[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines Vakuums in Hohlkörpern gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Für viele technische Anwendungen ist die Evakuierung von Hohlräumen erforderlich,
beispielsweise bei elektrischen Röhren, in Flüssiggasrohrleitungen und bei sogenannten
Vakuum-Isolationen. Die in dem zu evakuierenden Hohlraum vorhandene Gasatmosphäre
wird mit Hilfe einer Vakuumpumpe, die je nach geforderter Höhe des anzulegenden Vakuums
nach unterschiedlichen Funktionsprinzipien arbeitet, (z.B. Flüssigkeitsstrahlpumpe,
Kolbenpumpe, Kreiselpumpe) abgesaugt. Die erforderliche Pumpzeit hängt nicht nur von
der Leistungsfähigkeit und dem Volumen des Evakuierungsraums ab, sondern wird auch
stark durch die Geometrie des Evakuierungsraumes beeinflußt und nimmt überproportional
zu, je niedriger die Druckstufe des zu erreichenden Vakuums liegt. Um während der
Evakuierung auf die an den Innenwandungen oder an Feststoffen, die in den Evakuierungsraum
eingefüllt wurden (z.B. Wärmeisolationsstoffe), anhaftenden molekularen Wasserschichten
oder Gasschichten mit zu entfernen, ist es üblich, den jeweiligen Hohlkörper während
der Evakuierung auf Temperaturen von z.B. 300°C aufzuheizen.
[0003] Es ist weiterhin bekannt, zur längerfristigen sicheren Aufrechterhaltung eines Hochvakuums
(über mehrere Jahre) sogenannte Gettermaterialien in den evakuierten Hohlraum einzubringen.
Diese Gettermaterialien sind Feststoffe und haben die Eigenschaft, Gase, die nachträglich
in dem Evakuierungsraum freigesetzt werden oder von außen in diesen eindringen, zu
absorbieren. Ein bekanntes Mittel für diesen Zweck ist Aktivkohle. Aus der DE-PS 34
36 754 ist es darüberhinaus bekannt, Metallhydride auf der Basis Ti-V-Fe-Al-Cr-Mn
als Gettermaterial zur Aufrechterhaltung eines Vakuums im Vakuummantel von thermischen
Isolierbehältern zu verwenden.
[0004] DE-A-31 39 368 offenbart ebenfalls ein derartiges Gettermaterial, legt aber nur dessen
Verwendung als Wärmespeicher nahe.
[0005] Die Erzeugung des Vakuums erfolgt dabei durch Abpumpen. Die in den Evakuierungsraum
eingebrachte Menge an Metallhydrid beträgt 2 - 4 g/dm³ Vakuumraum.
[0006] Um die hervorragenden Wärmeisolationseigenschaften einer Vakuumisolierung zu erhalten,
ist die Gewährleistung eines Hochvakuums in der Größenordnung von mindestens 10⁻³
bis 10⁻⁴ mbar erforderlich. Die Wände eines entsprechenden Isoliermantels sind in
der Regel aus metallischen Werkstoffen, insbesondere aus Edelstahl gefertigt. Um eine
gegenseitige Abstützung der inneren und der äußeren Wand des Isoliermantels aufeinander
zu ermöglichen und um die Wärmeverluste durch Strahlung zu minimieren, wird der Hohlraum
vielfach mit porösen (z.B. Kieselgur) oder fasrigen Isolationsstoffen (z.B. Glasfasern)
ausgefüllt. Damit wird zwar das Volumen des aus dem Hohlraum bei der Evakuierung zu
entfernenden Gase vermindert, die Pumpzeiten zur Erzielung eines gleich guten Vakuums
erhöhen sich jedoch gegenüber der Zeit für einen entsprechenden leeren Vakuumraum
wegen der Vielzahl der durch das Wärmeisolationsmaterial gebildeten kleinsten Hohlräume
(z.B. Poren) außerordentlich. Während z.B. für einen "leeren" Vakuumraum eine Pumpzeit
von 30 - 60 min für ein Vakuum von 10⁻³ mbar benötigt wurde, belief sich die Pumpzeit
für den entsprechenden "verfüllten" Vakuumraum auf etwa 12 Std. Damit sind jedoch
Größenordnungen erreicht, die einer Fertigung entsprechender Wärmeisolierelemente
in großen Serien und erst recht einer Massenfertigung hindernd im Wege stehen.
[0007] Aus der DE-OS 15 39 126 ist ein Verfahren zum Evakuieren von elektrischen Vakuum-Entladungsgeräten
bekannt, bei dem die Entfernung der Gasatmosphäre aus dem Evakuierungsraum ohne ein
Abpumpen stattfindet. Hierzu wird das Gehäuse des zu evakuierenden Gerätes in einen
Wasserstoffofen eingesetzt und bei 450 - 500 °C ausgeheizt unter ständiger Durchspülung
mit Wasserstoff, so daß sämtliche Fremdgase und anhaftenden Verunreinigungen, die
infolge der Temperatureinwirkung in Gase zerfallen, entfernt werden.
[0008] In das Gehäuse wird vor Beginn der Ausheizung eine evakuierte Kapsel eingesetzt,
die weitgehend mit Titan-Pulver gefüllt ist. Nach ausreichender Wasserstoffspülung
werden die im Gehäuse vorhandenen Spülöffnunen gasdicht verschlossen, und das Gehäuse
wird abgekühlt. Danach wird durch eine von außen zu betätigende Vorrichtung die Kapsel
mit dem Titan angestochen, so daß der im Gehäuse enthaltene Wasserstoff Zutritt zum
Titan-Pulver erhält. Wegen seiner hydridbildenden Eigenschaft nimmt das Titan den
gasförmigen Wasserstoff begierig auf, so daß im Inneren des Gehäuses ein Vakuum entsteht.
Dieses Verfahren ist wegen der Verwendung einer Kapsel für den hermitischen Einschluß
des Hydridbildners Titan und wegen des erforderlichen Anstechmechanismus sowie wegen
der Notwendigkeit eines Spezialofens mit Wasserstoffatmosphäre sehr umständlich und
auch gefährlich (Explosionsgefahr) und daher für eine Großserienfertigung wenig geeignet.
[0009] Für die Vorbereitung der Kapsel wird in der DE-OS 15 39 126 ein ähnliches Verfahren
beschrieben, bei dem ebenfalls ein Wasserstoffofen zum Einsatz kommt. In die mit einer
Reihe von Öffnungen für den Gasdurchtritt versehene Kapsel wird auf einem siebartigen
Zwischenboden eine Menge pulverförmigen Titanhydrids eingebracht, die das Volumen
der Kapsel etwa zur Hälfte ausfüllt. Die Kapsel wird dann in den wasserstoffdurchspülten
Ofen eingesetzt und bis auf über 700 °C erwärmt, so daß der im Titanhydrid gebundene
Wasserstoff praktisch vollständig freigesetzt wird. Zusammen mit dem Wasserstoff der
Ofenatmosphäre bewirkt der freigesetzte Wasserstoff eine gründliche Durchspülung des
Inneren der Kapsel und die Verdrängung sämtlicher Fremdgasbestandteile. Eine weitere
Temperaturerhöhung bis auf etwa 1000 °C führt dazu, daß in unmittelbarer Nähe der
Spülöffnungen angebrachte Hartlotscheiben aufschmelzen, so daß nach Abkühlung der
Kapsel sämtliche Spülöffnungen gasdicht verschlossen sind.
[0010] Die eingeschlossene Wasserstoffatmosphäre wird von dem Titanpulver begierig aufgenommen,
so daß ein Vakuum entsteht. Dieses Vakuum hat jedoch im Hinblick auf die spätere Verwendung
der Kapsel zur Evakuierung elektrischer Geräte keine unmittelbare Funktion, sondern
dient lediglich zur Konservierung der Sorptionskapazität des Titanpulvers. Es handelt
sich dabei also lediglich um ein "Hilfsvakuum" und nicht um das eigentlich zu erzeugende
"Nutzvakuum" in einem vergleichsweise sehr viel voluminöseren Hohlkörper. Wegen der
erforderlichen hohen Ausheiztemperaturen kommt auch dieses Verfahren für die meisten
Anwendungsfälle zur Evakuierung größerer Hohlräume nicht in Betracht, da die Werkstoffe
der Hohlraumwände bei derartigen Temperaturen ihre Eigenschaften vielfach in unzulässiger
Weise verändern würden.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren anzugeben, mit dem auf möglichst
einfache und kostengünstige Weise eine schnelle Evakuierung von Hohlräumen ermöglicht
wird; insbesondere soll das Verfahren zur schnellen Erzeugung eines Hochvakuums auch
in "verfüllten" Evakuierungsräumen geeignet sein und nicht zu Beeinträchtigungen von
Werkstoffeigenschaften infolge zu hoher Erwärmung führen.
[0012] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2 - 7
angegeben.
[0013] Der Grundgedanke der Erfindung ist darin zu sehen, daß das als Gettermaterial bereits
bekannte Metallhydrid über seine Funktion der Aufrechterhaltung eines Vakuums hinaus
auch bereits zur Erzeugung dieses Vakuums benutzt wird. Zu diesem Zweck ist es erforderlich,
das Metallhydrid in vergleichsweise größerer Menge in den Evakuierungsraum einzubringen.
[0014] Die Menge ist aber so begrenzt, daß max. 5 %, vorzugsweise weniger als 3 %, des ursprünglichen
Evakuierungsvolumens davon ausgefüllt werden. Das mit Wasserstoff beladene Metallhydrid
setzt während der Ausheizung des Evakuierungsraumes Wasserstoffgas in solchen Mengen
(bei Normaldruck mindestens das 3 bis 10-Fache des Evakuierungsvolumens) frei, daß
eine Spülung des Evakuierungsraumes bewirkt wird, d.h. die ursprünglich vorhandene
Gasatmosphäre wird durch das freigesetzte Wasserstoffgas vollständig verdrängt. Je
besser die Vorbehandlung des Evakuierungsraumes und der ggf. in diesen eingebrachten
Füllstoffe (z.B. Wärmeisolator) im Hinblick auf die Entfernung von Verunreinigungen
ist, um so geringere Hydridmaterialmengen sind erforderlich. Bei der Spülung wirken
sich mehrere Eigenschaften des Wasserstoffgases sehr positiv aus:
- Aufgrund seiner Molekülgröße kann das Wasserstoffgas sehr schnell in die vorhandenen
kleinsten Hohlräume eines Wärmeisolationsstoffes eindringen und andere Gase verdrängen.
- Aufgrund seines geringen spezifischen Gewichtes ergibt sich ein gezielter Verdrängungseffekt
bei unten angelegten Auslaßöffnungen, weil die vorhandenen anderen Gase spezifisch
schwerer sind und nach unten ausströmen können.
- Aufgrund seiner reduzierenden Wirkung ergibt sich eine leichtere Entfernung von Oberflächenadsorptions-
und auch bestimmter Absorptionsschichten im Evakuierungsraum.
[0015] Die Ausheizung des Evakuierungsraums wird erfindungsgemäß auf 400 bis max. 500 °C
beschränkt, so daß keine Werkstoffbeeinträchtigungen zu befürchten sind. Sie wird
dabei vorteilhaft so geführt, daß zumindest das Metallhydrid (ggf. durch eine separate
Beheizung) in der Schlußphase besonders stark erwärmt wird. In jedem Fall sollte das
gespeicherte Wasserstoffgas aus dem Metallhydrid weitgehend freigesetzt werden.
[0016] Dadurch wird nach dem Verschließen des Evakuierungsraumes ein besonders gutes Absorptionsvermögen
erreicht. Das Vakuum stellt sich in dem Evakuierungsraum dadurch ein, daß bei Abkühlung
des dehydrierten Hydridbildners die noch vorhandene Wasserstoffgasatmosphäre vollständig
wieder aufgenommen wird. Damit sein Entladedruck bei den maximalen Betriebstemperaturen,
denen der Evakuierungsraum später ausgesetzt wird, auf jeden Fall unter der Druckstufe
des geforderten Vakuums liegt, muß das eingesetzte Metallhydrid eine entsprechende
Speichercharakteristik (Druck-Temperatur-Verlauf) aufweisen und wird in der Ausheizphase
auf eine entsprechend vorgegebene hohe Temperatur gebracht. Zweckmäßiger Weise sollte
die Legierung für das Metallhydrid so ausgewählt werden, daß es erst bei einer Temperatur,
die mindestens etwa 200 - 300 K oberhalb der normalen späteren Betriebstemperatur
des Hohlkörpers liegt, zu einer weitestgehenden Freisetzung des gespeicherten Wasserstoffs
kommt.
[0017] Es ist selbstverständlich möglich, einen Teil der zu leistenden Evakuierungsarbeit
in bekannter Weise durch Abpumpen zu leisten und somit eine Kombination des erfindungsgemäßen
Verfahrens mit dem Verfahren nach dem Stand der Technik anzuwenden. In diesem Fall
wird das Abpumpen in die Endphase des Ausheizvorganges gelegt. Dadurch lassen sich
Evakuierungen auf dauerhaft sehr geringe Druckstufen erreichen.
[0018] Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich mit besonderem Vorteil auf die Evakuierung
von Hohlräumen anwenden läßt, die mit porösen oder fasrigen Materialien verfüllt sind
(z.B. Vakuum-Super-Isolierungen) oder die eine ausgedehnte und verzweigte Raumstruktur
(z.B. verzweigtes Rohrleitungssystem) aufweisen. In letzterem Fall wird in jedes Teilsystem
des Gesamtsystems eine entsprechend bemessene Menge des Hydridmaterials eingebracht
und zur Verdrängung der vorhandenen Gasatmosphäre benutzt.
[0019] Im folgenden wird das Verfahren anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0020] In der Figur wird ein Wärmeisolationsbehälter 1 (ohne Deckel) im axialen Längsschnitt
gezeigt, der einen inneren Edelstahlmantel 2 und einen äußeren Edelstahlmantel 3 aufweist.
Der zwischen den beiden Mänteln 2, 3 gebildete Hohlraum 4 ist mit einer Füllung aus
Glasfasermaterial 5 versehen. Dieses stützt den Innenmantel 2 gegenüber dem Außenmantel
3 ab und bewirkt eine Verminderung der Strahlungsverluste. Damit der Behälter 1 den
hohen Wert einer Vakuum-Super-Isolierung erreicht, muß der Druck im Hohlraum 4 auf
einen Wert unter 10⁻³ mbar abgesenkt werden. In den Außenmantel 3 ist ein Gasauslaßstutzen
6 eingesetzt. An Stellen, die von dem Auslaßstutzen 6 möglichst weit entfernt sind,
ist eine Menge von 20 bis 30 g Metallhydrid 7 je dm³ des Hohlraumes 4 eingebracht
worden. Das Metallhydrid 7 wird so ausgewählt, daß seine Wasserstoff-Beladung bezogen
auf die Speichermasse bei Raumtemperatur und normalem Umgebungsdruck im Bereich 2
bis 3 Gewichts-% liegt. Zur Anlegung des Vakuums wird der Behälter 1 z.B. in einem
normalen Wärmeofen auf über 200°C, möglichst bis auf etwa 450 bis 500°C aufgeheizt.
Mit zunehmender Erwärmung des Metallhydrids 7 wird Wasserstoffgas im Hohlraum 4 freigesetzt,
dringt bis in die feinsten Hohlräume der Glasfaserfüllung 5 ein und verdrängt z.B.
gegen den normalen Umgebungsdruck die spezifisch schwerere ursprüngliche Gasatmosphäre
praktisch vollständig über den unten liegenden Auslaßstutzen 6. Dabei bewirkt das
in der Anfangsphase mit relativ hohem Druck freigesetzte Wasserstoffgas, dessen Gesamtmenge
(bei Normaldruck) etwa das 10-Fache des Volumens des Hohlraumes 4 beträgt, ohnehin
eine intensive Durchspülung des Hohlraumes 4. Um eine weitestgehende Entladung (z.B.
auf über 95 %) des Metallhydrids zu bewirken, ist es zweckmäßig, in der Schlußphase
der Aufheizung durch eine örtlich konzentrierte Wärmezufuhr die Temperatur des Metallhydrids
7 bis auf 500°C anzuheben.
[0021] Unter Umständen kann diese Temperaturerhöhung sogar auf über 500 °C liegen, ohne
die Wandungen des Hohlkörpers ebenfalls so stark zu erwärmen, wenn für die örtliche
Beheizung z.B. eine elektrische Widerstandserwärmung unmittelbar am Metallhydrid vorgenommen
wird.
[0022] Sobald der Gasdurchfluß im Auslaßstutzen 6 auf einen vorgegebenen Minimalwert abgesunken
ist, wird dessen Öffnung gasdicht verschlossen und der Behälter 1 abgekühlt. Mit zunehmender
Erkaltung des Metallhydrids 7 absorbiert dieses das in dem Hohlraum 4 vorhandene Wasserstoffgas.
Bei einer Temperatur des Metallhydrids 7 von 200°C, die z.B. der späteren maximalen
Einsatztemperatur des Behälters 1 entspricht, beträgt der Wasserstoff-Entladedruck
des Metallhydrids 7 und damit das erzielte Vakuum weniger als 10⁻⁴ mbar. Bei Raumtemperatur
wird sogar ein Wert von unter 10⁻⁵ mbar erreicht. Dieses Vakuum läßt sich zusätzlich
noch dadurch verbessern, daß über die Wasserstoffgasspülung hinaus noch eine abschließende
Reduzierung der Wasserstoffgasmenge mittels Vakuumpumpe durchgeführt wird. Die auf
diese Weise erzielbaren Vakuumstufen (bei Raumtemperatur) liegen bei 10⁻⁸ bis 10⁻⁹
mbar.
1. Verfahren zur Erzeugung eines Vakuums in einem Hohlkörper, insbesondere einem Hohlkörper
aus Stahl, der mit mindestens einer Auslaßöffnung für die im Hohlkörper befindliche
Gasatmosphäre versehen ist, wobei in das Innere des Hohlkörpers ein Metallhydrid eingebracht
und der Hohlkörper erhitzt wird, wobei darüberhinaus zumindest das Metallhydrid auf
eine Temperatur gebracht wird, bei der eine weitgehende Freisetzung des darin gespeicherten
Wasserstoffgases erfolgt und wobei die ursprünglich vorhandene Gasatmosphäre durch
das Wasserstoffgas über die Auslaßöffnung bzw. -öffnungen ausgespült, der Hohlkörper
nach Verschließen der Auslaßöffnung oder -öffnungen abgekühlt und die vorhandene Wasserstoffatmosphäre
von dem hybridbildenden Metall sorbiert wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Metallhydrid eine mit Wasserstoff hoch beladene Hydridbildnerlegierung gemäß
folgender Formel verwendet wird:
Ti
(V1-a-b Fea Alb)xCry Mnz








daß die Menge des eingebrachten Metallhydrids so bemessen ist, daß sie bezogen auf
das Evakuierungsvolumen mindestens 3 g/dm³ beträgt und weniger als 5 % des ursprünglichen
Evakuierungsvolumens ausfüllt, und daß die Erwärmung des Hohlkörpers auf maximal 500
°C beschränkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Metallhydrid verwendet wird, dessen weitestgehende Entladung gegen den Umgebungsdruck
bei einer Temperatur eintritt, die mindestens etwa 200 - 300 K oberhalb der normalen
Betriebstemperatur des Hohlkörpers liegt.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Metallhydrid innerhalb des Hohlkörpers an einer oder mehreren von der/den
Auslaßöffnungen möglichst weit entfernten Stellen eingebracht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Metallhydrid gegen Ende der Spülphase separat auf eine gegenüber der vorherigen
Entladetemperatur erhöhte Temperatur aufgeheizt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest nach Erwärmung des Metallhydrids ein Teil der in dem Hohlkörper enthaltenen
Gasatmosphäre in bekannter Weise mittels Vakuumpumpe abgesaugt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlkörper während der Spülphase in einer Lage gehalten wird, bei der sich
der/die Auslaßöffnungen bezüglich der übrigen Teile des Hohlkörpers auf einem möglichst
niedrigen Lageniveau befinden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die eingebrachte Menge des Metallhydrids soweit beschränkt wird, daß es weniger
als 3 % des ursprünglichen Evakuierungsvolumens ausfüllt.
1. Method for producing a vacuum in a hollow body, in particular a hollow body of steel,
which is provided with at least one outlet opening for the gaseous atmosphere in the
hollow body, a metal hydride being introduced into the interior of the hollow body,
the hollow body being heated, at least the metal hydride being brought to a temperature
at which the hydrogen gas stored therein is largely released, the gaseous atmosphere
originally present being flushed out by the hydrogen gas via the outlet opening or
openings, the hollow body being cooled following the closure of the outlet opening
or openings and the hydrogen atmosphere which is present being sorbed by the hydride-forming
metal, characterised in that a hydride-forming alloy, which is highly charged with
hydrogen, according to the following formula is used as the metal hydride:
Ti
(V1-a-b Fea Alb)xCry Mnz








that the quantity of metal hydride which is introduced is calculated such that, related
to the evacuation volume, it amounts to at least 3 g/dm³ and fills less than 5% of
the original evacuation volume, and that the hollow body is heated to a maximum of
500°C.
2. Method according to claim 1, characterised in that a metal hydride is used whose discharge
against the ambient pressure is greatest at a temperature which lies at least approximately
200 - 300 K above the normal operating temperature of the hollow body.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the metal hydride inside the
hollow body is introduced at one or more point(s) which is/are as far as possible
from the outlet opening(s).
4. Method according to one of claims 1 - 3, characterised in that the metal hydride is
separately heated to a temperature which is higher than the previous discharge temperature
towards the end of the flushing phase.
5. Method according to one of claims 1 - 4, characterised in that some of the gaseous
atmosphere contained in the hollow body is exhausted in a known manner by means of
a vacuum pump at least after the metal hydride has been heated.
6. Method according to one of claims 1 - 5, characterised in that during the flushing
phase the hollow body is held in a position in which the outlet opening(s) is/are
at the lowest possible level with respect to the other parts of the hollow body.
7. Method according to one of claims 1 - 6, characterised in that the quantity of metal
hydride which is introduced is limited to an extent such that it fills less than 3%
of the original evacuation volume.
1. Procédé pour créer un vide dans un corps creux, en particulier un corps creux en acier,
qui est muni d'au moins une ouverture de sortie pour l'atmosphère de gaz se trouvant
dans le corps creux, un hydrure métallique étant introduit à l'intérieur du corps
creux et le corps creux étant chauffé, et au moins l'hydrure métallique étant amené
à une température, pour laquelle une libération importante de gaz hydrogène qui y
est stocké est obtenue et l'atmosphère de gaz présente initialement étant expulsée
par l'hydrogène à travers l'ouverture ou les ouvertures de sortie, le corps creux
étant refroidi après la fermeture de l'ouverture ou des ouvertures de sortie, et l'atmosphère
d'hydrogène présente étant absorbée par le métal formant de l'hydrure, caractérisé
en ce qu'on utilise, comme hydrure métallique, un alliage formant de l'hydrure, fortement
chargé d'hydrogène, défini par la formule suivante :
Ti
(V1-a-bFeaAlb)xCry Mnz








en ce que la quantité d'hydrure métallique introduite est mesurée, de sorte que,
rapportée au volume de vide, elle représente au moins 3g/dm³ et remplit moins de 5
% du volume de vide initial, et en ce que l'échauffement du corps creux est limité
au maximum à 500°C.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'on utilise un hydrure métallique dont la décharge la plus importante
contre la pression environnante se produit pour une température qui se trouve au moins
à environ 200-300° K au-dessus de la température de fonctionnement normale du corps
creux.
3. Procédé selon une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'hydrure métallique est rapporté, à l'intérieur du corps creux,
en un ou plusieurs endroits les plus éloignés possible de l'ouverture ou des ouvertures
de sortie.
4. Procédé selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que l'hydrure métallique est chauffé séparément, vers la fin de
la phase d'expulsion, à une température plus élevée que la température de décharge
précédente.
5. Procédé selon une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que, au moins après l'échauffement de l'hydrure métallique, une
partie de l'atmosphère de gaz contenue dans le corps creux est aspirée, de façon connue,
par une pompe à vide.
6. Procédé selon une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que, pendant la phase d'expulsion, le corps creux est maintenu dans
une position, dans laquelle l'ouverture ou les ouvertures de sortie se trouvent à
un niveau le plus possible bas par rapport aux autres éléments du corps creux.
7. Procédé selon une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que la quantité d'hydrure métallique introduite est limitée, de
manière à remplir moins de 3 % du volume de vide initial.