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EP 0 346 942 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.08.1992 Patentblatt 1992/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.11.1984 |
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| (54) |
Massagegerät
Massage apparatus
Appareil de massage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
11.11.1983 DE 8332382 U 12.04.1984 DE 8411456 U 04.09.1984 DE 8426025 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.12.1989 Patentblatt 1989/51 |
| (62) |
Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ: |
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84113483.6 / 0142132 |
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Patentinhaber: Schweisfurth, Günter |
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D-57567 Daaden (DE) |
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Erfinder: |
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- Schweisfurth, Günter
D-57567 Daaden (DE)
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| (74) |
Vertreter: Müller, Gerd, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Hemmerich-Müller-Grosse
Pollmeier-Valentin-Gihske
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 313 893 FR-A- 467 542 US-A- 2 549 903
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DE-C- 294 863 FR-A- 1 016 702 US-A- 4 396 028
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Massagegerät zur Rollmassage von Haut- und Reflexzonen
am menschlichen Körper, wobei das Massagegerät auf einer an einem Handgriff sitzenden
Achse frei drehbar gelagerte Massageringe aufweist, die jeweils mit in Umfangsrichtung
gleichmäßig verteilt angeordneten Vorsprüngen versehen sind, von denen jeder aus einer
Nadelspitze besteht.
[0002] Ein Massagegerät dieser Art ist bereits bekannt durch DE-U-83 32 382. Es wird in
Selbstbehandlung zur Rollmassage von Haut- und Reflexzonen benutzt, wobei sich über
die dadurch entstehenden Hautreizungen häufig günstige therapeutische Wirkungen erzielen
lassen, wenn eine gute Flächenmassage an den schmerzenden Körperstellen und/oder den
betreffenden Reflexzonen durchgeführt werden kann.
[0003] Die praktische Erfahrung hat gezeigt, daß sich bei der Benutzung von Massagegeräten
der gattungsgemäßen Art eine akupunkturartige Reizwirkung einstellt, die auf der punktuellen
Massagewirkung der Nadelspitzen beruht, in dem die vorhandenen Nadelspitzen durch
entsprechende Handbewegungen jeweils in vielzahlige Kontakberührung mit den Haut-
und Reflexzonenbereichen gebracht werden.
[0004] Eine zu einem optimalen therapeutischen Effekt führende Massage-Selbstbehandlung
macht bei der Benutzung des gattungsgemäßen Massagegerätes naturgemäß eine große Anzahl
von hin- und hergehenden Handbewegungen erforderlich, wenn es auf eine großflächige
Behandlung der Haut- und/oder Reflexzonen ankommt. Deshalb befaßt sich die Erfindung
mit der Schaffung eines Massagegerätes, mit dessen Hilfe eine Fremdbehandlung durchgeführt
werden kann und welches deshalb eine Auslegung hat, bei der dem Masseur in der Regel
die Behandlung liegender Personen möglich ist und er beim Massieren auf die zu behandelnden
Körperpartien Druck ausüben kann. Dabei kommt es auch darauf an, mit einfachen Mitteln
den Wirkeffekt des bekannten Massagegerätes zu verbessern, und zwar in der Weise,
daß die optimale akupunkturartige Reizwirkung schon mit einer verminderten Anzahl
von Handbewegungen herbeigeführt werden kann.
[0005] Ein Massagegerät, welches diese Zwecke erfüllt, ist nach der Erfindung hauptsächlich
gekennzeichnet durch ein U-förmiges Lagerstück mit in den beiden Flanschen ausgebildeten,
miteinander fluchtenden Lageraugen zur Aufnahme der Achse, wobei jeder Flansch zwischen
zwei benachbarten Massageringen auf der Achse angeordnet ist und wobei der Handgriff
über einen senkrecht auf dem Lagerstücksteg angeordneten Verbindungsbolzen mit dem
Lagerstück verbunden ist.
[0006] Bei einem Massagegerät dieser Art hat es sich auch bewährt, mindestens zwei mit Massageringen
bestückte, parallele Achsen in den Lagerstückflanschen in einer entsprechenden Zahl
von Paaren miteinander fluchtender Lageraugen anzuordnen, wobei der Verbindungsbolzen
gegenüber der Achse des Handgriffs abgewinkelt ist sowie Bolzen und Handgriff einen
stumpfen Winkel von vorzugsweise 120° miteinander bilden.
[0007] Beim Bewegen eines solchermaßen ausgebildeten Massagegerät des über die behandelnden
Körperpartien kommen die Massageringe beider Achsen unmittelbar nacheinander zur Wirkung,
mit der Folge, daß der Therapieeffekt hierdurch noch eine wesentliche Steigerung erfährt.
[0008] Wichtig ist auch, daß die Lagerstückflansche eine Stärke aufweisen, die der Breite
eines Distanzringes entspricht und daß dabei die Nadelspitzen der Massageringe im
wirksamen Umfangsbereich die Außenabmessungen der Lageraugen überragen. Hierdurch
ergibt sich eine konstruktiv besonders einfache Ausgestaltung des Massagegerätes.
[0009] Damit die mit Massageringen bestückten Achsen eine zueinander leicht verschränkte
Lage einnehmen können, um so den optimalen Kontakt mit den zu behandelnden Körperpartien
zu gewährleisten, ist nach der Erfindung auch noch vorgesehen, daß die Achsen in den
Lageraugen mit geringem Spiel gelagert sind.
[0010] Damit unter Benutzung eines erfindungsgemäßen Massagegerätes grundsätzlich auch eine
Selbstbehandlung möglich ist, empfiehlt es sich, den Handgriff durch einen aufsteckbaren
Teil verlängerbar zu gestalten, wobei der aufgesteckte Teil mit dem Handgriff fest
verrastbar ist. Diese Verlängerung erlaubt es dann, in Selbstbehandlung auch schwer
erreichbare Körperpartien, z. B. den Rücken, zu erreichen.
[0011] Die einzige Figur der Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Massagegerätes
in perspektivischer Darstellung.
[0012] Das in der Zeichnungsfigur dargestellte Massagegerät hat zwei parallele Achsen 21,
auf denen Massageringe 22 frei drehbar gelagert sind. Zwischen den Massageringen 22
befinden sich Distanzringe 23, welche die Massageringe 22 auf Abstand halten.
[0013] Die beiden Achsen 21 werden durch ein U-förmiges Lagerstück 24 gehalten, wozu in
den Flanschen 25 desselben (nicht erkennbare) Lageraugen ausgebildet sind, die miteinander
fluchten. Jedes Lageraugenpaar nimmt eine Achse 21 auf, und zwar in der Weise, daß
jeder Flansch 25 zwischen zwei benachbarten Massageringen 22 angeordnet ist.
[0014] Senkrecht auf dem Steg 26 des U-förmigen Lagerstücks 24 ist ein Verbindungsbolzen
27 angeordnet, der in einen Handgriff 28 übergeht. Der Verbindungsbolzen 27 bildet
mit dem Handgriff 28 einen Winkel von 120°.
[0015] Die Massageringe 22 haben einen wesentlich größeren Durchmesser als die Distanzringe
23 und sind an ihrem Umfang mit gleichmäßig verteilt angeordneten kurzen Nadelspitzen
versehen. Bewährt hat es sich, jeden der Massageringe 22 an seinem Umfang mit etwa
20 gleichmäßig verteilt angeordneten Nadelspitzen zu versehen und die Distanzringe
23 so zu bemessen, daß zwischen den Nadelspitzen zweier auf der Achse 21 benachbart
nebeneinander angeordneter Massageringe 22 ein Abstand von etwa 3 mm vorhanden ist.
[0016] Zweckmäßig ist es, die Länge der Achsen 21 so zu bemessen, daß auf Ihnen bspw. 30
bis 40 Massageringe 22 unter Zwischenschaltung von Distanzringen 23 angeordnet werden
können. Der eigentliche Wirkteil des Massagegerätes erhält dadurch eine Längenabmessung,
die die gleichmäßige Behandlung größerer Hautflächen oder Reflexzonenbereiche ermöglicht.
[0017] In Abweichung von dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel kann das
Massagegerät auch mit nur einer Massageringe 22 tragenden Achse 21 oder aber auch
mit mehr als zwei solcher Achsen 21 ausgestattet werden. In jedem Falle haben aber
die die Achsen 21 haltenden Flansche 25 des Lagerstücks 24 eine Stärke, die der Breite
eines Distanzringes 23 entspricht.
1. Massagegerät zur Rollmassage von Haut- und Reflexzonen am menschlichen Körper,
wobei das Massagegerät eine an einem Handgriff (28) sitzende Achse (21) mit frei drehbar
darauf gelagerten Massageringen (22) aufweist, die jeweils mit in Umfangsrichtung
gleichmäßig verteilt angeordneten Vorsprüngen versehen sind, welche aus Nadelspitzen
bestehen,
gekennzeichnet durch,
ein U-förmiges Lagerstück (24) mit in den beiden Flanschen (25) ausgebildeten, miteinander
fluchtenden Lageraugen zur Aufnahme der Achse (21), wobei jeder Flansch (25) auf der
Achse (21) zwischen zwei benachbarten Massageringen (22) angeordnet ist, und wobei
der Handgriff (28) über einen senkrecht auf dem Lagerstücksteg (26) angeordneten Verbindungsbolzen
(27) mit dem Lagerstück (24) verbunden ist.
2. Massagegerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei mit Massageringen (22) bestückte, parallele Achsen (21) in den Lagerstückflanschen
(25) in einer entsprechenden Zahl von Paaren miteinander fluchtender Lageraugen angeordnet
sind, und daß der Verbindungsbolzen (27) gegenüber der Achse des Handgriffs (28) abgewinkelt
ist, wobei Bolzen (27) und Handgriff (28) einen stumpfen Winkel von vorzugsweise 120°
miteinander bilden.
3. Massagegerät nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stärke der Lagerstückflansche (25) der Breite eines Distanzringes (23) entspricht,
und daß die Nadelspitzen der Massageringe (22) im wirksamen Umfangsbereich die Außenabmessungen
der Lageraugen überragen.
4. Massagegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achsen in den Lageraugen mit Spiel gelagert sind.
5. Massagegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Handgriff (28) durch einen aufsteckbaren Teil verlängerbar ist, wobei der
aufsteckbare Teil mit dem Handgriff (28) fest verrastbar ist.
1. A massage device for the rolling massage of skin and reflex zones on the human
body, the massage device comprising a spindle (21) seated on a handle (28) with massage
rings (22) freely pivoted thereon, which are provided with protrusions regularly distributed
in the circumferential direction, which consist of needle points,
characterised by
a U-shaped bearing piece (24) having lugs for receiving the spindle (21), which are
formed in the two flanges (25) and align with one another, each flange (25) being
disposed on the spindle (21) between two adjacent massage rings (22), and the handle
(28) being connected to the bearing piece (24) via a connecting pin (27) disposed
vertically on the cross-piece (26).
2. A massage device according to Claim 1,
characterised in that
two parallel spindles (21) covered with massage rings (22) are disposed in the bearing
piece flanges (25) in a corresponding number of pairs of lugs aligning with one another,
and in that the connecting pin (27) is bent with respect to the axis of the handle
(28), the pin (27) and handle (28) forming an obtuse angle of preferably 120° with
one another.
3. A massage device according to one of Claims 1 and 2,
characterised in that
the height of the bearing piece flanges (25) corresponds to the width of a spacer
ring (23), and in that the needle points of the massage rings (22) project beyond
the external dimensions of the lugs in the effective circumferential region.
4. A massage device according to one of Claims 1 to 3,
characterised in that
the spindles are housed with clearance in the lugs.
5. A massage device according to one of Claims 1 to 4,
characterised in that
the handle (28) can be extended by a detachable part, it being possible to lock the
detachable part securely with the handle (28).
1. Appareil de massage pour le massage par roulage de la peau et de zones de réflexe
du corps humain, ledit appareil de massage comportant un axe (21) agencé à une poignée
(28) et équipé de bagues de massage (22) logées de façon libre en rotation sur ledit
axe, les bagues étant munies de saillies uniformément réparties sur la périphérie
et constituées par des pointes d'aiguilles,
caractérisé par
un élément de palier en forme de U (24) dont les deux brides (25) sont équipées d'oeillets
de logement alignés sur un axe pour l'engagement de l'axe (21), chaque bride (25)
étant agencée sur l'axe (21) entre deux bagues de massage (22) adjacentes et la poignée
(28) étant reliée à l'élément de palier (24) à l'aide d'une broche de liaison (27)
disposée verticalement par rapport à la semelle (26) de l'élément de palier (24).
2. Appareil de massage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
deux axes parallèles (21) équipés de bagues de massage (22) sont agencés dans les
brides de l'élément de palier (25), dans un nombre correspondant de paires d'oeillets
de logement alignés sur un axe, et en ce que la broche de liaison (27) est coudée
à l'extrémité opposée à l'axe de la poignée (28), la broche (27) et la poignée (28)
formant entre eux un angle obtu, de préférence de 120°.
3. Appareil de massage selon l'une des revendications 1 et 2,
caractérisé en ce que
l'épaisseur des brides (25) de l'élément de palier correspond à celle d'une bague
d'entretoisement (23) et en ce que les pointes d'aiguilles des bagues de massage (22)
font saillie, dans la partie active de la périphérie, sur les dimensions extérieures
des oeillets de logement.
4. Appareil de massage selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
les axes sont logés dans les oeillets de logement moyennant un jeu.
5. Appareil de massage selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
la poignée (28) est prolongeable à l'aide d'une pièce adaptable destinée à être assemblée
de façon rigide par encliquetage avec la poignée (28).
