[0001] Bekannte Hängematten-Liegen bestehen, um von den örtlichen Möglichkeiten zur Aufhängung
der Hängematte frei zu sein, aus einem selbständigen Gestell und einer Hängematte.
So ein Gestell besteht, aus jeweils zwei, bananenförmig gekrümmten Kufen, die wie
DE 27 02 593 zeigt, miteinander fest verbunden, oder, wie die CH-473 553 zeigt, zusammenklappbar
sind. Gemeinsamer Nachteil beider Ausführungen ist, dass sie bei Ueberlast versagen
und bei transversalem Schaukeln kippen können. In beiden Fällen sind Benützer und
Gerät gefährdet.
[0002] Die Befürchtung, dass solche, für unsere Zivilisation angepassten Hängematten-Liegen
für die Benützer gefährlich sein könnten, mag der Grund sein, dass die Verbreitung
der Hängematte weder in Europa noch in Nordamerika stattgefunden hat.
[0003] Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, die genannten Nachteile zu beseitigen
und weitere Vorteile für den Benützer zu schaffen. Es wird somit ein zerlegbares Gestell
vorgeschlagen, das ohne leibliche und materielle Gefahren vom Benützer benüzt, leicht
montier- und transportierbar ist und sogar mit entsprechenden Planen als Zelt und
als Wetterschutz verwendet werden kann.
[0004] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1.
[0005] Gemäss der beiliegenden Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise erklärt. Es
zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der Sicherheitsliege
Fig. 2 ein Schnitt durch das Gelenk der Fussbefestigung
Fig. 3 die Sicherheitsliege mit Wetterschutz.
[0006] Die Sicherheitsliege 1 weist in Figur 1 ein Gestell 4, mit zwei Beinpaaren 5′,5˝
mit vier gesteckten Füssen 6 und ein dreiteliger Biegebalken 3′,3˝,3‴ auf, die jeweils
durch die Gelenke 7′,7˝ verbunden sind und eine Hängematte 2 die an den freien Enden
des Biegebalkens 3′,3‴ eingehängt ist. Die äusseren Abschnitte des Biegebalkens 3′,3‴
arbeiten bei der Belastung als Kragträger und verbiegen sich wie Fischruten. Das
Mittelteil 3˝, arbeitet bei der Belastung als beidseitig eingespannter Balken und
bildet einen konvexen Bogen.
[0007] Der Biegebalken 3′,3˝ dreht sich über das Stecklager am Gelenk 7′,7˝, bei seitlichem
Schwingen in der Schwinglage und bewirkt die Reduktion der Momentübertragung in die
Beine 5′,5'′. Die Hängematte 2 wird mit einem drehbaren Bajonetthaken 9, in den Schaukelhaken
8′,8˝ gehängt.
Auf die mit Schaukelhaken 8′,8˝ bestückten Enden des Biegebalkens 3′,3‴ wird die
Hängematte 2 gehängt. Dadurch, dass sich die Hängematte 2 zwischen den Beinen der
Beinpaare 5′,5˝ befindet, wird das transversale Schaukeln so weit eingeschränkt,
dass ein Kippen des Gestells 4 verhindert werden kann. Wie aus Fig.2 ersichtlich,
sind in die Gelenke 7′,7˝ die Beine 5′,5˝ so eingeschlossen, dass die Spreizung der
Beine 5′,5˝ und somit ihre Lage gegenüber dem jeweiligen Gelenk 7′,7˝ durch den Bolzen
12′,12˝ beschränkt ist. Die Länge der Beine 5′,5˝ wird durch die Füsse 6 bei voller
Last so bestimmt, dass die Hängematte 2 noch über dem Untergrund schwebt. Wird bei
der Benützung diese zulässige Last überschritten, dann senkt sich die Hängematte
2 zum Untergrund, und von diesem Augenblick an, wird von der ansonst gefährlichen
Lastdifferenz nicht mehr die Hängematte 2 und sein Gestell 4, sondern der Untergrund
belastet. Somit stellt sich weder bleibende Deformation, noch Bruch im Gestell 4 ein.
1. Sicherheitsliege (1), aus Hängematte (2) und Gestell (4), dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Enden der Hängematte (2) an die Enden (3′,3˝) eines Biegebalkens
(3′,3˝,3‴) des Gestells (4) so gehängt sind, dass eine Ueberbelastung des Biegebalkens
(3′,3˝,3‴), die zur bleibenden Deformation oder zur Zerstörung des selben führen würde,
durch Berührung des Untergrundes mit der Hängematte (2) verhindert wird, und die transversale
Pendelbewegung der Hängematte (2) durch Berührung der selben mit den Beinen (5′,5˝)
des Gestells (4) beschränkt, und somit das Kippen der Sicherheitsliege (1) verhindert
wird.
2. Sicherheitsliege (1) nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Biegebalken (3′,3˝,3‴) und das Gestell (4) aus steckbaren Elementen bestehen.
3. Sicherheitsliege (1) nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Biegebalken (3′,3˝,3‴) und das Gestell (4) aus teleskopierbaren Elementen
bestehen.
4. Sicherheitsliege (1) nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (4) nebst der Hängematte (2) für die Halterung von hüllenartigen
Gebilden, wie Wind-, Sonnen- oder Regenplanen oder zur bildung eines Zeltes 10 dient.