(19)
(11) EP 0 345 680 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
29.07.1992  Patentblatt  1992/31

(21) Anmeldenummer: 89110090.1

(22) Anmeldetag:  03.06.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A47F 1/08

(54)

Schachtdispenser

Column dispenser

Distributeur en colonne


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 10.06.1988 DE 8807568 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
13.12.1989  Patentblatt  1989/50

(73) Patentinhaber: Agfa-Gevaert AG
51373 Leverkusen (DE)

(72) Erfinder:
  • Hönicke, Dieter
    D-5653 Leichlingen 2 (DE)
  • Krück, Peter-Klaus
    D-4322 Sprockhövel (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 206 938
FR-A- 2 354 890
US-A- 2 031 194
FR-A- 1 537 658
GB-A- 1 011 096
US-A- 3 926 314
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Schachtdispenser zur Aufnahme mehrerer übereinander gestapelter, geometrisch regelmäßiger Körper und zur Abgabe des jeweils untersten dieser Körper, aus einem Fuß und einem in den Fuß einsetzbaren Schacht,

    [0002] Ein solcher Schachtdispenser ist aus GB-A-1 011 096 bekannt, wobei der Schacht oben offen ist, in Höhe der Fußoberseite oder höher einen den Schachtquerschnitt ganz oder teilweise einnehmenden Boden aufweist, seine Vorderwand um mindestens die Höhe eines der eingefüllten Körper und um weniger als die Höhe von zwei der eingefüllten Körper über die ganze Breite auf der Höhe des eingesetzten Bodens nach oben hin offen ist.

    [0003] Erfindungsgemäß ist der Fuß in Form einer flachen trapezförmigen Scheibe ausgeführt, die eine Öffnung, vorzugsweise in der Mitte aufweist, Die beiden nicht parallelen Seiten des Trapezes schließen einen Winkel ein, der kleiner als 90° und ein ganzzahliger Teiler von 360° ist, Die beiden nicht parallelen Seiten des Trapezes weisen je eine Nut und ein Falz auf, so daß der Fuß an jeder dieser beiden Seiten mit einem weiteren Fuß mittels einer Schwalbenschwanzverbindung verzahnt werden

    [0004] Die beiden anderen Seiten des Trapezes können beliebig gestaltet sein, so daß sich ein 4- bis Vieleck, beispielsweise ein 5-, 6- oder 8-Eck ergibt, Die sich ergebenden Seitenflächen mit Ausnahme der beiden gegenüberliegenden Seiten, die den Winkel einschließen, der kleiner als 90° und ein ganzzahliger Teiler von 360° ist, können gerade, nach innen oder nach außen gewölbt oder sonstwie geformt sein,

    [0005] Die Öffnung des Fußes, deren Mittelpunkt vorzugsweise mit dem Mittelpunkt des Fußes zusammenfällt, kann quadratisch, rechteckig, rund oder oval ausgeführt sein und nimmt den Schacht auf, Die Öffnungswand weist wenigstens 2 Aussparungen auf, in die am unteren Teil des Schachtes außen angebrachte Stege beim Zusammenstecken von Fuß und Schacht einrasten, sodaß eine formschlüssige, unlösbare Verbindung zwischen Fuß und Schacht entsteht,

    [0006] Der Schacht weist entsprechend der Öffnung des Fußes einen quadratischen, rechteckigen, runden oder ovalen Querschnitt auf und ist oben offen, um mit entsprechend geformten Körpern (Würfeln, Quadern, Zylindern mit kreisförmiger oder ovaler Grundfläche) gefüllt zu werden. Am unteren Ende kann der Schacht offen oder geschlossen sein. In Höhe der Fußoberseite oder höher ist im Schacht über einen Teil des Sthachtquerschnittes oder über den ganzen Schachtquerschnitt ein Boden angebracht, der verhindert, daß die im Schacht gestapelten Körper in den Teil des Schachtes kommen, der im Fuß des Schachtdispensers steckt,

    [0007] Die Vorderwand des Schachtdispensers ist um mindestens die Höhe eines der eingefüllten Körper und um weniger als die Höhe von zwei der eingefüllten Körpern über die ganze Breite der Vorderwand auf der Höhe des eingesetzten Bodens nach oben hin offen, um die Stück-für-Stütk-Entnahme der eingefüllten Produkte zu ermöglichen. Auf der übrigen Höhe kann die Vorderwand geschlossen sein oder in der Mitte einen über die ganze Höhe reichenden Schlitz aufweisen, Die Rückwand kann ebenfalls geschlossen sein oder in der Mitte einen über die ganze Höhe reichenden Schlitz aufweisen,

    [0008] Die Seitenwände des Schachtdispensers sind vorzugsweise geschlossen, weisen aber vorzugsweise zur Vorderwand hin in der Höhe, in der die Vorderwand übr die ganze Breite offen ist, eine geringere Breite auf. Diese Aussparungen der Seitenwände erleithtern das Entnehmen eines Produktes aus dem Schachtdispenser.

    [0009] Vorzugsweise besteht der im Schacht angebrachte Boden aus zwei Teilböden, die an den Seitenwänden angebracht sind. Bei dieser Ausführungsform und bei durchgängig gesthlitzten Vorder- und Rückwänden sowie offenem Boden des Schachtes zerfällt der Schacht vor der Verbindung mit dem Fuß in zwei Teile mit im wesentlichen U-förmigem Querschnitt, was Herstellung und Verpackung des Schachtes erleichtert und verbilligt.

    [0010] An dem im Schacht angebrachten Boden oder den Teilböden können Mittel angebracht sein, die das unterste, im Schacht befindliche Produkt etwas nach vorn rutschen und somit leichter entnehmbar werden lassen.

    [0011] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung des Schachtdispensers vor der Montage von Fuß und Schacht.

    [0012] Fig. 2 zeigt das Zusammenfügen meherer Schachtdispenser auf einer Bogenlinie.

    [0013] Fig. 3 zeigt das Zusammenfügen mehrerer Schachtdispenser auf einer Zick-Zack-Linie.

    [0014] In Fig. 1 weist der Fuß 1 eine Öffnung 4 auf, die den Schacht 3 formschlüssig aufnehmen kann, Die Öffnung des Fußes weist Ausnehmungen 2 auf, in die Stege 5 der Schachtwände bei der Montage einrasten, Die beiden nicht parallelen Seiten des trapezförmigen Fußes weisen Nut 6 und Falz 7 auf, die ein Zusammenbau mehrerer Schachtdispenser ermöglichen. Der Zusammenbau auf einer Bogenlinie bis hin zum geschlossenen Ring ist in Fig. 2, der Zusammenbau auf einer Zick-Zack-Linie ist in Fig. 3 angedeutet,

    [0015] Im Schacht 3, dessen Vorderwand 8 geschlitzt und unten über die ganze Breite offen ist, sind Teilböden 9 zu erkennen, an denen Aufsätze 10 angebracht sind, die ein Nachvornrutschen der Produkte bewirken,

    [0016] Der Schachtdispenser wird von oben mit den geometrisch regelmäßigen Körpern gefüllt, der in Fig. 1 gezeigte Schachtdispenser mit quaderförmigen Produkten, beispielsweise mit fotografische Produkte enthaltenden Pappschachteln.

    [0017] Der Zusammenbau mehrerer Schachtdispenser zu einem Ring gestattet die Bereitstellung eines Schachtdispensersystems zur Aufnahme unterschiedlicher aber gleich geformter Produkte, wie Schatchteln die unterschiedliche Kleinbildfilme enthalten, z.B. Schwarzweiß-, Negativund Diafilme, wobei innerhalb dieser Gruppen noch nach unterschiedlichen Empfindlichkeiten differenziert werden kann.

    [0018] Ebenso können mehrere Schachtdispenser in einer Zick-Zatk-Linie angeordnet werden, wobei die Füße so angeordnet sind, daß der von den nicht-parallelen Trapez-Seiten eingeschlossene Winkel alternierend nach vorn und nach hinten liegt. Selbstverständlich sind auch andere, unregelmäßige Gestaltungen möglich.

    [0019] Vorder- und Rückwand der Schächte können Vorrichtungen aufweisen, die es ermöglichen, an der Vorderwand eines mit dem Fuß verbundenen Schachtes höhenversetzt einen weiteren Schacht anzubringen, der letztlich vom gleichen Fuß getragen wird. Verständlicherweise ist der Fuß so zu gestalten, daß auch dann ein Umkippen verhindert wird. Eine solche Gestaltung läßt die Möglichkeit zu, entsprechend mehr Produkte anzubieten, ohne den Platzbedarf für das Schachtdispensersystem wesentlich zu erhöhen.


    Ansprüche

    1. Schachtdispenser zur Aufnahme mehrerer übereinander gestapelter, geometrisch regelmäßiger Körper und zur Abgabe des jeweils untersten dieser Körper, aus einem Fuß (1) und einem in den Fuß (1) einsetzbaren Schacht (3) der oben offen ist, in Höhe der Fußoberseite oder höher einen den Schachtquerschnitt ganz oder teilweise einnehmenden Boden (9) aufweist, seine Vorderwand (8) um mindestens die Höhe eines der eingefüllten Körper und um weniger als die Höhe von zwei der eingefüllten Körper über die ganze Breite auf der Höhe des eingesetzten Bodens (9) nach oben hin offen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Fuß (1) eine Öffnung (4) hat und die Form einer flachen, trapezförmigen Scheibe aufweist, deren nicht parallele Seiten einen Winkel einschließen, der kleiner als 90° und ein ganzzahliges Teil von 360° ist, deren nicht parallele Seiten weiterhin je eine Nut (6) und ein Falz (7) aufweisen, so daß der Fuß (1) an jeder dieser beiden Seiten mit einem weiteren gleichgestalteten Fuß (1) mittels einer Schwalbenschwanzverbindung verzahnt werden kann, wobei der Schacht (3) einen der Öffnung des Fußes (1) entsprechenden Querschnitt hat und wobei die Öffnungswand wenigstens 2 Aussparungen (2) aufweist, in die am unteren Teil des Schachtes außen angebrachte Stege (5) beim Zusammenstecken von Fuß (1) und Schacht (5) einrasten, sodaß eine formschlüssige, unlösbare Verbindung zwischen Fuß und Schacht entsteht.
     


    Claims

    1. Column dispenser for receiving a plurality of vertically stacked, geometrically uniform bodies and for dispensing the lowermost of said bodies, comprising a base (1) and a column (3) which is insertable into the base (1), is open at the top and has a floor (9) totally or partially taking up the column cross-section at the level of the top surface of the base or higher, the front wall (8) of said column being open in an upward direction over its entire width at the level of the inserted floor (9) by at least the height of one of the stacked bodies and by less than the height of two of the stacked bodies, characterized in that the base (1) has an opening (4) and has the shape of a flat trapezoidal plate, whose non-parallel sides enclose an angle, which is smaller than 90° and is an integral part of 360°, and moreover each have a groove (6) and a tongue (7) so that the base (1) may at either of said two sides be interlocked by dovetailing with another identically shaped base (1), with the column (3) having a cross-section corresponding to the opening of the base (1) and with the opening wall having at least two recesses (2), into which webs (5) provided externally on the lower portion of the column snap when the base (1) and column (5) are fitted together, thereby producing a perfect form closure between base and column.
     


    Revendications

    1. Distributeur à colonne destiné à contenir plusieurs corps de forme géométrique régulière empilés les uns au-dessus des autres et pour débiter le plus bas de ces corps, composé d'un pied (1) et d'une colonne (3) qui s'encastre dans le pied (1), qui est ouverte en haut et présente, au niveau de la face supérieure du pied ou à un niveau plus élevé, un fond (9) qui occupe entièrement ou partiellement la section de la colonne, sa paroi avant (8) étant ouverte vers le haut sur toute sa largeur, au niveau du fond (9) mis en place, sur une hauteur égale à celle d'un des corps chargés et inférieure à la hauteur de deux des corps chargés, caractérisé en ce que le pied (1) possède une ouverture (4) et présente la forme d'une plaque plate trapézoïdale dont les côtés non parallèles forment un angle qui est inférieur à 90° et est un diviseur entier de 360°, et dont les côtés non parallèles présentent chacun une rainure (6) et un tenon (7), de sorte que le pied (1) peut être agrafé sur chacun de ces deux côtés à un autre pied (1) de même forme, par une liaison à queue d'aronde, la colonne (3) présente une section qui correspond à l'ouverture du pied (1), et la paroi de l'ouverture présente au moins deux évidements (2) dans lesquels des pattes (5) prévues extérieurement sur la partie inférieure de la colonne s'encliquettent lorsqu'on emboîte le pied (1) et la colonne (5) l'un dans l'autre, de sorte qu'il s'établit une liaison par sûreté de forme, inamovible, entre le pied et la colonne.
     




    Zeichnung