(19)
(11) EP 0 345 547 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.12.1989  Patentblatt  1989/50

(21) Anmeldenummer: 89109434.4

(22) Anmeldetag:  24.05.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B41J 19/20, B41J 19/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB LI NL

(30) Priorität: 09.06.1988 DE 8807526 U

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Huth, Leif
    D-7506 Bad Herrenalb (DE)
  • Pfitzner, Ulrich
    D-7500 Karlsruhe 21 (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Registriergerät mit einem quer zur Bewegungsrichtung eines Aufzeichnungsträgers bewegbaren Schreibwagen


    (57) Zur Geradführung sind in dem Registriergerät zwei parallel zueinander angeordnete zylindrische Führungsschienen (6, 6′) angebracht. Im oberen Teil des Schreibwagens (1) sind min­destens zwei spiegelbildlich zu einer die Mittelachse der oberen Führungsschiene (6) enthaltenden senkrechten Ebene (a - a′) gelagerte Laufrollen (5) aus Kunststoff vorgesehen, deren Achsen einen Winkel von etwa 90° einschließen. Im unteren Teil (4) des Schreibwagens (1) ist eine weitere, in einem Winkel zu der senkrechten, die Mittelachse der unteren Füh­rungsschiene (6′) enthaltenden Ebene (b - b′) angeordnete Laufrolle (5′) als Stützrolle vorgesehen. Um eine spielfreie Lagerung zu erreichen, sind am oder im Schreibwagen (1) Per­manentmagnete (7) angeordnet, die mit den Führungsschienen (6, 6′) aus ferromagnetischem Material zusammenwirken und eine magnetische Federung bilden.
    Die Erfindung wird bei Kompensographen eingesetzt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Registriergerät mit einem quer zur Bewegungsrichtung eines Aufzeichnungsträgers in definierte Stellungen bewegbaren, Schreib- oder Druckeinrichtungen tragen­den Schreibwagen, der auf zwei Führungsschienen gelagert ist.

    [0002] Bei bekannten elektrischen Registriergeräten dieser Bauart wird der mit Gleitlagern versehene Schreibwagen mit Hilfe eines meßsignalgesteuerten Stellmotors auf den Führungsschienen be­wegt.
    Aus Toleranzgründen kann die Führung nicht spielfrei erfolgen, das Lagerspiel vergrößert sich überdies mit der Zeit aufgrund von Abnutzungserscheinungen und führt zu Fehlern bei der Auf­zeichnung.
    Es sind auch Schreibwagenführungen mit Kugellagern bekannt, bei denen durch aufwendige Justierung oder durch Federung eines Kugellagers das Lagerspiel auf ein Minimum gebracht wird. Nach­teilig ist der mit der Zeit auftretende Verschleiß der Füh­rungsschienen, der Kugellageraußenringe und das störende Lauf­geräusch.

    [0003] Es besteht somit die Aufgabe, den Schreibwagen eines Registrier­geräts so auf seinen Führungsschienen zu lagern, daß bei ge­ringstmöglichem Spiel ein wartungsfreier Betrieb über längere Zeiträume möglich ist, daß er möglichst geräuschlos arbeitet und daß er zum Austausch der Schreibeinrichtung um eine Füh­rungsschiene schwenkbar ausgeführt ist.

    [0004] Eine Lösung der Aufgabe läßt sich mit einem Registriergerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreichen.

    [0005] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Mittel zur kraft­schlüssigen Verbindung der Laufflächen der Laufrollen mit den Mantelflächen der Führungsschienen Permanentmagnete, die in dem Schreibwagen angeordnet sind und mit den aus ferromagnetischem Material hergestellten Führungsschienen zusammenwirken und so eine magnetische Federung bilden.
    Mit Laufrollen aus Kunststoff läßt sich das Registriergerät geräuscharm betreiben.

    [0006] Zur Erläuterung der Erfindung ist in den Figuren 1 und 2 ein Ausführungsbeispiel in zwei Ansichten dargestellt und im fol­genden beschrieben.

    [0007] Der Schreibwagen 1 besteht aus einem Oberteil 2, einem Mittel­teil 3 und einem Unterteil 4. An dem plattenartig ausgeführten Mittelteil 3 ist die hier der Übersichtlichkeit halber nicht eingezeichnete Schreibeinrichtung, z. B. ein Tintenstrahl-Druck­kopf, auswechselbar gelagert.
    Der obere Teil 2 des Schreibwagens 1 ist so ausgebildet, daß in ihm vier Laufrollen 5 eingesetzt werden können, die spiegel­bildlich zu einer die Mittelachse einer zylindrischen Führungs­schiene 6 aus ferromagnetischem Material enthaltenden senkrech­ten Ebene a - a′ gelagert sind, wobei ihre Achsen einen Winkel von etwa 90° einschließen.
    Zur kraftschlüssigen Verbindung der Laufflächen der Laufrollen 5 mit der Mantelfläche der Führungsschiene 6 ist in oder an dem Oberteil 2 des Schreibwagens 1 ein Permanentmagnet 7 angebracht, der mit der Führungsschiene als magnetischen Rückschluß zusam­menwirkt und eine magnetische Federung bildet.

    [0008] Parallel zu der oberen Führungsschiene 6 ist eine untere Füh­rungsschiene 6′ vorgesehen, auf der eine im Unterteil 4 des Schreibwagens 1 angebrachte Laufrolle 5′ abrollt. Die Laufrolle 5′ ist in einem Winkel zu der senkrechten, die Mittelachse der unteren Führungsschiene 6′ enthaltenden Ebene b - b′ angeordnet, wobei der untere Teil 4 so weit abgeknickt ist, daß eine seitliche und einseitige Abstützung erfolgt, die es erlaubt, den Schreibwagen 1 zum Auswechseln seines Schreib­elements oder der Schreibeinrichtung um die Achse der oberen Führungsschiene 6 in Pfeilrichtung zu verschwenken. Zur kraftschlüssigen Verbindung ist in dem Unterteil 4 eben­falls ein Permanentmagnet 7 vorgesehen, der mit der unteren Führungsschiene 6′ zusammenwirkt.
    Durch die einseitige Abstützung der Laufrolle 5′ gegen die untere Führungsschiene 6′ wird eine spielfreie Lagerung quer zur Bewegungsrichtung des Schreibwagens 1 erzielt. Die Lauf­rollen 5, 5′ aus Kunststoff vermindern den Verschleiß an den Führungsschienen 6, 6′, wie auch das Laufgeräusch des Schreib­wagens.


    Ansprüche

    1. Registriergerät mit einem quer zur Bewegungsrichtung eines Aufzeichnungsträgers in definierte Stellungen bewegbaren, Schreib- oder Druckelemente tragenden Schreibwagen, der auf zwei Führungsschienen gelagert ist, gekennzeich­net durch

    a) zwei parallel übereinander angeordnete zylindrische Füh­rungsschienen (6, 6′),

    b) mindestens zwei, im oberen Teil (2) des Schreibwagens (1) spiegelbildlich zu einer die Mittelachse der Führungsschiene (6) enthaltenden senkrechten Ebene (a - a′) gelagerte Lauf­rollen (5),

    c) mindestens eine, im unteren Teil (4) des Schreibwagens (1) in einem Winkel zu der senkrechten, die Mittelachse der unteren Führungsschiene (6′) enthaltenden Ebene (b - b′) angeordnete Laufrolle (5′),

    d) am oder im Schreibwagen (1) angeordnete Mittel zur kraft­schlüssigen Verbindung der Laufflächen der Laufrollen (5, 5′) mit den Mantelflächen der Führungsschienen (6, 6′).


     
    2. Registriergerät nach Anspruch 1, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Mittel zur kraftschlüssigen Verbindung aus in dem Schreibwagen angebrachten, mit den Füh­rungsschienen (6, 6′) aus ferromagnetischem Material zusammen­wirkenden Permanentmagneten (7) bestehen.
     
    3. Registriergerät nach Anspruch 1, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Laufrolle (5′) für die untere Führungsschiene (6′) derart angeordnet ist, daß der Schreibwagen (1) um die obere Führungsschiene (6) als Achse schwenkbar ist.
     
    4. Registriergerät nach Anspruch 1, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Laufrollen (5, 5′) aus Kunststoff bestehen.
     




    Zeichnung