| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 346 747 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
06.09.1995 Patentblatt 1995/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.06.1989 |
|
|
| (54) |
Zyklonabscheider
Cyclone separator
Séparateur à cyclone
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE GB NL SE |
| (30) |
Priorität: |
15.06.1988 DE 8807792 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
20.12.1989 Patentblatt 1989/51 |
| (73) |
Patentinhaber: DOZENT DOPPELZYKLON-
ENTSTAUBUNGSANLAGEN GMBH |
|
D-45145 Essen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Schulz, Siegbert, Dr.-Ing.
D-3101 Lachendorf (DE)
- Baukelmann, Georg, Dipl.-Ing.
D-4650 Gelsenkirchen/Bismarck (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Viering, Jentschura & Partner |
|
Postfach 22 14 43 80504 München 80504 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C- 936 488 GB-A- 667 963
|
DE-U- 8 807 792 GB-A- 711 394
|
|
| |
|
|
- SOVIET INVENTIONS ILLUSTRATED, Woche 8847, 11. Januar 1989, Zusammenfassung Nr.88-336217/47,
J01, Derwent Publications Ltd, London, GB & SU-A-1393 486 (GRADUS LYA) 07-05-1988
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Zyklonabscheider gemäß dem einleitenden Teil des Patentanspruchs
1.
[0002] Ein derartiger Zyklonabscheider ist aus der DE-C-936488 bekannt. Die hohle Austragsschleuse
weist hierbei in dem Feststoffsammelbehälter einen sich nach oben verjüngenden Kegelabschnitt
und einen in den Trichterabschnitt des Zyklongehäuses hineinragenden Zylinderabschnitt
auf, wodurch zwischen dem in den Feststoffsammelbehälter mündenden unteren Rand des
Trichterabschnitts und der Austragsschleuse ein ringförmiger Spalt vorliegt.
[0003] Durch die Erfindung wird die Aufgabe gelöst, den Abscheidegrad eines Zyklonabscheiders
eingangs erwähnter Art weiter zu erhöhen und insbesondere dafür zu sorgen, daß an
der Wand des Trichterabschnittes nach unten in den Feststoffsammelbehälter fließende
Feststoffteilchen möglichst nicht wieder aufgewirbelt werden.
[0004] Dies wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale erreicht.
[0005] Die erfindungsgemäße Feststoff-Austragsschleuse wirkt einerseits in dem Trichterabschnitt
als Wirbelbegrenzer und als Leitvorrichtung zum Umlenken der Gasströmung nach oben
und nutzt andererseits den im Kern des im Zyklonbehälter rotierenden Wirbels herrschenden
Unterdruck dazu aus, Gas aus dem Gasraum des Feststoffsammelbehälters in den Abscheideraum
des Zyklonabscheiders zurückzusaugen. Es entsteht im Ringspalt zwischen der Austragsschleuse
und der diese umgebenden Zyklongehäusewand eine hauptsächlich abwärts gerichtete Gasströmung,
von welcher das Abfließen der abgeschiedenen Feststoffsträhnen in den Feststoffsammelbehälter
begünstigt wird und verhindert wird, daß sich in diesem Ringspalt eine nach oben gerichtete,
aus dem Feststoffsammelbehälter herausführende Gegenstromsichtung ausbildet.
[0006] Vorzugsweise ist die Feststoff-Austragsschleuse auch innerhalb des Feststoffsammelbehälters
als Kegel ausgebildet, der sich jedoch nach unten verjüngt. Hierdurch wird der Restdrall
der in den Sammelbehälter eintretenden Gasströmung weiter vermindert, insbesondere
wenn in den Sammelbehälter rings der Feststoff-Austragsschleuse ein Feststoff-Austragskragen
hineinragt, der sich wenigstens in seinem unteren Abschnitt diffusorartig nach unten
erweitert.
[0007] Die Feststoff-Austragsschleuse kann mit Hilfe von Stützstreben an der Wand des Zyklongehäuses
beziehungsweise des Feststoffsammelbehälters abgestützt werden. In einer anderen Ausführungsform
wird die Feststoff-Austragsschleuse über dem Feststoffsammelbehälter von einem Schaufelkranz
mit schräg angestellten Schaufeln getragen. Dieser mit seinen Schaufeln an der umgebenden
Gehäusewand abschließende Schaufelkranz trägt dazu bei, daß sich eine Gegenstromsichtung
durch aus dem Feststoffsammelbehälter durch den Ringspalt zwischen der Austragsschleuse
und der umgebenden Wand ausgebildeten Ringspalt zurückströmendes Gas nicht ausbildet.
[0008] In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Innenraum der Feststoff-Austragsschleuse
über eine Rückführleitung mit dem Zyklon-Einlaufkanal verbunden und ist in die Rückführleitung
ein zum Einlaufkanal förderndes Sauggebläse eingeschaltet. Hierdurch werden feine
Feststoffteilchen, die im Gasstrom durch die Austragsschleuse hindurch mitgeführt
werden, zum Einlaufkanal des Zyklonabscheiders zurückgesaugt und daher einer neuerlichen
Abscheidebehandlung unterworfen. Wenngleich bei dieser Ausführungsform die Feststoff-Austragsschleuse
zum Trichterabschnitt des Zyklongehäuses hin geschlossen sein könnte, wird es bevorzugt,
die Austragsschleuse auch bei dieser Ausführungsform zum Trichterabschnitt hin offen
auszubilden, weil dadurch das Sauggebläse kleiner ausgelegt werden kann.
[0009] Zum Anschließen des Innenraums der Feststoff-Austragsschleuse an die Rückführleitung
werden vorzugsweise die die Austragsschleuse abstützenden Stützelemente ausgenutzt.
Insbesondere kann die Feststoff-Austragsschleuse im Feststoffsammelbehälter auf hohlen
Stützstreben abgestützt sein, die in die Austragsschleuse münden und an denen die
Rückführleitung angeschlossen ist.
[0010] Die Erfindung wird im folgenden anhand dreier Ausführungsformen erläutert, die aus
der Zeichnung jeweils im schematischen Längsschnitt ersichtlich sind.
[0011] Die Ausführungsformen des Zyklonabscheiders weisen jeweils ein Zyklongehäuse mit
einem oberen zylindrischen Gehäuseabschnitt 1 und einem sich daran nach unten anschließenden,
sich nach unten verjüngenden Trichterabschnitt 4 auf, der über ein zylindrisches Feststoff-Austragsrohr
8 in einen Feststoff-Sammelbehälter 5 mündet. Der Feststoffsammelbehälter 5 weist
einen oberen zylindrischen Abschnitt mit einem Durchmesser, der wesentlich größer
als derjenige des Austragsrohrs 8 ist, und einen sich trichterförmig nach unten konisch
verjüngenden Abschnitt auf. In den zylindrischen Gehäuseabschnitt 1 des Zyklonabscheides
mündet oben ein spiralförmiger Einlaufkanal 2 ein und ragt von oben ein Tauchrohr
3 zum Abführen des Reingasstromes hinein.
[0012] In den unteren Teil des Zyklonabscheiders ist eine Feststoff-Austragsschleuse 6 konzentrisch
eingebaut, die nach oben in den Trichterabschnitt 4 und nach unten in den Feststoffsammelbehälter
5 hineinragt. Die Austragsschleuse ist innerhalb des Trichterabschnittes 4 als sich
nach oben verjüngender schlanker Kegel ausgebildet und erstreckt sich bei den gezeigten
Ausführungsformen innerhalb des Trichterabschnittes 4 über etwa zwei Drittel der Länge
des Trichterabschnittes. Die Austragsschleuse 6 ist innerhalb des Austragsrohres 8
zylindrisch und an ihrem in den Feststoffsammelbehälter 5 hineinragenden unteren Ende
als sich nach unten verjüngender Kegel ausgebildet. In Verlängerung des Austragsrohres
8 ragt rings der Austragsschleuse ein Austragskragen 7 nach unten in den Feststoffsammelbehälter
5.
[0013] Wie aus Figur 2 ersichtlich, ist die Feststoff-Austragsschleuse 6 hohl und nach oben
in den Trichterabschnitt 4 sowie nach unten in den Feststoffsammelbehälter 5 hinein
offen.
[0014] Weiter ist bei der Ausführungsform aus Figur 2 die Feststoff-Austragsschleuse 6 auf
schrägen Stützstreben 13 an der Wand des Feststoffsammelbehälters 5 abgestützt. Diese
Stützstreben 13 sind hohl, münden in die Austragsschleuse 6 und sind außen an eine
Rückführleitung 11 angeschlossen, die unter Zwischenschaltung eines Sauggebläses 12
zum Einlaufkanal 2 des Zykonabscheiders zurückgeführt ist. Hierdurch werden im unteren
Teil des Innenraumes der Feststoff-Austragsschleuse 6 Gas und von diesem mitgeführte
feine Feststoffteilchen abgeführt und in den Zykon-Einlaufkanal 2 zurückgeführt.
[0015] Bei der Ausführungsform aus Figur 3 ist die Feststoff-Austragsschleuse mit Hilfe
eines Schaufelkranzes 9 mit schräg angestellten Schaufeln im Austragsrohr 8 befestigt.
Hierdurch wird zusätzlich konstruktiv verhindert, daß sich zwischen der Austragsschleuse
6 und dem Austragsrohr 8 eine nach oben gerichtete, aus dem Feststoffsammelbehälter
herausführende Gegenströmung ausbildet, die zu einer Gegenstromsichtung führen würde.
1. Zyklonabscheider, dessen Zyklongehäuse einen oberen zylindrischen Gehäuseabschnitt
(1), in welchen ein Einlaufkanal (2) mündet, und ein Tauchrohr (3) zum Abführen des
Reingasstromes hineinragt, und einen sich an den zylindrischen Gehäuseabschnitt nach
unten anschließenden konischen Trichterabschnitt (4) aufweist, der nach unten mit
einem Feststoffsammelbehälter (5) in offener Verbindung steht, wobei eine in den gasdichten
Feststoffsammelbehälter (5) hineinragende, konzentrisch zur Zyklonachse angeordnete
hohle Feststoff-Austragsschleuse (6) vorgesehen ist, die in den Trichterabschnitt
(4) hin ein und zu dem Feststoffsammelbehälter (5) hin offen ist, dadurch gekennzeichnet
daß die Feststoff-Austragsschleuse in den Trichter abschnitt (4) hineinragt und innerhalb
des Trichterabschnittes (4) als sich nach oben verjüngender Kegel ausgebildet ist;
und daß zwischen dem Trichterabschnitt (4) und dem Feststoffsammelbehälter (5) ein
zylindrisches Feststoff-Austragsrohr (8) ausgebildet ist, wobei die Feststoff-Ausstragsschleuse
(6) das Austragsrohr in dessen Längsrichtung durchläuft und derjenige Abschnitt der
Feststoff-Austragsschleuse (6), welcher innerhalb des Austragsrohres (8) verläuft,
über wenigstens den größten Teil der Länge des Austragsrohres (8) hin zylindrisch
ist.
2. Zyklonabscheider nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststoff-Austragsschleuse
(6) innerhalb des Feststoffsammelbehälters (5) als sich nach unten verjüngender Kegel
ausgebildet ist.
3. Zyklonabscheider nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Feststoffsammelbehälter
(5) rings der Feststoff-Austragsschleuse (6) ein Feststoff-Austragskragen (7) hineinragt,
der sich wenigstens in seinem unteren Abschnitt diffusorartig erweitert.
4. Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Feststoff-Austragsschleuse (6) über dem Feststoffsammelbehälter (5) von einem Schaufelkranz
(9) mit schräg angestellten Schaufeln getragen wird.
5. Zyklonabscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Innenraum (10) der Feststoff-Austragsschleuse (6) über eine Rückführleitung (11) mit
dem Zyklon-Einlaufkanal (2) verbunden ist und in die Rückführleitung (11) ein zum
Einlaufkanal (2) hin förderndes Sauggebläse (12) eingeschaltet ist.
6. Zyklonabscheider nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststoff-Austragsschleuse
(6) im Feststoffsammelbehälter (5) auf hohlen Stützstreben (13) abgestützt ist, die
in die Austragsschleuse (6) münden und an denen die Rückführleitung (11) angeschlossen
ist.
1. Cyclone separator the cyclone housing of which comprises an upper cylindrical housing
part (1), into which opens an inlet channel (2) and projects an immersion tube (3)
for drawing off the clean gasstream, a tapered funnel part (4) following downwards
to the cylindrical housing part, the funnel part being downwardly in open connection
with a solid collecting tank (5), having a hollow discharge lock (6) for solids projecting
into the gas-tight solid collecting tank and disposed coaxial to the cyclone axis,
the discharge lock being opening into the funnel part (4) and being open towards the
solid collecting tank, characterized in that the discharge lock for solids projects
into the funnel part (4) and is a cone tapering upwards within the funnel part; and
that between the funnel part (4) and the solid collecting tank (5) a cylindrical discharge
tube for solids is formed, wherein the discharge lock for solids passes through the
discharge tube in longitudinal direction thereof and that part of the discharge lock
for solids (6) running within the discharge tube is formed cylindrically at least
along the major part of the length of the discharge tube.
2. Cyclone separator according to claim 1, characterized in that the discharge lock for
solids (6) is formed as a cone tapering upwards within the solid collecting tank (5).
3. Cyclone separator according to claim 1 or 2, characterized in that around the discharge
lock for solids an discharge collar for solids (7) projects into the solid collecting
tank (5), the discharge collar enlarging diffusor-like at least within the bottom
part thereof.
4. Cyclone separator according to one of claims 1 to 3, characterized in that the discharge
lock for solids (6) is supported above the solid collecting tank (5) by a bucket ring
(9) having inclined blades.
5. Cyclone separator according to one of claims 1 to 4, characterized in that the chamber
(10) of the discharge lock (6) for solids is connected to the cyclone inlet channel
(2) through a return passage (11) and that an exhaustor feeding to the inlet channel
(2) is inserted in the return passage (11).
6. Cyclone separator according claim 5, characterized in that the discharge lock (6)
for solids is supported within the solid collecting tank (5) onto hollow supporting
struts (13), which open into the discharge lock (6) and are connected to the return
channel (11).
1. Séparateur à cyclone dont le carter de cyclone présente une partie de carter supérieure
cylindrique (1), dans laquelle débouche un conduit d'entrée (2) et un tube plongeur
(3) pour l'évacuation du courant de gaz propre et une partie de trémie conique se
raccordant vers le bas à la partie de carter cylindrique, partie de trémie qui est
vers le bas en liaison ouverte avec un récipient collecteur de matières solides (5),
un sas de déversement de matières solides (6) creux pénétrant dans le récipient collecteur
de matières solides (5) étant disposé concentriquement à l'axe du séparateur à cyclone,
qui est ouvert dans la partie de trémie (4) et vers le récipient collecteur de matières
solides (5), caractérisé en ce que le sas de déversement de matières solides pénètre
dans la partie de trémie (4) et a à l'intérieur de la partie de trémie (4) une forme
de cône se rétrécissant vers le haut; et en ce qu'un tube de déversement de matières
solides (8) est formé entre la partie de trémie (4) et le récipient collecteur de
matières solides (5), le sas de déversement de matières solides (6) traversant le
tube de déversement dans la direction longitudinale de ce dernier et la partie du
sas de déversement de matières solides (6) qui s'étend à l'intérieur du tube de déversement
(8) étant cylindrique sur au moins la majeure partie de la longueur du tube de déversement
(8).
2. Séparateur à cyclone selon la revendication 1, caractérisé en ce que le sas de déversement
de matières solides (6) a à l'intérieur du récipient collecteur de matières solides
(5) une forme de cône se rétrécissant vers le bas.
3. Séparateur à cyclone selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un col de
déversement de matières solides (7) fait saillie dans le récipient collecteur de matières
solides (5) autour du sas de déversement de matières solides (6), qui s'élargit au
moins dans sa partie inférieure à la manière d'un diffuseur.
4. Séparateur à cyclone selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que le sas de déversement de matières solides (6) est supporté au-dessus du
récipient collecteur de matières solides (5) par une couronne d'aubes (9) à aubes
inclinées.
5. Séparateur à cyclone selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce que le volume intérieur (10) du sas de déversement de matières solides (6) est
relié pat l'intermédiaire d'une conduite de recyclage (11) au conduit d'entrée (2)
de cyclone et en ce qu'un ventilateur extracteur refoulant vers le conduit d'entrée
(2) est monté dans la conduite de recyclage (11).
6. Séparateur à cyclone selon la revendication 5, caractérisé en ce que le sas de déversement
de matières solides (6) est supporté dans le récipient collecteur de matières solides
(5) par des entretoises creuses (13) qui débouchent dans le sas de déversement (6)
et auxquelles est raccordée la conduite de recyclage (11).