| (19) |
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(11) |
EP 0 346 646 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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24.04.2002 Patentblatt 2002/17 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.1994 Patentblatt 1994/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.05.1989 |
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| (54) |
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Borstenwaren
Method and apparatus for manufacturing brush ware
Dispositif et procédé pour fabriquer des brosses
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
15.06.1988 DE 3820372
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.12.1989 Patentblatt 1989/51 |
| (73) |
Patentinhaber: CORONET-Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
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69483 Wald-Michelbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Weihrauch, Georg
D-6948 Wald-Michelbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dipl.-Ing. Heiner Lichti
Dipl.-Phys. Dr.rer.nat. Jost Lempert
Dipl.-Ing. Hartmut Lasch |
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Postfach 41 07 60 76207 Karlsruhe 76207 Karlsruhe (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 000 433 DE-C- 830 339 US-A- 2 066 068 US-A- 2 488 873
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DE-C- 810 867 DE-C- 3 718 811 US-A- 2 227 126 US-A- 3 355 839
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- Bock, E.: Bürsten und Pinsel, Selbstverlag des Zentralverbands der Bürsten- und Pinselhersteller,
sowie Zurichter- und Zulieferbetriebe der Bundesrepublik Deutschland und Westberlin,
Sitz Bechhofen a.d.H., 1983, Seiten 106-109 und 160-165
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Borstenwaren nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 9 zur Durchführung
des Verfahrens.
[0002] Bei einer Vielzahl von Borstenwaren, insbesondere solchen, die allgemein im Bereich
der Körperpflege eingesetzt werden, z.B. Zahnbürsten, feine Handbürsten, Kosmetik-Pinsel
od. dgl., und solchen, die zum feinen Auftragen von Medien dienen, wie Pinsel od.
dgl., bestehen besondere Anforderungen an die Qualität der Borsten und des Borstenbesatzes.
So sollen die nutzungsseitigen, freien Enden der Borsten keine scharfen Kanten, Aufspleißungen
od. dgl. aufweisen, da diese zu Hautverletzungen - im Falle von Zahnbürsten insbesondere
zu Schleimhautverletzungen - oder zu einem ungleichmäßigen Auftrag führen. Hinzu kommt,
daß Borsten mit scharfkantigem und unregelmäßigem Nutzungsende schneller verschleißen,
ausbrechen etc. Aus diesem Grunde sollten die nutzungsseitigen Enden der Borsten verrundet
werden, so daß sie im Idealfall eine sphärische Oberfläche bilden. Die Notwendigkeit
des Verrundens der Borstenenden und die hierbei auftretenden Probleme sind umfassend
beispielsweise in der US-A-2 227 126 beschrieben.
[0003] Bei vielen Borstenwaren ist es ferner erwünscht, die Hüllfläche der Borstenenden
zu konturieren, um entweder lokal gezielte Reinigungswirkung zu erreichen, wie dies
beispielsweise bei Zahnbürsten der Fall ist, oder ein flächiges Auftragen beim Hin-
und Herbewegen des Gerätes zu erzielen, wofür als Beispiel Rasierpinsel, Malerpinsel
od. dgl. genannt werden können. Dabei kommt es entweder darauf an, dem freien Ende
eines Borstenbündels eine bestimmte Kontur zu geben, oder aber sämtliche Borsten eines
Borstenbesatzes zu konturieren. Bei bestimmten Bürsten kann sowohl eine Konturierung
des einzelnen Borstenbündels, als auch des gesamten Borstenbesatzes erwünscht sein.
Auch das Problem des Konturierens ist beispielsweise in der US-A-2 227 126 umfassend
geschildert.
[0004] Das Verrunden der nutzungsseitigen Enden der Borsten erfolgt bis heute im allgemeinen
durch eine Art Schleifvorgang an der fertigen Bürste (US-A-2 227 126), wobei die Führung
des Schleifwerkzeugs und/oder der Borsten so erfolgen sollte, daß alle Borsten eines
Bündels bzw. eines gesamten Borstenbesatzes erfaßt und gleichmäßig verrundet werden.
In dem bekannten Fall geschieht dies durch mehrstufiges Schleifen mit Formschleifwerkzeugen
unterschiedlicher Kontur. Ebenso erfolgt das Konturieren einzelner Borstenbündel des
gesamten Borstenbesatzes durch aufwendige Formschleifwerkzeuge und eine nicht minder
aufwendige Führung der Bürste. Statt der Verwendung von Formschleifwerkzeugen ist
zum Verrunden der Borstenenden auch ein teller- oder kegelförmiges Schleifwerkzeug
bekannt, das in unterschiedlichen Bewegungsrichtungen, gegebenenfalls auch mit einer
Taumelbewegung, über den Borstenbesatz fährt. Ein gleichförmiges Verrunden der Borstenenden
kann auf diesem Weg nur erreicht werden, wenn die Borstenenden genau in einer Ebene
und außerdem alle Borsten parallel zueinander ausgerichtet sind. Die erste Forderung
wird dadurch zu erfüllen versucht, daß die freistehenden Enden der am Borstenträger
befestigten Borsten mit rotierenden Messern beschnitten werden. Auch dabei verbleiben
aber Längenunterschiede und es entstehen außerdem Schrägschnitte. Eine parallele Stellung
aller Borsten läßt sich vielfach schon deshalb nicht verwirklichen, weil aus anwendungstechnischen
Gründen winklig, z.B. V-förmig, gestellte Borsten erwünscht sind. Beide Umstände führen
dazu, daß die Borsten keine rotationssymmetrisch geformten Enden, sondern ebene Schliffe,
Schrägschliffe od. dgl. aufweisen.
[0005] Zum Konturieren und Verrunden eines Borstenbesatzes, z.B. an Zahnbürsten, ist es
ferner bekannt (EP-A-0 078 569), die freien Borstenenden durch Schneidwerkzeuge mechanisch
zu bearbeiten, wobei die nicht zu bearbeitenden Borsten aus der Umlaufbahn des Schneidwerkzeugs
herausgebogen werden. Dieses Verfahren ist aufwendig und ermöglicht nur die Herstellung
einfacher, konkaver Konturen mit in der äußeren Reihe längeren Borsten als im inneren
Bereich.
[0006] Zum Verrunden der nutzungsseitigen Enden der Borsten und zum Konturieren einzelner
Bündel bzw. des gesamten Borstenbesatzes ist ferner ein thermisches Verfahren bekannt
(US-A-2 426 328). Hierbei werden die einzelnen Borsten an ihren Enden durch Berührung
an einer Heizfläche aufgeschmolzen und verrundet. Dabei entstehen jedoch im Falle
von Kunststoff-Borsten Verdickungen, die häufig unerwünscht sind. Diese Verdickungen
sollen nach dem bekannten Verfahren entfernt werden, doch kann dann wiederum kein
einwandfreies, sphärisches Borstenende erhalten werden. In gleicher Weise sollen einzelne
Borstenbündel dadurch konturiert werden, daß sie auf entsprechend konturierte, geheizte
Werkzeuge aufgestoßen werden. Auch hier ist die Entstehung einer definierten Kontur
weitgehend dem Zufall überlassen und es ist vor allem nicht das Problem der Bildung
von Verdickungen etc. gelöst.
[0007] Keines der bekannten Verfahren zum rotationssymmetrischen Bearbeiten, insbesondere
zum Verrunden der Borstenenden führt zu einer befriedigenden Qualität. Dies haben
umfangreiche elektronenmikroskopische Untersuchungen an den auf dem Markt am weitesten
verbreiteten Zahnbürsten gezeigt ("Zahnärztliche Mitteilungen" 1987, Heft 16 Seite
1740 bis 1745; "Quintessence International" 1988, Heft 2 Seite 87 bis 107).
[0008] Das bloße Konturieren einzelner Borstenbündel hat sich schon in einem sehr frühen Stadium der Bürstentechnik bei Rasierpinseln und Malerpinseln
als notwendig erwiesen. Bei einer bekannten Verfahrenstechnik (US-A-392 420, 1 923
884) wird das Borstenbündel mit seinem befestigungsseitigen Ende voraus auf eine Formfläche
aufgestoßen, deren Kontur der gewünschten Kontur am nutzungsseitigen Ende entspricht.
Die letztgenannte Kontur entsteht dadurch, daß sich die Borsten innerhalb des Bündels
entsprechend der Kontur der Formfläche axial gegeneinander verschieben. Bei einem
ähnlichen Verfahren wird das Borstenbündel mit seinem nutzungsseitigen Ende voraus
in eine der gewünschten Kontur entsprechende Negativ-Form eingestoßen (US-A-764 898,
2 664 316). Anschließend wird dann das am nutzungsseitigen Ende konturierte Borstenbündel
am gegenüberliegenden Ende mit dem Borstenträger verbunden, was durch Kleben (US-A-764
898) oder durch thermisches Aufschmelzen der Borstenenden (US-A-2 664 316) erfolgen
kann. Im letztgenannten Fall ist ein weitgehend mechanisierter Verfahrensablauf dadurch
möglich, daß das Borstenbündel in einen Führungskanal eingesetzt ist, der an seinem
Ende durch eine der gewünschten Kontur entsprechende Negativ-Form abgeschlossen ist.
Das im Führungskanal eng geführte Borstenbündel wird mit einem Kolben, dessen wirksame
Kolbenfläche wiederum die Positiv-Form der späteren Konturierung aufweist, in die
Negativ-Form geschoben. Ein ähnliches Vorgehen ist auch bei einer Zahnbürste bekannt
(US-A-2 488 873), bei dem jedoch ein Bündel mit den befestigungsseitigen Enden voraus
auf eine Positiv-Form mittels eines Kolbens mit entsprechender Negativ-Form, der am
nutzungsseitigen Ende der Borsten angreift, aufgeschoben wird. Bei einem ähnlichen
Verfahren (EP-A-0 142 885) werden sämtliche Borsten eines Borstenbesatzes, die sich
in den Kanälen einer Führungseinrichtung befinden, mit einer auf ihr nutzungsseitiges
Ende einwirkenden Schubplatte, die an ihrer Oberseite Negativ-Konturen für jeden Führungskanal
aufweist, durch axiales Verschieben konturiert. Hier hängt jedoch die Exaktheit der
Konturierung sehr maßgeblich und unkontrollierbar von den Reibungskräften innerhalb
des Führungskanals und zwischen den Borsten ab.
[0009] Die Erfindung ist auf die Herstellung von Borstenwaren gerichtet, bei denen sowohl
die Borsten an ihrem nutzungsseitigen Ende verrundet und außerdem sämtliche Borstenenden
auf einer von einer planen Ebene abweichenden Hüllfläche liegen, womit entweder die
Hüllfläche einzelner Borstenbündel und/oder die Hüllfläche eines gesamten Borstenbesatzes
gemeint ist. Für das kombinierte Verrunden und das Konturieren sind bisher entweder
nur aufwendige Formschleifverfahren (US-A-2 227 126) oder thermische Verfahren (US-A-2
426 328) bekannt.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einwandfreies Verrunden der Borstenenden
mit gleichbleibender und reproduzierbarer Qualität sowie ein Konturieren einzelner
Borstenbündel oder des gesamten Borstenbesatzes, bei denen die Borstenenden verrundet
sind, zu ermöglichen.
[0011] Ausgehend von dem Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 (US-A-2 227 126)
wird die Aufgabe gemäß der Erfindung in verfahrenstechnischer Hinsicht durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0012] In Abkehr von den meisten bekannten Verfahren werden bei der Erfindung die nutzungsseitigen
Enden der Borsten vor deren Befestigung am Borstenträger bearbeitet, um eine rotationssymmetrische
Ausbildung der Borstenenden zu erzielen. Dadurch werden alle qualitätsmindernden Einflüsse,
die sich aus einer vorherigen Befestigung der Borsten am Borstenträger aufgrund von
Fertigungstoleranzen (Borstenlänge) und Borstenstellung ergeben, eliminiert.
[0013] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die Borsten, die in Form von Kurzschnitten
oder vom Endlosstrang verarbeitet werden können, so bereitgestellt, daß sich ihre
nutzungsseitigen Enden auf einer ebenen Hüllfläche befinden. In diesem Zustand werden
die Borsten mit Abstand von ihrem nutzungsseitigen Ende eingespannt und anschließend
an diesen Enden verrundet. Dies kann in herkömmlicher Weise durch Schleifen, aber
auch durch chemische Ätzverfahren od. dgl. geschehen. Durch die Tatsache, daß sämtliche
Borsten in einer Ebene liegen, lassen sich die nutzungsseitigen Enden einwandfrei
und gleichmäßig verrunden.
[0014] Die an ihren nutzungsseitigen Enden bearbeiteten Borsten werden anschließend aus
der Einspannung gelöst und axial gegeneinander verschoben, um eine beliebige Kontur
an den nutzungsseitigen Enden zu erzeugen. Erst nach dem Verrunden und Konturieren
werden die Borsten an dem Borstenträger befestigt.
[0015] Von besonderer Wichtigkeit beim erfindungsgemäßen Verfahren ist die Tatsache, daß
die Borstenenden vor der Bearbeitung auf einer ebenen Hüllfläche liegen. Dies läßt
sich dadurch erreichen, daß die Borsten mit diesen Enden an einer ebenen Fläche gestoßen
werden, vorzugsweise jedoch ist vorgesehen, daß die Borsten nach dem Einspannen mit
Abstand von der Einspannung zur Bildung der nutzungsseitigen Enden plan abgeschnitten
und anschließend an diesen Enden bearbeitet werden. Damit ist gewährleistet, daß für
jede einzelne Borste absolut gleiche Bedingungen der Bearbeitung vorliegen.
[0016] Das Konturieren der Borsten nach dem Lösen aus der Einspannung kann beispielsweise
durch axiales Verschieben gegen eine Negativ-Form mit der gewünschten Kontur erfolgen.
Danach können dann die Borsten an ihren gegenüberliegenden Enden mit Hilfe einer der
bekannten Technologien am Borstenträger befestigt werden. Bei diesem Verfahren bleibt
während des Konturierens die Qualität der verrundeten Enden vollständig erhalten,
so daß ein konturierter Borstenbesatz, gegebenenfalls auch nur konturierte Einzelbündel
oder aber eine kombinierte Konturierung von Bündeln und Borstenbesatz in jeder beliebigen
Formgebung der Nutzfläche erzielt wird.
[0017] So kann gemäß einer Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens insbesondere vorgesehen
werden, daß sämtliche den Borstenbesatz einer Borstenware bildenden Borsten mit Abstand
von ihren in einer planen Ebene liegenden, nutzungsseitigen Enden eingespannt, ihre
nutzungsseitigen Enden mechanisch oder chemisch bearbeitet, anschließend aus der Einspannung
gelöst und daraufhin gegen die Negativ-Form konturiert werden.
[0018] Auf diese Weise läßt sich der gesamte Borstenbesatz in einem Arbeitsgang verrunden
und anschließend Konturieren und daraufhin nach einem der bekannten Verfahren, z.
B. Schweißen, Fügen, Kleben, Einspritzen oder Einschäumen, an dem Borstenträger befestigen.
[0019] Für den Fall, daß die herzustellende Borstenware aus einer Vielzahl von zu multifilen
Gruppen zusammengefaßten Borsten, z. B. Bündein, Streifen oder Paketen besteht, kann
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen sein, daß die Gruppen von Borsten
nach dem Bearbeiten der nutzungsseitigen Enden und dem Lösen aus der Einspannung einzeln
oder gruppenweise mit ihren nutzungsseitigen Enden gegen die Negativ-Form konturiert
werden.
[0020] Auf diese Weise können innerhalb eines Borstenbesatzes einzelne oder mehrere Bündel,
Streifen oder Pakete eine größere Länge bzw. Höhe aufweisen. Es ist ferner möglich,
runde Borstenbündel mit schmalen Borstenstreifen oder mit Borstenpaketen innerhalb
eines Besatzes zu kombinieren und unterschiedlich zu konturieren, so daß eine Vielzahl
von Reinigungsmöglichkeiten gegeben und eine optimale Anpassung an eine bestimmte
Reinigungsaufgabe möglich ist.
[0021] Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich sowohl bei sogenannten Kurzschnitten, das
sind etwa auf Gebrauchslänge geschnittene Borsten, Pinsel od. dgl., wie auch beim
Verarbeiten vom Endlosstrang durchführen. Bei der letztgenannten Art der Verarbeitung
wird der Endlosstrang der Verarbeitungsstation taktweise entsprechend der in jedem
Arbeitstakt zu verarbeitenden Borstenlänge zugeführt. Auf diese Verarbeitungsweise
läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren in besonders vorteilhafter Weise dadurch
übertragen, daß die Borsten am vorlaufenden Ende des Endlosstrangs eingespannt, mit
Abstand von diesem Ende vom Endlosstrang unter Bildung der nutzungsseitigen Enden
abgeschnitten, an diesen Enden mechanisch oder chemisch bearbeitet, nach dem Lösen
aus der Einspannung entgegen der Zuführeinrichtung des Endlosstrangs gegen die Negativ-Form
konturiert, mit Abstand von den gegenüberliegenden Enden eingespannt und an diesen
unter Bildung der befestigungsseitigen Enden zugeschnitten werden.
[0022] Es wird also vom Endlosstrang in üblicher Weise ein Kurzschnitt gebildet, wobei das
vorlaufende Ende die befestigungsseitigen Enden der Borsten bzw. Bündel bildet, während
das an der Verarbeitungsstation durch Schnitt entstehende Ende die nutzungsseitigen
Enden bildet. Diese werden dann mechanisch oder chemisch verrundet und durch Bewegen
entgegen der Zuführrichtung des Endlosstrangs gegen die Negativ-Form konturiert. Aufgrund
der Konturierung befinden sich die befestigungsseitigen Enden auf einer Hüllfläche,
die von einer planen Ebene abweicht, so daß die Borsten an diesen Enden mit Vorteil
in eine gemeinsame Ebene zurückgeschnitten werden, um sie dann am Borstenträger in
herkömmlicher Weise zu befestigen.
[0023] Dabei wird vorzugsweise so vorgegangen, daß die Borsten oder Borsteneinheiten nach
dem Zuschneiden an den befestigungsseitigen Enden aus der Einspannung gelöst, mit
diesen Enden voraus in eine Position, in der sie am Borstenträger befestigt werden,
verschoben und erneut eingespannt werden.
[0024] Durch die vorgenannte Maßnahme wird an den befestigungsseitigen Enden ein für alle
Borsten gleichmäßiger Überstand erzielt, wobei die Einspannung auch während der Befestigungsphase
wirksam ist, so daß diese Einspannung eine vielfältige Aufgabe erfüllt, nämlich einerseits
das Fixieren der Borsten beim Zuschneiden vom Endlosstrang, beim anschließenden Zurichten
bzw. Verrunden der nutzungsseitigen Enden, beim Beschneiden der Borsten an den befestigungsseitigen
Enden und schließlich während der Befestigungsphase.
[0025] Zur Lösung der Aufgabe in vorrichtungstechnischer Hinsicht geht die Erfindung aus
von einer Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 (US-A-2 227 126). Bei dieser
bekannten Vorrichtung nimmt die Halterung den mit den Borsten besetzten Borstenträger
auf und werden die Borsten mit ihren Enden über Schleifwerkzeuge geführt.
[0026] Eine erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung zeichnet sich statt dessen durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 3 aus.
[0027] In bevorzugter Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Klemmeinrichtung mit Abstand
eine Schneideinrichtung zugeordnet ist, mittels der die Borsten zur Bildung der nutzungsseitigen
Enden plan zuschneidbar sind.
[0028] Eine andere bekannte Vorrichtung, die zum Konturieren der Borsten geeignet ist (US-A-2
488 873, 2 664 316), besteht aus einer die Borsten in einem Kanal eng führenden Einrichtung,
einem in dem Kanal verschiebbaren, auf das befestigungsseitige Ende der Borsten wirkenden
Kolben, einer der Führungseinrichtung zugeordneten, der Kontur der Borsten an ihren
nutzungsseitigen Enden entsprechenden Negativ-Form, in die die Borsten mittels des
Kolbens verschoben werden, und einer Einrichtung zum Befestigen der Borsten an dem
Borstenträger nach dem Zurückziehen des Kolbens.
[0029] Diese Vorrichtung wird an die Erfindung dadurch angepaßt, daß nach dem Bearbeiten
und Lösen der Klemmeinrichtung der Kolben in den Kanal einfahrbar ist, um die Borsten
gegen die Negativ-Form zu verschieben.
[0030] Besteht der Borstenbesatz aus einer Mehrzahl von Borstenbündeln, -streifen oder -paketen,
und werden letztere nicht in sich konturiert, sondern nur die einzelnen Borstengruppen
untereinander, so ist jeder Borstengruppe ein Kolben mit einer ebenen Schubfläche
zugeordnet, deren Querschnitt - wie auch der Querschnitt des Führungskanals - dem
der Borstengruppe entspricht. Sollen hingegen gleichzeitig die Borstengruppen in sich
konturiert werden, so kann der Kolben eine entsprechend konturierte Schubfläche, z.B.
ähnlich einem Reduzierkolben, aufweisen. Es ist ferner darauf hinzuweisen, daß nach
dem Verrunden und Konturieren die Borstengruppen nicht nur in Parallellage, sondern
auch in beliebigen Winkelstellungen am Borstenträger beiestigt werden können. Immer
ist gewährleistet, daß die Kontur beibehalten wird und innerhalb jeder Kontur gleichmäßig
verrundete Borstenenden liegen.
[0031] Der unterschiedliche Überstand einzelner Borsten oder Borstengruppen innerhalb eines
Borstenbesatzes, der durch die Verschiebung mittels der Kolben erzeugt wird, kann
entweder durch unterschiedliche Hubwege der Kolben oder aber dadurch verwirklicht
werden, daß alle Kolben an einem gemeinsamen Träger sitzen und entsprechend unterschiedliche
Länge aufweisen.
[0032] Werden die Borsten oder Borstengruppen vom Endlosstrang verarbeitet und mittels einer
Fördereinrichtung taktweise zugeführt, ist die erfindungsgemäße Vorrichtung so ausgebildet,
daß in Flucht mit der Fördereinrichtung die Klemmeinrichtung mit einer der Anzahl
der Endlosstränge entsprechenden Anzahl von Kanälen angeordnet ist, daß nach dem Einführen
der vorlaufenden Enden der Endlosstränge in die Kanäle die Klemmeinrichtung schließbar
ist, und daß in Förderrichtung vor der Klemmeinrichtung eine Schneideinrichtung zum
Ablängen der Borsten vom Endlosstrang und zur Bildung der nutzungsseitigen Borstenenden
angeordnet ist, wobei die Einrichtung zum Verrunden der nutzungsseitigen Enden vor
diese und die Klemmeinrichtung verfahrbar ist. Besonders vorteilhaft für ein optimales
Verrunden ist dabei, daß durch das gleichzeitige Abschneiden der einzeln eingespannten
Borstenstränge in einer planen Ebene eine exakte Bündigkeit der Borstenenden in einer
ebenen Hüllfläche erreicht wird.
[0033] Mit dieser Ausbildung der Vorrichtung lassen sich Borsten vom Endlosstrang taktweise
in einer einzigen Arbeitsstation zuschneiden und an ihren nutzungsseitigen Enden zurichten.
Statt dessen können die einzelnen Arbeitsschritte, wie Zuschneiden und Zurichten sowie
die anschließenden Arbeitsgänge auch auf einer geschlossenen Bewegungsbahn mit einzelnen
Bearbeitungsstationen durchgeführt werden, um auf diese Weise kürzere Taktzeiten zu
erhalten.
[0034] Gemäß einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß die Führungseinrichtung
in Zuführrichtung der Borsten hinter der Klemmeinrichtung und hinter dieser ein Träger
mit den Kolben angeordnet ist und daß vor der Klemmeinrichtung eine auf die bearbeiteten
Borstenenden einwirkende Schubeinrichtung angeordnet ist, mittels der die Borsten
in die Kanäle der Führungseinrichtung so weit einschiebbar sind, bis die nutzungsseitigen
Enden an der ihnen nahen Stirnseite der Klemmeinrichtung bündig abschließen.
[0035] Mit dieser Ausbildung ist gewährleistet, daß die nutzungsseitigen Enden nach dem
Zurichten in eine gemeinsame Ebene entsprechend der Ebene der Schubeinrichtung gelangen
und beim anschließenden Einfahren der Kolben die Borsten bzw. Borstengruppen die für
ihre Konturierung exakten Wege zurücklegen. Dies ist beispielsweise dann möglich,
wenn die Negativ-Form vor die Stirnseite der Klemmeinrichtung verfahrbar ist und anschließend
die Kolben an dem Träger in die Kanäle der Führungseinrichtung einfahrbar sind.
[0036] Schließlich kann vorgesehen sein, daß an der der Negativ-Form abgekehrten Stirnseite
der Klemmeinrichtung eine Schneideinrichtung angeordnet ist, die nach dem Wegfahren
der Führungseinrichtung die diese Stirnseite überragenden Enden der Borsten unter
Bildung der befestigungsseitigen Enden abschneidet. Mit der Schneideinrichtung werden
die aufgrund der Konturierung überstehenden Enden so beschnitten, daß die entstehenden
befestigungsseitigen Enden in einer planen Ebene liegen.
[0037] Sofern die gesamte Bearbeitung an einer Station stattfindet, kann die Schneideinrichtung
zum Ablängen der Borsten vom Endlosstrang zugleich die Schneideinrichtung zum Abschneiden
der die Stirnseite der Spanneinrichtung überragenden Enden bilden.
[0038] Um an den befestigungsseitigen Enden einen für die Befestigung notwendigen, gleichmäßigen
Überstand aller Borsten bzw. Borstengruppen zu erhalten, ist vorzugsweise vorgesehen,
daß die abgeschnittenen Borsten mittels der Negativ-Form bei geöffneter Klemmeinrichtung
in dieser so weit verschiebbar sind, bis ihre in einer planen Ebene liegenden befestigungsseitigen
Enden die der Negativ-Form abgekehrte Stirnseite der Klemmeinrichtung mit einer für
ihre Befestigung am Borstenträger notwendigen Länge überragen.
[0039] Die Negativ-Form dient also zugleich als Schubelement zum Verschieben der Borsten
in eine Befestigungsposition. Dabei bleibt die den Borsten zuvor verliehene Konturierung
exakt bestehen.
[0040] Schließlich kann die Klemmeinrichtung während des Befestigens der Borsten am Borstenträger
zum axialen Sichern der Borsten dienen, so daß sie eine vielfältige Funktion erfüllt.
Erfolgen die einzelnen Arbeitsgänge an verschiedenen Arbeitsstationen, so wird die
Klemmeinrichtung mit den Borsten mitbewegt und wandert von Arbeitsstation zu Arbeitsstation.
Bei dieser Arbeitsweise muß dann eine der Anzahl der Arbeitsstationen entsprechende
Anzahl von Klemmeinrichtungen vorhanden sein.
[0041] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiels
beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1a - 1i
- eine schematische Ansicht der für die Durchführung wesentlichen Bauteile einer Vorrichtung
in den verschiedenen Stufen eines Verfahrens zur Herstellung einer Bürste;
- Figur 2a - 2e
- verschiedene Verfahrensstufen bei der Herstellung konturierter Borstengruppen, z.
B. Borstenbündel;
- Figur 3
- ein Ausführungsbeispiel in Form einer Zahnbürste im Schnitt und
- Figur 4
- ein Ausführungsbeispiel einer Rundbürste im Schnitt.
[0042] In Figur 1a und Figur 1b ist die Verarbeitung der Borsten vom Endlosstrang schematisch
gezeigt. Hierbei sind drei Endlosstränge 1 gezeigt, die von Spulen mittels einer Fördereinrichtung
zugeführt werden. Zu dieser Fördereinrichtung gehören zwei hintereinander angeordnete
Spanneinrichtungen 2, die Führungskanäle 3 für die Endlosstränge 1 und je einen Schieber
4 aufweisen, der blendenartig den Querschnitt der Kanäle 3 verengt und auf diese Weise
die Endlosstränge 1 fixiert. Die erste Spanneinrichtung 2 (in der Zeichnung rechts
wiedergegeben) kann gegebenenfalls in Förderrichtung hin- und herbewegt werden und
durch Spannen und anschließendes Bewegen in Förderrichtung bei gleichzeitig offener
zweiter Spanneinrichtung 2 die Endlosstränge 1 taktweise vorschieben. Das Abziehen
kann aber auch mittels einer hinter der zweiten Spanneinrichtung 2 angeordneten Klemmeinrichtung
5 erfolgen, die gleichfalls einen blendenartig wirkenden Schieber 6 aufweist, mittels
dessen die in der Klemmeinrichtung 5 vorgesehenen Kanäle 7 verengt werden können.
In Figur 1a und 1b ist letztgenannte Ausführung dargestellt.
[0043] Nach dem Einführen der Endlosstränge 1 in die Kanäle 7 der Klemmeinrichtung 5 wird
der Schieber 6 in die Schließlage bewegt, so daß die Endlosstränge 1 an ihrem vorlaufenden
Ende eingeklemmt sind. Anschließend wird die Klemmeinrichtung 5, wie aus dem Vergleich
von Figur 1a und 1b ersichtlich, nach links um etwa die notwendige Borstenlänge verschoben.
Anschließend fährt eine Schneideinrichtung 8 vor die vordere Stirnseite 9 der vorderen
Spanneinrichtung 2 und trennt die einzelnen Bündel 10 von den Endlossträngen 1 ab.
Die später zur Befestigung dienenden Enden 11 der Bündel 10 schließen etwa mit der
vorderen Stirnseite der Klemmeinrichtung 5 ab, während die nutzungsseitigen Enden
12 freistehen.
[0044] In der anschließenden Verfahrensstufe gemäß Figur 1c wird vor die nutzungsseitigen
Enden 12 ein kegeliges Schleifwerkzeug 13 eingefahren, das in einer translatorischen
und einer rotatorischen Bewegung die nutzungsseitigen Enden überschleift. Gegebenenfalls
kann auch noch eine senkrecht zur Zeichenebene liegende oder eine taumelnde Bewegung
überlagert sein.
[0045] Nach dem Zurichten der nutzungsseitigen Enden 12 der Borstenbündel 10 wird vor die
Klemmeinrichtung 5 eine Führungseinrichtung 14 eingefahren (Figur 1d), die eine den
Kanälen 7 in der Klemmeinrichtung entsprechende Anzahl von fluchtenden Führungskanälen
15 aufweist. Zwischen die Klemmeinrichtung 5 und die Führungseinrichtung 14 wird gegebenenfalls
noch eine Schneidplatte 16 eingesetzt, deren Aufgabe später erläutert wird. Durch
Anheben des Schiebers 6 werden die Borstenbündel 10 in der Klemmeinrichtung 5 freigegeben.
Auf die nutzungsseitigen Enden 12 der Borstenbündel 10 wirkt anschließend eine Schubeinrichtung
16 in Form einer Platte, welche die Borstenbündel 10 in die Führungskanäle 15 der
Führungseinrichtung 14 verschiebt, bis sie mit den nutzungsseitigen Enden 12 mit der
hinteren Stirnseite 17 der Klemmeinrichtung 5 bündig abschließen.
[0046] Nach Fortbewegen der Schubeinrichtung 16 wird vor die hintere Stirnseite 17 der Klemmeinrichtung
5 eine Negativ-Form 18 gefahren (Figur 1e), die für jedes Borstenbündel 10 ein Sackloch
19 aufweist, wobei die Sacklöcher 19 mit den Kanälen 7 in der Klemmeinrichtung 5 und
den Kanälen 15 in der Führungseinrichtung 14 fluchten. Die Sacklöcher 19 weisen unterschiedliche
Tiefe auf. Der Boden der Sacklöcher bildet die spätere Kontur der Borstenbündel an
der fertigen Borstenware.
[0047] An der gegenüberliegenden Seite der Klemmeinrichtung 5 und der Führungseinrichtung
14 ist ein Träger 20 mit einer der Anzahl der Führungskanäle 15 entsprechenden Anzahl
von Kolben 21 angeordnet, die sich in ihrer Länge in gleicher Weise voneinander unterscheiden
wie die Sacklöcher 19 in ihrer Tiefe.
[0048] Der Träger 20 mit den Kolben 21 wird auf die Führungseinrichtung 14 zubewegt, so
daß die Kolben 21 in die Führungskanäle 15 eindringen und die darin befindlichen Borsten
10 so weit verschieben, bis sie am Boden der Sacklöcher 19 anstoβen, so daß die nutzungsseitigen
Enden 12 der Borstenbündel 10 in der gewünschten Kontur liegen, wie dies in Figur
1f gezeigt ist.
[0049] Anschließend werden der Träger 20 mit den Kolben 21 und die Führungseinrichtung 14
weggefahren (in Figur 1g nach links), so daß die Borstenbündel 10 mit ihren gegenüberliegenden
Enden die Klemmeinrichtung 5 bzw. die davor angeordnete Schneidplatte 16 nach vorne
überragen und mittels eines vor der Schneidplatte 16 geführten Schneidmessers 22 bündig
zugeschnitten werden, so daß sie in einer gemeinsamen Ebene liegen (Figur 1h).
[0050] Um die endgültige Länge der Borsten festzulegen bzw. verschiedene Borstenlängen verwirklichen
zu können, kann zusätzlich eine Distanzplatte 23 vorgesehen sein, die zwischen die
Klemmeinrichtung 5 und die Negativ-Form 18 eingefahren werden kann. Zu diesem Zweck
werden die Borstenbündel 10 bei geöffneter Klemmeinrichtung 5 in Richtung ihres nutzungsseitigen
Endes 12 verschoben, indem bei feststehender Klemmeinrichtung 5 und Führungseinrichtung
14 der Träger 20 mit den Kolben 21 und die Negativ-Form 18 synchron verschoben werden
(in Figur 1g nach rechts). Dadurch entsteht zwischen Klemmeinrichtung 5 und Negativ-Form
18 ein Spalt, in den die Distanzplatte 23 eingefahren wird. Diese weist Aussparungen,
z. B. Schlitze od. dgl., auf, die von den Borstenbündeln 10 durchgriffen sind. Nach
erneutem Einspannen der Borstenbündel 10 mittels des Schiebers 6 in der Klemmeinrichtung
5 erfolgt das Ablängen des Schneidmessers 22.
[0051] Anschließend wird die Distanzplatte 23 zwischen Klemmeinrichtung 5 und Negativ-Form
19 ausgefahren (Figur 1h) und die Negativ-Form 19 in Richtung auf die Klemmeinrichtung
5 zubewegt, bis sie an diese anstößt, so daß die Borstenbündel 10 mit ihren befestigungsseitigen
Enden 24 über die Schneidplatte 16 mit gleicher Länge überstehen (Figur 1i). In dieser
Position werden die Enden 24 mit dem Borstenträger in nicht mehr gezeigter und im
übrigen bekannter Weise verbunden.
[0052] In Figur 2a bis 2e ist ein einzelnes Borstenbündel 25 anhand von drei in der Zeichenebene
liegenden Einzelborsten 26 gezeigt. Die vorgeschnittenen und zu einem Bündel 25 zusammengefaßten
Borsten 26 (Figur 2a) werden zunächst eingespannt und an ihren Enden 27 durch Verrunden
zugerichtet (Figur 2b). Anschließend werden die einzelnen Borsten 26 konturiert, indem
sie mittels eines konturierten Kolbens in einem Führungskanal gegen eine Negativ-Form
verschoben werden, so daß beispielsweise die mittlere Borste 26 bzw. eine größere
Anzahl von Borsten im mittleren Bereich des Bündels 25 mit ihrem Ende 28 die übrigen
Borsten überragt (Figur 2c). Mit der gestrichelten Linie in Figur 2c ist der Schnitt
zur Erzeugung der befestigungsseitigen Enden 29 und mit 30, 31 der unterschiedlich
lange Verschnitt, der beim Ablängen anfällt, angedeutet.
[0053] Nach dem Konturieren kann die Lage der Borsten 26 innerhalb des Bündels 25 dadurch
fixiert werden, daß die Borsten 26 an ihrem befestigungsseitigen Ende zu einer Verdickung
32 aufgeschmolzen werden (Figur 2d). Diese Verdickung 29 kann dann in einem folgenden
Arbeitsschritt zum Befestigen innerhalb des Borstenträgers 33 dienen, beispielsweise
durch Einspritzen, Einschäumen oder Einfügen (Figur 2e).
[0054] In Figur 3 ist das erfindungsgemäße Verfahren anhand einer fertigen Borstenware in
Form einer Zahnbürste 34 gezeigt, deren mit dem Stiel 35 einstückiger Rücken 36 aus
Kunststoff besteht. Sie weist Borstenbündel 37 und 38 unterschiedlicher Länge auf,
deren nutzungsseitige Enden 39 bzw. 40 in einer konturierten Hüllfläche liegen und
die ihrerseits konturiert sind. Die Borstenbündel 37 und 38 können - ähnlich wie zu
Figur 2d und 2e beschrieben - mittels Verdickungen 41 bzw. 42 im Rücken 36 der Zahnbürste
34 verankert sein.
[0055] Figur 4 zeigt eine Rundbürste 43, wie sie beispielsweise gleichfalls zur Zahnpflege
eingesetzt und mittels eines axialen Lagers 44 auf eine nicht gezeigte Antriebswelle
aufgesetzt wird. Die Rundbürste 43 weist einen äußeren Borstenkranz aus Bündeln 45
auf, die an ihren nutzungsseitigen Enden 46 konvex konturiert sind. Ferner besitzt
die Rundbürste 43 einen inneren Borstenkranz aus Bündeln 47, die an ihren nutzungsseitigen
Enden 48 konkav konturiert sind.
1. Verfahren zur Herstellung von Borstenwaren aus Kunststoff mit Borsten, deren nutzungsseitige
Enden verrundet sind und in einer von der borstenseitigen Oberfläche des Borstenträgers
abweichenden Kontur liegen und an ihren gegenüberliegenden Enden an einem Borstenträger
befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Borsten mit den nutzungsseitigen Enden in einer Ebene liegend mit Abstand von
diesen Enden mittels einer Klemmeinrichtung eingespannt und an ihren nutzungsseitigen
Enden durch mechanische oder chemische Bearbeitung verrundet, anschließend aus der
Einspannung gelöst, daraufhin axial gegeneinander verschoben und schließlich mittels
der Klemmeinrichtung in Wirklege mit einer Befestigungs einrichtung gebracht und mit
den gegenüberliegenden Enden am Borstenträger befestigt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Borsten nach dem Einspannen mit Abstand von der Einspannung zur Bildung der nutzungsseitigen
Enden plan abgeschnitten und anschließend an diesen Enden bearbeitet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Borsten nach dem Verrunden aus der Einspannung gelöst und durch axiales Verschieben
gegen eine Negativ-Form konturiert und schließlich mit den gegenüberliegenden Enden
am Borstenträger befestigt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche den Borstenbesatz einer Borstenware bildenden Borsten mit Abstand von ihren
in einer Ebene liegenden, nutzungsseitigen Enden eingespannt, ihre nutzungsseitigen
Enden mechanisch oder chemisch bearbeitet, anschließend aus der Einspannung gelöst
und daraufhin gegen die Negativ-Form konturiert werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 zur Herstellung von Borstenwaren mit einer
Vielzahl von zu multifilen Gruppen zusammengefaßten Borsten, z.B. Bündeln, Streifen
oder Paketen, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppen von Borsten nach dem Bearbeiten der nutzungsseitigen Enden und dem Lösen
aus der Einspannung einzeln oder gruppenweise mit ihren nutzungsseitigen Enden gegen
die Negativ-Form konturiert werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Borsten mit ihren nutzungsseitigen Enden voraus unter axialem Verschieben gegen
die Negativ-Form angedrückt werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Borsten oder Borstengruppen
von einem taktweise zugeführten Endlosstrang verarbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Borsten am vorlaufenden Ende des Endlosstrangs eingespannt, mit Abstand von diesem
Ende vom Endlosstrang unter Bildung der nutzungsseitigen Enden abgeschnitten, an diesen
Enden mechanisch oder chemisch bearbeitet, nach dem Lösen aus der Einspannung entgegen
der Zuführrichtung des Endlosstrangs gegen die Negativ-Form konturiert, mit Abstand
von den gegenüberliegenden Enden eingespannt und an diesen unter Bildung der befestigungsseitigen
Enden zugeschnitten werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Borsten oder Borsteneinheiten nach dem Zuschneiden an den befestigungsseitigen
Enden aus der Einspannung gelöst, mit diesen Enden voraus in eine Position, in der
sie am Borstenträger befestigt werden, verschoben und erneut eingespannt werden.
9. Vorrichtung zur Herstellung von Borstenwaren aus Kunststoff mit einem Borstenträger
und daran befestigten Borsten, deren nutzungsseitige Enden verrundet sind und in einer
von der befestigungsseitigen Oberfläche des Borstenträgers abweichenden Kontur liegen,
mit einer die Borsten an einer Bearbeitungsstelle positionierenden Halterung, einer
an den nutzungsseitigen Enden der Borsten zur Wirkung bringbaren Einrichtung zum Verrunden
dieser Enden und einer Einrichtung zum Befestigen der gegenüberliegenden Enden der
Borsten an dem Borstenträger, dadurch gekennzeichnet, daß als Halterung eine Klemmeinrichtung (5) vorgesehen ist, mittels der die Borsten (10)
einzeln oder gruppenweise mit Abstand von ihren in einer Ebene liegenden nutzungsseitigen
Enden (12) an der Bearbeitungsstelle einspannbar und zunächst in Wirklage mit der
Einrichtung (13) zum Verrunden und nach Lösen der Klemmeinrichtung und axialem Verschieben
der Borsten gegeneinander in Wirklage mit der Befestigungseinrichtung bringbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmeinrichtung (5) mit Abstand eine Schneideinrichtung zugeordnet ist, mittels
der die Borsten zur Bildung der nutzungsseitigen Enden plan zuschneidbar sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, bestehend aus einer die Borsten in einem Kanal
eng führenden Einrichtung, einem in dem Kanal verschiebbaren, auf das befestigungsseitige
Ende der Borsten wirkenden Kolben und einer der Führungseinrichtung zugeordneten,
der Kontur der Borsten an ihren nutzungsseitigen Enden entsprechenden Negativ-Form,
in die die Borsten mittels des Kolbens verschoben werden, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Lösen der Klemmeinrichtung (5) der Kolben (21) in den Kanal (15) einfahrbar
ist, um die Borsten (10) gegen die Negativ-Form (18) zu verschieben.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung (14) mehrere Führungskanäle (15) für je eine Gruppe (10)
von Borsten, z.B. Bündeln, Streifen oder Paketen, aufweist, für jeden Führungskanal
(15) ein Kolben (21) vorgesehen ist und die Kolben verschiedene Länge entsprechend
dem unterschiedlichen Verschiebeweg der Borsteneinheiten (10) bis zur Anlage an der
Negativ-Form (18) aufweisen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12 mit einer die Borsten bzw. Borstengruppen
in Form von Endlossträngen taktweise zuführenden Fördereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß in Flucht mit der Fördereinrichtung die Klemmeinrichtung (5) mit einer der Anzahl
der Endlosstränge (1) entsprechenden Anzahl von Kanälen (7) angeordnet ist, daß nach
dem Einführen der vorlaufenden Enden (11) der Endlosstränge (1) in die Kanäle die
Klemmeinrichtung (5) schließbar ist, und daß in Förderrichtung vor der Klemmeinrichtung
(5) eine Schneideinrichtung (8) zum Ablängen der Borsten (10) vom Endlosstrang (1)
und zur Bildung der nutzungsseitigen Borstenenden (12) angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (13) zum Bearbeiten der nutzungsseitigen Enden (12) vor diese und
die Klemmeinrichtung (5) verfahrbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung (14) in Zuführrichtung der Borsten (10) hinter der Klemmeinrichtung
(5) und hinter dieser (5) ein Träger (20) mit den Kolben (21) angeordnet ist, und
daß vor der Klemmeinrichtung (5) eine auf die bearbeiteten Borstenenden (12) einwirkende
Schubeinrichtung (16) angeordnet ist, mittels der die Borsten (20) in die Kanäle (15)
der Führungseinrichtung (14) soweit einschiebbar sind, bis die nutzungsseitigen Enden
(12) an der ihnen nahen Stirnseite (17) der Klemmeinrichtung (5) bündig abschließen.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Negativ-Form (18) vor die Stirnseite (17) der Klemmeinrichtung (5) verfahrbar
ist und anschließend die Kolben (21) an dem Träger (20) in die Kanäle (15) der Führungseinrichtung
(14) einfahrbar sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß an der der Negativ-Form (18) abgekehrten Stirnseite der Klemmeinrichtung (5) eine
Schneideinrichtung (22) angeordnet ist, die nach dem Wegfahren der Führungseinrichtung
(14) die diese Stirnseite überragenden Enden der Borsten (10) unter Bildung der befestigungsseitigen
Enden (24) abschneidet.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrichtung (8) zum Ablängen der Borsten (10) vom Endlosstrang (1) zugleich
die Schneideinrichtung (22) zum Abschneiden der die Stirnseite der Klemmeinrichtung
(5) überragenden Enden bildet.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die abgeschnittenen Borsten (10) mittels der Negativ-Form (18) bei geöffneter Klemmeinrichtung
(5) in dieser soweit verschiebbar sind, bis ihre in einer Ebene liegenden befestigungsseitigen
Enden (24) die der Negativ-Form (18) abgekehrte Stirnseite der Klemmeinrichtung (5)
mit einer für ihre Befestigung am Borstenträger notwendigen Länge überragen.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmeinrichtung (5) während des Befestigens der Borsten (10) am Borstenträger
zum axialen Sichern der Borsten dient.
1. Process for the production of bristle products from plastic with bristles whose utilization-side
ends are rounded an which lie in a contour deviating from the bristle-side surface
of a bristle carrier and are fastened with their opposite ends on said bristle carrier,
characterized in that the bristles lying with the utilization-side ends in a plane are clamped at a distance
from these ends by a clamping device, then rounded mechanically or chemically on their
utilization-side ends, next loosened from the clamping and axially displaced and contoured
and finally brought into a working position at a fastening device and fastened with
the opposite ends on the bristle carrier.
2. Process according to Claim 1, characterized in that the bristles after having been clamped are cut flat at a distance from the clamping
for formation of the utilization-side end, and then worked on these ends.
3. Process according to Claim 1 or 2, characterized in that the bristle after rounding are loosened from the clamping and contoured by axially
displacing against a negative form and finally fastened with the opposite ends on
the bristle carrier.
4. Process according to one of Claims 1 to 3, characterized in that all of the bristles forming the bristle field of a bristle product are clamped at
a distance from their utilization-side ends, lying in a plane, then their utilization-side
ends are mechanically or chemically worked and then loosened from the clamping and
afterward contoured against the negative form.
5. Process according to one of Claims 1 to 3 for the production of bristle products with
a large number of bristles gathered into multifilament groups, e.g:, bundles, strips
or packets, characterized in that the groups of bristles, after working the utilization-side ends and loosening from
the clamping, are contoured individually in groups with their utilization-side ends
against the negative form.
6. Process according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the bristles, with their utilization-side ends in advance, are pressed against the
negative form by axial displacement.
7. Process according to one of Claims 1 to 6. wherein the bristles or bristle groups
are processed from an endless strand supplied in cycles, characterized in that the bristles are clamped on the front-running end of the endless strand, cut off
at a distance from this end of the endless strand, with formation of the utilization-side
ends, worked mechanically or chemically on these ends, contoured against the negative
form and counter to the supply device of the endless strand after loosening from the
clamping, clamped at a distance from the opposite ends and cut at these ends, with
formation of the fastening-side ends.
8. Process according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the bristles or bristle units are loosened from the clamping after the cutting on
the fastening-side ends, and, with these ends in advance, are moved into a position
in which they are fastened on the bristle carrier and again clamped.
9. Apparatus for the production of bristle products from plastic with a bristle carrier
and bristles fastened thereon whose utilization-side ends are rounded and are lying
in a contour deviating from the fastening surface of the bristle carrier, with a holder
positioning the bristles at a working station, a device capable of being brought to
act on the utilization-side ends of the bristles for rounding these ends, and a device
for fastening the opposite ends of the bristles to the bristle carrier, characterized in that a clamping device (5) is provided, as the holder, by means of which the bristles
(10), individually or in groups, can be clamped at the working station at a distance
from their utilization-side ends (12) lying in a plane, and can be brought at first
into a working position at the device for rounding (13) and then to the fastening
device, after axially displacing the bristles.
10. Apparatus according to Claim 9, characterized in that the clamping device (5) is arranged at a distance from a cutting device, by means
of which the bristles can be cut in a plane for formation of the utilization-side
ends.
11. Apparatus according to Claim 9 or 10 consisting of a device for guiding the bristles
tightly in a canal, a piston capable of being displaced in the canal and acting on
the fastening-side ends of the bristles, a negative form allocated to the guiding
device and corresponding to the contour of the bristles on their utilization-side
ends, in which the bristles are displaced by means of the piston, characterized in that after loosening the clamping device (5), the piston (21) can be driven into the canal
(15), in order to displace the bristles (10) against the negative form (18).
12. Apparatus according to Claim 11, characterized in that the guiding device (14) has several guiding canals (15), each for a group (10) of
bristles, e.g. bundles, strips or packets, a piston (21) is provided for each guiding
canal (15), and the pistons have different lengths, corresponding to the different
displacement paths of the bristle units (10) until they settle on the negative form
(18).
13. Apparatus according to one of Claims 9 to 12 with a feed device supplying in cycles
the bristles or bristle groups in the form of endless strands, characterized in that the clamping device (5), with a number of canals (7) corresponding to the number
of endless strands (1) is located in alignment with the feed device, in that the clamping device (5) can be closed after feeding in the front-running ends (11)
of the endless strands (1) into the canals, and in that, in the feed direction, before the clamping device (5) there is located a cutting
device (8) for cutting to length the bristles (10) from the endless strand (1) and
for formation of the utilization-side bristle ends (12).
14. Apparatus according to one of Claims 9 to 13, characterized in that the device (13) for working the utilization-side ends (12) can be displaced before
these and the clamping device (5).
15. Apparatus according to one of Claims 9 to 14, characterized in that the guiding device (14) is located in the supply direction of the bristles (10) behind
the clamping device (5) and behind this (5) is located a carrier (20) with the pistons
(21), and in that, before the clamping device (5) is located a pushing device (16) acting on the worked
bristle ends (12), and by means of which the bristles (20) can be displaced into the
canals (15) of the guiding device (14) far enough until the utilization-side ends
(12) are lying flush with the face (17) of the clamping device (5) near them.
16. Apparatus according to one of Claims 9 to 15, characterized in that the negative form (18) can be displaced before the face (17) of the clamping device
(5) and then the pistons (21) on the carrier (20) can be displaced into the canals
(15) of the guiding device (14).
17. Apparatus according to one of Claims 9 to 16, characterized in that, on the side of the clamping device (5) turned away from the negative form (18),
there is located a cutting device (22), which, after moving away the guiding device
(14), cuts the ends of the bristles (10) extending beyond this side, with formation
of the fastening-side ends (24).
18. Apparatus according to one of Claims 9 to 17, characterized in that the cutting device (8) for cutting to length the bristles (10) of the endless strand
(1) also forms the cutting device (22) for cutting off the ends extending beyond the
front side of the clamping-device (5).
19. Apparatus according to one of Claims 9 to 18, characterized in that the cut bristles (10), with the clamping device being opened, can be displaced in
this device (5) by means of the negative form (18) far enough until their fastening-side
ends (24), lying in a plane, extend beyond the front side of the clamping device (5)
turned away from the negative form (18) with a length necessary for their fastening
to the bristle carrier.
20. Apparatus according to one of Claims 9 to 19, characterized in that the clamping device (5) serves for axial securing of the bristles during the fastening
of the bristles (10) on the bristle carrier.
1. Procédé de fabrication de brosses en matière synthétique à filaments, dont les extrémités
utiles sont arrondies et situées dans une forme s'éloignant de la surface du support
de brosse et dont les extrémités opposées sont fixées à un support de brosse, caractérisé en ce que les filaments sont maintenus au moyen d'un dispositif de serrage à un distance de
leurs extrémités utiles, celles-ci étant situées dans un même plane, en ce que ces dernières sont arrondies par un procédé mécanique ou chimique, et en ce que les filaments sont ensuite desserrés, puis décalés axialement les uns par rapport
aux autres et finalement sont mis en position actif avec un dispositif de fixation
au moyen du dispositif de serrage et fixés au support de brosse par leur extrémité
opposée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, après le maintien avec serrage, les filaments sont coupés à plat à distance de leur
extrémité enserrée pour la conformation de l'extrémité utile, celle-ci étant ensuite
travaillée.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce qu'après avoir été arrondis, les filaments sont desserrés et profilés contre un masque
par décalage axial et finalement fixés au support de brosse par leur extrémité opposée.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'ensemble des filaments composant la garniture de poils d'une brosse sont mis sous
tension par les parties éloignées de leurs extrémités utiles, celles-ci étant situées
dans un même plan, que ces dernières sont conformées par un procédé mécanique ou chimique,
et que les filaments sont ensuite desserrés puis profilés contre un masque.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3 pour la fabrication de brosses du type
comprenant une pluralité de filaments assemblés en groupes multifilaments, par exemple
faisceaux, bandes ou paquets, caractérisé en ce que les groupes de filaments sont profilés contre le masque par leur extrémité utile,
individuellement ou en groupe, après conformation de leur extrémité utile et libération
du dispositif de serrage.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les filaments sont appliqués contre le masque par un mouvement de pression axiale,
extrémités utiles sorties.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel les filaments ou groupes
de filaments sont conformés à partir d'un cordon continu guidé en avance cadencée,
caractérisé en ce que les filaments sont serrés par l'extrémité aval du cordon, coupés à distance de cette
extrémité du cordon sous la forme des extrémités utiles, travaillés par un procédé
mécanique ou chimique à ces extrémités et profilés, après desserrage, contre le masque
dans le sens opposé au sens d'avance du cordon, serrés à distance des extrémités opposées
et découpés pour former les extrémités de fixation.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les filaments ou unités de filaments sont libérés du serrage après l'opération de
coupe du côté des extrémités de fixation et, par ces extrémités émergentes, décalés
dans une position dans laquelle ils sont fixés au support de brosse et resserrés.
9. Installation de fabrication de brosses en matière synthétique formées d'un support
de brosse et de filaments qui y sont fixés, les extrémités utiles de ceux-ci étant
arrondies et dont le profil est différent de la surface de fixation du support, comprenant
une bride pour le maintien des filaments à un poste de conformation, un dispositif
pour arrondir les extrémités utiles agissant sur celles-ci et un dispositif de fixation
des extrémités opposées des filaments au support, caractérisée en ce qu'il est prévu comme la bride pour le maintien un dispositif de serrage (5), au moyen
duquel les filaments (10) sont mis sous tension, individuellement ou en groupe, au
niveau du poste de conformation, par la partie éloignée de leurs extrémité utiles
(12) situées dans un même plan, et ensuite mis en contact actif avec le dispositif
pour arrondir (13) et, après libération du dispositif de serrage et décalage axial
des filaments l'un par rapport à l'autre, mis en contact actif avec le dispositif
de fixation.
10. Installation selon la revendication 9, caractérisée en ce qu'à distance du dispositif de serrage (5) est associé à celui-ci un dispositif de coupe,
au moyen duquel les filaments sont coupés en vue de la formation des extrémités utiles.
11. Installation selon l'une quelconque des revendications 9 ou 10, comprenant un dispositif
de guidage sans jeu des filaments dans un canal, un piston déplaçable dans le canal,
agissant sur l'extrémité de fixation des filaments, et un masque associé au dispositif
de guidage, correspondant au profil des filaments à leurs extrémités utiles, dans
lequel les filaments sont introduits décalés au moyen du piston, caractérisée en ce qu'après desserragé du dispositif de serrage (5), le piston (21) est introduit dans le
canal (15) pour décaler les filaments (10) en contact avec le masque (18).
12. Installation selon la revendication 11, caractérisée en ce que le dispositif de guidage (14) présente plusieurs canaux de guidage (15) correspondant
chacun à un. groupe (10) de filaments, par exemple faisceaux, bandes ou paquets, en ce que pour chaque canal de guidage (15) est prévu un piston (12) et que les pistons sont
de longueur variable en fonction des distances variables salon le décalage des unités
de filaments (10) jusqu'au point de contact avec le masque (18).
13. Installation selon l'une des revendications 9 à 12 comprenant un dispositif d'avance
guidée selon une cadence donnée des filaments ou groupes de filaments sous forme de
cordons continus, caractérisée en ce que le dispositif de serrage (5) comportant un nombre de canaux (7) correspondant au
nombre de cordons continus (1) est disposé dans l'alignement du dispositif d'avance,
en ce qu'après introduction des extrémités en aval (11) des cordons continus (1) dans les canaux,
le dispositif de serrage (5) est verrouillé, et en ce qu'un dispositif de coupe (8) pour la réduction de longueur des filaments (10) du cordon
(1) et la conformation des extrémités utiles (12) des filaments est disposé devant
le dispositif de serrage (5) dans la direction d'avance.
14. Installation selon l'une des revendications 9 à 13, caractérisée en ce que le dispositif (13) de conformation des extrémités (12) utiles peut être déplacé devant
celles-ci et le dispositif de serrage (5).
15. Installation selon Tune des revendications 9 à 14, caractérisée en ce que le dispositif d'avance guidée (14) est disposé dans la direction d'introduction des
filaments (10) derrière le dispositif de serrage (5), un support (20) portant les
pistons (21) étant disposé derrière ce dispositif (5), et en ce que devant le dispositif de serrage (5) est disposé un dispositif de décalage (16) agissant
sur les extrémités de filaments (12) traitées, par lequel les filaments (10) sont
introduits dans les canaux (15) du dispositif d'avance (14) jusqu'à ce que les extrémités
utiles (12) viennent en contact avec la face frontale (17) proche du dispositif de
serrage (5) pour les réunir.
16. Installation selon l'une des revendications 9 à 15, caractérisée en ce que le masque (18) est déplacé devant la face frontale (17) du dispositif de serrage
(5) et qu'ensuite les pistons reliés au support (20) sont introduits dans les canaux
(15) du dispositif de guidage (14).
17. Installation selon l'une des revendications 9 à 16, caractérisée en ce qu'un dispositif de coupe est disposé à la face frontale du dispositif de serrage (5)
opposée au masque (18), dispositif qui coupe les extrémités des filaments (10) en
saillie au-delà de cette face frontale, formant ainsi les extrémités de fixation (24),
après le retour du dispositif de guidage (14).
18. Installation selon l'une des revendications 9 à 17, caractérisée en ce que le dispositif de coupe (8) pour l'égalisation en longueur des filaments (10) à partir
du cordon continu (1) correspond simultanément au dispositif de coupe (22) pour trancher
les extrémités dépassant la face frontale du dispositif de serrage (5).
19. Installation selon l'une des revendications 9 à 18, caractérisée en ce que les filaments (10) tranchés sont décalés au moyen du masque (18) dans le dispositif
de serrage (5), celui-ci étant desserré, jusqu'à ce que leurs extrémités de fixation
(24) disposées dans un même plan dépassent de la face frontale du dispositif de serrage
(5) opposée au masque (18) d'une longueur nécessaire à leur fixation sur le support
de brosse.
20. Installation selon l'une des revendications 9 à 19, caractérisée en ce que le dispositif de serrage (5) sert à l'immobilisation axiale des filaments lors de
leur fixation sur le support de brosse.

