
einen Kammerboden, eine Kammerdecke und eine Kammerwandung gebildet ist, insbesondere
nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Behandlungskammern (2) tandemartig nebeneinander angeordnet sind, die mit
einer gemeinsamen Dampfquelle verbindbar sind.