[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Nylontexturgarnes
aus Nylon 6.6-POY, mit einem Fibrilleneinzeltiter von 1,0-1,4 dtex, ein Nylontexturgarn,
hergestellt nach dem Verfahren sowie dessen Verwendung.
[0002] Verfahren zur Herstellung von texturierten Polyamidgarnen sind bekannt. So beschreibt
die DE-A-28 55 763 ein Verfahren zum Spinntexturieren von Polyamid, wobei eine latente
Kräuselung ohne Anwendung einer speziellen Kräuselvorrichtung erhalten wird. Die Kräuselung
wird in den Beispielen mit höchstens 30,4 % angegeben und eine Bauschigkeit mit höchstens
40 % erreicht. Festigkeiten sind bei diesem Simultanverfahren nicht angegeben, sie
liegen jedoch erfahrungsgemäss unter 40 cN/tex. Ein solches Garn ist zur Herstellung
von Textilien vorgesehen, wo niedrige Einzelfasertiter mit hohen Festigkeiten erforderlich
sind, ist es aber wenig geeignet.
[0003] Zur Herstellung von beispielsweise Zahnradtreibriemen sind ausserordentlich ermüdungsbeständige
und hochfeste, schockabsorbierende und dimensionsstabile Materialien erforderlich.
Bisher wurden Stahlkord und Fiberglasskord verwendet und neuerdings durch Aramidkord
wie Kevlarkord
R (Markenzeichen der Firma DU PONT) ersetzt. Andere Polyamide sind wegen ihrer geringen
Festigkeit und Ermüdungsbeständigkeit ungeeignet.
[0004] Alle drei Gruppen von Kord haben jedoch Nachteile. Stahlkord ist aus wirtschaftlichen
und verarbeitungstechnischen Gründen zu ersetzen. Fiberglasskord ist nicht biegebeständig;
Aramidkord ist zu wenig biegsam und auch aus wirtschaftlichen Gründen wenig geeignet.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, um ein hochfestes,
ermüdungsbeständiges und dimensionsstabiles Nylongarn zur Herstellung von Schussgarn
für den technischen Gebrauch zur Verfügung zu stellen.
[0006] Dabei ist in erster Linie an ein feinfibrilliges Texturgarn mit optimaler Festigkeit
gedacht. Die Texturierung soll direkt ab Nylon 6.6-POY (PON) erfolgen.
[0007] Unter einem Nylon POY (PON) ist ein Vorlagegarn zu verstehen, welches im Geschwindigkeitsbereich
von 2750-5200 m/min gesponnen und gleichzeitig teilverstreckt und aufgespult wurde.
Es ist als Vorlagegarn zum Falschdrahttexturieren gut geeignet, nicht jedoch bei feineren
Titern im Bereich unter 10 dtex per Einzelfilament. Mit feintitrigeren Filamenten
ist nach den bekannten Spindelverfahren kein flusenfreies Texturgarn mehr herzustellen.
Bei einem Einzeltiter von dtex 78/34 = dtex 2,94 wurden nach dem Simtexverfahren
auf 1000 km Faden eine sehr hoche Flusenzahl gemessen.
[0008] Unter Simtexverfahren ist das gleichzeitige Verstrecken und Texturieren von POY
zu verstehen. Bei diesem Verfahren muss der Faden schonend durch die Texturierzone
geführt werden, damit er nicht zu viel an Festigkeit verliert und sich die Flusigkeit
noch in tolerierbaren Grenzen hält.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss nach Anspruch 1 dadurch gelöst, dass das Nylon
6.6-POY in einer der Texturierzone vorgeschalteten Streckzone vorverstreckt und anschliessend
texturiert wird.
[0010] Die Vorverstreckung des POY unmittelbar vor der eigentlichen Texturierung hat in
überraschender Weise eine vollständige Flusenfreiheit des feinfibrilligen Texturgarnes
ergeben.
[0011] Es ist zweckmässig, ein Verstreckungsverhältnis von wenigstens 1:1,30 bevorzugt von
1:1,40 bis 1,52 zu wählen.
[0012] Ein Verstreckungsverhältnis kleiner als 1:1,30 hat den Nachteil, dass die Festigkeit
zu niedrig und damit die Dehnungswerte zu hoch sind und somit einen negativen Einfluss
auf die Kräuselbeständigkeit ausübt. Solche Garne sind für hochstrapazierfähige Flächengebilde,
Gewebe oder Gestricke ungeeignet.
[0013] Ein Verstreckungsverhältnis grösser als 1:1,52 ist wegen der Zunahme der Fibrillenbrüche
und damit der Flusen gleichfalls ungeeignet. Hinzu kommt, dass bei höheren Streckverhältnissen
die Streckspannungen zu stark ansteigen, so dass eine Verarbeitung in bezug auf die
ungenügend werdende Klemmwirkung der Lieferwerke schlechter wird.
[0014] Auch bei höchster Verstreckung ist das Texturgarn frei von Fibrillenbrüchen.
[0015] Das nach dem Verfahren hergestellte Texturgarn weist eine Festigkeit (ft) von mehr
als 48 cN/tex insbesondere von 48 cN/tex bis 52 cN/tex auf, gleichzeitig einen Kräuselgrad
von mehr als 50 % Kennkräuselung und eine Kräuselbeständigkeit von 70-90 %.
[0016] Eine bevorzugte Verwendung findet das Texturgarn erstmals im industriellen Bereich,
insbesondere bei der Herstellung von Zahnradtreibriemen in Form von Schussfäden.
Dieser aus Nylonfilamenten mit niedrigem Fibrilleneinzeltiter hergestellte Nord weist
in überraschenderweise hohe Festigkeiten bei einer bisher in diesem Titerbereich nicht
erreichten Flusenfreiheit auf.
[0017] Die Festigkeit wurde nach DIN 53834 gemessen. Kräuselgrad, Kräuselbeständigkeit
und Kennkräuselung wurden nach DIN 53840 bestimmt.
[0018] Die Erfindung soll anhand einer Zeichnung näher erläutert werden.
[0019] Es zeigen:
Fig. 1 schematisch das Verfahren nach der Erfindung
Fig. 2 ein Diagramm mit dem Vergleich der Abhängigkeit der Festigkeiten von der Texturiertemperatur
nach dem Stand der Technik und der Erfindung
[0020] In Fig. 1 ist schematisch das erfindungsgemässe Verfahren be schrieben. Im Verfahrensschema
ist mit dem Bezugszeichen 1 ein Vorlagewickel mit einem Faden 2 aus Nylon 6.6-POY
gezeigt. Vom Vorlagewickel 1 wird mit einem Lieferwerk 3 der Faden 2 abgezogen und
über einen Streckstift 4 mittels eines Streckwerks 5 verstreckt, bevor er eine Heizung
6 und eine Texturiereinrichtung 7 durchläuft. Die Texturiereinrichtung 7 kann einen
Falschdrallgeber oder eine Verwirbelungsdüse beinhalten. Ein weiteres Lieferwerk
8 dient zur Förderung eines resultierenden Texturgarns 9, welches über einen Fadenführer
11 und einen Fadenführer 12 auf einem Produktwickel 10 aufgespult wird. Das Verfahren
kann mit oder ohne Streckstift durchgeführt werden.
[0021] In Fig. 2 ist der Einfluss der Texturiertemperatur auf die Festigkeiten eines N
6.6-POY dargestellt. Kurve 1 zeigt zwei nach dem Stand der Simtex-Technik hergestellte
Texturgarne mit dtex 78 f 34 und dtex 78 f 52, welche mit einem Verstreckungsverhältnis
von 1:1,3 hergestellt wurden. Kurven 2 zeigen den Festigkeitsbereich von Fäden im
gleichen Titerbereich jedoch mit der erfindungsgemässen Vorverstreckung.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1
[0022] Nylon 6.6-POY dtex 78 f 34 wird auf einer Heberlein Texturiermaschine FZ 27 unter
folgenden Versuchsbedingungen texturiert:
| Spindeltouren |
415′000 T/min |
| Zwirn |
3′200 T/m |
| Verstreckung |
1:1,3 bis 1:1,52 |
| Einzwirn |
0; +2 % |
| Temperatur |
210°C |
| Aufwicklung |
6 % |
| Streckstift |
mit / ohne |
[0023] Die Texturierergebnisse sind in den folgenden Tabellen zusammengefasst:
Tabelle 1
| (mit Streckstift, 0 % Einzwirn) |
| |
|
mit Vorverstreckung |
ohne Vorverstreckung |
| Verstreckungsverhältnis |
1: |
1,3 |
1,32 |
1,34 |
1,36 |
1,38 |
1,40 |
1,42 |
1,44 |
1,46 |
1,48 |
1,3 |
| Titer effektiv |
dtex |
79,5 |
78,6 |
77,7 |
76,3 |
75,6 |
74,2 |
74,5 |
73,4 |
72,2 |
70,9 |
81,1 |
| Festigkeit |
cN/tex |
44,3 |
44,3 |
46,6 |
46,9 |
47,8 |
48,2 |
48,2 |
49,2 |
49,6 |
51,5 |
41,4 |
| Dehnung |
% |
32,4 |
29,5 |
29,4 |
27,9 |
26,4 |
24,9 |
23,8 |
23,4 |
24,3 |
21,9 |
32,1 |
| Kräuselgrad |
% |
54,7 |
53,8 |
52,6 |
50,6 |
50,4 |
49,8 |
49,5 |
50,0 |
46,3 |
45,5 |
53,8 |
| Kräuselbeständigkeit |
% |
59,4 |
59,7 |
64,1 |
65,7 |
70,8 |
75,1 |
76,4 |
77,6 |
76,0 |
79,8 |
57,6 |
| Fadenspannungsverhältnis |
|
2,93 |
3,09 |
3,00 |
2,79 |
2,84 |
2,82 |
2,66 |
2,70 |
3,07 |
2,73 |
2,65 |
| Flusen / 1000 km |
|
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
51000 |
Tabelle 2
| (ohne Streckstift, 0 % Einzwirn) |
| |
|
mit Vorverstreckung |
| Verstreckungsverhältnis |
1: |
1,3 |
1,32 |
1,34 |
1,36 |
1,38 |
1,40 |
1,42 |
1,44 |
1,46 |
1,48 |
1,50 |
1,52 |
1,54 |
| Titer effektiv |
dtex |
79,3 |
78,5 |
77,9 |
76,3 |
75,4 |
74,6 |
74,2 |
73,2 |
72,1 |
70,9 |
71,6 |
70,5 |
69,6 |
| Festigkeit |
cN/tex |
44,0 |
44,3 |
46,0 |
46,5 |
47,9 |
48,7 |
48,8 |
49,8 |
49,5 |
50,6 |
49,7 |
49,8 |
51,6 |
| Dehnung |
% |
31,2 |
30,7 |
29,2 |
27,9 |
26,1 |
25,9 |
24,7 |
23,7 |
24,3 |
22,5 |
19,1 |
18,6 |
16,8 |
| Kräuselgrad |
% |
55,6 |
55,3 |
54,4 |
52,8 |
51,5 |
50,5 |
51,5 |
51,6 |
49,9 |
48,8 |
46,6 |
45,6 |
43,1 |
| Kräuselbeständigkeit |
% |
58,6 |
58,8 |
65,8 |
67,0 |
69,5 |
70,9 |
75,1 |
75,6 |
76,2 |
78,7 |
85,4 |
87,3 |
89,0 |
| Fadenspannungsverhältnis |
|
2,74 |
2,98 |
3,06 |
2,95 |
2,92 |
2,69 |
2,65 |
2,55 |
2,54 |
3,02 |
2,84 |
2,85 |
2,80 |
| Flusen / 1000 km |
|
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
83 |
Tabelle 3
| (ohne Streckstift, 2 % Einzwirn). |
| |
|
mit Vorverstreckung |
| Verstreckungsverhältnis |
1: |
1,40 |
1,42 |
1,44 |
1,46 |
1,48 |
| Titer effektiv |
dtex |
75,3 |
75,2 |
74,1 |
73,5 |
72,7 |
| Festigkeit |
cN/tex |
46,5 |
47,1 |
47,9 |
48,5 |
49,6 |
| Dehnung |
% |
25,2 |
24,2 |
22,8 |
22,3 |
21,6 |
| Kräuselgrad |
% |
55,0 |
54,3 |
53,6 |
52,0 |
50,3 |
[0024] Die Umschlingungen des POY um den Streckstift erhöht durch die Reibung geringfügig
die Streckspannung, was sich in einem etwas niedrigerem effektiven Titer auswirkt.
Auf die Festigkeit und die Dehnung hat die Verwendung des Streckstiftes kaum Einfluss.
Beispiel 2
[0025] Nylon 6.6-POY dtex 78 f 34 wird auf einer Heberlein Texturiermaschine FZ 27 unter
Variierung der Temperatur von 210-230°C unter folgenden Versuchsbedingungen texturiert:
| Spindeltouren/min |
415′000 |
| Zwirn (T/m) |
3′200 |
| Verstreckung |
1:1,48 |
| Einzwirn (%) |
0; +1 |
| Aufwicklung (%) |
7 |
[0026] Die Resultate von Beispiel 2 sind in den Tabellen 4 und 5 zusammengefasst.
Tabelle 4
| (0 % Einzwirn) |
| Temperatur |
°C |
210 |
215 |
220 |
225 |
230 |
| Titer |
dtex |
73,9 |
74,0 |
73,8 |
73,9 |
73,7 |
| Festigkeit |
cN/tex |
48,0 |
46,1 |
43,9 |
39,3 |
34,6 |
| Dehnung |
% |
23,8 |
22,1 |
20,3 |
17,0 |
15,1 |
| Kräuselgrad |
% |
47,4 |
47,9 |
48,3 |
49,9 |
49,7 |
| Kräuselbeständigkeit |
% |
76,9 |
75,2 |
76,2 |
79,0 |
78,7 |
| Fadenspannungsverhältnis |
1: |
2,83 |
2,85 |
2,97 |
2,98 |
2,92 |
| Flusen/1000 km /effektiv |
|
83/1 |
0/0 |
0/0 |
83/1 |
166/2 |
Tabelle 5
| (1 % Einzwirn) |
| Temperatur |
°C |
210 |
215 |
220 |
225 |
230 |
| Titer |
dtex |
74,6 |
74,9 |
74,8 |
74,7 |
74,8 |
| Festigkeit |
cN/tex |
48,3 |
45,6 |
43,5 |
40,6 |
35,7 |
| Dehnung |
% |
24,1 |
22,3 |
20,4 |
18,2 |
15,9 |
| Kräuselgrad |
% |
51,2 |
51,2 |
51,7 |
52,2 |
52,1 |
| Kräuselbeständigkeit |
% |
77,8 |
79,4 |
79,9 |
80,5 |
80,4 |
| Fadenspannungsverhältnis |
1: |
2,75 |
2,95 |
2,86 |
2,83 |
2,75 |
| Flusen/1000 km /effektiv |
|
0/0 |
166/2 |
0/0 |
83/1 |
83/1 |
Beispiel 3
[0027] Nylon 6.6-POY dtex 78 f 52 wird auf einer Heberlein Texturiermaschine FZ 27 unter
Variierung der Temperatur von 200-220° unter folgenden Versuchsbedingungen texturiert:
| Spindeltouren/min |
415′000 |
| Zwirn (T/m) |
3′200 |
| Verstreckung |
1:1,44 |
| Einzwirn (%) |
0 |
| Aufwicklung (%) |
7 |
[0028] Die Detailresultate sind in Tabelle 6 wiedergegeben.
Tabelle 6
| (0 % Einzwirn) |
| Temperature |
°C |
200 |
205 |
210 |
215 |
220 |
ohne Vorverstreckung 200°C;1:1,3 |
| Titer |
dtex |
73,5 |
73,8 |
73,8 |
73,8 |
73,5 |
82,7 |
| Festigkeit |
cN/tex |
48,2 |
48,5 |
46,5 |
45,2 |
42,5 |
39,5 |
| Dehnung |
% |
24,7 |
25,0 |
23,3 |
22,1 |
19,7 |
32,4 |
| Kräuselgrad |
% |
36,6 |
37,6 |
40,1 |
41,2 |
41,6 |
43,1 |
| Kräuselbeständigkeit |
% |
73,1 |
72,5 |
73,3 |
74,5 |
74,6 |
54,4 |
| Fadenspannungsverhältnis |
1: |
3,3 |
3,1 |
3,14 |
3,14 |
3,15 |
2,88 |
| Flusen/1000 km /effektiv |
|
500/3 |
333/2 |
0/0 |
0/0 |
0/0 |
666/4 |
[0029] Bei zunehmender Temperatur ist, wie zu erwarten, ein steiler Festigkeitsabfall zu
beobachten, welcher auf einem höheren Niveau stattfindet. Überraschend ist jedoch,
dass bei steigender Texturiertemperatur, nach dem erfindungsgemässen Verfahren, noch
kein wesentlicher Anstieg der Flusigkeit zu beobachten ist. Die Kräuselwerte lassen
sich mit einer Temperaturerhöhung anheben, eine weitere Erhöhung des Kräuselgrades
lässt sich mit einer Spannungsreduktion mit dem Einzwirn in der Texturierzone erreichen.
[0030] Die erfindungsgemässe Texturierung von POY mit Vorverstreckung erlaubt eine Erhöhung
der Festigkeit von feinfibrilligen Filamenten bis 25 % gegenüber einem nicht vorverstreckten
Texturgarn. Die Festigkeitserhöhung erfolgt bei gutem Texturierlauf. Auch bei höchster
Vorverstreckung ist das resultierende Texturgarn frei von Fibrillenbrüchen, während
ein ohne Vorverstreckung verarbeiteter Faden bereits untolerierbare Flusigkeit aufweist.
Mit dem erfindungsgemässen Verfahren ist es möglich bei extrem hohen Verstreckungsverhältnissen
eine gute, gleichmässige Kräuselung mit hoher Restfestigkeit des Texturgarnes zu erzielen.
[0031] Die hohen Festigkeiten, die sonst nur durch höhere Viskositäten oder Spezialpolymere
erzielt werden, können durch das erfindungsgemässe Verfahren im Texturgarn erreicht
werden.
[0032] Das erhaltene feinfibrillige Texturgarn ist besonders zum technischen Einsatz für
Zahnradtreibriemen geeignet. Es kann aber auch für andere technische Zwecke verwendet
werden, wo Festigkeit und Biegebeständigkeit Voraussetzungen für den Einsatz sind.
Bezugszeichen
[0033]
1 Vorlagewickel
2 Nylonfaden
3 Lieferwerk
4 Streckstift
5 Streckwerk
6 Heizung
7 Texturiereinrichtung
8 Lieferwerk
9 Texturgarn
10 Produktwickel
1. Verfahren zur Herstellung eines hochfesten Nylontexturgarnes aus Nylon 6.6-POY,
mit einem Fibrilleneinzeltiter von 1.0-4.0 dtex, dadurch gekennzeichnet, dass das
Nylon 6.6-POY in einer der Texturierzone vorgeschalteten Streckzone vorverstreckt
und anschliessend texturiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Nylon 6.6-POY in einem
Verstreckungsverhältnis von 1:1.3 bis 1:1.52 verstreckt wird.
3. Nylontexturgarn hergestellt nach dem Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, dass es gleichzeitig folgende Bedingungen erfüllt:
Festigkeit von >48 cN/tex
Kräuselgrad von >50 % Kennkräuselung
Kräuselbeständigkeit von 70-90 %
4. Verwendung des Nylontexturgarnes zur Herstellung von Zahnradtreibriemen.