(19)
(11) EP 0 346 286 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.12.1989  Patentblatt  1989/50

(21) Anmeldenummer: 89810425.2

(22) Anmeldetag:  06.06.1989
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A45F 3/24
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE DE ES FR GB IT NL SE

(30) Priorität: 06.06.1988 CH 2152/88

(71) Anmelder: Barmettler, Peter
CH-6374 Buochs (CH)

(72) Erfinder:
  • Barmettler, Peter
    CH-6374 Buochs (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Sicherheitsliege


    (57) Es wird eine Sicherheitsliege (1), aus Hängematte (2) und Gestell (4), vorgeschlagen, wobei die beiden Enden der Hängematte (1) an die Enden (3′,3˝) eines Biegebalkens (3′,3˝,3‴) des Gestells (4) so ge-hängt sind, dass eine Ueberbelastung des Biegebalkens (3′,3˝,3‴), die zur bleibenden Deformation oder zur Zerstörung des selben führen würde, durch Berührung des Untergrundes mit der Hängematte (2) verhindert wird. Ausserdem wird die transversale Pendel­bewegung der Hängematte (2) durch Berührung der selben mit den Beinen (5′,5˝) des Gestells (4) beschränkt, und somit das Kippen der Sicherheitsliege (1) verhindert.




    Beschreibung


    [0001] Bekannte Hängematten-Liegen bestehen, um von den örtlichen Möglichkeiten zur Aufhängung der Hängematte frei zu sein, aus einem selbständigen Gestell und einer Hängematte. So ein Ge­stell besteht, aus jeweils zwei, bananenförmig gekrümmten Kufen, die wie DE 27 02 593 zeigt, miteinander fest verbun­den, oder, wie die CH-473 553 zeigt, zusammenklappbar sind. Gemeinsamer Nachteil beider Ausführungen ist, dass sie bei Ueberlast versagen und bei transversalem Schaukeln kippen können. In beiden Fällen sind Benützer und Gerät gefährdet.

    [0002] Die Befürchtung, dass solche, für unsere Zivilisation ange­passten Hängematten-Liegen für die Benützer gefährlich sein könnten, mag der Grund sein, dass die Verbreitung der Hänge­matte weder in Europa noch in Nordamerika stattgefunden hat.

    [0003] Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, die ge­nannten Nachteile zu beseitigen und weitere Vorteile für den Benützer zu schaffen. Es wird somit ein zerlegbares Gestell vorgeschlagen, das ohne leibliche und materielle Gefahren vom Benützer benüzt, leicht montier- und transportierbar ist und sogar mit entsprechenden Planen als Zelt und als Wetterschutz verwendet werden kann.

    [0004] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe gelöst durch die kenn­zeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.

    [0005] Gemäss der beiliegenden Zeichnung wird die Erfindung bei­spielsweise erklärt. Es zeigen:

    Fig. 1 eine perspektivische Darstellung der Sicherheitsliege

    Fig. 2 ein Schnitt durch das Gelenk der Fussbefestigung

    Fig. 3 die Sicherheitsliege mit Wetterschutz.



    [0006] Die Sicherheitsliege 1 weist in Figur 1 ein Gestell 4, mit zwei Beinpaaren 5′,5˝ mit vier gesteckten Füssen 6 und ein dreiteliger Biegebalken 3′,3˝,3‴ auf, die jeweils durch die Gelenke 7′,7˝ verbunden sind und eine Hängematte 2 die an den freien Enden des Biegebalkens 3′,3‴ eingehängt ist. Die äus­seren Abschnitte des Biegebalkens 3′,3‴ arbeiten bei der Be­lastung als Kragträger und verbiegen sich wie Fischruten. Das Mittelteil 3˝, arbeitet bei der Belastung als beidseitig ein­gespannter Balken und bildet einen konvexen Bogen.

    [0007] Der Biegebalken 3′,3˝ dreht sich über das Stecklager am Ge­lenk 7′,7˝, bei seitlichem Schwingen in der Schwinglage und bewirkt die Reduktion der Momentübertragung in die Beine 5′,5'′. Die Hängematte 2 wird mit einem drehbaren Bajonett­haken 9, in den Schaukelhaken 8′,8˝ gehängt.
    Auf die mit Schaukelhaken 8′,8˝ bestückten Enden des Biege­balkens 3′,3‴ wird die Hängematte 2 gehängt. Dadurch, dass sich die Hängematte 2 zwischen den Beinen der Beinpaare 5′,5˝ befindet, wird das transversale Schaukeln so weit einge­schränkt, dass ein Kippen des Gestells 4 verhindert werden kann. Wie aus Fig.2 ersichtlich, sind in die Gelenke 7′,7˝ die Beine 5′,5˝ so eingeschlossen, dass die Spreizung der Beine 5′,5˝ und somit ihre Lage gegenüber dem jeweiligen Gelenk 7′,7˝ durch den Bolzen 12′,12˝ beschränkt ist. Die Länge der Beine 5′,5˝ wird durch die Füsse 6 bei voller Last so bestimmt, dass die Hängematte 2 noch über dem Untergrund schwebt. Wird bei der Benützung diese zulässige Last über­schritten, dann senkt sich die Hängematte 2 zum Untergrund, und von diesem Augenblick an, wird von der ansonst gefährli­chen Lastdifferenz nicht mehr die Hängematte 2 und sein Ge­stell 4, sondern der Untergrund belastet. Somit stellt sich weder bleibende Deformation, noch Bruch im Gestell 4 ein.


    Ansprüche

    1. Sicherheitsliege (1), aus Hängematte (2) und Gestell (4), dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Enden der Hängematte (2) an die Enden (3′,3˝) eines Biegebalkens (3′,3˝,3‴) des Gestells (4) so ge­hängt sind, dass eine Ueberbelastung des Biegebalkens (3′,3˝,3‴), die zur bleibenden Deformation oder zur Zerstörung des selben führen würde, durch Berührung des Untergrundes mit der Hängematte (2) verhindert wird, und die transversale Pendelbewegung der Hängematte (2) durch Berührung der selben mit den Beinen (5′,5˝) des Gestells (4) beschränkt, und somit das Kippen der Sicherheitslie­ge (1) verhindert wird.
     
    2. Sicherheitsliege (1) nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Biegebalken (3′,3˝,3‴) und das Gestell (4) aus steckbaren Elementen bestehen.
     
    3. Sicherheitsliege (1) nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Biegebalken (3′,3˝,3‴) und das Gestell (4) aus teleskopierbaren Elementen bestehen.
     
    4. Sicherheitsliege (1) nach Patentanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (4) nebst der Hängematte (2) für die Halterung von hüllenartigen Gebilden, wie Wind-, Sonnen- oder Regenplanen oder zur bildung eines Zeltes 10 dient.
     




    Zeichnung