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(11) |
EP 0 346 716 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.1992 Patentblatt 1992/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.06.1989 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F15B 15/14 |
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Kolben-Zylinder-Einheit mit gegen Verdrehung gesicherter Kolbenstange
Actuator with a non-rotatable piston rod
Vérin à tige de piston immobilisée en rotation
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
15.06.1988 DE 3820337
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.12.1989 Patentblatt 1989/51 |
| (73) |
Patentinhaber: EXPERT Maschinenbau GmbH |
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D-64653 Lorsch (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Epp, Peter, Dipl.-Ing.
D-3180 Wolfsburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Helber, Friedrich G., Dipl.-Ing. et al |
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Zenz, Helber & Hosbach
Patentanwälte
Scheuergasse 24 64673 Zwingenberg 64673 Zwingenberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 444 048 FR-A- 2 035 439
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FR-A- 1 171 749 US-A- 3 994 539
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine druckmittelbeaufschlagbare Kolben-Zylinder-Einheit mit
einer Kolbenstange, die zumindest in dem den zugeordneten Zylinderdeckel durch eine
Dichtung gegen den Austritt von Druckmittel abgedichtet durchsetzenden Längenbereich
einen vom Kreisquerschnitt abweichenden Querschnitt aufweist, dem ein mit dem Zylinder
verbundener, von der Kolbenstange durchsetzter Lagerbauteil zugeordnet ist, welcher
die Kolbenstange längsverschieblich führt, wobei die Kolbenstange in dem den zugeordneten
Zylinderdeckel durchsetzenden Bereich über den größten Teil des Umfangs von im Querschnitt
kreisbogenförmigen Flächenabschnitten mit gleichem Kreisradius gebildet ist, die in
gleichmäßigen Winkelabständen von in Längsrichtung verlaufenden Kugellaufbahnen bildenden
Abschnitten unterbrochen sind, und am Zylinderdeckel der von der Kolbenstange durchsetzte
Lagerbauteil befestigt ist, der seinerseits in Ausrichtung zu den längsverlaufenden
Kugellaufbahnen Kugellaufbahnen aufweist, und in dem zwischen der Außenfläche der
Kolbenstange und der Innenfläche des Lagerbauteils bestehenden Zwischenraum Reihen
von auf den Kugellaufbahnen der Kolbenstange einerseits und den Kugellaufbahnen des
Lagerbauteils andererseits abrollende Lager-Kugeln angeordnet sind, und wobei im Zylinderdeckel
in einer die Kolbenstange mit radialem Abstand umgebenden Aufnahmenut ein Dichtring
mit einer der Querschnittsform der Kolbenstange komplementär entsprechenden Durchtrittsöffnung
vorgesehen ist
[0002] Die Kolbenstange von heute hergestellten druckmittelbeaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Einheiten,
d.h. Pneumatik oder Hydraulikzylindern, weisen zumindest in dem beim Arbeitshub den
zugehörigen Zylinderdeckel durchsetztenden Längenabschnitt in der Regel eine zylindrische
Form auf, welche die Abdichtung des zwischen der Kolbenstange und der Durchtrittsöffnung
im Zylinderdeckel erforderlichen Spalts gegen Druckverlust und Austritt des Druckmittels
mittels üblicher Ringdichtungen - seien es O-Ringe oder Lippen-Dichtringe - ermöglicht.
Durch die zylindrische Form der Kolbenstange ist das aus dem Zylinder austretende
Ende der Kolbenstange nicht gegen Verdrehung gesichert, zumal ja der fest mit der
Kolbenstange verbundene Zylinder eine konzentrisch kreisförmige Begrenzung aufweist,
welche in Umfangsrichtung innerhalb des Zylinders ebenfalls nicht gegen Verdrehung
gesichert ist. Wenn solche Kolben-Zylinder-einheiten in Konstruktionen eingesetzt
werden, in denen sie Bauelemente vorschieben und zurückziehen müssen, welche während
des Hubes in einer relativ zur Längsmittelachse der Kolben-Zylinder-einheit gegen
Verdrehung exakt gesicherten Ausrichtung gehalten werden müssen, müsen zusätzliche
Führungen vorgesehen werden, welche die Kolbenstange gegen Verdrehung sichern. Unabhängig
davon, ob es sich um in Reihen- oder Parallelanordnungen zur Kolbenstange vorgesehene
und mit ihr verbundene Führungen handelt, vergrößert sich die Baulänge bzw. Baubreite
der Kolben-Zylinder-Einheit erheblich. Außerdem wird der Aufbau der Kolben-Zylinder-Einheit
komplexer und die Anzahl der erforderlichen Bauteile sowie der Aufwand für deren Bearbeitung
und Montage erhöht sich im Vergleich zu einer nicht gegen Verdrehung gesicherten einfachen
Kolben-Zylinder-Einheit wesentlich.
[0003] Aus der DE-A-3435 964 ist ein Vorschlag für die Ausgestaltung einer Kolben-Zylinder-einheit
der eingangs erwähnten Art bekannt, bei welcher die - im querschnitt z.B. elliptische
Kolbenstange durch eine in dem von der Kolbenstange durchsetzten Zylinderdeckel eingesetzte
Führungsbüchse mit komplementärem (elliptischem) Öffnungsquerschnitt gegen Drehung
gesichert wird. Durch die flächige Aneinanderlage der Kolbenstange in der Führungsbüchse
entsteht aber ein vor allem zu Beginn des Kolbenhubes, d.h. bei Betätigung des Zylinders
aus der Ruhestellung wirksame Reibung (Ruhreibung), welche zu einer ruckweisen Bewegung
der Kolbenstange führen kann, was für viele Anwendungsfälle unerwünscht ist. Über
die Ausgestaltung und Anordnung der den Austritt des Druckmediums aus der Kolben-Zylinder-Einheit
verhindernden Dichtung ist dieser Offenlegungsschrift nichts entnehmbar.
[0004] Aus der US-A-3 994 539 ist eine Kolben-Zylinder-Einheit der eingangs erwähnten Art
bekannt, deren grundsätzlich kreisquerschnittsförmige Kolbenstange an gegenüberliegenden
Seiten mit angeschliffenen Abflachungen versehen sein kann. Aus der Druckschrift ist
nicht entnehmbar, ob diese Abflachungen lediglich als Laufbahnen für die die Kolbenstange
im Gehäuse führenden Längskugellager dienen, oder ob sie im Zusammenwirken mit einer
komplementären Durchtrittsöffnung des Zylinderdeckels oder des Außengehäuses der Längskugellager
auch eine Drehsicherung der Kolbenstange bewirken sollen.
[0005] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Kolben-Zylinder-Einheit
zu schaffen, in welcher eine die äußeren Abmessungen der Kolben-Zylinder-Einheit allenfalls
geringfügig vergrößernde, die Kolbenstange gegen Drehung sichernde Eigenführung integriert
ist, wobei die Drehsicherung keine Schwergängigkeit oder den Verlust von Druckluft
zur Folge hat.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Lagerbauteil drehfest
auf der kolbenabgewandten Außenseite des Zylinderdeckels angeordnet ist, daß die Kugellaufbahnen
im Querschnitt kreisbogenförmig konkav geformt sind, und daß der Dichtring im Verbindungsbereich
zwischen Zylinderdeckel (18) und dem Lagerbauteil (46) angeordnet und als Lippen-Dichtring
ausgebildet ist, dessen Dichtlippen ins Innere der Kolben-Zylinder-Einheit gerichtet
sind. Die Kolbenstange ist also grundsätzlich ähnlich einer durch ein Linear-Bewegungslager
mit Kugelführungen gegen Verdrehung gesicherten längsverschieblich geführten Welle
ausgebildet, wobei aber das bei solchen Wellen nicht auftretende Problem der Abdichtung
der Kolbenstange gegen den vom Druckmittel im Innern der Kolben-Zylinder-Einheit aufgebauten
Druck durch einen speziellen Lippen-Dichtring mit der Querschnittsform der Kolbenstange
angepaßter Durchtrittsöffnung gelöst wird.
[0007] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Kolbenstange mit einer Anzahl
von in gleichmäßigen Winkelabständen versetzten, radial vorstehenden und in Arbeitshubrichtung
verlaufenden Längskeilen versehen, die jeweils beidseitig im Übergangsbereich zum
anschließenden, im Querschnitt kreisbogenförmigen Flächenabschnitt mit den Kugellaufbahnen
versehen sind, wobei der Lagerbauteil in Ausrichtung zu den Längskeilen mit Längsnuten
versehen ist, in denen die Kugellaufbahnen des Lagerbauteils vorgesehen sind. Diese
Ausgestaltung mit einer den unter der Bezeichnung "Ball Spline" bekanntgewordenen
Linear-Bewegungslagern entsprechenden Drehsicherung hat sich bewährt. Bei Anordnung
von drei in Umfangsrichtung verlaufenden Längskeilen auf der Kolbenstange gewährleisten
insgesamt sechs Reihen von am Umfang ausgerichteten Kugeln einerseits eine leichte
Längsverschiebbarkeit, während andererseits ein Winkelspiel zwischen der Kolbenstange
und dem Zylinder auch bei hohen einwirkenden Momenten verhindert wird.
[0008] Alternativ kann die Ausgestaltung auch so getroffen sein, daß die Kolbenstange mit
einer Anzahl von in gleichmäßigen Winkelabständen versetzten, radial vertieften, die
Kugellaufbahnen bildenden Längsnuten versehen ist, denen in entsprechender Winkelversetzung
in der Innenfläche des Lagerbauteils dessen Kugellaufbahnen bildende Längsnuten zugeordneten
sind. Dieses vereinfachte Ausführungsbeispiel ist insbesondere in solchen Fällen geeignet,
in denen vergleichsweise geringe in Umfangsrichtung wirkende und die Kolbenstange
zu verdrehen versuchende Momente auftreten.
[0009] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung sind - wiederum in Übereinstimmung mit
den erwähnten Linear-Bewegungslagern-in Umfangsrichtung zu den Kugellaufbahnen versetzt
tiefere Rückführ-Längsnuten in der Innenfläche des Lagerbauteils vorgesehen, die an
ihren beiden Enden mit den benachbarten Enden der jeweils zugeordneten Kugellaufbahn
verbunden sind, so daß die bei einem Hub der Kolbenstange an einem Ende der zugehörigen
Kugellaufbahn im Lagerbauteil ankommenden Lager-Kugeln bei der Fortsetzung der Kolbenstangenbewegung
in die Rückführ-Längsnuten verdrängt und über diese entgegen der Hubrichtung der Kolbenstange
zurückgeführt werden.
[0010] Dabei ist es dann zweckmäßig, wenn den auf den Kugellaufbahnen abrollenden und den
in den Rückführ-Längsnuten zurückgeführten Reihen von Lager-Kugeln ein die Lager-Kugeln
im Lagerbauteil halternder Käfig zugeordnet ist, der in dem den Kugellaufbahnen der
Kolbenstange gegenüber liegenden Bereichen jeweils einen Schlitz aufweist, durch welchen
die Lager-Kugeln nur teilweise hindurchtreten können, während er im Bereich der Rückführ-Längsnuten
jeweils zur Kolbenstange hin geschlossen ist. Somit ist eine Demontage des Lagerbauteils
von der Kolbenstange möglich, ohne daß die Kugeln aus dem Lagerbauteil austreten können.
[0011] Wenn die Kolbenstange vorspringende Längskeile aufweist, ist der erfindungsgemäß
vorgesehene Lippen-Dichtring vorzugsweise so ausgebildet, daß er einen kreisförmig
begrenzten Außendurchmesser aufweist, der größer als der über die Stirnfläche der
Längskeile der Kolbenstange gemessene Durchmesser ist, und an dessen Rand eine an
der zylindrischen Innenfläche der Aufnahmenut abdichtende umlaufende elastische Dichtlippe
vorgesehen ist, und daß entlang der der Querschnittsform der Kolbenstange komplementär
entsprechend geformten inneren Durchtrittsöffnung eine weitere ringsum geschlossene
und ununterbrochen auf der Außenfläche der Kolbenstange abdichtende elastische Dichtlippe
vorgesehen ist, wobei zwischen den beiden in gleiche Richtung weisenden Dichtlippen
ein umlaufender, zum Zylinderinnern hin offener Druckraum gebildet ist, dessen zwischen
der äußeren und der inneren Dichtlippe gemessene radiale Abmessungen in den den Längskeilen
der Kolbenstange zugeordneten Bereichen geringer als in den in Umfangsrichtung dazwischenliegenden
Bereichen sind.
[0012] Wenn die Kolbenstange dagegen mit einer Anzahl von die Kugellaufbahnen bildenden
Längsnuten versehen ist, wird der Lippen-Dichtring so ausgebildet, daß er einen kreisförmig
begrenzten Außendurchmesser aufweist, der größer als der Maximal-Durchmesser der Kolbenstange
ist, und an dessen Rand eine an der zylindrischen Innenfläche der Aufnahmenut abdichtende
umlaufende elastische Dichtlippe vorgesehen ist, und entlang der der Querschnittsform
der Kolbenstange komplementär entsprechend geformten inneren Durchtrittsöffnung ist
eine weitere ringsum geschlossen und ununterbrochen auf der Außenfläche der Kolbenstange
abdichtende elastische Dichtlippe vorgesehen, wobei zwischen den beiden in gleiche
Richtung weisenden Dichtlippen ein umlaufender, zum Zylinderinnern hin offener Druckraum
gebildet ist, dessen zwischen der äußeren und der inneren Dichtlippe gemessene radiale
Abmessungen in den den Längsnuten der Kolbenstange zugeordneten Bereichen größer als
in den in Umfangsrichtung dazwischenliegenden Bereichen sind.
[0013] Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele in Verbindung
mit der Zeichnung näher erläutert, und zwar zeigt:
Fig. 1 einen Längsmittelschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer als Pneumatikzylinder
ausgebildeten Kolben-Zylinder-Einheit, deren Kolbenstange in der erfindungsgemäßen
Weise gegen Verdrehung gesichert ist;
Fig. 2 eine Schnittansicht, gesehen in Richtung der Pfeile 2-2 in Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den zur Abdichtung der Kolbenstange vorgesehenen Lippen-Dichtring,
gesehen in Richtung des Pfeils 3 in Fig. 4;
Fig. 4 eine Schnittansicht des Lippen-Dichtrings, gesehen in Richtung der Pfeile 4-4
in Fig. 3;
Fig. 5 ein vergrößertes Detail des in Fig. 1 innerhalb des strichpunktierten Kreises
5 gelegenen Teils der Kolben-Zylinder-Einheit;
Fig. 6 einen Längsmittelschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel einer als Pneumatikzylinder
ausgebildeten Kolben-Zylinder-Einheit, deren Kolbenstange in der erfindungsgemäßen
Weise gegen Verdrehung gesichert ist;
Fig. 7 eine Schnittansicht, gesehen in Richtung der Pfeile 7-7 in Figur 6;
Fig. 8 eine Draufsicht auf den zur Abdichtung der Kolbenstange vorgesehenen Lippen-Dichtring,
gesehen in Richtung des Pfeils 8 in Figur 9;
Fig. 9 eine Schnittansicht des Lippen-Dichtrings, gesehen in Richtung der Pfeile 9-9
in Figur 8; und
Fig. 10 ein vergrößertes Detail des in Figur 6 innerhalb des strichpunktierten Kreises
10 gelegenen Teils der Kolben-Zylinder-Einheit.
[0014] Die in Figur 1 gezeigte, in ihrer Gesamtheit mit 10 bezeichnete Kolben-Zylinder-Einheit
ist ein mit Druckluft als Arbeitsmedium beaufschlagbarer doppelt wirkender Pneumatikzylinder
mit Endlagendämpfung, der bezüglich seines grundlegenden Aufbaus bekannten Pneumatikzylinder
dieser Art entspricht, so daß sein Aufbau insoweit nicht im einzelnen beschrieben
werden muß, zumal die erfindungsgemäß angestrebte Sicherung gegen Verdrehung seiner
Kolbenstange 12 auch bei anderen Bauarten, z.B. einfach wirkenden und ungedämpften
Pneumatikzylindern ebenso wie bei durch eine Hydraulikflüssigkeit als Arbeitsmedium
beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Einheiten in gleicher Weise verwirklichbar ist.
[0015] Die Kolben-Zylinder-Einheit 10 weist also den eigentlichen, an einem Ende durch einen
geschlossenen Zylinderdeckel 14 und am anderen Ende durch einen mit einer im Querschnitt
kreisförmigen mittigen Durchgangsöffnung 16 für die Kolbenstange 12 versehenen Zylinderdeckel
18 verschlossenen Zylinder 20 auf. In der zylindrischen Bohrung 22 des Zylinders ist
ein die Bohrung in zwei größenveränderliche Arbeitsräume 24, 24′ unterteilender und
an der die Bohrung begrenzenden Innenwand abdichtender Kolben 26 verschieblich gelagert.
Der aus mehreren, nicht im einzelnen beschriebenen Teilen zusammengebaute Kolben 26
wird mittig vom im Durchmesser verringerten zylindrischen inneren Ende 28 der Kolbenstange
12 durchsetzt und durch eine auf das freie Ende aufgeschraubte Hülse 30 am Kolbenstangen-Ende
gehalten.
[0016] Die in den Zylinderdeckeln 14 und 18 vorgesehenen Druckluft-Anschlüsse 32, 34 sind
in Fig. 1 nur gestrichelt angedeutet.
[0017] Die Kolbenstange 12 weist in dem an den im Durchmesser verringerten, zylindrischen
Endabschnitt 28 anschließenden Bereich 36 - abweichend von der üblichen Kreisquerschnittsform
- den in Fig. 2 erkennbaren Querschnitt auf, bei dem von einem grundsätzlich kreisförmigen
Grundquerschnitt jeweils um 120° in Umfangsrichtung zueinander versetzt Längskeile
38 radial vortreten, die in abgerundet in den kreisquerschnittsförmigen Wellenbereich
übergehenden Übergangsbereichen 40 Kugellaufbahnen für Reihen von Lager-Kugeln 42
(Fig. 1) bilden, von denen also jeweils eine Reihe auf jeder Seite jedes Längskeiles
liegt. Andererseits läuft jede Kugel-Reihe in je einer Längsnut 44 in einem umgebenden
Lagerbauteil 46, welches zentriert im Zylinderdeckel 18 gehaltert und mit dem Zylinderdeckel
gegen Drehung gesichert verschraubt ist. Diese Verschraubung erfolgt - im gezeigten
Fall - mit Befestigungsschrauben 48, von denen in Fig. 1 lediglich eine gezeigt ist,
und die gleichzeitig auch dazu dienen, die Kolben-Zylinder-Einheit 10 insgesamt in
einer Durchgangsbohrung 50 in einer Teil einer größeren Konstruktion bildenden Halterungsplatte
52 zu befestigen, von der in Fig. 1 nur ein - strichpunktiert schraffierter - Teilbereich
dargestellt ist.
[0018] In Fig. 1 ist die Kolbenstange 12 in der ganz in die Kolben-Zylinder-Einheit 10 zurückgezogenen
Stellung gezeigt, in welcher der Arbeitsraum 24 seine maximale und der Arbeitsraum
24′ seine minimale Größe hat. Die Länge des mit den Längskeilen 38 versehenen Abschnitts
36 der Kolbenstange 12 ist so gewählt, daß er sich noch durch den Lagerbauteil 46
hindurch erstreckt und an dem in Fig. 1 links gelegenen Ende etwas aus dem Lagerbauteil
46 austritt. An den Abschnitt 36 schließt sich außen dann noch ein zylindrischer Kolbenstangen-Abschnitt
54 an, auf dem ein von der Kolbenstange 12 je nach Beaufschlagung der Arbeitsräume
24, 24′ mit Druckluft hin bzw. her zu bewegender - nicht gezeigter - Bauteil montierbar
ist, von dem angenommen sei, daß er seine relative Drehstellung in bezug auf die Längsmittelachse
der Kolben-Zylinder-Einheit 10 nicht ändern darf, weil er beispielsweise vorspringende
Zapfen haben möge, die in der ganz ausgefahrenen Endstellung der Kolbenstange 12 in
zugeordneten passenden Bohrungen eingreifen müssen.
[0019] Die Drehsicherung der Kolbenstange 12 erfolgt also durch die die Längskeile 38 seitlich
abstützenden und ihrerseits in den Längsnuten 44 im Lagerbauteil 46 abgestützten Kugel-Reihen.
Beim Arbeitshub rollen die Lager-Kugeln 42 auf den zugeordneten Laufbahnen des Abschnitts
36 und des Lagerbauteils 46 ab und ändern somit auch ihre Lage in Längsrichtung. Um
dies zu ermöglichen und die Kugeln trotzdem über die gesamte Länge des Lagerbauteils
46 zum Tragen zu bringen, sind zu den im Lagerbauteil 46 gebildeten Laufbahnen in
Umfangsrichtung versetzt tiefere Rückführ-Längsnuten 56 vorgesehen, die an ihren Enden
über nicht gezeigte kreisbogenförmige Verbindungsabschnitte miteinander in Verbindung
stehen, so daß bei der Abrollbewegung an einem Ende aus den Längsnuten 44 austretende
Lager-Kugeln 42 über den jeweiligen Verbindungsabschnitt in die zugeordnete Rückführ-Längsnut
übertreten und in dieser in entgegengesetzter Rollrichtung zum anderen Ende der Längsnut
44 zurückgeführt werden. Diese Rückführ-Längsnuten 56 sind so bemessen, daß sie die
Lager-Kugeln vollständig aufnehmen, die also in diesen Bereichen nicht auf dem Kolbenstangen-Abschnitt
36 abrollen. Ein geeignet ausgebildeter Käfig 58 aus Kunststoff haltert die Lager-Kugeln
42 so, daß sie im Bereich der Längsnuten 44 teilweise durch jeweils einen dort vorgesehenen
Schlitz zu den Kugellaufbahnen auf dem Kolbenstangen-Abschnitt 36 durchtreten können,
während er die tieferen Rückführ-Längsnuten 56 gegen die Kolbenstange abschließt.
Selbst bei vollständig aus dem Lagerbauteil 46 herausgezogener Kolbenstange 12 werden
die Lager-Kugeln 42 also durch den Käfig 58 im Lagerbauteil 46 zurückgehalten, so
daß also bei der Demontage oder Montage der Kolben-Zylinder-Einheit 10 nicht die Gefahr
des Verlusts einzelner Lager-Kugeln 42 besteht. Im bisher beschriebenen Umfang entspricht
die Verdrehsicherung der Kolbenstange 12 den unter der Bezeichnung "Ball Spline" von
der Firma THK Europe GmbH, Düsseldorf gelieferten Linear-Bewegungslagern, welche also
eine zentrisch geführte und gegen Verdrehung gesicherte Bewegung einer Welle in einem
Lagerbauteil ermöglichen, aber keine axiale Dichtung gegen gasförmige oder flüssige
Druckmittel erlauben.
[0020] Um diese bei Anwendung zur Verdrehsicherung einer Kolbenstange unabdingbare Abdichtung
zu gewährleisten, ist erfindungsgemäß die in Fig. 3 und 4 gesondert dargestellte Lippen-Dichtung
60 in einer umlaufenden, am Nutgrund zylindrischen Aufnahmenut 62 (Fig. 1 und 5) angeordnet,
welche einerseits im Zylinderdeckel 18 und andererseits auf der Außenfläche des Kolbenstangen-Abschnitts
36 abdichtet.
[0021] Hierfür weist der Lippen-Dichtring einen äußeren kreisförmigen und einen inneren
entsprechend der Querschnittsform des Kolbenstangen-Abschnitts 36 begrenzten radialen
Abschnitt 64 auf der auf der dem Arbeitsraum 24 der Kolben-Zylinder-Einheit gegenüberliegenden
Seite von einer metallischen Stützscheibe 66 in der Aufnahmenut abgestützt wird. Die
Stützscheibe ist zwischen einer Radialfläche des Zylinderdeckels 18 und des Lagerbauteils
46 eingespannt gehalten. Eine am äußeren Umfang des radialen Abschnitts 64 angesetzte,
in Richtung zum Arbeitsraum 24 weisende umlaufende Dichtlippe 68 liegt unter Vorspannung
dichtend an der Umfangs- oder Bodenfläche der Aufnahmenut 62 und eine der Umrißform
der inneren Begrenzung folgende Dichtlippe 70 auf dem Kolbenstangen-Abschnitt 36 auf.
Der aus elastomerem Kunststoff hergestellte Lippen-Dichtring 60 bildet also einen
in Richtung zum Arbeitsraum 24 geöffneten umlaufenden Druckraum 72, in welchem sich
der jeweils im Druckraum 24 herrschende Druck aufbaut und die Dichtlippen 68, 70 zusätzlich
an die zugeordneten Dichtflächen anpreßt. Eine starke Anpressung der Dichtlippe 70
an den Kolbenstangen-Abschnitt 36 erfolgt aber nur dann, wenn der Arbeitsraum 24 mit
Druckluft beaufschlagt wird, d.h. wenn die Kolbenstange ins Innere der Kolben-Zylinder-Einheit
zurückgezogen wird. Die relative Bewegung zwischen dem Abschnitt 36 und der Dichtlippe
70 ist dann aber in Richtung des freien Endes der Dichtlippe gerichtet, wodurch deren
Verschleiß nur relativ gering ist, sofern die Oberfläche des Kolbenstangen-Abschnitts
36 mit hinreichender Glätte ausgeführt ist. Wenn andererseits der Arbeitsraum 24′
mit Druckluft beaufschlagt wird, um die Kolbenstange 12 auszufahren, ist der Druckraum
24 entlüftet, d.h. es herrscht kein die Dichtlippe 70 mit zusätzlichem Druck auf der
Oberfläche der Kolbenstange anliegender Überdruck. Auch insofern ist ein vorzeitiger
Verschleiß der Dichtlippe nicht zu befürchten.
[0022] In den Figuren 6 bis 10 ist eine gegenüber der vorstehend in Verbindung mit den Figuren
1 bis 5 beschriebenen KolbenZylinder-Einheit 10 abgewandelte Kolben-Zylinder-Einheit
10′ gezeigt, die sich jedoch nur in bezug auf die - vom Kreisquerschnitt abweichende
- Querschnittsform des den Zylinderdeckel 18 durchsetzenden Längenbereichs der Kolbenstange
12 und die daraus resultierende abweichende Anordnung der Kugellaufbahnen auf der
Kolbenstange sowie eine entsprechend geänderte Form des Lippen-Dichtrings von der
Kolben-Zylinder-Einheit 10 unterscheidet. Zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen
werden daher nachstehend nur die erwähnten Abwandlungen beschrieben, während es im
übrigen genügt, auf die vorausgehende Beschreibung der Kolben-Zylinder-Einheit 10
zu verweisen, zumal funktionell gleiche Teile der beiden Ausführungsbeispiele in den
Zeichnungsfiguren 1 bis 5 einerseits und 6 bis 10 andererseits mit gleichen Bezugszeichen
versehen sind.
[0023] Ein wesentlicher Unterschied der Kolben-Zylinder-Einheit 10′ im Vergleich zur Kolben-Zylinder-Einheit
10 besteht darin, daß anstelle der Längskeile 38 der Kolbenstange 12 des ersten Ausführungsbeispiels
hier im Querschnitt kreisbogenförmige konkave Längsnuten 39 (Figur 6 und 7) vorgesehen
sind, welche die kolbenstangenseitigen Kugellaufbahnen bilden. Der mit diesen Kugellaufbahnen
versehene Längenbereich 36′ (Fig. 7) der Kolbenstange 12 hat demgemäß einen etwas
größeren Durchmesser als der Bereich 36 der Kolbenstange 12 der Kolben-Zylinder-Einheit
10. Dementsprechend hat die auf der Kolbenstange abdichtende Dichtlippe 70′ des Lippen-Dichtrings
60 (Figuren 8, 9 und 10) auch einen der Querschnittsform des Bereichs 36′ komplementär
entsprechenden Verlauf.
[0024] Im übrigen stimmen die beiden Ausführungsbeispiele 10 und 10′ weitgehend überein,
wobei die bei der Kolben-Zylinder-Einheit 10 getroffene Ausgestaltung grundsätzlich
für die Drehsicherung der Kolbenstange gegen höhere, sie zu verdrehen suchende Momente
geeignet ist, andererseits bei der Ausgestaltung gemäß der Kolben-Zylinder-Einheit
10′ der Lippen-Dichtring 60′ eine weniger komplexe und daher in der Herstellung einfachere
Form hat.
1. Druckmittelbeaufschlagbare Kolben-Zylinder-Einheit (10; 10′) mit einer Kolbenstange
(12), die zumindest in dem den zugeordneten Zylinderdeckel (18) durch eine Dichtung
gegen den Austritt von Druckmittel abgedichtet durchsetzenden Längenbereich einen
vom Kreisquerschnitt abweichenden Querschnitt aufweist, dem ein mit dem Zylinder (20)
verbundener, von der Kolbenstange (12) durchsetzter Lagerbauteil (18) zugeordnet ist,
welcher die Kolbenstange (12) längsverschieblich führt, wobei die Kolbenstange (12)
in dem den zugeordneten Zylinderdeckel (18) durchsetzenden Bereich (36; 36′) über
den größten Teil des Umfangs von im Querschnitt kreisbogenförmigen Flächen-abschnitten
mit gleichem Kreisradius gebildet ist, die in gleichmäßigen Winkelabständen von in
Längsrichtung verlaufenden Kugellaufbahnen (40; 39) bildenden Abschnitten unterbrochen
sind, und am Zylinderdeckel (18) der von der Kolbenstange (12) durchsetzte Lagerbauteil
(46) befestigt ist, der seinerseits in Ausrichtung zu den längsverlaufenden Kugellaufbahnen
(40, 39) Kugellaufbahnen (44) aufweist, und in dem zwischen der Außenfläche der Kolbenstange
(12) und der Innenfläche des Lagerbauteils (46) bestehenden Zwischenraum Reihen von
auf den Kugellaufbahnen (40; 39) der Kolbenstange einerseits und den Kugellaufbahnen
(44) des Lagerbauteils (46) andererseits abrollende Lager-Kugeln (42) angeordnet sind,
und wobei im Zylinderdeckel (18) in einer die Kolbenstange mit
radialem Abstand umgebenden umlaufenden Aufnahmenut (62) ein Dichtring (60) mit
einer der Querschnittsform der Kolbenstange (12) komplementär entsprechenden Durchtrittsöffnung
vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerbauteil (46) drehfest auf der kolbenabgewandten Außenseite des Zylinderdeckels
(18) angeordnet ist,
daß die Kugellaufbahnen (40; 39) im Querschnitt kreisbogenförmig konkav geformt sind,
und
daß der Dichtring im Verbindungsbereich zwischen dem Zylinderdeckel (18) und dem Lagerbanteil
(46) angeordnet ist und als Lippen-Dichtring (60) ausgebildet ist, dessen Dichtlippen
(68; 70; 70′) ins Innere der Kolben-Zylinder-Einheit (10; 10′) gerichtet sind.
2. Kolben-Zylinder-Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange
(12) mit einer Anzahl von in gleichmäßigen Winkelabständen versetzten, radial vorstehenden
und in Arbeitshubrichtung verlaufenden Längskeilen (38) versehen ist, die jeweils
beidseitig im Übergangsbereich zum anschließenden, im Querschnitt kreisbogenförmigen
Flächenabschnitt mit den Kugellaufbahnen (40) versehen sind, und daß der Lagerbauteil
(46) in Ausrichtung zu den Längskeilen mit Längsnuten versehen ist, in denen die Kugellaufbahnen
(44) des Lagerbauteils ausgebildet sind.
3. Kolben-Zylinder-Einheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange
(12) mit einer Anzahl von in gleichmäßigen Winkelabständen versetzten, radial vertieften,
die Kugellaufbahnen (39) bildenden Längsnuten versehen ist, denen in entsprechender
Winkelversetzung in der Innenfläche des Lagerbauteils (46) dessen Kugellaufbahnen
(44) bildende Längsnuten zugeordnet sind.
4. Kolben-Zylinder-Einheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß in Umfangsrichtung zu den Kugellaufbahnen versetzt tiefere Rückführ-Längsnuten
(56) in der Innenfläche des Lagerbauteils (46) vorgesehen sind, die an ihren beiden
Enden mit den benachbarten Enden der jeweils zugeordneten Kugellaufbahn (44) verbunden
sind, so daß die bei einem Hub der Kolbenstange (12) an einem Ende der zugehörigen
Kugellaufbahn im Lagerbauteil (46) ankommenden Lager-Kugeln (42) bei der Fortsetzung
der Kolbenstangenbewegung in die Rückführ-Längsnuten (56) verdrängt und über diese
entgegen der Hubrichtung der Kolbenstange zurückgeführt werden.
5. Kolben-Zylinder-Einheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß den auf den Kugellaufbahnen
(40; 44; 39) abrollenden und den in den Rückführ-Längsnuten (56) zurückgeführten Reihen
von Lager-Kugeln (42) ein die Lager-Kugeln im Lagerbauteil (46) halternder Käfig (58)
zugeordnet ist, der in dem den Kugellaufbahnen der Kolbenstange (12) gegenüberliegenden
Bereich jeweils einen Schlitz aufweist, durch welchen die Lager-Kugeln (42) nur teilweise
hindurchtreten können, während er im Bereich der Rückführ-Längsnuten (56) jeweils
zur Kolbenstange (12) hin geschlossen ist.
6. Kolben-Zylinder-Einheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lippen-Dichtring
(60) einen kreisförmig begrenzten Außendurchmesser aufweist, der größer als der über
die Stirnflächen der Längskeile der Kolbenstange (12) gemessene Durchmesser ist, und
an dessen Rand eine an der zylindrischen Innenfläche der Aufnahmenut (62) abdichtende
umlaufende elastische Dichtlippe (68) vorgesehen ist, und daß entlang der der Querschnittsform
der Kolbenstange (12) komplementär entsprechend geformten inneren Durchtrittsöffnung
eine weitere ringsum geschlossene und ununterbrochen auf der Außenfläche der Kolbenstange
abdichtende elastische Dichtlippe (70) vorgesehen ist, wobei zwischen den beiden in
gleiche Richtung weisende Dichtlippen (68; 70) ein umlaufender zum Zylinderinnern
hin offener Druckraum (72) gebildet ist, dessen zwischen der äußeren und der inneren
Dichtlippe (68; 70) gemessene radiale Abmessungen in den den Längskeilen (38) der
Kolbenstange zugeordneten Bereichen geringer als in den in Umfangsrichtung dazwischenliegenden
Bereichen sind.
7. Kolben-Zylinder-Einheit nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Lippen-Dichtring
(60′) einen kreisförmig begrenzten Außendurchmesser aufweist, der größer als der Maximal-Durchmesser
der Kolbenstange (12) ist, und an dessen Rand eine an der zylindrischen Innenfläche
der Aufnahmenut (62) abdichtende umlaufende elastische Dichtlippe (68) vorgesehen
ist, und daß entlang der der Querschnittsform der Kolbenstange (12) komplementär entsprechend
geformten inneren Durchtrittsöffnung eine weitere ringsum geschlossen und ununterbrochen
auf der Außenfläche der Kolbenstange abdichtende elastische Dichtlippe (70′) vorgesehen
ist, wobei zwischen den beiden in gleiche Richtung weisenden Dichtlippen (68; 70′)
ein umlaufender, zum Zylinderinnern hin offener Druckraum (72) gebildet ist, dessen
zwischen der äußeren und der inneren Dichtlippe gemessene radiale Abmessungen in den
den Längsnuten (39) der Kolbenstange (12) zugeordneten Bereichen größer als in den
in Umfangsrichtung dazwischenliegenden Bereichen sind.
1. Ensemble à piston et cylindre (10;10′), susceptible d'être sollicité par un fluide
sous pression, comportant une tige de piston (12), qui présente, au moins dans la
zone longitudinale qui traverse le couvercle de cylindre (18) associé, de façon étanche
au moyen d'un joint d'étanchéité empêchant toute sortie de fluide sous pression, une
section transversale qui diffère de la section transversale circulaire et à laquelle
est associée un élément de construction de palier (18), relié au cylindre (20) et
traversé par la tige de piston (12), qui guide la tige de piston (12) dans un déplacement
longitudinal, cette dernière étant formée, dans la zone (36;36") qui traverse le couvercle
de cylindre (18) associé, sur la plus grande partie de la périphérie, de parties de
surface à sections transversales en forme d'arc de cercle de même rayon, interrompues
à intervalles angulaires réguliers par des sections qui forment des pistes de roulement
à billes (40;39) qui s'étendent en direction longitudinale et l'élément de construction
de palier (46) traversé par la tige de piston (12) étant fixé sur le couvercle de
cylindre (18)) et présente, de son côté, des pistes de roulement à billes (44) alignées
par rapport aux pistes de roulement à billes (40,39) longitudinales, et des séries
de billes de palier (42), qui roulent d'une part sur les pistes de roulement à billes
(40;39) de la tige de piston et d'autre part sur les pistes de roulement à billes
(44) de l'élément de construction de palier (46) et sont disposées dans l'espace intermédiaire
existant entre la surface extérieure de la tige de piston (12) et la surface intérieure
de l'élément de construction de palier (46), et où une bague d'étanchéité (60) qui
présente une ouverture de passage correspondante, complémentaire de la forme de section
transversale de la tige de piston (12), est prévue dans le couvercle de cylindre (18),
dans une gorge de réception (62) circulaire qui entoure la tige de piston à distance
radiale, caractérisé en ce que l'élément de construction de palier (46) est disposé
bloqué en rotation sur la face extérieure, éloignée du piston, du couvercle de cylindre
(18), que les pistes de roulement à billes (40;39) sont d'une forme concave à section
transversale en arc de cercle et que la bague d'étanchéité est disposée dans la zone
de liaison entre le couvercle de cylindre (18) et l'élément de construction de palier
(46) et réalisée sous forme d'une bague d'étanchéité à lèvres (60), dont les lèvres
d'étanchéité (68;70;70′) sont orientées vers l'intérieur de l'ensemble à piston et
cylindre (10;10′).
2. Ensemble à piston et cylindre selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tige
de piston (12) est pourvue d'un certain nombre de nervures longitudinales (38), distribuées
à intervalles angulaires réguliers, qui font saillie radialement et s'étendent dans
la direction de la course motrice, pourvues chacune, des deux côtés, dans la zone
de transition vers la section de surface à section transversale en forme d'arc de
cercle, de pistes de roulement à billes (40), et que l'élément de construction de
palier (46) est pourvu de rainures longitudinales, en alignement avec les nervures
longitudinales, dans lesquelles sont réalisées les pistes de roulement à billes (44)
de l'élément de construction de palier.
3. Ensemble à piston et cylindre selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tige
de piston (12) est pourvue d'un certain nombre de rainures longitudinales, distribuées
à intervalles angulaires réguliers, creusées radialement, formant les pistes de roulement
à billes (39), auxquelles sont associées des rainures longitudinales distribuées,
suivant un espacement angulaire correspondant, dans la surface intérieure de l'élément
de construction de palier (46) et formant ses pistes de roulement à billes (44).
4. Ensemble à piston et cylindre selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en
ce que des rainures longitudinales de retour (56) plus profondes, décalées en direction
circonférentielle par rapport aux pistes de roulement à billes sont prévues dans la
surface intérieure de l'élément de construction de palier (46) et reliées, à leurs
deux extrémités, aux extrémités voisines de la piste de roulement à billes (44) chaque
fois associée, de sorte que les billes de palier (42) qui arrivent à une extrémité
de la piste de roulement à billes correspondante ménagée dans l'élément de construction
de palier (46), à l'occasion d'une course effectuée par la tige de piston (12), sont
véhiculées dans les rainures longitudinales de retour (56) lors de la progression
du mouvement de la tige de piston et retournées, par l'intermédiaire de ces dernières,
dans le sens inverse du sens de la course de la tige de piston.
5. Ensemble à piston et cylindre selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'aux séries
de billes de palier (42), qui roulent sur les pistes de roulement à billes (40;44;39)
et aux séries de billes de palier (42), qui sont ramenées dans les rainures longitudinales
de retour (56) est associée une cage (58), qui maintient les billes de palier dans
l'élément de construction de palier (46) et présente, dans chaque zone opposée aux
pistes de roulement à billes de la tige de piston (12) une fente, à travers laquelle
les billes de palier (42) ne peuvent passer que partiellement, tandis qu'elle,est
chaque fois fermée, dans la zone des rainures longitudinales de retour (56), vis-à-vis
de la tige de piston (12).
6. Ensemble à piston et cylindre selon la revendication 2, caractérisé en ce que la bague
d'étanchéité à lèvres (60) présente un diamètre extérieur circulaire réduit, supérieur
au diamètre mesuré sur les surfaces frontales des nervures longitudinales de la tige
de piston (12) et sur son bord étant prévue une lèvre d'étanchéité (68) élastique
circulaire assurant l'étanchéité de la'surface intérieure cylindrique de la gorge
de réception (62), et que, le long de l'ouverture de passage intérieure, à forme correspondante
complémentaire de la forme de la section transversale de la tige de piston (12), est
prévue une autre lèvre d'étanchéité (70) élastique, fermée sur son pourtour et assurant
une étanchéité ininterrompue sur la surface extérieure de la tige de piston, où entre
les deux lèvres d'étanchéité (68,70) tournées dans le même sens, est formée une enceinte
de pression (72) circulaire, ouverte vers l'intérieur du cylindre, dont les dimensions
radiales, mesurées entre les lèvres d'étanchéité extérieure et intérieure (68;70)
sont moindres, dans les zones associées aux nervures longitudinales (38) de la tige
de 'piston, que celles dans les zones intercalaires en direction circonférentielle.
7. Ensemble à piston et cylindre selon la revendication 3, caractérisé en ce que la bague
d'étanchéité à lèvres (60′) présente un diamètre extérieur circulaire réduit, supérieur
au diamètre maximal de la tige de piston (12), et sur son bord étant prévue une lèvre
d'étanchéité (68) élastique circulaire assurant l'étanchéité de la surface intérieure
cylindrique de la gorge de réception (62), et que, le long de l'ouverture de passage
intérieure, à forme correspondante complémentaire de la forme de la section transversale
de la tige de piston (12), est prévue une autre lèvre d'étanchéité (70′) élastique,
fermée sur son pourtour et assurant une étanchéité ininterrompue sur la surface extérieure
de la tige de piston, où entre les deux lèvres d'étanchéité (68,70′) tournées dans
le même sens, est formée une enceinte de pression (72) circulaire, ouverte vers l'intérieur
du cylindre, dont les dimensions radiales, mesurées entre les lèvres d'étanchéité
extérieure et intérieure sont supérieures, dans les zones associées aux gorges longitudinales
(39) de la tige de piston (12), à celles dans les zones intercalaires en direction
circonférentielle.
1. Piston/cylinder unit (10;10′) which may be actuated by a pressure medium including
a piston rod (12), which has a cross-section deviating from the circular at least
in the longitudinal region which passes through the associated cylinder head (18)
and is sealed against the discharge of pressure medium, associated with which cylinder
head is a bearing member (18) which is connected to the cylinder (20) and through
which the piston rod (12) passes and which longitudinally movably guides the piston
rod (12), whereby the piston rod (12) is defined over the major portion of its periphery
in the region (36;36′) passing through the associated cylinder head (18) by circular
section surface portions of the same radius which are interrupted at uniform angular
spacings by portions defining ball races (40;39) extending in the longitudinal direction
and secured to the cylinder head (18) is the bearing member (46), through which the
piston rod (12) passes, and which for its part has ball races (44) aligned with the
longitudinally extending ball races (40,39) and rows of ball bearings (42) are disposed
in the space between the outer surface of the piston rod (12) and the inner surface
of the bearing member (46) running on the ball races (40;39) of the piston rod on
the one hand and the ball races (44) of the bearing member (46) on the other hand,
and whereby a sealing ring (60) with a hole corresponding to the cross-sectional shape
of the piston rod (12) is provided in the cylinder head (18) in a peripheral receiving
groove (62) surrounding the piston rod with a radial clearance, characterised in that
the bearing member (46) is rotationally fixedly arranged on the outer surface of the
cylinder head (18) directed away from the piston, that the ball races (40;39) are
of concave circular shape in cross-section and that the sealing ring is arranged in
the connecting region between the cylinder head (18) and the bearing member (46) and
is constructed as a lip sealing ring (60), whose sealing lips (68;70;70′) are directed
into the interior of the piston/cylinder unit (10;10′).
2. Piston/cylinder unit as claimed in claim 1, characterised in that the piston rod (12)
is provided with a number of longitudinal splines (38) which extend in the direction
of the working stroke and project radially and are offset at uniform angular spacings
and are each provided on both sides with the ball races (40) in the transition region
to the adjacent surface portion of circular cross-section and that the bearing member
(46) is provided with longitudinal grooves which are in alignment with the longitudinal
splines and in which the ball races (44) of the bearing member are constructed.
3. Piston/cylinder unit as claimed in claim 1, characterised in that the piston rod (12)
is provided with a number of longitudinal grooves which constitute the ball races
(39) and are radially recessed and which are offset at uniform angular spacings and
associated with which at a corresponding angular spacing in the inner surface of the
bearing member (46) are longitudinal grooves constituting its ball races (44).
4. Piston/cylinder unit as claimed in one of claims 1 to 3, characterised in that provided
in the inner surface of the bearing member (46) there are deeper longitudinal return
grooves (56) offset from the ball races in the peripheral direction which are connected
at their two ends with the adjacent ends of the respective associated ball race (44)
so that the ball bearings (42) which arrive at one end of the associated ball race
in the bearing member (46) when the piston rod (12) performs a stroke are displaced
into the longitudinal return grooves (56) as the movement of the piston rod continues
and are returned via them against the direction of movement of the piston rod.
5. Piston/cylinder unit as claimed in claim 4, characterised in that associated with
the rows of ball bearings (42), which run on the ball races (40;44;39) and are returned
in the longitudinal return grooves (56), is a cage (58) which retains the ball bearings
in the bearing member (46) and which, in each region opposed to the ball races of
the piston rod (12), has a slot through which the ball bearings (42) can only partially
pass whilst it is closed towards the piston rod (12) in the region of the longitudinal
return grooves (56).
6. Piston/cylinder unit as claimed in claim 2, characterised in that the lip sealing
ring (60) has a circular external diameter which is larger than the diameter measured
over the end faces of the longitudinal splines on the piston rod (12) and on whose
edge a peripheral, elastic sealing lip (68) is provided which seals on the cylindrical
internal surface of the receiving groove (62) and that provided along the inner hole,
which is shaped to correspond to the cross-sectional shape of the piston rod (12)
there is a further elastic sealing lip (70) which is annularly closed and forms an
uninterrupted seal on the outer surface of the piston rod, whereby defined between
the two sealing lips (68;70), which are directed in the same direction, there is a
peripheral pressure space (72) open to the interior of the cylinder whose radial dimensions
measured between the outer and the inner sealing lip (68;70) in the regions associated
with the longitudinal keys (38) on the piston rod are smaller than in the regions
lying therebetween in the peripheral direction.
7. Piston/cylinder unit as claimed in claim 3, characterised in that the lip sealing
ring (60′) has a circular external diameter which is larger than the maximum diameter
of the piston rod (12) and on whose edge there is provided a peripheral elastic sealing
lip (68) forming a seal on the cylindrical internal surface of the receiving groove
(62) and that provided along the inner hole, which is shaped to correspond to the
cross-sectional shape of the piston rod (12) there is a further annularly closed elastic
sealing lip (70′) which forms an uninterrupted seal on the external surface of the
piston rod, whereby defined between the two sealing lips (68;70′), which are directed
in the same direction, there is a peripheral pressure space (72), which is open to
the interior of the cylinder and whose radial dimensions measured between the outer
and the inner sealing lip are larger in the regions associated with the longitudinal
grooves (39) of the piston rod (12) than in the regions lying therebetween in the
peripheral direction.

