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(11) |
EP 0 347 764 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.06.1996 Patentblatt 1996/23 |
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Anmeldetag: 16.06.1989 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: G01L 3/00 |
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Einrichtung zum Messen des Drehmomentes einer durch einen Stellantrieb bewegbaren
Armatur
Device for measuring the torque of an armature movable by an actuator
Dispositif pour mesurer le moment de torsion d'une armature mobile par un vérin
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE ES FR GB LI NL SE |
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Priorität: |
21.06.1988 DE 3820838
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.12.1989 Patentblatt 1989/52 |
| (60) |
Teilanmeldung: |
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92118593.0 / 0536806 |
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Patentinhaber: ABB Reaktor GmbH |
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D-68167 Mannheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Stöhr, Hans
D-6800 Mannheim (DE)
- Mehr, Lothar
D-6840 Lampertheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Rupprecht, Klaus, Dipl.-Ing. et al |
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c/o ABB Patent GmbH,
Postfach 10 03 51 68128 Mannheim 68128 Mannheim (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 463 145 DE-A- 2 340 582
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DE-A- 2 039 274 DE-A- 3 528 364
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- ABB Reaktor Prüfbericht GBRA021921 "Drehmomentmessung an Armaturen",ABB Reaktor GmbH
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Messen des Drehmomentes einer durch einen
Stellantrieb bewegbaren Spindel einer Armatur unter Verwendung wenigstens eines Dehnungsmeßstreifens.
[0002] Zur Messung von Drehmomenten an Armaturen werden bisher Meßeinrichtungen verwendet,
welche die zu übertragende Kraft mit Hilfe von Wägezellen messen, die mit Dehnungsmeßstreifen
bestückt sind. Der konstruktive Aufbau und die daraus resultierende Baugröße ist nicht
geeignet, diese Meßeinrichtung zwischen Armatur und Stellantrieb bzw. Elektromotor
des Stellantriebes permanant zu belassen, so daß diese Meßeinrichtungen nur zu periodischen
Messungen einsetzbar sind.
[0003] Ferner ist aus der DE-PS 22 50 141 und der DE-AS 12 21 517 eine drehmomentabhängige
Abschaltung zum Schutz der Armatur vor Überlast bekannt. Dabei ist die Schneckenwelle
des Stellantriebes als Verschiebeschnecke ausgebildet, die über Spannfedern mittig
zum Schneckenrad gehalten ist. Tritt an der Antriebswelle ein Lastmoment auf, das
größer ist als das durch die Vorspannung der Federn eingestellte Moment, drückt die
Umfangskraft am Schneckenrad die Schneckenwelle aus ihrer Mittellage und betätigt
über ein Hebelsystem den dazugehörigen Drehmomenttaster, der den Motor elektrisch
abschaltet. Eine solche mechanische Steuereinheit ist aufwendig und wegen der Vielzahl
mechanischer Übertragungselemente störanfällig.
[0004] In der DE-OS 35 28 364 wird ein Reaktionsdrehmomentaufnehmer beschrieben, der vorwiegend
zum Anziehen von Schrauben verwendet wird. Er besteht aus zwei über ein Torosionsrohr
miteinander verbundenen Flanschen.
[0005] Weiterhin ist aus der CH-PS 463 145 eine Anordnung aus koaxialen Nabenelemente bekannt,
die eine Umlenkung des Kraftflusses zu einem Kettentrieb ermöglichen. Eine der Naben
ist als Meßnabe ausgebildet.
[0006] Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Einrichtung der eingangs genannten Art
anzugeben, die permanent eingebaut ist und während einer Verstellbewegung der Armaturenspindel
eine kontinuierliche Drehmomentmessung erlaubt.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß das Gehäuse des Stellantriebes
und das Gehäuse der Armatur über eine in ihrem zylindrischen Teil als Torsionsrohr
wirkende an sich bekannte Flanschbuchse miteinander zu einer stationären Baueinheit
verbunden sind, daß eine durch eine Freidrehung geschwächte Wand des Torsionsrohres
den Dehnungsmeßstreifen trägt, daß die Flanschbuchse von der Armaturenspindel durchsetzt
ist, und daß in einem Ringraum zwischen der Flanschbuchse und der Armaturenspindel
ein Adapter zur Übertragung der Antriebskräfte zwischen dem Stellantrieb und einer
die Armaturenspindel in axialer Richtung verstellenden Gewindehülse angeordnet ist,
wobei während einer Verstellbewegung der Armaturenspindel die stationär angeordnete
Flanschbuchse einen über den Dehnungsmeßstreifen gemessenen, in form eines Torsionsmomentes
auftretenden Drehmoment, ausgesetzt ist, das der Reaktionskraft zum Kraftfluß zwischen
Stellantrieb (3), Adapter (16) und Gewindehülse (18) entspricht.
[0008] Während der Kraftfluß über einen Adapter vom Stellantrieb zu einer die Armaturenspindel
verstellenden Gewindebuchse gelangt, wird die zwischen Stellantrieb und Armatur stationär
angeordnete Flanschbuchse einem Torsionsmoment ausgesetzt, das über einen Dehnungsmeßstreifen
gemessen wird. Durch die kontinuerliche Messung des Drehmomentes können mechanische
Veränderungen in der Baueinheit Stellantrieb/Armatur durch den Vergleich von sich
ändernden Drehmomentkurven bei gleichen Betriebszuständen frühzeitig erkannt werden.
Eine vorbeugende Instandhaltung ist dadurch möglich, bevor der unvorhergesehene Ausfall
große Schäden an einer technischen Anlage hervorrufen kann. Die Drehmomentmeßwerte
werden unmittelbar zur Ansteuerung des Elektromotors des Stellantriebes verwendet,
so daß ein aufwendiger mechanischer Drehmomentbegrenzer nicht erforderlich ist. Die
Einrichtung läßt sich ferner zum Steuern von Verfahrensabläufen bei veränderlichen
Betriebsparametern einsetzen. So kann beispielsweise bei einer Durchflußregelarmatur
ein sich änderndes Drehmoment auf eine Viskositäts- oder Durchflußänderung hinweisen.
[0009] Anhand von einem Ausführungsbeispiel und den Figuren 1 und 2 werden die erfindungsgemäßen
Einrichtungen beschrieben.
[0010] Dabei zeigt die
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch einen Teilbereich von Stellantrieb und Armatur mit der dieselben
verbindenden Flanschbuchse,
- Figur 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II der Figur 1.
[0011] Die Figur 1 zeigt eine Flanschbuchse 1, die mit einem Gehäuse 2 eines nicht näher
dargestellten Stellantriebes 3 und einem Gehäuse 4 einer ebenfalls nicht weiter dargestellten
Armatur 5 zu einer stationären Baueinheit verbunden ist. Dazu ist der untere Flansch
6 mit Gewindebohrungen 7 zur Aufnahme von je einer das Gehäuse 4 und einen ihm zugeordneten
Ring 8 durchsetzenden, mit neun, angedeuteten, Schraube versehen. Der obere Flansch
10 weist Druchgangsbohrungen 11 zur Aufnahme von mit 12 angedeuteten Schrauben auf,
die in nicht dargestellte Gewindebohrungen des Gehäuses 2 eingreifen.
[0012] Zur Übertragung der Antriebskraft des Stellantriebes 3 greift dessen über ein Kugellager
13 am Gehäuse 2 abgestützte Zentralantriebssäule 14 über eine Nut-/Federverbindung
15 in einen hülsenförmigen Adapter 16 ein. Über eine weitere Nut/Federverbindung 17
zwischen dem Adapter 16 und einer Gewindehülse 18 der Armatur 5 wird die durch Kugellager
19 abgestützte Gewindehülse 18 in Drehung versetzt, so daß die Spindel 20 der Armatur
5 ihre Hubbewgung ausführt. Dabei durchsetzt die Spindel 20 den hülsenförmigen Adapter
16.
[0013] Die Flanschbuchse 1 ist zwischen ihren Flanschen 6, 10 mit einer Freidrehung 21 versehen,
so daß an dieser Stelle eine relativ dünne wand 22 stehenbleibt. Diese dünne Wand
22 trägt zwei diametral gegenüberliegende Dehnungsmeßstreifen 23. Sie messen ein in
Form eines Torsionsmomentes auftretendes Drehmoment, das einer den Kraftfluß zwischen
Zentralantriebssäule 14, Adapter 16 und Gewindehülse 18 gebildeten Reaktionskraft
entspricht. Die meßsignale der Dehnungsmeßstreifen werden einem mit 24 angedeuteten
Meßverstärker zugeleitet. Vom Meßverstärker gelangt das Ausgangssignal zu einer nicht
dargestellten Auswertestation und/oder zu einer nicht dargestellten Steuereinheit
des Stellantriebs-Motor. In der Auswertestation werden die Drehmomentkurven mit Sollkurven
bestimmter Betriebsabläufe der Baueinheit Stellantrieb/Armatur verglichen. Abweichungen
geben Aufschluß über mechanische Veränderungen in der Baueinheit und erlauben z. B.
eine vorbeugende Instandhaltung. Die der Steuereinheit des Elektromotors für den Stellantrieb
zufließenden Signale führen zum Abschalten des Motors beim Überschreiten eines zulässigen
Drehmomentes. Eine Schutzhülse 25 übergreift die Freidrehung 21 und trägt ein Gehäuse
26 des Meßverstärkers 24. Eine Dichtung 27 schützt die im Bereich der Freidrehung
21 angeordneten Dehnungsmeßstreifen 23 vor Verschmutzung und/oder Beschädigung.
[0014] Die Figur 2 zeigt in einem Schnitt entlang der Linie II-II der Figur 1 die Position
der Dehnungsmeßstreifen 23 und des Meßverstärkers 24. Die ein Scharnier 28 und ein
Verschlußelement 29 aufweisende Schutzhülse 25 umfaßt konzentrisch die Wand 22 und
trägt das Gehäuse 26 des Meßverstärkers 24.
1. Einrichtung zum Messen des Drehmomentes einer durch einen Stellantrieb (3) bewegbaren
Spindel (20) einer Armatur (5) unter Verwendung wenigstens eines Dehnungsmeßstreifens
(23), dadurch gekennnzeichnet, daß das Gehäuse (2) des Stellantriebes (3) und das
Gehäuse (4) der Armatur (5) über eine in ihrem zylindrischen Teil als Torsionsrohr
wirkende an sich bekannte Flanschbuchse (1) miteinander zu einer stationären Baueinheit
verbunden sind, daß eine durch eine Freidrehung (21) geschwächte Wand (22) des Torsionsrohres
den Dehnungsmeßstreifen (23) trägt, daß die Flanschbuchse von der Armaturenspindel
(20) durchsetzt ist, und daß in einem Ringraum zwischen der Flanschbuchse (1) und
der Armaturenspindel (20) ein Adapter (16) zur Übertragung der Antriebskräfte zwischen
dem Stellantrieb (3) und einer die Armaturenspindel (20) in axialer Richtung verstellenden
Gewindehülse (18) angeordnet ist, wobei während einer Verstellbewegung der Armaturenspindel
die stationär angeordnete Flanschbuchse (1) einem über den Dehnungsstreifen gemessenen,
in form eines Torsionsmomentes auftretenden Drehmoment, ausgesetzt ist, das der Reaktionskraft
zum Kraftfluß zwischen Stellantrieb (3), Adapter (16) und Gewindehülse (18) entspricht.
2. Verwendung einer Einrichtung nach Anspruch 1 zum Steuern von Verfahrensabläufen technischer
Anlagen.
1. Device for measuring the torque of a spindle (20) of an armature (5), which spindle
can be moved by a servo-drive (3), using at least one strain gauge (23), characterized
in that the housing (2) of the servo-drive (3) and the housing (4) of the armature
(5) are connected to one another, to form a fixed constructional unit, via a flanged
bush (1) known per se which acts in its cylindrical part as a torque tube, in that
a wall (22), weakened by a recess (21) in the torque tube carries the strain gauge
(23), in that the flanged bush is penetrated by the armature spindle (20), and in
that an adaptor (16) is arranged in an annulus between the flanged bush (1) and the
armature spindle (20) to transmit the drive forces between the servo-drive (3) and
a threaded sleeve (18) which adjusts the armature spindle (20) in the axial direction,
the flanged bush (1), which is arranged fixed, being subjected during a movement to
adjust the armature spindle to a torque, measured via the strain gauge and occurring
in the form of a torsional moment, which corresponds to the reactive force to the
flux of force between the servo-drive (3), adaptor (16) and threaded sleeve (18).
2. Use of a device according to Claim 1 to control process sequences of technical plant.
1. Dispositif de mesure du couple dans une tige d'actionnement (20) d'une vanne (5),
mue par un mécanisme de manoeuvre (3), utilisant au moins une jauge extensométrique
(23), caractérisé par le fait que le boitier (2) du mécanisme de manoeuvre (3) et
le corps (4) de la vanne (5) sont liés l'un à l'autre dans la direction axiale en
un ensemble stationnaire par l'intermédiaire d'une douille à brides (1) connue en
soi, dont la partie cylindrique joue le rôle d'un tube de torsion, par le fait qu'une
paroi (22) du tube de torsion affaiblie par une gorge (21) porte la jauge extensométrique
(23), par le fait que la douille à brides est traversée par la tige d'actionnement
(20) de la vanne et par le fait qu'un adaptateur (16) est disposé dans un espace annulaire,
entre la douille à brides (1) et la tige d'actionnement (20) de la vanne, aux fins
de transmettre les forces d'entraînement entre le mécanisme de manoeuvre (3) et une
douille filetée (18) qui assure le déplacement de la tige d'actionnement (20) dans
la direction axiale, la douille à brides (1) montée stationnaire étant soumise, lors
du déplacement de réglage de la tige d'actionnement, à un couple qui est mesuré par
l'intermédiaire de la jauge extensométrique et se manifeste sous la forme d'un couple
de torsion correspondant à la force de réaction opposée à la force transmise entre
le mécanisme de manoeuvre (3), l'adaptateur (16) et la douille filetée (18).
2. Utilisation d'un dispositif conforme à la revendication 1 pour la commande de processus
dans des installations techniques.

